1883 / 213 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 11 Sep 1883 18:00:01 GMT) scan diff

Ich befe Mich ein anderes Mal dafür entschädigen und ferner Beweise Meiner alten Gesinnurng geben zu kõnnen.

Homburg v. d. H, den J.

auch den Bewohnern Sachsens

Q * * * Ser t

An den Ober Präsidenten der Provinz Sachsen, von Wolff. Magdeburg.

Halle a. S., 11. September. (W. T. B.) Se. Kö⸗ nigliche Hoheit der Prinz Wilhelm traf gestern Abend gegen 11 Uhr mit dem General von Blumenthal hier ein und wurde von der Bevölkerung auf dem Bahnhof und in den Straßen mit freudigen Zurufen begrüßt. Vom Bahnhof bis zum Hotel, in welchem der Prinz ab⸗ stieg, bildeten die Turner, die Feuerwehr und mehrere Bau— gewerke mit brennenden Fackeln Spalier. Heute früh 7 Uhr wurde dem Prinzen von dem städtischen Singchor ein Ständ— chen gebracht. Um 71 Uhr hat Sich der Prinz zu Wagen nach dem Manöverterrain begeben.

Württemberg. Stuttgart, 10. September. (StA. f. W.) Gestern wurde in den Kirchen des Landes das Ge— burtsfest der Königin feierlich begangen. In Schloß Friedrichshafen ist der Großfürst Paul von Rußland gestern zum Besuch der Königlichen Majestäten angekommen.

Baden. Karlsruhe, 10. September. (W. T. B.)

die Suzerãnitãt Chinas über Annam anerkennt, unter der ausdrücklichen Bedingung jedoch, daß dies eine bloße Forma⸗ lität ohne materielle Wirkung ist.

In dem Erträgniß der Steuern und Abgaben ist für den Monat Juli ein Defizit von 13 300 00 Fr. gegen—⸗ über den Voranschlägen konstatirt worden, so daß in den ersten sieben Monaten dieses Jahres der Ausfall bereits 41 564000 Fr. betrug. Verglichen mit den Steuereinnahmen vom Juli 1882 ergaben die Einnahmen vom Juli 1883 für En— registrementsgebühren volle drei Millionen weniger. Der Unter⸗ schied bezieht sich vorwiegend auf die Erbsteuer und die Besitz— wechsel. Andererseits ergab die Stempelsteuer 378 000 Fr. weniger, und diese Abnahme ist hauptsaächlich auf Versicherungspolicen und fremde Werthpapiere zurückzuführen. Die Zuckersteuer blieb im Vergleich zum Vorjahre um 1687000 Fr. zurück, da statt 33 409 671 kg nur 26 897 409 kg Zucker verzehrt wurden. Zunahmen sind hiergegen zu verzeichnen für Taback 3564 909 Fr., Alkohol 866 000, Bier 142 000 Fr. Der Soleil! macht dazu die Bemerkung: „Also nur drei Dinge sind in Frankreich im Wachsen begriffen: der Verbrauch von Taback, von Alkohol und Bier. Wahrlich, dies hat für die Zukunst nichts Beruhigendes.“

10 September. (W. T. B.) Der chinesische Ge— sandte, Marquis Tseng, ist heute nach London abgereist. Derselbe wird gegen Ende dieser Woche wieder hierher zurückkehren.

lands, die Eisenbahnen und Kanäle besitzen. in garz eklatanter Wei gejeigt bat. ö

Der Jahresbericht des Oesterreich Ungarischen General · Kon sulatz in Belgrad bebt hervor, daß Deutschland sich in der letzteren Zei einen bedeutenden Antheil an der Befriedigung des serbischen Marktez gesichert habe.....

Dem Jahresberichte der Handelskammer in Saarbrücken zufolge war der Betrieb der fiskalischen Steinkohlengtuben im Jahre 1832 ein lebhafter. Die Förderung derselben ist von 5119 488 t im Vor⸗· jahre auf 5 4850181 1 im Jahre 1882 gestiegen. Der Foblenabfat betrug ausschließlich des Selbstoverbrauchs 5 4865 552t gegen 5 130769 im Vorjahre

Der Bericht sagt wörtlich: Von besonderer Bedeutung ist ez daß die Produktion an Waljeisen und Gußwaaren, den Hauytabsas⸗ artikeln der hiesigen Eisenindustrie, im Durchschnitt Tio /, alfo um mehr als ein Fünftel, zugenommen bat. Man darf demnach den Verlauf des Eisengeschäftes im verfloffenen Jahre als einen energische Schritt zur Besserung mit vollem Rechte anfehben, da die Tenden dieser Besserung im Absatz mit der Inaugurirung der neuen Zoll⸗ und Wirthschaftspolitik zusammenfällt, und, wie fich aus den oben mitgetheilten Zahlen ergiebt, sie sich bisher auch gehalten hat, so gebt man wahl richt fehl, wenn man darin die Folgen des Wechfels in der Zoll⸗ und Wirthschaftspolitik erblickt.“ = Die „Rheinisch⸗-Westfälische Zeitung“ theilt einen Auszug aus dem Jahresbericht der Handelskammer des Kreises Hagen für 18823 mit, dessen Eingang folgender⸗ maßen lautet:

Der Jahresbericht schildert die allgemeine Lage des Handels und der Industrie des Kreises Hagen als recht zufriedenstellend. Wir

Juli stark,

sl kamen Pockentodesfälle aus DVest, Brüssel, Amsterdam,

te gegen Birmingham, St. Petersburg und Murcia zur Mit- aris, 2

nung haben Pocken in Prag, Malaga und ei ae m nel . * in . de Janeire berrschten, sie im 2 . wäbrend das gelbe Fieber nachließ und in der 2 Juli⸗ älfte nur 20 Personen hinwegraffte. Die Cholera bat in Garrten * tend nachgelassen. Einzelne Cbolerafãlle kamen aus Saragessa, —*— m Anfang August aus Cincinnati und Baltimore zur Anzeige. un

Kunst, Wissenschaft und Literatur.

