1918 / 297 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 17 Dec 1918 18:00:01 GMT) scan diff

Niederbarnim beauftragt,

werbeossessor Giffey 1919 nach Aachen

eines Vllssardelters

Asten und Sr

rien in Stärke von 10 000 Mane rltthope versammelt sind und zuversichtlich und gulen n

Aachen 1b Heimbeförderung erwarten.

Wirt schaste Die veränderten Ver im Deutschen Reiche einge änderung der Militärstrafr gänzliche Umarbeitung graphenbüros“ mitiei Die von der Relchsregierung mit G

ar rng gr fre Ran? ordnung, betreffend

; ese tzes kraft die einstweilige Aenderun— Einführungs gesetzes beschränkt sich“ ie mit Notwend;

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rfügungen vor ißig eine wesentliche ohne daß der nötige Nechis dieser dure

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Ministerium für ?

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J Fut l aseit f ier zur Enilassung., geschriebene Ve

unterbunden

Braunkohlenbriketts fernerhi ird. itischen Gründen

militärischen Forderungen

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4 ; . affenstillstands vom heutigen V4ag9 36.

9 2 24 09 2 o 1 t 5 * September 1918, betr. Unter sämtlichen mit

werden kön zobl im rechtsrheinischen Gebiet, als auch an der Saar und in as schwerste geschädigt. ̃ gegenwärtigen, zusammenhängenden

chteren Straftaten den starren Grundsatz der soge ö . h 9 64 l 8 auch die geringfügigste Verse

12; s Bw 2 118 elischwa en und

agereibetrie , ö in Frankreich auf zu beseitigen, wong trafgesetz geahndet selbst bestraft wird. Verteidigung ist Beschuldigte in je der Lage nach Abschluß des Ermittelungsverfahrens, Verteidigers bedienen darf. einem deutschen Gericht zugelassene Rechtsanwalt Untersuchungshandlungen

trauensleute der

aß⸗Lothringen und au

534 * N 8 . . Scherhag, Andernach,

388838682

in einem wirtschaftlich Arbeiterschaft in erweiterten

zerfahrens, nicht erst

Stadt Andernach.

verhindern, MV 'nr iIorrio 2 zürgermeister.

en nötigen Materialien ür die rechtsrheinische Industrie weiterarbeiten reitende A beitslosigkfeit scheinbar dem Interesse

Als Verteidiger darf k

besetzten Gebiete wi zu beliefern. ; z i,. einem der gewählten t oldaten ( Soldatenratsmitglied) auf? stattet werden, zugegen zu sein, in der Hauptverhandl Angeklagten vor dem Schlußwort

In den erkennenden Gerichten (Kriegs- und werden die nicht juristischen Richter . e (Soldatenräte) gewählt. je nach Besetzung ein oder zwei Mitglieder s Dienststellung befinden müssen, wie der Angeflae Die Oeffentlichkeit

WJ

a, . . Grund der Bekanntmachung zur

bisherige Maß übe

ie einseitige,

Fernhaltung unzuverlässiger er 1915 (RGBl. S 663) Berlin C., Tage den Handel mit

Händler August Marks, er deutschen Vereinbarungen s breiterer Grundlage, unter Erfassung aller in Betracht kommenden wirt— schaftlichen Fragen, getroffen werden. Macht des Siegers und können es pi Form nach erfüllt werden, Die erwähnten wirtschaftlichen Fo

„ter durch die Vertran *59yBHo 9 J 2 ie Franzosen haben wohl ö 1 abet dorgesthe ,, . . . ch in der entspre eicht erzwingen, daß ihre Kor—

erreicht würde damit nichts. gen treten trotzdem unweigerlich Nach meiner festen Ueberzeugung werden sie für die befetzten Gebiete und Frankreich schneller eigtreten und verhängnisvoller sein, das rechtsrheinische Industriegebiet. . es bald zu erneuten Verhandlungen kommt und eine Vereinbarung getroffen wird, die beiden Teilen dienlich ist.

in bezug auf diese

Kriegswucheramt.

Der Polizeipräsiden r. Pokrantz.

