1850 / 312 p. 1 (Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

J sich hervortreibt. Im Scherzo haben die Elfen des Sommernachtstraumes J den letzten Sätzen gemeint, ist viel gedeutet worden. Was man aber a

. eine ihrer so zahlreichen Kolonieen gegründet. Wie anders scherzte doch . Beethoven, in dessen muthwilligstem Spiel immer noch eine ernste e m. 50 wn. ! früheren Sätze wenn zurü

ö. tung sich verbirgt und dessen Humor voll der tiefsten Weisheit ist. Das Inhalt hinter dem der früheren Sätze weit zu

. folgende Adagio ist zu klaviermäßig gedacht, seine Motive sind zu . cen, m,,

. ö intensiv, um sich in einer Sinfonie geltend machen zu können. Das Finale 6 ird.

J. ist recht lebendig, obgleich ihm der Zusammenhang mit dem Vorhergehen-

. ö den und innere Klarheit fehlt. ]. ,

J Auf die A-moll- Sinfonie folgte die Ouvertüre zum Sommer⸗ j 6

ö na chigtraum und vas ne, , , e Hier ist Menzelesohn in einer weltlicher Verrichtung gebraucht werden sollten.

4 Sphäre, und hätte er weiter nichts geschrieben, als diese Musit, n,

; doch seinen Namen zu den besten zählen. Der gan, , ,

1 es Stü kli is diesen Tönen entgegen 9 1 J . z 6. , n r, ger. Der Dichter schildert in dem Wahrheit und Vollendung aller anderen, die Reihe schließen.

( Treiben der Elfen das Reich der rr, ,., 2

elb Wi s Träume und Einbildungen herrschen. ̃ 3 ing unte = 2.

94 k ö Varnrserjen, ohne die höheren, mensch! 3c in allen öffentlichen Besprechungen dieser Konzerte sein. lichen Geistez fähigkeiten, Herrscher im Reiche, nicht der Vernunst und Sitte, sondein —— ii b , ö

1 der sinnlichen Vorstellungen und der Reize der Einbildung, und darum sind sie . : We garkt⸗ *

. . gleichmäßig die Träger der Phantasie, die , , Stettin, 8. Nov. . iberi D 4 wirlt., Sie führen ein üppiges, wohliges Natur. und Sinnenleben; die ter bleibt noch immer stürmisch und naß, bei ziemlich gelinder ö Geheimnssse der Natur, die Kräfte von Blumen und Kräutern sind ihnen peratur . anvertraut, In Blumen schlafen, durch Tänze und Gesänge eingewiegt, ;

e

1846 ich

in ihnen erblicken mag, etwa das 6 h , m. i r g r S im Fi ĩ rrlichung des Sieges, gewi daß il Scherzo und im Finale die Verherrlichung 36 n. k lragische Eindruck, den jene in uns zurücklassen, durch alles Folgende ge Unsere Meinung, daß die Eroica am passendsten mit dem Trauermarsche abbräche, theilten übrigens auch die Hörner, welche sich im Trio sehr ungehalten und verstimmt zeigten, daß sie, die eben am Grabe des Helden geweint und gebetet, noch zu allerhand profanem Geschäst und Die Beethovenschen Sin sonieen werden, was sehr passend ist, wieder in chronologischer Folgé, die zugleich eine innere Bedeutung hat, aufgeführt. Möge nun dies Jahr un—= sere Erwartung in Erfüllung gehen und die neunte Sinfonie, die ; Es ist frei⸗ lich schlimm, daß an solche Pflicht noch erinnert werden muß, aber eben deshalb sollte die Mahnung an die neunte Sinfonie das ceterum cen—

Rthlr.i, während nur 50 Rthlr. geboten. Auf Frühjahrs Lieferung ist 89pfd. gelb schles. zu 51 Rthlr. offerirt.

Roggen wurde gestern plötzlich bedeutend billiger abgegeben. November Sepfd. 323 33 Rthlr. verkauft, Frühjahr Säpfd. ist zu 37 —37 Rthlr. begeben, 37 Rthlr. bleibt Geld, Sbpfd. 387 38 Rthlr. bezahlt, 38 Rthlr. Geld. In Loco⸗-Waare ist nichts von Belang gehandelt; man hält S6pfd. auf 358 35 Rthlr. und bietet 335 Rthlr.

Gerste ohne Handel; schles. 5 —76pfd. loco 263 26 Rthlr., neue Oderbruch⸗ 73 74pfd. 26 Rthlr.

Hafer in loco 19 a 21 Rthlr. nach Qualität, pr. Frühjahr wird 52pfd. pomm. auf 23 Rthlr. gehalten, 22 Rthlr. geboten.

Kleine Kocherbsen 38 a 40 Rthlr., Futtererbsen 36 a 38 Rthlr. nominell.

Rappsamen, schles. auf 78 Rthlr. gehalten, 76 Rthlr. Gld.

Wonne; Blumenputz und Thauperlen ihre Freude.“ *

Stoff einen Tondichter reizen konnte, die ser.

drängt ist, erkennt die Tonkunst ihre Heimat. dern eine wunderbare Dämmerung.

Dichtung aufrollt.

gelassen, wie Oberon's und Titania's munteres Völkchen.

Späße Zettel's und seinen täppischen Gesellen.

söst sich zuletzt in Duft und Schimmer auf.

löste. it gehalten gewünscht.

Tempo's ist hier nur sehr selten gerechtfertigt.