fess rl Biedermanns Werk: Dreißig * . rd er e e,, von der Thronbesteigung. Friedrich 33 3 bis zur Aufrichtung des neuen deutschen Rai serthumẽ . 9 S. Schottlaender) erscheint in diesen Tagen bereits die iw eile nn n g. von J. Bädeker in Iserlohn erschien eine No ile: Ma *r nettens, von Friedrich Roe ber, welche unter den . *. n Arbeiten dieses Genres sich empfehlenswerth auszeichnet. Die ble sst in Fotm und Inbalt von absonderlicher Art: sie ist 8 spannend, aber feffelnd, nicht aufregend, aber in ihrem nicht e Seele und Gemüth ergreifend, sie ist inter- Fant ohne Effekt⸗ Serfutt Roeber der sich durch dramatische und andere schrift⸗ la ber , Arbeiten bereits vortheilbaft bekannt gemacht hat, stellt ee. z an das Versfändniß seiner Leser höhere Anforde⸗ 2 als fie gewöhnlich in unserer modernen belletristi. unger Literatur gestellt werden. Es mag zweifelhaft ein, . Allgemeinen gut gethan ist, in der Norelle * Roman wissenschaftlich: Fragen und Probleme in .

ñ 1 it einer Liebenswürdigkeit des treue vereinten sich bei ihm mit einer Lie i keln welche ihn Vorgesetzten wie Kollegen gleich werth machten.

erworben, der berechtigte Fortschritten der Techni it, bei einem reichen isse gie leine und . besonders einer hohen kritischen Begabung in Bezug auf die Gestaltung der Bauwerke für die höheren Lehranstalten und Kunstinstitute der ganzen Monarchie ihm sicherten, machen seinen ust 1ders emp 1e für den Königlichen Dienst und das Baufach, zu einem sehr schmerzlichen für ie Andenken wird ein gesegnetes sein.

über die Thätigkeit des Vereins der forstlichen

Versuchsanstalten Deutschlands sow er. Arbeiten der preußischen Versuchsanstalt während

Seltene fachmännische Begabung und musterhafte Pflicht⸗

Die Verdi welche er sich in seiner amtlichen Stellung . 2 den seine unermuürliche, den k aufs Aufmerksamste folgende Thätig— Schatz von Fachkenntnissen, vielseitiger

Verlust zu einem besonders empfind⸗

Sein

fur Alle, die ihm näher standen.

Uebersitcht

sowie über die des Jahres 1. April 1882 83. z

J. Verein der forstlichen Versuchsanstalten e

1M.

iner

Deutschl ands, ; Sebracht worden. Der Verein hielt seine Jahresversammlung, bei welcher eußerdem gelangten

5) Beobachtungen bezüglich des Lebens, Schadens und

Gegenmittel der Lina tremulae und Cimber amerinae,

6) Beobachtungen über die Zerstörer des Buche naufschlags

und über Rehbocksschaden in Weidenheegern,

E. Pflanzenphysiologische Abtheilung; . Wegen sortdauernd leidenden Zustandes des Dirigenten

waren die angestellten Untersuchungen auch in diesem Jahre von nur geringem Belang.

Der Verein zur Besserung entlassener Straf⸗

gefangener bielt gestern im Präsidialsaal des Landgerichts in der Jüdenstraße unter Vorsitz des Geheimen Ober Justizraths Starke seine 8 2. —ᷣ— 273 h * .

erste Sitzung nach den Ferien ab. Die Thätigkeit des Vereins bat auch während der Ferien nicht geruht, wie dies am besten aus dem Be⸗ richt bervorging, der über das Arbeitsnachweisebureau eritattet wer⸗ den konnte. 1 ntgegengenommen und Vat 8 von denen welchen der Verein Arbeit verschaffen konnte, waren gewöhnliche Ar—

Seit dem 11. Juni hat das Bureau ss Aibeitsgesuche 4195 Vakanzen besetzt. 3665 von denen,

.

beiter; der größte Theil der übrigen gehörte dem Handwerkerstande an, doch gelang es auch Kaufleuten, Buchhaltern, vassende

seit

Verkäufern und dergl. Seit Eröffnung des Bureaus, sich 942 Stellensuchende an erhielten durch Vermittelung 2 2 *9I05 * großen Ziegeleien und, mit Bureau in ständigem Verkebr. 26 9 2 n a e 8 eitsuchenden unt zn Berlin selbst sind nur etwas über 10 der 1 In 384 Fällen zahlte der Verein das Reisegeld; ca. 2005 Speisemarken an die Arbeitslofen zur

war ir Allgemeinen * Im 1

Beschäftigungen zu geben. Arril, wandten en Verein; 521 von ihnen esselben Arbeit. Mit sechs Cementfabrik steht das

dem 15.

Vertheilung. Die Führung der Entlassenen Verthellung. w 1 779 L= 113 8. . 1. . eine recht befriedigende, und es beginnt daher auch schon in manchen 18 L 2 10) ö J (. 7 ö. m , . 5 ; Kreisen das Vorurtheil zu schwinden, das sonst gewöhnlich gegen Ent lafer? gebend wird, Leider at der Verein aber auch wiederbolt mit ar— lassene gebegt wird Leider dat der Verei 3. beits scheuen Subjekten zu thun gehal egenübe B ftuchtlos gewesen sind. Die Versammlurg besc Personen anzulegen und diese Liste . Itschaf ͤ i6ünabme ; it Staatsanwaltschaft zur Kenntnißnahme zu unterbreiten. Wie in selben Sitzung mitgetheilt wurde, ist dem Verein zus der Fried Dikt⸗ B 500

r*. 23. 2 2 5 * * Wilhelm⸗Viktoria⸗Stiftung der Betrag

10. September, Abends. (W. T. B.) Der Trans—⸗ portdampfer „Aveyron“ ist heute mit 600 Mann und 6 Kanonen von Toulon nach Tongking in See ge⸗ gangen. Die Abendblätter betonen die Nothwendigkeit, weitere Verstärkungen nach Tongking zu entsenden. Der gewähren darf. Es kann zwar die Rentabilitãt des Geschäfts aus „Temps“ spricht seine Verwunderung darüber aus, daß im verfloffenen Jahre nicht, durckweg als eine ange meffene man Frankreich im Ernste anrathen könne, die Entfendung von bezeichnet merden aer die Thatsache, daß unter vielfach nick Verstaͤrkungen nach Tongking einzustellen. Das Blatt weist 89 6 n fen 14 e , , ö. Eisen· darauf hin, daß die eingelsiteten Verhandlungen in keiner a ,n, nn,, ,, ee öl. e em e Hanken, Wich ie Sol. Verttaten m Kis gatun n ahhh Senne,, tt nnn de. daten ermordeten, hemmen könnten. Die Diplomaten Chinas 3 . könnten im Namen der Schwarzen Flagge kein Abkommen

lich auch das der Industrie eine Reibe von Jahren hindurch ent⸗ . fremdet gewesene Kaxital derselben wieder reichlicher zugeführt, und treffen, ohne gleichzeitig die Verantwortung für deren Thaten zu übernehmen.

