Bekanntmachung.
Dal von mir unterm 13. De ember 1915 gegen den damaligen Geschäftsfübrer der Firma Mar Beach G. m. b. O, den Kauf⸗ mann Karl Stockbausen zu Berlin, Georgenkirchplatz 14 erlassene Verbot des Handels mit Großviebbäuten babe ich durch Verfügung vom heutigen Tage wieder aufgehoben.
Berlin, den 25. November 1918.
Der Polizeipräsident. J. VB.: von Lattorff.
Bekanntmachung.
Der Frau Pauline Lück,. geb. Paäawlowska, Berlin, Hochstädterstr. 16 babe ich die Wiederaufnahme des durch Ver⸗ gung vom 6. August d. J. Reichs. Anzeiger Nr. 187 Amisblatt Siück 33) untersagten Handels mit Gegenständen des täglichen Be⸗ darfs, insbesondere mit Roblen au Grund des 82 Abs. Ader Bundes tatsperordnung vom 23. September 1815 (R. G. Bl. S. 606) durch Verfügung vom beutigen Tage gestattet.
Berlin⸗Schöneberg den 25. November 18918.
Der Polizeipräsident zu Berlin. Kriegswucheramnt.
J. V.: Dr. Pokrangz.
Bekanntmachung.
Gemäß § 2 Abs. 2 der Bundesrateverordnung vom 23. Sep- tember 1915 ützer die Fernbaltung unzuverlämssiger Perjonen vom . habe ich der Ebefrau des Wilhelm Baver ju
ü slseldorf, Graf. Adolsstt. 4 die Wiederaufnabme des Handels mit Gegenständen des tägl. Bedarfs und des Kriegz⸗ bedarfs gestattet.
Dusseldorf, den 22. November 1918.
Die Pollzeivemaltung. Der Oberbürgermeister. In Vertretung: Dr. Lehr.
Bekanntmachung.
Auf Grund der Bundesratsverordnung vom 23. September 19165, betreffend Fernhaltung unzuverlässiger Personen vom andel GG. S. 603), babe ich dem Fräulein Meta Wünsche zu Berlin, Naunynstraße 49, durch Verfügung vom heutigen Tage den Handel mit allen Gegenständen des Kriegs bedarfs und des täglichen Bedarfs wegen Unzuverlässigkeit in bezug auf diesen Handelsbetrieb untersagt.
Berlin, den 23. November 1918. Der Polizeipräsident. T. V.: Hoffmann.
Bekanntmachung.
Die Speisewirtschaften der Roßschlächter und Speise— wirtschaftsinbaber Wilbelm Lüttich, Badergasse 15. Otto Möbius, Rammtorftraße 4, Eduard Gulenstein, Bäckergasse 10, find auf Grund des 1 der Bekanntmachung des Reichsfanzlerz jur Fernhaltung unzuverlässiger Personen vom Handel vom 23. Sep— tember 1915 geschlossen worden. Den Inhabern ist der Fort- betrieb der Speisewirtschaften bis auf we teres untersagt n,. — Die Kosten der Bekanntmachung sind den Betroffenen auf⸗ erlegt.
Eizleben, den 21. November 1918.
Die Polizeiverwaltung. Riefe.
Bekanntmachung.
Den Reißereibesitzen Paul Hattke bier, Spremberger Straße 52, und Artur Hattte hier, Helnrichstraße 17, ist durch Anordnung vom heunigen Tage gemäß § 1 der Bundesrattzverordnung vom 23. September 19189 der Handel mit Textilien, ins⸗ besondere mit Spinnstoffen jeglicher Art, wegen Unzuver laͤssigkeit untersagt worden.
Forst (Lausitz), den 27. November 1918.
Die Polijeiveiwaltung. J. V.: Gründer, Bürgermeister.
Bekanntmachung.
Auf Grund der Bundesratsverordnung vom 23. September 1915 (RGBl. S. 603) zur Fernhaltung, unzuverläͤssiger Personen vom r. wird der Frau Friedrich Kesting, Remscheid, Kirpdorfstraße 29 der Handel mit Milch unter Auferlegung der Kosten der Veröffentlichung untersagt.
Remscheid, den 21. November 19 8.
Der Oberbürgermeister. J. V.: Gertenbach.
Nichtamtliches.
Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 29. November 1918.
Der Generalfeldmarschall von Hindenburg hat laut Meldung des „Wolffschen Teleag aphenbücos“ folgenden Auf⸗ ruf an das Feidheer gerichtet:
Soldaten, die Ihr mehr als vier Jahre lang treu in Feindes⸗ land ausgehalten habt, denkt daran, wie unendlich wichtig es für Heer und Heimat ist, daß sich Rückfübrung der Armeen und Ent⸗ lassung ihter Verbände in voller Rube und Ordnung vollziehen. Nur wenn jeder einzelne von Euch treu auf seinem Posten bleibt, bis die Stunde der Gatlassung aus den Reihen des Heeres für ihn ge— tommen ist, wird es gelingen, die mannigfachen Reibungen zu über i gen e gr die Rückführung solch gewaltiger He e mit ich bringt. .
Die Ihr so oft in Zeiten des Kampfes selbstlos Euer eigenes Ich dem Wohle des Ganzen untergeordnet habt, vergeßt auch jetzt nicht, daß die Heimat in letzter Stunde von Euch Opfer fordert. Sie sind gering gegenüber all dem, was Ihr in den vier langen Jahren des Krieges geleistet habt.
