1850 / 248 p. 2 (Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

. ö. J 1 ö .

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nerweite Fortbestehen der in der Verordnung enthaltenen Bestim

mungen erklären solle? macht die Deputation aufmerksam, daß

Regierung selbst erklärt hat, wie sie weit davon entfernt sei, anzu nehmen, daß die Verordnung eine genügende Regelung der Ange

ichsten Anordnungen zu treffen, und

. wie sie end ü mnächster Zeit den jetzt versammelten Ständen einen Entwurf zu n Preßgesetze vorzulegen. In dieser Erklärung findet die V putation einen hinreichenden Grund zu de Ansicht, daß es nicht gerathen sein möchte, eine Aenderung der Veyo dnung vom 3. Juni in einzelnen Paragraphen auf die zeit von we nigen Wochen zu beantragen, daß es elmehr angemessener erscheine für ihre Gültigkeit bis zu rlassung des neuen Preßgesetzes sich auszusprechen, daher wohl Bestim mungen der Verordnung vor Beruhigung zu fassen und von

einem Eingehen in die einzelnen

von der Kammer abzusehen sein dürfte. Sollte die Kammer hier 7 . ö 89211 164 ) . 286 . mit einverstanden sein, so beantragt die eputation: 2) die zwente

8

* y 9 1159 u 4 Kammer wolle auch d

schlusse beitreten, welcher dahin geht: „die Gültigkeit der Verord⸗ nung vom 3. Juni d. J. bis zu erfolgter Erlassung des in Aus sicht gestellten Preßgesetzes auszusprechen, sich dabei jedoch aus prücklich vorzubehalten, noch im Laufe dieses Landtags auf

1 spezielle Prufung und nach Befinden auf Modificationen einige J

Bestimmungen der gedachten Verordnung zurückzukommen, se

wider Erwarten, die Vorlegung des in Aussicht gestellten Preß gesetzentwurfs nicht erfolgen würde,“ Nachdem nach Vortrag des Königlichen Dekrets und des D 1

putations-Berichts Präsident Dr. Haase mit

lernächsten Zeit der vollständige Entwurf eines Preßgesetzes an die Kammern gelangen werde und es aus diesem Grunde daher wohl räthlich sein möchte, von der Berathung des materiellen Inhalts der einzelnen Paragraphen der vorliegenden Verordnung heute ab⸗

zusehen' und dem Vorschlage der Deputation beizustimmen. Die Regierung habe, äußerte hierbei der Staats⸗Minister, keinen Augenblick verkannt, daß die Verordnung vom 3. Juni, welche in mehßreren Punkten das Produkt eines drückenden Zeitmomentes sei, nicht geeignet erscheinen könne, die Angelegenheiten der Presse voll

ständig und auf die Dauer zu reguliren. Der Abgeordnete Ha⸗ berkérn, der sich in einem ausführlicheren Vortrage über den Gegenstand verbreitete, konnte dem Antrage der 2 eputation nicht

allenthalben beistimmen. Lese man die Motive der Verordnung un des Deputations Berichts, so müsse man glauben, daß es sich hier icht um einen die gesammte Presse betreffenden, sondern mur um einen ausschließlich gegen die pemokratische Presse gerichteten Geset

n

Entwurf handle. Dieser einseitigen Auffassung könne er nicht bei

treten; man möge vielmehr aussprechen, daß in beiden Lagern, der demokratischen, wie in der nichtdemokratischen Presse, gesil worden sei, und daher die Maßregeln beide Parteien gleich tre laffen. Das formelle Recht der Regierung, die Verordnung 3. Juni nach §. 88 der Verfassungs Urkunde zu erlassen, streite auch er der Regierung nicht; allein für die nachträgliche

nehmigung derselben könne er sich um deswillen cht aussprechen,

weil mit der Genehmigung das Fortbestehen der Verordnung zu⸗ olle nicht in Abrede stellen, daß einzelne Auswüchse der Presse vorgekommen selen, diese würden indessen auch

sammenhänge. Auch er wol j

(

ohne die §§. 2, 3 und den zweiten Satz des 8. beseitigt werden s 8s. 2, die der Willkür freien fährde, könne er nicht

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können. Eine Bestimmung, wie die des 8. Spielraum lasse und selbst das Eigenthum gutheißen. Noch weiter gehe 8. 3, der nicht blos

nachgewiesen zu werden brauche. Ohne Garantieen gegen jeden Miß

brauch des §. 3, vermöge er daher auch nicht für diesen zu stimmen.