Das G-moll-Scherzo, dessen natürliche Reize ein durchaus ele⸗ ganter Vortrag noch hob, wurde, wie es auch in den früheren Jahren ge— Besondere Auszeichnung ver—

schah, da capo verlangt und wiederholt. diente die 3 Flöten⸗Passage am Ende. . Durch das abermalige Anhören der heroischen

sten mit dem Trauermarsch, n dargestellt wird, abgeschlossen hätte.

den Mondstrahl abgewehrt, gefächelt von Schmetterlingsflügeln, das ist ihre n Wenn irgend ein ihn musikalisch zu gestalten, so ist es Denn eben in jenem Traumreich, in dem die vernünftige Noihwen⸗ digkeit durch das freie Spiel der Phantasie und ungebundenen Laune ver Es ist hier weder die Nacht

der Sinnlichkeit, die uns umgiebt, noch das helle Licht des Geistes, son— Erst durch die Verbindung der Musik mit der Poesie ist das Zaubergemälde vollendet, das uns die Shakespearesche Diese Klänge sind duftig wie eine Johannisnacht, bald sanft ineinanderschwimmend, wie eine Mondscheinlandschast, bald schalkhaft aus Die Ringeltänze

der Elfen und die tausend Verwickelungen und Irrwege, in die ein necki—

scher Kobold die Liebenden verstrickt, werden durchkreuzt durch die plumpen Dazwischen tönt der frohe Jagdruf der Hörner; flüchtig eilt diese bunte Welt an uns vorüber und Die Ouverture zum Som-

mernachtstraum ist seit jeher ein Glanzstück des hiesigen Orchesters gewe— sen, das auch diesmal seine Aufgabe mit großer Feinheit und Präzision Wir hätten nur das Tempo gemäßigter und etwas konsequenter festQ— Wenn in Klavier-Compositionen der Spieler eher den Eingebungen seiner Laune folgen mag und an das Zeitmaß weniger streng gebunden ist, so müssen Orchester⸗Werke dagegen immer eine gewisse Ruhe und Gleichmäßigkeit bewahren, und das Acceleriren und Retardiren des

Sinfonie be⸗ festigte sich aufs neue die Ueberzeugung in uns, daß dieses Werk am be⸗ 36 in dem das große Ende eines großen Lebens 53 An dem, was Beethoven mit den bei⸗

richten noch ein dieselbe Wirkung hat.

erheblich gesteigert wird.

mung im Getraidehandel,

chen Deutschland berücksichtigt.

halb einstweilen

Wspl. ,

zu 52 Nthlr.,

Wenn bisher durch die flaue Haltung der englischen Märkte die ziemlich allgemein erwartete Besserung in unserem Getraidehan— del unterdrückt blieb, so scheint jetzt durch die kriegerischen Nach— anderes Motiv hervorzutreten, welches momentan Viele ängstliche Gemüther befürchten näm— lich als nächste Folge eines Krieges die gänzliche Entwerthung aller Gegenstände, und sind daher eifrig bemüht, sich von ihren Vorrä⸗ then loszumachen; sie vergleichen dabei die jetzigen Zustände mit den Verhältnissen im Jahre 1848, übersehen aber, daß die unsichere Lage zu jener Zeit eine große Muthlosigkeit der besitzenden Klassen der Bevölkerung herbeigeführt hatte, während jetzt so ziemlich Gegentheil stattfindet, und daß der Verbrauch unserer Landes⸗Pro⸗ 6 dukte durch die Zusammenziehung so bedeutender Truppenmassen . Es darf also nicht auffallend erscheinen, wenn der erste Eindruck jener Nachrichten, vielleicht Richtung umschlägt, was um so wahrscheinlicher wird, wenn man den mangelhaften Ertrag der letzten Aerndte, namentlich im westli⸗

In Weizen sind einige Umsätze zu etwas ermäßigten Preisen zu Stande gekommen; das Geschäft wird aber einstweilen wohl keinen größeren Umfang gewinnen können, da eine Besserung der englischen Märkte vor Winter nicht zu erwarten ist und die hier eingetroffenen Partieen größtentheils zu Boden gebracht und des⸗ nicht am Markt sind. l ca und zwar 50 Wspl. gelb schles. s9pfd. loco zu 53 Rthlr., 110 Wspl. desgl. 88 ꝛpfd. zu 50 Rthlr., 30 Wspl. märker S89pfd. 36 Wspl. marker und pomm. S9! und 90pfd. zu Rthlr.6, 28 Wspl. bunt poln. 88tpfd. zu 524 Rthlr. Man Dez.

zerichte. (Osts. 3.) (Wochenbericht.)

165. ferirt. Das Wet⸗ Tem⸗ 1154 a Rthlr Kronen

gelb Lichten⸗ unverst.

11

1

das 21 ,,

d. h. die flauere Stim Psund.

bald in der entgegengesetzten t Br. und Gld.

Geld.

gehandelt.

Gehandelt sind ca. 250

ö

2

Winterrübsen 76 Rthlr. Br. Schlagleinsaamen 58

Rappkuchen 32

Fettwaaren. calabres. 143 Rthlr. unverst. Br., 14 Rthlr. unverst. bez., messin. 14 Rihlr. unverst. Br., Malaga 15 Rthlr. ö Rthlr. verst. bez. Thran 38 Rthlr., blanker 28 Rthlr. gef., 27 Rthlr. unverst. bez.,

53 Sgr., Rügenw. , Sgr., pomm. 4

Spiritus in

Nach der Börse: Gld., Frühjahr 373 Rthlr. Geld. Von Gerste sind 150 Wspl. Oderbruch

Pernauer Leinsamen in loco 95 Rthlr.

Rüböl flau, loco 1095 Rthlr. bez., pr. Nov. 10 Rthlr. bez., Dez.

fordert jetzt für 89gpfd. gelb schles. in loco nach Qualität 53 52 Zink loco auf 4 Rthlr. gehalten.

Sommerrübsen zu 62 Rthlr. of⸗ 4 Rthlr. nach Qualität. 31 Sgr. Leinkuchen 45 Sgr. Baumöl matt, ächt Galipoli 135 Rthlr. unverst.,

unverst. Palmöl Kokusnußöl Cochin 133 Rthlr., Ceylon 12 Südseethran unverändert 12 Rthlr. bez., Drei-

br. berger Leberthran 259 Rthlr. bez., schott. A a 22 Rthlr. Talg, russ. 1ma 1ma Seifen- 11 Rthlr.

Rüböl sehr flau, Nov. Lief. 11 Rthlr. Br., spätere Termine Rthlr. 2 4 Rthlr. Br., 11 Rthlr. Gld.

Leinöl in loco 12 Butter. Zufuhren trafen in den letzten acht Tagen wenig ein, jedoch ist eine Preiserhöhung nicht eingetreten. Feine holst. bedang Sgr., feine vorpomm. 6 a 6 Sgr., hinterpomm. 57 2

a 125 Rthlr. bez.

a 5 Sgr. pr.

loco ohne Faß 217 a 4 Y bez., Frühjahr 22 96

Zink in loco und schwimmend 47 Rthlr. Br., 4 Rthlr. 213 Sgr.

Roggen sester, 8S2pfd. pr. Nov. 323 Rthlr.

—— *

zu 26 Rthlr. in loco

bez.

