der Opfertiere jwar jzunächst die Preise für die Schüleragone ge⸗ nommen werden sollen, ohne daß damit andere Preise aus⸗ geschlossen sein sollen, daß aber von dem Reste alle Hono⸗ zatioren der Stadt von den Rateherren bis zu den Siegern in den Preigagonen durch den Gymnastarchen ihr Stück abbekommen ollen. Als eg aber einen Landegfürsten in Pergamon nicht mehr gab, da rn f schon die harmlose Tatfache, daß ein pergameni * Gesandter, lodoros, der Sohn des Herodeg, nach erfolgreicher Tätigkeit aug Rom zurückkehrte, dazu, um der Jugend einen neuen enn. Tag, den Einzugetag des Diodoros, zu verschaffen, der dann wieder die nötigen 3. und schöne Prelse mit sich brachte. Wurde aber solch einem bellebten Manne ein Denkmal von den dankbaren Mitbürgern errichtet, dann gab es für die Jugend wieder eine festliche Denkmaglsenthüllung, bei der es an Opfer- fleisch und Vertellung von Geld oder . der Festteilnehmer nicht fehlte. Bot der offtnielle Kalender noch nicht genug Feiertage, so stand es dem Gymnastarchen immer frei, neue zu schaffen. An Gelegenheit fehlte eg nicht. Der Tag selnes Amtgantritts konnte leicht zu einem Feste mit Agonen für die Schüler ausgestaltet werben. Am Schluffe des Jahres aber machte sich ebenfalls ein fest⸗ licher Abgang besonders gut. Gab es etwa einen neuen freigiebigen Bürgermeister wie den Zosimos in Priene, so schlug die Jugend bei seinem Amttzantritt wieder einen Festtag heraus. Hatte er doch vor seiner Wahl, um die Eltern zu gewinnen, schriftlich versprochen, die Knaben und Jünglinge zu bewirten, ein BVersprechen, das er am ersten Tage seiner Amtaführung glänzend einlöste, indem er auch die Jugend in seinem Hause bel einem Glase Wein vereinigte. Ferner gab eg natürlich eine besondere schulmäßige Feier der nationalen Gedenktage. Für die Paides bestand diese zum mindesten in einem schulfrelen Tage. Für die größeren Schüler aber gab es noch eine besondere Feier der großen gear , Siegestage, ja das ganze Festjahr der altischen Epheben war eigentlich eine fort- laufende Kette von nationalen Gedenkfeiern. Sie begannen glelch am Anfang des Schuljahres, am Jahrettage der Schlacht von Marathon, mit einer Projession zum Tempel der Artemis. An ihrer Stelle er⸗ folgte in anderen Jahren eing Turnfahrt jum Schlachtfeld von Marathon, wo dann der Grabhügel der Freiheitskämpfer bekränzt wurde und ihren Manen Trankopfer dargebracht wurden. Dem zweiten großen Siegestage, dem Tage von Salamis, galten gleich . Feiern im Jahre. Einmal fuhren die Epheben alljährlsch in zwei Schiffen zum Altar des Zeus an der Küste von Salamis, um dort eln Opfer darzubringen, dann veranstalteten sie an den Munychien eine feierliche Pompe zuerst zum Peiraieus, dann von da ju Schiff um die Halbinsel Munychia herum zum Tempel der Artemis in Munychia. Auf der Prozessionsfahrt fand gerade dort, wie es scheint, wo daz Grab des Themistokles sich befand, eine Regatta statt. Die Hauptfeier des Salamistages aber bestand in einem Ausflug des gesamten Ephebenkorps nach Salamis an dem Tage, wo dort dag größte Fest gefeiert wurde. Nach der Landung schritten die attischen Epheben jusammen mit den höchsten Behörden der Insel und der ganzen Bevölkerung im Festzuge zum Altar des Ajar, um dort das Festopfer darzubringen. Dann aber maßen die attischen Jünglinge sich im Wettkampfe mit den salaminischen, veranstalteten zum Schluß eine Segel⸗ oder Ruder⸗ regatta und empfingen den Dank der Salaminier für die Verschöne⸗
rung des Festes durch ihre Teilnahme.
Land⸗ und Forstwirtschaft.
Die Bedeutung der Buchführung in der Landwirtschaft für das staatliche und soziale Leben.
