1
Die Hafermenge, welche die Halter von Einhufern in der Zeit vom 1. . *. 31. Mai 1917 einschlleßlich aus ihnen Vor—⸗ 1äten verfüttern dürfen, wird auf 6 Zentner für den Einhufer
estgesetzt ; . der Einhufer nicht während des ganzen Zeitraums ge—
balten wird, ermäßigt sich diese Menge für jeden fehlenden Tag um
e 47 Pfund. . . Die Festsetzung der Hafermenge, die in der Zeit nach dem 31. Mat 1917 an Ginhufer veifättert werden darf, bleibt vor⸗
behalten. ch en 11
Halter von Zuchtbullen dürfen bis auf welteres an jeden Zucht⸗ bullen, für den die Genehmigung der zuständigen Behörde zur Haser⸗ fütte ung erteilt ist, J Pfund für den Tag verfüttern.
Berlin, den 23. Dezember 1916.
Der Präsident des Kriegsernährungsamts. von Batocki.
Berichtigung. Im 8§ 1 Zeile 4 der Bekanntmachung vom 14. Dezember 9 x * 2 — 5 7 3 ö en ow t. 1916 über die Stempelpflicht aus ländischer. Wert⸗ papiere (Reichs⸗Gesetzbl. S. 1387, Nr. 297 des „Reichs⸗ und Staatsanzeigers“ vom 18. Dezember d. J) ist statt „Autz⸗ land“ zu setzen „Inland“. a chung. des Darlehns kassengesetzes vom 4 (RG; S. 340) wird hiermit allgemeinen Kenntnis gebracht, daß am 30. November l Darlehnskassenscheine im Betrage von 2902 000 000 M ausgegeben waren. Hiervon befanden sich 2476 851 000 9 freien Verkehr. Berlin, den 19.
a nntm
uf Grund des 8 18 Abs. August 1914
41 *
1916.
Dezember Der Reichskanzler. Im Auftrage: Dombois.
Bekanntmachung, betreffend Liquidation britischer Unterneh mungen. Auf Grund der Verordnung, betreffend ziquidation britischer Unternehmungen, vom 31. Juli 1916 (Reich s⸗Gesetzbl. S S871) habe ich in Ergänzung der Hekanntmachung vom 24. November 1916 Reichsanzeiger vom 27. November
G ¶. 1916 Nr. 279 die Liquidation der Beteiligungen der eng—
lischen Staatsangehörigen Stephan Wingrove, Reinhold Baelz, Henry Jillard und Alfred Vaughan in London gn der Fuma Spiati's Patent Aktiengesellschaft in Ber lin⸗Rummelsburg angeordnet. (Liguidator: Direktor Dr. Waldemar Frentzel in Charlottenburg, Lie tzensee⸗Ufer 10
Berlin, den 12. Dezember 1916.
Der Reichskanzler.
Im Auftrage: von Jon quisres.
—
Bekanntmachung, betreffend Liguidation britischer Unternehmungen.
Auf Grund der Verordnung, betreffend Liquidation bꝛitischer Unterne mungen, vom 31. Juli. 1916 (Reichs⸗Ge setzbl. S. 87 habe sch die Lquidation des in Deuischland befindlichen Ver⸗ mögens der Fh men N. V. Drughorresz Tra sport Co. in Rotterdam und Drughornis Rynvagrd Maatschappy in Rotterd n angeordnet. (Liquidator: Bankier Richard J. Frank in Berlin, Französische Straße 16.)
Berlin, de Dezember 1916. Der Reichskanzle
fler. Im Auftrage: von Jonquisres.
9 j 1
1 J 1 .
Bekanntmachung
über Neuregelung des S
Infolge der Neuregelung des Handels mit Besatzfischen
ziehen wir hierdurch alle bis jetzt erteilten Senehmicungen
zurück. Die neueren Bestimmungen über den Besatzfischhandel
und die Preise für Besatzfische werden in den nächsten Tagen
bekanntgegeben werden.