Spiritus aus erster Hand zur Stelle 22 23 * bezahlt,

7903 z. 95 bez., jetzt 22 565 Geld, mit

aus zweiter Hand ohne Faß 22) Faß 22 „6 zu machen, pr. Frühj. 217 96 bez. u. Gld.

107 Rthlr. bez.,

Br.

Ian, 11 Rthlr, bez. u.

F amm m. me, nan en,

( Bekanntmachungen.

578 Nothwendiger Verkauf. .

. Das hierselbst in der Gubener Vorstadt, kleine Linden Nr. 9, belegene, dem Maurermeister Höpfner als titu⸗ lirter und dem Lehrer Marschhausen als Naturalbesitzer gehörige, im Hypothekenbuche Vol. II. No. 113 ver-

. zeichnete und, laut gerichtlicher Tare auf 6979 Thlr. . 29 Sgr. 4 Pf. abgeschätzte Grundstück soll im Wege . der nothwendigen Subhastation im Termine

den 1. Mai 1851, Vormittags 11 Uhr, vor dem Direktor Ritter an Gerichtsstelle, Junkerstraße Nr , öffentlich verkauft werden. Taxe und Hypothe— kenschein sind in unserer Registratur einzusehen. Frankfurt a. d. O., den 23. September 1850. Königl. Kreisgericht. J. Abtheilung.

5731 Nothwendiger Verkauf. Das zum Nachlasse der Wittwe Block gehörige, im Schwetzer Kreise belegene Mühlen⸗Grundstück Klinger Nr. 4, Klingermühle genannt, mit einem Areal von angeblich 177 Morgen 1560 Ruhen Preußisch, abge⸗ schätzt laut der nebst Hypothekenschein im III. Büreau einzusehenden Tare auf 6359 Thlr. 9 Sgr. 5 Pf., soll

am 29. April 1851, Vormittags 11 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle subhastirt werden.

Schwetz, den 27. Juni 1850.

Königliches Kreisgericht. J. Abtheilung. (gez) Kowallek.

6321 Edikt al⸗Vorladung. . Der Gerbermeister Johann Gießmann, welcher sich im Jahre 1827 aus seinem letzten Wohnorte, dem Dorfe Brzezinka hiesigen Kreises, entfernt haben soll und seit dieser Zeit nichts hat von sich hören lassen, und die etwa von ihm zurückgelassenen unbekannten Erben und Erbnehmer werden hiermit zu dem auf

den 6. September 1851, Vorm. 11 Uhr, an hiesiger Gerichtsstelle vor dem Herrn Kreisrichter Fischer anberaumten Termine mit der Auflage vorgela⸗ den, sich vor oder in diesem Termine bei dem unter— zeichneten Gericht persönlich oder schriftlich zu melden, widrigenfalls der Johann Gießmann für todt erklärt und sein Vermögen seinen nächsten sich als solche le— gitimirenden Erben zugesprochen werden wird.

Gleiwitz, den 12. Oktober 1850.

Königliches Kreisgericht. J. Abtheilung.

( 1576 , 0 n. Folgende verloren gegangene Dokumente und Forde-

ö rungen sollen öffentlich aufgeboten und amortisirt, re⸗

. speknive gelöscht werden: ö 1) das Duplikat des Kaufvertrags de dato Creuma vom 2. Dezember 1826, gerichtlich rekognoszirt

ö Delitzsch den 16. März und ausgefertigt den 19. ö. März 1827, wonach Johann Friedrich Schönbrodt ö zu Creuma seiner Frau, Marie Christiane Schön-

brodt geborenen Kohlmann zu Ereuma, für ein

Einbringen von 700 Thlr. und 2 Kähen mit einer . in Barleing Mark gelegenen walzenden Hufe Lan-

des, und Wirse Höpoihet bestellt hat, mi⸗ Hypothe⸗ . lenschein. vom 168. August 1837.

. 2) Ded den weren iar des Kaufvertrags de dato . audsberg vom 19. Januar 1831 unh Hypothe⸗ ö lenschein von demselhen Tage, wonach Johann . Gottlieb Poehsch zu Dobersign sich verpflichler hat an seine Aeltern, Johann Christonh Poetzsch und . Marie Sabine geborene Ohme dafelbs, Ohg Thlr. . zu 4 Prozent Ilnsen, so wie ein Wohnungs⸗ Rech . und Auszůug zu entrichten, wofür mit dem Hüfner⸗

gute Nr. 3 DVoberstan Hypothel bestellß ist.

Die 600 Thlr. sollen bis auf 100 Thlr. ge- tilgt sein. hlt. ge

. . . . 3) Das Neben ⸗Exemplar desselben Kaufvertrags vom

10. Januar 1831 mit Hypothekenschein von dem— selben Tage für Johanne Christiane Poetzsch zu

Doberstau, jetzt verehelichte Starke, wonach Johann

Gottlieb Poetzsch sich verpflichtet hat, der 2c. Poetzsch, verehelichten Starke, Aufenthalt, Kost, Wartung und Pflege zu gewähren, auch 300 Thlr. Courant 33 Prozent, eine Kuh oder 20 Thlr., sechs Stück Schafe oder 12 Thlr. und die nöthigen Kleidungs— stücke oder 20 Thlr. an dieselbe zu zahlen.

Diese Rechte sind für bie jetzt verehelichte Starke auf das Hüfnergut Nr. 3 Doberstau in das Hy— pothekenbuch eingetragen.

4) Die Ausfertigung des Erbrezesses über den Nach— laß des Schöppen Johann Christoph Schumann senior zit Wiedersdorf, de dato et consirmatione Queis und Wledersdorf den 14. Januar 1817, mit Nachtrags- respektive Alimenten-Vertrage de dato Queis den 19. November und 2. Dezember 1830 und Hypothekenschein de dato Queis den 3. Dezember 18390, für die Wittwe Johanne Rosine Schumann geborene Ziegler zu Wiedersdorf, wonach der Gutsbesitzer Johann Christoph Schumann zu Wiedersdorf sich verpflichtet hat, an die Wittwe 2c. Schumann geborene Ziegler einen Wohnungs und Natural-Auszug zu entrichten und 87 Thlr. 15 Sgr. oder 100 Gulden Erbtheil auf Tagezeiten mit 10 Gulden jährlich zu bezahlen.

