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folgers des Grafen Hohenwart zusammenhängen. Alle in letzterer Beziehung verbreiteten Gerüchte werden als völlig un begründet bezeichnet, da thatsächlich bisher kein Schritt in dieser Beziehung geschehen sei. . J
Pesth, 28. Oktober. Im Unterhause zeigte der Präsident verschiedene Einläufe an. Ignaz Helfy (äußerste Linke) richtete an den Minister⸗Präsidenten folgende Interpellation:
In Anbetracht dessen, daß Ungarn mehr noch als jedes andere Land der Freundschaft seiner Nachbarländer bedarf; in Anbetracht dessen, daß diese Freundschaft uns nur dann gesichert ist, wenn Ungarn nicht durch eine Einmischung in fremde Angelegenheiten Fremde zur Einmischung in ungarische Angelegenheiten berechtigt; in Anbetracht endlich der großen Gereiztheit, die gegenwärtig in Böhmen gegen Ungarn herrscht, frage ich den Minister⸗Präsidenten: 1I) Ist es wahr, daß Graf Andrässy seinen Einfluß dazu geltend mache, um die Be⸗ willigung der Forderungen des boöͤhmischen Landtages zu verhindern? 2) Wenn ja, womit motivirt der Herr Minister⸗Präsident diests eigen ˖ mächtige, mit den Intercssen und den Gesetzen der Nation unverein⸗ bare Vorgehen? .
2. Interpellation wird dem Minister ⸗Präsidenten zugestellt werden. —
Belgien. Brüssel, 27. Oktober. Die Königliche Fa— milie verweilt auf Schloß Ardenne; die Uebersiedelung nach Brüssel dürfte nicht vor Mitte November erfolgen. Am 4. t. M. treten die Kammern zusammen. Der König wird dieselben diesmal wohl nicht durch eine Thronrede eröffnen. Der frühere Präsident der zweiten Kammer Graf Vilain XlllIl, der eben eine schwere Krankheit überstanden, hat mit Rücksicht darauf erklärt, das Präsidium der Kammer nicht wieder zu übernehmen. Vermuthlich wird ihn der bisherige Vize⸗Präsident, Advokat Thibaut aus Namur, ersetzen.
Großbritannien und Irland. Lon don, 28. Oktober. Gestern fand eine Kabinetsberathung in Downingstreet statt, bei der sämmtliche Minister zugegen waren.
— Dem Vernehmen nach ist Feldmarschall Sir George Pollok zum Nachfolger des verstorbenen Sir J. Burgoyne zum Constable des Tower ernannt worden,
— Die offizielle London Gazette publizirt die Ernennung von H. W. Jermyn zum Bischof von Colom bo.
— Der schwedische Gesandte am hiesigen Hofe, Baron SHochschild, hat sich nach Stockholm begeben, wohin er in Folge der dortigen Ministerkrisis plötzlich gerufen wurde.
— Bei dem Empfange in Greenwich hielt Gladstone vor einer sehr großen Volksmenge eine zweistündige Rede, in welcher er die innere Politik der Regierung vertheidigte und hervorhob, daß Irland durch die bisherigen Gesetze befriedigt sei. In der Rede hieß es ferner, es sei moglich, daß eine Um— gestaltung des Oberhausetz nothwendig sei, jede Uebereilung hierbei sei aber zu vermeiden. Die Rede tadelte es, daß das Oberhaus die Ballotbill verwarf und verhieß deren Wieder einbringung in der nächsten Session. In der Arbeiterfrage sei, obwohl manches geschehen, noch viel zu thun. Man habe sich hierbei vor Phantasmagorien zu hüten, die Lösung dieser Frage hange größtentheils von individueller Thätigkeit und von den selbständigen Bestrebungen des Volkes ab. Die auswärtige Politik blieb unberührt. Der Beifall der Menge war lebhaft. Die Ruhe wurde nicht gestört.
Frankreich. Paris, 27. Oktober. Die permanente Kommission der National Versammlung hielt gestern ihre gewöhnliche Sitzung ab. Der Minister des Aeußern, von Rémusat theilte derselben die Maßregeln mit, welche die Regie⸗ rung ergriffen, um der Geldkrisis abzuhelfen. In der Sitzung kam auch die Auflösung der Nationalgarde zur Sprache. Die Deputirten drängen darauf, daß man solche Maßregeln er— greife, daß in kürzester Kürze es nirgends mehr einen National— gardisten gebe. -.
