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,
Nach Verlesung der Thronrede folgte die übliche gottes⸗ dienstliche Handlung, worauf der Ministerpräsident Malinow vorschlug, daß die Sobranje sich bis Feitag vertagen möge, damit er Vo k und Vertretern der Nation eine erschöpfende Darstellung über die allgemeine Lage und namentlich über die behufs des Abschlusses eines Waffenstillstandes und des Friedens eingeleiteten Verhandlungen geben könne. Die Ver— sammlung nahm diesen Vorschtag an, worauf die Sitzung ge— schlossen wurde.
— Dem Wiener „K. K. Telegra phen⸗Korrespondenz⸗Büro“ wird aus Sofig vom 50. September gemeldet, daß gegen Sofia vordringende Fahnenflüchtige von Regierungstruppen bis Vla— daja im Vidozdefilee zurückgedrängt worden sind. Für die Hauptstadt besteht keine Gesahr.
Ukraine.
Zeitungs meldungen zufolge besuchte die Krimabord— nung, die zu Verhandlungen über den Anichluß an die Ukraine in Kiew weilt, zuerst den Vertreter Deutschlands bei den be— vorstehenden Verhandlungen, den Prinzen Reuß, sodann den Minister des Aeußern Doroschenko und die deutsche Gesandt— schaft, wo eine längere Unterredung stattfand. Die ukralnische Regierung steht auf dem Standpunkt einer Vereinigung der Krim und der Ukraine unter Gewährung weitgehender Auto— nomie im Sinne örilicher Selbstoerwaltung. Die Krimabordnung ersirebt, wie aus autoritativer Quelle mitgeteilt wird, eine Ver⸗ einigung im Sinne einer Föderation unter Aufrechterhaltung weitgehender Selbständigkeit.
Amerika.
Der Präsident Wil son hat nach einer Reutermeldung din einer Ansprache im Senat die Ausdehnung des Wahl rechts auf die Frauen vorgeschlagen, da dies für eine glückliche Fortsetzung des Krieges von großer Bedeutung sei. Der Präsident wies auf die Tatsache hin, daß E gland jetzt die Führung übernommen habe, indem es den Frauen das gleiche Wahlrecht zugesichert habe.
Rriegõnuachrichten.
Der englische Heeres bericht vom 29. Seplember Abends behandelt die Kämpfe zwischen Sensee-Fluß und St. Quentin und sagt dann wöäörtlich:
„Nördlich von St. Quentin an der äußersten Rechten unternahm das 20. Korps um 5,50 Uhr früh einen Ängriff über den Schelde— Kanal von einschließlich Bellenglise nach Norden. Die 46. Dipifion, die mit Schwimmgürteln, Matten, Trag ahren, Brücken material und Flößen ausgerüstet war, stürmte unter dem Schutze eines konzen— trierten Artillerie! und Maschinengewehrfeuers die Haupt⸗ verteidigungs werke der Hindenburglinie, die hier längs des Ostusers des Kanals laufen.“
Zu dieser Meldung erklärt „Wolffs Telegraphenbüro“:
Wir kennen keine Hindenburglinie. Das im Frühjahr 1917 zur Verkürzung der Front von uns bezogene Stellungs⸗ vstem wurde auf Hindenbürgs Befehl gebaut und erhselt, wie auch seine Fortjetzung nach Norden Und Süden, Namen aus der Nibelungen⸗ sage, wie J. B. Siegfried, Woian, Hagen ufw. Es handelt sich hierbei nicht um eme einzige Linie, sondern um ein in vielen Kilo“ metern Tiese ausg bautes Siellungsspstem, das vielfache Stellungen hintereinander aufweist. Wenn der Feind also hie und da in ken vordersten Teilen dieses tiefen Stellungssvstems Fuß gefaßt hat, so liegt doch noch das ganze Verteidigungsnetz in seiner' Tiefe vor ihm. Die Absicht der Engländer ist zu durchsichtig. Sie möchten die Weit glauben machen, daß nunmehr der Durchbruch gelungen sei. Das ist bewußte Fälschung der Tatfachen.
Höchstleistungen unserer Bombenflieger.
Ungünstige Witterung vermag heute weder bei Tag noch bei Nacht unsere Luftstreükräfte an ihrer erfolgreichen Tatigkeit zu hindein. Das beweisen unsere Hombengeschwader, die in der Nacht vom 28. zum 29. September trotz Sturmes von 20 Metern in der Sekunde und starler Be⸗ wölkung das feindliche Hinterland mit 75 975 Kilogramm Bomben belegten Ein Geschwader warf in mehreren Flügen allein 32 925 Kilogramm Bomben ab, eine Be— satzung startete in dieser Nacht viermal, eine andere sogar fünfmal. Die unermüdliche Arbeit unserer Bombenfliezer beweist am besten die Tatsache, daß ein Geschwader seit dem 1. Januar bis zu dieser Nacht über 700 000 Kilogramm Bomben abwarf. Von 9 Uhr Abends bis fünf Uhr Morgens wurde das gesamte Kampfgebiet in Flandern zum Teil aus sehr niedriger Höhe duich Masseneinsatz von M.⸗G.-Munltion in Atem gehalten. Kolonnenverkehr auf den Straßen, Tiansportzüge auf mehreren Strecken wurden erfolgreich mit Bomben beworfen und unter M.⸗G- Feuer genommen, seuernde Batterien zum Schweigen gebracht, Scheinwerfer und Tugabwehrkanonen lange Zeit niedergehalten. In zahlreichen Orlsunterkünften und Walblagern um Ypern, Arras, Bapaume und St. Quentin erzielten unsere Bombengeschwader einwand⸗ freie Treffer. Auf ben Bahnhöfen Poperinghe, Peronne und Roisel enistanden durch Bomben zahlreiche Brände und Ex— plosionen. Sämtliche Flugzeuge kehrten unversehrt in den Heimathafen zurück. (W. T. B.)