Diese Rechte sind auf das Anspännergut Nr. 18 Wiedersdorf in das Hypoihekenbuch eingetragen.

5) Die Ausfertigung des Kaufvertrags de dato Queis den 6. April 1839 mit Hypothekenschein von dem— selben Tage für die Wittwe Anne Rosine Schu⸗ mann geborene Ziegler zu Wiedersdorf, wonach Johann Friedrich Zschege und dessen Ehefrau Jo⸗ hanne Christiane geborne Schumann daselbst sich verpflichtet haben, an die gedachte Wittwe Schu⸗ mann 387 Thlr. 15 Sgr., und zwar 175 Thlr. zu Johanni 1839 und 212 Thlr. 15 Sgr., wie sie es verlangt, zu zahlen. Die 175 Thlr. sollen ge— tilgt, 212 Thlr. 15 Sgr. in Rest sein. ʒ

Diese Forderung ist in das Hypothekenbuch des Anspannguts Nr. 18 Wiedersdorf eingetragen.

6) Die Neben-A Ausfertigung des Kaufvertrages de

dato Oueis den 12. November und 5. Dezember 1836 mit Hypothekenschein vom letzteren Tage für den Auszügler Johann Christoph Gutermilch aus Oueis, wonach sich Johann Christoph Horn da⸗ selbst verpflichtet hat, dem ze. SGutermilch einen Auszug zu gewähren und 800 Thlr 3 3 pCt. Zin= sen zu zahlen, wie es der Gutermilch verlangt. Es ist bestimmt, daß der Ueberrest erst bei dem Tode des Gutermilch auf den Johann Christoph Horn und dessen künftige Ehefrau Johann Rosine Gutermilch übergehen soll und Hypothek mit dem Gute Nr. 11 Quels, Hufe in Kritzschina⸗ Hufe in Turgau- Mark bestellt und in das Hypo- thekenbuch eingetragen. .

7) Die Konsens-Urkunde de dato Bitterfeld den 21. April 1803 mit Hypothekenschein de dato Witten⸗ berg den 12. August 1828, wonach Johann Chri⸗ stian Günther und dessen Ehefrau, Christiane Eli⸗ sabeth geborene Lochmann, auf dem Rheine bei Kitzendorf, von Johann Michael Troitzsch auf Ischernitz 1900 Mfl. Conventions Münze oder 87 Thlr. 13 gGr. zu 4pCt. Zinsen erborgt, auch das ihnen, jetzt dem Leineweber Johann Gottfried Günther gehörige, auf dem Rheine bei Kitzendorf gelegene Haus Nr. 17 des Hypothekenbuchs ver—= pfändet haben. ;

Die Forderung ist in das Hypothekenbuch ein— getragen.

8) Die Neben-Ausfertigung des Kaufvertrages de dato Neuhaus den 24. April 1846 und Wölkau den 8. Juni 1846 mit Hopothekenschein de datò Wöl—-

——

9) Die Ausfertigung des Erbrezesses de dato Lands⸗

kau den 8. Juni 1846 für die verehelichte Jo⸗ hanne Eleonore Ehrlich geborene Bieling und de⸗ ren Ehemann, Handarbeiter Gottlieb Ehrlich zu Paupitzsch, wonach dieselben von dem Maurer⸗ Gesellen Friedrich Wilhelm Beyer aus 3schepen ein Wohnungs- resp. Nutzungs-Recht und 40 Thlr. Courant à 4 pCt. Zinsen zu fordern haben. Diese Rechte sind in das Hppothekenbuch des im Dorfe Paupitzsch liegenden Hauses Nr. 14 einge⸗ tragen.

2

berg den 3. September und 23. November 1835 mit Hypothekenschein de dato Landsberg den 16. Februar 1836 für den jetzt verstorbenen Schneider— meister Ludwig Franz Heinrich zu Glebitzsch, wo— nach derselbe von der Wittwe Johanne Christiane Heinrich geborenen Leise zu Klein⸗Kyhna 75 Thlr. Erbtheil à2 4 pCt. Zinsen, die Kosten der Lehre, Profession, Aufnahme, Aufenthalt in der Minder— jährigkeit zu fordern hatte.

Diese Rechte sind in das Hypothekenbuch über das jetzt dem Maurer Johann Gottlieb Hahn ge— hörige Haus Nr. 12 Klein-Kyohna eingetragen.

Endlich hat Gottlob Kinne und dessen Ehesrau Christiane Elisabeth geborene Ihbin in dem Kausvertrage de dato Brehna den 19. Juni et consirmatione den 7. November 1811 sich verpflichtet, 50 Mfl. oder 43 Thlr. 18 gGr. Kapital à 5 pét. Zinsen an die Leichen-Gesellschaft zu Brehna zur Zah⸗— lung zu übernehmen, und das Kapital, über wel⸗ ches kein weiteres Dofument existirt, ist auf Grund senes Kaufvertrags nach dem Hypothekenschein de dato Wittenberg den 22. Juli 1825 in das Hy— pothekenbuch des Hauses Ni. 6 Thiemendorf für die Leichenkasse eingetragen.

Nach einer von Friedrich Franke ausgestellten Privat-Urkunde de date Brehna den 17. Mai 1842 ist bei Auflösung den Leichenkassen-Gesellschaft die— sis Kapital an den Magistrats-Assessor Johann Hottfried Kitzinz cedirt und dieser von dem 0. Franke als Gläubiger anerkannt; nach einer von Karl Kitzing ausgessellten Privat⸗Quittung de dato Brehna den 14. Juni 1847 zurückgezahlt und hier— nach die Tilgung der Schuld von dem jetzigen Besitzer des verpfändeten Grundstücks, Webermeister Karl Franke in Thiemendorf, behauptet.

Es werden alle diejenigen, welche an einer der sub 1 bis 10 aufgeführten Posten und die darüber ausge⸗ stellten, respeftive verlorenen Instrumente als Eigen— thümer, Cessionarien, Pfand- oder sonstige Briefs⸗In⸗ haber »der auf die Forderung suß Nr. 16 Anspruch zu machen haben, geladen, sich zum Nachweis ihrer An— sprüche bei hiesigem Gericht in terminé

den 19. Februar 1851, Vorm. 11 i. vor dem Deputirten, Herrn Kreisgerichts-Rath Zeiz, einzusinden, mit der Warnung, daß der Augbleibende mit seinen etwanigen Ansprüchen an eine dieser Forde⸗ rungen oder Dokumente präkludirt, ihm deshalb ein ewiges Stillschweigen auferlegt und mit Amortisation der Urkunden, respeklive Löschung der Forderungen ver— fahren wird.

