vom 26. November 1914 (GBl. S. 487) und vom 10. Fe⸗ bruar 1916 (RS Bl. S. 89) ist für die folgenden Unter⸗ nehmungen die Zwangg verwaltung angeordnet worden.
327 Liste. A. Der Erbanteil der sisc
Meisll in — „1 111
Straßburg, den 27. Seplember 1918. Ministerium für Elsaß Lothringen. Abteilung des Innern.
J. A.:. Dittmar.
— ——
h nin n gn, Betrszsgk3nslgr & AaE * 3 m nher * Getreidehandler Robert Schmieder in k k = . 2 er Handel mit Mehl bis zum 31. Dezember
ö wolden.
Frteilung und Entziehung sowie mit Lebens- und Futtermitteln
J Hotop.
ö . ,,, be (. 3u Große nhann.
Betanntmachung. Der Leonhard Gutgesell Witwe, Anna Marie geb. Neumaier, in Offenbach a. M., Großer Biergrund Nr. 27, ist wegen Un— zuverlässigkeit der Handel mit Obst und Gemüse untersagt worden. . . Offenbach, den?
Großherzoglich Hessisches Kreisamt. Spamer.
1290
Die von heute ab zur Ausgabe gelangende Nummer 132
des Reichs⸗Gesetzblatis enthalt unler ö Nr. 6480 eine Befanntmachung, betreffend die Unter—
stützung von Familien in den Dienst eingetretener Mann⸗ schast n vom 28 September 1918, und unter ö
Nr 6481 eine B kanntmochung über genehmungspflichtige gewerbliche Anlagen, vom 2. Oktober 1918.
Berlin W. 9, den 3. Oktober 1918.
Kaiserliches Postzeitungsamt. Krüer.
Königreich Preußen.
Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht:
den vortragenden Rat im Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten, Geheimen Regierungsrat Freiherrn von Maltzahn zum Geheimen Oberregierungsrat,
das Oberbergamtsmitglied, Geheimen Bergrat Kast in Halle (Saale) zum ständigen Stellvertreter des Berghaupt— manns mit dem Range der Oberregierungsräte.
den Direktor des Realgymnasiunmss in Reichenbach i. Schl. Dr. HBlümel zum Provinzialschulrat und
den Oberlehrer am Städlischen Gymnasium nebst Real—⸗ gymnasium in Bonn Dr. Post zum Gymnasialdirektor zu ernennen sowie
dem außerordentlichen Professor in der medizinischen Fakultät der Friedrich Wlheims U inersität in Berlin Dr. Grunmach den Charakter als Geheimer Medizinalrat und
dem Buchhalter beim Staateschuldbuchbüro Leeder in Berlin aus Anlaß seines Ausscheidens aus dem Staatsdienste den Charakter als Rechnungsrat zu verleihen.
Seine Majestät ber König haben Allergnädigst geruht: die Landrichter Grote bei dem Landgericht III in Berlin, Reichhelm in Landsberg a. W., Krahe in Saar— brücken, Dr. Plesser und Lauth in Essen, Gerhandt in Insterhurg, Dr. Ahlbrecht in Danzig, Schimmelpfennig in Halle a. S., Schleyer in Magdeburg, Dr. Schumann. in Meseritz und Laßmann in Siettin zu Landgerichtsräten, die Amttzrichier Feußner, Lindhorst und Freders⸗ hausen bei dem Amtsgericht Berlin-Mitte, Priwe, Dr. Lutz und Fischer in. Neutölln, Dr. Steinitz in Beuthen in OD. Schl, Dr. Schlichting in- Rosenberg in- O. Schl., Krenziens in Cassel, Hartung in Naumburg: (Bezirk Casseh, Sieb ert in Neustadt . H, Mahler in Achim, zum Sande in Emden, Behrens in Lehe, Dr. Mayer in Aachen, Schober in Bensberg,. Dr. Baumann; in Hillesheim, Bewerumge in Neuerburg, Albers in Dülken, Dr. Spaar— mann in Düsseldorf, Dr. Heiermann in Mettmann, Dr. Möntenich in Remscheid, De. Crüwell in Bünde, Diekmann in Dortmund, Gentemann in Essen, Lucas in Langendreer, Fecke in Medebach Henrich in Pleztenberg, Werntze in Rheine, Dr. Alffers D W
1 n 7 6.
in Schwerte, Dr. Weitz in Siegen, Wege—⸗ mann in Bad Bramstedt, Witthöft in Flensburg, Heesch in Toftlund, Lieck und Kluge in Tilsit, Dr. Matthigae und
Schroeder in Neustadt i W⸗Pr, Kamecke in Lautenburg,
Kraume in Egeln, Israel in Giöningen, Weidemann in Jerichow, Muche in Jarotschin, Dr. Hoffmann in Koschmin, Sermond in Labischin, Brennmehl in Ostrowo, Dr.
Gentzen in Posen und Dr. Becker in Bergen a. R. zu
Amtsgerichtsräten und .