ée ffe er Hauptverhandlung sos noch wegen Gefährdung der Sittlichkeit oder bei einer rp wegen Verrats militärischer Geheimnisse, al fährdung militärdienstlicher Interessen und nicht meh wegen Gefährdung der öffentlichen Ordnung ausgeschlo

so nicht mehr wegen ann tm ach k ng. Deswegen hoffe ich, daß sratsverordnung vom 23. September 1915

1 Robert Rochholz, h

Verkäuferin

selt st, Viehoferstraße 82,

Steinsick Die 27. Nummer der Liste „Unermittelte Heer

angehörige, Nachlaß- und Fundsachen“ ist am! zember 1918 als Beilage zur „Deutschen Verlustliste“ ersch Vervollständigt ward die Liste durch ein Namensverzeichm⸗ Gefallenen und Vermißten, deren Angehörige nicht zu erni waren. Eine xildertafel liegt der Liste diesmal nicht hel Die Liste kann zum Presse von vierteljährlich 566 3) t bezog) rden. Einzelnummern (zum Presse 2 w eiaschh. Porto) so vie jechs ältere Nummern nach f Wahl des Bestellers (zum Preise von 60 einschl. P können, sowelit der Vorrat t der Norddeutschen (Wilhelmsir. 32 bezogen werden.

Handel mit

Auf telegrayhische Waldstein, betreffend das Eraebi verhandlungen über die Fischereiverhältnisse in der rdsee, hat der Staatssekretär Erzberger, wie „Wolffs meldet, folgende lelegrophische Antwort

Reichs tags abgeordneten

zermittler⸗ Waffenstillstands⸗

anden des täg

Dr,. Hel n.

13 60

Telegraphenbüro“

die Post bezogen werden.

. , w

8 Kaperei besteht 100 , 8 3

die Fischerei in gewissen Ge

fuchen von den dafür bestimm

freigegeben

Zusage erhalten en Fischdampfern

wird, sobald das ausgenommen wo

Uichtamtliche Dentsches Reich.

Berlin, 17. Dezember 19

iationalen Waffenstill⸗ vom 15. Dezember wurde laut Meldung von deutscher Seite an— Waffen stillstands vertrages l Gehieien tingebrachten deutschen Kriegsgefangenen die Gründe

Fefangennahme nachzuyrüfen

gegen Voreinsendung Buchdruckerei in Oberkommando der Alliierten hat dem Verbleiben von Infanterie⸗ und Kavallerie⸗Friedensgarnisonen als Polizei—⸗ truppen in der neutralen Zone sowie cher militäris Das Personal kann wie bis

wren 2 n 9. J Vreuker uch dem Ver—

r Ven waltungsbehörden zugestimmt. her Uaiform tragen.

bleiben sän ezirks kom mandos 1— in Berlin g Anmeldungen kommandos zur Kontrolle haben erst zu erfolgen, n . Diejenigen entlass taunschaften und Uateroffiziere, die auf Entlassunge— Maischgeld (60 6 und 15 65) bei ihrer En

des „Wo fsschen Telegrophenbüros“ Ent lassener den Bezit

Mar nor) * ? ⸗— ra . 1 4 ** . ; ' 5a 0f 129 No dember) In der in⸗ und ausländischen Presse ist verbreitet worden, aufgefordert

die deutsche Regierung die Ausweisung der Deutschen saß⸗Lothringen Lothringer

spruch haben, denen et ei ssung nicht gezahlt werden konnte, erhalten Geld erst später durch das zuständige Bezirke kommando ahlt. Die Zahlung wird erfolgen, sobald die öffent Aufforderung zur Kontrollanmeldung ergangen ist.

d diejenigen Gefangenen in Gefangenschaft

ese Meldung auf freier Efindung beruht und

der General ö . die beteiligten Kreise zu

ine Kokszüge aus West— ruchte um Aufklärung. te Liste aller Verurteilten affen stillnandes freigelassenen Kriegs— zeichnis sämtlicher in Gefangen⸗ französischer französischerseits

ber seilte [, 1 anscheinend nur dazu bestimmt

heunruhigen.

