1887 / 38 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 14 Feb 1887 18:00:01 GMT) scan diff

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Bekanntmachungen auf Grund des Reichsgesetzes vom 21. Oktober 1878.

Auf Grund des 5. 12 des Reichsgesetzes gegen die gemein⸗ gefährlichen Bestrebungen der Sozialtemokratie vom 21. Oktober 1878 wird hierdurch zur onentiichen Kenntniß gebracht, daß das Flugblatt mit der Ueberschrift: „Arbeiter, Hand— werker, Gewerbe rer be de des 6. Berliner Reichs—

de tags Wahlkreises!“ Für Redaktion und Verlag ver— antwortlich: E Damerow, Reue Sochstraße 1. und H. Grunert, Lottumstraße 1. Druck von W. i e. Berlin N., nach

8. 11 des gedachten Gesetzes durch den w 2 von Landes zolizeiwegen verboten worden ist. den 12. Jebruar 1887. Der Königliche Poli ei⸗Präsident. Freiherr von Richthofen.

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Die unterzeichnete Königliche ,, hat

auf Grund der Bestimmung in 5. 11 Abs. 1 de Rrichs ae se des

gegen die gemeingefahrlichen Bestrebungen der So ialdemokratie

vom 21. Oktober 1378 das zu Gunsten des Cigarren— arb eéiters

Reinhold Postelt in Dres de

ichsischen Reichstags-Wahl— i

erlassene, an die Wähler des II. sächsischen Re kreises Löbau-Ebersbach (Stadt Löbau und die Amtsgerichts— bezirke Be e, n Löbau, Schirgiswalde, Neusalza und Ebe rs⸗ bach) gerichtete, von dem Redacteur Vaul Isaak in Dresden herausgegebene, in der Druckerei von Schoenfeld und Ha vn f in Dresden J Flugblatt . Bautzen, am 12. Februar 1887. Die a ngk sächsische Kreishauptmannschaft von Salza und Lichtenau.

es Reichsgesetzes gegen die geme

Auf Grund des 5§. 11 des Rei— ein⸗ gefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie vom 21. Ok— tober 1378 werden durch die unterzeichnete Behörde als zu⸗ ständige Landes-Polizeibehörde hi rmit verboter

15 das Flugblatt: „An die Wähler des!. Braun—⸗ schweigisñ c chen Wahlkreises“, beginnend mit den Wort . „Wähler! Der Tag der Reichstagswahl“ und endigend nit den Worten: „Wilh. Blos, Schriftsteller in Stuttgart,“ Ain lag von E. Kühnel i in Braunschweig, Druck von A. Vogel u. Co. in Braunschwei 3.

2) das Flugblatt . die Wähler des 2. Braun— schweigischen Wahlkreises“, beginnend mit den Worten: „Wähler Der Reichstag j aufge lt und unterschrieben:

„Das Arbeiter-Wahlcomité“, Verlag von E. Kühnel in Braunschweig, Druck von A. Vogel u. Co. in Braun— schweig, und

3 das Flugblatt: „An die Wähler ö. Dan⸗ noverschen Wahlkreises! Goslar⸗He . * be⸗ ginnend mit der Worten; „Wähler! Immer , r heran“ —, unterschrieben: „Die wachehaltenden Arbeiter des darʒe 8“ und mit einem „Wählerlied der Harzer Bergleute“ als Nachtrag, Verlag von G. Vollrath in Lauterberg a. H. Druck von

A. Vogel u. Co. in Braunschwe eig. Braunschweig, den 13. Februar 13837. Herzogliche Polizei-Direktion. R. Pockels.

Nichtamtliches. Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 14. Februar. Se. Majestät der Kaiser und König empfingen gestern den Kommandant n von Berlin, General à la suits von Derenthall, den Staats— Minister Dr. von Hoßler und den Staatssekretär Grafen Bismarck, machten eine Spazierfahrt und dinirten mit der Königlichen Familie.

Später besuchten Se. Majestät die nach der Rückkehr aus dem Opernhause einige Einladungen ergangen waren.