. — Das „Journal officiel« veröffentlicht ein Dekret über die Reorganisation des conseil des travaux der Marine.
— Der Minister von Rémusat hat am 26. d. M. seine Geschäfte wieder übernommen.
— Die Auswanderung der Pariser Arbeiter dauert fort. Dieselben gehen nicht allein nach Amerika und England, son— dern auch nach Rußland. Vor zwei Tagen zogen fünfzig Bronzearbeiter dorthin ab. Die Elsässer Ärbeiter, welche in der neuesten Zeit nach Paris und dem übrigen Frankreich ge— kommen sind sollen im Ganzen nicht zufrieden sein.
— Die Nachrichten von der Insurrektion in Konstantine lauten besser. Der Kaid Bou Lakras, von der großen Fa— milie, deren Oberhaupt bekannter unter dem Namen „Schlange der Wüste« ist, hat wieder Besitz von Tugurt im Namen Frankreichs genommen. Zwei Insurgentenführer, Almist⸗Bey und Ben⸗Illes, sind gefangen im Lager des Generals Lacroix. . Stamm der Hira ⸗Dahra hat seine Unterwerfung ange⸗
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daß irg sei unetlz;
Der Präͤsident schloß mit den Worten: . „Haben wir den Ruhm unseres Vaterlandes nicht mit den Schwerte zurückerkämpfen können, so müssen wir eilen, die Hefteh m . desselben durch Arbeit, Ordnung und Opferwilligkeit zu bewerlfiellig ö . 39. Ottober. Gegen den General Nansouthy ist wegn Veröffentlichung seines bekannten Demissionsgesuches dem Vn. nehmen nach eine zweimonatliche Gefängnißstrafe sestgese! worden. — Die Regierung soll die Beschluͤsse zweier Geneig. räthe annullirt haben. . Marseille, 29. Ottober. Bei den Munizipalwahlen en. hielten sich im zweiten Wahlgange von 23523 Wählern 236 der Abstimmung. Es war = nur eine Liste aufgestellt, welt. lediglich ultraradikale Kandidaten enthielt. .
Italien. Rom, 26. Oktober. Der Zusammentritt dit Parlaments wird am 27. k. M. stattfinden. Die Arbeiten im Pallast des Monte Citorio nehmen ihren Fortgang und werde voraussichtlich rechtzeitig beendigt sein. Der König bezieht sein: Residenz gegen Mitte Dezember. Ob das Kronprinzliche Pan den Winter hier oder in Neapel verleben wird, steht noch dahin.
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Türkei. Koönstantinopel, 23. Oktober. Die Verhand lungen, welche der Minister des Bey von Tunis, Generg! Khereddin, in außerordentlicher Mission hier anwesend, sch einiger Zeit mit der Pforte gepflogen hat und über deren B. deutung und eventuelle Folgen die letztere mehrfach beruhigend? Erklärungen gegeben, scheinen das Mißtrauen der französischn Regierung geweckt zu haben. Es stellte sich heraus, daß die? Verhandlungen dahin zielten, Tunis der Einwirkung ander Staaten zu entziehen. Von Versailles aus wandte man sch nach London und Florenz, um beide Kabinette zu Schritte; zu veranlassen, welche geeignet wären, einer unerwünschten Wendung der Dinge vorzubeugen. Großbritannien und Italien haben sich zu solchen Schritten bereit erklärt. Inzwischen wer den die mit großer Vorsicht eingeleiteten Unterhandlungen b reits zum Abschluß gelangt sein.
[Der Telegraph hat — siehe Reichs- und Staats- Anzeige vom 28. d. M. — den Erlaß eines Kaiserlichen Firman mit; getheilt, welcher die Autonomie von Tunis bestätigt, die Erb lichkeit der tunesischen Fürstenwürde in der Familie des jetzign Bey nach Primogenitur⸗Ordnung einführt, die und Beziehungen von Tunis zur suzeränen Macht definitiv regelt. D. Red;
— 28. Oltober. (W. T. B.) Der russische Botschafter General Ignatieff ist heute aus Cairo hier wieder ein getroffen. — Die Sanitäts-Intendanz hält die Sanitätt⸗- kordons aufrecht. .