Nudant mit, daß falen in Lothringen eintreffen, und Ferner bat er um und auf Grund des gefangenen und schaft oder Janterni Z vil yersonen. Verpflichtung

feindlichen Heimbeförderung führte den Nachweis,

t fünf Tagen

Hamburg. ö ffschen Telegraphenbüros“ fünfzehn enalische Frachtdampfer, die bel Kriegs bruch in deutschen Gewässern beschlagnahmt wurden, f gegeben worden und sollen mit deutscher? größter Heschleunigung die Reise nach England antreten. n Stellvertretenden l 9. Armeekorps beschäftigten Offiziere haben, obiger zufolge, eine Ecklärung nachstehenden Inhalts abgegeben: Der große Soldatenrat sür Hamburg-Altona und, zend hat in den Morgenblättern vom 15. d. M. eine Bel machung erlassen, die alle Komma ndogewalt über die in urg, Altona und Umgegend befindlichen Truppen Soldatenrat überträgt, ; Gradabzeichen für

Der auf Grund der Ziffer 19 des Transport Telegraphenhüro“ Saarbrücken und am 9 begleitet von vier deutichen Finanzsach deuischen Botschaft in Paris Wohnung genommen h prüfung des Goldes wird einige

zaffenstillstands ver⸗ russischen Goldes ist, Dezember mber in Paris eingetroffen, die in der

Laut Meldung des

kriegsgefangener Der deutsche Vorsitzende k die in der Nähe der Kathedrale von Laon gefundenen Minen nicht von deutscher Seite gelegt sein daß die Behandlung der Ueber⸗ übrialäßt. seiten der Entente schung zum Nach⸗ Zum Schl

Anspruch nehmen.

und hetonte andos nach w Auch die Organisatton ist so mangelhaft, daß schon jetzt jede N teil Deutschlands abgelehnt

Die kurzen Angaben, die bisher über den von der polnischen Regierung herbeigefüh diplomatischen liegen, lassen klar erkennen, daß sie sich be dieses Schrittes nur auf nichtie sie behauptet,

rten Abbruch der Deutschland vor— i der Begründung . orwände aestützt hat. n. . l Fortsetzung von Verhandlnngen mit Deuischland zwecklos und unter Umständen soga die innere Ordnung Polens wäre, ) „Wolffs Telegraphenbüro“ da die deutsche Besetzung in Polen bestand, im Lande herrschte. . wmislische Unruhen noch Pogr Elemente konnten Truppen zurückgezogen waren. Anschein Regierung sich dieser Bewegung s versucht es nun, Deutschland die S für ihre Beh Nach Lage der

190 abs . Uebergab— Beziehungen Tragen. von Iffiziere usw. verbietet und die einseiti ist-⸗ und Gehaltsverhältnisse durch den großen Die Offiziere erklären hiermit, daß zerans wortung Abwicklung der D Verantwortung

werden muß

a rechts rhemis

her Zeitungen im besetzten linksrheinischen nspruch erhoben wird.

in Aussicht stellt. i, Dienstbetrieb,

einobilmachung, nicht n

so wird demgegenüber durch

. 6 J besondere für die glatte rauf hingewiesen, daß, glathh

tragen können, Soldatenrat Jüberlassen müssen. an, ͤ wenn die Bekanntmachung des großen Ehle nicht unverzüglich aufgehoben wird.

id, Ruhe und Ordnung aben in dieser Zeit bolsche— Die unlauteren

afts aus, zaffenstillstan dt zum ersten Mal Berufsständen teil. französischer⸗ Elsaß⸗Lothringens aufgestellt in Höhe von monatlich 315000 Tonnen Koks, Koh 112000 Tonnen Manganerzen s wurde dle Treibriemen, elektrischen Febieten je nach dem Bedarf der eines fran⸗ deusschen Brennstoffen gefordert. Die Franzosen bestarden auf der Annahme ihrer Forderungen

. Weder h einstellen ternationalen ö Dezember aus allen

ome stattgefunden. erst dann hervortreten, als die deutschen inend fühlt die polnische elbst nicht gewachsfen und chuld aufzuhürden. auptungen werden ihr nicht zur che scheint es.

ertrauen auf die Friedenz konfer größeren Gewinn ausgehen, als ih des Präsidenten Wilson zuk der Beziehungen schaffen wollen .

Sachverständige Telegraphenbüro“ Forderungen

Oesterreich und Ungarn. Laut Meldung des „Wolffs tichecho⸗slowakische Grulich,

Belieferung chen Telegraphen

en Reichenberg, Eger und Remotau

c Verfügung stehen. daß die Polen kein volles enz setzen, oder aber auf ; nach den Grundsätzen äme, und daß sie sich durch den freie Bahn für Gewalttätigkeiten

der nieder bach besetzt. Abordnung 9 von Hermt Ferdinand

Abliefe ung vo

reichischen Grenze Nikolsburg und Gruß == Am 13. Dezember hat sich eine Siebenbürger rumänischen Regierun stadt nach Bukarest begeben, um dem König Oberhoheit über Siebenbürgen anzuhieten.