Heute nahmen Allerhöchsidieselben den Vortrag des Ge— heimen Civilkabinets entgegen.

Ihre Majestät die Kaiserin und Königin wohnte gestern dem 1. ottesdienst in der Kapelle des Augusta— Hospitals bei.

Bei den Kaiserlichen Familiend iner statt.

In der Woche empfingen Beide Haien lichen Majestäten dei Befuch Ihrer Königlichen Hoheiten des Herzog und der Herzogin Max Emanuel in Bayern.

Oper und erschiener beim Thee, zu dem

Majestäten fand ein kleineres

Ihre Kaiserlichen und Königlichen Hoheiten der K und die Kronprinzessin gaben am Sonnabend Mittag um 12 Uhr Ihren Königlichen Hoheiten dem

Herzog 5 der Herzogin Max Emanuel in Bayern das Geleit nach dem Bahnhof Friedrichstraße, statteten darauf Sr. Königlichen Hoheit dem Prinzen Georg einen Gratulations— besuch ab und fuhren um 1 Uhr nach Potsdam.

Abends besuchte Se. KaiserlicheHoheit der Kronprinz die Oper.

Gestern Vormittag 10 Uhr begaben Sich Ihre Kaiser— lichen Hoheiten die Kronprinzlichen Herrschaften mit Ihren Königlichen Hoheiten den Prinzessinnen Töchtern zum Gottes— dienst in die Garnisonkirche.

Um 111 Uhr em pfing Se. Kaiserliche Hoheit der Kron— prinz den General Intendanten der Königlichen Gärten, Ober— Schloß⸗Hauptmann Grafen von Perponcher, und darauf den Staats-⸗Minister Dr. Lucius.

Ums Uhr erschienen die Höchsten Herrschaften zum Familien— diner bei Ihren Majestäten.

Abends besuchte Se. Kaiserliche Hoheit der Kronprinz die Vorstellung im Opernhause.

Der Bundesrath trat heute zu einer Plenarfitzung zusammen.

In der heutigen (4) Sitzung des Herren— hauses, welche der Präsident, Herzog von Ratibor, um 111 Uhr in Gegenwart des Vizẽ Praͤsidenten des Siaats⸗ Ministeriums, Ministers des Innern von Puttkamer, und seines Kommsssars, des Geheimen Regierungs-Raths, Dr. von Bitter eröffnete, machte der Präsident zunächst die Mittheilung, daß Se. Majestät der Kaiser und König geruht haben,

die Adresse des Hauses entgegenzunehmen. Ueber die Audienz, welche dem Präsidium zu diesem Behufe gewährt worden, sei dem Hause bereits schriftlicher Bericht zugegangen. Ferner erbat und erhielt das Präsidium die Ermãäch⸗ tigung, dem Kaiserlichen Hause den ehrfurchtsvollsten Glück— wunfch des Herrenhauses zu der am 29. v. M. erfolgten Geburt eines Königlichen Prinzen übermitte in zu durfen. Nach Erledigung einiger geschäftlichen ? ngelegenheiten, wobei u. A. beschlossen wurde, . Vormitta 10, Uhr eine Kommission zu wählen, welcher die in der Allerhõchften Thronrede angekündigte kirche . Vorlage zur Vorberathung überwiesen werden soll trat das Haus in die Berathung des den einzigen Gegenstand der Tagesordnung bildenden Berichts der IX. Kommission über die Entwürfe einer Kreisordnung für die Rheinprovinz und ine s Gese ö. ü ber die Einführung der P rovinzial⸗

Ordnung vom 29. Juni 1875 in dieser Provinz. Der Referent der Kommission, Herr Adame, gab unter Hinweis auf die bereits im vorigen Jahre stattgehabte Dis—

kussion einen kurzen Ueberblick über die Verhandlungen der Kommission und empfahl die Beschlüsse der letzteren, welche dahin gehen, die Kreisordnung unverändert anzunehmen.

