Kraagiertpolder und etwa 75 ebm in den Hafen am Scherigepolder anzuführen. Bejahlung am 1. September 1911. Angebote sind spaͤtestens am 27. März 1911 an den Beamten (Ontvanger⸗ Griffier) der Polder, W. Kakebeeke in Goes, zu senden. Norwegen. 7. Aprll 1911, 2 Uhr. Königliche Waffenfabrik in Kongsberg Lieferung von: 10 000 Stück vorgearbeiteten Gewehrschäften aus Nußbaumholz, lieferbar im Juni, Juli, August d. J. Versiegelte Angebote mit der Aufschrift „Anbud paa govaerskjaefteemner“ werden im Bureau der Waffenfabrik entgegengenommen. Je ein Gremplar der Bedingungen und einer Zeichnung liegen im „Reichs⸗ anzeiger aus. Vertreter in Norwegen notwendig.
Theater und Musik. Residenztheater.
Im Residenztheater erschien gestern, freudig beg e t Feydeaus von früher her wohlbekannter Schwank ‚Fernands Ehekontrakt“, neueinstudiert, auf dem Spielplan. Das ausverkaufte Haus hallte vor Lachen über die tausend Nöte des armen Fernand wider, und stũrmischer Belfall erscholl, als er im letzten Akt sich aus diesen heraus glücklich in den Hafen der Ehe gerettet batte. Neben Herrn Alexanders unübertre ff⸗ lichein Fernand gebührt der Vertreterin der weiblichen Hauptrolle Fräulein Sermü Tollybom Leipziger Stadttheater, die als Gast die viel umworbene TLucette darftellte, befondere Anerkennung. Mit großer Gewandtheit wußte sie den leichten Konversationston festzuhalten und den fesselnden Rel der Weltdame ins rechte Licht zu setzen, ohne durch grobe Unter⸗ streichungen wirken zu wollen. Ihr Spiel war charakteristisch und doch stets dezent. Nur ihren Bewegungen fehlte eine gewisse, von ihrer Rolle untrennbare Leichtigkeit. Bie Herren Sikla. (exotischer General) und Frey (Schreiber und Coupletdichter) schufen köstliche Chargen, und das flotte Zusammenspiel der anderen Mitwirkenden trug nicht wenig zum erneuten Erfolge des alten Stückes bei.
Friedrich Wilhelmstädtisches Schauspielhaus.
Kotz eb ues alte Posse „Pagenstreiche“, die gestern auf der Bühne in der Chausseestraße aufgeführt wurde, hat nur noch den Wert einer Kuriosität, insofern als man daran ermessen konnte, wie sich ein Unterhaltungsstück zur Jugendzeit unserer Großeltern ausnahm. Sle gehört zu den vielen Stücken, die Kotzebue für den Tagesbedarf des Theaters schrieb. Das sich fortwährend wiederholende Versteck⸗ spiel des Pagen, der sich bald im Schrank, bald in der alten Stand⸗ uhr, bald hier und bald dort im Hause seines reichen Oheims ver⸗ birgt, dessen drei hübschen Töchtern den Hof macht, ihre drei unlieb⸗ famen Bewerber aus dem Wege räumt und ihnen zur Verlobung mit drei flotten Leutnants verhilft, wirkt auf, die Dauer ziemlich einförmig. So nalve Vorgänge läßt man sich heute allenfalls in der Operette gefallen, wenn eine nette Musik ihnen eine besondere Würze gibt. Immerhin schien sich die Mehrzahl der Zuschauer an dem von Woldemar Runge gut in Szene gesetzten alten Stück zu ergötzen. Den Schalk von Pagen spielte Fräulein Toni Rupprecht mit, gutem QDumor, aber doch nicht ganz übermütig genug. Als Reitknecht Stiefel, der dem Pagen bei allen tollen Streichen behilflich ist, war Herr Schmasow in seinem Element. In den anderen Rollen be⸗ währten sich die Herren Neßler, Kaufmann, Neubürger, Schmidt, die Damen Weißleder, Impekoven, Henschel, Vogel und andere.