; die Staatsanwälte Dr. Hentschel in Görlitz, Hedemanr Fin Ratibor, Dr. Schulte bei der
schaft des Landgerichts in Düsseldorf, Mülhgusen in. Duis—
burg und Zippel bei der Obersiaatsanwaltschaft, in Könige—
berg i. Pr zu Staatsanwaltschaftzäten zu einennen,
dem Amtsgerichtsrat Weinberg in Mülheim (Ruhr),
dem Rechtsanwalt und Notar, Justizrat Dr. Bödiker in'
Münster (Wesif) und dem Rechtsanwalt, Justizrat Bock in Bielefeld den Charakter als Geheimer Justizrat, sowie
den folgenden mütleren Gerichts- und Staatsanwaltschafts⸗ beamten den Charakter als Rechnungsrat zu verleihen:
im Kammergerichtsbezirke: den Kammergerichissekretären Blaese und Wall, dem Gericht kossenrendanten Olbrich in Neukölln, dem Landgerichtsobersekreiär Koch in Cottbus, den Amtsgerichte obersekretären Tesch ke und Hansen bei dem Amtsgerichte Berlin-Mitte, Kalbe in Berlin⸗Lichter⸗ felde, Die dtmann in Crossen . O. und Wohle in Zehdenick, den Staatsanwaltschafttzobersekretären Skronn bei
berger
den Amtsgerichtssekretärer
Gerichtsschreiber Wagner in
Staats auwaltschaft des Landgerichts. in Cöln, Hermansen bei der Stautsanwalt⸗
—
2 77 zmalts haft JI 1 N 15 k r* 5yr ! ⸗ der Staatsanwaltschaft JI in Berlin, Lang in Frankfurt a. O. 2*1* J 1 1 Rax 2 F211 r ** ö 28** und Zehlke in Potsdam, den Kalkulatoren Haagen bei dem
Amtsgericht in Neukölln, Kohlmorgen bei dem Amtsgerichte Amtsgericht in Charlotten⸗ T ne schule Berlin, Oberlehrer Dr. Jacohsthal ist das Pradi . Berlin, Professor verliehen worden. dem Landgerichte II in ö
Berlin⸗Mitte und Kaul bei dem burg, den Landgerichtssekretären Dulke, Hettwer, und Bischoaff bei dem Diener, Benn und Prillwitz bei Berlin, Ludwig und Briese bei dem Landgerichte II in Berlin, den Amts gerichtssekretären Kram me, Bar—
ich, Schubert, und Hellmig bei dem Amis⸗
ste Ber lin⸗Mitte, h
n 88 1 ** . 3 9 z5rl ; * Wegener bei dem Amtsgerichte Berlin⸗ 33 564 und Schulze dding, Ulbricht und Schulze in
Berlin⸗ Tempelhof
NMerlin⸗-Zhöß nor T nun ] Ng in ⸗ Bel lin- —choner erg, Vann! 9 in Berlin⸗ 2 . 5
Frank⸗
Müntzen⸗ Landgericht L in
*
zen! hö! In Mrik ma] 4 5 seißensee, Bachhuber in Pritzwalk, Gans in
in Sorau i. N. L.,, Gaul, Meyer
8
Fridrihowicz in 2 .
furt a. O., Mille vi
Richter in Neukölln, den Staaisanwaltschaftssekretären Lentz und Riemel bei der Staatsanwalischaft Lin Berlin, Klopsch bei der Staatsanwalischaft I in Berlin und Mahlow in Prenzlau ?
im zerlandesgerichtsbezirke dem Rechnungs⸗ revisor Slanina in Beuthen i. O. « den Amtsgerichts⸗ obersekretare er in Königshütte i. O Schl. und Piegsa in Neusta i. O. Schl., den Landgerichtesekretären Nowak in Beuthen i. O. Schl. und Geisler in Görlitz, Stenger, Höhne, Habricht und Häusler in Breslau, Frankenstein i zl. Greger in Neisse, Biel in Wohlau, Jendralski in Königsh i. O. Schl., Schuhert in Liegnitz, Ehlert in A i. Schl., Opitz in Lauhan, Klim ek in Glatz. J 1 Myal Kurtz in Schweidnitz und Kothe in Hiadenburg i O. Schl. sowie dem Staatsanwalt— schaftssekretär Sommer in B
im Oherlandesgerichtébezirke Cassel: den Amtsgerichts⸗ sekretären Eckhardt in Bergen b. Hanau, Fischer in Treysa (Bez. Cassel und Bickel in Brotterode,
im Oberlandesgerichts bezirke Celle: dem Kalkulator Booß hei dem Amtsgericht in Hannover, den Amtsgerichtssekretären Schmalstieg in Hannover, Baxmann
Wilcke in Hameln und Klohn in Göttingen,
im Ober landesgerichte bezirke Cöln: dem Oberlandesgerichts⸗ sekretär Weinstock in Cöln, dem Rechnungsrevisor Krüger in Trier, dem Staatsanwallschaffsobersekretär Ju st in Koblenz, dem Landgerichtssekretär Mack in Koblenz. den Amtsgerichts— sekretären Dillmann in Koblenz, Weim er und Hubert in Trier, Krings und Hentges in Aachen, Kartels in Bonn, Bunte, Meinberg und Küster in Cöln und Lichtenberg in Jülich sowie dem Staatsanwalischaftssekretär Schwarze in Koblenz,
