1914 / 18 p. 10 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 21 Jan 1914 18:00:01 GMT) scan diff

In der letzten Zeit gingen Nachrichten durch die Presse, die auf Er⸗ leichterung der Vieheinfuhr aus Rußland hinwirken wollten. Es ist aber unser Wunsch, die Viehproduktion nicht etwa anderen Inter⸗ gen zu opfern. Das muß bei einer etwaigen Kündigung und einem Neuabschluß der Handelsderträge berũ city ti werden. Auf einer Versammlung des Bundes der Landwirte in Martenburg beklagte sich der AFcg. von Wangenheim über das Sinken der Getreidepreise, hielt aber das Zurückdehen der Schweinepreise nicht für bedauer⸗ lich. Ein großer Teil der bäuerlichen Betriebe ist nun aber an den Schweinepreisen welt mehr, als an den Getreidepreisen interessiert. Schon bel den Erhebungen zum Zolltarif von 1902 wurde ja festgestellt, daß das größere finanzielle Interesse der Land= wirtschaft bet der Vichzucht ist. Deshalb müssen wir unsere Viehzucht sichern, und dürfen unter keinen Umständen ihre Interessen denen des Getreidebaues opfern. Rußland will Getreide⸗ zöͤlle einführen und droht auch mit dem Zurückziehen der russischen Wanderarheiter. Es versucht dadurch einen Druck auf unsere Handelspolitik auszuüben. Es will Konzessionen erlangen, die unter Umständen schwere Schädigungen für unsere Landwirt schaft herbeiführen. Dieser russische Angriff richtet sich gegen unsere Einfuhrscheine, deren Abschaffung ja der Staatssekretär zurzeit für untunlich erklärt hat. Als dieses System geschaffen wurde, da ahnte man nicht, daß wir in einzelnen Getreidearten eine stärkere Ausfuhr hahen würden. Hätte man das vorausgefehen, dann hätte man sie vielleicht nicht eingeführt. Eine Abschaffung halte auch ich zurzeit nicht für opportun. Würde man sie nur auf die Einfuhr der Ge— treideart beschränlen, für deren Ausfuhr sie erteilt ist, dann würde, da wir gerade im Osten großen Roggenuͤberschuß haben, darin doch ein Preissturz eintreten. Als Vordeugungsmaßregel könnte man der Staatsregierung empfehlen, darauf hinzuwirken, daß der Wetzenbau im Osten mehr an dle Stelle des Roggenbaues tritt. Der Gefahr, die durch das Zurückziehen der russischen Wanderarbeiter entstehen tann, kann biz zu einem gewissen Grade durch Förderung der inneren Kolonisation vorgebeugt werden. Da wir jedoch meinen, daß bei dem Vorhertschen der Agrarkonservattven in Preußen mit der inneren Kolonisation nicht in wünschenswerter Weise vorgegangen wird, so müßte hier die Reichsregierung eingreifen und vielleicht eine Gesellschaft ins Leben rufen und diese subventionieren. Ein Fehler in der inneren Kolonisation ist es, daß man immer nur Arbeiter ansiedeln will, denn das geschiht nur im Interesse des Großgrundbesitzes, der ja fast ausschließlich auf fremde Arbeiter angewiesen ist. Eine Sperrung der Grenze für russische Wanderarbeiter würde also hauptsächlich nur diese treffen. Bei Erneuerung der Handelsverträge mit Rußland müßte nun darauf gesehen werden, daß man hler nicht, nur um das Interesse des Großgrundbesitzes an den fremden Arbeitern zu wahren, das des kleinen und mittleren Besitzes preisgibt. Den Konservativen kann man es nicht glauben, daß sie es mit der inneren Kolonisation ernst nehmen, solange sie Männer an der Spitze haben, wie Herrn von Oldenburg, die ihr direkt feindlich gegenüberstehen. Auch die hohe Umfatzsteuer ist der inneren Kolonisation sehr hinderlich. Das jetzt bestehende Drittel muß deshalb noch ermäßigt werden. Eine wirklich durchgreifende und vernünftige Regelung des Fidei⸗ kommißwesens ist nicht vom preußischen Landtage, sondern lediglich vom Reich zu erwarten. Die volle Gewährung der Koalitionsfreiheit, wie sie die Sozialdemokraten wünschen, ist bei den nationalen Gegensätzen des Ostens nicht durchführbar. Man sollte aber wenigstens den Beitritt zu Verbänden den Land— arbeitern gestatten. Gegen folche Verbände, selbst gegen christ— liche, hat aber die rechte Seite eine Animosität. Ganz rn— bedenklich aber ist die Gewährung des Koalitionsrechtes an die Forstarbeiter. Diese können doch keine Ernte gefährden wie die Landarbeiter. Die Wirtschaftsfrage ist für den Kleinbauer zugleich eine soziale Frage. Viele Bauern sind schlechter gestellt als die Arbeiter. Es sollte von uns über die wirtschaftliche dage der Kleinbauern dieselbe Untersuchung veranstaltet werden, wie sie in der Schweiz veranstaltet worden ist. Wir halten im Interesse der Bauern an der jetzigen Wirtschaftspolitik fest.

Hierauf wird nach 6i/ Uhr die Fortsetzung der Beratung auf Mittwoch, 1 Uhr, vertagt.

Preustischer Landtag. Haus der Abgeordneten. J. Sitzung vom 20. Januar 1914, Vormittags 11 Uhr. (Bericht von Wolffs Telegraphischem Bureau.)

Ueber den Beginn der Sitzung ist in der gestrigen Nummer d. Bl. berichtet worden.

Das Haus setzt die zweite Beratung des Etats der landwirtschaftlichen Verwaltung und zwar zunächst die allgemeine Debatte bei dem ersten Ausgabetitel , Gehalt des Ministers“ fort.