In der Generaldiskussion machte Fürst zu Wied im Sinne der abweichenden Stellung des Rhe 3 Provinzial⸗Landtages verschiedene Bedenken geltend, die er gegen die Regierungsvorlage hege. Namentlich hätte er gewünscht 3 der Emanirung einer hei nischen Kreisordnung eine Revision der bestehenden

Landgemeinde-Ordnung vorausgegangen wäre. Redner trat hierbei lebhaft für die Erhaltung resp. ö rleihung der den Mitgliedern Fürstlicher Häuser zustehenden Virilstimmen ein, bat schließlich aber um unveränderte 2 der Kom— missionsbeschlüsse.

Herr Bredt sprach seine beso ndere Befried digung darüber aus, daß den acht größeren rheinischen Städten eine ausreichende Vertr tetung . sei.

Die Generaldebatte wurde hierauf geschlossen.

In der Spezialdebatte beantragte zu §. 4, welcher be— stimmi, daß Städte, welche mit Ausschluß der aktiven Militär— personen eine Einwohnerzahl von mindestens 4 . Seelen haben, befugt sind, aus dem bisherigen Kreis verban . scheid en, Herr Brüning: die Zahl auf 30 000 2. ; herab⸗ zusetzen.

Dieser Antrag wurde von dem Antragsteller und Herrn Lindemann befürwortet, von dem Regierung kommi ar; Ge⸗ heimen Regierungs-Rath Dr. von Bitter und dem Grafen Brühl bekämyft.

Bei de r Abstimmung, welche durch Namer isaufruf erfolgte, wurde der Antrag mit 78 gegen 16 Stimmen abgelehnt.

Důᷣ 8§. 5 bis 26 wurden hierauf, dem Antrage der Kommission gemäß, in der Fassung der Regierungsvorlaäge ge— nehmigt. Bei 5§. 27 beantragten die Herren Bredt und Linde⸗ mann die Einfügung der Bestimmungen des Al. 3 des 5. 28 der Westfälischen Kreisordnung, die dahin gehen, daß die zur Be treitung der Pensionszahlun laen erforderlichen Beträge von den Landbuürgermeistereien und Landgemeinden nach Ver haltniß des jeweiligen Betrages des pensionsberechtigten Dienst— einkomme ens der Beamten aufgebracht werden.

In der Diskussion vertheidigte Herr Bred während . zu Wied darum bat, an Stelle die von der Kommission vorgeschlagene Resolution an ö. men, die dahin lautet: „die Königliche Staatsregierung zu er— suchen, die Anstellungs- und Pensionsve rhaltnisse d rin der Rhein— provinz fungirenden besoldeten Beamten der Landgemeinden möglichst bald im Wege der Gesetzgebung zu regeln.“ Durch die Annahme dieser Resolution werde die ganz? Materie im Allgemeine ö geregelt.

An der Debatte betheiligten sich ferner noch die Herren Adams, unf Brühl, Freiherr von Solemacher und 12 worauf der Antrag Bredt-Lindemann abgelehnt und der 8. 27 der Vorlage angenommen wurde.

Nach unwesentlicher Dis skussion gelangten die 8. 25 bis: in der Fassung der Regierungsvorlage zur Annahme

Auf Antrag des Herrn von Kleist-Retzow wurde n,. der Rest der Vorlage sowie auch die ö. der Kommission be— antragte Resolution en bloc angenommer

Das Wahlreglement sowie i esetzentwurf, be— treffend die Einführung der Provinz a . vom 29. Juni 1875, wurden ohne Diskussion Ynehmigt und sodann um 2. Uhr die Sitzung geschlossen.

Nächste Sitzung: Dienstag 12 Uhr.

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In Rücksicht auf die mehrfachen Abänderungen und Ergänzungen, welche das Re gulativ . wr Ausbi . Prütung und Anstellung für die unteren Stelle des Forst di enstes in Verbind ung mit dem arm dienst im Jägercorps vom 15. Februar 1379 im Laufe der Zeit erfahren hat und in Erwägung weiter nothwendig

gewordener Abänderungen hat der Minister für Landwirthschaft ꝛc. eine neue Redaktion der betreffenden Vorschriften mit dem Kriegs-Minister vereinbart.