im Oberlandesgerichtsbezirke Dü sseldorf: den Oberlandesz⸗ gerichtssekretären Köhler, Hirsch, Falkenburg und Schooff in Düsseldorf, dem Nechnungsrevisor Gronau in Elberfeld dem Landgerichtsobersekretär Morlath in Elberfeld, den Amisgerichtssekretären Schenk, Simons und Sicora in Duisburg, Eikmann in Crefeld, Stöffhase in Düsseldorf und Löscher in M.⸗Gladbach,
im Oberlandesgerichtsbezirke Frankfurt a. M.: den Land⸗ gerichtssetretären Dien stbach urd Imgardt in Wiesbaden, sowie den Amtsgerichte sekretären Knöll in Frankfurt a. M. und Haug in Wald (Hohenzollern),
im Ober landes Meichtebezi ke Hamm: dem Seeliger bei der ng äüizt auptfasse in Hamm i. W., den Gerichtskassenren dauten Earisch in Buer (Westf) und Dyt⸗ klewicz in Bochum, dem Landgerichte sekretär Vogt in
M 8
Münster i. W., den Amtsgerichtssekretären Getzin in Steele ! 184 8 —
287 * Ser d ile
und Werner in Charlottenburg, Seydel in Neudamm und 9 õ
Dem Gymnasialdireklor Dr. Post ist die Direktion des
Gymnasiums nebst Realgymnasium in Kreuznach übertragen
worden. Dem Privatdozenten an der Königlichen Technischen Hoch— 54
1
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*
Ju stizministerium. n Notar Dr. Bigenwald in Nideggen (Amtsgerichts⸗ Düren) ist der Amtssitz in Zülpich (Amtsgerichtsbezuk Eue kirchen) angewiesen.
Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. Dem Domänen pächter Hecht in Frauengarten, Regierungs— bezirk Bromberg, ist der Charakter als Königlicher Ober⸗ amtmann verliehen worden.
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Gröbner, Sobotta in
in Obernkirchen,
Kassierer
Auf Grund de der Bundesratsberordnung über die Fern—
. 8 72 * ö haltung unzuperlässiger Personen vom Handel vom 23. Septeinber 3
1915 (RG Bl. S. ist dem Molkereibesitzer Rusch in Gudden von mir die Wiederaufnahme seines Molkereibetriebes gestattet. Tilsit, den 30. September 1918. Der Landrat. von Schlenther.
1
Bekännimachung.
Gemäß 5 1 der Bundesratsberordnung vom 23. September 1916 zur Fernhaltung unzuverlässiger Personen bom Handel ist der Firma Mehlhorn, Vogel & Go. G. m. b. H., Cöln, Bismarck straße 28, sowie deren Gesellschaftern und Geschäjtsführern Frau Carl Vogel, Maria geb. Römer, dem Kaufmann Wilhelm Weher, beide in Cöln, Bismarckstraße 28, dem Kaufmann Paul Mehlhorn, Cöln-Sülz, Palanteistraße 8b, feiner dem Kaufmann Carl Vogel, Eöln, Bismarckstraße 28, persönlich und in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer und Angestellter der oben genannten Firma der Handel mit sämtlichen Gegen— ständen des täglichen Bedarfs, namentlich chemirch— technischen Erzeugnissen, kosmetischen und pharma— zeutischen Gegenständen, feiner Nahrungs- und Futter⸗ mitteln aller Art, sowie rohen Naturerzeugnissen, Heiz- und Leuchtstoffen und mit sämtlichen Gegen ständen des Kriegsbe darfs untersagt worden. — Die Kosten der Veröffentlichung haben die Beteiligten zu tragen.
Cöln, den 27. Stptember 1918.
Der Oberbürgermeister. — —
Bekanntmachung.
Dem Handelsmann Moses Fromm in Rölsdorf ist auf Grund der Bundesratsverordnung vom 23. September 1915 jed⸗ weder Handel mit Gegenständen des täglichen Bedarfs sowie des Kriegs bedarss, inebesondere mit Vieh, Fleisch oder Fleischwaren sowie jede mittelbare oder unmittelbare Beteili⸗ gung an emem solchen Handel wegen Unzuverlässigkeit in bezug auf diesen Handelsbetrieb bis auf weiteres untersagt worden.
Düren, den 258. September 1918.
Der Königliche Landrat. Kesselkaul, Geheimer Regierungsrat.