Alles acßer den Jahrgängen 1896 bis 1899, die zunächst bei den Fahnen bleiben, soll so schnell als möglich entlassen werden. Laßt Euch nicht verfübren, vorzeitig und eigenmächtig Euren Truppen teil zu verlassen. Vergegenwärtigi Euch stets, zu welchen Schwierig. keiten bei Unterbringung und Verpflegung sowie im Abtrangport es kommen muß, wenn jeder einzelne von Euch regellos nach Hause strebt. Ordnung und Zusammenhalten ist jetzt wichtiger denn je! Nur so wird glatte Zurückführung des Feldheeres nach den östlich des Rheins zunaͤchst vorgesehenen Unterbringungs⸗ räumen möglich sein. Von dort ist Leitung der Verbände mit Eisenbahn oder durch Fußmarsch zu den Ersatztruppenteilen vor- gesehen. Mit Rücksicht auf die aroße Anhäufung von Truppen und die beschränkten Transportmöglichkeiten kann dies nur allmählich er⸗ folgen. Längere oder kürzere Wartezeiten bei ort beschräntter Unter⸗ kunft werden sich für manche Formationen nicht vermeiden lassen. Auch hier haht Geduld und Verirauen; es wird jeder von Euch so frühzeitig zu seinem Ersatztruppenteil befördert werden, als die Um— stände es gestatten. Keiner von Euch wird vergessen! Seid ver— sichert, daß die Oberste Heeresleitung in Verbindung mit den Heimais⸗ ieisen alles aufbietet, um Euch so bald als möglich Guren teuren An- gehörigen zuzuführen.
Doch eins tut not hierbei: Nuhe und Ordnung!
Ja der lezten Sizung der Waffenßillstandskam⸗ misston in Spaa haben die englischen Vertreter, wie Wolffs Telegraphenbüro“ meldet, namens der brüischen Regierung ernste Beschwerde darüber erhoben, daß die britischen Gefangenen an der Westfront nicht ordnungsmäßig übergeben würden, sondern halb verhungert, krank und ohne genügende Kleidung in den Linien der Allüerten anlangten. Die Erklärung der deutschen Delegierten, daß die ordnung mäßige Uebergabe wegen der durch die Waffenstillstandsbedingungen aufge— zwungenen überstürzten Räumung nicht möglich sei, daß ferner viele Gefangene entlaufen oder von revolutionären Elementen befreit wurden, ist von den englischen Vertretern nicht an⸗ erkannt worden. Sie haben vielmehr erklärt, daß sie die deutschen Behörden ohne Rücksicht auf die inneren Verhältnisse voll ver— antwortlich machen und daß die britische Regierung mit Nück— sicht auf die Erregung der öffentlichen Meinung in England, wenn nicht Abhilfe geschaffen werde, die Feindseligkeiten wieder eröffnen würde. . —ͤ
Demgegenüber ist darauf hinzuweisen, daß von deutscher Seite alles geschieht, um eine ordnun as mäßige Heimschaffung der englischen und der übrigen Kriegsgefangenen herbei— zuführen und daß durch die daraufhin getroffenen Maßnahmen die Durchführung eines geregelten Abtransports dieser Ge⸗ fangenen sichergestellt und bereits in erheblichem Umfange be— werkstelligt worden istt. .
Von zuständiger Seite wird dem „Wolffschen Telegraphen⸗ bitro“ über den weiteren Fortgang der Abrüstuna der Marine mitgeteilt, daß die fünfte U⸗Bootsstaffel von N U-Booten am 27. d. M. abgegeben ist. Der Begleit⸗ dampfer „Scharnhorst“ ist auf dem Rückmarsch. Trotz großer Pe sonalschwierigkeiten ist es gelungen, 7 Dampfer bereitzu⸗ stellen, die voraussichtlich heute in See gehen werden, um die Viannschaften der internierten Schiffe aus England abzuholen. Diese Dampfer nehmen gleichzeitig die erste Post für die Be⸗ satzung der internierten Schiffs und Lehensmittel mit.
Auf die Anfrage der deutschen Waffenstillstanda kommission über die weitere Behandlung der deutschen Truppen in Ostafrika, die gemäß Artikel 17 der Waffenstillstands⸗ bedingungen das Schutz ebiet zu räumen haben, hat, wie laut Meldung des „Wolfsschen Telegrophenbürogs“ der Staata⸗ sekretär Erzberger mitteilt, das englische Kriegsministerium ge— antwortet, daß die deutschen Truppen in Stärke von 165 Europäern, 1165 Ackaris und etwa 3000 sonstigen Faibigen, darunter 282 Häuptlinge, die Waffen geftreckt hätten. Ver⸗ anlassung hierzu sei die Mitteilung des feindlichen Oberbefehlz⸗ habers an den General von Lettow⸗Vorbeck über den Abschluß des Waffenstillstands in Europa gewesen. Die Truppen würden ing Abercorn, am Südende des Tanganyikasees, gesammelt. Den weiteren Abtransport veranlasse ü. die englische Re⸗ gierung. Ob der Seetransport auf deuischen Schiffen erfelgen werde, sei noch nicht entschieden.
Die Namen der Europäer, die bei dem General von Lettow⸗ Vorbeck bis zuletzt ausgebarrt haben, sind noch nicht bekannt geworden. Ebenso ist die Frage der Postverbindung mit ihnen noch nicht geklärt. Veröffentlichungen hierüber werden balb⸗ möglichst erfolgen.