„Berlin, 2. Oktober, Teillämpfe in Flandern Cambrai ruhiger Tag.
Abends. (WB. T. B.) Heftige und in der Champagne. Vor
Großes Hauptquartier, 3. Oktober. (W. T. B.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppen Kronprinz Rupprecht und Boehn.
In Flandern murden feindliche Angriffe nördlich von Staden, nordwestlich und westlich von Roeselare ab— gewiesen. Wir machten hierbei etwa 200 Gefangene. Ebenso scheiterten am Abend Teilangriffe des Gegners beiderseits der Straße Ypern — Menen. Armentisres und Lens wurden in der Nacht vom 1.2. Oktober kampflos geräumt. Wir bezogen rückwärtige Stellungen östlich dieser beiden Städte. Der 3466 ist im Laufe des Tages seilweise nach starker Artillerievorbereitung auf verlassene Stellungen über die Linie Fleurbgix— La Bassse — Hulluch gefolgt. Vor Cambrai ruhiger Tag. Teilangriffe des Gegners aus der Schelde⸗— niederung bei und südöstlich von Rumilly wurden abgewiesen. Stärkere Angriffe und Vorstöße gegen unsere neuen Linien
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Südwestlich von Anizy— Le Chateau und nördlich von Filain schlugen wir Teilangriffe des Gegners ab. Schleswig⸗holsteinische Regimenter verteidigten ihre Stellungen auf dem Rücken des Chemin des Dames gegen starke feindliche Angriffe. Vorfeldfämpfe vor unseren neuen Linien nordwestlich von Reim s. Der Feind stand hier am Abend in Linie Chaudarde — Cormich und dicht vor dem Aisne— kanal In der Champagne setzte der Franzose mit starken Kräften seine Angriffe östlich der Suippes, gegen St. Marie à Py sowie zwischen Somme⸗Py und Monthois hort. Oertliche Einbruchestellen südlich von Orfeuil wurden in Gegenstößen verkleinert. Auf der übrigen Front sind die Angriffe vor unseren Linien gescheitert. Auch beider⸗ seits der Aisne und in den Argonnen blieben Teilangriffe des Feindes ohne Erfolg.
Der Erste Generalquartiermeister. Ludendorff.
„Einstehe für Pflichterfüllung
bis zum Aeußersten!“ Das hat einst ein deutscher Offizier dem Kaiser aus dem fernen Kiautschou gedrahtet, als schon der Tod an die Tore seiner Festung pochte. Auch vor der Feslung Deuischland steht der Tod. Acht Mal schon ist der Ausfall geglückt, der grinsende Schnitter zurück— getrleben. Jetzi wird zum neunten Male Sturm geblasen. Bis in die letzten Ecken und Winkel des Reichs dringt der Ruf zur neuen Offensive des Geldes, zum neuen Wettkampf der silbernen Kugeln, wie eitler Feindesdünkel sich einst aus gedrückt hat.
Spannung hält die Welt gefangen. Wird die Geschichte einst den Enkeln wieder erzählen: .. und alle, alle kamen! ?“ Sie dürfen nichts anderes hören und werden nichts anderes hören, unfere Enkel, wenn seder für uns einsteht für Pflichterfüllung bis zum Aeußersten. Darum zeichne!
Oesterreichisch⸗ungarischer Bericht. Wien, 2. Oktober. (W. T. B.) Amtlich wird gemeldet:
An der italienischen Front mäßige Artillerie und Pa⸗ trouillenkãmpfe. Der Chef des Generalstabes.
Bulgarischer Bericht.
So fla, 30. September. (W. T. B) Antlich. Maze⸗ donische Front. Eantsprechend dem Abschluß des ; Waffen⸗ stillstandes, der von heute ab gilt, sind die militärischen Operationen eingestellt worden.
Türkischer Bericht.
Konstantinopel 30 September (W. T B) Tagesbericht.
Palästinafzont. Die Engländer sind im Kästengebiet nicht über die Linie Tyrus — Hule — See gefolgt. Nord—⸗ östlich Kunetra (an der Straße Tiberias — See —-Damas kus) wurde ein Angriff feindlicher Kavallerie und Panzerautos blutig abgewiesen. Von Derag her sind neue Anariffe des Gegners nicht, erfolgt. Bei Rayak wurde ein feindliches Flugzeug abgeschossen, Insassen gesangen. Auf den übrigen Fronten nichts Neues.
Der Krieg zur See.
Berlin, 2. Oltober. (B. T. P.) Im Sperrgebiet um England versenkten unsere U⸗Boote 32 000 Br.R⸗T., darunter einen amerikanischen Transportdampfer von etwa 7000 Br. RT. Außerdem wurde der amerikanische Trans port⸗ dampfer, Mount Vernon“, der frühere Schnelldampfer des Norddeutschen Lloyd „Kronprinzessin Cecilie“, torpediert, der Erfolg konnte jedoch nicht beobachtet werhen. Nach feind⸗ lichen Pressenachrichten ist der Dampfer beschädigt in einen Hafen eingebracht. .
Der Chef des Admiralslabs der Marine.
Bern, 2. Oktober. (WBW. T. B.) Als Opfer eines Unter⸗ seebootes zählt die erst jetzt eingetroffene „Chicago Daily Tribune“ vom 20 Juli u. 4. den englischen Dampfer „Elysia“ von 6397 Br. R.⸗„T. auf, der am 23. Mai im Mittelmeer ohne Menschenverluste versenkt werden ist.
Parlamentarische Nachrichten.