8 Be Zschint.
—ͤ dd Auf Grund der Bekanntmachung zur Fernhaltung unzuverlässiger Personen vom Handel vom 23. September 1915 (RGBl. S. 603) ist der Ehefrau des Gasthausbesitzets Otto Marr, Berta geb. Grebing — Reglerring 6 hierselbst — der Gast- und Schank⸗
Müller in Meschede, Hooß in Essen (Ruhr), Ernsing in betrieb wegen Unzuverläsfigkeit in bezug auf diesen Gewerbebetrieb
Haltern (Westf.) und Harten in Bielefeld,
im Ohberlandesgerichtsbezirke Kiel: den Amisgerichts⸗ sekrelären Möller in Flensburg, Holtorf in Schleswig, Becker in Blankenese, Brandt in Meldorf und Struve in Kiel,
im Oberlandesgerichtsbezirke Königsberg i. Pr.: dem Gerichtskassenrendanten Zimmermann in Heydekrug, dem Amtsgerichts obersek'etär Reinhardt in Lyck, dem Ersten
A Schippenbeil, den Amts⸗ gerichtsseketär nn Balau in Goldap, Wermter in Hohenstein (Oüpr), Teichert in Königebera i Pr., Smo⸗ lins ki in Rasenburg (Ostpr), Reinhardt in Tilsit, Kruppa in Osterode (Ostpr) und Olbrisch in Darkehmen,
im Ober andesgerichtshezirke Marienwerder: dem Amtgs⸗
gerichte obersetretär WMersche in? Dan, ig, dem Landaerichte=
sekretägJ Kieklinger in. Danzig, den Amts gerichtssekretären
.
Krause und Hrivenfeldt in Danzig, Kralewæai in Schwetz (Weichsel) und Ritter in Neuenhurg (Westpr), a SS kBor Iren agd*S, 3. * 9g enn Rn . ,,,
im Oberlanzesgerichts bezi ke Naumbür s a. S.: dem Rechnungsrevisor - Sp ren ger in Hölle a. S., den Landgerichts⸗ obersekretären Müller in Halbersladt, Amey in Stendal und Menzel in Naumburg a. S., den Amts gerichtsobersetretären Nösse in Nordhausen und Hüneke in Zeitz, den Eisten Ge— tichtsschreibern Tänzer in Freyburg 4. U. und Schulz in Oebisfelde, dem Landgerichtss⸗kreiär Alicke in Halle a. S.,
5 ö
den Amtsgerichtssekretären Wenig und Schuster in Erfunt,
Kiesel und Löffler in Magdeburg, Sauerbier in Söm⸗
merda, Weiß in Dingelstädt (Eichsfeld), Boe iicher in Nord— hausen, Nor Ft in Weißenfels, Wille in Halle a. S. und Dir in Stendal sowie
Müller in Halle a. S. und Möbius in Y . im ‚Oberlandesgerichts bezirke Posen: sekretär Zieste in Gnesen und dem Amtsgerichtssekretär Januszewski in Gnesen,
tagdeburg,
im Oberlandesgerichts bezirke Stetlin: dem Rechnungt⸗
revisor Weißbrodt in Stettin, den Amtsgerichtssekretären Meyer in Kimmin i. Pomm, Anders, Dietenberger und Heuer in Stettin und Schneider in Neustettin, Rott⸗ schalk in Altdamm und Jackstädt in Stargard i. Pomm.
Auf Grund Allerhöchster Ermächtigung Seiner Majestät des Königs ist die Wahl des Oberlehrers Kluge an dem Mommsen⸗Gymnasium in Charlottenhurg zum Direktor des Wilhelms⸗-Gymnasiums in Eberswalde durch das Staats— ministerium hestätigt worden.
Ministerium der geistlichen und Unterrichts- angelegenheiten.
Der Provinzialschulrat Dr. Blümel ist dem Prooinzial⸗ sind und in der Stellung als verantwortlicher Leiter der Regierung
schullollegium in Breslau überwiesen worden.
untensagt worden. — Die Gebühren für die Bekanntmachung fallen dem Betroffenen zur Last. Erfurt, den 1. Oktober 1918. Die Polizeiverwaltung. J. A.: BD nn machung,
Dr. Otto.
den Siaatsanmalisqaftssekretären
dem Landgericht ⸗
Auf Grund der Bundesratsberordnung vom 23. September 1915, betreffend Fernhaltung unzuperlässiger Perjonen vom Handel (Reichs⸗ Gesetzbl. Seite 503) ist dem Händler Johann Eggers in Mun ster wegen Unzuverlässigkeit jeglicher Handel mit Gemüse und Sbst aller Art, Quart käse und Essig untersagt worden.
Soltau, den 26. September 1918.
Der Landrat. J. V.: Harder, Kreissekretär.
Bekannt in ä chung. Auf Grund, deg 8 1. der Bundesratsrerordnung über die Fern— haltung unzuperlässiger Personen dom Handel vom 23. September 910. (RG Bl. S. G03 S ist- der Molkereibächterin Frau Pauline Pa sfsat gu s, Pag eldienen, der Bg4andel mit Milch und M Uche rzeug nissen, wegen Unzuverlässiikeit, mit dem 1. Oktober d. J. untersagt und der Betrieb geschlosfen worden. Tilsit, den 27. September 1918. Der Landrat. von Schlenther.
Bek annting ch ü ng. Auf Grund des 51 der Bundesratsverordnung über die Fern⸗ haltung un zuverlässiger Personen vom Handel vom 23. September ih (NGBl. S. 603) tst dem Molkereibesitzer⸗ Rach mann, Rucken,
der Van del mit Milch und Milcherzeugniffen wegen Unzuverlässigkeit mit dem 1. Oktober d. Js. un te'rsagt und der Betriebegesch lossen worden. 5 Tilsit, den 28. September 1918. / . Der Landrat. von Schlenther.