Abg. Hoe sch (kons. ): Nach der Sturmflut von unerhörten An— griffen, die gestern der Abg. Hoff auf einen ganzen Berufsstand ge— richtet hat, ist es hoch an der Zeit, die Verhandlungen des Etats des Ministeriums für Landwirtschast wieder auf einen sachlichen Stand punkt zurückzuführen. Die bisherigen Verhandlungen haben gezeigt, daß sowohl seitens des Ministeriums wie auch seitens der praktischen Landwirte eine eifrige Tätigkeit entfaltet worden ist, um die große Aufgabe zu lösen, die uns für die Volksernährung, insbesondere auch durch die geographische Lage Deutschlands, gestellt ist. Ich gehe zunächst ein auf einen Zweig der landwirtschaftlichen Produktion, der durch gewisse Erscheinungen in der letzten Zeit in den Vordergrund der öffentlichen Diskussion gedrängt worden ist, die Tierproduktion. Auf diesem Gebiete sist eine barteipolitische Agitation erwachsen, die es geradezu zur Pflicht macht, sich mit der Frage zu beschäftigen, ob denn überhaupt, elbst unter Anwendung eines rücksichtslofen Freihandels, der deutsche Bedarf durch das Ausland gedeckt werden kann, ob es möglich ist, die anderen Produltionsländer heranzuziehen, wenn die eigene deutsche Produktien einmal nicht ausreichen sollte. Wir haben nur vier Länder, die dafür in Betracht kommen, Argentinien für Rinder, Nordamerika für Rinder und Schweine, desgleichen das kleine Dänemark und schließlich Australien für Schafe. Die Ausfuhr dieser Länder wird heute bereits zu 58 von England absorbiert, welches mit Hilfe einer seit den er Jahren desß vorigen Jahrhunderts der Landwirtschaft ab— gewendelen Politik nur noch 40 bis 50 υ seines Bedarfs produziert. Daß aus diesem Auslande ein Quantum von event. 1 1400 009 Doppel jentnern eingeführt werden könnte, daran ist gar nicht zu denken. Einmal wird es diesen Produktionsländern nicht möglich sein, Vieh in erhöhtem Maße entstehen zu lassen, wie man etwa Mauer steine sahriziert; dann aber ist es uns auch nicht möglich, die Meere so zu beherrschen, um die Zufuhr absolut sicherzustellen. Nun wird auf die kommunale Einfuhr aus diesen Läudern verwiesen, die in der letzten Zeit staitgefunden hat. Es ist aber festgestellt, daß die Belastung allein für Berlin durch die Einfuhr russischen Fleisches 150 0060 erfordert hat, die aus dem Stadtsäckel zugeschossen werden mußten. Unter teilweiser Aufhebung der Zölle und unter Gewährung einer ganz bedeutenden Vermittlergeblht sind doch nur im ganzem 6 Meilltonen Kilogramm . allen deutschen Städten, die von dieser Befugnis Gebrauch gemacht haben, aus Rußland, Holland, Frankrelch, Schweden und Italien eingeführt worden; das Ver langen, danach hat aber auch schon derart nachgelassen, daß gegenwättig an keiner Stelle mehr ein solcher Wunsch besteht. Ich stütze mich bei meinen statistischen Angaben auf die überaus sleißige Feststellung des Direktors des Berliner Statistischen Amtes, Professors Silbergleit, der von keiner Selte agrarischer Beeinflussung verdächtigt werden kann. Silbergleit konstatiert, daß zwar in einzelnen Städten ein Sinken der Preise um 10 bis 15 Pfennig pro Pfund Fleisch stattgefunden hat, aber er fügt gerechterwelse hinzu, daß damals gleichzeitig auch ein Herabgehen der Vlehpreife einsetzte; die

