27 und 28. Dezember in Stutt mutig beschlossen worden, I) Neueinrichtung des staatlicher Grundlage, ) Schaffung einer Nationaloersammsung, 3) schleunigste Herbeiführung Deulsche Reich. „ wULleber die Bedeutung dieses V schärfte Sicherung Reichsleitung anstrebt,
noch weiter mitgeteint:
ttt gart stattgefunden haben, ist ein tauftig gßemeinsam hinzuwirken auf Deutschen Reiches anf
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des Friedeng für
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Regierungen auf dem entschlossen, die mit aller Kraft denheit in eine enschaften, sie be⸗ Die deutsche Ein— aber von den angesehen, und in vereinigt. Sie lebnen ündelei ab und halten am Reich in seiner ltung fest. Damit bewahren sie alle Gaue immer deutlicher erkennbaren Nachteilen einer Zentralverwaltung, die unsere Landesregierungen zu n. Propinzbebörden herabdrücken würde. In den letz ten chen vermochten die Regierungen der Einzelstaaten keinerlei Ein—⸗ fluß auf die Entschlüsse der Reichsleitung inehr auszuüben. gegenüber muß an dem seitherigen Mit bestimmungsrecht Kalten und dessen Ausübung durch ein bundesstaatliches Organ i KGesetzgebung und Verwaltung verlangt werden. Nur mit Hil dieses bundesstaatlichen Organs ist es möglich, die volle Handlungs⸗ fäbigkeit der Hteichsleitung wieder berzustellen und die Arbeiten der tommenden Nationalversammlung zu einem guten Ergebnis zu bringen. Die Reichsleitung muß vor allem befteit werden von allen örtlichen Einflüssen, die in jed ine Schädigung der Rechte aller übrigen Deutschen darstellen. Nur die Reichs leitung, deren volle Vandlungsfreibeit auch die Gegne nerkennen, wird einen Frieden zu erlangen vermögen, wie d eulsche Volk ihn braucht.
Die Regierungen der süddeutschen Staaten sind obiger Quelle zufolge ferner dahin übe in Fragen des Lebens mittelbezuges aus dem Ausland ein gemein⸗ schaftliches Vorgehen anzustreben. Sie müssen im Interesse igrer Bevölkerung ver langen, daß ihnen Gelegenheit gegeben wird, an den bevorsiehenden Ver handlungen mit Amerika von Anfang an durch eine gemesnschaftliche Vertretung innerhalb des Reichs teilzunehmen und durch ihre eigenen Einrich⸗ lungen an der Einfuhr von Lebens mitseln, Rohstoffen usw., sobald solche möglich ist, nach noch zu treffenden Vereinbarungen unmittelbar beteiligt zu werden. Sie erklären, daß die Vor⸗ gänge im Ruhrkohlengebiet bie schwersten Befürchtungen für die Kohlenversorgung und damit die Weiterführung des Wirt— schaftzlebens Süddeutschlandz bei ihren Regierungen erwecken. Sie halten es daher für die unerläßlich Pflicht der Reichs. und der preußischen Regierung, dort alsbald für Wieder— herstzllung geordneter Zustände zu sorgen und ersuchen die Reichs regie runa, über die ergriffenen Maßnahmen! die süd⸗ deutschen Regierungen sofort zu unterrichten.
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14 8 mit ie hoe . 317 1 bedeuten nicht alle er neuen Errung es Deutscken Reiches — Q nel den elttitcedes. Bo Ryo bewahren. ; rnebhmste n sie sich zu gemeinsamem Hande ᷣ * Sonderb 6
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Braunschweig.
Das Amtsblatt veröffentlicht ein Gesetz, nach dem mit
der vollkommenen Auflösung sämtlicher im Braun⸗ schweigischen Lande garnisonierenden Truppen verhände und Behörden begonnen wird, ausschließlich die der Bezirks⸗ kommandos, Lazarette, des Proviantamts und der Garnison⸗ verwaltung. An Stelle des stehenden Heeres tritt nach der vollständigen Demobilisation bie' freie Volkswehr. Die Angrdnungen des 109. Armeekorps sind für Braunschweig nicht maßgebend.
Statistik und Volkswirtschaft.
Zur Arbeiterbewegung.