zhringischen Belieferung

ischen Departements

In der Gegend von Piski . in,, ö . . sind einer trunpen, angekommen und haben den die , 5 inis dildenben Migrofcflß, bei wranniedts nul kak ät ins überschritten. Die die Maroschbrücke verse digenden ' . schen Wachen haben den Kampf aufgenommen, sind 6 gewiesen worden, überflüssiges Blutvergießen i ö. 3 Wegen des Yruchs des Waffenstillstande duich m Truppen hat sich der Staatssekretär des strie gsminist ö Böhm an die französische Offiziers mission in Budapest i n Wie der „Pester Lloyd“ meldet, richtete hieran ,

leutnant Vix, durch den ihm zuͤgeteill n , . ͤ 35 ; ; geteilten rumänischen Ver— bindungsoffihier einen Bescheid an' die Regierung ,

ländischen Rumänen in Hermannstadt, wongch der Kommé n der rumänischen Armee telegraphisch anzuweisen sei a h. Marosch nicht üherschritten werden durfe e er wee, en . des Generals Berihelot einträfen.““ J

Das „Ungarische Telegraphen-Korrespondenzbüro⸗ ver⸗ . e, nnng, daß. der Generalfeldmarschall von Macken sen, nach e⸗ner. Besprechung mit dem?, arisch Ministerpräsidenten Grafen Karolyi sich mit Bor r, 3. nachträglichen Genehmigung der deutsch-n gegkernn g bn i. ein perstan den erklärt habe, daß seine Armes die gg affen niederlege. Er selbst habe sich mit seinem Stabe n Joth einquartiert und. angekündigt, daß er seinerseiss ale, le hier Ungarn zu verlassen wünsche, erst dann, wenn sämtliche deusche Soldaten bereits heimgereist sein würden.

Großbritannien und Irland.

) Pr f j z 66 z i ,,, met, mtl in inem Briefe an die T chtfertigung seiner Haltung als Staatz se kre tär für den Krieg. In diesem Briefe sagt er dem Algemeen bin, , ufo gg. ö Ohne Zweifel haben sich viele von uns in zahlreichen Einzel— heiten auf, militärischem und maritimein Gebiet ,. ng, glaube nicht, daß die Admiralität oder das Kriegsamt sich in den Hauptsachen geirrt haben, In dieser Hinsicht war! e gerabe 2M! Große deutsche Generalstab, der einen merkwürdigen strategischen Fehler heging, als er nicht einsab, was es bedeute, mit einer Macht die die See beherrscht, in Krieg zu geraten. Der zweite Fehler der deutschen Strategen war der, daß 'sie zögerten, sofort von ihren U-Booten und Torpedobooten Gebrauch zu machen, um den rang port der britischen Exveditionsarmee nach deren Mobilisierung am Morgen

des 3. August 1914 zu verhindern. .

Frankreich. Einer Reutermelduug zufolge hielt der Präsident Wil son am Sonnahend in Paris an die sozialistische Abordnung, die ihm eine Adresse überreichte, eine Ansprache, in der er saate:

Meine Herren! Der Krieg, den wir gerade durchgemacht haben, hat in einer unvergeßlichen Weise die außerordentlichen Üebel be euchtet, die durch eine unumschränkte und unperantwortliche Gewalt herdorgerufen werden können. Es ist nicht möglich, das Glück und Gedeihen der Völter in der Welt zu sichern oder einen dauernden Frieden zu schaffen, wenn nicht die Wiederholung solcher Uebel unmöglich ge— nacht ist. Das ist wirklich ein Völkerkrieg gewesen. Er ist gegen Absolutis mus und Militarismus geführt worden, und diese Feinde der Freiheit müssen, von jetzt ab außerstande gesetzt werden, ihren grausamen Willen gegenüber der Menschheit weiter geltend zu machen. Nach meinem Urteil genügt es nicht, dieses Prinzip auf— zustellen. Es ist notwendig, daß es von einem Zufammenwirken der Nationen gestützt wird, welches auf bestimmte und klare Ueberein— kommen gegründet und durch das Werkzeug eines Völkerbundes seines wirksamen Einflusses sicher ist. Ich glaube, dies ist die Ueber— eugung aller einsichtigen und liberalen Menschen. Ich habe das zertrauen, daß dies der Gedanke. derer ist,

sammenarbeiten mit ewigen Friedens der Gerechtigkeit und des Rechts sicher zu stellen, der die. Opfer dieses Krieges rechtfertigen! und die Menschen dazu anhalten soll, auf diese Opfer als auf den dramatischen Schluß— akt ihrer Befreiung zurückzublicken.