Delitzsch, den 3. September 1850.

Königliches Kreisgericht. J. Abtheilung.

10)

629 Bekanntmach un g.

Nachbem von uns über das Vermögen des Theater— Unternehmers Theophil Koppka, welcher hier angesessen gewesen, sich angeblich von hier nach Bromberg bege⸗ hen, dort aber nicht zu ermitteln gewesen, der Konkurs eröffnet worden, so wird zugleich der offene Arrest über dasselbe hiermit verhängt und Allen und Jeden welche von dem Gemeinschuldner etwas an Gelde, Sachen, Effekten oder Briefschasten hinter sich haben, hiermit angedeutet, demselben nicht das Mindeste davon zu ver⸗

abfolgen, vielmehr solches dem gedachten Stadtgericht sördersamst getreulich anzuzeigen und, jedoch mit Vor- behalt ihrer daran habenden Rechte, in das gerichtliche Depositum abzuliefern, widrigenfalls dieselben zu ge— wärtigen haben: daß, wenn dessenungeachtet dem Gemeinschuldner et— was bezahlt oder ausgeantwortet werden sollte, solches für nicht geschehen geachtet und zum Besten der Masse anderweitig beigetrieben, im Falle aber der Inhaber solcher Gelder oder Sachen dieselben verschweigen oder zurückbehalten sollte, er noch außerdem seines daran habenden Unterpfand- und anderen Rechts für verlustig erklärt werden soll. Danzig, den 27. Oktober 1850. Königliches Stadt- und Kreisgericht.

634 X * Q —— 1 2 Berlin-Stettiner Eisenbahn. Wir haben beschlossen, die Zahlung der am 2. Ja— nuar a. s. fälligen Zinsen auf unsere Stamm- Actien schon vom 20sten d. Mab hier bei unserer H aupt⸗ Kasse, des Vormittags von 9 bis 12 Uhr, gegen Einlösung des Zinsscheins Nr. 3 der zweiten Serie mit 4 Thlr. für die Voll-Actie und mit 2 Thlr. für die Halb-Aetie, so wie die Zahlung der Zinsen auf unsere Prioritäts⸗ Obligationen gegen Einlbsung des Coupons Nr. 5 mit Thlr. für die Obligation, bewirken zu lassen. Den Zinsscheinen und Coupons muß bei der Präsentation ein Nummer-Verzeichniß, welches den Betrag der ge⸗ wärtigten Zahlung und die Unterschrift des Präsentan⸗ ten oder Besitzers der Zinsscheine enthält, beigefügt sein. Stettin, den 8. November 1850. d Witte. Fretzdorff. Lenke.

9) 41 ff h 8 8 LJ. Scha aff han senscher Bantvereln in Bankverein in Köln. ,,, . General-Versammlung. In Ausführung der in der ordentlichen General-⸗Ver— sammlung vom 14. September dieses Jahres ausge—= sprochenen Absicht wird hiermit in Gemäßheit der §§. s und 74 des Statuts eine außerordentliche General-Ver— sammlung der Actiongire des A. Schaaffhau sen schen

Bank-Vereins auf Donnerstag den 28.

D November C., Vormittags 10 uhr, im Saale des Rathhauses hierselbst einberufen.

In dieser General-Versammlung soll über eine wei⸗ tere Ausgabe von Actien B. und uber die dadurch ge— botene Abänderung des Statuts der Gesellschaft Be— schluß gefaßt werden.

Indem wir unter Hinweisung auf die §§. 61 und 62 unseres Gesellschafts-Statuts die dazu berechtigten Ac— tionaire hiermit einladen, an dieser General-⸗Versamm- lung persönlich oder, im Verhinderungsfalle, durch Be⸗— vollmächtigte (§. 62 des Statuts) Theil zu nehmen, bemerken wir zugleich, daß, in Anwendung der §§. 61 und 62 ibidem, die Eintrittskarten und Stimmzettel an den Tagen des 26. und 27. November e, in den Vor- mittagsstunden von 9 bis 12 Uhr, in unserem Geschäfts⸗ Lokale, Trankgasse Nr. 23, im Falle der Bevollmächti⸗ gung gegen Vorzeigung oder Einsendung der Vollmacht, in Empfang genommen werden können.

Am 28. November (e. werden keine Eintrittskarten ausgegeben werden.

Köln, den 25. Oktober 1850.

di Din e et ion. Deichmann. Mevissen. Wendelstadt.

Das Abennem ent beträgt 2 Athlr. für 4 Jahr. 1Rthlr. . Jahr. 8 Rthlr.«⸗ I Jahr. in allen Theilen der Monarchie ohne Preis⸗Erhöhung. Bei einzelnen Nummern wird der Begen mit 25 Sgr. berechnet

1 312.

w . Amtlicher Theil. Deutschland.

Preußen. Berlin. Verordnungen des General ⸗Post⸗Amts. Oesterreich. Wien. Bedingte Amnestie für ungarische Deserteure.

Erzherzog Ferdinand von Este 4. Die angeordnete Militair · Aushe⸗ bung. Petition um Einberufung des stevrischen Landtags. Gerichts= Schlechte Aerndte. Vermischtes.

Organisation für Galizien u. s. w.

Trie st. Berathungen der Maßregeln gegen den Schleichhandel. Sachsen. Dresden. Kammer-Verhandlungen. ; Württemberg. Stuttgart. Ansprache des Königs.

Baden. Karlsruhe. Kammer-Verhandlungen. Truppenwechsel.

Hessen. Fulda. Gegenseitige Stellung der Truppen. Hanau. Trup⸗ penbewegungen. Schleswig⸗Holstein. Altona.

Ausland.

Venedig. Wiedereröffnung der Universität Padua. Mailand. Vermahnung Radetzly's an die Geistlichkeit. Vermisch⸗ tes. Zara. General Mamula nach Metcovich.

Frankreich. Paris. Dupin im Elysee. Auflösung der Gesellschaft des zehnten Dezember. Berichtigende Erklärungen. Vermischtes.

Großbritanien und Irland. London. Hosnachricht.

Börsen⸗ und Handels⸗ Nachrichten.

Erklärung des Grafen Moltke.