Der Großherzog hat sich heute nach Salem begeben, um den Manövern der 29. Division beizuwohnen.

Hessen. Darmstadt, 10. September. (Darmst. 5tg.) Der Großherzog und die Prinzessinnen Victoria und Elisabeth haben sich heute aus Anlaß des fünfzigjährigen Militärdiens-Jubiläums des Prinzen Alexander über Bickenbach nach Schloß Heiligenberg begeben.

SachsenWeimar⸗Eisenach. Weimar, 10. September. (Th. Corr) Der Großherzog ist mit der Prinzefsin Elifa⸗ beth nach der Wartburg zurückgekehrt. Se. Königliche Hoheit wird sich nicht zu den Manövern bei Merseburg begeben, son— dern mit Sr. Majestät dem Kaiser nach Homburg reisen. Der Staats-Minister Dr. Stichl ing ist von einer amtlichen

die Versuchsanstalten von Preußen, Bayern, Sachsen, Wurt⸗ temberg, Baden, Hessen, Braunschweig, El Lothringen ver⸗ treten waren, in den Tagen vom 4. bis 6. September 1882 in München ab. . . . in Folge früherer Vereinsbeschlüsse auf. die Tagesordnung gesetzten Gegenstand der Berathung bitdete die Ausführung von Untersuchungen bet effend das sorst⸗ liche Verhalten der fremden Hotzarten. Die Bersa mmnung stimmte, nachdem die Vertreter der betheiligten BPersugs anstalten ihre Bereitwilligkeit zur Vornahme derartiger Er, hebungen zu erkennen gegeben hatten, einstimmig dem Antrag; der Geschästeleitung zu, das zur Untersuchung geeignete, aus den statistischen Erhebungen zusammengestellte Material in den nächsten 2 Jahren planmäßig zur Aufnahme gelangen zu

entnehmen demselben die folgenden Ausführungen: Ein Rückblick au die geschäftliche Bewegung in unserem Kreise während der Dauer des vergangenen Jahres ergiebt ein Gefammtbild, in welchem die Lichtseiten vorherrschen und welches daher eine gewiffe Befriedigung

stellung ; öͤrtern, aber in der leichten Form des = n, er ark . und ästbetische Materien so nebenber * nel kann man sie, als nicht gerade störend, mit in den Fauf ö Jedenfalls ist das Gesellschaftsbild aus dem Leben einer a . eĩchen Stadt und Gegend, das uns hier vor die Augen tritt, r, Der Verfasser hat Personen und Situationen iu ahr ener Herstar dr und llarem 1 e c aftli ie rfaßt und so ein ralistisches Sxiege n 1. lebens wabre Gkarakter· 6 welche in ihrer ungekünstelten Darste lung , . n. en Die in die Novelle verflochtenen Marionetten riele, dener 9 ihren Namen verdankt, und in welchem der Dichter 18 8 Sagenstoffe und geben fasserẽ.

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nverein für christliche B ts im Morgenlande fei esfest, mit dem zugleich die Abo

in für Indien verbunden wurde.

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behandelt hat, sind , , 1 tief poem ber Viren nid zielseitigkeit der Begabung des Ver⸗ Zeugniß ron der Vielseitig B 3

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das in seinen Grundlagen eine Zeit lang stark erfchütterte Geschäft ist offenbar in fortschreitender Gesundung begriffen, was wir als um

wie die im Mittelpunkte

2

Reise, auf der er namentlich auch die Fabriken und ge⸗ werblichen Anlagen in Ilmenau, sowie in Neustadt a. 87 Weida und anderen Ortschaften des Neustädter Kreises in Augen⸗ schein genommen hat, hierher zurückgekehrt. Nach den Be— richten aus den einzelnen Stäbten konnte sich der Minister mit großer Anerkennung über die Leistungen in den wesent— lichsten Zweigen der industriellen Thätigkeit äußern, deren Werth die beste Bestätigung in der Steiger ung und der Aus— dehnung des Absatzes findet.

Sachsen⸗ Coburg Gotha. Coburg, 10. September. W. T. B.) Die Großfürstin Wladimir von Ruß— land ist heute hier eingetroffen. ö

Neuß j. L. Gera, 10. September. (Th. C.) Am 14. d. M. findet die allgemeine Neuwahl des Land— tages für das Fürstenthum Reuß j. L. statt.

Oesterreich⸗ Ungarn. Pe st, 7. September. Presse.) Heute fand die Strafprozeßverhandlung wider die der Auf— reizung und Auswiegelung angeklagten Sozialisten Balogh, Horvath und Jackl statt. Gegenstand der Anklage bilden Reden, welche die beiden letztgenannten Angeklagten bei einer Volks versammlung gehalten. Der Gerichtshof verurtheilte Balogh zu 8 Monaten, Horvath zu 18 Monaten und Jackl zu ?6 Monaten Staatsgefängniß. Sämmtliche Verurlheilte melde ten die Berufung an.

Agram, 10. September. (W. T. B) Die Nacht ist ruhig verlaufen, und die Stadt hat heute wieder ihre ge— wöhnliche Physiognomie angenommen. Die Bürger haben freiwillig die Aufgabe übernommen, etwaigen Ruhestörungen und Ansammlungen vorzubeugen. Es ist konstatirt worden, daß die letzten Auftritte keinen ausrührerischen Charakter ge⸗ habt, sondern nur durch Straßenpöbel hervorgerufen worden sind. Das Vorgehen des Militärs war nachsichtig und human.