Ordnung ist die Seele des Geschäftg!! Dieses Wort gilt sowohl für den Kaufmann und Geweirbtreibenden, als auch für den Landwirt. Obgleich kein Gesetz von dem Landwirt die Buchführung fordert, wie dies beim Kaufmann und Gewerbtreibenden der Fall ist, liegt es doch in seinem ureigensten Interesse, daß er oibnungs⸗ mäßig Bücher führt, aug denen die Lage seiner Ẃirtschaft und der Stand seines Vermögens ersichtlich ist; denn auch für ihn ergehen sich aus einer ordnungsmäßigen Buchführung dieselben Vorteile. Im Falle des plötzlichen Ablebens werden seine Hinterbliebenen vor Nachteilen bewahrt, sein Kredit wird erhöht. Die Buchführung unterstützt den redlichen Verkauf und Kauf des Besitztums; sie be⸗ fördert die Sicherheit und die Entschlußfähigkeit, wenn es zu ändern gibt, oder wenn es gilt, neue Erfindungen und Maschinen ju erwerhen; sie beugt unliebsamen Streitigkeiten mit Geschäftsleuten oder in Erb⸗ schaftssachen vor, und sie befähigt endlich auch den Landwirt daju, mit Erfolg gegen eine zu hohe Einschätzung zu den Steuern und Ab⸗ aben ju reklamieren. Man hat vielfach neuerdings, auch in der Presse, den Landwirten vorgeworfen, daß sie ihr steuerpflichtiges Ein⸗ kommen zu niedrig angäben. Vleser Vorwurf wird sofort beseitigt durch ordnungsmaͤßig gesührte Bücher. .
Auf des Landmann Arbeit blickt alle Welt. Ein wichtiger Schritt zur Würdigung der landwirtschaftlichen Arbeit ist eine Buch führung, durch die jede erhebliche Vrränderung in der Wirtschaftsweise, in der Benutzung des Ackers oder in der Viehhaltung aufgeklärt und in Zahlen dargestellt wird. „Dadurch, daß durch Aufzeichnen der Einnahmen und Ausgaben jedes einzelnen Zweiges der Reinertrag be⸗ kannt wird, werden zugleich auch die Vorteile und Nachtesle des einen oder des anderen Betriebes entdeckt, und es wird dadurch unbedingte Klarheit geschaffen. Derartige Aufjeichnungen geben dem Landwirt ein ganz getreued Bild von dem Erfolge seines Fleißes und machen ihm durch Zahlen klar, ob er den richtigen Weg eingeschlagen hat, ob er Febler macht, und wo der Fehler ist.“
Welche Buchführung soll der Landwirt dazu wählen? Wir melnen, daß Tabellen für ihn am leichtesten zu führen sind nach Art der „amerikanischen Buchführung“, weil dies Zeit und Arbeit spart, weil die Buchführung übersichtlich ist und jederzeit einen provisorischen Abschluß gestattet. Vor uns liegt ein Buch: Landwirtschaft⸗ liche Buchführung“ (nebst den notwendigen Tabellen) für länd⸗ liche Fortbildungsschulen, bearbeitet von P. Thiele, Lehrer in Borlas i S., mit Tabellen, entworfen vom Bücherrepisor M. Lundtke⸗ Dretden (Verlag von Ferdinand Ashelm in Berlin 19, Preis 1,50 S6), das für den angehenden Landwirt recht zweckentsprechend ist. Die Tabellen dienen nicht nur den aus denselben leicht ersichtlichen Zwecken des Gutsbetriebs, sondenn sie sollen auch die Unterlagen bieten är die Buchführung. Wer sie sorgsältig augfüllt, kann dann auch AUnspräch auf Juverlässigtest und Vollständigkeit feiner Buchführung und Steuererklärung erheben. — Wir unterlassen es, die einzelnen Tabellen näher anjuführen, und bemerken nur, daß sie dem nach—
denkenden Landwirt mit der gewöhnlichen Schulbildung keine großen Schwlerigkelten bieten werden.
Mannigfaltiges.
Berlin, 18. Juni 190.