überwiegende Zahl der Städte jedoch hat erllärt, daß diese Eiafuhr ohne jeden Einfluß auf die Detailpreise geblieben sei, so in Breslau, Königsberg, Danzig, Plaren, Chemnitz, Leipzig, Hannover, alles Städte mit einer sehr stark konsumierenden Bevölkerung. Er resümiert, daß eine solche Einfuhr für die Kommunen überhaupt nicht zu dem Angenehmsten gehört, well sie allzu sehr geeignet set, einen alten berechtigten Erwerbsstand, die Fleischerei, unzufrieden zu machen, und andererseits der praktische Vorteil allzu gering sei. Ich berufe mich ferner auf Professor Eßle in Zürich, der auch nicht agrarisch verdächtig ist und in einer Arbeit von 1912, als die Anträge auf Zollermäßigungen vorlagen, schrieb, diese Anträge würden einen praktischen Erfolg nicht haben und nicht haben können, weil die Produktion in den betreffenden Auslandtzstaaten viel zu gering sei und weil in kürzester Zeit auch dort die Preise ebenso steigen würden wie in Deutichland, so daß die Einfuhr nicht mehr lohnend sein würde. Nach alledem müssen wir uns eingestehen, daß es ein unabänderlich feststehendes Gesez sür absehbare Zeit ist, daß wir nach unserer poritischen Lage und nach der Tage des Welt—⸗ marktes uns nur auf die Inlandsproduktion fat? können. Ich habe das Vertrauen zur Reglerung, aber auch zum Bundesrat, daß sie au unserer bewährten Heimatspolitik fürderhin festhalten werden, die unsere Produktivstände siark genug erhält, um thre großen Aufgaben zu lösen. Wenn sich für diese Heimatspolitik der Schätz= zölle in einer Zeitspanne von 12 Jahren seit den Handelsoerträgen neue Erscheinungen in einem wirtschaftlich derartig Fortgeschrittenen Volke zeigen, so müssen die Hanzeleverträge mit Verbessernngen auz— gerüstet werden, die den neuen Momenten gerecht ioerden können, die auf dem Gebiete der Industrie und der Landwirtschaft für die produktiven Stände in die Erscheinung getreten sind. Besteht denn die Aussicht, mit der inländischen Produktion den Bedarf der ständig wachsenden Bevölkerung zu decken? Wir haben gestern vom Landwirtschastsminister die erfreuliche Mit« teil'ng gehört, daß die deutsche Landwirtschaft im letzten Jahre die furchiharen Schäden, die Seuchen, Trockenbeit und andere ungünstige Umstände mit sich brachten, wieder hat ausgleichen können, so daß sich innerhalb eines einzigen Jahres die Produklton wieder vermehrt hat. Selt 1883 hat sich unser Viehbestand so bedeutend vermehrt, daß es unbegreiflich ist, wie sich in weiten Kreisen ganz falsche An— schauungen über unsere. Vlehproduktion festsetzen können. Aller— dings ist im Schafbestaude ein Verlust zu konstatieren, aber da 65 o½ο unseres ganzen Fleischbedarfs durch die Schweine gedeckt werden und unsere ganze Schafhaltung nicht mehr als 2,2 o6 für unseren Fleischbedarf ausmacht, so spricht der Verlust an Schafen, wenn er auch aus wintschaftlichen Gründen bedauerlich ist, doch gar nicht mit, wenn es sich darum handelt, die deutsche Nation mit Flefsch zu versorgen. Dazu kommt, daß wir noch eine überaus starke Aus— fuhr nach anderen Staaten hatten, die 1353 allein nach Frankreich und England bei den Schafen 1.3 Million Stück betrug. Es ist merk— würdig, daß die klaren Ausführungen des Landwirtschaftsminifters gestern von den Rednern der Volkspartei und der Sozialdemokratie so ganz mißverstanden worden sind. Als der Minister herporhob, daß mit dem Viehbestand vom 1. Dezember 1913 ein Rekord für Preußen und das Reich erzielt worden ist, erklärten die Herren gleichwohl, daß der frühere Höchststand noch nicht wieder erreicht worden sei— Ich wiederhole deshalb, daß unser Viehbesland gegenüber dem Höchst⸗ stand von 1908 noch um 1,4 Yo gesttegen ist. Ünfer Schweinebeftand ilt sogar in einem Jahre um 16,4 060 gestiegen, das ist die höchste Steigerung, die wir in einem Jahre gehabt haben; nur einmal noch waren es 17 . Es ist nun von Wert, festzustellen, was früher dem Deutschen und dem Preußen an Fleischnahrung zur Verfügung stand, und damit die letzte Statistik zu vergleichen. Daraus ergibt sich, daß im Jahre 1883 bei eimer Bevölkerung von etwa 46 Milltonen Menschen in Deuischland ungefähr 30 Kg Fleisch auf den Kopf kamen, im Jahre 1911 dagegen 50 kg ohne Fischnahrung und ohne Geflügel. Die Fleischprodüktton in Deutschland ift alfo verhältnis mäßig mehr gestiegen als die Bevölkerung. Dabei handelt es sich lediglich um Inlandsschlachtungen, die in Pceußen vorgenommen worden sind. Nun könnte der Einwand erhoben weiden, daß die Höhe der Viehbestände nicht mit den Flelschpreisen in Uebereinstimmung zu bringen sei. Da muß ich hervorheben. daß hierbei noch ganz andere Faktoren mitsprechen. Einer dieser Faktoren ist die Steigerung des Schlachtgewichtes. Unter Berücksichtigung dieses Umstandes sieht das Bild schon anders aus. Das ist jedoch nicht das Ausschlag— gebende. Das Wesentlichste sind die Früͤhschlachtungen, die von Jahr zu Jahr immer mehr vorgeschritten find. Das bewelsen am deutlichsten die Mastviehausstellungen. Während früher die Masl⸗ bullen über zwei Jahre alt sein mußten, ist diefes Alter jetzt auf LM Jahr heruntergesetzt worden. Während 1892 nur 7769 der Schweine unter ein Jahr alt waren, waren es 1907 bereits S Cg. Es könnte auch eingewendet werden, die Steigerung der Viehbestände sei ganz schön, reiche aber bei weitem noch nicht auꝛf. Da muß ich doch, bemerken, daß die Einfuhr nicht weiter gestiegen ist und die Viehbestände im Inlande eine Steigerung erfahren haben, daß es nur von wenig Wohlwoll en zeugt, wenn das nicht anerkannt werden sollte. Bei den Fleischpreisen ist zu bedenken, daß es hier eine aufsteigende und eine absteigende Kurve gibt. Diese Kurve hatte bereits früher einmal eine Höoͤhe, wie wir sie bis heute noch nicht wieder erreicht haben. Andererseits zeigte sie aber auch einen Tiefftand, der damals die Landwirtschaft aufs tiefste erschüttert hat. Vergleicht man die Preissteigerung der verschiedenen Gruppen der Industrieerzeugnisse mit derjenigen der Produkte der Landwirtschaft, so sind die Produkte der Industrie im Preise mehr gestiegen als die Produkte der Landwirischaft. In diesem Sinne kann man wohl von einer Entwertung des Geldes sprechen. Züchterisch haben wir uns vom Auslande ganz unabhängig gemacht. Bei, uns im Vaterlande sind die Quellen unserer Kraft? in diefer Beziehung zu suchen. Es ist nicht immer mit einer derartigen An⸗ spannung in der deutschen Landwirtschaft gearbeitet worden wie in den letzten 25 Jahren. Darin nimmt die Landwirtschaft teil an den Erscheinungen, die sich auf allen Gebieten des Wirlschafis— lebens zeigen. In den Jahren 1873 bis 1833 ist die Landwirtschaft stehen geblieben. Der Aufschwung, der dann kam, ist begünstigt worden durch die genossenschaftliche Arbeit. Heute vereinigen sich Groß., Mittel- und Kleinbesitz, wenn es gilt, zůchterische Arbeit zu leisten, und wenn es gilt, Hindernisse zu beseltigen, gegen die der einzelne ohnmächtig ist. Allein an Züchtervereinen haben wir jetzt in Deutschland rund 3000. Diese haben unter Anleitung der landwirtschaftlichen Vereine und der Landwirtschafts. kammern intensiv zu arbeiten gelernt. Die Kontrollvereine beobachten fortdauernd die Leistungen der Tiere. Die genossenschaftliche Vieh⸗ verwertung könnte von ungeahnter Bedeulung für alle Zukunft werden, wenn es den Kommunen gefallen sollte, mit den Biehver— e n,, ,, in Verbindung zu treten. Wenn ein einiger— maßen geregelter Absatz garantiert wäre, könnte die Viehproduktion noch ins Ungemessene gesteigert werden. Der Umfatz der Viehver— wertungsgenossenschaften ist schon jetzt außerordentlich gestiegen. Von der linken Seite wird der Roggeubau gewisserniaßen' als Ter schwarze Mann hingestellt, der die Steigerungen der Viehzucht hintanhalte. In der Tat ist die Roggenausbeute um etwa 1060 gestiegen. Aber die Anbaufläche ist nicht eiwa dauernd gestiegen. Man darf dabei nicht einfach zwei aufeinander folgende Jahre miteinander ver- gleichen. Seit dem Jahre 1907108 haben wir keine eigentliche Zu⸗ nahme, sondern ein Schwanken in der Anbaufläche. Es 9 auch nicht richtig, daß der Roggenbau vorwiegend von dem Großgrundbesitz be⸗ trieben würde. Beim Großgrundbesitz entfallen bon der gẽesamten Anbau— fläche etwa 2 o auf Roggenhau, beim Kleinbesitz aber bis zu a C69. Es ist also eine Verschiebung der Tatsachen, wenn dem Großgrundbesitz allein ein Interesse an Getreidezöllen zugeschoben wird. Zum Schutz und Nuß der östlichen Landwirtschaft müssen wir an. den Einfuhr⸗ schelnen festhalten, weil hiese Provinzen im Ssten geographisch so ungünstig gelegen sind. An eine Abschaffung der Einfuhrscheine kann nicht gedacht werden, ehe die Frage gelöst ist, wie der Getreibe— überschuß aus dem Osten nach dem Westen unseres Vaterlandes gebracht werden kann. Man hat hier die Behauptung aufgestellt, daß wir unter dem Elnfluß der letzten Handelsberträge uns von der Viehzucht mehr zum Körnerbau gewendet hätten. Dem gegenüber

muß ich einige Zahlen anführen, nach deren Anhörung jeder zugeben muß, daß ganz andere Motive vorliegen Im Jahre 1911 babe m an Viehhbeständen eima elfmal so viel wie sin Durchschnitt der?] Jahr bon 1887 bis 1910 in verseuchten Gehöften gehabt. Und an Schweinen gab es im Jahre 1911 beinahe das Zwanzsgfache in d seuchten Ghöften wie im Durchschnitt der voran zegangen. 24 Jahre. Auf Grund von Zahlen, die aus dem Zusammenhange . rissen waren, in dem ich sie in einem Vortrage erwähnt hat hat man einen Voistoß gegen mich unternehmen wollen Es muß festgestellt werden, daß in jenen Keeisen, in denen der Rübenbau stark zugenommen hat, der Piehbestand in gan; eischtecke der Weise abgenommen hat. Diese Verhältnisse finden win in * Provinz Sachsen. Im übrigen aber hat sich die ein seitige Entwicklum zur Pflanzenzucht auf die Alvengebieie beschränkt. Die Ang vor den Viehseuchen ist begreiflich, weil auf dem Viehstande has die ganze Existenz beruht, und darauf ist jene Eischeinung in dei Gebieten des Rübenbaues zum großen Teil zurückuführen. Aber h nebme keinen Anstand, zu erklären, daß diese Erscheinungen bedauerli⸗ und zu bekämpfen sind. Wenn ich in meinem Vortrage diefe al. sachen mitgeteilt hahe, so geht klar daraus hervor, daß es sich nicht um elne Vertaschung handelt, sondern daß wir mit allem Ernst und alle Energle an die Besserung dieses Zustandes herangehen wollen. Was h innere Kolonisation betrifft, so wiffen wir selbstverständlich, daß he einer wohlgepslegten und spstematisch arbeitenden Kolontsatlon ö solchen Gehieten, die für die Viebzucht prädeffiniert sind, der Vieh⸗ bestand wesentlich darch die Kolonisation wächst: darautz bat eine von uns jemals ein Hehl gemacht, und es ist eigentlich üb⸗rflüssige Arbeit, nochmals darauf hinzuwelsen, daß ein für uns tonangebender Abgeordneter, Freiherr von Wangenheim, gefagt kat, die innere Köken, sation sei die Frage dieses Jahrhunderts. Wir wollen mit aller Kraft, aber auch mit vollec Umsicht und Sachkenntnis diese Aufgabe öfen Es ist eine Tatsache, daß bei 269 Gemeinden der Anftedlungskommiffion im Osten der Rindviehbe tand durchschnittlich um 187 6, durch die Koloni⸗ satlon vermehrt ist, der Schweinebestand um 13906, der Pferdebestand un IS 060. Das erkennen wir gern an, aber während die K