— —— —
In der gestrigen Aufzählung der Mitglieder der Kom⸗ mission, die mit der Untersuchung der englischen BHe⸗— hauptungen über die Behandlung der Kriegs— efangenen in Deutschland beauftragt worden ist, ist vee⸗ ehentlich der Namt des Abgeordneten Stücklen weggefallen.
Nach Ziffer 6 des Reichsgesetzes vom 12. November 1918 ist für alle politischen Straftaten Amnestie gewährt; die wegen solwer Straftaten anhängigen Verfahren sind niedergeschlagen. Nach einer Mitteilung, die das Reichs⸗Justizamt an die Justiz⸗ verwaltungen der Bundesstaaten hat ergehen lassen, ist der Begriff der politischen Straftaten nach den Absichten der Reichsregierung weit auszulegen. Laut Meldung des, Wolff⸗ schen Telegraphenbüros“ umfaßt er polizische Straftaten j der Art, gleichoiel ob diese zur Zuständigkeit des Reichsgericht oder der Landesgerichte gehören. Unter politischen Straftaten sind alle Siraftaien verstanden, die in unmittelbarem oder mittelbarem Zusammenhange mit Kämpfen um die staatliche, sosiale oder wirischaftlche Ordnung begangen worden sind, ohne Rücksicht darauf, unter welchen rechtlichen Gesichtspunkten die 56 verhänet ist oder bei eiger Niedeirschlagung zu ver⸗ hängen sein würde. Nicht einhegrlffen sind Straftaten, bei denen der Täter, ohne daß ein solcher Zusammenhagg besteht, lediglich aus eigennützigen Beweggründen gehandelt hat.
Die Straffreiheit bewirkt auch, daß die Pflicht zur Kosen⸗ tragung in Wegfall kommt. Die Reichsregierung hat sich vorbehalten, zur Ausführung des Gesetzes allgemeine AÄn— ö zu erlassen und in Einzelfallen Entscheidungen zu reffen.
Das Kriegsministerium macht bekannt:
Die öffentlichen Versteigerungen der durch Be— endigung des Krieges überzählig werdenden Dienst— pferde haben aus verschledenen Gründen bereits beginnen müssen, ehe die hierfür vorgesehenen Augsweise (Pferdekarten) den Ziöilverwaltungsbehörden zur Verteilung an die pferde— gebrauchende Bebölkerung überwiesen werden konnten. Nachdem dies nunmehr geschehen ist, liegt es im Jateresse der Pferdegebraucher, fich zur Erlangung der für ihren behördlich anzuerkennenden Pierdebedarf erforderlichen Pferdekarten baldmöglichst bei der zuständigen Stelle (Landratsamt, Polizeipräsidium, Magistrat usw.) zu melden, da zu den Versteigerungen in einigen Tagen nur noch Karten— inhaber Zutritt erhalten werden. Solche Gebraucher von Pferden, die zu den kleinen, unbemittelten Landwirten und Ge⸗ werbetreibenden zählen und zur Grlangung der unumgänglich nötigen Spannkräfte vorzugsweise berücksichtigt werden müssen (was von den die Karten ausgebenden Zioöilbehörben zu be— urteilen ist), erhalten rote Bferdekarten, inzbesondere diejenigen unter ihnen, die durch Verwundnng usw im Felde in ihier Erwerbotätigkeit beeinträchtigt find ader Angehörige, die Er— nährer der Familie waren, aus Anlaß von Kriegzerelgniffen , e m, ne, soll
uf den Verstelgerungen sollen zanächst nar die Inhaber roter starten, die deutlich sichtdar getragen n maässen, zum Bieten zugelassen werden, die Juhaber
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Durch „Wolffs Telegraphenbüro“ wird folgende bekannt— egeben: 1 1. Die Beschlagnahme für Kraftwagenbereifung wird vorerst aufrechterhalten.
2. Die Freigabe der Kraftwagen⸗ und Kraftradhereifung in Deutschland mit Ausnahme von Bayern findet wie bisher durch Takcaft Gruppe Bg. 2 statt. Alle Freeigabeanträge sind in der bisher üblichen Form einzureichen. Es wird empfohlen, sämtliche Anträge durch die zuständigen Kriegeämter mit deren Stellungnahme einzureichen.
3. Die Ausgabe der Bereifung erfolgt zunächst wie bisher durch die G. V. K. und die Kraftfahrzeug-Ersatzparkt, bis die 8 gl et der Kriegsverwertungs⸗Gesellschaft endgültig geregelt ist.
4. Die Freigaben haben nach folgender Dringlichkeilsliß⸗ zu erfolgen: .
2) für Aerzte und Tierärzte, in erster Linie mit Land— praxis, sowie für Feuerwehren.
b) für Behörden, Betriebe und Einzelpersonen, somelt die Volksernährung und die Durchführung der Demobllt— sation die Benutzung von Kraftfahrzeugen dringend erforderlich erscheinen läßt.
e) für Postbetriebe, Elektrizitätswerke, Bergwerke und ähnliche dem Gemeinwohl dienende Beniebe.
9 für Kraftdroschken des öffentlichen Verkehrs.
a) für gewerbliche und landwirtschaftliche Betriebe,
sofern die Bereifung eines Krastwageng zur Auf— rechterhaltung des Betriebes unbedingt erforderlich ist.
