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aufnahme abgeschlessen ist. Sie ist notwendig, das werden Sie mir zugeben, wenn ich Ihnen sage, daß in einem Kreise, der augenblicklich kontrolliert wird, bis jetzt 50 Tonnen Getreide auch nach der Be⸗ stande aufnahme erfaßt sind. (Hört, hört! links) Man erwartet, daß sich diese Menge auf 1000 Tonnen steigert. Aus einem andern Kreise, welcher auch jetzt revidiert wird, liegen ähnliche Meldungen vor. Wir können auf diese Mengen absolut nicht verzichten. (Sehr richtig! links) Ich würde meine Pflicht versäumen, wenn ich diese Mengen nicht ergreifen wollte, und wenn in einzel nen Fällen Härten vorkommen, so wird sich der Betreffende, der nicht rechtzeitig angege⸗ ben und abgeliefert hat, das selbst zuschreiben müssen.
Der Abgeordnete Hoesch hat den Zu ckerpreis und die Maß⸗ nahmen bemängelt, welche für die kommende Zuckerproduktion getroffen sind. Namentlich hat er den Preis von 3 SC für den Zentner Zuckerrüben bemängelt. Widerspruch rechts) Ich gebe zu, daß die Bestimmung, welche eine größere Abgabe von Zucker an die Produzenten in Aussicht stellt, etwas spät herausgekommen ist. Das ist sehr zu bedauern. Es wäre erwünscht gewesen, wenn es früher geschehen wäre.
Ich komme jetzt auf unsere Futternot und die Folgen, die sich daraus für unser Wirtschaftsleben ergeben haben, zunächst auf die von dem Herrn Abgeordneten Hoesch bemängelte Abgabe eines Ersatzfuttermittels zum Preise von 3000 4 für die Tonne. Ich weiß nicht recht, was für ein Ersatzfuttermittel das gewesen ist. Aber die Schaffung von Ersatzfuttermitteln war bei unserer katastrophalen Mißernte in Futtermitteln eine absolute Notwendigkeit. Wenn Sie wissen, daß wir für unsere Heeresverwaltung 30 Millionen Zentner Kartoffeln für Pferdefutter haben zur Verfügung stellen müssen (Hört, hörth. weil eben nicht genug Kraftfutter da war, und daß wir den vandwirten für den Rest des Wirtschaftsjahres ab 2. November nur 2 Pfund pro Kopf und Tag für die Ackerpferde haben zur Verfügung stellen können, so ist das doch nicht aus Mutwillen geschehen, sondern weil die bittere Notwendigkeit borhanden ist. Es haben nicht einmal die landwirtschaftlichen Pferde in Landkreisen versorgt werden können, deren Besitzer nicht über eigen gebauten Hafer verfügt. Es ist eben nicht das Rötige dagewesen.
Nun hat der Herr Abgeordnete Hoesch den Haferpreis außer⸗
oidentlich bemängelt und gesagt, er wäre niedriger als alle andern Getreidepreise festgesetzt, zu einem Preise, zu dem er nicht anzubauen wäre. Demgegenüber weise ich darauf hin, daß die Preise für sämtliche Getreidearten einheitlich festgesetzt waren, daß für Hafer und Gerste kas ganze Jahr hindurch von ber neuen Ernte an eine Frühdrusch⸗ prämie von 60 A1 festgesetzt war — also länger als für Roggen — und daß schließlich für den Heereshafer 400 4 pro Tonne gezahlt wurden. Ich weiß daher nicht, worauf sich die Behauptung gründet, kEaß der Haferpreis niedriger gesetzt ist wie für alle andern Getreide⸗ frũchte. Meine Herren, ich gehe zu unserer Viehwi rtschaft über. Gs ist ja leider Tatsache, daß wir in unsere Viehbestände sehr weit haben hineingreifen müssen. Der Anfang dieser weiten Eingriffe liegt in der Zeit vor einem Jahre, als die Fleischration verdoppelt wurde. Die normale Abnutzung unserer Vie hbestände beträgt jährlich ungefähr 18 bis 20 36, also vierteljährlich 45 bis 5 3. Durch die Erhöhung ber Fleischration vor einem Jahre mußte dieser Prozentsatz der Ab— mit ung auf 8 R erhöht werden. Damit wurde ein großer Teil der— jenigen Rinder derzehhrt, welche in der nächsten Periode hättem an— gefleischt werden sollen. Daraus ergibt sich zuerst das Sinken des Schlachtgewichts. Infolge unserer Futternot ist nun das Schlacht— gewicht dauernd weiter gefunken. Sowohl dieser Eingriff vor einem Jahre, wie die diesjährige schwere Futternot hat allerdings unsere Vie hbestände auf einen Stand gebracht, der kaum noch den Anforde⸗ rungen der Fleischwersorgung im jetzigen Umfange gewachsen ist. Wir müssen jetzt zur Deckung des Bedarfs 73 des Rindviehbestandes vierteljährlich aufbringen. Eine gewisse Erleichterung für die nächste Umlageperiode hat dadurch geschaffen werden können, daß seitens der HDeeresverwaltung 300 000 Rinder aus besetzten Gebieten zur Ver⸗ fügung gestellt worden sind.
Meine Herren, die Schweineabschlachtung ist auch ein Gebot der Notwendigkeit gewesen. Herr Abgeordneter Hoesch hat besagt: Wir hätten in Schweinen gepraßt. Meine Herren, es war die HDerabsetzung der Schweinebestände, wenn wir unsere Kartoffeln und unsere Brotgetreideversorgung nicht aufs ernsteste gefährden wollten, eine absolute Notwenidgkeit. (Sehr richtigh Das ist auch von einem großen Teil der Landwirtschaft selbst anerkannt worden. Der Herr Abgeordnete Voesch hat gesagt, man könnte es dem kleinen Landwirt nicht als eine gwße Sünde auslegen, wenn er sein notleidendes Vieh mit Brotgetreide fütterte. Ja, meine Herren, gewiß, dieser Gesichts⸗ punkt ist auch maßgebend gewesen, um einer weiteren Verfütte rung des Brotgetreides an die Schweine vorzubeugen. Unsere Kartoffel—⸗ bersorgung würde zweifellos noch in viel geringerem Maße gesichert sein, wenn wir diese Schweine nicht abgeschlachtet hätten.