„In Beirut waren Fälle von Mißhandlung einheimischt Christen vorgekommen, welche auf gesteigert fanatische Stim mung unter den Moslemin schließen und weitere Gewall⸗ thätigkeiten befürchten ließen. Das dortige europäische Konsu⸗ lar ⸗Corps, im Bewußtsein der Verantwortlichkeit feiner Stel lung, ist alsbald eingeschritten, um eine energische Repressio herbeizuführen. Freundliche und wohlgemeinte Vorstellungen der Mächte werden hier darauf hinzuwirken haben, daß von Seiten der türkischen Regierung, die eine europäische Intervention wir vermeiden wollen, zweckmäßige und rechtzeitige Maßregeln er griffen werden. ;
Kragujevacz, 29. Oktober. (W. T. B.) Die Regieruns hat der Skuptschina einen Gesetzentwurf, betreffend die Er richtung eines Denkmals für den Fürsten Michael, vorgeleg. — Die Skuptschina hat beschlossen, die Regierung zu ersuchen eine Vorlage über die Reformirung des gesammten Unterricht;. e,, ö — Fürst Milan wird am 30. d. hie erwartet.
Rumänien. Bu karest, 29. Oktober. (W. T. B.) Di Kammer wurde heute durch den Fürsten in Person eröffne; Die Thronrede kündigt verschiedene Gesetzentwürfe zur Verbe⸗ serung sämmtlicher Verwaltungszweige, sowie die Vorlage einet Telegraphenkonvention mit Oesterreich und einer Postkonventio mit Rußland an. Sämmtliche die Eisenbahnfrage betreffenden Aktenstücke werden der Kammer vorgelegt werden.
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Dänemark. Kopenhagen, 28. Oktober. Mitte künf— tigen Monats tritt der König eine längere Reise an, während der Kronprinz verfassungsmäßig die Regentschaft übernimmt. Der König wird zunächst etwa vierzehn Tage in England ver— weilen und dort den Geburtstag der Prinzessin von Wales feiern. Sodann begiebt sich Se. Majestät nach Griechenland, wo sich, wie gemeldet, die Königin und die Prinzessin Tyra befinden. Der Aufenthalt am Hofe von Athen soll bis Februar währen. Die Rückreise wird über Italien angetreten. Die Heimkehr der Majestäten in der Residenz ist nicht vor dem Monat April zu
erwarten.
Amerika. Washington, 277. Oktober. (Per Kabel.) Der Präsident hat außer Herrn Caleb Eushing die Herren William M. Ewarts und Benjamin Curtis zu Konsulenten bei dem Genfer Schiedsgericht ernannt.
New-Hork, 26. Oktober. Ein Bundesgeschwader und ein Dampfer mit einem Bürgerausschusse an Bord warten auf der Rbede, um den Großfürsten Alexis und das russische Geschwader, das stündlich erwartet wird, zu bewill—⸗
kommnen. . . — (per Kabel) Dem Präsidenten Grant wurde eine
mit 2506 Unterschriften bedeckte Petition der Frauen von Utah überreicht, worin die Intervention der Exekutive nachgesucht wird, um die Bundesbeamten daran zu hindern, ihr Ge— meinwesen zu zerstören.
— 27. Oftober. Mr. Tweed, das Haupt des Tammany⸗ Ring, ist heute auf Grund einer zu den städtischen Unterschlei⸗ fen in Beziehung stehenden Anklage verhaftet, gegen Stellung einer Kaution von 1 Million Dollars aber auf freiem Fuß belassen worden. Die bereits stattgefundene Untersuchung hat ergeben, daß die vermißten städtischen Fonds sich auf 19 Mill. 500, 000 Dollars belaufen.
Aus dem Wolff'schen Telegraphen-⸗Büreau.
München. Die Berichte der Blätter, daß das Ministerium das Ansuchen der Altkatholiken um Ueberlassung der sogenannten Studienkirche abschlägig beschieden habe, ist ungenau. Der Be— scheid des Ministeriums ist in dieser Angelegenheit überhaupt
noch nicht erfolgt, vielmehr die Kreisregierung Ober⸗Bayerns
zuvor mit der Erstattung eines Berichtes beauftragt. .
Paris, Montag, 30. Oktober. Das »Journal offieiel« bestätigt, daß General Nansouthy wegen seines in den Jour- nalen veröffentlichten Briefes im Disziplinarwege zu zwei⸗ monatlicher Gefängnißstrafe verurtheilt worden ist. — Das amtliche Blatt veröffentlicht ferner eine Uebersicht über das Erträgniß der indirekten Steuern und der Einkünfte aus dem Staatseigenthum während der ersten 9 Monate des Jahres 1871. Nach derselben betragen die Einnahmen aus den ge— nannten Quellen während dieser Zeit 872 Millionen, während das rektifizirte Budget für 1871 dieselben mit 1200 Millionen für das ganze Jahr veranschlagt. Die Einkünfte aus den direkten Steuern betrugen im ersten Semester des Jahres 1871 die Summe von 215 Mill., während dieselben im Staats⸗ voranschlage mit 578 Mill. für das ganze Jahr angesetzt sind.