Oesterreich.

Beilage.

Amtlicher Theil.

Ich benachrichtige das Staats⸗Ministerium, daß Ich das durch den Tod des Grafen von B randenburg erledigte Präsidium des Staats- Ministeriums interimistisch dem Staats Minister von Ladenberg übertragen habe.

Sanssouci, den 9. November 1850.

(gez Friedrich Wilhelm. (gegengez) Simons. An das Staats⸗Ministerium.

Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten.

Während der bevorstehenden Kammersitzungen wird der Korre— spoöndenz der Kammer-Präsidien und der Abgeordneten unter den—⸗ selben Bedingungen Portofreiheit beigelegt, wie solche nach der Ver— ordnung vom 5. August 1849 während der vorjährigen Sitzungs- Periode der Kammern stattgefunden hat. .

Es werden demnach frei befördert:

1) alle Briefe und Aktensendungen, ohne Beschränkung des Ge— wichts, welche an die Kammer-Prästdenten ober an' die Kam? mern direkt adressirt sind, oder welche von den Kammer Präs sidien abgesandt werden, sofern diese Sendungen mit der Ru— brik „J. I. Kammer- Angelegenheit“ bezeschnet, mit dem Stempel der Kammer bedruckt und mit der Namens⸗Unter⸗ schrift oder dem Namensstempel des Präsidenten oder mit der eigenhändigen Namensschrift des Büreau-Direktors der Kammer versehen sind;

2) Briefe, bis zum Gewichte von 2 Loth inklusive, welche an die Abgeordneten, unter Bezeichnung dieser Eigenschaft des Adres— saten nach Berlin, adressirt sind, oder welche von den Ab⸗ geordneten in Berlin zur Post gegeben werden, sofern die Briefe von dem Abgeordneten handschriftlich (nicht durch Stempel, Druck, Lithographie u. s. w.) mit seinem Namen bezeichnet sind.

Ausgenvmmen von der portofreien Beförderung sind jedoch die ouvertirten regelmäßigen Versendungen von Zeitungen und Tages blättern. . ĩ

Berlin, den 8. November 1850.

Der Minister für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten.

(gez) von der Heydt.

Das 38ste Stück der Gesetz⸗Sammlun welches heute aus— gegeben wird. enthält unter j ö. . 3 Nr. 3326. den Allerhöchsten Erlaß vom 18. September 1850, berresfend die Organisation der Forst-Verwaltung bei den Regierungen und das Rang Verhältniß der zu Forstmeistern srnannten, als Mitglieder eines Regie— rungs⸗Kollegiums fungirenden ort = In fpeen e Beamten; unter ö . den Alerhöchsten Erlaß vom 11. Oktober 1850 wegen , , des , . zur Erhebung eines Chauffte— geldes auf der zu erbauenden Chaussee von Caarn) nach Schönlanke, und unter sset von Czarnitan die Verordnung, betreffend die Zurückberufung der i ug, 1 im Auslande befindlichen preußischen Milte lr n hf nnn vom Stande der Beurlaubten. Vom 9. Nopem— ber 1850. Berlin, den 12. November 1850. Debits⸗Comtoir der Gesetz⸗Sammlung.

Königliche General⸗-Lotterie⸗Direction.

„Bei der heute fortgesetzten Ziehung der Aten Klasse 102ter Gon glichen Klassen⸗Lotterie fiel der Ite Hauptgewinn 96 S0, 000 thlr. auf Nr. 32,1654 nach Breslau bei Schreiber; 1 Hauptge⸗ winn von 10,9000 Rthlr. auf Nr. 13,260 in Berlin bei Burg; 4

bei Zippert und nach Stralsund bei Claußen; 35 1909 Rthlr. auf Nr. 957. 3164. 3375 55285. 10, 922. 13,781. 14,865. 15,463. 15.791 2, 81. 2h. 896. 28.233. 38, 318. 40, 902. 12,669. 52,593. 57,620. 59, 594. 61, 517. 63, 171. h7, 782. 68, 453. 70, 8656 „li, O56. 71,161. 7242065. 73 521. 73 26 und 73 Is in Beil? Alevin, bei Borchardt, bei Burg, bei Dettmann und 2mal bei See ger, nach Barmen 2mal bei Holzschuher, gmal bei Schreiber, Cöln 3mal bei Reimbold, Danzig bei Rotzoll Königsberg in Pr. bei Borchardt, 2mal bei Heygster bei Hertz, be Samter und bei Sieburger, rchard agdel bei Brauns und bei Roch, Merseburg bei Kieselbach Bielefeld und nach Stettin 2mal b . ; zu 500 Rthlr. auf Nr. 1348. 3445.

9095.

17,244. 18,161

3618. 4453. 5871. 9021

35,140. 38,383. 38, 688. 141,793. H, )8. 49,157. 5,146. 53, 3365. 57,267. 57,758. 58, 040. 58, 473. 69, 319. 70.329. 74,165 und 74. 473 in Berlin 2mal bei Alevin 2mal bei Borchardt, Zmal bei Burg, bei Grack ö und 3mal bei Seeger, nach Breslau? 2mal ͤ bei Schreiber, Cöln

41, 893. 43,227. 44,775. 53,337. 54,550. 54, 5380. 58.627. 61,449. 61, 992. 62, 997

bei Froböß und 7ma

bei Lehmann, Iserlohn bei Hellmann, burg bei Büchting und bei Roch, Naumburg 2mal bei

markt bei Wirsieg, Prenzlau bet Herz, Sagan 2mal bei Wiesen⸗ thal, Stettin bei Schwolow und bei Wils nach, Torgau bei Ulrich,

Trier bei Gall und nach Zeitz bei Zürn; 50 Gewinne zu 200 Rthlr. auf Nr. 2310. 2823. 2876 3899. 5519 5926. 5927 ole; 6a, 65i6. s3h3. shz7. Yat. 1244 z, s' 3s. 15, 34. 17,415. I8, 536. 18803. 19,471. 6 G73z. Er. 3g, 2h17. 21.343. 23257. 25,306. 26, 330. 6, h 3. h eh. 33 331.

2 9

3 r Il, 5904. H3, 686. 67,613.

30, 076. 31,983. 34,833. 35,555. 37,092.

17861. 49,860. 49,862. 533346.

72, 139 und 74,095. Berlin, den 11. November 1850.