Im Königlichen Opernhguse findet morgen, Sonnabend, die Feutsche Erslaufführung von Mala“, lyrisches Dramg in grei Akten von Paul de Choudens, Musik von R. Leoncavallo, statt. Die Besetzung der Hauptrollen lautet: Maia: Frau Kurt; Renaud: Herr NMackennan; dessen Vater: Herr Griswold; Torias; Herr Bischoff; Touifon, Simette, Freundinnen Malas: Fräulein Gates, Fräulein Pacholski; ein alter Schäfer; Herr von Schwind. Die musikalische Leitung hat der Kapellmeister Blech, die Regie führt der Oberregisseur Droescher.
Im Königlichen Schauspielhause geht, morgen Ed. von Bauernfelds Lustspiel „Bürgerlich und Romantisch“ in Szene. In den Hauptrollen sind die Damen Schramm, von Mayburg, Steinfieck und Heisler sowie die Herren Vollmer, Eggeling, Staege⸗ mann, Vallentin und Schroth beschäftigt.
Karl Frey ist in der Art des ‚„Amerikaseppl! eines der lustigsten Stücke der Schkiersfeer. In der Neuheit sind sämtliche Kräfte des Ensembles, insbesondere Taver Terofal in einer neuartigen Rolle, be⸗ schäftigt. Das Stück ist neu ausgestattet.
Friedrich Haase, der schon seit längerer Zeit leidend war, ist, wie W T. B.“ melbet, heute früh aus dem Leben geschieden. Er war am 1. Nobember 1827 in Berlin geboren, wo er eine sorgfältige Erziehung erhielt und zwei Jahre lang den Unterricht Ludwig Tiecks zur Vorbildung für die Bühne genoß, die er in Weimar im Jahre 1846 zum ersten Male betrat. Durch unabläãässige Ausdauer bestegte er die sprachlichen Hindernisse, mit denen er zu kämpfen hatte, und rasch entfaltete sich sein Talent. Schon in i (1849 — 51) nahm er eine bevorzugte Stellung ein, ebenso in Karlsruhe (1852 — 565), hierauf in München und Frankfurt a. MN. Zahlreiche Gastspiele trugen zu, seinem schnellen Bekannt- werden bei. Nachdem er sehs Winter (bis 1866) in St. Petersburg espielt hatte und 1867 —=68 als Hoftheaterdirektor in Coburg fungiert n ging er 1869 auf einige Monate zu einem Genf nach Amerika, gehörte nach feiner Rückkehr ein Jahr lang der Berliner Hofbühne an und übernahm 1870, nach Laubes Weggang, die Direktion des Leipziger Stadttheaters auf sechs Jahre. Seitdem zog er, aus⸗ schließlich Gastspiele gebend, umher, die er im Jahre 1883 unterbrach, um fich an dem in Berlin begründeten Deutschen Theater als Soztetär zu beteiligen, eine Stellung, von der er aber bereits 1884 wieder zurücktrat. Im Jahre 1898 zog er sich endgültig von der Bühne zurück und trat nur noch gelegentlich in Aufführungen bei Hof, w, Leer besonderen Wertschätzung Seiner Majestãt des Kaisers erfreute, auf. Haases arktstokratische Perfönlichkeit, die man auch in den letzten Jahren fast bei keinem außergewöhnlichen künstlerischen oder gesellschaftlichen Ereignis in Berlin vermißte, war dazu geschaffen, auch auf der Bühne elegante Typen zu verkörpern. Seine große Anziehungskraft als Darsteller be⸗ ruhte auf der originellen Auffassung, geistvollen Durcharbeitung und autznehmenden Feinheit der darzustellenden Charaktere. Zu seinen Glanzrollen gehörten der Königsleutnant“ und der alte Klingsberg, ferner der Chevalier Rocheferrier lin der Partie Piquet“), Lord Harleigh (.Sie ist wahnsinnig“), Baron Fresinau in Wicherts „Narr des Glücks“ und der Marquis von Seiglibre. Seine Erlebnisse schilderte er in ‚Was ich erlebte 1846 — 1898“ (Berlin 1898).