Februar 1887 wird vom Regulativs vom 15. Fe—

Dieses neue Regulagtiv vom 1. 1. April d. J. ab an die Stelle des bruar 1879 treten.

Nach Inhalt desselben werden der Jägerklasse II neue Anwärter nicht m 3 zugeführt werden. Bezüglich der jetzt vorhandenen Jäger dieser Klasse und der Inhaber des be— schränkten Forstversorgungsscheins behält es im Wese unlich: n bei den bisherigen Bestimmungen sein Bewenden. Der Ueber— füllung der Jägerklasse A wird künftig durch angemessene Handhabung der Bestimmungen für die Jägerprüfung, e. elche ebenfalls einer Umarbeitung unterzogen sind, vorzubeugen sein.

S. M. Kanonenboot, Wolf“, Kommandant ö Lieutenant Jaeschke, ist am 13. Februar cr. in Hongkong ein— getroffen.

Elsaß⸗Lothringen. St rah burg. 14. Februar. (W. T. B.) Die „La ö . Elsaß-Lothringen“ meldet: „Auf Re⸗— quisition des Ober-Reichsanwalts haben hier Haus— suchungen eee. auch bei einem Mitgliede des Comitès für die Wahl Kablé's. Mit der Wahlbewegung hängt die sEinschreiten durchaus nicht zusammen, sondern . rnb dnn, n, welche die französische Patrioten liga im Reichslande hat und welche jüngst zur Kenntniß 2. Reichsanwaltschaft gelangten.

Oefterreich⸗ Ungarn. Wien, 12. Februar.

(Wien. Abdy.) Das Herrenhaus des Re wichsraths

rat hielt heute Die jüngst n, , die An—

seine erste Sitzung in diesem Jahre. Mitglieder waren im Hause erschienen und leisteter

gelobung. Hauptgegenstand der Tagesordnung war die Fort— setzung der Verhandlung über die Unfallversicherungs Vorlage. An der Diskussion betheiligten sich zahlreiche Redner. Am Montag, den 14, wird die Br lathung. fortgesetzt werden.

Meran, 14. Februar. (W. T. B.) Fürst r, . Groß Prior von Böhmen und Deer elch des Malteser⸗ Ritter⸗ Ordens, ist gestern Abend gestorben.

Pest, 11. Februar. (Wien. Aa] Die e und die kroatische Regnicolar⸗ Deputation erledigter sämmtliche schwebenden Fragen mit Ausnahme derjenigen 1 die Verantwortlichkeit des Banus, welche in der morgen statt— findenden gemeinsamen Konferenz diskutirt werden wird.

Schweiz. Bern, 13. Februar. Wie der „Bund“ mit⸗ theilt, ist als Gesandter Oesterreich⸗ ungat us bei Der genosse aft Graf Rh ev In hn lier ausersehen. Der 1desrath, bei welchem angefragt wurde, ob der Vor⸗ chlagene ihm genehm wäre, hat diese Anfrage bejaht.

Großbritannien und Irland. ndon, 11. Februar. (A. C.) Ein 248 Seiten zählendes Blaubuch über Birma wurde heute veroffentlicht. Dasselbe schildert die Ereignisse bis zum 13. 3 In Liner vom 13. Dezember datirten Tepesche, wesche ekretär vo g wien, Tord Croß indische Regierung 3 l ervor, daß voraus—

ß, an die

richtete, hebt derselbe sichtlich auf die Eroberung Mandalays eine Periode innerer Unruhen folgen würde. Dass lbe fei der Fall bei der Be⸗

delchem Falle der Wider—⸗ Jahren völlig besiegt 5 W

Ablauf von 3 Jahren im ch würden die Verhält—

setzung Nieder-Birmas gewesen, in stand der 3 erst nach worden sei, obgleich das La mach Allgemeinen vacificirt war. Hoffentl nisse in Qber⸗ Birma nicht schlimme In Dublin starb gestern im 2 rzog von 1 . verb r ertre r d

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lter von 68 Jahren d lichene Pair gehörte d einer Verse . in de

il are . Hause, der 2

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a nem amtl lichen Ausweise wurden im dritten Quartal 3 ö n Jahres 10684 Familien, 56s5 Personer ahlend in Irland ausge wic n. ombay, 11. Februar. (R. Lord und ery reisten heute von hier ö 2 ez ab.