Ihre Majestät die Kaiserin und ö hat an den Vorstand des Babischen Frauenvereins in Karlsruhe das nachstehende Schrelben gerichtet:
Es gereicht Mir zur besonderen Freude, dem Badischen Frauen⸗ verein vom Roten Kreus Meine Gluck, und Segenswünsche zu der y. seines fünfzigiährigen Bestehens senden zu können. Welche reiche
ntwicklung einer weit umfassenden Liebestätigkeit in Krieg?‘ und Friedenszeit haben diese fünf Jahrzehnte unter dem Schutz und der Leitung seiner hohen Protektorin hervorgebracht, deren un⸗ ermüdliche Hingabe, deren nie ruhende, fürsorgende, tragende und helfende Hand, deren stets auf die Lösung neuer Auf⸗ aben gerichteter Sinn dem Verein und seinen Mitgliedern m Badischen Lande Heri und Seele gewesen sind! Aber auch über die Grenjen der engeren Heimat hat der Badische Frauen ⸗Verein in vieler Hinsicht vorbildlich gewirkt und in ganz Deutschland wenden sich die Blicke der Schwestervereine dorthin, wo die schöne Feier in dankbar froher Stimmung alle Zweige seines Wirkens in enger Zu⸗ sammengehörigkeit vereinigt. Nicht ohne Wehmut wird es empfunden werden, wie viele schon in dem Krelse fehlen, der in der festlichen Stunde die verehrte Großherzogin Luise umgibt, und gewiß wird auch das mit diesen fünfzig Jahren so eng verbundene Andenken an ihre erlauchte Mutter, die Kaiserin Augusta, in treuer Erinnerung wach⸗ gerufen werden.
Meine teilnehmenden Gedanken werden aus der Ferne in Ihrer Mitte weilen mit dem herzlichen Wunsche, daß Gottes Segen, der auf der Vergangenheit geruht hat, Ihr Wirken bis in die fernste Zu⸗ kunft begleiten möge.
Neues Palait, den 15. Juni 1809. Aug uste Victoria, J. R.
Berlin, den 17. Juni. (W. T. B.) Heute früh 21 Uhr sind das Empfangsgebäude und der Güterschuppen auf Bahnhof Lautenburg abgebrannt. Die Ursache ist unbekannt.
In der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten wurde zunächst über die Errichtung von Groß markthallen verhandelt. Der Magistrat hatte für eine Großmarkthalle für Obst und Gemüse ein vom Fiskus zu erwerbendes Gelände an der ,,,, vor⸗ eschlagen, für das die Heidestraße an den Fiskus abgetreten werden ef Ein für die Angelegenheit eingesetzter Ausschuß beantragte, die Vorlage abzulehnen und der Versammlung zu empfehlen, einen vor diel Jahren gefaßten Gemeindebeschluß nunmehr auszuführen, dem- zufolge der gesamte Großhandel in Maiktwaren nach der Landsberger Allee zu verlegen sei. Die Halle sollte auf dem städtischen Gelände zwischen der Kniprode, und Paul Heyse⸗ Straße erbaut werden. Der Oberbürgermeister Kirschner trat für das Paulstraßenprojekt ein. Der Antrag des Ausschusses wurde trotzdem angenommen. — Nach Erledigung einer Reihe von Bauvorlagen, die einem Ausschuß überwiesen wurden, wurde die Sitzung wegen der vorgerückten Abendstunde vertagt. Der Vorsteher teilie mit, daß wahrscheinlich noch jwel außerordentliche Sitzungen vor Beginn der Ferien stattfinden müssen.