Berlin, den 22. Dezember 1916.
Kriegsgesellschaft für Teichfisch Verwertung m. b. H. Klee.
12 ü 5
Bekanntmachung über den Absatz von Seemuscheln. Vom 22. Dezember 1916. Auf Grund des 5 2 und 3 der Bekanntmachung über die Ueberwachung des Verkehrs mit Seemuscheln vom 2. No⸗
vember 1916 Reichs⸗Gesetzbl. S. 1243) wird folgendes be— stimmt:
8 1
die an der Schleswig⸗Holsteinischen Jeseln und an dem Nondufer der ebeteß von Hamburg und Altona
Ige
uscheln,
ordfriesiichen Ausnahme des Statgel 51 1a und Alt. werden, darf nur mit hmigung der Schleswig · Hol · NordseeMuschelvertriebsgesellschaft m. b. J. in Büsum
don Seemuscheln, die an dem Südufer der Elbe im HVamhurg und Altona sowie an der Nordseeküste von
bis Cappel (Bertrk Stade) gelandet werden, darf igung der Muscheleinkaufg. Genossenschaft e. G. m. b. H.
hur Cappel der Piese Vo schtlften finden keine Anwendung auf den Westerabsatz von Seemuscheln, die mit Genehmigung der Schleswig Holsteinischen Nord ee Muschelvertrtebsgesellschaft oder der Muscheleinkaufg. Genossen⸗ schaft e. G. m. b. H. abgesetzt werden. 82 2 * — . 22 Die Erlaubnis zum An kauf von Seemuscheln im Groß⸗ handel von Fischern wird in dem Gebiete von der bolländischen Grenze bis Cappel (Beirk Siade) sewie an der Ostsee bis zum 31. Januar 1917 für alle die je igen Personen verlängert, denen der Dendel mit Semuscheln (uf Giund der Verordnung über den Handel mlt Lebeng, und Fuftermitt'ln und zur Betampfung des Retten handels vom 24 Juni 1916 (Reichs. Gesetzbl. S 81) geslattet ißt. Dtese Erlaubnis ist jederseit sowohl allgemein als auch einzelnen Personen gegenüber widerruflich. 33 Dle U berwachungsstelle für Seemuscheln kann Ausnahmen von
3 Vorschriften werden nad 87 uwiderhandlungen gegen diese Vorschriften werden nach? der . über die U berwachung des Verkehrs mit Ser / muscheln vom 2. November 1916 (Reicht. Ges'tzbl. S. 1243) mit Gefängnis bis zu einem Jahre und mit Geldstrafe bis zu zehntausend Maik eder mit einer dieser Strafen bestraft. Neben der Strafe können die Gegenstände, auf die sich die straf— bare Handlung kene ht, eingezogen werden, ohne Unterschied, ob sie dem Täter gehören oder nicht. ‚
55 . Diese Bekanntmachung tritt mit dem Tage der Verkündung n Kraft. Berlin, den 22. Dezember 1916.
Die Ueberwachungs stelle für Seemuscheln.
von Flügge.
Die Verteilungsstelle für die Kaliindustrie hat in ihrer Sitzung vom 19. Dezember 1916 entschieden Das Kaliwerk Friedrich Franz zu Lübtheen i. Mecklbg. ist als dauernd lieferungsunfähig anzusehen, seine Beteiligungsziffer erlischt mit ersten Tage des auf die Zustellung dieser Entscheidung folgenden Monats. Berlin, den 20. Dezember 1916.
(Siegel.)