Frankreich. Paris, 11. Februar. (Fr. C.) Der Minister⸗Präsident emping ente Morgen die mada— gassische Mission. Auf die Versicherungen der Frieder liebe der Hovas-Regierung antwe a. Hr 2. der Missio er sei glücklich über den Besuch, welche die he 1. . Be gen zwischen beiden Regierungen bethätige. ifel . daran, daß der Wohlstand Madagaskars unter dem französischen Protektorat zunehmen werde, und hoffe, die Reise der Mission nach Frankreich werde viel zu diesem glücklichen Resultat beitragen. Er wünsche si dazu Glück ö. die Nas agassen mehrere junge Hovas z Erzie hung ne srankre eic . haben; je mehr diese di Franzosen, . ; ihre Künste kennen lerner würden, um so im ö. frankreich anhänglich blei— ben. Der Chef der . Mission ent— wenn sie nach Fra: ikreich gekommen seien und hier e Anzahl von Landsleuten ließen, so k. dies gerade halb, um die Bande zwißs . NM idagaskar und Frankceich enger zu knüpfen.

12. Februar. (B. T. B.) ie Kammer der De— putirten . deute über die Bot lage, . affen die . stellung eines unterseeischen Kabels 1Antill

Lady

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Italien. Rom, 12. Februar. (W. T. B.) Wie die „Opinione“ erfährt, konferirte der König heute Vor— mittag mit dem Grafen Robilant und soll nunmehr be— schloffen haben, Depretis mit der Bildung eines neuen Kabinets zu betrauen. Die „Opinione“ fügt hinzu: De— pretis betrachte das Verbleiben Robilant's als Minister des Auswärtigen als nothwendig.

13. Februar. (W. T. B.) Ein Telegramm der „Agenzia Stefani“ meldet: Gutem Vernehmen nach hat der

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König heute Vormittag Depretis beauftragt, im Ein⸗ k mit dem Grafen Robilant ein neues Kabinet zu bi lden.

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eingesandte e rte Berichte aus Mas a

39g v. M., über die Ereignifse am 25. v. be en daß sich am genannten Tage Vormittags 5 bis 6000 Abessinier in den Thälern und der Umgegend von Saati zeigten. Der Kommandant von Saati, Major Boretti, habe eine halbe Kompagnie nebst Baschi-Bozuks unter dem Lieutenant uomo entsandt, um die Abessinier in ihrer Bewegung zu hindern, sie zu umgehen und zu zwingen, den Kampf unter dem Fort aufzunehmen. Im umd fe sei Lieutenant Cuomo verwundet Die Abessinier mit zahlreicher Kavallerie h, durch das Terrain begünstigt, bis 300 m dem Fort genähert und lebhaft angegriffen; die Italiener hätten . Widerstand geleistet und ö. weiteres Vorrücken verhindert. Gegen 4 Uhr Nachmittags

hätten die Abess ö sich 41½ Uhr hätte sich der Ri ; Flucht Ita ahrufen begrüßt wor

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den Italienern mit Hurr vorder

lust der Abessinier sei ein ziemlich betrö ich tlicher, während der Verlust der Italiener, die Baschi⸗Bo eus mitin⸗ begriffen, sich auf 5 Todte und 5 Verwu nd ö. be elauße Die Kommandanten hätten den militärischen Geist der Truppen belobßbt. Ein weiterer Bericht des Generals Gens meldet: Da der Kommandant von Saati Vorräthe . . seien solche am 20. v. M. dahin entsandt und dieser Expedition eine Bedeckung von 3 Com⸗