Nach einem Beschluß des Aeltestenausschusses des Reichstags wird das Plenum, wie „Wolffs Telegraphenbüro“ meldet, am Dienstag, den 8. Oktober, spätestens am Mittwoch, den 9. Oktober, zusammentreten, um die Erklärungen der Re— gierung entgegenzunehmen.
Literatur.
Notstände an höheren Schulen. Von Prof. D. Wilhelm Asmus, Königl. Gymnasialdirektor in Pasewalk. A9ls, Verlag von Duelle und Mever in Leipzig, geh. A6 3.29. Das vorliegende Buch ist dazu bestimmt, auf Notstände an den höheren Schulen und auf einen Weg zu ihrer Abhilfe hinzuweisen. Der Verfasser, seit fünf⸗ undzwanzig Jahren im Schuldienst und während des Krieges im Heeresdienst tätig, hat ein lebendiges Gefühl für die vielen Fäden,
die zwischen der Schule und dem Heer laufen, und hat der Schule gegenüber einen Standvunkt genommen, der frei ben, Neuerungssucht auf eine Abstelling wirklich vorhandener
Schäden drängt. „Die anschauliche Lehrveise, die Hervorhebung des Könnens vor dem Wiffen, die Arbeitsteilung, die Besitzverwaltung, die erziehliche Tätigkeit, das sind alles Aufgaben, deren Lösung auf der Schule einer Nachprüfung ausgesetzt fein wird.“ Besonders eingehend betrachtet werden folgende Gegenstände: Das Rüstzeug fur das Lehr— amt an höheren Schulen. Die Schulschriftei, der Schulschreiber und sein Amt. Arbeit für Kriegsverletzte an höheren Schulen. Das Ge—⸗— füge der Schülerbücherei. Das Schauen in der Schule und dag Schaugerät. Für diese und andere Fragen bietet der Verfasser eine
noͤrdlich und südlich von St. Auen in scheiterten.
Auslandsstudien und neusprgchlicher Unterricht im Lichte des Weltkrieges von Professor Dr; Hans Borbein, Geheimer Regierungs- und Provinzialschulrat. 1918, Verlag von Quelle und Meyer in Leipzig, geh. 1,80 . Geheimrat Borbeim geht in der vorliegenden Schrift von dem Gedanten aus, den der Kultusminister von Trott zu Solz seit dem Februar 1914 wiederholt von amtlicher Stelle aus geäußert hat: das deutsche Volk wurzele, entsprechend seiner früheren Entwicklung, trotz des durch Handel, Kolonien und Flotte angebahnten, Umschwungs, weit mehr als andere Kulturvölter in binnenländischen Anschauungen und müsse, wenn es seine geschichtliché Aufgabe erfüllen wolle, welipolitisch denken lernen. Von iesem Gedanken getragen ist auch die Denkschrift der preußischen Unterrichtsverwaltung über die Förderung der Auslandsstudien, die der Kultusminister von Trott zu Solz im Januar 1917 dem Abgeordnetenhaus überreicht hat. Hier wird gesagt, die iunge Juristengenergtion die dem Staat die künftigen Beamten stelle, die angehenden Oberlehrer, die unsere Bildungeideale in die Jugend der Zukunft pflanzen sollten müßten es in ihren eindrucksvollsten Jahren erfahren, daß die Jen von Weimar und die Zucht von Potsdam zwar auch weiterhin die Grund⸗ lagen unserer Kultur zu bilden hätten, daß aber das neue Deutschland auch andere Aufgaben zu erfüllen habe, als literarisch⸗historisch—= ästhetische Bildung zu pflegen und treue Staatsdiener und tapfere Soldaten zu erziehen. Jeder Akademiker sei berufen, den Blick auch auf die neuen Aufgaben der Weltwirtschaft einzustellen, daher müßten die Auslandsstudien ihren organijchen Platz im lebengen Fluß des akademischen Lebens haben. 6e werden dann die entsprechenden Ein—⸗ richtungen angegeben, die Preußen vorläufig ins Auge gefaßt hat. Dem Siudium muß aber die Schule vorarbeisen und der Hinweis auf die Mittel und Wege dazu ist der eigentliche Gegenstand dieler Schrist. Die Frage, wie der neusprachliche Unterricht künftig zu gestalten set, wird hier von berufener Seite eingehend erörtert und ein weites Feld für künftige Betätigung in Aussicht genommen. ö
Die Pflege der männlichen Jugend. Von Dermann Bauer, Herrnhut. 1918, Verlag von Quelle und Meyer, Leipzig. (Aus der Sammlung: Deutsche Liebezarbeit im Weltkriege. Heraus⸗ gegeben von Wilhelm Scheffen.) Gehunden 2 80 66. Die ken⸗ Msione le Jugendpflege au, (angelischer wie, auf at holtscher Seite blickt auf eine achtzigjährige Geschichte zurück. Eine Aus— sprache der verschiedenen Ver ine hat die Zentralstelle für Volks— wohlfahrt im April 1917 veranstaltet. Der Herrnhuter Unitäts, direktor Hermann Bauer verkennt nicht die Wichtigkeit. eines solchen Vorganges, unternimmt es aber auf Grund langiähriger Erfahrungen, dis Lage und Bedürfnisse der Jugend selbst, mit einem Wort ihre Eigenbewegung, in den Vordergrund der Betrachtung zu stellen. Aus den Lehren der Vergangenheit werden die Aufgaben der Zukunft abgeleitet. Es handle sich nicht nur um die militärische Vor— bildung, die womöglich durch ein Reichsjugendwehrgesetz sicher zu stellen sei, auch die Fortbildungsschule müsse weiter entwickelt werden. Auch die Stellung der freien Organisationen zum Staat und das Nebeneinander von staatlicher und kirchenamtlicher Jugendpflege werden eingehend erörtert.