Großbritannien und Irland. tember. (W. T. B.) lischen Geschwader eingetroffen.

1I. September. (W. T. B.) Der Lordkanzler für Irland, Law, ist gestorben. In Glasgow sind die neun Irlander, welche der Betheiligung an den dortigen Dynamit-Erxzessen angeklagt sind, gestern vor die Ge— schworenen verwiesen worden.

Durban, 6. September. (Allg. Corr) Infolge der feindseligen Haltung Cetewayo's soll im reservtrten Terri— torium ein britisches Beobachtungs-Corps stationirt

werden. . Melbourne, 7. September. (Allg. Corr.) Die Kon— australischen Kolonien zur

. London, 10. Sep— Admiral Hewitt ist mit dem eng⸗ von St. Maurice in Zanzibar

ferenz der Delegirten der Erörterung der Frage der Annexion von Neu⸗Guinea und der andern Inseln im Stillen Ozean wird gegen

Ende November in Sydney zusammentreten.

Frankreich. Paris, 8. September. (Fr. Corr.) Ueber die lnterhandlungen zwischen Herrn Challemel-Lacour und dem chinesischen Gesandten verlautet, daß dieselben sich um die folgenden Hauptpunkte drehen sollen: 1) Frankreich verpflichtet sich, sein Protektorat auf das Tongkingdelta und den Rothen Fluß zu beschränken; 2) China willigt darein, dem europäischen Handel die Schiffahrt auf dem Rothen Flusse einzuräumen, jedoch nicht weiter als bis Lao⸗Kat; I) die Stadt Lao-Kaf wird der einzige Verkehrspunkt sein, auf welchem der Tauschhandel mit den südwestlichen Provinzen des Reichs vor sich geht; die annamitischen Fahrzeuge dürfen nicht den Zollposten von Lao-Kar überschreiten; 4) auf allen übrigen Punkten bleibt die Grenze geschlossen, uns eine Linie längs des Nordabhangs der Berge der Provinz Langson neutra⸗ lisirt das Thal, an welches sich die chinesische Grenze schließt; 5) dieser Streifen Landes steht unter der tongkinesischen Ge— richts barkeit, und die annamitischen Hülfstruppen allein dürfen daselbst Garnison halten, mit Ausschluß der fremden, denen der Aufenthalt untersagt ist; 6) China stellt Tongking gegen jeden Einfall der Schwarzflaggen sicher, die es entwaffnen und nicht die Grenze überschreiten lasfen wird. Was Annam betrifft, so will China den Vertrag von Hus aner⸗ kennen und auf das Vorrecht verzichten, den künftigen Herr⸗

Türkei. (Wien. Ztg. Die Pforte hat, wie aus Kon— stantinopel berichtet wird, es abgelehnt, Montenegro einen Theil der Ebene von Gussina und gewisse strategische An⸗ höhen an der Drina abzutreten. Sie beansprucht ferner gewisse Privilegien und den fortdauernden Besitz der musel— manischen Dörfer. Fürst Nikolaus hat diefe Bedingun—⸗ gen angenommen.

Afrika. Egypten. Kairo, 10. September (W. T. B.) Major Baring ist nach hier eingegangenen Nachrichten in Suez eingetroffen und wird morgen hier erwartet.

Zeitungsstimmen.

. „Nationalliberale Correspondenz“ tigt sich mit den Berliner Stadtverordnetenwahlen. sagt sie: 3. 3

„Die Fortschritte partei befindet sich bier in einer ihr sonst unge— wohnten Stellung. Auf politischem Gebiet stets Dprosition, Kritik, Negation, ist sie seit langen

beschãf⸗ Dabei

hier auf diesem kommunalen Gebiet f Jahren im Regiment, und während sie dort nur Angriff, Tadel und absprechendes Urtheil kennt, findet sje hier alles musterbaft und be— wunderungs würdig. Sie ist hier die eigentlich konservative Partei, die andere, die ‚Bürgerpartei' und die „Arbeiterpartei“ sind die zungestümen Reformdränger und aufwiegelnden Demagogen.“ Ueber die Agitationsmethode und Kampfweise der zeznerischer Parteien wird jetzt bitter geklagt, allein gereckter Weise kann man nicht verkennen, daß sie viel aus dem Beispiel der Fortschrittspartei auf politischem Gebiet gelernt haben. Dieses Herabfetzen aller bestehenden Einrichtungen, diefes Geringschätzen aller fremden Leistungen, dieses Aufbaufchen' kleiner Mängel, dieses Schwarzmalen, wie es die Fortschrittzpartei ihren kommunalen Gegnern zum Vorwurf macht, übt sie es nicht selbst im Uebermaß in der volitischen Agitation! Wenn man z. B. Tag für Tag auf die Ungerechtigkeit der Besteuerung der Bedärfniss- des Lebens in aufreizender Weise binweist, kann man es da den Gegnern derargen, wenn sie sprechen:; Schafft doch erst die ungerechtest? und härteste aller Steuern, die Miethssteuer a Wenn in einem uns vorliegenden lieberalen Wahlaufruf die Gegner als solche bezeichnet werden, die nichts, was im Laufe von Jahrzehnten geschaffen worden, des Dankes werth achten, kann man dies nicht auch auf die Fort— schrittspartei anwenden, da wo sie Dpposition .