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Posen, Westpreußen und P

end die Provinzen nittlich ihren Schweine aben die nichtkolonisierten Pro, eine Steigerung aufzuweisen, Westfalen um o, Hannover um 110.4 J, Schleswig-Holstein um über 200 0ö, also auch ohne Kolonisation ist eine enorm Vermehrung der Viehbestände möglich, wenn richtig wor, gegangen wird. Es muß wundernehmen, daß der sozialdemokratisch— Redner so abfällig über die Stärkung des deutschen Bauernstande sprach und sich von der inneren Kolonisation keine Vermehrung der Leistungen versprach. Vieser Standpunkt wird auch bo ausschlaggebender Seite der Sozialdemokratie im Bewußtfein der Parteiinteressen vertreten. Allerdings sagt in den sozialistlschen Mongtshesten ein Revisionist, daß man in der Partei von den deutschen Bauernstand nur eine nebelhafte Vorstellung habe, daß in zahlreichen Köpfen dank der veralteten Doktrinen viele Irrtümer fest, gehalten werden, und daß man die Leistungsfähigkeit ber bäuerlichen Landwirtschaft unterschätze und sich nach Marxsftischem Schema dabon ein viel zu pessimistisches Bild mache. Aber in einem Aufsatz über die bäuerlichen Verhältnisse Thüringens in der Julinummer Fes Organ des Landarbeiterverbandes heißt es, der Kapitalismus habe feinen Siegeszug auch auf die Landwirischaft erstreckt, immer mehr schwinde der mittlere und kleine Besitz, Besitzende und Besitzlose seien auch die Signatur der deutschen Landwirtschaft. Wäre ein Herr, der von dem immer mehr schwindenden kleinen Besitz spricht, nicht verpflichte, nur einmal einen kurzen und oberflächlichen Einblick in di Statistik zu nehmen? Er würde sehen, daß die einzige Besitz⸗ größe, die an Zahl und an Fläche zugenommen hat, in den letzten Jahren diejenige zwischen 5 und 20 ha gewesen ist, während dielenigg von 20 bis 199 le, fortwährend zurückgegangen. is. Artur Schulz hat auf dem Parteitage in Breslau programmatisch er klärt: Wir können Aber er sagt weiter, es müsse doch kolonisiert werden, denn was die Partei zu bekämpfen habe, sei der preußische und mecklenburgische Großgrundbesitz, das sei ein gefahrlicherer Gegner als der Bauer wenn die Partei den Bauernstand stärken könne auf Kosten des Groß, besttzes, so dürfe sie sich nicht davon abschrecken lassen, auch einmal guie Miene zum bösen Spiel zu machen. Als symptomatisch erklärt es der , Artur Schulz. daß die Sozialdemokratie im Wabltrcise Salj⸗ wedel- Gardelegen dem Dr. Böhme tatkräftige Stichwahlhilfe leiste. Preußen steht in seinen Leistungen keineswegs hinter den übrigen taaten zurück, die eine sehr viel günstigere Besitz verteilung im Sinne der Linken haben. Preußen hat in der kritischen Zeit von 1907 bis 1912 längst nicht den Prozentsatz an Vieh verkoren Baden, Württemberg, Bayern und Sachsen; es hat an Schweinen überhaupt keinen Verlust gehabt. Es hat aber gegenüber den iesen verlusten in anderen Teilen des Reichs von 12 ris 140,9 an Rindern und Schweinen nur einen ganz minimalen Verlust an Rindern ge— habt. Und gerade in dem kritischen Jahre 1911, als wir wahrhaflig anerkannten, daß die Viehpcoduktion mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, hat Preußen den Bundesstaaten eine wesentliche Hilfe bei der Befriedigung ihres Fleischbedarfs geboten. Eg wurden damals nicht, weniger als 2480 000 Schweine von Preuß nach den übrigen Bundesstaaten gebracht, ebenfo. 152 230! Rinder nach den in der Viehzucht viel günstiger stehenden füd— deutschen Staaten. Wir haben also in Preußen eine Ueber produktion über unseren eigenen Bedarf hingus erzielt. Die 27 Mil— lionen von Preußen exportierten Schweine sind das 57 fache der Zahl, die an Schweinen vom Ausland nach Deutschland eingeführt Jin. Die innere Kolonisation ist voller Anerkennung wert, aber die günstigere Besitzberteilung garantiert nicht unter allen ÜUmffänden die Viehzucht, es müssen auch die anderen Faktoren da sein oder erst geschaffen werden. Wenn damals die extremen Rübenbaun treibenden Krelse in der Provinz Sachsen so große Verluste am Vieh bestand hatten, so gingen auch die anderen Kreise, wie z. B. Mühl hausen i. Thür., in dem über 80 C des Bodens auf den Besitz unter 20. ha entfallen, ebenso zurück. Wollen wir die Vieh produktion steigern, so hüten wir uns vor zu weitgehender Parzellierung, Wir machen es uns zur ernsten Pflicht, mehr als bisher die Forschungẽ ergebnisse auf dem Gebiete der Viehzucht in die weiten Kreife der kleinen und kleinsten Viehhalter zu bringen. Wir erwarten dabon eine weitere Förderung unserer Viehzucht. Ferner wollen wir an der Förderung unserer Viehzucht arbeiten, indem wir unsere Futter⸗ produktion ünmer mehr ausbauen. Diese Frage hat ja auch im Landwirtschaftsministerium eine ganz besonders sorgfältige Behandlung gefunden, und wir können dem Landwirtschaftsminister dafür nur dankbar sein. Wir halten es für durchaus notwendig und be— rechtigt, daß die Einfuhr von ausländischen Futtermitteln nach und nach eingeschränkt wird. Wir sind uns ja darüber klar, daß dies nicht von heute auf morgen geschehen kann. Aber ez ist eine erfreuliche Tatsache, daß die Zahl der getrockneten Kartoffeln, die ein geeignetes Futtermittel für unsere Schweine sind, von Jahr zu Jahr stetig wächst. Die Menge der getrockneten Kartoffeln ha sich von 1910 bis 1913 verdoppelt. Doch die Wichtigkeit dieser Frage zu beurteilen, überlassen wir lieber den Sachverständigen. Es muter sebhr merkwürdig an, wenn eine Partei, die behauptet, auch die nationale Wohlfahrt zu wollen, verlangt, daß wir die Hebung der ausländischen Viehzucht fordern müßten, mit der Begründung, daß wir doch dann billige Bezuge quellen hätten. Dann ift gestern das Los der Land— arbeiter beklagt worden. Da kann ich nur sagen: unfere Arbeiter find fo ge schützt, wie es das Gesetz vorsiebt, oder sie werden in noch weit höherem Maße geschützt durch die Verpflichtungen, die den Arbeitgebern obltegen. Gegen die AÄnsicht der Sozialdemokratie spricht auch die Tatfache, daß sich Arbeitgeber jahrelang und jahrzehntelang dieselben Arbeiter gehalten haben. Der Redner der sozialdemokratischen Partei be zeichnete es als typisch, daß es unser Sport sei, harmlose Arbeiter