Die Handelshochschule Berlin hat ihr Personalverzeichnis für dag Sommerhalbjahr im Druck herausgegeben. Nach der bei⸗ gefügten vorläufigen Uebersicht ist die Zahl der Studierenden, die bei Eröffnung der Hochschule 213 betragen hatte, und im letzten Halbjahr auf 402 gestiegen war, trotz des in Berlin sonst üblichen sommerlichen Rückgangs ungefähr auf derselben Höhe geblieben (2989). Einschließ— lich der Hospitanten sowie der Hörer beträgt die Gesamtzahl aller Besucher 854. Von den 399 Studierenden sind 312 Reichs—⸗ angehörige. Weitaus die meisten von ihnen (182) sind gelernte Kaufleute mit Einjährig ⸗Freiwilligenjeugniz. Auch von den 57 Abiturienten haben 24, ohne dazu verpflichtet ju sein, Zeug⸗ nisse über bereits erfolgte kaufmännische Ausbildung bei⸗ gebracht. Die übrigen sind Lehrer, die sich zu Handelslehrern augbilden, und Studierende, die auf ausdrücklichen Beschluß des Auf⸗ nahmeausschusses immatrikuliert sind. Außerdem sind 6 Damen, von denen eine dag Lehrerinnenzeugnis besitzt, als vollberechtigte Studie⸗ rende eingeschrieben. Die Zahl der Augländer, die im ersten Halb- jahr 25 betrug, hat sich auf 87 gehoben. Von den augländischen Staaten, die Studierende an die Handelshochschule entsandt haben, steht der Zabl nach an der Spitze Oesterreich Ungarn mit 23, Ruß land mit 19 Studierenden. Auffallend hoch ist die Zahl der Studierenden aus den skandinavischen Ländern, die, wenn man den schwedisch redenden Teil Finnlands dazunimmt, 18 beträgt. Außerdem sind von aueländischen Staaten vertreten: die Schweiz, Holland, Eng⸗ land, Portugal, Rumänien, Bulgarien, Serbien, Türket, Chile, Bolivia, China und unter den Inlaͤndern fast alle Bundesstaaten und sämtliche preußischen Provinzen.
Bei der jetzigen Reisezelt sei darauf aufmerksam gemacht, daß auch in diesem Jahre von den erwachsenen Zöglingen der städtischen Blinde nanstalt eine große Anjahl Hängematten in allen Größen und im Preise von 2,50 bis 6,75 M aus bestem Material angefertigt worden ist. Der Verkauf findet in der Anstalt, Berlin, Oranienstr. 26, werktäglich von 8 —=4 Uhr statt. Auch an die Stuhlflechterei die die Anstalt betreibt, sei bei dieser Gelegenheit erinnert. Die Stühle werden auf schriftliche oder telephonische An—⸗ zeige kostenlos abgeholt und wieder zugestellt.
Der Verein deutscher Gartenkünstler wird seine dies jährige Hauptversammlung in den Tagen vom 7. big 10. August in Görlitz abhalten.
in der Form einer Kersenflamme. Die Nacht war
Die Bewohnbarkeit der Welten“, über die der Direktor Dr. F. S.
Archenhold am Sonntag, Nachmittags 5 Uhr, im großen Vorkragz⸗ saal der neuen Treptower Sternwarte einen Vortra 36 gehört zu den Fragen, die den Laien guf astronomischem Gebiet mit am lebhaftesten interessieren. Außer diesem Vortrage wird Br. Archen⸗
hold an demselben Tage, Abends 7 Uhr, über „Entstehen und Ber-
gehen der Welten und am Montag, Abends 9 Uhr, über die Planeten
Uranug und Neptun? Vorträge halten, die gemeinverständlich
und mit zahlreichen Lichtbildern ausgestattet sein werden. — Im g. Fernrohr wird tagsüber die Sonne, Abend der Planet Jupiter“
eobachtet. Außerdem stehen den Besuchern noch kleinere Fernrohre
zur Beobachtung beliebiger Himmelgzkörper frei zur Verfügung.
Ein ,, . Naturschauspiel hatte der Dampfer , der Hamburg Amerika Linie auf seiner letzten Relse nach ew Jork zu beobachten Gelegenheit. Der Kapltän Riß, der Führer des Schiffes, berichtet darüber folgende Einzelheiten: In der Nacht vom 15. auf den 16. Mai — der Dampfer befand sich unweit des Nantucket. Feuerschifff — sahen wir ein seltsames Nordlicht. Von etwa 10 Uhr Abends bis nach Mitternacht stand im Nord westen und Nordosten je ein großer heller Flock rein . Lichts ernenklar und windstill. Von den Flecken ging ein Schein aus, der bald die Stärke eines milden Mondliches, bald eine so intensive Helligkest batte, daß man auf der Kommandobrücke fast dabei lesen konnte. In den hellen Intervallen schossen Strahlenhbündel bls jum Zenit empor und vereinigten sich zu einem großen Lichtbogen. In dem Licht selbst waren Sterne von größerer Helligkeit deutlich erkennbar. Besde lecken erschienen in einer Höhe von ungefähr 400 scharf abgeschnstten. hre Lichtstrahlen sandten sie nur in der Richtung des Vertikals nach oben. Im Raum jwischen den Unterrändern der Flecken und der Kimm waren keinerlei Lichterscheinungen zu beobachten. Gleichzeitig zeigte sich im Westen häufig Wetterleuchten. Als der Dampfer gegen 2 Uhr Morgens das Nantucket, Feuerschiff passterte, war das Nordlicht im Nordwesten verschwunden, und das im Nordosten hatte sich langsam nach Osten verschoben, wo es bis zum Tageganbruch sichtbar blieb. Wenige Stunden spaͤter lief das Schiff in eine Nebel- bank hinein. Hier machten sich sofort starke magnetische Störungen am Nompaß bemeilbar. Es jeigte sich, wie durch Beobachtungen fest⸗ gestellt wurde, eine plötzliche Zunahme der östlichen Deviation um etwa 1,5 9. Als der Nebel gegen 10 Uhr Morgens verschwand, verschwanden auch die magnetischen Störungen. Wir glauben nicht ju irren, wenn wir iwischen diesen Störungen und den geschil derten Naturerscheinungen einen ursaäͤchlichen Zusammenhang veimuten.“ (Hamburger Beiträge.)