—— —
Die „Rote Fahne“ entnimmt dem, Temps“ hie Behauptung, der Velksbeauftragte Ebert habe den Präsidenten Wil son ge— beten, Deutschland mit Nahrungsmitteln zu versorgen, aber „nur unter der Bedingung, daß die öffentliche Ordnung h TDeutschland aufrecht er halten und eine gleichmäßige Verteilung der Lebensmittel garantiert werde“. Wie „Wolffs Telegraphenbürs* mitteilt, ist diese Behauptung vollkommen unwahr. Pie Tele— gramme, die der V. B. Ebert an den Präsidenlen Wilson ge— richtet hat, sind stets in vollem Umfange veröffentlicht worden. Weder in ihnen, noch in irgend einer sonstigen Kundgebong ist eine solche „Anregung“ enthalten. Sie findet sich einzig allein in der . Lansings an die deutsche Regierung vom 13 November. ie unerhört die Verleumdung ist, die Reichs— regierung habe aus der schrecklichen Ernährungslage ihres Volkes politisches Kapital schlagen wollen, mag aber nicht nur durch Worte, sondern auch durch Taten und Er— folge bewiesen werden, welche dle Reichsregierung im Kampf um eine bessere Versorgung unseres Volkes erzielt hat. Ja dem von den Geguern auggearbeiteten Entwurf det Waffenstillstands vertrags war die Lebens mittelversorgung Deuischlands nicht nur nicht berücksichtigt, sondern waren Be— dingungen vorgesehen, die die Einährungs katastrophe um ausbleiblich gemacht hätten. So verlangte der Art kel 9 das unbeschränkte Recht der Requisition für die Entente in allen besetzten Gebieten. Die Beauftragten der Re— gierung erreichten eine wesentliche Beschränkung der Requisition und sofoiltige ordnungsmäßige Abrechnang. Artikel 14 verbot Requisitionen, Beschlagnahmungen und Bel⸗ treibungen von Lebensmitte für Deutschland in Rumänien und Rußland. Wir setzten den freten Einkauf zur Aussuhr nach Deutschland durch. Artikel 26 behält die Fortsetzung der Feindseligkeiten für England vor, bestimmte also die Aufrecht⸗ erhaltung der Blockade. Nach langen Verhandlungen ge— nehmigten die Gegner die Hinzufügung des Satzes. „Die Alliierten und die Vereinigten Staaten nehmen in Aue sicht, während der Dauer des Waffenstillstandes Deutschland in dem als notwendig erkannten Maße mit Lebensmitteln zu versorgen. Ehe dlese Erleichterungen noch zugestanden wurden, kam die Nachricht von der Abdankung des Kaüsers und dem Wechsel ber deutschen Regierung. Die Alliierten erhoben sofort die Frage, ob die Regierung, die den Waffen stillstand unterzeichne, überhaupt in der Lage sein würde, seine Bedingungen zu erfüllen. Diesem Bedenken gegen, über war es mir die Versicherung unserer Unterhändler, daß auch eine Regierung SGberk, wenn sie den Waffenstillliand unterzeichne, die Macht hätte, seine Bedingungen Purchft, führen, die verhinderte, daß sich die Verhandlungen zer⸗ schlugen. So sieht die Stellungnahme der Reichsregierung und hamit des V. S. Ebert zur Lebensmittelversorgur Deunslands in Wahrheit aus. Sie hat um Brot und Fal die Ergebnisse der Revolution nicht verraten, wie die Mor Fahne“ behauptet, son dern wird duich ihre em l in ge menn Volk und Organisatjonen zusammenhelfen, die Schrech einer Hungerrevolution hintanhalten, durch die allen di revolutionären Sriungenschaften gefährdet werden Ko n. Das beweist auch wieder der „Petit Paristen “,. der unte hie 1I„ November schreibt: „Die Antwort Wilsons auf euch Solsschen Jeremia den ist fate gorisch: „Wir ,, erst bann mit Lebengmitteln versehen, wenn ihr die Ordn bei euch auftecht erhaltet.“
— —— —
Ler „Zürcher Anzeiger“ verösfentlicht eine litauische wonach der gug den Friedensverhandlungen bon
. i we allgemein bekannte General Hoffman n in der
no und der Prinz Leopold von Bayern in , Dorfe in der Nähe von Kowno interniert sein sollen. he Meldung erfunden. Der General Hoffmann steht vor auf seinem verantwortung vollen Posten und der r Leopold von Bayern ift immer noch, und zwar nicht . em Jamen nach, der Oberbefehlshaber der Truppen an
er Ostfront.
i ip Il Vie
Die Hauptvermittelun, as stel le nationaler Ver⸗ de veröffentlicht, wie „Wolffs Telegraphenbüno“ meldet, sclsende renn; s Die Konferenz der deutschen Bundesstaaten hat sich 6 ibewiegender Mehrheit für die Einberufung der National⸗ em mung aut gesprochen. Die der Hauptvermittelungsstelle an— dlossenen nationalen Verbände, Vereine und Gruppen, hinter denen e ionen deutschen Männer und Frauen stehen, begrüßen diesen Be— n und stellen sich einmütig au den gleichen Boden. Sie halien e ungesdumte Einbernfung einez Nationalversammlung für das Ge⸗ t der Stunde, um unserem Volke und jedem . Staass⸗ urger das zu ben, was uns vor allem nottut; Einheit und Unab— ung heil. des Reichts, Frieden nach außen und innen, Brot und ge— cherte Arbeit für alle.