pagnien mit einer Mitrailleusen-Sektion unter dem Be— fehle des Oberst-Lieutenants Christoforis beigegeben worden. Zwischen 8 und Ku Uhr habe Felucci an den Kommandanten von Monkullo zwei Billete gesandt, in denen er anzeigte, daß er von einer großen abessinischen Streitmacht bei Dogali angegriffen worden sei. Der Kom⸗ mandant von Monkullo entsendete alsbald eine Compagnie dorthin. Diese habe aber nur noch die bereits erfolgte Katastrophe konstatiren können und darüber gemeldet, daß die italienischen Offiziere und Soldaten in Reih' und Glied, ohne sich vom Flecke zu rühren, gefallen seien. Sie hätten fünf Stunden lang Widerstand geleistet, ihren gesammten Munitionsvorrath verbraucht und seien endlich der Uebermacht erlegen. 90 Verwundete konnten sich

retten. Die Abessinier, welche auf 20009 Mann angegeben werden, hätten große Verluste erlitten Wegen der geringen disponiblen Streitkräfte und der isolirten Stellung der

Detachements habe General Gens die Einschiffung der Detache⸗ ments von Saati und Wua Arafali angeordnet. Das

Detachement von Saati kehrte nach einem glänzenden Nacht— marsch nach Monkullo zurück. ch

Amerika. Bajshington 10. Februar. (A. C.) Der Senat genehmigte heute die Vorlage zur Entschädigung der Chinesen, welche unter den Krawallen in Rock Springs, Wyoming, litten.

Afrika. Egypten. Kairo, 13. Februar. (W. T. B Ein Telegramm des Heute cher Bureaus“ meldet: Dem Vernehmen nach handelt es sich bei den jüngsten.⸗ Vorschlä⸗ gen Drummond Wolff's nicht um die Aufhebung, . dern ledigl ich um die Umgestaltung der Kavitulationen, indem die Befugnisse der gemischten Gerichtshöfe 3. weitert und eine Körperschaft gebildet werden soll, unter deren Mitwirkung neue Gesetze vereinbart werde n könnten, welche für die gemischten Gericht shöfe verbindlich . ohne der . aller betheiligten Staaten zu be . Der Vorschlag, wonach in Kriegszeiten gef . . solle, Sgypten. mit Truppen zu durchziehen, , e leb⸗ haftem Widerstande, besonders in , Kre

Zeitungs ftimmen.

Der „Nord schreibt man aus

deutschen Allgemeinen

Zeitung“ Montabaur:

Der Unterwesterwaldkreis war ich bestritt Wahlkreis des Abg. Dr. Lieber. All rd dieses j anders werden. Die Abstimmung der Milit vorlage hat dem gröoßten Theil der was sie J thun haben. rn begrũßt ihlaufruf

Amtsgerichts Rat S* luter in r ein eb guter Katholik n. treuer Unterthar Großen Ei drug auf die hiesige. durch deren andbevölker machen die jetzt erst bekann n des Pap ud besonders der Erlaß des betreffend Verbot der Betheiligung des Klerus an der Wah lag itatson gegen

Anhän iger des Septennats. Wie dasselbe Blatt mittheilt, versende bevollmächtigte des Grafen Hugo Henckel von auf Naclo, Reichs Machtgebers ein Rundschreib Es. it der 4 des ö

der General—

Donnersm .

tagswahlkreis Tarn owitz ö ö. rage seine— 061

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Kandidaten veröffentli cten Frklärun Kreises Sorau ; 1 8 Tau. Sch gl nan 2 BFE In genannten Wählern bekann

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schen Kirchẽ soweit

Septenn Ihnen ja auch beke aussprechen lassen, ich, daß dies die Katholike

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1 eẽwegen 1

Wählen Sie darum den Hrn, Fabrikbesitzer Brauer, dem auch ich meine Stimme geben werde. Graf von Brühl

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Y en Zeitung“ wird aus Mainz

berichtet: Nach einer Dr. Haffner Festmahl in ö Ueberzeugung dahin Nil . nat gestir im Abgeo 4. n, Domkapitular un wird 33. leiche Ans cCauun] ist tief ve ö timmt über Es l bek Jagt di 6] en Er rlaz wie im Intere sse des