Belkow i. Pom., 18. Juni. (W. T. B.) Hler sind gest 16 Gehöfte mit 40 Gebäuden . ö
Münster in Westfalen, 18. Juni. Amtliche Meldung.
Heute vormittag 6 Uhr wurde vom D-Zug 128 Berlin — Vlissingen am südlichen Wegübergang des Bahnbofes Dülmen i. W. ein Fuhr⸗
werk mit drei Personen, einem Mann und jwel Frauen, infolge offener Wegeschranke überfahren. Die drei Personen sowie dat Pferd wurden getötet, das Fuhrwerk jertrümmert. Die Namen der Verunglückten konnten noch nicht festgestellt werden.
München, 17. Juni. (W. T B.) Selne Königliche Hoheit der Prinz Regent, bei welchem Seine Königliche Hobeit der Prinz Heinrich von Preußen für heute nachmittag seinen Besuch angesagt hatte, kam seinem hohen Gaste juvor. Er fuhr um 5 Uhr in das Hotel „Vierjahresieiten und begrüßte dort den Prinzen. Wie die Blätter melden, sind aus der Prinz Heinrich⸗ . folgende 12 Herten als Sieger hervorgegangen: Wilhelm
pel (Opel), Willy Pöge (Mercedes] Fritz Mousson (Opeh, Edward Forchheimer (Benz), Ernst Sachs (Opel), Dr. Ludwig Opel (Opel), Graf Kolowrat (Laurin und Klement), Willy Jesserun (Opel), Erich Lochner (Opel), Franz Heine (Adler), Fritz Erle (Benz). Dr. Groß (Benz). Heute früb ist Seine König. liche Hoheit der Prinz Heinrich im Automobll von hier nach Kiel abgefahren.
Friedrichshafen, 17. Juni. (W. T. B.) Die Zeppelinsche Luftschiffbaugesellschaft teilt mit: Die Blättermeldungen über Verhandlungen wegen Anlage eineg Luftschiffhafens am Süßen See bei Eisleben sind röllig aus der Luft gegriffen. Falsch sind ferner die Nachrichten über die Vergebung von Luftschiffhallen. Die Gesellschaft betont wiederholt, daß an die Auefübrung solcher Pläne so lange nicht gedacht werden kann, als nicht eine Gesellschaft gegründet ist, die den Verkehr mit Luftschiffen aufnimmt. Schließlich erklärt die Gesellschaft die Nachricht für falsch, daß der Reichtztag am 6. Jul in Friedrichshafen eintreffen wird. Die Gesellschaft kat im Hinblick auf die wichtigen Verbandlungen des Reichstags noch gar keine Ver⸗ bandlungen über den Jeithun k geführt, zu dem die Mitglieder des Reichstagtz der seinerzeit wegen des Göppinger Unfalls verschobenen Einladung des Grafen Zeppelin Folge leisten werden.
Bremen, 17. Juni. (W. T. B.) Die englischen Geist⸗ lichen trafen, von Bielefeld kommend, heute abend hier ein, wo sie vom Empfange komitee begrüßt wurden. Morgen vormittag findet eine kirchliche Feier statt, am Abend ein vom Senat gegebenes Fest⸗ mahl im Museum.