. Kurze Anzeigen . neu erschienener Schriften, deren Besprechung vorbehalten hleibt. Fin sendu,n gen sind nur an die Schriftleitung, Wil helm str. 32, zu richten. Rücksendung findet in keinem Falle statt.
Aus Deutschlands Waffenschmiede. Mit zahlreichen Bildern und Tafeln Von Dr. J Reichert. 2.50 ς . Berlin— Zehlendorf, Reichs verlag Hermann Raltoff.
Bosporuswellen. Ein Roman aus Konstantinopel von Franz Carl Endres. 3,20 ; gebdn. 4,50 „6. Stuttgart,
Franckhsche Verlagshandlung. ; Durch Ukraine und Krim. Von Dr. Fritz Wertheimer. Mit 1 Karte und 13 Abbildungen. 320 „.; gebdn. 450 4.
Stuttgart, Franckhsche Verlagshandlung.
(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)
Theater.
Königliche Schauspiele. Freitag: Opernhaus. 207. Dauer— bezugsvorstellung. Dienst- und Freiplätze sind aufgehoben. Fidelio. Oper in zwei Akten von Ludwig van Beethoven. Text nach dem Französischen von Ferdinand Treitschke. Zu Anfang: „Ouvertüre zu Fidelio“. Vor der letzten Verwandlung: „Ouvertüre deonsre (Nr. Z)“. Musikaliscke Leitung: Herr Gneralmusikt— direktor Blech. Spielleitung: Herr Holvy. Chöre, Herr Professor Rüdel. — Vorher: Zur Werbung für die 9. Kriegsanleihe: Vorspruch „Deutscher Hexoldsruf“ von Rudolf Herzog. Gesprochen von Fräulein Neff. Anfang 74 Uhr.
Schauspielhaus. 208. Dauerbezugsvorstellung. Dienst und Freiplätze sind aufgehoben. Die Versuchung des Diogenes.
Fin Akt. von Wilhelm Schmidtbonn. Spielleitung: Herr Dr. Bruck. — Hierauf; Der zerbrochene Krug. Lustspiel in einem Akt von Heinrich von Kleist. Spielleitung: Herr Dr. Hruck. — Vorher: Zur Werbung für die 9. Kriegsanleihe: Vor—
spruch „Alle Reune“ von Leo Leipziger. Leff ler. Anfang 7 Uhr.
Sonnghend; Opernhaus. 208. Dauerbezugsvorstellung. Dienst— und Freiplätze sind aufgehoben. Tannhäuser und der Sänger⸗ krieg auf Wartburg. Romantische Oper in drei Atten von Richard Wagner. Anfang 63 Uhr.
Schauspielhaus. 209. Dauerbezugshorstellung. Dienst⸗ und Freiplätze sind aufgehoben. Heimat. Schauspiel in vier Akten von Dermann Sudermann. Splelleltung: Herr Oberspielleiter Pakry. Anfang 75 Uhr.
Gesprochen von Herin
Familiennachrichten.
Verlobt: Erng Freiin von Buttlar mit Hrn. Rittergutsbesitzer 6 Kühl (Königsberg-Ponarth — Gr. Koeskeim-Rasten⸗ urg).
. Hr. Oberleutnant a. D. Dr. jur. Ulrich von Pentz mit Dagmar Gräfin Schwerin (Charlottenburg). — Hr. ian Georg Frhr. von Rechenberg mit Frl. Marguerite Brinck (Bückeßurg). — Hr. Herrmann Frhr. von Salza und Lichtenau mit Frl. Elinor von Boxberg (Schloß Zschorna).
Geboren: Ein Sohn: Hrn. Hauptmann Hans Cabanis (Burg Katz 4. Rhein). — Eine Tochter: Hrn. Bergassessor Dr. von Scotti (z. Zt. Bonn).
Gestzorben: Fr. Johanna von Natzmer, geb. von Blumenthal (Langebrück).
Verantwortlicher Schriftleiter: Direktor Dr. Tyrol, Charlottenburg. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Der Vorsteher der Geschäftsstelle, Rechnungsrat Mengering in Berlin. Verlag der Geschäftsstelle (Mengering) in Berlin. Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlagsanstalt, Berlin, Wilhelmstraße 32. Vier Beilagen sowie die Inhaltsangabe Nr. 39 zu Nr. 5
Fülle von zweckdienlichen Vorschlägen, die Beachtung verdienen.
des öffentlichen Anzeigers
zum Deutschen
, 24.