Mannigfaltiges. Berlin, 17. März 1911.
Die Stadtverordneten begannen in ihrer gestrigen Sitzung die zweite Beratung des Stadthaushaltetats für 1914. Der Etatsausschuß erstattete Bericht über eine ganze Reihe von ihm vorberatener Einzeletats. An seinen Vorschlägen wurde im allgemeinen wenig geändert. Im Kapitel Höheres Unter— richtswesen“ hatte der Etatsausschuß die Ausgabe von 5009 (6 für wissenschaftliche Abhandlungen in den Schulprogrammen seitens der Anstaltslehrer gestrichen. Auf Antrag des Stadtv. Hellwig wurde die Wiedereinstellung der gestrichenen Summe beschlossen. Beim Kapitel Kranken⸗ und w beantragten die Stadtv. Dr. Arons und Genossen, den Magistrat zu ersuchen, für das städtische Rettungswesen ein Kuratorium zu schaffen. Mit der Leitung des Rettungswesens ist bis jetzt Bürgermelster Dr. Reicke betraut. Nach dessen Mitteilung hat sich der Magistrat mit dieser Frage noch nicht befaßt. Er glaubte jedoch, daß der Erfüllung des gedachten Wunsches nichts im Wege stehen würde. Der Antrag wurde angenommen. — Beim Gemeindeschuletat wurde von dem Stadtv. Leid die Wiedereinsetzung verschiedener vom Etatsautschuß gestrichener Summen für Gemeindeschulbauten, sowie die Neueinstellung von vier Neubauten von Gemeindeschulen und für diese die Summe von 1 Million Mark als erste Baurate beantragt. Der Antrag wurde abgelehnt, ebenso eine Reihe zum Etat „Krankenhäuser“ von sozialdemokratischer Seite gestellter Anträge. — Ein gleiches Schicksal hatte der Antrag des Stadt. Dr. Zadeck, betreffend den Bau einer 5. städtischen Irren anstalt. — Hierauf wurde die Gtate beratung abgebrochen. Sie wird in einer außerordentlichen Sitzung am Mittwoch nächster Woche fortgesetzt werden. Auf die öffentliche folgte eine geheime Sitzung.
Ueber einen Unfall, den das Luft schiff „P. VI“ gestern ,. in Johannisthal erlitt, teilt die Direktion der Luft⸗ verkehrsgesellschaft folgendes mit: Als das Luftschiff P. VI“ gestern nachmittag um 5 Uhr aus der Ballonhalle Johannisthal zu einer Passagierfahrt herausgebracht werden sollte, setzte plötzlich eine Böe ein und drückte den Ballon gegen die Hallenwand. Da⸗ bei bekam er ein kleines Loch. Der Oberleutnant Stelling entschloß sich mit Rücksicht darauf, daß die Ballongasfüllung 14 Wochen alt war, den Ballon zu 3. der ohnedies in den nächsten Tagen nach Bitterfeld zur Neufüllung gehen sollte. Der ganze Ballon wird nach Bitterfeld versandt werden. In etwa 5s Tagen dürften die Fahrten wieder aufgenommen werden.
Die Sektion. „Hohenzollern“ des deutschen und öster⸗ reichischen Alpenvereins (Geschäftgstelle: Friedenau, Goßlerstraße ), hält ihre nächste ordentliche Sektionssitzung am 20. d. M. Abends S Uhr, in der „Ressource zur Unterhaltung“, Oranienburger Straße 18, ah. Auf der Tagesordnung steht ein Vortrag des Herrn H. Bochow: „Eine Wanderung durch Tirol ö bis zum Rosengarten“ mit Lichtbildern. Ife auch Damen, sind willkommen.
Innsbruck, 16. März. (W. T. B.) Eline aus einem Leutnant und vier Mann bestehende Patrouille, die sich zur Zsigmondy hütte in den Dolomiten begeben hatte, wird seit Montagvor⸗ mittag vermißt. Mehrere milstärische Rettungsexpeditionen waren bisher erfolglos.