Nun hat der Herr Abgeordnete Hoesch von dem armen Arbeits manne gesprochen, dem zwei Ferkel enteignet sind und Her jetzt sich alsbald hätte wieder gwei Ferkel kaufen müssen zu einem derhältnis⸗ mäßig höheren Preise. Es wäre mir interessant, in diesem einzelnen Falle Genaueres zu erfahren. Meine Herren, die Anordnung, welche von mir als preußischem Staatskommissar bezüglich der Ferkel⸗ abscklachtung erlassen ist, ist vom 15. Januar datiert. Da ist gesagt worden: es follten die Ferkel, die Anstellferkel und auch diejenigen HDausschlachtungsschweine, welche für das nächste Jahr gebraucht wür⸗ den, soweit sie unter 25 Kilogramm wiegen, nicht enteignet werden. Meine ausdrückliche Anordnung! Wenn in einzelnen Fällen darüber hinausgegangen ift, so bedaure ich das. Ich bezweifle, daß es überall geschehen ist; ich möchte meinen, daß dieser Fall vereinzelt vorliegt. Auch im Kreise Weststernberg soll ein solcher Fall vorgekommen sein. Jedenfalls hat es nicht in meinen Intentionen gelegen, daß man so weit ging.
Zu Festsetzung von Höchstpreisen für Ferkel beabsichtige ich nicht zu schreiten. Es würde das dem notwendigen Giederaufbau unserer Schweinebestände ein schweres Hindernis be— reiten. (Sehr richtig! rechts) Wenn jetzt an einzelnen Stellen über hohe Ferkelpreise geklagt wird, so wird man die Erfahrungen machen, die auch in allen andern Jahren gemacht worden sind, wenn die Fertelpreise zeitweise so hoch gestanden haben. Es wird die Pro⸗ duktion angeregt; es werden mehr Ferkel probußfiert, und durch die größere Produktion wird eine Senkung der Preise auf dem Ferkel— markt eintreten. Tas ist ein Gesichtspunkt, aus dem ich die Anträge
auf Festsetzung von Höchstpreisen für Ferkel abgelehnt habe und auch weiterhin ablehnen werde. (Bravo! rechts.)
Ich kann den Antrag Ihrer Kommission, der die Heeres⸗ verwaltung ersucht, künftig den Dünger für die Landwirt schaft zur Verfügung zu stellen, nur auf das wärmste unterstützen. Der Herr Berichterstatter hat ja auch ausgeführt, daß die Bewirt— schaftung seitens des Kriegsernährungkamts ein außerordentlich un⸗
dankbares Geschäft wäre, da ihm eben nicht die nötigen Quankitäten zur Verfügung gestellt werden können. Ich freue mich, daß nachträg⸗ lich von der Heeresverwaltung noch eine geöwisse Menge an Stick— stoffdünger hat zur Verfügung gestellt werden können. Aber die Heeresverwaltung hat dies doch nur tun können, soweit die Bestände für die Munitionsfabrikation entbehrt werden konnten. Sobald ein solcher Ueberschuß nicht vorhanden ist, müssen wir darauf rechnen, daß die Bemessung wieder eine geringere wird, und wichtiger ist in diesem Fall doch zunächst, daß wir unser Land verteidigen. Das ist die erste Kriegsnotwendigkeit, und alles andere muß dahinter zurücktreten. Also es sind allzu große Hoffnungen, so lange der Krieg dauert, auf die Zu— wendung von Stickstoff für die Landwirtschaft nicht zu setzen.
Herr Abgeordneter Lippmann ist auf die Berme hrung des Kartoffelanbau es eingegangen und auf die Erschwerungen, die diesem so nützlichen und notwendigen Vorhaben durch die Maßnahmen des Kriegsernährungsamts bereitet seien. Meine Herren, von vorn— herein ist in den Dispositionen über die Kartoffeln vorgesehen, daß der Kartoffelbauer die Kartoffeln zurückbehalten darf, die er für die Anbaufläche des Jahres 1916 braucht. Wenn wir uns vergegen⸗ wärtigen, daß im Jahre 1917 die Kartoffelanbaufläche um 200 000 Hektar zurückgegangen ist, so steht zur Wiederbestellung dieser Anbau⸗ fläche das Saatgut unbedingt zur Verfügung. Darüber hinaus kann allerdings das Saatgut bei der starken Inanspruchnahme — meine Herren, Sie wissen ja selbst, wie stark die Kartoffel hat in Anspruch genommen werden müssen — nur aus der sogenannten Schwund⸗ reserbe genommen werden, und mit unseren Auflagen sind wir doch genötigt gewesen, stellenweise sehr stark auf die Schwundreserve zu— rückzugreifen. Es kann da allerdings der Widerstreit entstehen, ob nun diese Kartoffeln aus der Schwundreserve zur Befriedigung des Speisebedarfes geliefert werden sollen oder als Saatkartoffeln.
Es ist die absolute Notwendigkeit, daß, wenn wir mit den Kartoffeln bis zur neuen Ernte durchhalten wollen, wir die Lieferungs⸗ auflagen erfüllen müssen, und es ist meine Pflicht, dafür zu sorgen, daß diese Lieferungsauflagen erfüllt werden. Der Mehranbau von Kartoffeln wird in allen solchen Fällen, abgesehen davon, daß schon die Anbaufläche von 1916 wieder hergestellt werden kann, gesichert sein, wo ohne Beeinträchtigung der Speisekartoffeln aus der Schwundreserve soviel abgegeben werden kann.
Der Herr Abgeordnete Lippmann hat es als bureaukratisches Miß⸗ trauen bezeichnet und gesagt, man solle fünf gerade sein lassen und solle in solchen Fällen der Mogelei durch die Finger sehen. Meine Herren, ich kann meine Verantwortung nicht damit erfüllen, daß ich fünf gerade sein lasse, sondern ich muß darauf dringen, daß die ablosut notwendigen Anforderungen für die Volksernährung erfüllt werden. Mit solchen Grundsätzen kann ich bei der Verantwortung, die ich zu tragen habe, nicht arbeiten.