Seiner Ansicht nach reiche die Hauptbestimmung des S§. 1 vollkom

men aus, da sie geeignet sei, ein schädliches Blatt in kurzer Zeit vollständig zu ruiniren. Man möge nicht über die Nothwendigkeit hinausgehen und es bei dieser Bestimmung bewenden lassen. Das m günstigsten Falle vor einigen Monaten doch nicht publizirt werden können; die von dem Ministertische aus vernommene Zusicherung beruhige ihn daher nur insoweit, als er dadurch bei seinem Gewissen verantworten zu können glaube, die Bestimmungen im §. 1, in dem ersten Satze des §. 4 und in den tellten Preßge— setzes zu genehmigen, keinesweges aber könne er unbedingt die übri⸗ gen Bestlmmungen so lange gelten lassen. Er stelle daher den fe Kammer wolle der vorliegenden Verordnung voni edoch mit Ausnahme der §§. 2, 3 und des zweiten

neue Preßgesetz werde i

8. 5 bis 3 bis zum Erscheinen des in Aussicht ges

. 2 ; Jum, ]

Satzes des §. 4, die nachträgliche Genehmigung ertheilen.“ Es fand jedoch dieser Antrag nicht die nöthige Unterstützung, um zur Diekussion gebracht zu werden, indem sich von 55 Kammer— Mitgliedern nur 8 für denselben erhoben. In ähnlichem Sinne

worden sei, die Nothwendigkeit hierzu, die früher allerdings dage

wesen sein möge, nicht mehr vorgelegen habe. Gegen diese beiden Redner sprachen die Abgeordneten Rittner und Vice-Präsident von Ertegern, welche zugleich das Gutachten der Deputation

vertheldigten. Letzterer bemerkte dabei, wie die Deputation der An

sicht gewesen sei, daß namentlich S. 2 der Verordnung manche zweckmäßige Bestimmung enthalte, daß aber bei demselben, wenn er als Gesetz foͤrtbestehen solle, allerdings noch Zusätze erforderlich

8

sein würden. So sei z. B. die Ansicht der Deputation dahin gegangen, daß Beschlagnahmen durch die Verwaltungs⸗Behörden nur vorüberge⸗ hende Wirkungen haben möchten, und daß, wenn die Wirkung bleibend werden sollte, erst die Cognition einer Justizbehörde zu erfolgen habe. Der Abgeordn. Unger meinte, „die Herren von ver Presse“ selen

selbst schuld, daß sie jetzt von fo strengen Maßregeln getroffen wür

den. Bei Berathung des Preßgesetzes habe man das Vertrauen

gehabt, daß diese Herren durch die Presse das Volk fortbilden wür

* rr gekommen. Man habe das Volk durch ih set dcr! a n. . zu verführen gewußt, ö ern auch on ildet; hebe man jetzt die Ver⸗ . Juni aaf, so werde die alte Zügellosigkeit wieder

, us viesen Gründen werde er dafür stimmen, daß die kLerom . uni bis zum Ersche inen eines neuen Preßgesetßze

. Abg. don B eschwitz, der sich ebenfalls für das . stimmte zwar darin mit dem Abg. en, gerechtfertigt gewesen wäre, die Verordnung lonnte jedoch nicht zugeben, daß auch die Organe

ke staatsgefährliche Lehren vorge⸗ vas Deputations⸗Gutachten und K, 14 *

, een. . isters, in welcher ein neu Preßgesetz zugesagl werde, maßgebend sei, va der n, an

einreißen.

in Kraft bleibe. Deputations . Guta Riedel überein, schon früher zu erlas der konservativen Presse dem P ö o spiegelt hätten. Der habe ne, Mo

lich die Erklärung des Staats-Min

allerdings ber Anschein nicht abgesprochen werden eine indirekte Schmälerung der Preßfreiheit hin- Der Referent, Abgeordneter Scheibner, widerlegt in einem kurzen Schlußworte die das Deputations⸗Gutachten geltend wobei derselbe bemerkt, daß es sich hierbei nicht um Förde⸗ rung einer Reaction, nicht um Schmälerung der dern um die Regulirung derselben handle.

Bei der Abstimmung wurde der erste Deputatlons-Antrag ge⸗ der zweite gegen 5 Stimmen angenommen, und schließlich e Kammer sich gegen die Staats

önne, daß sie auf in die er nicht billigen werde.

ten der Presse enthalte, wie bei Erlassung Terselben es ledig gemachten Einwendun-

sich gehandelt habe, einige der für den Augenblick dring

dlich die Absicht hege, Preßfreiheit, son⸗

ie Frage des Präsidenten: Ob di Regierung s g Stimmen (Medicke, Naundorf, Haber Müller aus l und Reichenbach) mit Ja be antwortet.

Die Sitzung die nächste für morgen angesetzt.

12 Uhr geschlossen und Theile derselben vor der Hand In der heutigen Sitzung der Kammer beschäftigte sich dieselbe, nachdem über die in den Beschlüs⸗ sen beider Kammern obwaltenden Differenzen hinsichtlich des entwurfs wegen Erhöhung der der Verordnung ; lungsrecht betreffend (Referent A den Motiven der Regierung und räth der Kammer an, sie wolle dem von der

nachträgliche

em von der ersten Kammer gefaßten Be

Stempelsteuer Bericht erstattet war, Juni, das Vereins- und Versamm⸗ bg. Scheibner.) Die Deputation zu der Verordnung nichts beizufü ersten Kam⸗ Genehmigung Verordnung

Stimmen Annahme. die einzelnen Paragra⸗ Debatte einstimmig und auch sonst beantragt und

Deputation fand s Kammer zur Verhandlung über Paragraphen wurden ohne Kammer angenommen, nwesentliche Aenderungen