London, 17. März. (W. T. B.) Wie dem „Daily Chronicle“ aus Vancouver gemeldet wird, sind in Britisch⸗Colum bia am Tulameen River . Granite Creek und Princeton Dia⸗ manten in einer Menge gefunden worden, die ihren Abbau lohnend erscheinen läßt. hach einer amtlichen Meldung weisen die Schichten, in denen sie lagern, ähnliche Formationen auf wie diejenigen in Südafrika. Alle Anzeichen sprechen dafür, daß die Gegend reich an Dia manten ist.
Paris, 17. März. (W. T. B. Wie aus Algier gemeldet wird, werden in Südalgerien drei militärische Flugfelder, nämlich Biskra, Blidah und Husseindey errichtet werden.
Brest, 17. März. (W. T. B.) Aus Paimpol wird ge— meldet: Die Fischerbarke ‚Marvonie“ ist auf der Fabrt nach Island am 10. März mit einem deutschen Schiffe zu⸗— . mengestoßen und mit ihrer aus 26 Mann bestehenden Be⸗ atzung untergegangen. — Bei Havre sind während des gestrigen Sturmes zwei Fischerboote mit fünf Mann untergegangen.
Bar⸗sur⸗Aube, 17. März. (W. T. B.) Der Gemeinde- rat von Bar⸗sur⸗Aube hat seine Entlassung eingereicht, weil die Regierung sich weigert, die We inbagugegend jenes Bezirks in das Champagnegebiet einzubeziehen. Sämtliche Gemeindevertretungen des Bezirks wollen heute diesem Beispiel folgen.
La Rochelle, 17. März. (W. T. B.) Das Unter seeboot „Loutre“, das auf der Höhe von La Pallice getaucht hatte, wurde gestern gerade in dem Augenblick von einem Fische r bort gerammt, als es wieder an die Oberfläche steigen wollte. Das Fischerboot be nachrichtigte zwei Walfischfahrer, die die Mannschaft des ‚Loutre“, die unversehrt blieb, aufnahmen. Das Leck des Unterseeboots, das an der Küste auf Grund geriet, befindet sich am Steuerbord. — Nach amtlicher Meldung ist das Unterseeboot wieder flott geworden und mit eigener Kraft nach dem Hafen zurückgekehrt.
Ochotsk, 16. März. (W. T. B.) Einer hier eingetroffenen brieflichen Meldung zufolge ist am 17. Januar die Radio telegraphenstation Petropawlowsk auf der Halhinsel Kamtschatka infolge der Explosion eines Petroleumbehälters niedergebrannt. Dabei erlitten zwei Beamte Brand⸗ wunden.
(Fortsetzung des Amtlichen und Nichtamtlichen in der Ersten,
Die morgen im Neuen König lichen Operntheater zum ersten Stammhalter“
Male in Szene gehende Bauernkomödie „Der
von
Zweiten und Dritten Beilage.)
X
Theater. Königliche Schauspiele. Sonnabend: Opern⸗
haus. 76. Abonnementsborstellung. Dienst⸗ und Frel⸗ plätze sind aufgehoben. Zum ersten Male; Mala. Uyrlsches Drama in 3 Akten von Paul de Choudens. Deutsch von Georg Droescher. Musik von R. Legn— cavallo. Mufikalische Leitung: Herr Kapellmeister Blech. Regie: Herr Oberregisseur Droescher. An— fang 73 Uhr.
Schauspielhaus. 76. Abonnementsvorstellung. Bůürgerlich und romantisch. Lustspiel in vier Aufzügen von Eduard von Bauernfeld. In Szene gesetzt von Herrn Regisseur Patry. Anfang 73 Uhr.
Neues Operntheater. Gastspiel des „Schlierseer Bauerntheaters“ (Leitung: Direktor Taver Terofah. Jum ersten Male: Der Stammhalter. Bauern—⸗ posse mit Gesang und Tanz in drei Akten von Carl Frey. Anfang 8 Uhr.