Der Herr Abgeordnete Lippmann ift dann auch auf die Verordnung gegen den Fremdenverkehr eingegangen. Ich möchte diese Verordnung nicht als gegen den Fremdenverkehr, sondern zum Schutze des Fremden⸗ derkehrs bezeichnen; sie enthält eine Besserung des gegenwärtigen Rechtszustandes insofern, als in einer Reihe von Bundesstaaten durch Befehl der kommandierenden Generale Verkehrsbeschränkungen er⸗ lassen sind, welche den allgemeinen Verkehrsrücksichten nicht Rechnung trugen. Für die Folge sind durch die genannte Verordnung derartige Beschränkungen von der Zustimmung des Reichskanzlers abhängig gemacht. In den Richtlinien ist von vornherein ausgesprochen, daß in der Regel einem Aufenthalt von vier Wochen kein Hindernis in den Weg zu legen ist. Ich meine nun, die geistigen Arbeiter, die der Herr Abgeordnete Lippmann erwähnte, werden mit den ersten vier Wochen für ihre Erholung zunächst auskommen können, und wenn sie längere Zeit dazu brauchen, werden sie für die Orte, für die das erfordert wird, ein ärztliches Attest beschaffen können. Die Sache liegt sehr viel einfacher, als sie in der Presse dargestellt ist. Ich glaube, da liegen manche Mißverständnisse vor. Ich bin fest über— zeugt — die Anordnung für Preußen habe ich noch nicht erlassen, ich habe zunächst die Oberpräsidenten zur gutachtlichen Aeußerung auf— gefordert — es wird eine nachteilige Einschränkung des Fremden— verkehrs in Preußen nicht eintreten. Bezüglich der übrigen Bundes— staaten bieten eben die Befugnisse des Reichskanzlers die Möglichkeit, einzugreifen, wo über das notwendige Maß hinausgegangen wird. Der Herr Berichterstatter hat auch den Schleichhandel besprochen. Ich möchte auf Einzelheiten nicht eingehen und nur meinen Stand— punkt dahin feststellen: für mich handelt es sich darum, den Schleich— handel für die Zukunft zu verhüten, ihm vorzubeugen, weil er in dem Umfange, in dem er sich im vorigen Jahr ausgebreitet hatte, absolut nicht weiter geduldet werden kann; er hat so große Quantitäten Nahrungsmittel der öffentlichen Versorgung entzogen, daß dadurch auf die Dauer die Volksernährung gefährdet erscheint. (Sehr richtig! links.)
Auf den Fall Neukölln möchte ich nicht näher eingehen. Er berührt mein Ressort nicht, sondern ist eine Angelegenheit der Justiz= verwaltung; es handelt sich um ein schwebendes gerichtliches Ver— fahren, in das einzugreifen ich keine Befugnis habe. Im übrigen war in dem Falle Neukölln schon über sechs Wochen, bevor die Ver— öffentlichung der Denkschrift stattgefunden hatte, ein Verfahren gegen verschiedene Gemeindebeamte der Stadt Neukölln eingeleitet worden, welche sich mit Lebensmittelgeschäften befaßt hatten.
Was die Gastwirtschaften anbelangt, die zum Teil be— haupten, durch die Unterbindung des Schleichhandels in ihrer Existenz bedroht zu sein, so ist, weil für Berlin eine besonders schwierige Lage
anzuerkennen ist, die Anordnung getroffen, daß eine besondere Be—
lieferung aus Mitteln der Zentralstelle eintreten soll. Für die Pro— vinzgasthöfe ist dies aber, soweit nicht einzelne Kurorte in Betracht kommen, nicht möglich. Unsere Mittel reichen dazu nicht aus, wir müssen uns nach der Decke strecken. Es ist ja außerordentlich bequem, freigebig Anträge auf besondere Erleichterungen zu stellen; sie finden auch oft allseitige Billigung; aber wenn die Vorräte nicht da sind, können eben solche Wünsche nicht erfüllt werden. Auch die Speise⸗ karten in unseren Gasthöfen und Hotels müssen sich der Cinfachheit
anpassen, wie sie jetzt in jedem Haushalt notwendigerweise im CG.
brauch ist. Das ist ein ganz natürlicher Vorgang
daß man sich darüber nicht beklagen kann. Ich komme nun zu den Ausblicken für unsere küÿnßfz;
nährungswirtschaft. Wir haben in diesen hun stige
drei Mißwachjahre gehabt: das Jahr 1913 Teen vier Rr
Gerste und Hafer, das Jahr 19165 mit der
Kartoffeln und das Jahr 1917 mit einer
Futtergewächsen und der sehr geringen Ern
Herren, ich meine, wenn uns nicht der Him
und ich mein. ( r Ml
9.
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en wir hoffen ich . gung und der schlegn elangen. Dies
,, — Wir würden, meine ] wenn wir in diesem Jahre eine gute Mittelernte gemacht ,, glatt durchgekommen sein, wir würden auch unsere Biehtestan em erhalten können, und wir würden unsere Schweine nicht . zuschlachten brauchen. Ich glaube also, wenn wir nur eine . Ernte erzielen, können wir mit den Zuschüssen aug kunt in in Rumänien haben wir für die nächsten Jahre das Vorkaufecht n
sämtlichen Ueberschüssen zusammen mit Oestereich · Angarn 64
wenn wir noch die Möglichkeit in Betracht ziehen, die sich immerh für uns aus der Ukraine ergeben — so wird unsere Volterrnihe im großen und ganzen gut gesichert sein. an.