nd wollen den Kleinbauer nicht konservieren'.

fotzuschießen, und daß es symptomatisch wäre, daß solche Großgrund⸗ bestzer von den Geschworenen immer freigespcochen würden. Eine solche Verdächtigurg weisen wir guf Las entschiedenste zurück. Dann ist sehr vill! von einem Mangel an Fieischnahrung ge⸗ sprochen. Da muß ich sagen: wenn wir dem Arbelter auch eine möglichst reiche Fleischnabrung gönnen, so ist es doch Tatsache, daß unsere gtößten Kraftleistungen, die die deutsche und die preußische Nation auf sich genommen hat, die Kriege von 1864 bis 1870, auch nicht zum siegteichen Ende geführt worden sind von einer Bevölkerung, die bei ihrer damaligen knappen Fleischnahrung körper— Iich schwach, gelstig verkrüppelt gewesen wäre. Wir wollen aber darauf hinweisen, daß es die frühere Zeit sich angelegen sein ließ, aus weniger Rohmaterial schmackhafte und nahrhafte Nahrung zu bereiten. Die Frage hat eine große Bedeutung für unser soziales Leben, und es wäre wüunschenswert, wenn wohltätige Arbeitgeber und Unternehmer dieser Sache ihre persönlichen Bemühungen und ihr Kapital zuwenden würden. Dann möchte ich darauf aufmerksam machen, daß durch ein neues Verfahren der Roggen derartig zerkleinert wird, daß er den menschlichen Verdaunngsorganen keine Schwierigkeiten mehr bereltet. Ich hoffe, daß wir bald das Ziel exteichen zu einer vollkommen gus— reichenden Ernährung unseres deutschen Volkes zu gelangen. Wir haben die Hoffnung, daß das Zusammengehen der Behörden und der Kreise der Landwirtschaft, das erfreulichermwelse schon seit einer Reihe von Jahren besteht, auch weiter der Fall ist. Es ist und bleibt unser Bestreden, die pflanzliche und tierische Ernährung unseres Volkes zu fördern, wie es uns die Pflicht gegen unser großes Vater— land gebietet. . - K Abg. Dr. Schifferer⸗Hohenwarte (nl): Große Er— elgnisse werfen ihre Schatten voraus. Nur so ist, es zu verstehen, daß bei der Berafung des preußischen Landwirtschaftsetats mit ungewöhnlicher Breite über Fragen verhandelt wird, deren letzte Sösung doch im Reichshause am Königsplatze liegt. Es handelt sich um die künftige Ausgestaltung unserer Wirtschafts⸗ politik, daß Bestreben, an der Gestaltung unserer Handels— verträge vorbereitend mitzuwirken. Ich will mich nur auf die Be⸗ merkung beschränken, daß für die Festigung unseres Staates für die Sicherung deutschen Ansehens und deutscher Ehre die Beschaffenheit unserer Wirtschaftspolitlk nicht minder von Bedeutung ist, als die ausreichende Ausgestaltung unserer Wehrkraft. Es ist mein auf⸗ richtiger und ich glaube, auch nicht ganz aussichts oser Wunsch, daß die bürgerlichen Parteien in den Fragen unserer Wirtschaftspolitik zu einer Uebereinstimmung kommen mögen. Hierbei nehme ich die So ial⸗ demokratle aus, nicht weil ich ihr ernstes Streben nach dieser Richtung verkenne, sondern weil die Voraussetzungen, von denen sie ausgeht, von den unserigen grundverschieden sind. Ebensowenig können wir uns mit ihr auf dem Gebiete der Heeres- und Kolonialpolitik einigen. Das ergibt sich auch aus dem Programm der Sozlaldemgkratie, das auf eine Vergesellschaftung des Privateigentums, das ist auch eine Vergesellschaftung des Grund und Bodens, ausgeht. Die Sozialdemokratie hat auf dem Lande mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen, weil der Landarbeiter mit allen Fasern seines Herzens an seinem Stück Land hängt. Deshalb existiert in der sozialdemekrani— schen Wissenschaft eine Hochflut von Arbeiten, die sich mit der Agrar⸗ frage beschäftigen. Auf dem letzten Parteitage hat sie auch eine Kom— mission zum Studium der Agrarfrage ein gesttzt. Bei den bürgerli⸗ chen Parteien steht nur zur Entscheidung: Schutz zoll oder Freihandel. Der Schutzzoll ist für unser Vaterland notwendig, weil wir auf dem Weltmaikte mit anderen Völkein zu kämpfen haben, die zum Teil noch eine größere zollpolitische Rüstung angelegt hahen als wir. Die Diskussion dreht sich heute nur noch um das Maß und die Auslegung des Schutzes. Hier bestehen allerdings wichtige Meinungsvbeischiedenheiten zwischen der Mehrheit es Abgeordnetenhausez und zwischen der Mehrheit des Reichstags. Die fortschrittliche Volkspartei ist sich in dieser Frage nicht einig; wir haben uns deshalb an die autoritativen Erklärungen zu halten, die Dr. Wlemer in diesem und im vorigen Jahre abgegeben hat, die fortschrittliche Volkspartei bleibe bei dem Abbau der Zölle, Wir folgen mit unserer Auffassung dem Fürsten Bülow und nicht dem Kanzler Caprivi, dessen Handelspolitik für die Landwirtschaft eine Krisiz gebracht hat. Abg. Hoff hat gestern behauptet, daß die jetzige Witischaftspolitik für die Bauern schädlich sei, daß die Caprioische Wirtschaftspolitik für den deutschen Bauer günstiger gewesen wäre. Wäre dieser Einwand zutreffend, so wäre das in der Tat ein sehr schweres und wichtiges Argument gegen die jetzige Wirtschaftspolitit: denn der deutsche Bauer bildet das Rückgrat und die Grundlage der deutschen Landwirtschaft. In diesen Worten liegt keine Verkennung der Bedeutung des Großgrundbesitzes. Wir sind stets füt eine ge⸗ funde und vernünftige Mechung von Groß. und auderen Betrieben eingetreten. Von den 80 0 des deutschen Bodens, der auf die Land— wirtschaft entfällt, kommen fast drei Viertel auf die mittleren Be⸗ triebe. Daraus geht die ausschlaggebende Bedeutung des Bauern. standes hervor. Die mittleren Betriebe nehmen auch noch ständig zu. Durch die Zollpolitik sind die Viehzölle in der Söhe geschaffen worden, die notwendig ist, um den Bauern erst die. Rentabilität der Viehproduttion zu gewährleisten. Ich glaube, wir sind uns auch bis in die Reihen der Soziasdemolraten karüber cinig, daß wir über die Aufhebung der Vieh zölle nicht sprechen können. Die Viehzölle sind durchaus notwendig. Wr sehen in einer großzügig durchgeführten inneren Kolonisation das einzig wirt ame Mittel, um auf die Dauer den Fleischbedarf in unserem Volke zu decken und auch die Flelschpreise vom Standpunkte der Konsumenten aus erträglich zu gestalten. Aber eine solche innere Kolonisation ist wörksam nicht durchzuführen, wenn die Viehzölle aufgehoben werden. Es ist ja richtig, die Viehproduktion bleibt für den deut cken Bauer die Hauptsache. Aber die Behauptung, daß der deutsche Bauer an den Getreidezöllen nicht interessiert set, ist durchaus unzu— treffend. Ich möchte hervorheben, daß der Bauernbund in, die er Frage mit uns geht, und die Aufrechterhaltung der 8 treidezöll befürwortet. Gewiß, in der Capripischen Aerg hat eine Vermehrung der Viehhaltung stattgefunden. Aber dlese starke Vermehrung des Viehbestandes war Lurchaus natürlich und vollzog sich nach wirtschaft⸗ lichen Gesetzen. Der damalige Zolltarif von 1902 und die im Jahre 1904 abgeschlossenen Handelsverträge gaben dem deutschen Bauern