Neichsanze
Erste Beilage
iger und Köÿniglich Preusischen
Staatsanzeiger
ö — s ‚ Berlin, Donnerstag, den 3. Oktober 18S. ö. ö — . Woh ᷣ . . . hifahrifleae. Der Evangelische Bund will in Wort und Schrift alles tun, um Börse in Berlin bolländisches GSesez zur Bekämpfun g der Wohnungsnot. . aft und deutschen Mut und starkes Vertra en im Volke (Notierungen des Börsenvorstandes)
Von der zweiten Kammer ist einem Gesetzentwurf sti zu erhalten und zu mehren. Nach anregendem, ernstem Austausch der . . worden, der die gegen die besickenke * st ch 3 . uf * immt Erfahrungen, an dem sich Männer aller Berufe und aus allen i hom 3. Oltoöber Lom 2. Oltober eh von Staat Und Gemeinden khn — i e, . deutschen Stämmen lehhaft beteiligten, wurde einmütig eine dahin— für Geld Brier Gen Brief
iernach ist, wie das „Zentralblatt der Vander ral mer ee ft gh. gehende Kundgebung beschlossen. 6 J . 366 . *
r e Ingenieur“ : de Ge n, ge,. ; — — ollan Bulden 309 30 , 30 . . Wer r ufs ln lag erf n, ermäch!igt, Im Wil senschaftlicken Theater der , Urania Binemark joh Kronen 153 JJ , hn n gen achweiseg und Tan , nume! Hon Einrichtung eines (Tuubenstraße) wird am Dlenztag, den' 5. Oftober, Abends 8 Uhr, Schweden 109 Fronen 212) 2121 212 2121 wohnungen aufzuerlegen. Die Notk auten . . der Führer der II. Minensuchflottille, Kapitänleutnant Doflein, in Norwegen 1090 Kronen 1887 1881 1881 1383
ni V . inem e „Der Kampf ? inensuchflotti . elfingsfo Kinn Mar 75 76 76 76 nohnungen (semi-permanente woningen) gi ah ö . n, Vortrage „Der Kampf der Minenfuchflottillen in Nord- und Helfingsfors 1969 Finn Mark 5 ht 6 * Regel nach fünf Jahren befeitigt werden 9 6 e Fan der stseen an der Hand zahlreicher Lichtbilder und kinematographischer Schweiz 100 Franken 146 147 1461 14 guch noch ein Jahr länger benutzt , . 69 ausnahme weise Vorführungen die Tätigkeit? auf den zahlreichen Men ensperren . ö . ö Fosten des Erwerbs und der Aufschli 9 bun. Zu den schildern, die unseren U⸗Booten die Wege verlegen sollen. In Budapest 100 Kronen 57, 0 57380 57, 70 57380 uh der 6rricht ang cer Meuten rf n 1. . des Baulandes hartem Kampf feit Kriegsbeginn stets unter vollem Einfatz An Bulgarien 100 Leva 79 791 79 793 u ig wt en nä nis eh ser, ö ö . ,, sich frei, Perfonal und Bobten ist es den Minensuchflottillen gelungen, den Konstanti⸗ ö, ; ; uffe g0 vr beizutragen, für wesches gn ht , . . der Staats H.Booten unserer Flotte freie Bahn zu schaffen, Hunderte von novel 100 Piaster 20,60 20,70 20,50 20,50 . l Hin ion en rd, eren f. ö. K ö, Minen sperren haben sie geräumt, und manches Bool ist dabei in die Madrid und , . 2 39 1 snd nicht als Vorschuß zu betrachten; von den Miölen, en Abbruch. 3 stesfhgenz Sh tilles Heldentum liegt be onders, ü unseremm Barcelona 100 Pesetas 13 110 16 140
niöseß und, den Cinnahmen us der zukünftigen Wiederveräuße 6 Baulandes sind aber 960 vH ĩ rãuß
lußerdem werden den Gemeinden 50 60 Gulden Förderung der privaten Bauunternehmung zur Verfügung gestellt.
Land⸗ und Forstwirtschaft. Ernteergebnisse und Saatenstand in der Ukraine. ; ö Kaiserliche Konsulat in Jekaterinoslaw berichtet unterm 5. d. M.:
Im allgemeinen war die Ernte im Amtsbezirk des Kaiserli
Konsulats Jekaterinoslaw für Wintergetreide mit ken für 9 ö. getreide schlecht. Der Ertrag für die Djesjatine betrug bei Winter— veizen in den deutschen Kolonien im Durchschnitt 70 bis 80 Pud oder bis 18 für 1“ ha. Vereinzelt wurden auf Schwarzbrache Erträge biz zu 150 Pud für die Djesjatine oder 27 c für 17 ha erzielt. = Sommerweizen hrachte ün Durchschnitt selbst in den deutschen Folonien noch nicht 20 Pud für die Bjesjatine oder 35 t für 1 ha. Bei den ö namentlich, den Bauern, waren die Erträge noch ringer, Der Grund für die schlechte Ernte lag haupt⸗ sichlich an Regenmangel im Mai und Juni. Wenn snfolge der ungünstigen Witterung schon die Sommer⸗ ernte auf ordnungsmäßig bestelltemn Boden schlecht war so mird das Gesamtergebnis noch dadurch erheblich heruntergedrückt, paß infolge der Agrgrunruhen große Flächen von Gutsland ent— weder überhacpt nicht oder zu spät oder unsachgemäch be— kellt wurden. Wenn somit der diesjährige Ernteertrag gering mutfallen dürfte, so sind die Hoffnungen für das kommende Fahr einstweilen recht gut. — Die eingetretene Ruhe und Sicherheit, her verhältnismäßig bessere Ausfall der Wintersaat im Gegensatz zur Eommersaat und die augenb icklich günstige Witterung, sowie endlich in genügender Vorrat an Wintergussaat boten großen Anreiz für mne umfangreiche Winterbestellung, sowohl bei den Deutschen wie bei en Russen. Man schätzt die Anbaufläche von Wintergetreide auf etwa b vy mehr als im Vorj hr. — Di Witter ng ist bisher günstig gbliebe, insbesondere hat sich reichlich Regen bei warmem Wetter ingestellt. Infolge dessen ist die Saat überall prächtig aufgegangen [ d ve spricht das Beste. Man kann daher eine gute Weizenernte n kommenden Jahr erwarten.
Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs⸗ masregeln.
Schweiz. Der Schweizerische Bundesrat hat unterm l6. September d. J. olgenden Beschluß erlassen:
Der Schweizerische Bundesrat, auf Grund amtlicher Berichte, in Ausführung von Art. 49 der Verbrdnung über die Maß⸗
ahmen zum Schutze gegen die Cholera und die Pest, soweit sie die
Berkehrsanstalten, den Personen⸗, den Gepäck, und den Warenverkehr
betreffen, vom 30. Dezember 18994. Februar 1905,
auf Antrag seines J
eschließt:
Art. 1. Schweden ist nicht mehr als choleraverseucht zu be⸗
hachten und sämtliche gegenüber den Herkünften aus diesem' Lande
nnch Bundesratsbeschluß vom 26. Jull 1918 angeordneten Maß⸗ nahmen sind aufgehoben.