Nichtamtliches. Deut sches Reich.
Preusen. Berlin, 4. Oktober 1918. Seine Majestät der Kaiser und König hat an
den bisherigen Reichskanzler Dr. Grafen von Hertling das nachstehende Aller höchste Handschreiben gerichtet: Mein lieber Graf von Hertling! Nachdem Ich Ihnen unterm heutigen Tage die nachgesuchte Entlassung aus Ihren Aemtern erteilt habe, drängt es Mich, Ihnen
nochmals Meinen wärmsten Dank zu sagen für die aufopferungs«— volle Treue, mit der Sie in ernster Zeit Meinem Rufe gefolgt
Abg. Daszynski (Pomnischer
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Mir und dem Vaterlande hervorragende gelesstet haben. Alg äußeres Zeichen Meiner besonderen Anerkennung habe Ich Ihnen den hohen Orgen vom Schwarzen Adler verliehen. ; Ihr Ihnen allezeit dankbarer und wohlgeneigter Wilhelm JI. R. Großes Hauptquartier, den 3. Oktober 1918.
An den Reichskanzler Dr. Grafen von Hertling.
Seine Majestät der Kaiser „Wolffs. Telegraphenbüro“ meldet, Gener alstabs vortrag.
und König hörte, wie gestern vormittag den
In der am 3. Oktober 1918 unter dem Vorsitz des Königli bayerischen Gesandten Dr. Grafen von L ö abgehaltenen Vollsitzung des Bundesrats warben an genommen: I) der Entwurf einer Verordnung zur Abänderung der Verordnung über zuckerhaltige Futtermittel, ) der Entwurf einer Bekanntmachung üher die Gewährung bon Zulagen zu Verletztenrenten aus der Unfallfürsorge für Gefangene, 3) der Entwurf einer Bekanntmachung, betceffend die Prägüng' von Zehnpfennigstücken aus Zink.
—— —
Der Austausch der Kriegsgefangenen und Zivil⸗ internierten zwischen Deutschland' und Frankreich wird, wie bereits angzefündigt wurde, demnächst wieder be⸗ ginnen. Vom 15. Oktober ab sollen wieder von jeder Selte möchentlich zwei Züge mit kriegsgefan genen Mannschasten ab⸗ gelassen werden. Der nächste Offiziertransport würde Mitte November fällig sein. Ein Zug mit Zivilmternierten wird voraussichtlich am 7. Oktober eintreffen und u. a. die Marokko— deutschen bringen. Ueber die weitere Fortsetzung des Aug— tausches Zivilinternienter wird nach verhandelt. Es ist zu hoffen, daß eine befriedigende Einigung eizielt werden kann.
—
Die Verwertung des für Kriegezwecke entbehrlichen Heenes⸗ und Marineguts wird, wie „Wolffs Telegraphen— büro“ mitteilt, durch eine besondere stäatliche Stelle, einen Reichs kom missar, erfolgen, der im Laufe der nächsten Wochen seine Tätigkeit aufnehmen wird. Seine Aufgabe wird eg sein, die zur Veräußerung kommenden Güter zu angemessenen Preisen unmittelbar an die Verbraucher gelangen zu lasfen. Wo sich eine unmittelbare Abgabe nicht durchführen läßt, wird die Ver— teilung unter behördlicher Kontrolle erfolgen.
. Bayern. Der Ministerpräsident, Staats minisier von Dandl, hat sich vorgestern abend nach Berlin begeben.
Each sen.
Der Minister des Innern und der auswärtigen Ange⸗ legenheiten Graf Vitzthum von Eckstädt hat sich gestern nachmittag nach Berlin begeben.
Württemberg.
Der Ministerpräsident Dr. Freiherr von Weizsäcker hat fich gestern abend nach Berlin begeben.
Oesterreich⸗Ungarn.
Das öst erreichische Abgeordnetenhaus setzte gestern die Verhandlung über die Regierungserklärung und die Friedensanträge fart. .
Laut Bericht des „Wol ffeßen Telegraphenbüros“ begründete der wog aldemokrat) eingehend den von allen polnischen Abgeordneten mit Ausnahme der Konservativen ein⸗ gebrachten Antrag auf Wiederherstellung des unabhängigen polnischen Reiches, das sich aus allen polnischen Teilen zusammensetzen soll. Die polnische Frage sei nicht eine einseitige österreichische, preußische. oder russische Frage. Die Vereinigung Polens müsse vielmehr auf dem Wege eines internationalen. Welt⸗ friedenskongresses ausgesprochen werden. Die polilische Be⸗ Antrages liege darin, daß die Polen ihr Streben auf ein geeinigtes ungbhängiges Polen richten. Der Abg Zenker (Deutjch Fieiheitlich) trat für Friedens verhandlungen auf, Grund der 14 Wihson⸗Punkte ein, deren Annabine dem Interesse Desterreich Ungarng ent spreche, und sagle: „Wir. werden das Bünpnis mit Deutschland nicht brechen, aber man möge üns nicht Unmögliches. zumuten. Wenn das deutsche Volk: für sich nichts anderes en , n. wird, als die. Freiheit und Gleichheit wie für alle anderen Hölker, dann werden- wir uns, an den Verhandlungttisch, setzen, können.! Der Abg. Dr. Adler (Deutscher Sozialdemokrat) sagte, die notwendige Voraussetzung für den Frieden sei eine Neüordnung. Desterreichs und die Kundgebung der Frledens⸗ bereitschaft in einer Form, daß dies von den feindlichen Völtern geglaubt und verstanden werde. Die Opfer, die der Frieden kosten werde, stünden in keinem Verhältnis zu jenen, die die Völker im
Kriege gebracht hätten. Der Redner begründete eingehend die einzelnen Punkte des sozialdemokratischen Friedengantrgges, wobei er hinsichtlich der Forderung nach Selbstbestimmung der Nationen hervorhob, daß
die Selbstbestimmung auch für die Deutschen Oesterreichs gelten müsse.