Zustimmung der Kam⸗ mer die Form der Berathung festgestellt hatte, ergriff zunächst Staats-Minister von Friesen das Wort, um die bereits in der er sen Kammer abgegebene Erklärung zu wiederholen, daß in der al

schritt die Die meisten in der Fassung

angegangen, die Verordnung unter Beziehung auf die

Schließlich wurde

Die Regierung wurde alsdann mit den beschlossenen Abänderungen stimmung der Stände als die ganze Verordnung mit 5 Stimmen angenommen. eptember statt.

zu publiziren. den beschlossenen Al

ö Gestern früh um 9 Uhr ein und übernahm das Kommando der Nach einem Diner, zu dem das Offizier— Er wird in der letzten dauernden Auf

Prinz Albert hier Infanterie⸗Brigade. eingeladen war, Monats zurückkehren, zu nehmen.

reiste er wieder ab um dann seiner

enthalt in Leipzie

Die Vorbereitungen zum Wernerfeste Zum 24sten d. M. wird mit der feier ein freiwilliger Bergaufzug und eine Illumi— auch hofft man die Stra

Freiberg, d nun hier im vollen Gange. bendlichen Vor r Stadt in Verbindung stehen, gs mit Laubgewinden geschmückt zu sehen. frischem Andenken,

Verdienste sind hier in und die Gefühl

Haupttages

September Aufführung Bergmanns⸗

werden die Herren Bonnard (Zögling der Lordier, von Moskau Herr Ritter von Her⸗ Der österreichische Minister der Herr von Thinnfeld, hat es Bergstadt der österreichischen erner zu Ehren gefeiert werde. Tage einen wissenschaftlich-techni⸗ Die Wernerian Society of Na— (mlt so großem Erfolge von Herrn er ältesten noch lebenden Schüler Werner's, ge⸗ Tag ebenfalls würdig und festlich begehen.

Berg⸗Akademie) und Deputirte erscheinen. Landeskultur und des Bergwesens, einzelne Buch veranstaltet, jeder wichtigen pruckereibesitzer treffe, sondern auch zur Vernichtung der Existenz einer Menge Arbeiter führen könne, ohne daß diesen eine Schuld In Mähren ruft man an diesem schen Werner-Verein ins Leben. in Edinburgh

Jameson, einem d stiftet) wir

Sept. (N. F. 3.) Gestern fand die Wahl

n. Freiburg, 4. Domkapitels statt.

Dekans des erzbischöflichen zweiten Skrutinium, mit Stimmen und Dom-Kapitular Dr. von Hirscher hohen Verdiensten Theil gewordene Auszeichnung mit

Es wurde, im 2 Herr Geheimerath zum Domdekan erwählt. Bei geschätzten Mannes wird Freude begrüßt

N. Hessische Zeitung bleibenden landständischen Ausschusses:

FJ. war der Staats Dessen Er⸗

Kassel, 6. Se enthält folgende Erklärung des Durch das Finanz-Gesetz vom das Jahr 1849 ermittelt und bewilligt. und Bewilligung für eine spätere Zeit hat nicht statt⸗ zu bewirken, nicht einmal den Stände ⸗Versammlung Steunerverwilli darauf nicht eingehen zu Budget bewilligt, kein ollten, von der Regle⸗ aber zur Verhütung sonsti⸗ in die Erhebung der früheren indirekten t deren Aufkommen arf für das Jahr Finanz⸗Gesetz ermittelt und bewilligt vom 4Aten d. M. nennt das einen welchem sich die Stände⸗Vers as als den ersten Schritt zur Bestand der Verf müssen wir aber als den al einem ganzen Verhalten seit nicht überraschend gewesen, für das eigene auf die Stände⸗Versammlung zu den Vorwand für die Be⸗ Gesetze zur Erhaltung Ordnung unzulänglich und des eworden seien. fortige Erhebung der durch zur Bestreitung der überwiesenen

Bedarf für

Die Regierung hat, dies Versuch mit der letztaufgelösten dessenungeachtet Die Stände⸗Versammlung glaubte können, weil für 1850 kein Ausgabe— Steuern verwendet werden Sie zeigte sich

sprach auch der Abgeordnete Riedel, welcher der Verordnung besonders auʒt dem Grunde die Genehmigung nicht ertheilen zu können erklärte, weil zu der Zeit, wo dieselbe erlassen zu welchem die rung angegeben war. ger Nachtheile bereit, gaben zu willigen, dami einstweilen aufbewahrt 1850 und 18651 durch Eine Ver⸗ Verfassungsbruch, zu ireißen lassen; sie Rebellion und hält da— assung in Frage gestellt. leinigen Zweck Februar d. J.

sein würde.

ammlung habe hir bezeichnet d durch den ganzen sen in Frage zu stellen, des Ministeriums bei s

das Verschulden War es doch so am leichtesten, den, daß die vorhandenen

Unternehmen

hauptung zu fi er ernstlich bedrohten öffentlichen halb Ausnahmemaßregeln nothwendig g solche hat die gedachte s Finanzgesetz Staats Ausgaben

Verordnung die so

Finanz Ministerium angeordnet. 1849 bewilligt mehr erhoben werden, den ermittelten und bewilligten und können daher nicht dung erhoben werden. soll in den Verordnungen und Ausschreiben, Abgaben betreffen, die landständische Verwilligung ein ohne welche kein Erheber zur Einforberung pflichtiger zur Entrichtung schuldig ist.