Die Hauptsache ist ja natürlich die Produktion des eigenen Landes, die Produktion der eigenen Landwirtschaft. Einen Anhan, zwang auszuüben, halte ich für fehlerhaft; er würde die Produk, tion nicht fördern, sondern würde sie töten. (Sehr richtig! rethtz
Wie lange wir noch diese 3wangswir t sch aft aufrecht ö halten müssen, hängt ja von der Dauer des Krieges ab. Auch nah dem Kriege werden wir noch eine Zeitlang die öffentliche Bewirt schaftung der wichtigeren Nahrungsmittel beibehalten müssen. Data wird ja auch folgen, daß bestimmte Lieferungsmengen den Landwirten abgefordert werden, und daß sie in der Verfügung über ihre Produk. tionsmittel eingeschränkt bleiben. Aber, meine Herren, wir hoffen doch auf eine baldige siegreiche Beendigung dieses schweren Ringent, und wir hoffen, daß sich dann auch nach dem Kriege die Produktiont möglichkeiten für die Landwirtschaft günstiger gestalten werden und daß es dann auch allmählich möglich sein wird, eine Fessel nach der anderen zu lösen, so daß dann wieder der Bauer auf seiner Scholl Hände und Arme frei regen kann. Bis dahin aber heißt ez durh⸗ halten, heißt es auch die Last der Kriegsnot weiter tragen, und wenn jemandem diese Last zu schwer dünkt, so soll er seinen Blich nah, Westen richten, auf die Heldentaten unserer Truppen und auf unsere Heerführer, von denen die freudige und feste Zuversicht ins Can hinausgeht, und er soll sich auch von dieser Zuversicht erfüllen lasen. Daraus werden auch die deutschen Landwirte die Kraft schöpfen, weiter wie bisher das tägliche Brot für unser Volk zu schaffen. (Lebhafter Beifall).
Nach persönlichen Bemerkungen der Abgg. Dr. Hoesch und Lippmann vertagt das Haus die Weiterberatung au ö
Schluß nach 41 Uhr.
Parlamentarische Nachrichten.
Dem Hause der Abgeordneten ist der 69. Bericht der Staatsschuldenkommission über die Verwaltung des Staatsschuldenwesens zur Kenntnisnahme zugegangen.
Nach diesem Bericht hatte die am 31. März 1916 echnunzz= mäßtg vorhanden gewesrne preußische Staats schuld 111121190384 bꝛtzagen. Hierin tiaten im WMechnungejare 1916 zu h bso per⸗ zins liche Schatzanwessungen über 200 606 0 4. und unvernndlich, auf Grund von Aalethegefttzen auagegeben— Schetz anwelsungen über 2250 000 009 46, zusammen 24560 000 05 4, wäbtm durch Tilgung usn. 1685 313 21“ 4 in Abgang kamen. Mithin er gab fich für das Töechnungsf ahr 1916 ein Jugang von 76ö0 656 ah ch so daß die vreußische Eiaaitzfschucld am 31. Män 1917 sich auf II S72 805 767 M stellte. Ter Betrag, der an lauftnden und til, ständigen 3Zinsen im Rechnungsjapre 1916 zu zahlen war, st unf 491 215 075 . angegeben, wovon 469 6506 163 M gezahlt worden sint
Ferner ist dem Hause der Abgeordneten ein Nachtraz zur Denkschrift über die Beseitigung der Kriegt schäden in den vom feindlichen Einfall berührier Landesteilen zugegangen.
Kunft und Wissenschaft.
Fit Könlgliche Atgpemie der Wissenschaft en hilt zn 18. April eine Gesamtfitzung, in der Herr Schuchhardt . die sog. Trajan wälle? in' der Dohrudscha an 1 ing Nrugufnabaen und Autre rabangen hom He ht, 1917 h, é sind auf der Smte Cernävaha=Cofstania, rel. Wälle ang i Der erste, der Kleine Krdwall', ist vorgeschicht! ch, mit dem 9. egen, Süden und dem CGinhlie in das fühllche ,, . Rastelle oder Wechltürme. Der zweite, der Grt ße n,, einen starken Graben gegen Norden und einen ich vachen g'gen Zü— ii ist auf Entfernungen von 700 = 1000 m mit großen , . ung zwischeudurch villach mit tletnen. Vie grbßen en, n mit dem Grenzwall im Verbande, die feinen sind später n. he sehr balö, an hre Sie lle getreten. Der dritte, ber. Ste . gi eine Hauer aus Quaper er tieidung nit 96 dahinter ,. e. und ist gaf alle 2 —– z Em mit Kaftessen befeßt. Sie 9 chm itz wechse lnde Formen und lieferlen eine Keramik, die der flawis en der 19. Fahrhunderiz sehr verwandt ist. Nach den dein bing h Wälle zu den Denkmälern bon Aram Kilsst stamm. ö. zug dr Erdwall wahrscheinlich von Domitian, der Ste inwall“ er Zeit ach Konstantin Tem Großen. .
Die Alademie hat dem. Minister der geisillchen unde angelegenbrlten unter dem t. Vez mber 1917 einen Berich Verde utschung von Frempwörtern erstattet. slsgt:
Zu wissenschaftlichen Unternehmungen haben , m physttalisch⸗ ng them ati fche Klaffe für die u ge ge r anderen deutschen Akademten unsernon mene Fortsetzurg 6 DYr. dorffschen blogravhljch. site rarischen Lerltong 1 00 M; dem e 50Gb; Thomas Bokornv in München zu Unter uchungen über die nn jut Ffert⸗ die philosoph iich ⸗histor r sche Kaffe Herrn . gr dtlc setzung seiner baskischen Forschangen 10090 16; dem ref chic le del Schwally in Köntgsberg J. Pr. zu Arbeiten über die Ge Korang 600 4. ch bistorischen
Dag for, syondierende Mitglied der phllosophisch⸗
Klasse Albert Hauck in Leipzig ist versorben.
ter ichtl⸗ kit n
zum Deutschen Reichsanzeiger und Küni
Berlin, Freitag, den 2tz. April
LE 98.
Sweite Beilage
glich Preusischen Staatsanzeiger.
19183.
—
Lufge se , 3c. von Wertpapieren.
e d r it f heften auf Aktien u. Aktiengesellschaften.
. Komman
suchungssachen. J e . Werl t. und Fundsachen, Zustellungen u. dergl. Verpachtungen, Verdingungen ze.
w
Sören
Offentlich Anz ehr ref für den Nanm etnier 5g
Aunerdem zyirbk an den Tine
er Anzeiger.
gespaltenen Einheitszeile . Pi. igenvreis ein Tenernngéznsthlag bon
9. Bankausweise.
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24) n. S. erhaben,
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Erwerhs⸗ und Wirtschafts enossenschaften. Niederlassung ꝛc. von Nechttzan walten. 3. Unfall⸗ und Invaliditäts- ze. Versiche rung.
.Verschiedene Bekanntmachungen.
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h Unter suchungs⸗ sachen.