St. Peters burg, 17. Juni. (W. T. B.) In den letzten drei Tagen sind durch große Brände in Warenniederlagen der Vorstädte Waren im Werte von mehreren Millionen Rubel vernichtet worden.
(Fortsetzung des Amtlichen und Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten Beilage.)
zum Deutschen Neichsanzei
Amtliches.
Deutsches Reich.
Juni
Erste Beilage ger und Königlich Preußischen Staatsanzeiger.
Berlin, Freitag, den 18.
—
Name des Promovierten.
Vor⸗ und Zuname. Ort und gen der Geburt. Heimatort.
Reifezeugnis.
Anstalt. Datum der Ausstellung.
Studiengang.
,
nische und sonstige
einschl. der Unive ö eit des Besuchs.
täten).
Doktoringenieurpromotionen an der Grozherz oglichen Technischen Hochschule zu Darmstadt im Winterhalbjahr 1808/09.
Diplomprüfung.
Fachrichtung. Hochschule. Datum des Diploms.
Titel. Verlag bejw. Zeitschrift.
Disserta tion.
Referent und Korreferent.
Mündliche Prüfung.
Datum.
Prädikat.
Datum dez Doktor ⸗ ingenieur⸗ diploms.
Hermann Ahrle, Ems a. d. E. 19. August 1881. Landau (Pfaly.
Eugen Altmann, Moskau. 20. Juli 1881. Charlottenburg.
Königliche Industrieschule Raiserslautern. 14. Juli 1900.
Realgymnasium Charlottenburg. 12. September 1900.
Technische Hochschule Darmstadt von Herbst 1901 bis Ostern 1905.
Technische Hochschule Berlin von Herbst 1901 bis Herbst 1904 und von Herbst 1905 bis Herbst 1906.
Chemie. Darmstadt. 24. Juli 1905.
Maschineningenieurwesen.
Berlin. 8. November 19606.
persaͤure).
Ueber die Bildung und Synthese der Caroschen Säure (Monosulfo⸗
Buchdruckeret von H. Uhde,
Darmstadt. Referent:
9 ,, Professor
Staedel.
Korreferent:
Geheimer Hofrat, Professor
Dr. O. Dieffenbach. Ueber die Entwicklung und Be⸗ deutung der Kartelle in der deutschen Eisenindustrie. Buchdruckerei Berthold Levy, Berlin.
Referent: Professor Dr. Berghoff⸗Ising. Korreferent: Professor von Roeßler.
16. De 1
22. Juli 1908.
908.
zember Bestanden.
Mit Auszeichnung 28. Dejember bestanden. 1908.
27. Februar 1909.
Marktorte
Qualitat
erichte von deutschen Frucht
gering
mittel
Gejahlter Preig für 1 Doppeljentner
niedrigster
niedrigster
66.
höchster
*
niedrigster pochte
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Verkaufte Menge Doppel jentner
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Am vorigen Markttage
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I Langenau i. Wrttbg. .
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1 Landsberg a. D... Kottbus.. . Wongrowltz.
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— Braugerstẽ
22,00 26, So 27, 50 28, 40
26, 2, 26, 70 26.20 26, 80 21,00 24 80
27, 40 17, 80
18,80 18,40 18,90 19,00
18,50 19.99 18,50 18, 00
1750
14, 40 18, 90 18,090 15 50 18, 00
1900
17, 80
19, 90 18,090 18.990 19,90 19.80
Weizen. 23, 00 27,80 28, 10 28, b0 28,00 26,80 26, 90
2730
22, 00 27,70 27.00 28, 40
26, 2 26, 90 26, 20 27.00 21,00 26, 00
sternen (enthülster Spelz, Dinkel, Fesen). 27,50
Roggen.
17,80
19,00 18,80 19, 10 19,060
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27,60
18,00 19.00 19, 10 19, 10 18, 90 19, 30 19,50 19, 00 1900 20.30 19,50 18,90 19, 00
e r st e.
17,00 1480
23, oo 38. 56 28.56 38. 66 2866 36 56 27 26
2750
27, 80
18, 00 19,00 19,15 19,20 19,50 19.50 19,50 19.00 19,90 20, bo 19,50 19,10 19, 00
17.09 15, 00 1909 19,50 16, 00
1700
18 00 21, 65 0 19 18. 20 S6 15 56 26, 066
20 25 16 26
38
340 445 199 3665
750
17,80 18990 13.36
1973 2656
17,890
18. 90 18, 36
189. 40 25 66
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1 . 20 20 51. 3 r o ᷣ . 11? 19.50 20, 50 60 1200 20 00 1867 111 16,90 18,40 30 507 16,90 16,90 St. Wendel ; j . . . 3695 35 26 168 16
6 JJ ö . I Hh . . 11 . ̃ Il. Ho 26 530 .
J 19,20 — 10 193 3 K*
Chateau · Salindz ... 18.00 — .