Staatsbedarf jenes zum Behuf Zufolge 5§. 146.

keinesweges den Erfordernissen des §. 146 der Verfassungs⸗Urkunde; die Hinweisung auf §. 95 der letzteren ersetzt solches Erforderniß nicht, da diese Bestimmung die Steuererhebung nicht betrifft. Ohne⸗ hin hat unsere Zuziehung, die angedruckten Verhandlungen er geben es, bei Anordnung der am Iten d. M. getroffenen Maß regel keinesweges stattgefunden; es ist uns diese Maßregel ganz un bekannt geblieben, und die entgegenstehende Behauptung der Verord⸗ nung ist unbegründet. Keinenfalls haben wir unsere Zustimmung zu jener Maßregel ertheilt, Es war nicht die Stände Versamm. lung, sondern das Minlsterium, das sich von den Vorschriften, welche den gesicher ten Gang des Staatslebens bedingen, losgesagt; die Landstände waren sehr geneigt, die zur Deckung des Stagtsbedarzs nöthigen Steuern zu bewilligen, sie wurden aber aufgelöst, als sie mit dessen Ermittelung und mit der Bewilligung der Steuern für den Staatsbedarf sich beschäftigen wollten. Zeitig soll, nach den Vorschriften der Verfassungs⸗ Urkunde den Landständen der Voranschlag der Staats“ Einnahmen und Ausgaben vorge— legt, dabei, die Nothwendigkeit der zu machenden Ausga— ben nachgewiesen und das Bedürfniß der vorgeschlagenen Abga⸗ ben gezeigt werden. Als aber die neugewählte Ständeversamm lung wieder berufen war, legte das Ministerium keinen Voranschlag vor und erklärte, einen solchen zur Zeit wenigstens nicht vorlegen zu können, unterließ gänzlich, das Bedürfniß von Abgaben zu zei gen. Dauit stellte es sich selbst außerhalb des Bereiches der Ver fassungs⸗- Urkunde. Es wird uns nicht Wunder nehmen, das Mini sterium auf diesem Wege fortschreiten zu sehen, um Stück für Stück die verfassungsmäßigen Rechte des Landes zu vernichten und so all mälig den endlichen Zweck einer gänzlichen Zerstörung der Verfas sung zu erreichen. Auf wessen Seite der erste Schritt zur Rebel lion erfolgt ist, wer die Sicherheit des Staates gefährdet hat brauchen wir nicht anzudeuten; aber entschlossen sind wir, fest entschlossen, die Verfassung zu schützen, so viel in unseren Kräften steht. Mit Zuversicht hoffen wir darin auf die Bei stimmung und die Unterstützung aller Bürger des Staates vorzugsweise aber derer, welche die Verpflichtung nicht blos zur Beobachtung, sondern auch zur Aufrechthaltung der Lan desverfassung noch besonders eiblich bekräftigt haben. Wir

/ D. M. erwähnt einer landständischen Verwilligung nicht, entspricht daher

hände rungen mit 50 . . . 3 . , gte, erwarten zunächst mit Sicherheit, daß kein Erheher Steuern oder Die nächste Sitzung findet zum . ö ; hel sr n, ,

Abgaben einfordern wird, die nicht auf einem Ausschreiben oder einer Verordnung beruhen, worin die landständische Verwilligun ausdrücklich erwähnt ist, und brauchen nicht zu versichern, daß wir wenn dagegen dennoch gefehlt werden sollte, von dem uns durch S. 61 der Verfassungs Urkunde eingeräumten Rechte der Anklage gegen den betreffenden Staatsdiener Gebrauch machen werden Kassel, am 5. September 1850. Der bleibende landständische Ausschuß Schwarzenberg. Gräfe. Kellner Bayrhoffer. Henkel.

Dasselbe Blatt enthält noch folgende zum S chriftenwechsel zwischen dem Kurfürstlichen Ministertum des Innern und dem blei benden landständischen Ausschusse vom 3. 4., 5. September gehös rige Aktenstücke:

VII.

So eben kommt uns in Nr. XIII. des Gesetzblattes d. J eine von den Ministerial-Vorständen Hassenpflug, Haynau und Baumbach gegengezeichnete Verordnung vom 1. September ĩ zu, nach welcher die sämmtlichen durch das Finanz⸗Gesetz vom April v. J. zur Bestreitung der Staats⸗Ausgaben dem Finanz Ministerium überwiesenen Steuern und Abgaben vom 1. Juli an ohne landständische Verwilligung weiter erhoben werden sollen. In Gemäßheit des §. 3 der Instruction für den bleibenden landständischen Ausschuß, fordern wir das Finanz⸗Ministerium auf, die sofortige Zu⸗

rückziehung dieser mit den ss. 143 u. 146 der Verf. -Urk. in direktem Wi

derspruch stehenden Verordnung zu veranlassen und davon, daß dieses geschehen, uns ungesäumt Nachricht zu geben, widrigenfalls der blei

bende Ausschuß genöthigt sein würde, mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln diese Verfassungs⸗-Verletzung zu verfolgen

assel, den 5. September 1859.