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mißt d große Wähler ng zack der 1 Aach dem zur gegangen of 1 Der „Wies bade . Presse“ wird aus Ems ß Febrüar geschriebe Cx 2

8 365 naũ gui chen . is . Schluͤter aus Oberlahnstein den allen als Kandid at . ge stellt w wird in kirchlichen Fragen

sich ve erpflich chtet

öüähr x wal rend L tet

bier diesmal der Fall ein sichtlich der Cen irum. ra Dr. Lieber's, eines eifrigen Gegn liberaler Se ite, als der 1 acceptirt wird.

Die „Gothaische

er tung berichtet aus Saalfeld

u. d. 9. Februar:

Die Arbeiter der Stief erbrüche Gefunden Glück . Blauen Glück, haben einen Wäblaufruf erlassen, in dem es u. A. beißt: Arbeiter! wir können es nicht unterlassen, Euch in dief a Augenblick,

8.

wo so viele um eure Gu nst br * sen, zuzurufen: „Seid vorsichtig und wachsam!“ Lasset Euch durch das Geschrei de jenigen, die da meinen, mit der Ben l! gung der Mehrforderung für unser Militär auf drei Jahte alles gethan zu haben, was man von vaterlandstreuen Männern verlangen könne, nicht irre machen, sondern tretet einmüthig für das Sptennat ein, weil es, den Schuß und dig Sick erung un eres Vaterlandes, von welchen Bestrebungen ja unser Aller Wohl abhängt, ö. erböhen gilt! Tretet Mann für Mann am Tage Ter Wahl an die Une und gebet Eure Stimmen einem wahrhaf liberalen Kan didaten unseres Wahlkreises, einem Man 6 der vor J Dingen das Vaterland, das theuere, 19 neuen Kriegs verwickelungen mit bewabren belfen will, dem also der Friede und ö. nur durch d die, Erbaltu: ig desselben mögliche zer ll Entwickelung unseres Volkes am Herzen liegt.

Der „Schwäbische Merkur“ bringt folgenden Bericht aus dem X. Wahlkreise:

Nach einer am 9. 3 wie immer in Heubach glänzend ver laufenen Versammlung, in welcher Stad tschulth zeiß Wiedenhöfer und die Herren Geistlichen von Heubach und Oberböbingen patri oti n drachen hielten, ging der Fandid at mit seinem Gefolge aus Gmün nach Waldstetten, einer Burg des Centrums, Der dortige Geist— liche waltet daselbst seit 36 Jahren seines Amtes zum Segen der

Gemeinde. Die Pfarrkinder, die er jezt ein egnet, bat er cken getauft, und beim ersten Blicke muß es dem Beisucher ei Waldstetter Versammlung in die Augen fallen, daß zwischen

Pfarrer und Gemeinde ein festes Band ist, und daß der Pfarrer uubedingte n Einfluß bat Bei der letzten Wahl erbielt der 6 mẽmann 27, der nationale Kandidat 1, Volfexrarteiler 3. Sozial- demekrat 2 Stimmen. Eine Versammlung von nationaler Seite ein

ĩ en letzten 8 Jabren nicht statt, und es war für den

* * nickt leicht. dort sein en ramm vorzutragen, w

*in en Wäͤhlerschaft zu tun vergönnt war. Na hatte, prach ibm der Dr riet J j und ließ durchblicken, da nr? werde bei seinen 4

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lung der Militãrrorla ge : icin ie Pfa arrkinder .

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Schultbeiß und den Waldstetter Cicero. B nationale Männer eine Versammlung nie ve doch muß man sagen, es muß einen ein trauri wenn unsere katholischen Brüder, deren Blut Jenfessis nen auf den Schlachtfeldern zusammeng ihren nationalen Gefühlen erst dann Ausdruck Papst und ikr Pfarrer erlauben.