So wenig die Deutschen Lust hätten, andere Völker zu hehenrschen. so wenig härten sie Lust, sich von anderen Völkern beherrschen zu lassen. Wenn die Völker über die Neuordnung Oesterreichs beraien würden, dann. würden sie sich nicht über die Deutschen hinweg'etzen können; sie würden schon dafür sorgen, daß das neu konstituierte deutsche Volk in Oesterreich nicht in die Politik versalle, die bisher als, deutsche gegolten habe. Der Redner betonte die Notwendigkeit der Beseitigung;
der Friedensschlisse von Brest ⸗Litomzke und Bukgrest und mahnte
schlichlich? die Parte sen, alle polttischen nnd nat sonalen Gegen sätze. . r ee , nl re waß nur im . lichkeit biete, dem Frieden nahe zu kommen., Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) Der Abg. Klofac (Tscheche) trat für das tichecho⸗flowakische staatrechtliche Programm ein und erklärte, der riede werde nur von der Welidemokratie diktiert werden.
Die nächste Sitzung findet heute statt.
Der Abgeordnete Langenhan hat an den Minifler— präsidenten eine Anfrage über die Zustände in Ru mänien gerichtet, in der, obiger Quelle zufolge, auf die vom Grafen Czernin abgegebene Erklärung hingew esen wird, daß ein mit dem König Ferdinand geschlossener Fciede nur möglich sein werde, wenn er die nötigen Sicherungen enthalte, daß Rumänien die Monarchie nicht ein zweltes Mal anfallen könne. Entweder müsse Rumänien mit den Mittelmächten aktio zusammen⸗ wirken oder den Mittelmächten die gesamte Artillerie und Munktian überlassen. Hierüber wären Verhandlungen im Zuge für den Fall,
und erfolgreiche Dienste ;
deß ein Singreifen Rumäniens an Seite der Mittelmächte nicht zustande komme. Die Anfrage betont, daß die Beoõölkerung großes Interssse daran habe, zu erfahren, oy diese Vereinbarungen
mit Numänien tatsächlich ahgeschlossen worden und 95 in folge⸗
dessen eine Gefahr, daß Rumänien neuerlich gegen die Mittel⸗ machtè vorgehe, infolge Mangels an Artillerie und Munition ausgeschlossen sei.
— Wie die „Reichspost“ meldet, war auf gestern nach⸗ mittag eine Zusammenkunft der christ lich⸗sozialen, deutsch⸗ nationalen und deutsch⸗sozialdemokratlischen Führer im Abgeorbdnetenhause angesetzt, um eine gemeinfame Richtlinie für das deutsche Volk zu sichern. Es handle sich nicht um eine Erneuerung der defenfiven Gemelnbüraschaft, ändern um eine einheitliche nationale Willensbildung in den Existenzfragen des Staattz und zum Zwecke einer Verständigung mit anderen Nationen. .
Polen. 8
Wie die Blätter berichten, überreichten vorgestern der deutsche Kommissar bei der polnischen Staatsregierung, Graf Lerchenfeld, und in Vertrefung des österreichtschungarischen Kommissars der Delegierte des K. u K. Minlfleriumz des Aeußern Graf Czechonics dem Regentschaftsrat die schrift⸗ liche Zustimmung der Besetzungshehörden zur Ueber⸗ nahme bes Ministerprasidiums durch Kuch arzew ski.
Großbritannien und Irland.
Die alliierten Regierungen haben nach einer Reuter⸗ meldung beschlossen, die als Hilf6truppen auf seiten der Alliierten gegen den gemeinsamen Feind n Palästina und Syrien kämpfenden Araber als Kriegführende an— zuerkennen.