Steckbrief. i den unten beschrtebenen Militär- kenn e, g euistäpt, i r ee, funk JJ. C, ist. Hafthefehl erlassen. ' I, Jühre, Hehe; 16 mn, Stalur: E, cbheare; blond. Na, Mund: ge— kalch, Sprache: deutsch, Kleidung: „nag! zeß. J. 5. 90 zu Herlin, wohn. Beruf: Stein seßer. Ez ihn ju verhaften und an
ahner fluchtserklürung.
4 nn,, Giich Reustädt. Nil. Gef. RTomxꝝ. A. A. C., eb. 1. 5. Fu Berlig, wohnhaft iZn Berlin, wird Grund der 3 69 ff. It. 3. G. . he Ss 356, 360 M.⸗St. . Ch. O. für mnflächtig erklärt und sein im Deutschen jh ,. 3 mit Beschlag eg. III 1. 2 3
: lub reel g ettton A. A. C.
m Fahnen flucht z erklärung. n Untersuchungssache gegen den shketler Albert Schweltzer, 2. Komp. '⸗Regts. 604, jetzt Ausbtld. HGatl. mnober!' in Munsterlager, wegen ssenflucht, wird auf Grund der 85 6s ff. Milltaͤrstrafgesetzbuchs sowie der Bös, 360 der Milttärsirafgerichta, ung. der Beschuldigte hierdurch für enflüchtig erklärt. hannover, den 20. April 1918. ericht der stellv. 38. Inf. Brigade.
1 Fahnen fluchtserklärung
unb Be schla gn ahme ver sügung. Der Milltpfl. Gilbert Avril, geb. „94 zu Zabern, zuletzt Stud. chem. bt (Beschluß v. 14. 12. 17),
) der Landstpfl. Edgard Simonin, 22, 8. 99 zu Schirmeck, zuletzt n r daselbst (Beschluß vom
der Krs-Res. Gaston Fim onin. Ul. 765 zu Schitmeck, iuletzt Kauf⸗ mn daselbst (Beschluß v. 15. 2 189), der Wehrmann 1 Josef Franz Fuchs. J. 3. S5 zu Ammer schweler, zuletzt snann daselhst (Beschluß v. 23. 2. 18), er Landstpfl. Markus Nenatas Hirtz, d. 4. H9 zu Colmar, zuletzt Handelt; nr daselbst (Beschsuß b. J. 3. 18), der Landstpfl. Dan el Gaston Salo⸗ —6eb, 25. 2. 98 zu Schlettstadt, ju‚ cniditor daselbst (Heschiuß v. 12. 4. 18), atzen für fahnen flüchtig erklärt, und itt im Deuischen Resche beffapliches snlgen Cemäß S8 355, 360 M. -St.“ D. mit Beschla! belegt. urefburg, Els, den 14., 21. XI. lb, 28. II., i. II5. und 12. 1V. .
gericht der Landwehrinspektion.
ö. Beschlagn a hmever fügung.
zn der Unter suchungzsache gegen:
den Landstpfl. Kari Gil Mar—
i, geb. 30. 5 95 zu Zahern, zuletzt
. ; Koch dasel bit (Heschluß
i Ui nf. Gee g. gert, get. v2 zt ; S* 11 * n een e ble hen Landsipfl. Ludwig Wicker, geb. 10 ju Lupstesn, zuletzt Ackerer
Rr znd 3: Beschlußs v. I. 2. 18 den Lanystyfl. Peter Anton Bolt.
Er, gep. 6. J. S5 zu Thal b. Zabern, . daselbst (Beschluß v.
7 Lindstyfl. Paul Treiber, geh. tis iu Colmar, zuletzt Gärlaer
n dandstofl. August Troesch eb. p u Krastatt, zule rt Backergefelle ö en Landsppfl. Georg Kern, geb. ib zu Kirwelser, zuletzt Küäfer
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3) Matthäus Kübler, geb. an 29 No- dember 1891 zu Liebelaberg, O. 4. Calw, Bäcker ia Kurtdorf, Kanton Thurgau,
H Velor Gafter, Kan mann, geboren am 6. Apcil 188 zu Glengen, O. 4. Deldenhtim, zuletzt ki Reutlingen wohn⸗ haft, z. Zt. in Basel,
5) Alexander Gchä fer. Maurer, geb. am 19. Juli 1876 zu Hirschau, D. A. Rottenburg, in Basei,
6), August. Stephan, Spengler, geb. am 14. Augnst 13887 zu Wäpnlzwert, Kanton Zürich, daselost wohnhaft,
X Eugen, Keller, geb. am 15. Sep- tember 138? zu Honau, Kanton Lujern, und dafelbst wohnhaft,
8) Retnbold Kohherger, Schreiner, geb. am 23. September 1897 zu Zärich, daselbft wohnhaft,
9) Emil Stotz, Schubmacher, geb. am 29 Juni 1896 zu Zürich und daselbst wohn haft,
10 Emil Maler, Schnelder, geb. am 1. Januar 1875 zu Tuttwil, Kanton Thurgau, in Zürich wohnhaft,
UI) Farl Hana, Dreher, geh. am 19. Nobember 1899 zu Basel, daselbst wohn hast,
12) Friedrich Fischer, Schlosser, geh. am 24 Mal issz zu Wallenstadt, . St. Gallen, und daselbst wohn⸗
aft,
13) Max Fuchs. Magannier, geb. am 8. März 1892 in Zurich, daselbst wohnhaft,
14) Lꝛon Arnold Fauser, geb. am 0. Februar 1895 zu Villevet, Kanton Bern, und dort wohnhaft,
16) Joban eg ch ach, geb. am 17. August 1897 in Adlizwien, Kanon Zürich, Fahistk—= arbester, wohnhast in Antel⸗Stregruben, 16) Wilhemm Mühteisen. geb. am 22. April 1883 in Basel, Maurer, beimat⸗ , in Nellingsheim, O. A. Rotten
urg.
17 Karl Apolf Fauser, geb. am 27. März 1871 in Neumünsfer bet Zůrlch, Werk eu gsch mied, wohnhaft in Zürich,
18) Heinrich Eduard Weit, geb. am 31. Mat 1897 in Ly Chaur-de Fonds, wohnhaft daselbst, Beruf unbekannt, je wegen Verletzung der Wehrpflicht, st., durch Beschlaß der Siraftammer Tüßingen vom 9. April 1918 gemäß §z 3265, 326 St.⸗P. O. das im Deuischen Reich befiadliche Vermögen der Angeklagten jr bis zum Betrage von 600 M mlt Be⸗ schlag belegt worden.