Verteilungsstelle für die K J. V.: Gante.
rar Dem
n j 1st 8 26 haft ri sri
ende Entscheidung ist der Gewerkschaft Friedrich . z ; = - ! . ö He Par rm, n, o Lübtheen in Mecklbg. am 22. Dezember 1916
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Grand der Bekanntmachur gen, del te die zwang ; und russi⸗
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scher Unternehmungen vom 1
November
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waltung angeordnet worden: = *. 1 e. a. Franjösisck Grundbesitz auf Gemarkung Lört ö . 6. Gugen Fabre, Nr. F yre, ir 1109 ! reich (3w
Grundbesitz auf Gem=
1
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Rhentners G . 8 2111 leèr, 3
Karlsruhe, Dez Großherzoaliches Freiherr
. 4 sn CM. 2. Ministerium des Innern.
von Bodman.
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Adenbure : Firma C. L. Mo ] an missionsweise überlassenen Edelsteine
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zestattet.
8d
Wir bringen 2 . Julius Leibstei
von § 1
vom 21. Dezember täglichen Bedarfs, Seife, wegen Unzuverlässi kel Leipzig, am 21. Dezember 1916. Der Rat der Stadt Leipzig.
machung. 9
Der Ignaz Trautmann Wwe. Franziska in Urloffen, Zimmern warde unterm 9. B ezember 1916 mit Obst untersagt. Offenburg, den 13. Dezember 1916. Großherzogliches Bezirksamt. Dr. Krieg.
Benannt
= . , da, e, , . e
Die von heute ab zur Ausgabe gelangende Nummer 288 des Reich s⸗Gesetzblatts enthaͤlt unter Kö . Nr. 5627 eine Bekanntmachung, betreffend Zulassung einer Ausnahme von der Ve ordnung über die Höchstpreise für
den Vorschtiften des 1 zulassen.
Benzin vom 2. Mai 1916 (Reichs Gesetzbl. S. 126), vom 20. Dezember 1916, unter
— —— — —
Nr. 5628 eine Bekannimachung, betreffend die Zuckerung
von Wein, vom 21. Dezember 1916, unter ö 3. Nr. 5629 eine Bekanntmachung, betreffend Zallerleichterung für Waren, die zur . auf fette Oele bestimmt sind, 21. Dezember 1916, unter ö . 9. . Bekannimachung, betreffend Uehergangs⸗ bestimmungen zu den 85 9 und 10 des Gesetze über den vaterländischen Hilfsdienst, vom 21. Dezember 1916. unter Nr. 5631 eine Bekanntmachung, betreffend Bestimmungen zur Ausführung des Gesetzes über den vaterländischen Hilfs⸗ diens Dezember 1916, und unter
vom 21. Dezem . 6 über Druckpapier, vom
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straße 94;
Tieberordnung vom 23 September 1916
besoldelen Beigeordnelen der Stadt Hanau Amtsdauer von zwölf Jahren bestätigt.
Staatsministerium.
Dem Geheimen Kanzleisekretär im Bureau des ministeriums Joithe ist verliehen worden.
auf die gesetzliche
t ; ĩ Staats⸗ der Titel Geheimer Kanzleiinspektor
Ministerium für Handel und Gewerbe.
Der Hütteninspektor Peschke von der Friedrichshütte O. S.
ist an das Hüttenamt in Gleiwitz versetzt worden.
Ministerium der geistlichen und angelegenheiten.