Einer Dubliner Meldung der „Times“ zufolge betrug bis zum 29. September die Gesamtzahl der freiwilligen irischen Rekruten 7900. Da somit keine Aussicht besteht,
daß die von French angesetzte Quote von 56 000 bis zum
15. Oktober erreicht wird, tritt die Möglichkeit der Einführung der Zwangsdienstyflicht erneut in den Vordergrund. Mit Bezug hierauf erklärte der Abgeordnete Denlin in einer Versammlung der Nationalisten in Ardee, daß die Nationalisten⸗ artet nach wie vor entschlossene Gegnerin der Militärpflicht sei. Er warnte bie englische Negierung davor, die irische Ration durch ihre Einführung geflissentlich in einen Zustand des Aufruhrtz zu versetzen und denen, die Irland in seinen gerechten Be⸗ strebungen zu betrügen wünschten, Gehör zu leihen. Irland, betonte er, sei Prüfstein für den guten Glauben der Versiche⸗ rungen der Alliterten und bis Irland wieder eine Verfassung und die Freiheit habe, werde die irische Frage eine Gefahr ür das britische Reich und die Sache der Alliierten bilden. Irland habe zwischen der Politik der für die Union eintreten— den Nationalistenpartei und den Sinnfeinern zu wählen, deren Politik einer irischen Republik eine bloße Theorie, eine unmög⸗ liche Theorie sei. y
Nußland.
Die „Jswestija“ melbet. daß Nachrichten über Sytran zu— folge in Ufa eine „zeitweilige Regierung“ gebildet worden ist, der Awksentjew. Molski, Rogowsli, Tschaikowski und General Beldyrjew angehören; drei der gewählten Mitglieder gehören den rechten Sozialrevolutionären, eines dem Bund für Wiedergeburt Rußlands an, ein Mitglied ist Volkssozlalist.
Spanien. ; ö. wird über das Befinden des Königs Alphons erichtet: ; Der König leidet an einer mit Fieber verbundenen Grippe und an einer örtlich begrenzten Entzündung des Schlundkopfes. Die mittlere Tagestemperatur ist 38,5, die der Nacht 35 Grad.
Niederlande.
Wie das „Algemeen Handelsblad“ erfährt, hat am Dienstag zum ersten Male seit der Bildung der neuen Regierung wieder eine Besprechung zwischen der nieder⸗ ländischen Verhandlungskom misston und den deutschen Vertretern statlgefunden.
Schweiz.
Eine große Versammlung des Schweizerischen freien Ein fuhr⸗ und Kleinhandels Bern, einberusen von allen schweizerischen Berufs organisationen der Lebensmittel⸗ branche, verlangt laut Meldung des Wolffschen Telegraphen—
büros vom Bundesrat möglichste Befreiung von Staattz⸗
monopolen, Förderung des freien Handels, Äbichaffung von Bevorzugut gene der Konsumentenorganisationen und landwirt— schaftlichen Genossenschaflen bei Waren verteilung.
Ukraine.
Ein Telegramm wech sel des Hetmans Skoropadski
und des Donatamans Kraßnow anläßlich der Wieder— wahl des letzteren betont das beiderseitige gemeinsame Be— streben, ein festes Bollwerk der Ordnung, Rahe, Kulturpflege und des Friedens zu sein.
Einer Blättermeldung zufolge hat der Ministerrat die Beratung des Wehrpflichtaesetzes begonnen und nach längerer Beratung die zweijährige Dienftzeit und die Befreiung einziger Söhne vom Kriegsdienst beschlossen. Der Ministerrat hat ferner auf Vorschlag des Ministers des Aeußern eine Milllon Mark für den Ankauf eines Gesandt— schaftsgebäudes in Berlin bewilligt.
Finnland. . . Der Ausschuß für das Grundgesetz, der heute die Ver⸗
fassungsvorlgge an das Plenum. zurückgiht, kam laut. „Uusi Suometat“ zu folgendem Ergebnig: -Säritliche Jung⸗
finnen unterstützen die Vorlege ohne Aenderungen. Der
Agrarierfuͤhrer Alkio schlägt eine Volksabstimmung vor, wo—
wegen zwei andere Agrarier Neuwahlen fordern.
A sien.
Nach einer Reutermeldung aus Schanghai vom 285. Sey⸗ tember ist das ganze Lena⸗Becken jetzt gesäubert, bolschemistische Flüchtlinge finden sich in den am Fluß gelegenen Ortschaften ein und ergehen sich den Landleuten. Unter diesen herrscht furchthare Erbitterung; es werden Fälle gemeldet, wo Bolschewisten lebendig begraben wurden. Die Operationen im Wolga und Uralgeblet beschränken sich auf Scharmützel, in denen die Tschecho⸗Slovaken im allgemeinen über die Bolsche— wisten die Oberhand behalten.
Krieg snachrichten. Berlin, 3. Okiober, Abends. (W. T. B.) Heftige Angriffe des Feindes nordwestlich von Roeselare und auf breiter Front nördlich von St Quentin und in der Champagne figh unter schweren Verlusten
Feind gescheitert.