Der „Berggeist“ (Cöln) sagt in seiner industriellen Rundschau:

Die heiden Provinzen Rheinland Westfalen haben durch die vor— bandenen Kohlenschätze ein kostbares Geschenk der Natur erhalten, durch das alljährlich viele Millionen neuer Werthe geschaffen werden und viele tausende Arbeiter ibr Brod verdienen. Wenn man sich die heu igen Verhältnisse der Gegenden vergegenwärtigt, in denen Kohlenlager erschlossen sind und diefe mit den Zustãnden zu Anfang dieses Jahrhunderts vergleicht, so wird man' staunen über die Veränderungen, die sich hier vollzogen haben..... Mit der Entwicklung des Hüttenwesens ging jene des Bergbaucs auf Kohlen und Erze gleichen Schritt. Am riesigsten entwickelte sich die Kohlenförderung in Westfalen. Im Jahre 1857 betrug diese nur 3517018 t zum Gesammtwerthe von 32 2705 570 6, wobei 9 551 Bergleute beschäftigt wurden. Im Jahre 1582 ftellte sich jene Kohlenförderung auf 25757 4532 t zum Gesammtwerthe von 1U7 623 944 . und wurden 388 6091 Bergleute befchäftigt. Die Arbeitslöhne, welche diese bezogen, repräsentiren koloffale Summen, aber wie viele andere Menschen fanden Unterhalt und lok⸗ nenden Verdienst direkt und: indirekt beim Kohlenbergbau. Zieht man dessen volkswirtbschaftliche Bedeutung in Betracht, so ist das Verlangen wohl gerechtfertigt, daß der Staat jedes sich darbietende Mittel ergreifen möge, die montane Thätigkeit weiter zu entwickeln. Durch die Verstaatlichung der Eisenbahnen ist denselben Gelegenheit gegeben, durch weitere Ermäßigung der Tarife und Bau nerer Schienenwege den Bergbau zu fördern. Produzenten und Konsumenten werden aber immer auf die Forderung zurück. kommen, durch den Bau von Kanälen der Konkurren; Englands ent⸗ gegen zu treten, da keine Aussicht vorhanden ist, daß Kohlenzölle ein- geführt werden. Sie würden allerdings die Einfuhr englischer Kohlen in Deutschland bald auf ein Minimum reduziren. Wir geben uns der Hoffnung hin, daß die Kanalfrage in der nächften Session des Land⸗ tags in veränderter Gestalt wieder auftauchen und daß eine alle Theile möglichst befriedigende Lösung gefunden werden wird. Deutsch⸗ land darf sich nicht durch kleinere Länder auf diesem Gebiete in den Schatten siellen lassen. Gebieterisch fordern seine materiellen In⸗ teressen die Inangriffnahme von Kanallinien und zwar zunächst in Gegenden, die eine bedeutend entwickelte Großindustrie besitzen und Maßssen in den Transport bringen, wie solches mit Rheinland und Westfalen der Fall ist. Die Eisenbahnen werden durch Kanäle wenig geschädigt werden, do Letztere in den von iknen durchzogenen Distrikten neue Quellen des Verkehrs erschließen, an denen die Sckienenwege ihren Antheil haben werden, so daß eine Ausgleichung

schern die Investitur zu verleihen, wenn Frankreich feinerseits

so bemerkenswerther erachten, als, wie bereits erwähnt, für eine solche Erscheinung die Bedingungen niwt überall günstig lagen.

Eine Correspondenz der „Elberfelder Zeitung“ aus Bielefeld, vom 8. September, hat folgenden Wortlaut:

Die gute und regelmäßige Frage nach Garnen hält an und erftreck sich nicht mehr wie zu Anfang diefes Jahres vorzugsweise auf Werg— garne, sondern auch auf die besseren Flachsgarne, sodaß die Spinner in jeder Hinsicht mit dem Geschäfte zufrieden zu scin Ursache haben.

In vielen Garnnummern haben dieselben bis Ende des Jahres zu thun und lassen sich auf Abschlüsse für weiter nur zu erhöhten Preisen ein. Das Leinengeschäft ist, wenn auch in einigen Gewebeforten in letzter Zeit die Aufträge nicht so zahlreich einliefen, im Ganzen be— friedigend und alle Stühle sind reichlich beschäftigt. Auch das Wäsch⸗ geschäft belebt sich mehr und mehr.

Statiftische Nachrichten.

Gemäß den Veröffentlichungen des Kaiserlichen Gesund— heits amts sind in der 35. Jahreswoche von je 1059 Bewohnern auf den Jahresdurchschnitt berechnet als gestorb en gemeldet: in Berlin 29,9. in Breslau 31,3, in Königsberg 35,2, in Cöln 21.3, in Frankfur! 2. M. 17,1, in Hannover 2155, in Caffel 17,5, in Magdeburg 30,2, in Stettin 22,8, in Altona 22,5, in Straßburg 25,4, in Met 160, in München 31,4, in Nürnberg 31,7, in Augsburg 20 5,ů in Dres— den 28,3, in Leipzig 205, in Stuttgart 228, in Braunschweig 325, in Karlsruhe 15, , in Hamburg 2475, in Lübeck in Wien 23,7 in Budapest 26.7. in Prag 28.9, in Triest 24,5. in Krakau 27.3, in Basel 19,3, in Brüssel 26,3 in Paris 24,1, in Ämsterdam 23,3, in London 12, in Glas zom 27,0), in Liverpool 24,3, in Dublin . Edinburg 18,1, in Kopenhagen 187, in Stockholm 16,3, in Chri⸗ stiania 18,3, in St. Petersburg 23,7, in Warschau 38,2, in Odessa 51 9, in Bukarest 27,56, in Rom 21,6, in Turin 28,5, in Madrid 30,8, in Alexandrien (Egppten) 133,2. Aus der Zeit vom 5. bis 11. August; in New⸗HYork 28.5, in Philadelphia 25,7, in Chicago 27,2, in St. Louis 24,3, in Eincinnati 15,5, in San Franzisko 22,0, in Kalkutta 20 5, in Bombay 38,2, in Madras 36039. Während der Berichtswoche herrschten an den deutschen Be— obachtungsstationen zwischen West und Süd laufende Winde, in welche Windrichtung auch die beim Wochenbeginn in Konitz und Bremen wehenden nordwestlichen, in Breslau, Göln und Karlsrube nordöstlichen Luftströmungen meist schon am 27. August übergingen und bis zum Schluß der Woche vorwiegend blieben. Bei meist heiterer und warmer Witterung lag die Temperatur nur in Konitz und Bremen etwas unter, in Breslau, Heiligenstadt, Cöln und Karlsruhe etwas über der normalen. Niederschläge erfolgten selten und spärlich, elektrische Entladungen werden aus Heiligen stadt und Münden aus der ersten Wochenhälfte, aus den Nord- und Sft— stationen aus den letzten Tagen der Woche gemeldet. Der beim Wochenbeginn hohe Druck der Luft nahm bis zum 23. ab, stieg am 30., sonk aber in den letzten Tagen der Woche von Neuem und zeigte am Schluß der Woche an den mittel, und nordwestlichen deutschen Stationen wieder steigende Tendenz.