Nachbenannten wissenschaftlichen Beamten schaftlicher Institute ist das Prädikat Professor phil. Heinrich Brunswig' r Direktor in der Zentralstelle für Wis suchungen in Neubabelsberg; Dr. phil. assistent bei den Königlichen Museen Degering, Bibliothekar an Dr. phil. Heinrich Loewe,
Interrichtg⸗
öffentlicher wissen⸗ beigelegt worden: dr VL. che Unter
run ner, Direktorial⸗ in Berlin: Dr. phil. Hermann der Königlichen Bibliothek in Berlin, ĩ ! . e, Bibliothekar an der Königlichen Universitätsbibliothek in Berlin, Dr. phil. Adelf Klau tzsch, Dr. phil. Otto von Linstow und Dr. phil. Willi Koert, Landes geologen hei der Königlichen Geologischen Landesanstalt in Berlin, Dr. phil. N Maxrten und Dr. phil. Alfred Nippoldt, oren am Königlichen Meteorologisch⸗ Magnetischen Observatorium bei Potsdam, Dr. phil. Oskar Tetzlaff, Mitglied des Königlichen Statistischen Landes amts in Berlin, Dr, phil. Fritz Croner, Oberassistent am König⸗ lichen Institut für Infeltionskrantheiten „Robert Koch“ in Berlin, Dr. phil. Eri Przybyllok, Observator am Königlichen zeodätische bei Potsdam, Dr. ͤtto Warburg, wissenschaftliches Mitglied des Kaiser Wilhelm⸗Instituts für Biologie in Berlin⸗Dahlem, Privatdozent an der Königl. Friedrich Wilhelms Universität in Berlin, Dr. phil. Emil Raben? Chemiker, Assistent am Labora— torium für internationale Meeresforschung in Kiel, Dr. phil. Hartwig Klut und Dr. phil. Robert Weldert, wissenschaft⸗ Mitglieder der Königl. Landesanstalt für Wasserhygiene
) Malz en in Berlin-Dahlem,
1 ph Institut zei
iche Ul — 81
r zuth, Abteilungtz⸗ für Hygiene und Infektiontz⸗
I. phil. sorsteher am Königl. Institut
pa Aan FRoi ö mr rr -K. krankheiten in Saarbrücken.
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ür Lan wirtschaft, Do mänen und Forsten.
Kreigtierarzt Bauer in
n Hohensalza versetzt
Inin ist in die Kreistierarzt—
worden.
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rium des 6 Cc
13arz Ir 1151 8b.
isch ernannt
Wankel aus Breslau ist zum worden.
t machung.
Ich bestimme, daß die durch Bundesrats beschluß festgesetzte Deutsche Arzneitarxe 1917 mit dem 1. Januar 1917 für das Königreich Preußen in Kraft trutt. Die amtliche Ausgabe der Arzneitaxe erscheint im Verlage der Weidmannschen Buchhandlung in Berlin 8W. 68, Zimmer⸗ sie ist im Buchhandel zum Ladenpreise von 1 6
0 3 für ein Stück in Pappband zu beziehen. Ueberschreitungen der Tore unterliegen der Bestrafung nach 18 Abs. 1 Ziff. 8 der Gewerbeordnung für das Deutsche
w * 121 ) C (Fassung vom 26. Juli
Berlin, den 22
1900 Reichs⸗Gesetzbl. S. 8. fg.)
Dezember 19
Evangelischer
Krone ist das
intendenten Kra in Deutsch . ertragen worden.
. ; oe nn, ,. varr 4e 2 531 Ephoralamt der Diözese Deutsch Kir ie ül
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wem Kaulmann Stelngräber ztuhm) ist big auf weitercz jeglicher Handel es täglichen Bedarfs, ins besondere
mitteln aller Art sowie rohen Naturerzeugnisfen, Heiz⸗ nd Leuchtstoffen, aß den Verordnungen vom 23. Seytember l 24. Juni 1916 (RGBl. S.
Ihr istburg (Kreiz mit Gegenständen und Futter⸗
2 9 Lebens
) vom
zember 1916.
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, den 4. De ) randrat. von Auwers.
C. Bekanntm achun g.
g Der Firma Baag u. Ziehm, Aalräucherel in Neuwarp, ber Handel mit Wildenten auf Grund ' des §z 1 der Bundes- ü untersagt worden. die Firma hat die durch dag Verfahren verursachsen baren Auslagen, elondere die Gebühren für die im § 1 der Verordnung vor— criebene öffentliche Bekanntmachung, zu erstatten.
Ueckermünde, den 20. Dezember 1916. Der Landrat. von Heyden.
—— in.
Aichfamtliches.
Dentsche s Reich. Breuß en. Berlin, 27. Dezember 1916.