Der bleibende landständische Ausschuß; Schwarzenberg. Bayrh offer. Henkel. Gräfe Kell An Kurfürstliches Finanz-Ministerium dahier VIII.

Es kommt uns so eben die Verordnung vom 4. September d. J. zu Gesicht, wodurch ohne landständische Verwilligung die Goör erhebung der direkten wie der indirekten Steuern und Abgaben so wie die Verwendung der in Folge der Ausschreiben des Gesammt Staats-Ministeriums vom 27. Juni und Ri. Juli d. J. bereite erhobenen und deponirten Beträge verfügt wird.

Der bleibende landständische Ausschuß, welcher die ihm aul den Grund einer völlig verkehrten Anwendung des §. 95 der Ver fassungs⸗Urkunde angesonnene Mitwirkung zu dieser den S8. 1 13 und 146 der Verfassungs⸗Urkunde direkf widersprechenden, Maß regel auf das Entschiedenste abgelehnt hat, erachtet es für seine Pflicht, den oberen Finanz Behörden speziell seinen Protest gegen die Vollziehung jener Verordnung zur Kenntniß zu bringen.

Wir ersuchen ergebenst, dieser Erklärung die geeignete Würdi⸗ gung zu schenken und stellen zugleich anheim, ob es erforderlich ist, dem betreffenden Beamten-Personal zu eröffnen, daß wir entschlos sen sind, in den einschlagenden Fällen von dem uns nach §§. 61 und 1 , Verfassungs⸗ Urkunde zustehenden Rechte Gebrauch zu machen.

P Kassel, am 5. September 1850.

/ Der bleibende landständische Ausschuß: Schwarzenberg. Henkel. Bayrhoffer. Kellnen Gräfe.

P An

9. 2 1) Kurfürstliche Direction der Haupt⸗Staatskasse. 2) Kurfürstliches Ober⸗-Steuerkollegium und 3) Kurfürstliche Ober⸗Zolldirection dahier.

Kassel, 7. Sept. (D. R.) Unter vollständiger Ruhe der Stadt wird eben Belagerungszustand erklärt. Die Polizei⸗-Behörde verweigert Publication.

Hessen und bei Rhein. Darm stadt, E. Sept (D. 3tg.) Se. Königl. Hoheit der Großherzog empfingen Festern den Besuch des Prinzen Adalbert von Bayern Königh Hoheit in Kra nichstein, wo eine Jagdpartie veranstaltet war, Von dieser zurück⸗

nur die Bestimmung, gekehrt, fanden Höchstdieselben einen neuen Besuch, den Prinzen Jahres zu dek⸗ e einer sonstigen Verwen⸗ der Verfassungs⸗ Urkunde welche Steuern und besonders erwähnt berechtigt und kein Die Verordnung vom

Friedrich von Hesfen⸗ Rumpenheim Hoheit im Jagdschlosse. Nach gemeinschaftlicher Tafel begab sich der letztgenannte hohe Gast des Abends wieder nach Rumpenheim. Se. Königl. Hoheit der Prinz Adalbert kehren im Laufe des heutigen Tages nach Aschaffenburg zurück, woselbst am 10ten v. M. auch der Besuch Sr. Majestät des Königs Otto von Griechenland erwartet wird, dessen sich weiterhin Darmstadt wohl auch zu erfreuen haben dürfte.

Sachsen⸗Meiningen. Meiningen, im Sept. (L. Ztg.)

e neue Gerichts-Organisation bringt uns als ordentliche Ge⸗

=

richts Behörden Kreisgerichte und Deputationen derselben, das Ap⸗

zs Gericht, Geschwornen-Gerichte und das Ober ⸗Appellations⸗ jt (zu Jena). Das Herzogthum soll einen Geschwornen-⸗Bezirk

„lden. Jedes Kreisgericht besteht aus einem gt reisrichter und minde⸗

ens drei Assessoren, das Appellations-Gericht aus mindestens sechs r hrenden Mitgliedern, einschließlich des Präsidenten. Das letztere tz zu Hildburghausen, wo auch regelmäßig die Geschwor⸗

nengerichte gehalten werden; die Kreisgerichte haben ihre Gerichtssitze in den Orten der bisherigen fünf Kreis- und Stadtgerichte (Sal⸗ zungen, Meiningen, Hildburghausen, Sonneberg und Saalfeld). Wo sich ein Bedürfniß dazu zeigt, können geeignete Sachwalter

s Beglaubigungs-Notare mit der Befugniß bestellt werden, mit oller Beweiskrafk Abschriften und Unterzeichnungen von Urkunden

zu beglaubigen, ingleichen Wechselproteste aufzunehmen. Diese neue Organisation tritt mit dem 1. Dezember d. J. in Krast.

Ausland.