Der Parteigusschuß der Sozialdemokratischen zar tei Deutschlandg, der gesiern hier zusommentz at, hat, ach dem Vorwärts“, einstimmig folgenden Beschluß gefaßt:
Der Parteiausschuß der Sozialdemokiatischen Partei Deuisch—
ends erklärt: K - ( Für die politische Gleichberechtigung aller Volkegenossen hat ir deutsche Sozia demokratie seit einem halben Jahrhundert sclinpst. Sie en blickt in dem allgemeinen gleichen, direkten nd geheimen Wahlrecht aller eiwachsenen Männer und nen, getreu der seit jeher vertretenen Auffassung, die wichtigste zyltische Errungenichaft der Revolution und zugleich das Mitel, ie fapltalistische Gesellschafisordnung nach dem Willen des Volkes n planmäßiger Arbeit zur sozialistischen umzuwandeln. Indem e Parlei ihre Entschlossenheit ausspricht, die Errungenschaften r Rübolution gegen alle gegenrevolutionären Bestrebungen bis aft letz zu verteidigen, wendet sie sich zugleich mit Entschieden« set gegen alle, die dem deutschen Volke das Selbstbestimmungt— icht borenibalten wollen, sei es auch unter dem Vorwand, es durch je Diktatur gegen seinen eigenen Willen beglücken zu können. Die Sonaldemokratische Partei fordert die schleunigste Ein serufüng der Nationalversammlung; sie ist jeden Ung bereit, dem Volk über ihre bisherige Tätigkein Rechenschaft zu siben und erwartet mit Zuversicht sein Urteil. Die Genossen im eich werden aufgefordert, für die schleunigste Einberufung der Janonalversammlung ju wirlen und durch rastlose Aufklärunge— ict zen Sieg der Demokratie und des Sozialismus zu sichern.
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Lie Seldatenräte von Groß Berlin und Um— chung traten, wie „W. T. B.“ berichtet, gestern nachmittag m 4 Uhr im großen Sitzungssaale desz Reiche tags zu einer dolleasommlung zusammen. Der Saal war elbe zt ebenso i Tiihin en. Auf den fiüheren Rundes ratsbalvftraden lettin die Mitglieder des Voll ugsroats und Delegierte aus Fibdeutschland und von der Osiflont Plaß genommen.
Nach Genehmigung des Geschaftsberichts des Büros der Voll— amm ung, der über die Berainng von Anträgen Auskunft gibt, nie der Vorsitzende Gottschling mit, daß in der vorgestrigen lasammlung im Lehrer-Vereme haut jsolgender Antrag angenommen inden ist: Die versammelten, durch Ausweis leginmierten Dele⸗ feen der Soldatenräte, sprechen dem von ihnen gewählten Voll⸗ nittat nach seiner Rechtfertigung ihr Vertraueng⸗ oder Mißtrauens⸗= num aus und erwarten in letzteiem Falle, daß der Volljugsrat leiguß die notwendigen Schluß folgerungen zieht und abgeht.“
Molten buhr bemerkte: Genossen! (lebhafte Zurufe: Kameraden h kmmeraden! Ich konstatiere, daß die gestrige Versammlung einberufen punde vom Soldatenrat in Polsdam. Ich habe die einzelnen An— llahepunkte gegen mich durchgesehen und erklären lassen, daß ich nicht n der Lage wäre, der Versammlung beizuwohnen. Prinzipiell stelle ih sest, daß eine Versammlung, in der der Vollzugs rat Bericht er— satten soll, nur mit Zustimmung des Vollzugsrats einberufen werden nn. Cs kann nicht ein Soldalenrat für sich über die Kör fe des bisos der, Vollversammlung hinweg Versammlungen einberufen, die ö kontrollieren niemand in der Lage ist. Ich stelle fest, daß diese betslammlung nach der ganzen Art ihrer Einberufung, nur dazu Ibglan lein kann, Stimmungen zu erzeugen, die der Einheit unseres ole nicht ertfprechen. (Sehr richtig.)