In der Berictswoche hat die Sterblichkeit in einer größeren Zahl der europäischen Städte wieder etwas zugenommen. Die all⸗ gemeine Sterblichkeitsverbältnißzahl für die deutschen Städte stieg auf 2544 Lon 24,8 der vorhergegangenen Woche lauf 1660 Bewohner und aufs Jahr berechnet) Die Theilnahme des Säuglingsalters an der Sterblichkeit war ebenfalls eine etwas gesteigerke. Von 16 650 eben- den starben, aufs Jahr gerechnet, 198 Säualinge gegen 105 der vor— hergegangenen Woche; in Berlin 120, in München 138.

Unter den Todesursachen wurden Sterbefälle an den Infektions— krankheiten wieder häufiger, nur Masern und Ruhr zeigten sich, beson⸗ ders in deutschen Städten, seltener, und Pockentodesfälle kamen aus deutschen Städten gar nicht zur Anzeige. Maferntodes fälle wurden in München, Erlangen, Leipzig häufiger, in Berlin, Bernburg selte⸗ ner, auch in London nahm ihre Zahl etwas ab. Scharlachfie ber rief in Dresen und London weniger, in Königsberg, Weimar, Berlin, Hamburg, Hannover, Meerane mehr Todesfälle hervor. Diphtherie und Group forderten in Elbing, Breslau, Chemnitz, Berlin, Leipzig. Magdeburg, Hamburg mehr, in Paris und Wien weniger Opfer, in Königsberg und Dresden blieb die Zahl derselben die gleiche wie in der Vorwoche. Die Sterblichkeit an Keuchhusten war in Hamburg, Berlin, Elberfeld und Paris eine etwas größere; auch akute entzündliche Prozesse der Athmungsorgane riefen mehr Todesfälle hervor. Die Sterblichkeit an Ruhr war in deutschen Städten eine geringere, in Ddessa eine größere. Tyyvhöse Fieber bedingten in Berlin und Wien weniger, in Hamburg und Paris mehr Todesfälle. Sterbe— fälle an Flecktyphus kam aus deulschen Städten nur 1, aus Breslau, zur Anzeige, auch aus London, Malaga, Granada, Murcia, St. Pe⸗ tersburg, Alexandria wurden nur vereinzelte Todesfälle daran mit⸗ getheilt. Darmkatarrhe und Brechdurchfälle der Kinder zeigten in Königsberg, Stettin. Breslau, Stuttgart, Berlin, Nürnberg, Augsburg, Leipzig, Braunschweig, Mannheim, Wien, Prag, TLon— don eine Zunahme, in Munchen, Dresden, Magdeburg— Frankfurt M., Hamburg, Görlitz, Düsseldorf, Aachen, Straßburg, Pest, Paris, St. Petersburg, Warschau, Odessa u. a. D. eine Abnahme Ter Sterbe—⸗ fälle. Pockentodesfälle wurden aus deutschen Städten keiner gemeldet. Auch aus Wien, Rotterdam kam kein, aus Krakau, Genf, Warschau,

eintritt, wie sich solches in den Montan und Metalldistrikten Eng⸗

Granada, Lissabon vereinzelte Todesfälle zur Anzeige. In beschrãnk⸗

82 Ne 2 * Fr. Roeber sagt in einer widmenden Vorrede . mn ö estalten

netten z . könn Gest 5 . 9 8 52 deaeanen 9 stehende Künstlernatur, täglich auf der Straße begegaen; 2 eben nicht an, dies Urtheil noch zu erweitern und zu lagen . ] . 232 213 6 8 . gegriffen,

Hauptfiguren seiner Erzählung wie aus dem Leben gegriffen . ;

3 9 2 ** 3 etsckeinen, und daß sie gerade um ihrer Natürlichkeit willen unsere * . nd,

Sympathie gewinnen.

Land⸗ und Forstwirthschaft.

Bonn, 6. September. (Clbf. Itch . ,. i i fim i stosel und Nahe recht hoch e sind am Rhein, an der Mo . , , der September nur noch tinige ma ßen . =. ; ! 5 5 9 J 2 8 ö ** * 4 Schuldigkeit Hut, d. ö. sonnige, warme Tage bringt, ö a Alen Perichten eine quantitativ wie qualitatio recht befriedigende Weinernte zu erwarten . . Wafhington, 10. September. (B. D B) . . ernte durch den letzten Frost fee g e en et ö d, als te; derselbe beträ— i tend, als man angenommen hatte; 39 . ; ĩ is ie Berichte, welche das Lan der ganzen mit Mais besäten Zone. relh: , über die w 6 bat, sind für den September weniger günstig 213 1 ug ö. Die Trockenheit ist bier die Hauptursache des 4 . ö⸗ schnittliche Baumwollenernte wird auf 74 gegen 84 im Ausust ge

schãtzt.

8

Gewerbe und Handel.

Nachrichten aus Port au Prince zufolge sind auf Har ö 1 fremden Handel zwei neue Häfen, Anse d Hainault un Dame Maxie Dalmarie) provisorisch eröffnet. worden. .

Ser Cours fur die bier zahlharen ö sterreicischen Sil be Coupons ist auf 171,25 4 für 109 Fl. österr. Silber erhö o 2 1 k 10. September. (W. 232 . Sonnabend 5 5 ——* * 8 D . irt , 1 Die Verschiffungen von Roheisen betrugen in der vorigen Woche 11 700 gegen 10 600 Tons in derselben Woche des vorigen Jahres.

Bradford, 10. September. (W. T. ruhig, Garne ruhig, Stoffe ruhig.

Verkehrs⸗Anuftalten.