— Hier eingetroffenen Meldungen zufolge ist Prinz Na⸗ poleon gestern in Nizza eingetroffen und sofort nach Genua weitergereist.
Paris, Montag, 30. Oktober. Gegenüber der von mehreren Blättern aus der vorgestrigen Rede Thiers beim Empfange des Generalraths des Departements Seine et Oise gezogenen Folge⸗ rung, als sei der Erlaß einer Amnestie zu erwarten, macht die ö Havas« darauf aufmerksam, daß Thiers bei jenem Anlaß nicht, wie einige Blätter meldeten, davon gesprochen habe, Mildes (clemence) walten zu lassen, sondern nur im Allgemeinen geäußert habe, es sei der Augenblick gekommen, Mäßigung zu üben« (user modération). Demgemäß dürften alle Gerüchte über den bevorstehenden Erlaß einer Amnestie ohne Begründung sein. — Die »Agence Havas« dementirt ferner die Meldung, Jules Ferry sei zum Präfekten von Mar— seille ernannt.
Genua, Montag, 30. Oktober. Prinz Napoleon ist gestern Abend hier eingetroffen und wird morgen nach Florenz weiter reisen.
Kragujevacz, Sonntag, 29. Oktober. Die Skuptschina beschloß, die Regierung aufzufordern, baldmöglichst einen Gesetz⸗ entwurf vorzulegen, welchem zufolge in jeder Gemeinde eine Schule bestehen muß, um auf diese Weise die Einführung des obligatorischen Schulbesuches zu ermöglichen.
Kragujevacz, Montag, 30. Oktober. Die Skuptsching hat den Gesetzentwurf, betreffend die Errichtung eines Denk mals für den Fürsten Michael, einstimmig angenommen und hierzu einen Staatszuschuß zu den von der Nation bereits auf⸗ gebrachten Fonds bewilligt.
Frl. Golmick.
Statistische Nachrichten.
St. Peters burg, 20. Oktober. Der offizielle Handels- bericht für 1870 ist in seinem ersten, den Handel mit Europa be- handelnden Theile, in einem flarken Quartbande erschienen. Nach die sem Berichte betrug der Werth der 1870 erportirten Waaren für Rußland 342 852658 R., für Finnland 8.275895 R., im Ganzen 3515783553 R. und der der importirten Waaren für Rußland 309.129, 960 R., für Finnland 6 277440 R., im Ganzen 315497409 R. Gold und Silber in Münzen und Barren ist 1870 für 22,881,716 R. ausgeführt und für 2, 28321 R. eingeführt. Demnach übersteigt der Werth der Waarenausfuhr den der Einfuhr mit Einschluß Finnlands um 361714153 R. — Der Werth des Transithandels betrug 667 763 R. (gegen 625734 R. i. J. 1860). — Hinsichtlich der Schiffahrt ist zu bemerken, daß 1870 6156 Schiffe mit Waaren (gegen 4925 i. J. 1860), und 6058 mit Ballast (gegen 4772 i. J. 1860, im Ganzen 12214 Sckiffe ankamen und 16,827 Schiffe mit Waaren (gegen 8867 i. J. 1860) und 1314 mit Ballast (gegen 687 i. J. 1860, im Ganzen 12141 Schiffe abgingen. — Die Zoll- Einnahmen Peliefen sich 1370 im Gan- zen ai ggf noch nie erreichte Höhe von 40,424,476 (gegen 27,935. 533 R.
1. 9 Kunst und Wissenschaft.