Sonntag: Opernhaus. 75. Abonnements vor stellung. (Gewöhnliche Preise. Dienst⸗ und Frei⸗ plätze sind aufgehoben. Figaros Hoch zeit. Komische Oper in 4 Akten von Wolfgang Amadeus Mozart. Text nach Beaumarchais, von Lorenzo Daponte. Deutsche Uebersetzung revidiert von H. Levi. Anfang 74 Uhr.
Schauspielhaus. 77. Ahonnementsvorstellung. Dienst⸗ und Freiplätze sind aufgehoben. Anstatt der ursprünglich angekündigten Vorstellung Goldfische“: Minna von Barnhelm oder: Das Soldaten glück. Lustspiel in fünf Aufzügen von Lessing. Anfang 71 Uhr. . .
Neues Operntheater. Gastspiel des „Schlierseer Bauerntheaters“ (Leitung: Direktor Taver Terofah. Nachmittags 33 Uhr: Der Dorfpfarrer. Bauern⸗ komödie mit Gesang und Tanz in drel Akten von PH. Schmidt. — Abend 8 Uhr: Der Stamm⸗
halter. .
Dentsches Theater. Sonnabend, Nachmittags 5 Uhr: Faust, 2. Teil.
Sonntag: Faust, 2. Teil.
Montag: Ein Sommernachtstraum.
Kammerspiele.
Sonnabend, Abends 8 Uhr: Sumurün.
Sonntag: Sumur nn.
Montag: Gawuün. ö.
Montag, den 20. März, Freitag, den 24. März, und Montag, den 27. März: König Hedipus im „Zirkils Schumann'. Vorverkauf bei A. Wertheim.
Ferliner Theater. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Bummelstudenten. Poe mit Gesang und. Tanz in fünf Bildern nach E. Pohl und H. Wilkens. Musik von Conradi. .
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Einer von unsere Leut. — Abends: Bummelstudenten.
Lessingthenter. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Glaube und Heimat. Die Tragödie eines Volkes. Drei Akte von Karl Schönherr.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Die Weber. — Abends: Glaube und Heimat.
Montag: Anatol.
Nenes Schauspielhans. Sonnabend, Abends 77 Uhr: Zum ersten Male: Wiederkehr.
Sonntag, Abends 8 Uhr: Wiederkehr.
Komische Oper. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Tiefland.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Die Fledermaus. — Abends: Die Boheme.
Montag: Hoffmanns Erzählungen.
Schillertheater. O. (Wallnerthea ter) Sonnabend, Abends 8 Uhr: Maria und Magdalena. Schauspiel in vier Akten von Paul Lindau.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Die Ehre. — Abends: Gabriello, der Fischer.
Montag: Maria und Magdnalena.
Charlottenburg. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Ein idealer Gatte. Schauspiel in vier Akten von Oskar Wilde.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Prinz Friedrich von Homburg. — Abends: Zapfenstreich.
Montag: Ein idealer Gatte.
Theater des Mesteng. (Station: Zoologischer Garten. Kantstr. 12.) Sonnabend, Abends 8 Uhr: Die lustigen Nibelungen. Burleske Operette in 3 Akten von Rideamus. Musik von Oscar Straus.
Sonntag, Nachmittags 34 Uhr: Ein Walzer⸗ traum. — Abends: Die lustigen Nibelungen.
Montag und folgende Tage: Die lustigen Nibelungen.
Custfpielhaus. (Friedrichstt. 236) Sonnabend, Abends 8 Uhr: Meyers. Schwank in drei Akten von Friedmann⸗Frederich.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Der Herr Senator. — Abends: Meyers.
Montag und folgende Tage: Meners.
Residem theater. (Direktion: Richard Alerander) Sonnabend, Abends 8 Uhr: Fernands Ehekontrakt. Schwank in driei Akten von Georges Feydeau. In deutscher Bearbeitung von Benno Facobson. (Lucette Gautier: Fräulein Herma Tolly vom Leipziger Stadttheater.)