Nach dieser Erklärung erhielt der Redner, der Vorsitzende des kospgtenrais Mol tenbuhr, das Wort zur Erstattung des Berichts des Vohzuge rat: Als der Vohzugesrat seine Arbeit begann, war soc nicht zu übersehen, welche unglückliche Grbschaft er in Deutsch— land antreten mußte. In schamlosester Weise mar mit den Lebens⸗ nitten und den Rohstoffen von der früheren Regierung Raubbau en worden. Wir haben zunächst dafür gesorgt, daß die thaungen der. Mannscharten, erkeblich eihöhr? und die De— heb; ijation mit ghlen Mitteln gesördert wurde. Dutch unsere an nn bezüglich der Entlassungen der bisher im Arbeits— unst; tätigen Mannschaften sollten nur Ungerechtigkeiten in der . gegenüber den aus dem Felde kommenden Soldaten . lan eraden verhület werden. Es jollten nicht mehr auf Schreib nben Aibeitskräste monatlich 200 K erbalten, während. daneben mnerden für 070 Mν arbeiten mußten. Der Vollzugsrat hat Cafür i. daß die entlassenen Kameraden eine Arberismöglichteit, zu⸗ hiesen erhalten. Von allin Seiten kommt an uns der Schrei der in nden, o schnell als möglich auch die äußere Fessel des preußzischen . ntiomus abzulegen. Die Bildung einer Roten Garde hätte nur . Zweck gehoßt, einein Terspr von rechts enigegenzutreten, (ufer . don links) Aus dem Westen kehren jetzt über drei Millionen h raden sürück. Im Osten flehen eimwa noch, 350 oh0 Soldaten, . geradezu schamloser Weise von der früheren Megierung in 2, en hineingesleckt sind, aus denen sie niemals wieder zurũd kehren 1 9. (Unruhe, Pfuirufe, Gegenrufe; Na! Ra h. Die Verbindung 6 , ist vollkommen abgeriffen. In der Ukraine fehlen unfcnen j. * n die Nahrungg. und Befärderungsmittel. Die Armee ianshs en, au 200 690 Mann, wird jetzt in der uns arischen Tiefebene ö. 1. werden. (Rufe: Bericht des Voll zu'—grats) Wir mußten uns ann en Fragen auch im Bollzugarat beschäfligen. Im Westen sieht es ufsitger aug. Ez ist ung aber mitgeteilt werden, daß dort Frei⸗ üngng! orp gebildet werden follen, dig in Berlin den der hihi mn u vernichten folle n. (Lachen und Unruhe.) der , ing sodann auf die Frage Ler Delegierten⸗ bite nm m] 1 säͤmtlicher Teutschen Soldaten! und Ar— zheircte ein bie am 18. Deiember in Berlin statifinden ges Diese Versammlung soll ein Vorläufer der konstitüierenden „än mung sein. uf je 260 M Einwohner entfällt ein
dieter. detgleichen auf 160 0606 nech in festen Armee⸗
ndliche Soldaten. Auch diese Ursammlung soll nur
m bleiben. Die Vertieter der Ostarmeen . in den
at aufgenommen, dergleichen vie föbdeunschen stameraden,
d eidznem Anrtteb aufgefordert haben, da wir durchaus
cler len sind;, ein Gäfarentabineit mi bilden. Man drobis in mit Absplitterung vom Reich. Kurt Eianer hat unt erklärt,
Kolffs Telegraphenbüro“ von zuständiger Stelle hört,
9
. K . ) i ; dach dic Rah ern garnicht, daran denten, ein elgene Republik u
gründen. Aus früheren Jahren bestände nut bei ihnen eine Abneigung gegen den Wafferkopf Berlin, wie en sich aus drückte. In Berlin sitzen die Friegsgesellschafien, die Kriegszverlängerer. (Rufe. Auch die Bol- schewislen!) Vor alltin will Bayern aber in ber Frieden sfrage nicht mit Anhängern dez bisherigen Eystems zusammengrhelten. (Sehr richtig). Der Vollzugsrat iwird nichts unternehmen, was bie Reicht ein belt stören tönnie. Bezüglich der politischen Gewalten ist eine peinliche SEcheidung zwischen Vollzugsrat und Re ierung erfolgt. Wir füblen uns nur als ein Propiforium. Die spätere Dele— glerlendersammlung und die Nationglversammlung haben endgültige Beschlüsse zu fassen. Das Recht zur Beschlagnahme liegt nur bei der Regierung, nicht aber bei einzelnen Soldaten. Es sst mir soeben mitgeteilt worden, daß heute mittag eine Schwadron des 1. Gardedragonerregiments in die Kaserne eingedrungen sei und ein Oberleutnant von Heyde eine Ansprache gehalten und ein Hoch auf den Kaiser ausgebracht habe. Die Schwadron hat in tas Hoch eingestimmt. (Großer Lärm. Rufe: St mmungs mache! Tätigkeits⸗ bericht! Ich lehne es ab, Stimmung zu machen. Der Voblzugsrat muß sich mit Jolch gemeingefährlichem Treiben befassen. Nicht weit von Berlin gibt es noch Soldatenräͤte, die die Vertrauten der ehe— maligen getrbönten Häupter sind. (Erneute Unruhe. Rufe: Namen nennen.) Das sind die Einberufer der gestrigen Versammlung. Mute: Potsdam.) .
Im weiteren Verlaufe der Verhandlungen teilte ein Vertreter der Ost front folgende Erklärung der Belegation der Ost front mit: „In Vertreiung von etwa 100 000 Kameraden der Hstfront erklären wir, daß die Versammlung uns geeignet erscheint, durch ihr gewaltsames, unparlamentariiches Vorgehen nicht nur die Reichteinheit aufs schwerste zu gefährden, sondern por allem schwerste Unruhen in die Straßen Berlins zu tragen. Die Hoffnung unserer Kameraden an der Ostsront, die nur auf Er— haltung der Einheit berubt, bricht damit zufammen. Wir bitten Joch einmal alle Kameraden, die Folgen zu überlegen und Ruhe und Ordnung aufrechtzuerhalten.“
In später Abendsiunde wurde die Fortsetzung der Ver— handlungen bis Sonnabendnachmitiag 3 Uhr vertagt.