Frankreich. Paris, 5. Sept. Bei der Ankunft

Loͤreur war die Stadt in großer Bewegung, alle

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waren mit Menschen überfüllt und man hörte den

e ident!“ Der Maitre der Stadt schloß seine ü ingsrede mit den Worten „Zählen Sie, mein Prinz, auf uns, auf Sie zählen! Es lebe der Präsident! Es lebe Napo⸗

r mn!“ Der Präsident erwiederte, er kenne den guten Geist des Depar⸗ ö. re,, , ,, , m bei der Wahl? eine imposante Majorität ge geben habe, und Bei dem Zuge vom Triumphbogen bis zur Präfektur hörte

1

dem Fournal des Déöbats zusolge, nur: „Es

Revublik!“ Bei dem Empfange der Behörden sagte Louis Napoleon zum Bischof, er betrachte Religion und Familie mit der it di die Grundlagen der Gesellschaft. n im fekturgebäude, der Präsident erschien je

en einer leichten Migräne nicht auf demselben. Die Stadt rnay hatte den Präsidenten eingeladen, sie mit seinem Besuche Er nahm die Einladung an und veränderte dadurch

ie Reiseroute. Alle Berichte stimmen darin überein, daß der fang in al chaften, die Louis Napoleon passirte, ein

narchischen Parteien sind mit den bisherigen Wünschen 1 375 3 h

h Verfassungs⸗Revision sehr unzufrieden, ohne republikanischen Parteien zufrieden wären.

Allerdings haben bisher 25 Generalräthe diesen Wunsch ausgedrückt,

wird bald noch größer werden. Allein blos zwei De Oise, wünschen eine unmittelbare Revi— rigen Departements, die für eine Revi⸗ sind, wollen, daß dieselbe in gesetzlich ; geschehe. Die legale Verfassungs⸗Re 555 Sin 7 Sesatal Gon r , . 3 93zayv 1m dert von der Legislativen in dreimaliger Berathung mit Nasorität von drei Viertheilen unter fünfhundert Stimmen

chluß, daß eine Revision stattfinden soll Dann geschieht

m Erlöschen des Mandats der Legislativen die Revision

durckh ne neue Eonstituante. Das Journal des Débats be⸗ ierkt daher heute: „Wird je eine solche Majorität in der National sammlung für die Revision sich aussprechen? Wird sich diese

t imal bilden können? Dies sind die Fragen,

f Schwierigkei⸗

nicht lösen. Indem die Generalräthe diese zarten Fragen nicht haben sie Bescheidenheit und Weisheit bewiesen, aber sie

n nicht befriedigt, und das Land hätte sie

lche vie öffentliche Meinung beschäftigen und die

reigest wenn sie minder weise gewesen wären.“ he t daß die bonapartistische Partei sehr entmu sei si hofft hatte, daß die Generalräthe die unmittel- sion der Verfassung verl— würden persigny ist heute ens in J ngekommen. hie sige tunesische Gesandte heute nach nis abgereist gt die Geschäfte dieses Staates. Neuilly ist abermals ein Todtena gehalten worden. Vie ersüllt n der J A Ut, l w mehreren 2 artemen ü hkeiten zun Hedächtnisse meldet stern euiem in Amiens statt luf aust rückliches Verlangen der Königin ) Ima ur Fami sen heute die Herren Guizot, Dumont, Montebello nach Tlaremont ab. (Graf von Montalivet widerspricht heute der Na hricht der Pa daß er der Zusammenkunft der Legitimisten in Wiesbaden gewohnt habe

zirardin mischt sich heute in den Streit in Bezug auf die

martine vorgeschlagene „Lösung.. Vie wesentlichsten Punkte

seines Artikels bestehen darin, daß er sich streng an die Constitution

die Rerxublik festhalten, eine Revisson durch die jetzige Ver

mlung nicht zulassen will, sich aber doch für Aufhebung der annungsdekrete der Bourbons ausspricht.

Das Journal des D Ebats enthält eine ausführliche Be⸗

chreibung den Feierlichkeiten bei der (bereits erwähnten) einstweil

sterblichen Reste Ludwig Philipp's in Weybridge

ven Sarg einschließt, ist ein sehr einfaches Mo 1

l l in Stein bedeckt, auf welchem am Kopfende ) des mit der Königskrone und darunter sol inschrift eingravirt ist D epos 61 ub h 1p 1d 1 12 Donec in pPatriam vito intel Innere De- djnvante, transterantun

Reliquia UvPDoOvlIGCl PHIlLIPPI PRIMlI Francorum Regi Clarmontii, in Britannia, Detuncti, Die Lugusti XVI. Anno jomini MDCC L AkFtatis 76

Requie cat in pace.

Paris, 5. Septbr. (Köln. Ztg.) Die permanente Kom⸗ mission hat gestern eine Sitzung gehalten. Funfzehn Mitglieder, unter welchen der General Changarnier sich befand, wohnten der⸗ selben bei. Man unterhielt sich viel von der Gesellschaft vom „Zehn⸗ ten Dezember“. Changarnier soll sehr unzufrieden gewesen sein, daß die Führer dieser Gesellschaft ohne seine vorherige Erlaubniß Subscriptionen bei den Soldaten, Unteroffizieren und Offizteren der Armee von Paris zu dem großen Bankett gesammelt haben, welches

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diese Gesellschaft dem Präsidenten der Republik bei seiner Rückkehr von Cheibourg zu geben edenkt. Das Benehmen Baroche's, der heute in der Sitzung Aufschluß über die Gesellschaft des „Zehnten Dezember“ geben sollte und, ohne sich auch nur einmal zu entschul digen, mit Louis Napoleon nach Cherbourg abgereist ist, wurde all⸗ gemein getadelt; besonders soll sich Lamoricisre sehr heftig gegen denselben ausgesprochen haben.