B 11. September. (W. T. B.) Der Dampfer ,, reeht „Neckar“ ist gestern Nachmittag 4 U in New⸗NYork eingetroffen. . . ; Schtember. (W. T. B) Der Postdampfer

Borussia m der Ham burg ⸗Amerikanischen Pa cke if ahnt. tie ngefellschaft hat heute Nachmittag 1 Uhr Kap Lijard V 10. September. (W. T. B.). Der Post dampfer Thuringia“ der Ham burg-⸗Amerikanischen Da che tf gh tt Aktiengesellschaft ist geftern in St. Tomas und der Past⸗ dampfer Bohemia“ derselben ,, heute früh 8 Uhr, von burg kommend in New⸗Vork eingetroffen. ; . . ö i. September. (W. T. B.). Der Post dzm z fer Westphalia“ der Hamburg ⸗Amerikanischen Pact; fahrt ⸗Aktiengesellichaft ist gestern Abend 8 Ubr in Nem Nor? eingetroffen, und der Postdampfer Suevia dersel ben Gesell. schaft hat, von New-⸗Jork kommend, heute früh 6 Uhr Kap Lizard vassirt. . . .

iest, 10. September. (W. T. B.) Der Lloyd dampfer èApk nimh . ostindisch ⸗chinesischen Ueberlandvpost heute Vormittag aus Alexandrien hier angekommen. (

6 160. September. (W. T. B.) Der Dampfer France von der National- Dampfschiffs⸗ J C. Messingsche Linie) und der Dampfer. n , n, National“ Dampfschiffs Compagnie (C. Messing Linie) sind hier eingetroffen.

B.) Wolle fest, aber

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Berlin, 11. September 1883.

Am S8. d. Mts,. verschied nach kurzem Krankenlager der vortragende Rath im Ministerium der offentlichen ,. Geheime Ober-Baurath Giersberg. Seinem Leben vo rastloser Arbeit und hingebungevoller Berufstreue hat der Tod früher ein Ziel gefetzt, als es nach menschlichem Ermessen erwartet werden konnte. ;

Ludwig Giersberg, im Jahre 1824 in Minden geboren, widmete sich nach bestandener Abiturientenprüfung dem Bau⸗ fach, und wurde, nachdem er in rascher Folge Kreis-BGaumeister in Cleve, Bau⸗Inspektor in Trier, Ober⸗-Bau⸗Inspektor in Danzig, Regierungs- und Baurath bei der Ministexial-Bau⸗ kommission in Berlin gewesen, im Jahre 1869 als Geheimer Baurath und vortragender Rath in das Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten berufen und im

lassen.

über den Umfang der Ertragsuntersuchungen in Fichten Be— richt 86 Ausführung der Beschlüsse ins e Jahre ,, Station eingereicht sind, enthalten im Ganzen 483 Untersuchungen. Die V diese Ardeiten für noch nicht abschlußreif zu erachten und die zweite Aufnahme der Ertragsprobeflächen, soweit solche beab⸗ sichtigt wird, bis Ende 1883 zu bewirken, dagegen as Va⸗ terial der ersten Aufnahme alsbald der preußischen Versuchs⸗ anstalt zur Verfügung zu stellen.

Demnächst wurde Seitens der preußischen Versuchzanstalt

erstattet. Die betreffenden Nachweisungen, welche in des Vereins vom vorigen

Die Versammlung beschloß,

Nach einer Besprechung der Frage über die Ermittlung des Reisigs bei der Wiederholung von Massenaufnahmen auf ständigen Ertragsprobeflächen und über die , , nungen für Perioden, die nicht mit vollen Jahren ab schlißen, folgten Mittheilungen über den Stand des Projekts, die phänologischen Beobachtungen einheitlich zu organisiren. Nach längerer Debatte beschloß die 8 sammlung, den Entwurf einer Spezialinstruktion für die sorst⸗ lich phänologischen Beobachtungen auf die Tagesordnung der nächsten Versammlung des Vereins zu setzen. 5 Nachdem demnächst Hessen den Antrag gestellt, in den Kreis der Vereinsarbeiten auch Versuche über die Art und den Nutzen der Aufästung aufzunehmen, und die Versammlung sich für diesen Antrag entschieden, folgte die h über den Stand der Vexreinsarbeiten und endlich wurde als Ort der nächstjährigen Versammlung Straßburg gewählt. An die Verhandlungen schlossen sich Erkursionen in die Königlich bayerischen Forstreviere Schrobenhausen und Sachsen⸗ ried zur Besichtigung der dort befindlichen Kiefern- und Fichten— Durchforstungs- und Ertrags-Versuchsflächen ꝛc.

i ; is forstli Ver⸗ II. Die Arbeiten der preußischen forstlichen V suchsanstalt im Jahre 1. April 1882383. X. Forstliche n hung Die Arbeiten derselben erstreckten sich auf:. ; 3 die Aufstellung einer Fichten-Ertragstafeh auf Grund von Lokalerhebungenß in Bayern, Baden, Braunschweig, Württemberg und Preußen, H . e gr e n gn in Buchen und Kiefernbeständen, 3) Formzahluͤntersuchungen für Buchen und Kiesern, 4) Höhenrauchsuntersuchungen, ö. 5 . in . und Buchen bezüglich zes Anfalls von Raff- und Lesebolz, ; . 9 36 Prüfung 62 Richtigkeit des Probestemmperfahrens 7) die Erprobung der Baumsägemaschine von Schulte und der Bügelsage von Renne, desgleichen des Plattensãers von Zitny, der Ählbornscken Kiefern-Sämaschine und der Hügel— pflanzwerkzeuge von Schemminger, ö u,, h nn. mit ausländischen Holzarten, ö en er e h. Abtheilung. Die Arbeiten erstreckten sich auf: J ö tägliche Beobachtungen auf 16 dazu ein⸗ gerichteten Stationen, auf die monatliche Zusammenstellung und Veröffentlichung der gemachten Beobachtungen und auf die Herausgabe des betreffenden Jahresberichts; 2) die örtliche Revision einzelner Stationen. 6. . . seltung. Die Arbeiten derselben erstreckten sich auf: . H) die Untersuchung der Gerbstoffhaltigkeit verschiedener Baumrinden und einiger anderer ausländischer , fowie Zusammenstellung und Veröffentlichung eines Theils dieser Untersuchungen, 2 1 von 3) Wasserkulturversuche, 2. . 9 K auf Waldfel dbauflächen, 5 ausführliche Versuche über Valdstreu. D. Zoologische V ie Arbeiten derselben erstreckten sich auf: * die fortgesetzte Erforschung und Beobachtung , . und Schadens der Gespinnstblattwespen (Lyda pratensis un potrophica), . 2 ö . e , m ngen an alle 4 Wochen srisch gefällten Fang⸗

bäumen, . 3) Lebensbeobachtungen des Hylesinus minor.