Den 16. Abril 1918. Gericht gassessor Dr. Jar itz. (6313
Die am 8. 4. 1916 gegen den Ers. Res. Max Kanfmann vom Landwehr—⸗ bentrk Rheydt erlassene Fahnen fluchis⸗ eiklärung wind hiermit zurückgejogen. Cöin, den 23. April 1918.
Gerlcht der Landwehrtnspektion.
(6143 Ve schsuß. Die Kabnenfluchtéerkidrung gegen den Heizer Herbert Moitschack, R. 111. We., gedaren am 7. Deiember 1883 zu Beunhen, sowte die Beschlagnahme verfügung vom gleichen Tage werden gemäß § 362 M St. G- O. bier mitt aufgehoben, da bte ber Fabnenflachtzerllärung und der Beschlagnahmeve füßung vom 31. August 1916 zugrunde llegenden Voraussetzungen weggefallen sindʒd. . Wiltzel me haven, den 19. Aptil 1918. Gericht der 11. Marineinspetttan.
11 . . ) Auf gebote, Ve lust⸗ und Fundsachen, Zustellungen u. dergl.
656bo] Zwangsversteigerung. Im Wege der Zwange vollstreckung soll das in Berlin belegene, im Grundbuche von Berlin⸗ Wedding Band 78 Blatt 1885 zut Zelt der Eintragung des Verstelge rungt⸗ vermerks auf den Namen des Jimmer⸗ meisters Karl Heßbeig in Spandau ein— getragene Grundssück am L Jult E918, Warmittags o Uhr, durch das unter⸗ zeichnete Gericht, an der Gerichtsstelle, Brunnenplatz, Zimmer 30, 1 Treppe, ver⸗ steigert werden. Das in Berlin, Mal. plequetstraße Nr. 28, belegene Grundstück enthält a. Vorderwohnhaus mit Anbau rechta und Hof, b. Querwohngebäude mit Vorflszel Iints und besteht aus dem Trenn⸗ stück Kartenblatt 27 Parzelle 2390 s40 2c. von 6 a 96 4m Giöße. Ez ist in der Grundsteuermuͤtterrolle und Gehäudesteuer⸗ rolle des Stadtgemeindebezirks Berlin unter Nummer 4657 mit einem jährlichen NYutzungswert von 11 600 0 ber eichnet. Der Versteigerunge vermerk ist am 26. Sep⸗ tember 1917 in das Grundbuch eingerragen. Berlin . 20, Brunnenplatz, den 17. April 1918. Königllcheß Amtsgericht Berlin Wedding.
6
Abtellung 6.
6150 Aufgebot. Die verwitwelr Haupemann Anna von Plonekt, geb. Sack, n Naumhu eg a. S., der treten durch Justizrat Dr. Reichardt daselbst, hat das Rufgebot folgender Wert paptere auf den Inhaber, die angeblsch der Antragslellerin bezw. ibrem Sohne, dem am 58. Näopember 1911 geston henen Hauptmann Friedrich Hilhe lm von Plonsti, derloren gegangen sind: . der Schuldverschreißungen der Stadt Belsenrirchen à 200 466 400 Ausgabe 1910, Serie 1 Buchttabe R Ne, S29 und 830, b. einer weiteren Schul dverschreibung derselben Stadt ů 500 MS Rugguäbe 1910, Serie 1 Buchstabe D Nr. 1415 beantragt. Der Inbaber ber Urkunden wird aufgeforbert, spätesteng in em auf den Ez. November E9AS8, Vormit⸗ tags 9 Uhr, vor dem unkerztichneten Gericht, Zimmer Nr. 8, an beraumten Auf. gebots termine seine Rechte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalla die i eftloerlllhnma der Urkunden erfolgen wird.
HGelsenlirchen. den 10. April 1918.
Königliches Amtsgericht.
6553 Mufngebot. 6 F 3-4-6
Die Selma Weiß in Bonn, Lessing⸗ straße 39, vertreten durch di⸗ Rtchtaan⸗ waͤlse Vr. Schumacher JI und Yr. unters in Bong, hat das Aufgebot der ah handen gekommenen Mäntel der auf den Inhaber autenden Aktten Nrn. 311, 312, 328 und 329 der Alliengesellschaft Rommil, Weiß & Cie,, in Cöln. Mülheim, beantragt. Der Fahäaber der Urkunden wird aufgefordert, spätestens in dem auf den G. November 19ERS., Vormittags RAO Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht in Cöln⸗Mälheim, Regentensfraße 45, Zimmer 8, an— beraumten Aufgebolgtermine seine Rechte aniumelden und die Uckunden vorzu⸗ legen, widrlgeufalls die Krartiozerklärung der Urkunden erfolgen wird. Zigleich ergeht auf Anttag der Selma Weiß an die Akttengesellschaft Rommel, Wesß & Cie. in Cöln Mülheim sowie an die Firma J. H Stein, Bankbaus in Cöln, das Verbot, an den Jahaber der vorbeeich⸗ neten Aktienmäntel irgend eine Leistung zu bewirken, insbesondere neue Gewinn' antetlscheine oder einen Erneuerungsschein ausjugeben oder gegen Vorzelgung der Aktlenmäntel dem Inhaber dat Vezugt⸗ recht auf die gemäß Beschluß der vor genannten Aktie ngesellschaft vom 10. Fe— bruar 1918 neu auszugebenden Attten einzuräumen und die neuen Aktien auß. zuhändigen.
Cöln Mülheim, den 19. April 1913.
Königliches Amtsgericht.
60721 Aufgebot.
Das Aufgebot foigeuder Wertpaptere: 40,0 Schulyperschrelbung des Drobinztal= verhandeg der Provinz Westfalen in Münster 1) Ausqahe 5 Reihe 8 P Nr. 11 115 üher 200 A6, 2) Ausgabe 5 Reihe 8 B Ne. 11 114 5ber 260 1 3) Ausgabe 5 Relhe 11 C Nr. 42036
Nr. 43 090 uber 1090 ½ ist beantragt. Der Inhaber der Urkünden wird auf, gefordert, spzatestens in dem auf den ET. oO nenber A9LRS., Vormittags
Urkunden vorzulegen, winrkgenfalls dit ö der Urkunden erfolgen wird. Mänster, den 10. April 1918. Königliches Amtsgericht.