Wie verlautet, soll der unterseeische Telegraph den 10. Sep⸗ tember eröffnet werden. Die Nachricht, daß der Draht zerrissen sei, bestätigt sich nicht. ; . .

Das Pays versichert, daß die Offiziere nichts davon wüßten, daß General Changarnier einen Tagesbesehl erlassen, wonach es allen Offizieren der pariser Garnison fortan untersagt sei, an Ban⸗ ketten theilzunehmen.

Mehrere bisher noch unentschiedene Journale haben in den letzten Tagen eine bestimmtere Farbe und Haltung angenommen. Der Courrier frangais wendet sich dem Legitimismus zu, und die Afsemblee Nationale scheint ihm auf diesem Wege zu sol gen, während andererseits das Ordre vollständig die orleanistische Fahne aufspflanzt. Man kann demnach, mit Beiseitesetzung des Pays, dessen Schattirung schwer anzugeben ist, und der absoluti⸗ stischen Patrie, die Journale einfach folgendermaßen klassifiziren:

leg

itimistische: Opinion p ubligue, Gazette de France,

Iinion, Corsaire, Univers und wahrscheinlich Assemblee Na

tionale und Courrierfrangaisz 2 orleanistische: Däbats und

Ordre; Y) bonapartistische: Constitut lonnel, Povodsgazlzziva'i—( ir und Mo niteur du Soir, 4) republikanische, radikale oder sozialistische:

Sidcle, Evenement, Pre sse, Rational, Republique, Peuple de 1850 und als Tiraislleure Char iva ri und Journal pour Rire. Nach dieser Statistik hat die sogenannte dritte Partei kein einziges Organ, was für ein Ministerium dieser Färbung wenig Aussicht gewährt, während die Legitimität und die Republik es sind, welche die meisten Blätter zählen. Was ul National und Presse betrifft, so tritt die Spaltung zwischen diesen beiden Jour nalen, die nie aufgehört hat und i zeit lang verhüllt ward,

ur eint

jetzt wieder ossen hervor und zwar auf dem Gebiete der Versas⸗ sung selbst. Großbritanien und Irland. London, 4 pt.

Amerika dasselbe Porto, gleichviel, ob sie auf englischen oder amert kanischen Post⸗Dampfbooten befördert werden.

Die Unterhandlungen mit Toscana wegen der Entschädigungen ür britische Unterthanen, die bei der Besetzung des Großherzog hums durch österreichische Truppen Verluste erlitten haben, sind noch nicht beendigt und werden in Brüssel, unter freundschaftlicher Vermittelung des Königs der Belgier, fortgeführt, so daß George Hamilton in Florenz noch keine entscheidenden Instructio nen erhalten hat. Von Wichtigkeit ist, daß, nach einem Brief au— Florenz zu schließen, die in Toscana lebenden Britten keine Aus sicht haben, von der Beisteuer zu dem bevorstehenden toscanischen Zwangsanlehn ausgenommen zu werden. „So sehr auch“, heißt es im Daily News, „ein solcher Zwang englischen Ideen von constitutioneller Besteuerung widerstreben mag, Lord Palmerston hat, wie man hört, nicht die Absicht, sich mit dieser Frage zu befassen. Es ist freilich wahr, daß Sir George Hamilton gegen das vom Diktator Guerrazzi ausgeschriebene Zwangsanlehn wirksam protestirt hat, doch geschah dies unter dem Vorwande, daß so ernste Maß⸗ regeln einer blos provisorischen Regierung nicht zuständen;,

Das Dampfschiff „Pacific“, welches am Mittwoch Mittag

Einer neuen Postverordnung zufolge zahlen Briefe von und nae . ,

5 J 1 1

1

Liverpool eingelaufen, bringt nur um drei Tage neuere Nachrich ten, als die letzten Dampfschiffe gebracht. Die einzige politische

Nachricht von Bedeutung, die es mitbringt, ist die, daß der Senat pie Bill über die flüchtigen Sklaven mif 27 gegen 15 Stimmen angenommen hat, Auch waren neuere Nachrichten aus Kalifornien bis

zum 13. Juli eingetroffen. Das Geschäft ging wieder gut und das Goldgraben brachte reichen Ertrag Die letzten Handels Nachrichten aus New-Nork lauten ebenfalls günstig. Die Baum

wollen Aerndte dürfte zwar günstiger ausfallen, als man bisher

glaubte, man zweifelt aber, daß der Ertrag der nächsten Aerndt dem der letzten gleich kömmt

Freemans Journal weist heute auf die Nothwen hin, eine Telegraphenleitung nach Irland anzulegen Der iht würde 60 englische Meilen, also nur dopp lt so lang sein, n e welcher England mit Frankreich verbindet. Jedes von erpt nach Amerika segelnde Schiff wäre dann gezwungen mn de westlichen Häfen Irlands anzulausen, um die neuesten Nachricht aus Europa nach Amerika mitzunehmen

Der Durchstich der Landenge von Panama bei Ne Be ist von einer amerikanischen Gesellschast bereits in Angriff genon nen worden. Aus Kartagena strömen ausende dahin, um Ark zu sinden.