Vortngal.

Ueber die Ermordung des Präsidenten Paes

werden von „Wolffs Telegraphenbüro“ folgende Einzelheiten mitgetemn : Der Prasident wurde am Eingang des Bahnhofs durch zwei Schüsse i * ge und Leber getroffen und behielt volle Geistesklar— heit. Er wurde dann sofort in das Spital gebracht, wo er um Uhr verschied. Der schwer verwundete Mörder sowie ein Mit— schuldiger wurden verhaftet. Der Bruder des Präsidenten, Antonio baes, wurde durch einen Säbelbieb verwundet. Man glaubt, der Mörder gehöre der jung-⸗republitanischen Vereinigung an. Der ihn ,, Mitschuldige mußte gegen die Wut des Volkes geschützt werden.

Die beiden Kammern wurden sofort zusammengerufen und as Amtsblatt veröffentlichte eine Preklamation, daß das stabinett unter dem Vorsitz von Castro die Regierung weiter—

führen werde. Niederlande.

Das Ministerium des Aeußein teilt nach dem „Haager Korrespondenzbüro“ mit, die Behauptung in der Note der belgischen Regierung an die Presse, daß die holländische Regierung, als sie am 12. November den deutschen Truppen den Durchmarsch durch Limburg gestattete, sich gleichzeitig geweigert habe, die belgischen Internierten ohne vorherige Zustimmung Deutschlands freizugeben, beruhe auf einem Irrium. Das von der belgischen Regierung er— wähnte Schreiben der holländischen Regierung war eine Ant⸗ wort auf einen Brief des belgischen Gesandten vom 4. Oktober und stand mit dem am 11. November geschlossenen Waffen⸗ stillstand in keinem Zusammenhang.

Der Vertreter der Abteilung des Kriegsministeriums für Kriegsgefangene bei der deutschen Gesandtschaft, Haupt⸗ mann von Scheven teilt mit, daß die bisher in Holland inter⸗ nierten deutschen Kriegs- und Zivilgefangenen eine Adresse an die Königin gerichtet haben, in der sie für die in Holland genossene Gastfreundschaft ihren Dank aus⸗ sprechen. Der beutsche Gesandte Dr. Rosen hat dem holländischen Ministerium des Aeußern den Dank der deutschen Regierung für alles, was im Interesse der deutschen Inter= nierten getan wurde, übermittelt und gleichzeitig ersucht, allen holländischen amtlichen und anderen Stellen, die mit den Kriegsgefangenen zu tun hatten, den Dank, der deutschen Regierung auszusprechen, vor allem dem holländischen Roten Kreuz, der Schiffahrlsgesellschaft Rotterdamsche Lloyd und der Zeeland⸗Linie.

Belgien. ö. ö

Mehrere belgische Jeitungen veröffentlichten ein Eom⸗ 160 en g n,, der Niederlande in Brüssel mit einer Darstellung der Erwägungen, die die

ert der , die Ihre eigene große. Nation leiten, und. ö sehe, mit besonderem Vergnügen dein Zu ihn

en entgegen, um die Bürgschaften eines deutschen Armee in einer Provinz,

niederländische Regierung leiteten, als sie den Durchzug deutscher Truppen durch Limburg gestattete. Danach märe nach dem Waffenstillstand die tatsächliche und rechtliche Lage grundlegend geändert und die von den Deutschen angenommenen Bedingungen derart beschaffen gewesen, daß sie die Wiederaufnahme der Feindseligkeiten ausschlossen. Es hätten nicht mehr die Gründe wie bei der Jaternierung krieg⸗ führender Truppen auf neutralem Gebiete vorgelegen. Das

bel gische Minisfterium des Aeußern bemerkt nach der „Agence Havas“ hierzu:

Ein Wanenstillstand stellt rechtlich nur eine Ginstellung der Feindseligkeiten dar, schließt aber keineswegs ihre Wiederaufnahme aus und beendet nicht den Kriegszustand. Ferner hat die nieder ländijche VUegierung am 12. November 1918 den Durchzug der deulschen Truppen durch Limburg ohne Befragung oder ohne po gangige Ermächtigung durch die alliierten Regierungen gestattet. In

seiner Note jedoch an den belgischen Gejandten im Vaag, die von demselben Tage datiert ist, am dem diese Entscheidung“ gert wurde, erklärte der holländische Minifter des Acußern, die in' eit 1914 internierten belgischen Militärpersonen ohne die por gängige Zustimmung der deutschen Regierung nicht befreien zu können. ö ;