die Ueberzeugung, daß sich die Viehvroduktion wieder lohnt und er mit augemessenen Preisen rechnen konnte. Es war also ganz selbst verständlich, daß die deutschen Bauern ihren Viehbestand vermehrten. Aber nicht nur quantitativ ist in unserer Viehhaltung eine Aenderung eingetreten, sondern auch die Qualität unseres Viehes hat sich be— deutend gebessert. Jedenfalls ist nicht zu bestreiten, daß die jetzige Zollpolitik auf unsere deutsche Landwirtschaft günstig gewirkt hal Die Herren, die so energisch für den Freihandel eintreten, sollten sich doch die Erfahrung vor Augen halten, die England geinaght hat. 8 England hat der Freihandel eine geradezu beangstigende Abhangigkeit der englischen Volksernährung vom Auslande bewirkt. In 22 Jahren ist die Zahl der Bauern in England um 60 60 zurückgegangen, Das sollte auch den Herren zu denken geben, die eine Aenderung unseres bewährten Zolltarifes wünschen. Man darf die ganzen wirtschast politischen Dinge nicht einseitig betrachten, sondern man muß die jetzige Wirtschaftspolitik, insbesondere den Zolltarif, als Ganzes be trachten. Dieser Zolltarif sollte einen Ausgleich der verschiedenen wirtschaftlichen Interesfen bieten. Er war ein KRompromis zwischen der Industrie und der Landwirtschaft und in der Industrie wieder zwischen der Schwer⸗ und der sertigderarbelten den udusirie. Es kommt bei der Beurteilung nicht allein darauf an, wieviel Personen in dem betreffenden Gewerbe beschäftigt sind, sondern man inuße sich fragen, welche Gesamtinterefsen kommen hier in Betracht 66 tann kein Zweifel sein, daß unsere Landwirtschaft chan der größten Be⸗ deutung für unser ganzes Volks- und Wirtschaftsleben ist. un wird erklärt, die Einfuhrscheine schädigen die Reiche sinanzen, deshalb mi en sie abgeschafft werben. Wenn man aber die Sache im In ämmien hange mit dem Wirtschastsleben betrachtet, so lann ernstlich von einer Schädigung der Reichssinanzen nicht die Rede len, om Standpunkte des Nur⸗Konsumenten aus ist unsere. Wlrtschafte polstik als ganz unerträglich bezeichnet worden. Bei aufmerk- samer Verfolgung der Dinge muß aber festgestellt werden,

daß die Preissteigerungen eine ganz internationale und allgemeine Erscheinung sind. Wenn man dieselbe Entwicklung z B. in England siebt, dann kann man dock wirklich nicht sagen, unsere Wirtschafts« politik sei die alleinige oder auch nur die hauptsächlichste Ürsache der Teurung. Wir dütfen nicht durch Uneinigkeit unter den bürgerlichen Partelen bei den kemmenden Handelsvertragsverhanz lungen dem Aus— lande einen Riß zeigen, durch den es verfüchen wür ze, unsere wirt⸗ schafte politische Rüsiung anzugreifen. Ich und melne politischen Freunde stehen auf dem Boden des Schnnes der nationalen Ackeit, und wir halten fest an unserer bewahrten Wirtschaftspolitif. Im Lande dragßen und in der Presse darf unz nicht immer wieder vorgeworfen werden, daß wir hierin schwankend feien. Auch der Reichstag darf nicht gegen die Fraktionen des Abgeordneten— hauses ausgespielt werden, denn g in den großen Fragen, auf die es hier ankommt, sind wir ung volsstaͤndig einig. Demgegenüber bedeutet auch die etwalge Abweichung eines einzelnen nichts. Früher hat auch der Abg. v. Heydebrand es aus gesprochen, daß er an der Zuverlässigkeit der nationalliberalen Partei nicht zwekfle. Das haben wir damals mit Dank guittiert. Aber er scheint jetzt neue Bedenken bekommen zu haben. Vas klang aus seiner Etatsrede heraus. Er begründet selnen Zweifel damit, daß wir in anderen Dingen mit den Parteien der Linken zusammengegangen sind. Da könnte man mit genau demselben Rechte sagen: well die Konservatisen stellenweise mit dem Zentrum zusammengehen und das Zentrum ptogrammatisch für die Uebertragung des Reichstagswah les auf Preußen eintritt, so sind auch die Konservativen as Neichstagswahlrecht in Preußen, während sie doch in Wirklichkett das Wahlrecht so erhalten wollen, wie es ist. Derartige Kons

Jür d

struktionen soll man unterlassen, nicht aus übergroßer Empfindlichkeit denn im Polltischen Leben eignet man sich ja schon ohnedies die ent. sprechende Epidermis an sondern im Interesse der Sache und zum Wohle unseres ganzen Vaterlandes.