Art. 2. Dieser Beschluß tritt am 18. September 1918 in Kraft.
Verkehrswesen.
a. Nach und aus der Krim werden fortan gewöhnliche offene Briefe, Postkarten und Warenproben befördert. Zugelassen sind die Pitsche, die russische und die französische Sprache. Die Sendungen d nach den Sätzen des Welipostvertrags freizumachen.
Theater und Musik.
n Im, Königlichen Opernhause wird morgen, Freitag, Fidelio“ mit den Damen Wilbrunn Sax und den Herten Knüpfen, sichner, Armster, van de Sande und Philipp in den Hauptrollen sugelührt. Musikalischer Leiter ist, der Generalmusikdirektor Blech. Im Kön lichen Schauspielhaue werden morgen „Die Bersuchung des Diogenes“ und „Der zerbrochene Krug“ in der ge⸗ hohnten Befetzung gegeben.
Im Komödienhaus findet am kommenden Sonnabend die miau führung des Lustspiels „Die tanzende Nymphe“ von Rudolf Fhanzer und Ernst Welisch statt. Spielleiter ist Ernst Welisch. end ühnenbilder sind nach Entwürsen von Rochus Gliese her—
Mannigfaltiges.
Der „Evangelische Bund zur Wahrung der deutsch⸗ otstantischen Interefsen“ hielt am 2. Sktoher in Berlin Line Gesamtvorstandsfitzung ab, zu der sich zahlreiche Vertreter der undeshauptvereine aus Nord und Süd zusammengefunden hatten. ⸗ lttelpunkte der Verhandlungen stand, wie W. T. B.“ be. het ein von dem Vorsitzenden Br. Ot to Everling begründeter antrag des Bundespräsiddiums, eine neue Mobilmachung des bangelischen Bundes zur Siärkung des Willens und der Fwersicht, in unserem Volkè anzubabnen. In. der ernsten lunde in der es gilt, alle geistigen und sitllichen Kräfte in un Dienst des vom Kriegswetter umtobten Vaterlandes zu föellen, hsndie einmüttge Stimmung aller Anwesenden dahin, wieder E schon im Jahre 15 4 die Lganze Gfiederung des Bundes mit n, mehr als 3000 Zweigvereinen und seinen Hunderttausenden von Fägliedein in den Dsenst des vaterländischen Gedankeng zu st llen. n Haupt, und Zweigverelnen des Bundes werden bestimmte Maß—
rung an die Staatskasse abzuführen Cinem Inspecteur van het Saatstoeʒicht op e , ,,
nebst HilfsbWeamten wird die Ausführung kes Gesetzes übertragen. als Beihilfe zur
Minen suchboots⸗Maschinenpersonal, das unten aushalten muß, wenn die Boote auf den Minen herumfahren.
Am 25. September ist in Prag das von Heinrich Waldes begründete, an dieser Stelle schon früher eiwähnte Knopfmuseum 'in neuen großen und prächtig ausgestatteten Räumen eröffnet worden. Der Knopf gilt, obgleich er eine wichtige Rolle in der Industrie spiell, beute in allgemeinen als eine Kleinigkeit. Es ist aber nicht zu übersehen un wird gerade durch diese einzigartige Sammlung im großen Stil er⸗ wiesen, daß die Geschichte, Technik und Kunst? der Fleider—
derschlüsss ein, gut, Teil von dem in Anfpruch nimmt, was überhaupt die Entwicklung der menschlschen Bekleidung und, in neuerem Sinne auch der Mode umfaßt. Ein Gang durch die wertvolle und reichhaltig ausgestatiete Sammlung
lehrt, daß die Anfänge der Kleiderverschlüsse, wie freilich schon durch zahlreiche vorgeschichtliche Sammlungen bekannt ist, in die frühesten Zeiten der Menschheit zurückreichen. Sobald der Mensch sich über— haupt mit irgendwelchen Hüllen bedeckte, war auch ein Verschluß not— wendig. Die älieste Art des Verschlüsses bestand wohl darin, daß bon den zunächst benutzten Fellen zwei Enden einfach miteinander, verknotet wurden, woraus fich dann weitere Bindeverschlüsse eniwickelten. Dann wurden Pflanzendorne benutzt und später durch fünstliche Nachbildungen aus Knochen und Metall ersetzt, womit die Ürform der Stecknadel ge⸗ schaffen wurde. Die Fibel (Spange), die schon in vorgeschichtlicher Zeit erdacht und verfertigt wurde und die bei Völkern des tlassischen Altertums bereits zu hohen Kunsttormen entwickelt war, ist das Verbild, der heutigen Sicherheitsnadel. Der Knopf ist erst eine spätere Entwicklungestufe, tritt aber schon im alten Rom neben die Spange, freilich nur in einer Form, als Doppelknopf, der in der Hestalt und Verwendungsagrt mehr unserem heutigen Manschetten— knopf entspricht. Dann solgt die ganze weitere Entwicklung bis auf die Gegenwait, die im Knopfmuseum nicht nur in stoff lichen Aus—⸗ führungen, sondern auch in der Ueberlieferung der Malerei und Plastik, die besonders für das Mittelalter die wichtigsten Urkunden bedeuten, veranschaulicht wird.