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Die „Karlsruher Zeitung

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beschloß, mit Rücksicht auj die rom Freiherrn vor Erklärung, er werde im Falle seiner Wiederw stimmen, in einem Aufruf die Kandidatur des

stein zu unterstützen.

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se vorgepredigte liberale Doktrin ne

logie derschleiert, deren Fadens cheinigkei ö uen vermag, und die sein gesundes Gefüh ü —x tiger vatriotischer 2 ing zerreißt. Wollte

ng d . ö Scheu vo —ͤ )

isch Re ö nung tragen, so brau

n 1 1 1 8 34 * . naus rec 1 dreiñt 8 .

gehalte ne Forder ung hin vorzuschlagen, damit

etwas abzu andeln hat, ohne daß das Gemeinwohl zu Scha

Sie braucht z. B. nur alle sieben Jahre von Neuem, wie

1374, ein Aeternatsgesetz, d. h. eine dauernde, bis zu an gesetzlicher Regelung geltende Feststellung der Friedensp

auf ein Prozent ö Bevölkerung (aber freilich nach

der jeweilig letzten Volkszählung rvorzuschlagen, unt,

auf eine siebe enjaãkrige Dauer nach Maßgabe der letzten Vol ung l del n. So macht es das Marktweib, 3 fine

rt an jedem Markttag von Neuem Ten Au re und läßt sich immer von Neuem k anden, um nicht durch Festhalten an dem einmal vereinbarten Pre ise e Tundin vom Geschaft abziñ schrecken. Wer wollte es der Kegierun g . enken, daß sie ein solches kleinliches Manöver, als ihrer nickt

cla für diese be Wa

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6 würdig, verschmäht hat, daß sie es für anständiger gehalten hat, bei der früher getroffenen Vereinbarung, bei dem Mittelwerth ö Aeternat und jährlicher Bewilligung, d. h. beim Septennat stehen zu bleiben, diesen nun aber auch als festen Preis gelten zu lassen! Wenn es dabei ju Tage getreten ist, daß die Parlaments mehrheit noch keinen Sinn für eine reelle und solide Ge chats zpraxis in der Politit, d. h. für das Stehenkleiben bei einmal vereinbarten festen Preisenꝰ hat, sondern sich das heilige Volks recht zu immer neuem Schacher um die Ber Mlle ct nicht nehmen lasen will, so wird man doch hoffen dürfen, daß das Aufdecken und Zurückweisen dieses Shea her eite eine heilsame, vells zerziehende Wirkung nicht verfehlen werde, und dadu rich auf Tie Dauer sich nützlicher erweisen werde, als wenn die Regierung auf den Schachergent ,, wäre und ihn durch unre elles Vorschlagen an kleinlicher Pfiffigkeit; überb ieten ge sucht hätte.

Das Abhande nellen ist nun aber blos die formelle Seite des Wider fende gegen die Bewilligung; sachlich getragen wird dieser Widerstand durch den hinteegexanken, die B Bewilligung der für die

Landesvertheidigung erforderlichen Mittel in Jutunft als Daumschraube

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Ende 18385 15 416, 51 1 18370 Büche

1028912, 82 ½ (1128 Bücher). An Einlagen w 85 vr handen: bis 60 ½ 50 004 Bücher (gegen 1884 4918), 5 2339 FGücher (2085), von über 150 bis 300 * 6 Bücher (1971) von 300 bis 600 MM 2605 Bücher (2412) 0

6428 Bucher (6056). Sum: na 18570 Bücher 1. Einlagen kommen der Theilnahme nach: 4165 k auf Gesellen und Ge fchaftegehulfse n, 2 423 94 Handwerks meister, 267 53571 60. (612) 1982603,A,24 S6 (1897) auf Berg⸗ und Hütten (1240) auf Dienstboten, 886541, 33 0 I78 ) n aus den handarbeitenden Klassen, 5! 964 439, 10 S (1430 wirthe, 6h 3 Hon, 3 0 (478) auf öffentliche und Privatkassen und ö 234 357,13 ½ (10986) auf sonstige Personen inkl. ca. für Kinder aus der Pfennig— Sxarkaffe.

2800 Bücher