Bemerkungen. Nie verkaufte Menge wird auf volle Doppeltentner und der Verkaufewert auf volle Mark abgerundet mitgeteilt. Der Dur itigpreis wird Gin liegender Strich (— in den Spalten für Preise hat die Bedeutung, daß der betreffende Preis nicht vorgekommen ist, 1. Punkt (.) in 26 3 sechs rn re n — * fr *
Berlin, den 18. Junl 1909.
— SFE. *
Geboren: Ein Sohn: Hrn. Rittmeister von Haeseler (Torgau). — Hrn. Leutnant von Bitz marck (Stendal) — Gine Tochter: Hrn. Hauptmann Frhrn. von Meerscheidt - Hüllessem (Charlottenburg). — Hrn. Rittmeister Fritz⸗ August Hopfen (St. Avold. Charlottenburg).
Gestorben: Hr. Landgerichtgrat Rudolf Dietz (Berlin). — 6 Marie von Kotze, geb. von Arnim (Kl. Oschersleben).
Komische Oper. Sonnabend: Demi ⸗ monde.
(Direktion: Linsemann.) Anfang 8 Uhr. Sonntag und folgende Tage: Demi⸗monde.
Ferliner Thester. Sonnabend, Abends 8 Uhr:
Theater. Ein Herbftman ver.
es Operntheater. Gura⸗Oper. Sonn⸗ ,, , von Nürnberg. Hhebbeltheater. (Königgrätzer Straße 7 / S8.)
Sonntag: Tristan und Isolde. Sonnabend: Gastspiel des Wiener Raimund⸗ Sen, Barbier von Sevilla. (Abschied der Theater. Marhscha.
Marcella Sembrich.) — — Nenes Schauspielhans. Sonnabend: Mah s. (Titelrolle: Harry Walden.) Anfang 8 Uhr.
S SSS
— . *
Thaliatheater. (Direltlon: Kren und Schönfeld.
Sonnabend, Abends 8 Uhr: Im Caßss Noblesse. Spitzbubenkomödie in 3 Aufzügen von Carl Schüler. Sonntag und folgende Tage: Im Cafs Noblesse.
Cnstspielhans. (Friedrichstraße 236) Sonn⸗ Verantwortlicher Redakteur: Schillertheater. O. (Wallnertheater,) abend, Abends 8 Uhr: Der fesche Rudi. Direktor Dr. Tyrol in Charlottenburg.
ö nan Sonnabend, Abends 8 Ubr: Der Biberpelz. Eine err, Verlag der Expedition (Heidrich) in Berlin. ammerspiele.
Diebeskomödie in vier Akten von Gerhart Haupt- mann. Ende 104 Uhr. 2142 Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlagz⸗ en, , Sonntag, ö 8 Uhr: Der Biberwpelz. Familiennachrichten. Anstalt Berlin 8W., Wilhelmstraße Nr. 32. Sonntag; Gin Etandal in Monte Carlo. Charlottenburg. Sonnabend, Abend 8 Uhr: Verlobt; Frl. Kati Heinrich mit Hrn. Oberleutnant Zehn Beilagen Ansang 8 Uhr. Madame Bonivard. Schwank in 3 Akten von Arthur Eläner (Breslau — Cassel). Alexander Bisson und Antony Marg. Ende lot Uhr. Verehelicht; Hr. Gerichtsassessor Dr. Fischer mit (einschließlich Börsen⸗Beilage und Warenzeichen Sonntag, Abends 8 Uhr: Madame Bonivard. Frl. Lijzie Grotzpietsch (Breslau). Beilage Nr. 22 A und 22 B).
Kalserliches Statistischeß Amt.
Sommerspielzeit Held⸗ Nentsches Theater spielzeit o ne, een .
Runge. Sonnabend: Gelbstern. Anfang 8 Uhr. Sonntag: Gelbstern. Anfang 8 Uhr.