Ausführungen, d

nur ganz kurze Zeiträume berücksichtigen, da dann Urteile entstäͤnden. Erst wenn man die Beobachtungen auf Zeiträume erstrecke, könne man ein richtiges Bild gewinnen. Abg. Brors (Zentr): Lebhafte Klagen werden ü Verfahren bei der Verpachtung von Jagden geführt. sich empfehlen, daß die Regierung bei der Verpachtang von möglichst vorsichlig vorgeht. Auch wird darüber geflagt, Regulierung des Wildschadens viel zu wünschen übrig lasse. mit der Festsetzung der Höhe des Wildschadens viel zu ge vartet. Ich bitte den Landwirtschaftsminister, daß er hier möglie bald Abhilfe schafft. ö Abg. Dr. Pachnicke (fortschr. Volksp.): Die Ausführungen des Abg. Héesch sind für uns außerordentlich wertvoll. Er glaubts gegen uns zu jprechen. Aber seine Aeußerungen, die er getan hat, wenigstens bezüglich der Tatsachen, können wir voll und ganz unterschreiben. Wir stimmen dem Abg. Hoesch darin zu, daß sich die inländische Produktion vermehrt hat. Auch wir erblicken es als unsere Aufgabe, die heimische Produktionskraft zu mehren. Ferner empfinden wir mit Ihnen (nach rechts) Genugtuung über das Anwachsen unseres Vieh bestandes. Allerdings ist uns das Wachstum des Viehbestandes noch nicht schnell genug, denn es hält nicht Schritt mit dem Wachstum der Bevölkerung und intt der Zunahme des Verbrauchs. Von dem Ziele der Selbsterzeugung entfernen wir uns immer mehr, was die statistischen Ziffern genau beweisen. Abg. Hoesch sagte, die Futtergerste werde vielfach als malzfähige Gerste betrachtet. 1 1

J

1 Das ist eine Schmähung eines Erwerbsstandes, die man nicht recht— fertigen kann. Wenn die Zölle ni den Zweck hätten, die Preis hochzuhalten, weshalb haben Sie sie denn überhaupt eingeführt? S verurteilen die Caprivische Zollpolitik und lassen sich Entalzisungen zu— schulden kommen, sobald Ste dapon reden. Diesen Entgieisungen wollen wir entgegentreten, und wir sind dankban dafür, daß uns Abg. Hoesch in seinen Ausführungen so entgegenkam. Auch Abg. Dr. Schifferer unter stützte un sere Auffassung. Er hat die Summe gezogen aus der Entwicklung

der Dinge. Wir sind ihm dafür dankbar, daß er das gute Fazit so hübsch illustriert hat.

Warum will denn aber die nationalliberale Partei den Fürsten Bülow immer gegen den Grafen Eaprivi ausspielen? Fürst Bülew, hat sich einer Unbilligkeit schuldig gemacht, indem er gesagt hat, daß Capripi mit seinen Verträgen die deutsche Landwirtschaft ihrem Schicksale überlassen habe. Gerade unter dem Grafen Caprivi hat die Schweinezucht einen ungeheuren Aufschwung genommen. Dem Abgeordneten Schifferer stünmen wir bei, wenn er sagt, daß es nur auf das Maß des Schutzzolles ankomme. Nur ziehen wir daraus einen anderen Schluß. Wenn er darauf hinwies, daß die Bauernbevölkerung unter dem Freihandel in England zurückgegangen ist, so ist der Groß— grundbesiß daran schuld gewesen, der das Land durch die Einrichtung der schönen Jagden dem Körnerbau entzogen hat. Eng— land krankt an den feudalen Gewohnheiten des Großgrundbesitzes. Deutschland leidet unter den in die Höhe getriebenen Bodenpreisen. Nach dieser Richtung empfehlen wir etwas mehr Besonnenheit. Auch die Verteuerung der Lebensmittel hat eine Grenze. Unser Verlangen auf dem Gebiete der Zollpolitik bewegt sich in einer Reviston des Zolltarifs nach der Seile der Mittelzölle. Deutschland hat sich mit einem Schutzzoll umgeben, über dessen Höhe sich die meisten Leute gar nicht im klaren sind. Darauf ist die ungeheure Steigerung der Futtermittelpreise in der letzten Zeit zurückzuführen, was natürlich nicht ohne Einfluß auf die Vichzucht geblieben ist. In der Kommission ist ausgesprochen, daß man einer Beseitigung der Maiszölle deshalb widerstrebt, weil man in die Schutzzollpolitik keine Bresche legen will. Wenn Sie aber eine Aenderung in der Richtung einer Erhöhung wollen, dann können Sie doch ebensogut den Maiszoll ermäßigen. Der Bauernbund steht auf dem Boden der jetzigen Zollvolttik;

die Entwicklung

dahin geht, daß der Mais demselben Standpunkt stehen Re ö ebenfalls in einer Verfügung an die Bezirksregterungen ausgesprochen, daß Futtermittelzoll und die hohen Fleischpreise miteinander in engster ing stehen. Ich spreche meine Freude über den Antrag des is aus, der die Errichtung eines Instituts zur wissenschaftlichen schung der Fragen auf milchwirtschaftlichem Gebiete verlangt. Wir freuen uns darüber, daß die Zahl der kleinen und mittleren bäuerlichen Betriebe zugenommen hat. Diese Entwicklung ist uns sehr erwünscht, und wir werden sie auf jede Weise fördern. Auch wir wünschen, daß das Wildschadenrecht ssert wird im Interesse der kleinen Bauern. In den beruflichen Vertretungen der Landwirt⸗ schaft müssen die Interessen des kleinen und mittleren Besitzes weit mehr als jetzt wahrgenommen werden. Das bäuerliche Element mu ehr berücksichtigt werden. Es wird immer gesagt, der Großgrundbesttz muß Führer sein. Ich glaube, die kleinen Balle öunen ihre Angelegenheiten selber vertreten. Wir begrüßen es, daß der kleine und mittlere Betrleb sich auch im Körnerbau vervollkommnet. Wir werden den mittleren und kleinen Besitz als Träger der Viehzucht und der Volksernährung immer unterstützen. Die Vermehrung des kleinen bäuerlichen Besitzes ist die Aufgabe des zwanzigsten Jahrhunderts. Ich bitte Sie, wenn wir wiederum mit dem Antrage kommen, 100 Millionen Mark aufzuwenden für Zwecke der inneren Nolonisation, und zwar für die gesamte Monarchie, dann unterstützen Sie diesen Antrag. Für die Interessen der reußischen und deutschen Bauernschaft werden wir jederzeit auf das wärmste eintreten.

Hierauf wird die Debatte geschlossen.

Der Titel des Ministergehaltg wird bewilligt, ebenso werden die übrigen Besoldungen im Ministerium genehmigt, ohne Debaite ferner die Kapitel des Ober-Landeskulturgerichts, der Generalkommissionen und der Banktechnischen Revisoren.

Um 41½ Uhr wird die weitere Beratung des landwirt schaftlichen Etats auf Mittwoch, 1b Uhr, vertagt.

Bauwesen.