— Seine Majestät der Kaiser und König nahm am nnabendnachmittag, wie „W. T. B.“ meldet, im Reichs⸗
nzlerhause gelegentlich eines einstündigen Besuchs den Vortrag des Reichtzkanzlert entgegen.
Zum dritten Male begeht das deutsche Volk Weihnachten unter n. Donner der Geschütze. An diesem Tage, an dem es sich den Erben im Felde besonders eng verbunden fühlt und die Trennung von knen noch schmerzlicher empfindet als sonst, ist es Mir Herjens ö.
P 1 .
seit Kriegsbeginn im Felde oder in den Lajaretten der Heimat. Mit nie versagender Hingabe erfüllen sie ihre schwere Aufgabe in dem stolsen Bewußtlein, lhren berwundeten Brüdern Linderung ihrer Leiden, den Sterbenden Trost und Erquickung bringen zu dürfen.
In immer stelgendem Maße muß auf die Mitarbeit der Frauen in der Heimat zurückgegriffen werden, um die Absicht der Feinde, durch Einschlleßung und Hunger zu erreichen, waz ihr Schwert dank des Heldenmuteg unserer Brüder und Söhne nicht vermag, zu durch⸗ kreuzen. In immer steigender Zahl sind Frauen unermüdlich tätig, die wirtschaftliche und soziale Not der Bevölkerung zu lindern, in Industrie und Landwirtschaft in schwerer Arbeit die Männer zu er⸗ setzen. Sie alle sind des Dankes des Vaterlandes gewiß, nicht minder alle die, dle in stillem Heldenmut ihren Kindern in Not und Ent⸗ behrung duich fürsorgende Liebe auch den Vater ersetzen müssen.
Ihrer aller, die ob hoch oder niedrig, ob arm oder reich, dem Vaterlande dienen, gilt an dem Tage, an dem Trauer um die Heim— gegangenen, Sorge um die Kämpfenden unzähligen Frauen die Weihnachtsfreude trübt und die Herzen ernst macht, Mein heißer Dank und von Herjen kommendes Mitempfinden.
Deutschland ist unbezwingbar, wenn es einig ist und jeder nach seinen Kräften und Fählgkeiten sein Bestes dem Vaterland opfert. Deutschlandz Frauen werden in stillem Heldenmut nicht hinter den Männern zurn hen. Gott gebe ihnen Kraft und stäble ihre Herzen, bis unsere Feinde einsehen, daß alle ihre Hoffnungen an der unbeug⸗ samen Entschlofsenhtit und Vaterlandgliebe des Volkes zuschanden werden.
Ich beauftrage Sie, dlesen Erlaß in der Heimat und freiwilligen Kranker pflege im Felde zur öffentlichen Kenntnig bringen.
Tausende von ihnen pflegen
ganzen
Neues Palais, den 24. Dezember 1916. Auguste Vittoria. An den Kaiserlichen Kommissar und Milttärinspekteur der frei⸗ willigen Krankenpflege. Der amerikanische Berlin zurückgekehrt übernommen.
Botschafter James W. Gerard ist nach und hat die Leitung der Botschaft wieder
(Fortsetzung in der Ersten Beilage.)
Kriegsnachrichten.