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Der Schlaf⸗— wagenkontrolleur. — Abends: Fernands Ehe⸗ kontrakt.
Montag und folgende Tage: Fernands Ehe⸗ kontrakt.
Thaliatheater. (Direktion: Kren und Schönfeld.) Sonnabend, Abends 8 Uhr: Polnische Wirtschaft. Schwank mit Gesang und Tanz in drei Atten von Kraatz und Okonkowsky, bearbeitet von J. Kren. Gesangstexte von Alfred Schönfeld, Musik von J. Gilbert.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Eine lustige Doppelehe. — Abends: Volnische Wirtschaft.
Montag und folgende Tage: Polnische Wirt⸗ schaft.
Trianonthenter. (Georgenstraße, nahe Bahnhof Friedrichstt) Sonnabend, Abends Uhr: Hippolytes Abenteuer. Schwank in drei Akten von Nancey und Armont.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Fräulein Josette meine Frau. Abends: Hippolytes Abenteuer.
Montag und folgende Tage: Hippolytes Abenteuer.
Modernes Thenter. (Königgrãtzer Str. 7/58.) Sonnabend, Abends 8t Uhr: Der Feldherrnhügel. Schnurre in drei Akten von Roda Roda und Rößler.
Sonntag und folgende Tage: Der Feldherrn⸗ hügel.
Konzerte.
Singakademie. Sonnabend, Abends 8 Uhr: 2. Konzert von Olga Steeb (Klavier) mit dem Philharmonischen Srchester, Dirigent: Dr. Ernst Kunmald.
Saal Berhstein. Sonnabend, Abends 8 Uhr:
Zum VBesten einer Waldschule. Ernste und heitere Rezitation fremder und eigener Dichtungen von Otto Sommerstorff.
Beethonen - Saal. Sonnabend, Abends 8 Uhr: z. (letzter) Liederabend von Elena Gerhardt.
Am Klavier: Prof. Arthur Nilisch.
Blüthner⸗ Saal. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Sonatenabend von Marie Panthes und Robert Pollak.
Dirhus Schumann. Sonnabend, Abends 71 Uhr: Grande Soiree high Life. Zum ersten Male: Die größte Attraktion der Jetztzeit: Auto⸗ mobilrennen zwischen einer Dame und einem Herrn, Ueberholung im Sprung, ausgeführt von dem Brasilianer Mr. Arnaud und Wille. Georgins aus Paris. — Auftreten der Perezoff⸗ Truppe, sowie: alle übrigen Attraktionen. Um g Uhr: Der große Coup der Schmuggler.
Sonntag, Nachmittags 35 Uhr und Abends 75 Uhr: 2 große Vorstellungen. In beiden Vorstellungen: Das Automobilrennen. In beiden Vorstellungen: Der große Cour der Schmuggler.
Birkus Busch. Sonnabend, Abends 73 Uhr: Große Galanorstellung. Nordini, Muskel⸗ und Atemerperimente. Neu: The z Clacres. — Der radfahrende Bauchredner Franz Steidler. — Herr Burkhardt⸗Foottit, Schulreiter. — Gebr. Fratellinis,. urkom. Glowngz. — Herr Ernst Schumann, Freiheitsdressuren. — Um 91 Uhr: Die Ausstattungspantomime „Armin“ (Die Hermannschlacht).
Familiennachrichten.
Verlobt: Frl. Marianne von Treskow mit Hrn.
Leutnant Martin Müller (Jena — Charlottenburg). — Frl. Anna Lichtenberg mit Hrn. Oberleutnant
Kurt von Steuben (Hannover).
Verehelicht: Hr. Major Hans von Heynitz mit Frl. Christa von Weltzien (Schwerin i. M..
Gestorben: Hr. Major a. D. Cuno von Bredow⸗ Bötzow (Bötzow). — Hr. Rittmeister a. D. Erich Frhr. von Maltzahn (Wannsee) — Ir. Hauptmann a. D. Arthur Hänel von Cronenthall (Berlin) — Hr. Frhr. von Reiswitz⸗Kadeisin⸗ Wendrin (Wendrin).