37,967. 7 5

nichtamtlicher Theil.

Dentschland.

„Preußen. Berlin, 11. Nov. Das A mtsblatt des Königlichen Post-Departements enthalt die Verordnung, betreffend die Porto⸗Vergünstigungen für die Truppentheile, welche aus den Friedens Garnisonen abgerückt und zu einem Detaschement in der Gegend von Erfurt vereinigt worden sind; desgleichen betreffend die nähere Be— stimmung über die Erhebung der Ueberweisungs-Gebühr für Nach sendung von Zeitungen ꝛ0. desgleichen betreffend die Porto-Erhe

lichen Deutschland; desgleichen betreffend die Beförderung von Post⸗ Sendungen auf der Westfälischen Eisenbahn zwischen Hamm und Paderborn und Porto-Moderation auf die Fahrpost⸗ Sendungen zwischen den betreffenden Post⸗Anstalten; desgleichen betreffend die Frankirung der Briefe nach Singapore; desgleichen betreffend die Berechnung des preußischen Transit-Porto's für die Fahrpost— Sendungen zwischen dem Königreiche Sachsen und Polen; desglei chen betreffend die Taxirung der Geld- und Werthsendungen zwi⸗ schen Preußen und den im Fürstenthume Lippe-Detmold belegenen Thurn- und Taxisschen Post-AUnstalten. j

Oesterreich. Wien, 9. Nov. det: „Se. Majestät der Kaiser haben mit allerhöchster Entschließung vom 2. d. M. allen jenen ehemaligen ungarischen Infurgenten, welche in die Armee eingereiht wurden und später, nämlich bis zum . Nov. d. J., als dem Tage der Kundmachung dieser Verordnung desertirt sind, jedoch bis Ende März 1851 ssich freiwillig stellen, wenn sie sich keines anderen Vergehens schuldig gemacht haben, volle Straflosigkeit zuzusichern geruht.“ .

. Am 5ten d. Abends starb zu Ebenzweier der K. K. Marschall Erzherzog Ferdinand von Este. „Die Leiche desselben“, meldet das Ne ui gkeits⸗ Büreau, „wird nach seinem Wunsche hierher in die Kaiserliche Gruft gebracht werden. Der Erzherzog starb mit größter Seelenruhe in den Armen seines Bruders, des! Erzherzogs Maximilian von Este, nachdem er in rührender Weise Abschled' ge nommen hatte. Alle seine Diener sind mit Penstonen bedacht wor⸗ den, Er war den 26. April 1781 zu Modena geboren, der zweite Sohn des Erzherzogs Ferdinand von Desterreich und der Erzherzogin Beatrix. Den Ruhm eines Helden erwarb er sich in den französischen Kriegen, die er vom Jahre 1805 bis zur Beendigung mitmachte und in diesem Jahr den Oberbefehl des dritten Armee⸗Corps übernahm, mit dem er Bayern besetzte und die bayerischen Truppen in mehreren Ge— fechten schlug. Im Jahre 1808 rückte er mit 36,0606 Mann in

Der heutige Lloyd mel—

Gewinne zu 2000 Rthlr. sielen auf Nr. 1449. 2397. 36, 050 und

Warschau ein und führte den Krieg gegen Napoleon's Verbündete in Galizien bis zum Friedensschlusse 9 e , und Tapferkeit. Im Jahre 1815 führte der Erzherzog die österreichischen Reserven nach Lüneville, wurde nach dem Friedensschlusse zum kommandiren⸗ den General von Ungarn und in Jahre 1836 zum General-Civil⸗ und Militair⸗ Gouverneur in Galizien ernannt, welchen Posten er mehrere Jahre bekleidete, sich sodann aber von ben Staatsgeschäften gänzlich zurückzog. In den Jahren 1848 und 19 unterstützte der Dahingeschiedene die Gemeinden in der Nähe von Ebenzweier, die, ͤ durch die Zeitverhältnisse gedrückt, der gänzlichen Verarmung sehr nahe waren, reichlichst.“ ̃

Allen militairpflichtigen Individuen werden jetzt Reisepässe auf

längere Zeit verweigert, „Die angeordnete Aushehung von 76, 006

bei Matzdorff

10,440. i,,

14,136 nach Breslau bei Schreiber, Düsseldorf bei Spatz, Gnesen Gewinne zu 9387

.

9 14,278. 50, H72.

i

Breslau bei Froböß und

i

Landsberg bei Borchardt, Magdeburg ig bei Posen bet bei Wilsnach; 50 Gewinne

.

lä. 12,903. 43913. 15,856. 16, 66. I8, 703. 15, 8. 21,370. zl, c, al,. zb, ), Ib, 66. 27 028. 2h, 186. J3 5h.

15, 125. 57, 176.

.

1

l

2mal bei Reimbold und bei Wei Lrefe

bei Meyer, Crossen 2mal bei Müller, Danzig zer e . . dorf bei Spatz, Elberfeld bei Brüning und 2mal bei Heymer, Halle 2mal Liegnitz bei Schwarz, Magde⸗ Vogel. Neu⸗

daß die Landesvertretung auf Grundlage der

bung für die Journal-Sendungen des Apotheker-Vereins im nörd⸗ Letzteren, über Fl

. ] ehrung.

Alle Post⸗Anstalten des In⸗ und Auzlandes nehmen Bestellung au Wäcses Blatt an, für Berlin di Erpedition des Preuß. Staats Anzeigers: Behren⸗Straße nr. 67.