Seit einigen Tagen wird die berichten beider Parteien kaum mehr erwähnt. Die große Sommeschlacht ist tatsächlich zu Ende. Nachdem vor über 4 Wochen die letzten Infanterievorstöße kläglich scheiterten, hat auch das Feuer der französischen und britischen Artillerie in solchem Maße nachgelassen, daß es den Verteidigern mög⸗ lich wurde, ihre Verteidigungsanlagen, die stellenweise nur gus eingetrommelten Gräben und Granattrichtern be⸗ standen, neu auszubauen. Diese vier Wochen relativer Ruhe, welche die erschöpften Angreifer dem Verteidiger notgedrungener⸗ maßen gewähren mußten, haben das Schicksal der Somme⸗ schlacht ein für allemal besiegelt. Heute ist an der ganzen Sommefront bereits wieder ein systematisch ausgebautes Grabensystem entstanden. Sogar vor den vordersten Linien ist Stacheldraht gezogen, und selbst hier liegt die Besatzung bereits in tiefen Unterständen und schußsicheren
wieder in Stollen. Damit sind alle Mühen und Opfer von 5 Monaten Sommeohffensive ollten Engländer 1
Sommefront in den Heeres—
vergeblich gebracht. Se und Franzosen nochmals den Angriff wagen, so müsfen sie wieder von vorn beginnen. Nun daß heute die Linien des Verteidigers stärker und unbezwinglicher dastehen als am L Juli, denn hinter dem ersten im Bereich des feindlichen
Feuers geschaffenen Grabenfystem erwartet mehr als
Dutzend stärkster in aller Ruhe und Sorgfalt Gegner. Wie
— 15. Sy ne . britische Offensivkra
1. 1 1
gebauter Verteidigi ordentlich geschwächt der Somme ist, geht die schöne W
1
zitte * v air Boden sogar ein
die franco 28 2 . ö allein aus de rung der letzten
Tatsa e nernar Valsache Je rbor . XVM J x 1
bei welcher der ge e Benutzung der Tanks ermöglicht hätt ihr ei Angriffshandlungen benutzt gleiche ᷣ in der Luft. Bei aufklärendem Him ziehen deutsche Kampfgeschwaber gegen Westen. Von der so laut gerühmte iglischen Ueberlegenheit im Fluawesen ist es stille geworden. Der britische Bericht vom 21. Dezember, an dem gutes Flugwetter war, muß selber vier eigene Flugzeuge als vermißt zugeben, während er nur ein einziges feindliches als zerstört melden kann. Die Sommeschlacht hat mit einem vollen Siege der deutschen Waffen
9 W.
917 1
B (W. T. B.) Im Westen wegen ungünstiger Witterung
Gefechtstätigkeit.
Auf der Ostfront nichts Wesentliches.
Die Dobrudscha ist bis auf das Gelände zwischen Macin
Isaccea vom Feinde gesäubert.
Am VDoiran⸗See vorübergehende Artillerietätigkeit.
Großes Hauptquartier, 24. Dezember. Westlicher Krieg sschauplatz.
ZJeiderseits von Wieltje im Mvernbogen griffen en g lische
A bteilungen nach starker Feuerwirkung im Morgengrauen
unsere Stellungen an; sie wurden abgewiesen. .
Auf der übrigen Front herrschte bei meist schlechtem
Wetter nur geringe Feuertätigkeit.
Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls
Prinz Leopold von Bayern. Keine besonderen Ereignisse.
Front deg Generalobersten
Erzherzog Jo seph.
In den verschneiten W aldkarpathen nahm zeitweilig im Ludowag-⸗ und Kirlibaba⸗Abschnitt das Geschützfeuer zu. Nördlich des Uz⸗Tales ging der Russe wie der zum Angriff über. Nach einem fehlgeschlagenen Vorstoß gelang es ihm, am
23. Dezember, Abends.
nur
und
(W. T.
—
B.
ursnis, den deutschen Frauen einen Gruß zu senden.
Heeresgruppe bes Generalfeldmarschalls von Mackensen. — Durch die Operationen der Dohrudscha⸗Armee ist der Teind in den Norbwestzipfel des Landes gebrängt worden. Das nördliche Donau⸗Ufer beiderseits Tul cea liegt unter dem
—
Feuer unserer Geschütze.
Mazedonische Front.
Zwischen Wardar und Dojran⸗See lag starkes englisches Feuer auf den deutschen und bulgarischen Stellungen; in den Abendstunden angreifende Bataillone wurden blutig abgewiesen.
Der Erste Generalquartiermeister. Ludendorff.