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Ein ? zer ie iR stalte deß , Lolffsch . meldet, doß 9b l nlüduichur hweren Ve Anfänglicher Geländegewinn wurde dure Gegenstoß deutscher Bataillone sofort wieder we der Feind auch noch nicht zu großem einheitlichen setzte, so waren die Einzellämpfe doch sehr erbittert gegnerischen Angriffsziele weit gesieckt. So sollte z. B. ein bel scher Angriff noch Gefangenengussagen Kortemark erreichen. Er kam nicht einen Schritt vorwärts und kostete den Angreifer gußer blutigen Verlusten 5 Offiziere und 87 Mann als He—⸗ fangene. Dasselbe Mißgeschick erlitten die Bel ier, auf Roesekare durchzustoßen. Artillerieunterstützung 9
wurden hrei Angriff von den
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bar hinter der Infanterle auffuhr und durch Treffer
schlossene Kolonnen dem Feinde schwere ste zufügte. Bei dem letzten Angriff in diesem Abschnitt waren auch englische Tanks heieiligt, von denen elner durch Vollteeffer zerstört und die anderen zur Umkehr gezwungen wurben. Es gelang dem Engländer in den Vormittagsstunden, das Dorf Ledegem von Norden umfassend zu nehmen. Erst als der Feind auf 100 Meter heran war und das einzige Maschinengewehr durch den Tod des wackeren Schützen aus⸗ fiel, wurden die Protzen herangerufen. Es gelang, ein Geschütz noch zurückzubringen, die anderen mußten zurückgelassen werden, da die Pferde fielen. Sie wurden jedoch bei der Rückeroberung des Ortes Ledegem zurückgewonnen. Der G⸗genangriff wurde sogar über den Ort hinaus vorgetragen. Weiter südlich hatte der Feind vorübergehend auf einer wichtigen Höhe Fuß fassen können. Ein sächsisches Regiment führte einen glänzenden ie ct durch und brachte die Höhe wieder voll in deutschen zesitz.
Großes Hauptquartier, 4. Oklober. (W T. B.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
In Flandern griff der Feind mit starken Kräften zwischen Hooglede und Roeselare an. Beiderseits der Straße Staden — Roeselare drang er in unsere Linien ein; bayerische und rheinische Truppen warfen ihn in schneidigem Gegenstoß wieder zurück und machten hierbei etwa 100 Ge— fangene.
Vor Cambrai nichts Neues. Teilkämpfe südlich von Aubencheul und bei Proville, in denen 70 Gefangene ein— gebracht wurden.
Heeresgruppe Boehn.
Auf breiter Front zwischen Le Catelet und nördlich von St. Quentin setzte der Eng länder erneut zu einheitlichem Durchbruchsversuch an. Beim ersten Ansturm gelang es dem Gegner Le Catelet zu nehmen, bis Beaurevoir und Montbrehain vorzustoßen und in Sequehart einzudringen. Beiderseits von Le Catelet warfen wir den Feind wieder in und über seine Ausgangsstellungen zurück. Teile der Reserveinfanterieregimenter gj und 2 unter Major Goder, Rittmeister Freiherrn von Wangenheim und Oberleumant Sleuner, sfowie Batterien des 2. Garde— feldartillerieregiments und des Feldartillerleregiments 208 zeichneten sich hierbei besonders aus. Beaurevoir wurde wieder genommen Umfassend angesetzter Angriff sächsischer, rheinischer und lothringischer Bataillone brachte uns wieder in den Besitz von Monthrehain. Seguehart blieb nach wechselvollem Kampf in Händen des Feindes. Am Abend folgten starkem Feuer süclich St Quentin feindliche An— griffe, die vor unseren Linien scheiterten.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Auf dem Rücken und an den Hängen des Chemin des Da mes dauerten die heftigen Vorpostenkämpfe auch, gestern an. Starkerer Angriff der Italiener wurde abgewiesen.
An der neuen Aisne⸗- und der Kanalfront nord— westlich von Reims stehen wir überall in Gefechtsberührung mit dem Feinde. 54 ⸗ ;
In der Champagne griff der Franzose mit teilweise frisch eingesetzten französischen und amertkanischen Divisionen auf breiter Front zwischen der Suippes und der Aisne an. Seit Beginn der Schlacht östlich der Suippes und bei St. Marie à Py im Kampf stehende westfälische und Jäger— Regimenter schlugen auch gestern mieder alle Anariffe des Feindes ab und machten hierbei mehr als 100 Ge— fangene.
Nördlich von Somme⸗Py gelang es den Gegnern, auf dem Höhenzuge zwischen St. Etienne und Somme⸗Py, bem Weißen Berge und der Medeah Höhe Fuß zu faͤssen. Im Gegenangriff warfen wir den Feind über die Höhen zuräck. Kleine Franzosennester sind zurückgeblieben.
Auf der Front zwischen Orfenil und der Aisne sind die Angriffe des Feindes vor unseren Lmien gescheitert. Südlsch von Liry und suͤdweslich van Month is fam es hierbei zu besonderz hefügen Kümpfen. Regimenter der Gan de und aus Pommern, Rheinländer und Bayern wa fen den Feind hier völlig zurück. Im Vereln mit bayerischen Pionieren wurde dem in Challerange eingedrungenen Gegner der Ort wieder entrissen. Auch am Abend wiederholte Angriffe scheiterten.
ff ce Teilangriffe des Feindes zwischen der Aisne und em Argonner Walde warden abgewiesen.
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Mir schossen gestern 25 feindliche Flugzeuge und 7Fesselballone ab. Leumant Jgeob eirang seinen 35, Vizefeldwebel Doerr seinen 80. Luftsieg.
Der Erste Generalquartiermeister. Ludendorff.