Der Senat der Universität Edinburgh hat beschlossen, weib⸗
lichen Studenten der Medizin keine weiteren Schwierigkeiten mehr, mit Bezug auf Immatrikulirung oder Vorexamen, in den Weg zu stellen, nachdem diese beiden Punkte schon vor zwei Jahren zu ihren Gunsten definitio festgestellt wurden. . — In einem Anbau des Serails von Konstantinopel, be- ziehungsweise der Irenenkirche, welche von der türkischen Regierung als Arsenal benützt wird, befand sich eine Sammlung alter Waffen und Rüstungen, welche 1869 für eine Staatsanstalt erklärt, der Auf ⸗ sicht des Artillerie⸗Chefs entzogen und dem Unterrichts⸗Ministerium unterstellt. Ein Gesetz verbot die Ausfuhr von Alterthümern aus dem türkischen Reiche und die Zahl der im Museum befindlichen Gegenstände wurde wesentlich vermehrt. Die Leitung der Anstalt ist Herrn Goold übergeben worden, welcher einen Theil der Gegen⸗ stände (150 derselben) in einem kürzlich erschlenenen Werke: »Cata- loguse explicatif, historique et scientifique d'un certain nombre d'objets contenus dans 106 Musée Impèsrial de Constantinopoel beschritben hat und zum Theile auch abbilden ließ.
Rönigliche Schauspiele.
Dienstag, 31. Oktober. Im Opernhause. (203. Vorstell.) Fantasca. Großes Zauber Ballet in 4 Akten und einem Vorspiel (12 Bildern, von Paul Taglioni. Musitk von Hertel. Fantasca: Frl. Forsberg. Serosch: Frl. Selling. Eine Wassernymphe: Frl. David. Floramour: Hr. Guillemin. Espöéron: Hr. Ehrich. Romero: Hr. C. Müller. Meschaschef: Hr. Ebel. Anf. 7 Uhr. M. Pr.
Im Schauspielhause. (208. Ab.-Vorst.) Zum ersten Male: Feenhände. Lustspiel in 5 Akten nach dem Französischen des Scribe, von Ch. von Graven. In Scene gesetzt vom Direktor Hein. Anf. 17 Uhr. M. Pr.
Besetzung: Gräfin Lenéve, Fr. Frieb⸗Blumauer. Graf Lenéve, ihr Sohn, Hr. Oberländer. Tristan, Sohn des Grafen, Hr. v. Hoxar. Bertha, Enkelin der Gräfin, Frl. Kühle. Helene, Nichte der Gräfin, Frl. Keßler. Richard von Kerbriand, ein bretagnischer Edelmann, Hr. Liedtcke. Marquise von Mö⸗ neville, Fr. Erhartt. Herzog von Penn⸗Mar, Hr. Dehnicke. Frau von Berny, Frl. Taglioni. Corinne, Fr. Breitbach. Ein junger Mann, Hr. Landwehr. Esther, Ladenmädchen, Josefine, Kammerjungfer, Frl. Heuser. Pierre, Diener des Grafen, Hr. Löhmann. Jean, Diener der Marquise. Das Stück spielt in den ersten zwei Akten auf dem Schlosse Lenéve in der Bretagne, die letzten drei Akte in Paris.
Mittwoch, 1. November. Im Opernhause. (204. Vorst. Die Hugenotten. Oper in fünf Abtheilungen nach Seribe. Musik von Meyerbecr. Ballet von P. Taglioni. Valentine: Fr. Grün, als Gast. Raoul: Hr. Lederer, vom Großherzogl. Theater in Darmstadt, als Gast. Königin: Frl. Lehmann. Urbain: Frl. Grossi. St. Bris: Hr. Salomon. Nevers: Hr. Schmidt. Marcel: Hr. Fricke. Anfang halb 7 Uhr. M.Pr.
Im Schauspielhause. (209. Ab. Vorst, Don Carlos, Infant von Spanien. Trauerspiel in 5 Abtheil. von Schiller. Unfang 7 Uhr. M. Pr.
— Repertoire der Königlichen Schauspiele vom 1. bis 5. November 1871. Opernhaus. Mittwoch, den 1: Die Hugenotten. Donnerstag, den 2: Carlo Broschi. Freitag, den 3.: Euryanthe. Sonnabend, den 4: Die Jüdin. Sonntag, den 5. Carlo Broscht.
Schauspielhaus. Mittwoch, den : Don Carlos. Donnerstag, den 2.: Feenhände. Freitag, den 3.3: Zwei Tassen. Die böse Stief mutter. Kaiser und Müllerin. Sonnabend, den 4.: Feenhände. Sonntag, den 5.: König Lear.
Hr Ocdenke ten- nel VWWanren-HKHBärrse.
Kerim, 30. Oktober. An Schlachtvieh war aufgetrieben: Rindvieh 1314 Stück, Schweine 6476 Stück, Schafvieh 3349 Stück, Kälber 645 Stück.