In Valparaiso liefen bis zum 3. Juni chi ff

vorigen Jahre blos 968) ein; diese Zunahme ert

1 ] * 3 al 1 die Schiffe auf ihrer Reise nach Kalisornien

iant einnehmen.

n ch, daß raise Pro

Belgien. Brüssel, 5. Sept. ist heute Rachmittag nach Ostende abgereist gen die Personen der Hofhaltung, Equipag mit einem Extrazuge abgegangen waren

siche Familie den Rest der Sommerzeit hindurch da die Aerzte der Königin den Gebrauch 1 ben Gestern Mittag überreichte der neue päpstliche Nur M

. 5 ö. . a3 ⸗— Pᷣ . Gonella, dem Könige sein Beglaubigungsschreiben

Der französische Finanz⸗Minister Fe

in Paris sind hier eingetroffen.

und pi

wissenschaft und Runst

Königliches Opernhaus

Robert der Teufel. Frau Küchenmeisten Ruders Isabella

(Den 6. S eptember.)

Wenn wir schon in unserem ersten Berichte über Frau Küchen meist er Rudersdorff die Ansicht aussprachen, daß das künstlerische Naturell dieser Sängerin vorzugsweise zur Lösung von Aufgaben im Be reiche der modernen Oper geschaffen scheine, so fanden wir diese unsere Ansicht durch ihr diesmaliges Auftreten als Isabella in „Robert der Teufel“ vollkommen bestätigt. Die außerordentliche Kehlfertigkeit, über welche Frau Rudersdorff zu gebieten hat, läßt sie um so geeigneter für diese Partie erscheinen, als es in derselben hauptsächlich auf kolvrirten Gesang abgese⸗ hen ist. Diese Seite der Kunst beherrscht die Sängerin aber nicht nur mit ungemeiner Sich erh eit, überhaupt in äußerlich glänzendster Weise, son .

dern, was bei weitem mehr sagen will, sie weiß ihren Koloraturen auch Charakter und Geist einzuhauchen. Cantilene, einen Grad von Wärme und eidenschaftlichkeit, der es fühlen Der Eindruck war daher ein entschieden günstiger und allgemeiner, und kt traten die schätzenswerthen jolg: ns Licht. Der Vortrag der Arie:

„Umsonst mein Hoffen“

feine und noble

athmet ihr Gesang, auch in der Seelenhaftigkeit und (wo es hingehört) von L die Künstlerin ihrer Leistung gleich bei ihrem ersten Erscheinen im zweiten A Eigenschaften der Künstlerin erf oloratursängerin Frau o lieblichem Klange es ihr angewendet. T bekannte „Gnadenarie“ im

bekundete hier sogleich, eine wi Ruders dorff ist. übrigens ist, wünschten wir etwas Leistung bildete aber jeden Frau Rudersdorff mit seltener Vollendung sang. stens erinnern wir uns nicht, dies Musikstück ramatifcher Auffassung gehört zu haben. Talent der Gastsängerin für den modernen ! Entschiedenste hervor un hafter Beifall und Hervorruf wurden der Künstlerin nach nen Leistung mit vollem Rechte zu Theil. bot dieselbe manches Neue. engagirtes Mitglied der Bühne, ü frischen und klangvol s

Glanzpunkt der anderweitig schon so schwung⸗

dramatischen Gesang fand gerechte Anerkennung. einer so gelunge⸗ Die übrige Besetzung der Oper Vorerst trat als Bertram ein neu Salomon, auf. Wir haben der Debütanten bereits bei Gelegenheit Blättern Erwähnung gethan Acquisition, lerische Ausbildung des Sängers keinesweges schon eine v werden kann. T is in welcher ihm

Besonders dürfen Anerkennung zollen, Charakters durch Maske und rzugsweise zu wüns Köster, Frau Herren⸗

seiner heutigen Rolle, schwierige Aufgabe zugefallen war. musikalischen re mehr diabolische Färbung des Darstellung dasjenige war, was Partie der Alice hatte, in Abwesenheit der Frau übernommen. T Naturell dieser Künstlerin zusagt, erschien die

aber die Rolle gleichwohl in den dra— erfaßt, so kamen diese doch keinesweges wie dies auch, der ganzen künstle⸗ 8 zu erwarten stand. eine dramatisch wirk- t her Alice ihren Ge⸗ eren Momenten der Leistung gehörte und Darstellung ein glückliches in Ermangelung eines wirk- wacker und ehrenwerth, als ausreichenden Stimmmittel Auffassung blieben daher Uebrigen glücklich zur Geltung. dies mal Herr Mantius inne, Orchester wirkten mit chen Werkes allen An—

11 * 25 Sew * 4 glühten Landmäde eine gelungene.

matischen Intentionen meist richtig

r gemäß, nicht ander cene am Krenz, Bertram gegenüber,

; fister, und zwar so für die betreffende eine heroischere

zu wünschen, z Raimbaut hatte Chor, Ballet und Vorstellung des effektrei n Haus war gefüllt.

Personen-Frequenz.

wurden befördert

Bahnhöfen nach den Haltestellen

Güter⸗Ver⸗

ssagiergepäck

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Beförderungen

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Königlich Vorstellung: von Schiller. Anfang 6 Uhr