Waldprodukten,

Bostrichus

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eren und exotischen Pflanzen geschmückt, ren füllte eine zahlreiche Gemeinde. J Marc. 16, 10 anschloß, hatte Superinte nwalde übernommen, die Abordnung vollzo

unter Assistenz des Missionsdirektor r s Vaters der neuen Missionarin, des Pastors in, der sellst 2 ang im Dienste der Church Mission als Misfiona? town thätig gewesen ist. Dort, an der Afrikas gebirgigen Halbinsel Sierra Leone, hat auch Lina Bultmann, die neue Missionarin, das Licht der Welt er⸗ Ihre Aufgabe wir? sein, der weiblichen Landbevölkerung Dt. und zwar speziell in der Umgegend von Sekundra das Heil des Christenthums Sekundra selbst

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zu bringen. In n lbst sind be⸗ 5177 1. . 1 1r** den zehn Missionarinnen des Vereins stationirt.

Die erste Verbrennung von Kadavern im Siemen cen Leichenverbrennungsofen hatte heute Morgen einen kleinen Kreis ge. ladener Herren nach der Hygiene- Aus sstel lung geführt. = am Abend vorher hatte ebendort im Löbschen Pavillon Dr. IFriedri

Siemens einen instruktiwven Vortrag über die Vertheile der Anrzen. dung von überhitzter Luft für die Verbrennung im Allgemeinen ,. besondere für die Verbrennung von Leichen und die Zerstörung organischer

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Stoffe gehalten, der die Anwesenden mit dem dem Siemens schen Yfen zu Grunde liegenden System vertraut gemacht hatte. Der, Ofen selhst war schon in früber Morgenstunde mit 49, Centnern bõhmischer ö raun⸗ kohle angeheizt worden. Bei der Verbrennung di ser Rohl ent⸗ wickelt sich ein Gas, das aas verbrenabarem Kohlgaorydach und Wasserstoffgas, außerdem aber aus Sticstoff und aus Wasserdämpfen besteht. Viese heißen Gase leitet Hr. Siemens in eingʒ generator, einen Raum, in dem aus feuerfestem Mterial . gestellte Ziegelsteine, ähnlich wie in einem J . artig aufaeschichtet sind !. daß sie eine mne lich e. Heizfläche darbieten. Durch die heißen Gasg werden die. Zig gl ö in Weißglübhitze gebracht. Nachdem diese Wirkung rrreicht tg laßt man Luft zutreten, die sich beim Bestreichen der glübenden 16 auf 900 Gr. erwärmt. Diese überhitzte Luft ist es nung; die in . eigentlichen Verbrennungsofen geleitet wird und die die . 1 hervorruft. Sobald nämlich ein organischer Körper mit ö hitzten Luft in Verbindung tritt, geht dieser Körver seo o in' Flammen auf. und verjehrt sich so selbst. . a 7 Uhr waren die Vorbereitungen soweit beendet . Verbrennungsprobe ihren Anfang nehmen konnte. In . . zimmerten sargartigen Kasten waren die Kadaver von diei . . im Gesammtgewicht von 160 Pfd. eingeschlossen. In der el . lt. wie dies bei der Leichenverbrennung e Heben. iols wurde der . aus der oberen Halle in den unteren Raum herabgflassen . 9 Ofen geschoben. Der Kasten war noch nicht vallstãndig im Sfen, als auch schon der vordere Theil von den 1 zehrt war. In Folge dessen geschah ek, daß einer der ta 36 dem Kasten entfiel und insofern in eine etwas unguün tige Lage gerieth, als er, zu nahe dem Rande des Ofens liegend, von der überhitzten Luft nicht gehörig erfaßt werden konnte. , , . nach Verlauf von Stunden die Kadaver hig auf ö. . 6. vollständig verbrannt. Als Ueberrest fanden sich im , . . Haufen weißer Asche und einige ausgeglühte Knochen . ö. Hr. Siemens angiebt, sollen die Aschenüberreste J ann f bis 8 Pfund wiegen. Die Proben werden n, 1 . allmorgenlich fortgesetzt; bei der Probe am Donnerstag wird ein Zinksarg Verwendung finden.

10. September. . 8. B) Der, Ballon 53 Boulogne, welcher heute früß 3 Uhr mit dem en e , in Boulogne aufgestiegen war, ist nach sehestũndiger 3 ö e Kanal heute Vormitkag 11 Uhr in Folkestone niedergegangen.

Paris,

Belle⸗Alliance⸗ Theater. Das morgen be, de, , . ift das letzte der diesjährigen Som mersaison, zu denn * Sonnabend ein Benefiz für die beliebten Wiener 26 sänger, S angesetzt ist Am Sonntag wird . die Wintersaison mit dem aj n ble, Ga t g ell den n, , Lebrun und seiner Mitglieder eröffnet und ist en a , „Ihre Familien von Stinde und Engels i. 1 . vori Saison nur einige Male zur Auffühcung kommen konnte.

fest am Herren Schmutz und Katzer,

Die Charlottenburger Flora wird im Laufe dieses Mongts die diesjährige Sommersaison mit einigen großen . r . enden. Die erste derselben, eine italienische Nacht, verbunder mit Bafl in beiden Theilen des Kaisersaales, findet am kommenden Sonntag statt. Die Illumination ,, , e Taus farbi Lampions erfolgen, bens durch mehrere Tausend buntfarbiger L sgen, and een findet wieder die glänzende Belencbtung der Harlan ea gen r . fontäne und der Kaisergruppe statt, Die Tänze im FRaisersaa * 22 wie bei den früheren derartigen Festlichkeiten von Königlichen Tänzern geleitet und die Concertviccen von zwei

Militärmusikcorps aus⸗ geführt.

. Hvlobius abietis. . . 524 1 mt Abfangen von Maikäferlarven nittelst

Jahre 1876 zum Geheimen Ober⸗Baurath befördert, überall rastlos wirkend, und schöpferisch thätig.

Fangknüppeln,