(6551 Zahlungs fperre.
Auf Antrag der Kaserlichen Ober⸗ postditektion in Potsdagt wird der Preuß. schen Pfandbrlefhank in Berlin brtreffg des von ihr ausgestellten, angeblich ab- händen gefemmengen 4 prolentigen Pfand⸗ hrefs Emission 18 Lit. E Nr. 13 402 über 300 66 verboten, an einen anderen In—
stellerin eine Leistung zu bewirken, ing. besondere neue Zinsscheine oder einen Er— neuerungsschein auszugeben. Werlin, den 23. April 1918. Königlicheg Amtsgericht Berlin⸗Mitte. Abt. 164.
(6552
Das Aufgebots verfahren, betreffend 5oso Deutsch? Reichsanleihe von 1916 V. Kriegsanleihe B Nr. 432 g34, sst auf Antrag eingestellt.
Berlin, den 23. April 1918.
Frönigllcheg Amtagericht Berlin Mitte.
Abteilung 154.
(6645 Her ichtigung.
In Nr. g3 vom 20. 4. 18 unter Nr. 5102 muß eg richtig heitzzen „Milo⸗ wicer“ nicht Miglowicer.
Berlin, den 25. 4. 1918. Wp. 717118.
über 1600 , 4) Ausgabe 5 Reihe 11 6 V
O Uthe, vor deut unzerkeschnetrn Gerig, Zlinmner Nr. 3. anberaumten Aufgebot termine seine Rechte an zu mel den und bie
haher als die oben genannte Antrag— h
6646 Bekanntmachung. Dem Holihändler Johann Kirchhoff in Rönkhausen, Kreis Nieschede, wohnhaft, sind folgende Wertpaplere (Rriegsanleihe⸗ scheine) nebst den zugehörlgen Zintscheinen und Zinsscheinanwetsungen abhanden ge⸗ kommen:
Nr. Jahr Betrag D 5851 609 19315 500 ,
50 131 1914 1000 4A,
5 533 939 1915 1000 A,
5 533 969 ig 1066 ,
79 6 533 9a?2 1915 1000 4. Auf Prund des § 357 des Handels gesetz⸗ buchs bringe ich den Verlust der Wert papiere hlermit zur allgemeinen öffentlichen Kenntnig.
Serkenr ade, den 22. April 1913. Die Yoliteiverwaltung. Im holte.
(6554 Policen. Aufgebot.
Ver Hiaterlegungsschein der auf den Namen des Herrn Jscob Metschnabl, Kgl. Postexpeditor in Weigmain, lautenden Versicherungt poliecr Nr. 227 649 sist in Verlust geraten. tes witd gemäß § 9 der Versicherungsbedingungen mit dem
frucktlosem Ablaufe einer Frist von drei Moneten nach dem Eischenen diises Ir seratJ der genannte Hinter. l'gungeschein für kraftlos erklärt werden wird.
Berlin, den 24. April 1918. Friedrich Wilhelm debenghersi erung. Aktlengesellschaft. Die Direftton.
Isõ2990] Aufgebot.
Auf Antrag det Rechtzanwalls Rudolf Pixis in München, als Testamentg« vollstreckerß des (t. Universitärs professorg Dr. Johannes Friedrich in Müncben, wird der auf dlesen lautende Versiche⸗ rungeschein der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank in München Nr. 38752 vom 22. November 1869 über 1000 F1. zum Zwecke der Kraftlogerklärung auf. geboten. Der Inhaber dieser Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf Montag, den 8. Juli 1918, Vor mittags 9 Uhr, im Zimmer Nr. 881 des Jastizgebäudes an der Luttpoldstraße anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte bei dem unterfertigten Gericht anzumelden und die Urkunde vorzulegen, wiorigenfalls deren Kraftlos erklärung erfolgen wird.
Muͤnchen, 20. Dezember 1917.
K. Amtsgericht.
6555 Mug ebyt.
Die Ehefrau Schmiedemeister Carl Desker, Luise geb. . in Biele⸗ feld hat beantragt, ihren perscholleven Ghemann, zuletzt wohnhast in Niederber'n, für tot zu erklären. Der hezeichnete Berschollene wird aufgefordert, sich spaͤte⸗ stens in dem auf den 25. November 1918S. Gornmittege 1A Uhr, vor dem unterieichneten Gericht anberaumten Auf⸗ gebotstermine ju melben, widrigen fallg die
Todeser lärung erfolgen wird. An alle,
welche Augkunft über Leben oder Tod dez erschollenen ju ertellen vermögen, ergeht die Aufforderung, spätestenz? tm Aajgehytz⸗, termine dem (Gericht Anzeige zu machen. Bad Oennhanfen, den 20. April 1918. ; Köntgilches Amte aericht. n, . 16 Das Amtsgericht Bremen hat am 19. April 1915 folgendes Aufgebot er⸗ lassen: ‚Auf Antrag der Ehefrau beg Buchhalters Gottlieb Hermann Heinrich Wilhelm Hinney, Johanne Gesiae Friede ˖ ite geborene Schlrmann, wohnhaft in Beockwede, vertresen durch Rech ganwaälle Dres. Eberh, Bernh. u. Eberh. jr. Nolieniug in Bremen, wird der am 20. August 1349 zu Bremen gehor ne und hier lelbst wohnbaft gewesene Carl Chr m Adolph Burgtarf aufgefordert, spätestens in dem hiermit auf Donnerstag. den 2G, Januar E919, Nachmittags 5s Uhr, ver dem Amtsgerichte, im Ge— richtshause hlerselbst, Zimmer Nr. 79, an⸗ eraumten Aufgebot termine sich zu melden, widrigen falls er für tot erklärt werden soll. Angestellten Ermittlungen zufolge ist der Veischollene im Jahre 1873 nach Amerika ausgewandert. Er hat zuletzt am 25. März 1590 einen Brlef aus Menlo Park geschrieben. Seit der Zeit sind Nack= rich tan von dem Leben des Verschollenen nicht eingegangen. Es ergeht daber an alle, welche Auskunft über Leben und Tod des Verschollenen zu erteilen vermögen, die Aufforderung, spätestens im Aufgebots⸗ termine dem Gericht Anzeige zu machen.“ Bremen. den 21. Avril igis. Der Gerichtoschreiber des Amtsgerichts: Fürhölrer, Obersekretâr.