Nach den Artikeln 11 und 15 war die niederländische Regierung gehalten, die auf ihr Gehiet zuge lassenen deutschen Truppen zu iniernieren. Die niederländische Yie gierung wird nicht bestreiten, daß diese Verpflichtung auch am 12. November trotz des Waffenstillstands bindend für sie war, zumal sie sich an, dem gleichen Tage auf den befagten Artitel 11 Belgien gegenüber berief, um ihre Weigerung, die internierten Belgier fre zu lassen, zu rechtfertigen. Seil dem di

, . ö Regierung der Niederlande den Durchmarsch der deutschen Truppen gestattete, erklärt sie fort

1

soßsz fz 5 R h ; J . . 3. geeh/ sie habe vor allem in belgischem Interesse gehandelt. Wenn man sich auf den militärischen Standpunkt stellt,

so ist unbestreilbar, daß diesesg den Deutfchen gewährte Entgegen kommen ihnen erlaubte, zahlreiche Truppen der Gefangenschaft und Material von beträchtlichem Werte der Wegnahme zu entziehen. Was die Zahl der deutschen Soldaten betrifft. die durch Limburg bindurchzogen, so schwankt sie nach den beim belgischen General— stabé eingegangenen Meldungen zwischen 70 C66 und 1260 000 Mann. Die zeitliche Uebereinstimmung für den Uebergang über die

) 8 ö 5 ö 3 Maas auf der ganzen Front der vierten deutschen Armee, fowohl M* . ö ß = 2 h ö 66. 3

auf, holländischem wie auf belgischem Gebiet, läßt darauf schließen, daß der feindliche Generalstab bei der Regelung

bes Abzuges seiner Kolonnen auf die Einwilligung der Regierung der Niederlande rechnete. Man darf nicht vergessen, daß gerade in dem belgischen Limburg die deutsche Armee ihr größtes Truppen— verpflegungszentrum in Beverloo und ihren wichtigsten Sammel— Punkt für Maschtnengewehte in Tongern besaß, und daß alle Speicher der vierten Armer und die' Flugzeugborräte Flanderns infolge des Rückzuges im Oktober um Anwmwerpen berum ver— einigt waren. Man erkennt also den ganzen Umfang des Deutsch land geleisteten Dienstes, indem er dieser Armee die Möglichteit gab, nicht um ganz Holländisch⸗ Limburg über Visé herum— gehen und die Wege und Eisenbahnen verstopfen zu müssen, die unmittelbar von Belgien nach Deutschland führen und die taum für den Abzug der anderen deutschen Truppen genügten. Man kann behaupten, daß. wenn der Durchzug verweigert worden wäre, ein großer Teil der Truppenkörper, die durch Limburg hindurchzogen, das belgische Gebiet nicht in der durch den Waffenftillstand festgesetzten Frist hätte räumen können und gefangen genommen worden wäre.

Nicht nur Truppen und Gerät sind der Wegnahme eut— zogen worden, sondern auch die Mannschaften, die auf dem Wege über Holländisch-Limburg entkamen, sind immer noch in der Lage, die Waffen gegen uns wieder zu ergreifen.

Andererseits ist es zur Kenntnis der belgischen Regierung gelangt, daß Schlachtvieh, Pferde, Wagen und andere Güter, die der Be— völkerung von Belgisch⸗Limburg gehörten und die von den Deutschen requiriert oder gestohlen worden waren, durch Holländisch-Limburg hindurchgeschafft worden sind. Die Erträge dieser Erpressungen hätten an Ort und Stelle zurückgelassen werden müssen, wenn die

Straße durch Holländisch-Limburg nicht dem Feinde geöffnet worden

wäre. Endlich schuf die niederländische Reglerung, indem sie der l welche Nordbelgien deckt, den Durchmarsch gestattete, einen Präzedenzfall, der unsere Sicherheit

berührt. Schweiz.