N
Berlin, 24. Dezember, Abends. (W. T. B) An der West⸗ und Östfront im allgemeinen ruhiger Tag. In der Dobrudscha ist Isaccea genommen. Bei ilcea hält das Feuer an. In Mazedonien nichts Be⸗
8
Hauptquartier, 25. Dezember. (B. T. B.)
Westlich er Kriegs schauplatz.
Im Wytschaete Bo gen zeitweilig starker Artillerie⸗ kampf; bei den übrigen Armeen ging die Gefechtstätigkeit über das gewöhnliche Maß nicht hinaus.
Die Nacht verlief in den meisten Abschnitten still.
Oestlich er Kriegs schauplaß.
Front des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern.
z lau wiesen österreichisch⸗ungarische
ere russische Vorstöße ab.
Front des Generalobersten Erzherzog Joseph.
Im Gebiet der Cimbroslawa Wk. warfen unsere das Vorfeld beherrschenden Patrouillen mehrfach russische Streifab⸗ teilungen zurück. Nördlich von Sos mezoe im Oitoz⸗ Tale zwang unser Abwehrfeuer zweimal angreifende Russen, zurückzuweichen.
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen. In der Großen Walachei haben sich neue Kämpfe entwickelt. Die Dobrudscha-Armee nahm Isaccea und steht im Angriff aus den Brückenkopf von Macin.
6 . Vorpo
Mazedonische Front. Nichts Wesentliches. Der Erste Generalquartiermeister. Ludendorff.
̃ . )
Abends. B. keine größeren
Berlin, 25. Dezember, z Osten
Im Westen und handlungen.
In Rumänien Fortschritte.
An Mazedonischer Front nichts Wesentliches.
Kampf⸗
Großes Hauptquartier, 26. Dezember. (W. T. B) Westlicher Kriegsschauplatz. In einzelnen Abschnitten der YJpernfrant, beiderseits des Kanals von La Bassée ind westlich von Lens nahm die Artillexietätigkeit zu. Vor stöße starker englischer Patrouillen sind mehrfach abgewiesen worden.
Oestlicher Kriegssch auplatz. Front des Generalfeldmarschall Prinz Leopold von Bayern.
Am unteren Stochod war die russische Artillerie rühriger als sonst. Nordwestlich von Luck brachte eine Unternehmung deutscher Abteilungen 16 Gefangene ein.
Front des Generalobe
Erzherzog Jos der Ludowa⸗Höhe Geschützfeuer
Une L.
ö. in den Waldkarpathen zeitweilig starles . Reagarg⸗Tal, südlich von Dorna Watra, scheiterte ein Vorstoß russischer Streif⸗
714 111 abteilun
2
des Generalfel dmarschalls von Mackensen.
Bei den Kämpfen in der Groß⸗Walachischen Ebene und am Rande des Gebirges südlich von Rimnicul⸗Sarat sind in den letzten Tagen 5500 Ruffen gefangen genommen worden.
Gestern stürn zugeteilten
bewährte deutsche Divisionen ingarischen Bataillonen
sti (an der Bahn Buzau
TJeits anschließende stark verschanzte
Russen.
mit
Stellung en der
Erfolgreiche Patrouillenvorstõ
nordwestlich von Mo nastir.
heftiges Artilleriefeuer.
Der Erste Generalquartiermeister. Ludendorff.
Berlin, 26. Dezember, Abends. (B. T. B) Auf dem Nordufer der Som me zeitweises starkes Feuer.
Sonst im West en und Osten nichts Wesentliches.
In der Großen Wala chei ist der Russe aus mehreren
Stellungen geworfen worden.
In Mazedonien herrscht Ruhe.
Oesterreichisch⸗ ungarischer Bericht. Wien, 23. Dezember. W. T. B) Amtlich wird gemeldet: Oestlicher Kriegsschauplatz Im Mesticanesci-Abschnitt haben österreichischꝛunga⸗
Höhentamm des Magyaros sich festzusetzen.
rische Truppen mehrere russische Vorstöße abgewiesen.