Verantwortlicher Redakteur: Direktor Dr. Tyrol in Charlottenburg.
Verlag der Expedition (Heidrich) in Berlin. Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags⸗ Anstalt Berlin 8W., Wilhelmstraße Nr. 32. Zehn Beilagen (einschließlich Börsenbeilage und Warenzeichen⸗
beilage Nr. 22).
M G6.
Erste Beilage zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlich Preußischen Staatsanzeiger.
1) GEin⸗ und Ausfuhr.
Amtliches. Deutsches Reich. Handel Deutschlands mit Getreide und Mehl.
Nach Erutejahren, beginnend mit dem 1. August. Vom 1. August bis 10. März (Mengen in dr — 100 Ez).
Berlin, Freitag, den 17. März
2) Mehlausfuhr gegen Einfuhrschein.
Waren ⸗ gattung
Gesamteinfuhr
1909/10
1910/11
1908/9
Davon sofort verzollt oder zollfrei
1910/11 1909110 1908/9 ͤ
Gesamtausfuhr
1908/9
—
Davon Ausfuhr aus dem freien Verkehr
1910/1 190910 1808/9
Gattung, Ausbeuteklasse
1909 10 1908/9
2.
12
Roggen Weljen ... Malʒzgerste Andere Gerste Gerste ohne nähere Ang.
Hafer Mais
Roggenmehl x Welzenmehl .
2 148 508 1 694 903 2009 20 444 649 16 410 673 1224
8 208 22501 1 305 573 3 313i 2 b 4Alz 118 4 707 249 3
6 489
5291 124 7236 105 291 12
2) Einfuhr in den freien Verkehr nach Verzollung.
3 zöo 739 2025 925 1377 30, iz oö he 15 oö 15 il 33:
2789 440 1762 158 1270389 15 73 lh 13 a 6 9 535 oz 1 hbz god 1 Is 176 1 643 3s 16 göh hö iz z zal j zzz ze
2266 1978 8389
0753 —
. 3022162 70 1676349 370 3 013 634 10 607 86 397
2861 363 1167
1345
h 637 80 899 72 4665
763 356 614 566
3433 955 3372790 759 295
1096002
6 090106 3110323
140 366
2430 008 236 160 bo6 883
1082 560
o 992 8 ddt ö
I 8453
2017774 ibos 1166 853
11
l
2676712 155 758 840
1336114 1091 840 10723081
2038 704 8h 682
1
2
13.
4.
h 990
8
1. Klasse
3. Rogg
Roggenmehl:
, ,,, = *. 60 -= 65 v. H.) O— 65 v. H.) . .. enschrotmehl ?) ö
Weizenmehl:
Klasse (0 30 v. H.) . .. (über 30- 70 v. 83 J . . , artweizenmehl *)
) Ausbeute für jede Mühle besonders festgesetzt.
191011
1165 363 655 197 136 45) 260 gh 149 Iõ6
1 335 387 1 565 383 1 sia 155 834 43 29
5 Us
16 0]
4) Niederlageverkehr.
758 804 499 170 45 818 140 797 82 ol9
1091608 909790 5132
70 509 57 217 45 145 3815
o 8 h20 371 645 62 917 93194 57 864
1072100 S34 788 8 624 116232 63 219 40 100 9137
Warengattung
Gesamte verzollte Menge
1910/11 1909/10
1908 oh 18101 1909,10
beim unmittelbaren Eingang in den freien Verkehr 1908/09
Davon verzollt
bei der Einfuhr von
1910/11
1909/10
Niederlagen, Freibezirken usw.
1908 / 09
6 11
Warengattung
Einfuhr auf Niederlagen, in Freibezirke usw.
1910 / 11 190 / lo 1808/9
Verzollt von Nieder⸗ lagen, Frei⸗ bezirken
um. 101011
Ausfuhr von Niederlagen, Freibezirken usw.