Nach einer Meldung der „Schweizerischen Depeschen— Agentur“ hat der Bundesrat die Departements für 1919 folgendermaßen verteilt: Politik: Collander, Stell— vertreter: Motta, Inneres: Ador, Stellvertreter Müller, Justiz und Polizei: Müller, Stellvertreter: Decoppet, Finanzen und Zoll: Motta, Stellvertreter: Haab, Militär: De coppet, Stellvertreter: Ador, Volkswirtschaft: Schultheß, Stellvertreter: Collander, Post und Eisenbahn: Haab, Stellvertreter: Schu ltheß. Der Bundesrat hat beschlossen, daß in Abweichung von dem früheren Beschluß ausnahmsweise die Leitung des politischen Departements auch einem anderen Mitgliede des Bundesrates als dem Bundespräsidenten über⸗ tragen werden kann, aber dem gleichen Mitgliede nicht länger

als zwei Jahre. Finnland.

Nach Meldungen des „Wolffschen Telegraphenbüros“ ist infolge eines Gesuches der finnischen Regierung bei der Entente die Blockade der finnisch-deutschen Schiffahrt aufgehoben worden.

Bei Gelegenheit der vorgestrigen Abschiedsparade der letzten deutschen Truppen vor dem General von der Goltz in Helsingfors fanden begeisterte Kundgebungen der Be— völkerung für Deutschland statt.

Parlamentarische Nachrichten.

Der Präsident des Reichstaas Fehrenbach teilt laut Meldung des „Wolffschen Telegraphenbüros“ den Reichstags⸗ abgeordneten mit, daß nach Verlängerung des Woffenstillstandes und Hinausschiebung der Vorfriedensverhandlungen zunächst ein Bedürfnis für den Zusammentritt des Reichs— tags nicht besteht.

Statistik und Volkswirtschaft. Zur Arbeiterbewegung.

Der Ausstand der Angestellten des Deutschen Overn— hauses (vgl. Nr. 296 d. Bl.) bildete hiesigen Blättern zufolge gestern abend den Gegenstand von Verhandlungen, die im Ehbarlotten burger Rathaus unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Dr. Maier statifanden. Die Arbeitnehmer waren durch Mitglieder des Chors, des Orchesters, des Balletts, der Bühnenarbeiter und Hausangestellten dertreten. Ein entscheidendes Ergebnis konnte noch nicht erzielt werden. Die Verhandlungen werden heute forigesetzt. Die für gestern abend angesetzte Vorstellung hat ungeachtet der Ausstandsbewegung infolge der Vermittlung des Bürgermeisters und des Polizeipräsidenten von Charlottenburg stattgefunden.

Kunst und Wissenschaft.

ꝗ36

für meine Augen und weiter Fet echtes Stibium.

Dein Vater?

rzeiten im Pharaonen tlassischen Altertums äUuns gekommenen heben finden „das Dunkel am Tage „sseine Augen seminen

leiden, waren als

Rezepte gegen sie einen breiten Raum einnehmen. wir Klagen

enksteinen aus;

oder die Bilte eines Kranken, daß

4 —⸗ 6 28 waert⸗ um (die schwarze Augenschminke ais Mittel

ft genannt.

werden Honig und gegen Augenleit

ü einer techn sch ge⸗ r Geschichte der Metalle äußert e Gewinnung bevor man Meteoreisen in nennenswertem

Wahrscheinlich stammt die Kenntnis des kannt gewordenen Teilen stlichen Mittel⸗ andern Mittelmeer Teile Nordwesteuropas Britannien, Kärnten und

Geschichte

schichtlichen Skizze stein die Ansicht,

bekannt gewesen sein muf Maße zu verarbeiten lernie. Eisens aus Asien und dem alten Aegypten Ostafritas, ist dann zu den ältesten Kulturvölkern ar meer gekommen und hat sich von dort

Andrerseits ist anzunehmen, daß in Gallien ö Spanien schon fruͤh eine recht hochstehende Eisenindustrie bestand, die wahrscheinlich auf eine unabhängige Entdeckung der Eisengewinnung Auch in Nordeuropa muß das Eisen schon früh betannt ge— wesen sein, und zwar vermutlich jchon vor Benutzung der fremd⸗ ländischen Bronze. Der alte, Brennofen“ lieferte nur ein in teigiger Form austretendes schmiedbares Eisen gelangte man erst zu Anfang des 15. erts Schmiedehämmer und Blasebälge durch Wasserräder zu treiben be— gann (im Siegerlande nachweislich schon 1417). und dem daraus hervorgegang