Noch einer Meldung von, W. T. B.“ aus Münsier i. W. het der Soldatenrat der 4. Armee einen Aufruf an die Bergarbeiter gerichtet, der, wie folgt, lautet:
Mehr als vier Jahre hielt uns ein gemeinsames Band zu— sammen. Wir standen auf dem Wall der Festung. Ihr habt uns die Waffen geschmiedet. Es waren falsche Ideale, für die wir kämpften. Es waren Trugbilder, für die Ihr Eure Aibeit eingesetzt labt. Die Stunde der Besreiung von dem Wahn ist gekommen. Ihr und wir haben gemeinsam daran teil. Nun fragt Ihr uns: Was wollt Ihr? Und wir sogen offen und ehrlich: Wir wollen endlich Frieden. Wir wollen in unser Heim einkebren. Heift uns! Der Weg ist versperrt! Euer starker Arm muß jetzt alle Räder in Gang halten, senst stürzen wir in den Strudel des Glends. Hat die neue Zeit teine Ideale, hat sie nichts zu bieten, was das avs dem Welt— triege gerettete Leben wert macht, daß man es lebe? Die Soldaten wollen die Verwirklichung von dem, was sie erhofft haben. Wir müssen ans Ziel gelangen. Nur ein Schritt trennt uns vom Land der, Zukunft. Jetzt aber dürsen wir uns nicht um den Sieges— Heis betrügen. Jetzt dürfen die Kräfte unter Tag nicht versagen. Ihr dürft uns nicht hindern, nach Hause zu eilen, um unser neues Glück ju zimmern. Eine Arbeitseinstellung in der jetzigen Zeit würde den Zusammenbruch berbeiführen und die Errungen schaften der Revolution vernichten. Tretet mit uns ein für die so— fortige Einberufung der Nationalversammlung. Kämpfet mit uns gegen die Diktaiur von oben und unten! Ärbeiter unter Tag, Ihr müßt uns helfen, Ihr, die Ihr doch unsere Brüder seid. Die Sol⸗ daten haben vor dem Feinde gehungert und gefroren, haben die schwersten Anstrengungen ertragen: Uns dürft Ihr nicht das Brot der Arbeit versagen. Feiert nicht! Helft uns:
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Eine von 2100 Soldaten der Garnison Mitan hesuchte Versammlung hat, wie „Wolffs Telegraphenbüro“ meldet, nach einem Vortrage ihres Präsidenten Robert Albert folgende Kundgebung an alle Soldatenräte und an die Re— gierung beschlossen und einstimmig angenommen:
Der Soldatenrat Mitau, hinter dem das gesamte Besatzungsheer Kurlands steht, eiflärt einmütig, daß er die neue Reichsregierung mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln in ihren Bestrebungen unter— stützen wird. Er gibt der sicheren Eiwartung auf baldige Ein⸗ berufung der konstituierenden Nationalversammlung Ausdruck und erhebt energisch gegen die Versuche von Minderheits—⸗ gruppen Einspruch, an Stelle der durch die Revolution überwundenen Klassenherrschaft eine neue Diktatur. ** midten. Angesichts der durch die schamlosen Waffenstillstane zen unserer Gegner heivorgerufenen Schwierigkeiten der Hein n wird der Soldatenrat Mitau mit allen Mitteln dafür ei rieten, Laß sich die Demobilmachung des Ostheeres in Ruhe und Ordnung vollzieht.
Nach einer im Reichsversicherunosamt gefertigten Zu⸗ sammenstellung sind durch die Post und die Sonderanstalten gezahlt worden im Monat Juli 1918 als Zulagen zu In⸗ validenrenten (monatlich 8 „S 7 656 112 6, zu Krankenrenten (monatlich 8 M) 626 448 6, zu Wiwenrenten (monatlich 4 66 (256 468 s, zu Witwenkrankenrenten (monatlich 4 M) 9432 S6, zusammen 8 548 460 S.
Von der preußischen Regierung sind an Stelle des bis⸗ herigen Justizministers Dr Spahn die Rechtsanwälte Dr. Kurt Rosenfeld und Wolfgang Heine mit der Leitung des Justizministeriums beauftragt worden. Minister Heine war bisher durch anderweitige Verpflichtungen, die er in Anhalt übernommen hat, daran verhindert, die Geschäfte zu über— nehmen. Minister Dr. Rosenfeld hat, wie ‚W. T. B.“ mit⸗ teilt, gestern sein Amt angetreten und bei eisnem Empfange der Beamten und Angestellten des Justizminitsteriums an diese eine Ansprache gerichtet, in der er der Er⸗ wartung Ausdruck gab, daß die Beamten unb Angestellten auch den Aufgaben der veuen Regierung ihre volle Kraft widmen würden, zum Wohle der Rechte pflege und des ganzen deutschen Volkes. Hierauf gah der Unterstagtssekretär Dr. Mügel im Namen sämlicher Beamten und Angestellten des
ustizministeriums die Erklänung ab, daß sie bereit seien, unter Wahrung ihrer politischen Ueberzeugung den Weisungen der neuen Regierung mit der Pflichttreue, die dem prenßischen Beamten eigne, Folge zu leisten. Minister Dr. Rosenfeld nahm diese Erklärung entgegen und verpflichtete daraufhin die Beamten und Angestellten des Juflizminifterlums auf die nene
Neglerung.