Einen Wettbewerb für Entwürfe zu einem Dienst— gebäude für die Reichsverstcherungeanstalt für Ange stellte in Berlin⸗Wilmergsdorf ichrerbt das Direttorium der Anstalt mit Frist bis zum 15. Mal d. J. unter den im Veutschen Reiche geborenen oder ansässigen Architekten aus. Es sind fünf Prelse ausgesetzt von 15 000, 10 990, 8000, 6900 und 4009 (. Der Ankauf weiterer Entwürfe bleibt vorbehalten. Dem Preitz-˖ gericht gehören u. a. an: die Professoren Dr. Jestel meyer in Deesden, Billing in., Karlsrube i. Baden. Bonatz in Stuttgart, Br. Fischer in München, Frentzen, Ge— heimer Baurat, in Aachen, Stadtbaurat Herrming in Berlin⸗Wil⸗ mertzdorf, Wirklicher Geheimer Oberbaurat Hückels in Berlin sowie die Professoren Baudireftor Schumacher in Hamburg und Geheimer Baurat Schwechten in Berlin. Die Bedingungen und die Unterlagen für diesen Wettbewerb können vom Zentralbureau der Reichs ver⸗ sicherungsanstalt für Angestellte in Berlin⸗Wilmersdorf, Hohenzollern · damm Nr. 193 bis 195, für 5 ( bezogen werden, die dem Bewerber zurückerstattet werden.

Höhe der Schneedecke in Zentimetern

am Montag, den 19. Januar 1914, um 7 Uhr Morgens. zeteilt .

Meteorologischen

Flußgebieten geordnet.)

Institut.

Uszballen g Pregel 24 1. Pr. (Pregel)

3 * Vass) .

(Nemonien) 10, Gumbinnen (Prege

8

(Narew) 23, Gorezytzen Neidenburg (Narew) ., Konitz (Brahe) 4,

erse) 12, Marienburg

2 9

3 Flüfje

Birr. k 2 auenburg i. P. (Leba)

iy r . auer Schivelbein (Rega) 8, Naugard

ischen Weichsel und Oder. steu Hammerstein (Leba) 9, Köslin 8,

Oder. Schillersdorf 4, Ratibor 5, Beuthen (Klodnitz) 8, Oppeln (Glatzer elschwerdt (Glatzer Neisse) 5, Grunwald (Glatzer Neisse) 144, Bad) (Glatzer Neisse ; isse) 33, Weigels⸗ zer Neisse) 6, Ottmachau (Glatzer Neisse) 4, Rosenberg (Stober) 12, Krietern 9. Breslau 8, Äegnitz (Katz bach) 7, Frau⸗ stadt (Landgraben) 5, Schwarmitz (Faule Obra) 5, Schwiebus (Faule Obra) 2, Grünberg 2, Krummhübel (Bober) ., a, nn ende (Bober), Wang (Bober) 109. Arnsdorf (Bober) 8, Schreiberhau (Bober) 62, Seifersdorf N. S. (Bober) 2 Görlitz (Lausitzer Neisse) 2, Muskau (Lausitzer Neisse) 1, Lebus, Ostrowo (Warth) 5, Posen Warthe) 1, Tremessen (Warthe) 9. Dusin (Warthe) 0, Samter (Warthe) 0, Glinau (Warthe) 6. Neustettin (Warthe) ., Deutsch Krone (Warthe) 3, Landsberg (Warthe) —, Angermünde (Welse) 2, Stettin 3, Pammin (Ihna) 3, Pensin (Peene) J. Kleine Flüsse zwischen Oder und Elbe. Greifswald —, Putbus , Wustrow —, Güstrow (Warnow) 0, Rostocki (Warnow) 1, Kirchdorf auf Poel Lübeck (Trave) 2, Mearienleuchte —, Eutin (Schwentine)h 1, Schleswig (Schlei) —, Flensburg 9, Lügumkloster (Brede Au) —, Westerland auf Sylt —, Wyk auf Föhr —, Husum 6, Meldorf —. 4 Elbe. . Torgau w Roßlau = Dessau (Mulde) 0, Wickersdorf (Saale) ., Neuhaus 4. R. (Saale) 88, Jena (Saale) 3, Eigenrieden (Saale) 24, 1

J

Erfurt (Hochheim) Saale) 5, Sondershausen (Saale) 3, Nordhausen (Saale) 9, Greiz (Saale) 2, Altenburg (Saale) 5, Halle (Saale) 1. Eisleben (Saale) 1, Bernburg (Saale) 1, Glauzig (Saale) —, Brocken (Saale) 53, Quedlinburg (Saale) 1, Harzgerode (Saale) 19, Zerbst Magdeburg 0, Neustrelitz (Havel) 2, Zehdenick (Havel) 2, Cottbus (Havel) ., Dahme (Havel) —, Berlin (Haveh 1, Blankenburg b. Berlin (Havel) 0, Spandau (Havel) —, Dahlem (Havel), Großbeeren (Havel) . Zehlendorf (Havel) 1, Potsdam (Havel) 0, Krüssau (Havel) —, Kyritz (Havel) —, Gardelegen (Aland) —, Waren (Elde) —, Marnitz (Elde) J, Schwerin (Elde) —, Dömitz (Elde) Lüneburg (Ilmenau) —, Neumünster (Stör) —, Bremervörde (Oste) —. Weser.

Meiningen (Werra) 20, Brotterode (Werra) 54, Schnepfenthal (Werra) 7, Witzenhausen (Werra) —, Fulda (Fulda) ., Schwarzen born (Fulda) 25, Cassel (Fulda) Mengeringhausen (Diemeh o, Driburg 1, Herford (Werre) 0, Nienburg Brocken (Aller) där Wasserleben (Aller) 2. Brauuschweig (Aller) 1, Helmsted (Aller) J, Celle (Aller) —, Munster (Aller) —, Göttingen (Aller) —, Clausthal (Aller) ., Seesen (Aller) 3, Hildesheim (Aller) 0, Hannover (Aller) —, Bremen —, Oldenburg (Hunte) 0, Elsfleth —.

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Kleine Flüsse zwischen Weser und Ems.

Jever —, Norderney ., Emden

Ems.

Gütersloh —, Münster i. W. ., Osnabrück⸗Düstrup (Haase)

Löningen (Haase) —, Schöningsdorf Rhein.

Hechingen 14, Coburg (Main) —, Frankenheim (Main) ., Geln— hausen (Main) 0, Frankfurt (Main) —, Feldberg i. Taunus (Main) 65, Wiesbaden —, Geisenheim —, Birkenfeld (Nahe) 12, Kirchberg (Nahe) 7, Schloßböckelbeim (Nahe) 0, Neukirch 31, Marburg (Lahn) Weilburg (Lahn) —, Schneifel - Forsthaus (Mosel) 35, Bitburg (Mosel) —, von der Heydt⸗Grube (Mosel) g, Trier (Mosel) 4, Kaisersesch (Mosel) —, Koblenz —, Neuwied —, Hachenburg (Sieg) Müllenbach (Sieg) 2, Cöln —, Grefeld Arnsberg (Ruhr) 9, Alt Astenberg (Ruhr) 58, Dortmund —, Essen —, Kleve —, Sch (Maas) 13, Aachen (Maas) 0.

Der Höhe von 1 em Schneedecke entsprachen: am 19. Jan. 1914 in Marggrabowa 2,X mm Schmelz ; Neidenhurg Weichsel) * wasser. Altstadt KJ Bromberg Schivelbein

ꝛ— 4 (Rega) Habelschwerd J

Rosenberg O. S. Krietern Grünberg i. Schl. Wang

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Nordhausen (Glbo Potsdam Schnepfenthal Fulda Schwarzenborn Celle Clausthal Neukirch Echneiselforsths. ANYthein) v. d. Deydt · Gru .

Meser; (Weser)