Stockholm, 2. Oktober. (W. T. B.) In der Nähe von Norrköping hat sich gestern ein schweres Edrenbahnunglück auf der Linie Malmö — Stockholm ereignet. Der nordwärts fahrende Zug entgleiste infolge Unterspülung des Eisenbahn⸗— dam mes durch Regen. Der ganze Zug lief vom Gleis und geriet in Brgnd. Das Unglück ereignete sich an einer Sielle, an der die Bahn ziemlich neu war. Sowohl der Bahndamm, er einer steilen Berg— wand folgt, wie guch die Landstraße sind wie wegrassert. Der Dampi— kessel und die Gasbehälter zersprangen wodurch der Zug in Brand geriet. Eine Dampfspritze traf von Norrköping ein, konnte aber nichts ausrichten. Ein zu dem Zuge gehörender Wagen mit Schülern steht ebenfalls in Flammen. Es ist nicht möglich, den Reisenden in den brennenden Wagen zu helfen. Roch ift keine Angabe über die Zahl der Opfer möglich. — Der deutsche Gefandte bat der schwedischen Regterung anläßlich des schweren Eisenbahn— unglücks bei Norrköping seine wärmste Teilnahme ausgesprochen
Handel und Gewerbe.
im Reichswirtschaftsamt „Nachrichten für Handel, und Landwirtschaft“„)
Finnland.
Erleichterung der Einfuhr und Aus fuhr. Nach einem Senatsbeschlusse können nunmehr Umzugsgüter ohne besondere Bewilligung nach Finnland eingeführt und gus Finnland aus— geführt werden. Tie Zollbehörden sind ermächtigt, nach Prüfung des Falles die Einfuhr und Ausfuhr von Umzugsgut zu gestatten. Ferner können Postpakete mit einem Werte von wböchstens 100 finnischen Mark ohne besondere Bewilligung eingejühit werden, wenn die Ware jür den Eigenbedarf des Empfängers be— stimmt ist. Ist anzunehmen, daß Mißbräuche bei dieser Einfuhr vor— kommen, so kann die zuständige Stelle den Einführer veranlassen, eine Bewilligung in gehöriger Ordnung nachzufuchen. Nachdem erst die nötige Erfahrung gewonnen ist, wud der Handels- und Industrie— ausschuß nähere Anweisungen erlassen. U. a. können nunmehr von den Zeitungen Klischees ohne besondere Bewilligung eingesührt werden. (Nach Hufvudstadsbladet.)
(Aus den
zusammen⸗ gestellten
Indust eie
6
— Laut Meldung des „W. T. B. betrugen nach den vor— läufigen Ermittelungen die Verkehrseinnahmen der öster reich ischen Staatsbahn im Monat August 1918 127 239700 Kronen, dies ist gegen den gleichen Monat 1917 eine Mehreinnahme um 35 363 094 Kronen. Vom 1. Juli 1918 bis Ende August 1918 wurden 242 622 100 Kronen eingenommen; dies ist eine Mehrein⸗ nahme um 6h 722 000 Kronen gegen die gleiche Zeit des Votjahres. Wien, 2. Oktober. (W. T. B.). In der heutigen Sitzung des Ve waltungtrats der Oesterreichischen Alpinen Mon ian⸗ gesellschaft wurde über die Ergebniss. des ersten Halbjahrs des laufenden Geschäftsjahnes berichtet und sestgestellt, daß, dieles Halb— jahr annähernd dasselbe Ergebnis gezeitigt hat, wie im Vorsahre. Die Herstellung der wichtigsten Erzeugnisse weist einen wetteren Rückgang auf. Im Absatz von Eisenfabrikaten ergab sich ein Ausfall von 679 000 Meterzentnern.
Exekutionsverkäufe sowie spekulative Abgaben wirkten bei heutiger Eröffnung der Börse zusammen, um einen Druck auf die Haltung aus uüben. Die Preise gaben durchweg nach, besonders waren Schiffahrisaktien u. a. Hansa, stark in Mitleidenschaft gezogen.
Berichte von auswärtigen Wertpapiermärkten.
Wien, 2. Oktober. (W. T. B.) Die Börse stand auch heute unter dem Diuck forigesetzter Positionslösungen, weiche einen weileren scharfen Rückschlag der Kurse zur Folge hatten. Bei Eröffnung machte sich zwar auf Grund lokaler Beckungen eine leichte Erholung geltend, der aber bald eine allgemeine Veiflauung auf dem Fuße folgte. Zur Ermattung trugen neben heimifchen ÄAbgaben Zwangs- vertäufe für Budapester Rechnung bei. — Empfindliche Einbußen erlitten namentlich die leitenden Kulissenpapiere. Das führende Bankpapier fiel um 25 Kronen, die führende Transporlaftie um 28, österreichiche Bergwerksaktien um 21 bis 50, ungarische Eisenaktten um 43, Kanonenwerte um 2l, ungarische Kohlenaktien um 30, Tabak— werte um 42 und QCrientbahnaklien um 155 Kronen im Kurse. Im Schranten war die Stimmung geteilt. In besserer Nack frage standen insbesondere Brauerei,, Webwaren⸗-, Zucker und Emaileakttten, sonst herrschte Angebot vor. Der Anlagemarkt blieb ruhig.
Wien, 2. Oktober. (W. T. B) Amtliche Notierungen der Devisenzentrale. Berlin 173,30 G., 173,60 B., Amsterdam 535 50 G., 536,509 B., Zürich 2545 G., 265,50 B., Kopenbagen 325.75 G., 325 55 B. Stockholm 368.00 G., 36500 B., Christiania 326,75 G., ö. ö. Konstantinopel 36,25 G., 36, 00 B., Mark oten 175, 00 G., 73,40 B.