ö

Mann“, lagt der Wanderer, „wird noch in diesem Monate be⸗ Annen. Wie wir hören, ist die Repartition bereits erfolgt und den Statthaltereien mit dem Bedeuten zugesendet worden, die weiter nö⸗ thigen Vorkehrungen zu treffen, damit die Aushebung mit Beschleu⸗ nigung vor sich gehen könne. Daß die Einberufung aller beurlaubten ö n g. Regiments Siationen veranlaßt wurde, ist bereits bekannt; doch sollen, um der Armee kriegsgeübte Leute zu erhalten nun auch jene Individuen einberufen werden, die zur Beabschledung beantragt waren, ohne daß der Abschied für selbe bis jetzt ausge⸗ Eitigt worden wäre. In den Büreaus des Generalquartiermeister⸗ stabes herrscht seit kurzem große Thätigkeit; es wurden auch in neuester Zeit mehrere Zutheilungen und Beförderungen von Offi⸗ zieren dahin vorgenommen. In dem Kronlande Oberster reich hat ie, Statthalterei wegen Aushebung der auf dieses Kronland ent⸗ fallenden 1560 Rekruten von der Gesammtzahl der auszuhebenden T b,000. Mann bereits Vorkehrungen getroffen.“ . Die Vorstände ¶Bürgermeister und Räthe) von 168 Gemein— den aus allen Theilen von Steyermark haben folgende Petition an den provisorischen Landes-Ausschuß von Steyermark eingereicht: Hoher Provisgrischer Landes-Ausschuß des Herzogthums Steyer⸗ mark! Der allgemeine Wunsch der Bevölkerung Steyermarks, un= serer geliebten Heimat, einen alle Interessen dieses Kronlandes ver⸗ tretenden Landtag einberufen zu sehen, bei dem die dringend noth⸗ wendigen Angelegenheiten berathen werden sollen, welche in der von allerhöchst Sr. Majestät unserm Herrn und Kaiser dem Kronlande Steyvermark unter dem 30. Dezember 1819 allergnädigst zuerkann⸗ ten Landesverfassung bezeichnet erscheinen, verlaßt uns gehorsamst unterzeichnete Gemeinde⸗Vorstände an Einen Hohen Landes Ausschuß die ergebene Bitte zu stellen; Beim hohen Reichs⸗Ministerium dahin zu wirken, L es v fass⸗ . Urkunde vom 30. Dezember 1849 noch im Laufe , n,. ginberufen werde. Kraft unseres Petitionsrechtes stellen wir diese Dine und haben die feste lieberzeugung, daß dieselbe weder eine vorzeitige noch unbillige sei, da vermöge S. 83 der Reichsverfassung vom 4. März 1840 alle Verfassungen der einzelnen Kronländer schon im Jahre 1849 in Wirksamkeit zu treten bestimmt waren und nach S. 21, der Landesverfassung für das Kronland Steyermark der Land= tag jährlich, und zwar in der Regel im November, einberufen wer. den solle. Indem wir uns bei dieser Gelegenheit erlauben Einem Hohen Landesausschuß unsere tiefgefühlte Anerkennung für dessen erworbene Verdienste um des Landes Wohl und unser ungeschmä⸗ lertes Vertrauen auszudrücken, zeichnen wir uns mit wahrer Ver—

ig. Folgen die Unterschriften.“ ö Die Wien er Zeitung enthält die von Sr. Majestät dem Kaiser genehmigten Anträge zur Gerichtsorganisatlon in den Kron— ländern Galizien und Lodomerien, mit Krakau, Auschwitz und gas bor und in der Bukowina. ö 3.

Aus den dem Ackerbau⸗Ministerium zugesendeten Berichten über die diesjährige Aerndte der verschiedensten Gegenden des Rei⸗ ches ist, wie dies bereits einzelne Berichte bestätigen, zu entnehmen daß die Aerndte in keiner einzigen Gegend befriedigt und im Durch⸗ schnitte seit vielen Jahren zu den schlechtesten gehört. .

Seit kurzem klagen Fabrikanten und Kaufleute, namentlich die ; / Flauheit der Geschäfte; auch die Aus fuhr, die sich in neuester Zeit mit einigen Fabrikaten glänzend gestaltete, ist be⸗ deutend schwächer geworden.

Der Minister Thinnfeld ist

wieder zurückgekehrt. . Die Herstellung der Eisenbahnstrecke über den Semmering schreitet rasch vorwärts, und es wird bereits der Bau von mehre⸗ ren Stations⸗Gebäuden in Angriff genommen, welcher noch in die⸗ sem Herbste beginnen, nach der ausdrücklichen Weisung des Mini— steriums mit Energie den ganzen Winter hindurch fortgesetzt wer—⸗ den und in allen seinen Theilen längstens Ablauf eines Jahres vollendet sein muß.

Unter Vorsitz des Erzherzogs Johann findet am hten k. M. in Graz eine allgemeine Versammlung des geognostisch montanistischen Vereins statt. .

Prinz Peter Biron von Kurland und Herzogin von Aurenza Pignahelli, geborne Prinzessin von Kurland, sind von Dresden a gekommen.

Feldmarschall Radetzky verweilte vorgestern mehrere Stunden hindurch bei Sr. Majestät dem Kaiser und wurde sodann serlichen Tafel gezogen.

Die Central-Seebehörde zu Triest macht mittelst lten bekannt, daß die vor einem Monate in Triest aufgetretene Cholera bisher keinen epidemischen Charakter hatte, daß die Krank heit in den letzten Tagen sehr abgenommen hat und Hoffnung vor handen ist, bald das gänzliche Verschwinden derselben anzeigen zu können. .

/ /

von seiner Reise nach Preßburg

nach

Aan

zur Kai⸗

Cirkular vom

Triest, 3. Nov. (Lloyd.) Der dritte Gegenstand, welcher bei der Kommission zur Berathung der Maßregeln gegen die Con— trebande zur Sprache kam, betraf die räumliche Beschränkung des Freihafen-Gebieles von Triest. Ursprünglich war das ganze Gebiet von Triest von der Zolllinie ausgeschlossen, später aber wurde der am östlichsten liegende Theil, Lippizza mit Umgebung umfassend, in dieselbe einbezogen. Die so gezogene Zoll⸗Linie besteht noch bis heute, nur mit dem Unterschiede, daß vor mehreren Jahren zur leichteren Be— kämpfung der Contrebande innerhalb des Freihafengebiets eine ü nie gezogen wurde, welche die eilf auf der Höhe gelegenen Gemein den von der Stadt und ihrem Weichbilde trennte. Diesseits dieser Linie besteht vollkommene Freiheit in Beziehung auf den Verkehr; jen⸗ seits derselben. in den sogenannten Verbots⸗Gemeinden besteht zwar für die dortigen Bewohner ebenfalls gänzliche Zollfreiheit, es ist aber unter sagt, Daselbst Waarenlager zu halten, und ver Verkehr ist dort auf die gro en Straßenzüge beschränkt. Dies hindert die Schwärzer, auf Seitenwegen ihre Waaren⸗-Päcke fortzubringen, ohne von der Fi⸗ nanzwache beanstandet zu werden; wohl aber können sie dieselben auf den großen Straßen bis zur Gränze des Freihafen⸗Gebietes

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