—— —
Der 1 detz preußischen Herrenhauses, Graf von
Arnim⸗Boitzenburg, veiffentlicht laut Meldung des „Wolffschen Teiegraphen bros / folgende Erklärung:
Nach ehen ia n, hat die revolutionäre preußische Regierung in Uebereinstimmung mit einem Beschlusse des Voll
2
die das geltende Staat zu ändern vermochte, des Herrenhauses lege ig
Verwahrung ein
Der Vorstand des Zen meindebeam ten Preußens G. V. (36 . an die Gemeindebeamtenschaft folgenden Aufru Schwere Zeiten sind bereingebrochen. stellt die Gemeindebeamtenschaft auf eine des Vaterlandes erheischt jedoch
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Seien wir uns nabsehbare Folgen aber auch erwarten, woblerworbenen Rechte in Interessen fördern wird,
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. Den Ortsvereinen und weiteren Verbänden wird empfohlen, sich in den neuen örtlie Körperschaften eine entsprechende Vertretung derschiedenen Orten bereits geschehen ist
Sandel und Gewerbe.
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Die Nachfrage nach Zah Berichismonat infolge der ungeklär — er weiterhin in verstärktem Maße an. Der Gesamtun papiernen Zahlungsminel stieg in der Zeit vom 24. Oktober bis 23. JFobember d. J. um den gewaltigen Betrag von 2095,5 Millionen Mark auf 28 917,9, Millionen Mark, und zwar mußte die Bank 1434,58 Millionen Mart Banknoten, 49 Millionen Mark Reicht⸗ kassenscheine und 606 Millionen Mart Darlehnskassenscheine neu in den Verkehr geben gegenüber einem Bedarf an papiernen Zahlungsmitteln überhaupt von nur 481,3 Millionen Mark in der vorjährigen Vergleichszeit. Daneben mußten zur Linderung der Zablungsmittelnot die bei der Bank angesammelten Bestände an Scheidemünzen berangezogen werden, die von 112 Millionen Mark auf 20,3 Millionen Mark, also um 917 Mi en Mark zurück⸗ gingen, so daß insgesamt vom 1. Oktober bis 25. November an Papiergeld und Scheidemünzen icht weniger als 3683.5 Millionen Mark gegen nur 397,7 Millionen Mark im Vorjahre, also wiederum fast das Zehnfag den Verkehr gegeben werden mußte, nachdem bereits das dritte Vierteljahr rund 4 Milliarden abgezogen hatte. Diese Ziffern bi zutreffendes Bild des Jahlungsmitielbegehrs, da den Hergabe von Zahlungsmitteln nur zum Teil entsprochen werden konnte, trotzdem daneben durch Coupons, Privatbanknoten und Not eld der Kommunen in der gleichen Zeit noch wein über eine weitere killiarde und damit insgesamt vom J. Oktober bis 23. November rund 5 Milliarden Mark in neuen Zahlungsmitteln dem Verkehr zu— geführt wurden. ; Es ist hohe Zeit, daß unsere Bevölkerung zurückkebrt. Daß diejenigen, die in dieser Weise das bare Geld auf⸗= speichern, ö. seibst schädigen, Zinsen verlieren und sich einem Verlust durch Diebstahl und Brand aussetzen, mag ihre Sache sein. sie schdigen aufs schwerste auch *
Mn fr za ‚ Antragen aus
zur Besonnenheit
ch die Allgemeinheit. diesem Kriege das Gebot „dem Ganzen di
jetzt in der schwersten Not unseres Vaterlande
kann nur leben, wenn sie arbeitet. T
braucht sie den Vermittler alles Veik
aus falscher Eigensucht entzieht und
its dazu be
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2646 684 700 Schuldbuchzeichnungen und 1189 688 700 S6. Schatzanweisungen, erhöht, ein Ergebnis, das angesichts der Not unseres Volkes, in der sie gezeichnet wurde auch stark hinter der VIII. zuruückbleibt, befriedigend und über unsere Erwar
gesehen werden darf. Auch diese
deutschen Volkes, die wir mit Stolz un
Daß sie dazu geworden und daß dieses E
und Sorge, die sich über Deutschland senkte,
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Herzens Dank sagen; ohne ihre opferwillige und nimmer müde werdende Arbeit wäre es nie möglich geworden, von den ungeheuren Ausgaben des Krieges in diesen 4 Jahren die Summe von fast 160 Milliarden in festen Anleihen außubringen und zu konsolidieren. Und einen ganz besonderen Dank möchte ich unter ihnen allen beute den deutschen Sparkassen sagen. Sie stehen diesmal mit 87,4 o ihrer Zeichnungen bei der VIII. Unleihe verhältnismäßig weitaus an der Spitze aller Gruppen von Vermittlungsstellen. Ihnen folgen in starkem Äbstand die Reichsbank mit 72800, die Lebenzversicherungègesellschaften mit 72,6 Oo. die Banken und Bankiers mit 65 20½ die Kieditgenosfenschaften mit 58,5 0/0 und die Postanstalten mit 42,1 0/9. Die deurschen Spar— kassen haben bei den neun Anleihen mehr als 245 d. h. ein volles Vieriel aller Anlelheergebnisse aufgebracht, und sie sind gerade diesmal, wo die Zahl der Zeichner statk zurückgegangen und jweisellos auch bei ihnen ein starker Rückgang in den Zeichnungen der Sparer zu verzeichnen war, in besonderem Maße mit idren eigenen Vichnungen in die Lüdke getreten und haben damit die Ergebnsffe der varkassen zeichnungen bei allen früberen Anleihen mit alleiniger Ausnahme der VLiJ; übertroffen. Sie kaben die große Aufgabe, die gerade sie als die Sammelbecken und Hüter der kleineren Sparkapittalien batten die Kriegsanleihe tief ins Volk bineinzuttagen, von vornherein tlar
erkannt und biz zuletzt aufs treueste und opferwilligste erfü t und
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