London, 30. September. (W. T. B.) 240,0 Engl. Kor sols 59, 5 oso Argentinier von 1886 —, 4 ( Brasilianer von 1889 62, 4010 Japaner von 1899 73, Z o Portugiesen — H/ g Russen von 1905 583, 4 0 Rufsen von 1969 —, Baltimore and Ohio ==, Canavzian Pacifie 1744, Erie — National Railways of Mexiko —, Penn sylvani! — —, Sou hern Pacifie ——, Union 5 — — United States Steel Corporation 118, Anaconda
opper — — Rio Tinto 708, Chait red 18.3, De Beers 16356, Goldfields 118 6. Rant mines 3. — 5 oñg Krtegsanleihe Hr, 4 6g Kriegsanleibe 1633. 34 0ĩ Kriegsanleihe 88. Privardiskont 31. Silbe höchstpreis 423.
Paris, 1 Oktober. (W. T. B.) H of Französische Anleihe 38 30. Zoso Französische Rente 62,0. 4 070 Span. äußere Anleihe 05,00 Ho /o Russen von 1506 —, —, 3 0 Russen von I8utz — — 50 Türken unif. — —, Suez⸗Kanal 530) Rio Tinto 1945.
Am sterdam , 30 September. W. T. B.) Fest. Wechsel auf Berlin 32.95. Wechsel auf Wien 17 65. Wechsel auf Schwei; 47 15, Wechlel auf Kopenhagen 62, 50, Wechsel auf Stockholm 69, 29, Wechset auf New Jork 21200, Wechsel auf London 10 11, Wechsel auf Paris 3872. — 48 9½ Niederländische Staatsanleihe 99, Obl. 309 Niederl. W. S. 674, Königl. Niederländ. Petroleum Hoi, Holland⸗Amerita⸗Linie 437, Niederländisch-Indische Handelsbank 19533, Atchison, Topeka Santa Fé 854, Rock Island —, Southern Pageifie — Southern Railway 243, Union Pacifie 1235, Unaconda 137. United States Steel Corp. 994, Französisch-Englische An— leihe —, Hamburg⸗Amerika⸗Linie —. openhagen, 2. Ottober. (W. T. B.) Sichtwechsel auf Hamburg 52.00, do. auf Amsterdam 160,00, do. auf London
16,45. do. auf Paris 64 00. Stockholm, 2. O tober. (W. T. B.) Sichtwechsel auf do. auf schweizer. Plätze
Berlin 48 00, do. auf Amsterdam 148 00, An der
69, O9, do. auf London 15,35, do. auf Paris 59, 00.
New gorkt, 1. Oktober. (W. T. B.) (Schluß.)
Börse entwickelte sich im Hnblick auf die aus Europa vorliegenden Meldungen ein sehr reges Geichäft. Tie Stimmung war während des gesamten Verlaufes wiederholten Schwankungen unterworfen. Anfänglich überwogen Abgaben, doch trat späterhin infolge von spekulativen Käufen, die in Spezialpapieren, Schiffahrtsaktien und ETisenbahnwerten, vorgenommen wurden, eine Erholung ein. Im Schlußvertehr wirkte das erneute Angebot von Ssahltrustaftien und Eisenbahnwerten verstimmend und die Haltung war schließlich un regelmäßig. Umgesetzt wurden 860 000 Aktien. Tendenz für Geld: Fest. Geld auf 24 Stunden Durchschnittssatz 53, auf 24 Stunden letztes Darlehn 6, Wechsel auf London (60 Tage) 4 73 00, Cable Trans ers 4376,59 Wechsel auf Paris auf Sicht 5.47 50 Silber in Barren 1013, 3060 Northern Pacifie Bonds 58, 4 oo Verein. Staaten Bonds 1925 106, Atchison, Topeka u. Santa Fe 863, Baltimore und Ohio 538. Canadian Pacifie 166, Chesapeake u. Ohio 57s, Chicago, Muwaukee u. St. Paul 485 Denver u. Nio Grande 46,
Illinois Central 5, Louisbike u. Nashville 1143, New York Central 746, Norfolk u. Western 104. Penniylvansa 433,
Reading 898, Southern Paecifte 88, Copper Mining 69, pref. 1103.
Union Pacifie 123, Anaconda United States Steel Corporation 1098, do.
Berichte von auswärtigen Warenmärkten.
London, 30. September. (W. T. B.) Kupfer vrompt 122. Liverpool, 390. September. (W. T. B.) Baumwolle. Texas 53 — 54 Punkte, Brasilianische 56 Punkte höher. Liverpodgl, 1. Okteber. (W. T. B) Baumwolle. Umsatz 200 Bellen, Einfuhr 34 300 Ballen, davon 21 600 Ballen am ri⸗ kani'che Baumwolle. — Für Okt ber 23,72, für November 23 36. New Jork, 1. Oktober. (W. T. B j (Schluß. Baumwolle loko middling 34,30, do. jür Oktober 33 0ö5, do. für November 32 90, do. für Dezember 32 60, New Orleans loko middling 33 12, Petroleum refined (in Cases) 1925, do. Stand. white in New Jork 1556, do. in tanks 8, 25, do. Credit Balances et Oil City 4,06, Schmalz prime Western 2722. do. Rohe u Brothers 28.75. Zucker Zentri— fugal 7,28, Weizen Winter 2378. Mehl Spring-⸗Wheat JYelears 1075 11,25, Getreidettacht nach Liverpool nom., Kaffee Rio Nr. 7 loko gt, do. für Oktober 8, bo, do. für Dezember 8, 50, do. für Januan 8 95.
Rie de Janeiro, 39 September. (W. T. B.) Kaffee. Zu⸗ fuhren: In Rio 9000 Sack, in Santos 49 000 Sack.
Später erholte sich die Börse. Der Schluß war ruhig.
nien anempfohlen und Richtlinien für diese Arbeit gegeben werden.
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