1909/10 1908/09
Moggen⸗. Weizen Malzgerste
Roggenmehl .. Welzenmehl
l j
3 218 663 2004774 1 14 481 497 15 051 89410 1666 380 1208 6251 20 939 782 15 451 46112 3 334 961 2705 667 1 4 642 050 4067 873 3
427 241
6 639 46363
Berlin, den 16. März 191
2784 631 1752 831 1266427
15 273 i 13 915 S2? 3 536 430 ö 333 1 163 115 1 813 833
16 hz 5 ig zo olg 10 oss Gos 3 919 64s 3 443 693 1 674 655
1202 125 3 36 Sr 3 03 zg
1357 335 355
3 477 44 934 51 726
378 078 839 278 711579 262 159 903 204 489 167
393
3 355
.
434 032 1208 585 63 0h8 3 942 231
3153165
439 925
3 152
261 943 1135 067 z6 hic
2 55 ga? 263 57 dl Ao]
1425
111 651 1208848 63 047 1580151 2285 475 533 1
1629
Kaiserliches Statistisches Amt. van der Borght.
Roggen .. Weizen
Gerste
a,, m Roggenmehl .. Weizenmehl
2 863 537 3 983 76 1255 511. 1765 993
61 292
3656 145 27
263 768 2 675 524 3 136 852 1 655 241 1176 579
32 885
129
106413 1696673 1884194
531 188
761 610
1114 39 239
42 896 1012095 208 526 843 989
wie 3, Spalte 8
bis 10 173
bs zi5
9 452
I
33 944 1048787 165 338 757 243 337 081 455 4162
14569 671 549 127 728 391 304 235 170
1201
10 252
Berichte von deutsch
Marktorte
gerlng P
niedrigster .
,
Dualer
mittel
M6
Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner
höchster P 2 höchster niedrigster
.
6
höchster 16
en Fruchtmärkten.
Verkaufte
Menge
Doppelzentner
Verkaufs⸗
wert
preis für 1Doppel⸗ zentner
100.
Durchschnitts⸗
Am vorigen Markttage
Durch ⸗ schnitts. preis
16
dem
Außerdem wurden am Markttage (Spalte 1) nach überschlãglicher Schätzung verkauft Doppelzentner (Preis unbekannt)
, n n , a 2 *
= 87
9 g m n .
Goldayp ; Landsberg a. W. . Wongrowitz Breslau. Striegau . . Hirschberg i. Schl. Ratibor. . Göttingen Geldern.
Neuß. Kaufbeuren. Döbeln
Langenau Chãteau⸗Salins
Langenau Stockach.
Golday K Landsberg a. W.. Kottbus Wongrowitz . Breslau. Striegan ... Hirschberg i. Schl. 1 Göttingen Geldern.
Neuß .
Döbeln
Rastatt . . Chůteau⸗Salins
Goldap Wongrowitz. Breslau.
Striegau... . i. Schl. Göttingen = Geldern... Döbeln
Langenau ; Rastatt 3 Chůteau⸗Salins
Braugerste
18, 00
18,40 17, 10 17,50 18,80
18,80 19,50 18,50 20, 80 18,00 21,20 19,60
21.20 30. 36
13,80 15,00 13,60 12,90 13,70 13,80
16,10 14, 96 14. 60 13,70 16,06 15, 60
Kernen ¶
Weizen.
18,00 18,60 18,00 17,90 18, 80
18, SC 19,70 18 50 20,80 18,60 21,40 19,70
enthülster Spelz
21,40 20,20
1 — 18.80 13,80 18,10 18,40 19,20 18,00 19, 10 19,70 19, 50
18570 22500 ( —
21.60 2056
1420
13,80 13,90 14, 10 14,40 14,40 15, 265 15.20 15,00 14, 10
Din
18,80 19,00 19,00 18,80 19,20 18,20 19, 10 20,00 19,50
18,90 22,00
21,60 20, 560
Roggen.
14,20
kel, Fesen).
18,10 19350 19, 00 20 50
21 35
18,50
ĩ s, 16
1950 19,00