flürsiges Gußeisen. Jahrhunderts dadurch, daß man

Aus dem Brennofen Stück ⸗Blau- oder Wolfsofen ent wickelte sich der zunächst ebenfalls mit Holzkohle geheizte Hochofen. Vereinzelt findet sich der Hochofen schon um 1450 im Siegerland, dann in der Eifel, am Rhein und an der Mosel, 1546 im 16. Jahrhunderts in England

arz, um die Mitte des gegen Ende des 16. Jahrhunderts in Die in England unternommenen Verjuche, die Holjtoble durch Steinkohle oder Kots zu ersetzen, blieben während des 17. Jahr— hunderts noch ohne durchschlagenden Eifolg. von der praktischen Anwendung des Kokses als Hochofenbrennmaterial 176 wurde in Gleiwitz der erste

von 1735 ab kann

in England gesprochen werden. deutsche Kokshochofen errichtet.

Literatur.

Das Schrifttum über das Um satzsteuergesetz vom 26. Juli 1918 hat eine wertvolle Bereicherung erfahren durch eine umfassende Bearbeitung des Gesetzes aus der Feder des Regierungsrats D Johannes Popitz, Hilfsarbeiter Innern und im Reichsschatzamt, die unter dem Titel „Kommentar vom 26. Juli 1918 nebst der Sicherungs—⸗ verordnung, den Ausführungsbestimmungen des Bundesrats und den Vollzugsvorschriften der größeren Bundesstaaten“ im Verlag von Otto Liebmann, Berlin, erschienen ist (XVIII und 451 Seiten, geh. 20 At). im Januar 1919 ̃ weitesten Sinne

im preußischen Ministerium des

zum Umsatzsteuergese

ein Gewerbe im Ber bau eingeschlossen

zum ersten Land- und Forstwirtschaft, betreibt, die Steuererklärung für die neue Umsatzsteuer abzugeben s monatliche Steuer⸗ erklärungen seitens der Luxusgeschäfte haben erfolgen müssen, erfordert das Umsatzsteuergesetz die Aufmertsamkeit der gesamten erwerbstätigen Welche Fülle von schwierigen Fragen sich bei der Um— grenzung des weitgespannten Rahmens der objettiven Steuerpflicht, Berechnung des

vorliegende

.

Bevölkerung.

steuerpflichtigen Kommentar. gesetzgeberischen Vorarbeiten zur Umsatzsteuer betraut gewesen ist und an allen Beratungen im ganzen V des Gesetzes und der Ausführungsbestimmungen teilgenommen, auch im preußischen Ministerium des Innern bei dem Erlasse der Vollzugs— vorschriften für Preußen mitgewirkt bat, läuterung der zum Teil keineswegs leicht verständlichen Vorschriften des Umsatzsteuergesetzes wie auch Sicherung einer Umsatzsteuer auf Luxusgegenstände vom 2. Mai 1918: er beschränkt seine Aussühr deutet auch die Beweggründe an, die zu den einzelnen Vorschriften gefübrt haben, und legt deren wirtschafiliche Bedeutung in einer auch für Nichtjuristen verständli Ausführungen zu Steuerpflicht. enthält zugleich die allgemeine

gibt eine erschöpfende Er—

Bundesratsverordnung über

igen nicht auf Rechtsauslegungen, sondern

lusdruchsweis So nehmen z. l des Gesetzes, der den sachlichen Umfang der as Steuerobjekt betrifft, 31 Seiten ein. as gesamte gesetzgeberische Material, insbesondere den vollständigen

Das Werk

2

Begründung Gesetzentwu in den Erläuterungen der Gesetzesvorschriften ilt für die Auslegung des Gesetzes dienenden, soöndein zum Teil dieses auch mit bindender Kraft er— ührungstestimmungen Vollzugsbestimmungen

verarbeiteten,

Bundesrats größeren Einzel ̃ usführungsanweisung 18. Oftober 1918 nebst den verordnung zur Ausfuhrung des Umsatzsteuergesetzes 1918, die für die Lage der Kemmunalfinanzen von erheblicher Be— ist, wie das Gesetz selbst, erschöpsend erläutert. über die Regelung der den Einzelsigaten und Praxis

vom J. August

deutung sein wird, Am Schlusse Zuständigkeit, des Rechtsmittelverfahrens usw. Rüstzeug der wird Veranlagungèébehörden wie Erwerbssätigen in Handel, Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft ein sie

Vssenschaft ausgestattete

erer Führer