(6152
Das (e. Amtggerlcht Ladnigshafen am Rheig hat am 20. April 1918 folgendes Aurgebot erlassen: Elifaberha Korn, ledig, g'werbloz in Speyer, bat bi
Der Polijeipraͤsidcut. Geck. Dleust.
anttagt, ihren Biuder Ladwig Korn,
Bemerk'n bekannt gemacht, daß nach h
geboren am 22. November 1863, ledig, Metzger, im Jnlande zuletzt in Jagel heim wohnbaft gewe sen, hann in Ketschikan, Staat Alaska in Nordamerlka, wohnhaft und selt 1907 verschollen, füc tot zu er⸗ klären. Es ergeht deshalb die Aufforde= rung 1) an den Verschollenen, sich spätestens im Aufgebotatermine am Donnerstag, den 12. Dezember 1918, Voar⸗ mittags 9 Ute, heim K. Amtsgerichte Fudroigshafen am Rhein, Zimmer 31, zu melden, widrigenfalla seine Tobese klärung erfolgen wire, 2) an alle, welche Auz= funft über Leben oder Tod des Ver— schollenen zu ertetlen verm gen, spätesteng in dem bezeichneten Aufgebolstermine dem Gerscht Anzeige zu machen. Gerichtsschreiberei des RX. Amtagerichts Tudwigshzafen am Rhein.
6153] Aufgebot.
Der Kaufmann Karl Dibelius in Mergentheim hat al⸗ Abwesen hei tepfleger beantragt, den verschollenen, am 30. März 1854 in Mergenthelm geborenen, an= geblich im Jahre 1883 in Amertta ledig verstorkenen Schmiedgesellen Jofef Köder, zuletzt wohahaft in Mergent⸗ eim, für tot zu erklären. Der be— jeichnete Verschollene wird aufgefordert, sich spätestens in dem auf den 30. De zember 1918, Vormittags LI Uhr, por dem unterzeichneten Gericht ar= beraumten Aufgebotgtermlne zu melden, widrigenfalls die Todeserklärung erfolgen witd. Aa alle, welch⸗ Auskunst über ehen oder Tod des Verschollenen zu er= teilen vermögen, ergeht bie Aufforderung, spätestens im Aufgebotztermine dem Ge richt Ameige zu machen.
(6600 Aufgebot.
Die Fabrikarbeiterin Sofie Vogel, geb. Böhringer in Riedlingen hat beantragt, ihren verschollenen, am 16 Januar 1849 zu Neukirchen, Amts hauptmannschaft Chemnitz, gebor-nen Ehemann Hermann Frtedrich Vogel, zuletzt wohnhaft in Riedlingen, für tot zu erklären. Der bezeichnete Verschollene wird aufgefordert, sich spätestens in dem auf Freitag, den E14. Februar 1919, Vormittags O Uhr, vor dem *g. Amtsgericht ich- lingen anberaumten Aufgebotstermin zu melden, widrigenfalls die Todeserklärung erfolgen wird. An alle, welche Auskunft über Leben oder Tod des Verschollenen zu ertellen vermögen, erg⸗ht die Aufforderung, spätestens im Aufgebotstermine dem Gericht Anzeige zu machen.
Den 24. April 1918.
Kal. Amtggericht Riedlingen. Obersefretär Miller.
(16557 AV arg e bot. ; Der Rech kanwalt Dr. Köhler in Erfurt bat als Pfleger des Nachlasses der am 2X. August 1911 tin Eifurt verstorbenen Wilwe Josefinge Mahnfte, geb. Seeherger, bnntragt, die verschollenen Gesch wister Seeberger: 1) Jullage Seeberger, geb. 27. Juli 1843 in Sommerau, 3) August Seeberger, geb. 23. August 1835 in Dommerau, 1uletzt im Inlande in Semmeran, Kreis Rosenberg Üpt., wohn= haft gewesen und vor Lingen Jahren don dort, vezzo nen,. im Auf jebbts verfahlen em äß S 766 ff. Z. P. O. für tot zu klären. Es ist giaubbarlt gemach, daß Juliane Seeberger vor mehr als 30 Jahren alegewandert ist und daß von August Seeberger seit selner Jug nd nichts mehr zu hören gewesen ist. Die bezeichneten Verschollenein werd n aufgefordert, sich spätestenß in dem auf den 18. e⸗ zember E9IS Voraittags 11 Uhr, por dem unterzeichneten Gericht an beraumten Aufgebotstermin ju melden, widrigenfalls die Toderrrktärung erfolgen wird. An alle, welche Auskunft über Leben oder Tod der Verschollenen zu erteilen vermögen, ergeht die Lufforderung, spätesten? im Aufgebotstermine dem Gericht Anzeige zu machen.
Rosenberg Wyr., den 21. April 1918.
Königliches Amtsgerktcht.
(6159 Aufgebot.
Auf Antrag des Rechtsanwalta Dr. Friedr. Schmitt in München, als Pfleger hinsichtlich des Nachlesseã ber in München ver sorbenen Köchin Franziska Vaderkorn, wird das Aufgebotsversahren zweckz Todes. erklätung kes am 10. Juni 1831 in Tirschenteuth als Sohn der Seiler ge he⸗ leute Josef und Barbara Haberkorn ge⸗ borenen und verschollenen Anton Rupert Oaberforn hiermit eingeleitet. Es er. geht die Aufforderung: 1) an Anton Rupert Haberkorn, spätesteng im Auf ge⸗ bot?etermin sich zu melden, widrigenfall er fär tot erklärt würde; 2) an alle, welche Auskunft über Leben und Tod dez Ver. schollenen zu ertetlen verniögen, im Auf—
gebotstermtn dem Gericht Aateig⸗ u machen. — Alg Aufgebote iermin wird be⸗