Zur Ge rgarbeiterbew , mit, daß abend im Mülheimer
ezirk teilt lungen am Sonn— stän digen, Re⸗— und der Firma Thyssen be—
g (vgl. Nr. 306 d. BI.) folgendermaßen
Wir, Gewerkschaften „Deuischer Kaiser', „Lohberg“ und
1“, müssen entsprechend allen unseren seitherigen Er⸗— lärungen an den Abmachungen zwischen den Organisationen halten. Mit Ytücksicht auf die durch den langanhaltenden eik entstandene Notlage in den Bergarbeiter familien sind wir bereit, die entsprechenden Streikausfälle zu ersetzen, und zwar
er Form, daß jeder Verheiratete 200, jeder Unverheiratete 106 jedes Kind unter 14 Jahren 25, im ganzen aber nicht mehr als
As erhält. Zahlung erfolgt in zwei Raten, die erste am
9. Dezember, die zweite Ja Tage später. Voraussetzung ist, daß die Arheit am Montag voll aufgenommen wird, vom L. Februar nächsten Jahres an die Achtstundenschicht, wie von den Organisanonen vereinbart, voll verfahren wird, und daß alle übrigen Diganisationsabmachungen sofort eingehalten werden. — Wie . W. T. ferner erfährt, sind gestern zie Belegschaften der Schachtanlagen Gewerkschaft ‚Deutfcher Neum ühl“, „ West⸗
Kaiser“, Lohberg“, „Rhein ile, 1 W vollzählig angefahren.
Konkordia“, „Aistaden“ beiter der Schachtanlagen Gute Soffnungshütte“.
. Hugo“ und „ Sberhau sen“ find dagegen noch
nde. Die Verwaltung der Gute HSoffnungshütte⸗ Bergarbeitern Entschädigungen nur für die durch den
Ausstand ausgefallenen Tage zugebilligt. Gestern morgen zogen die Belegschaften der Schächte . Sterkrade“ und „Hugo“ unter der Führung von Hamborner Bergarbeitern zur Schachtanlage „Osterfeld?* unh zwangen die Bergleute auf diesem Schacht, die Arbeit niederzulegen. Zeche ‚Vondern' und „Jakobi“ arbeiten“ noch. = In einer Er— klärung der Gewerkschaft TDeutscher Kaiser' zu der Aus; standshewegung der Hamberner Bergarbeiter wird darauf hingewiesen, daß nach den Vereinbarungen zwischen den Bergarbeiler⸗ verbänden und dem Zechenverbande vom 1. Januar 1919 ab ein Durchschnittslohn für Kohlenhauer von etwa 18 „ je Schicht erzielt kurke. Im Duichschnitt werde demnach das Monatseinkommen eines Kohlenhauers eiwa 450 A und das Jahreseinkommen 5400 * be⸗ fragen. Gine weitere Errungenschaft fei die Einführung der Acht⸗ stundenschicht, was für die Bergarbeiter eine Schichtverkürzung um eine halbe Stunde bedeute. Vie Hamborner Bergarbetter hätten aber, sich über die Vereinbarungen zwischen den Organisationen hinwegsetzend, eine Schicht verkürzung auf 76 Stunden erzwungen, wäbrend 9 e der Zechen des Ruhrbezirks die ordnungsmäßige Acht⸗ stundenschicht verfahren. Die Belegschaften von mehr als H lo der n. in Vertragstreue die Verein—
Zechen des Ruhrbezirkes befolgte barungen ihrer Siganifationen und bekundeten damit das Vertrauen, daß ihre Organifationen die Forderungen der Bergleute biz zur Grenze deg Möglichen vertreten. Dieser Ueberzeugung müssen auch die Selegschaften der deutschen Kaiserschachte sich anschließen. Ste ürften nicht länger jn ihrer n, , n. verharren und
üllnng auf den Poden der
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imntßten sich zur lücken losen Vertragter
altiona sehlgen Reichsregierung und das orgehens, das nur eine ver⸗
der Reichseinheit und des Wirkens der „Wolffschen Telegraphenbüro⸗
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Sudwi Teil auf loschen B der „Hobenzollern“ nicht gearbeitet. und „Gräfin Joh Ausschre
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Die bebufs Berliner Kaffeehaus, hiesigen Blättern 36 O gzo im Be ; 30. Dezember im
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sofort ihre Betri welchen Zugeständn
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etrieben des Antonien⸗Pätten- Neu binzugekommen sind ferner anna S chacht ). . 3 itungen, wobei die Bergbeamten mißbandelt wurden. schritt ein und gab eine Salve ab,
Reaierung Fammn hien nn mm,, n, ,, . ö ver ki Han Megierung kann hier unermeßlichen Schaden verbüten. erschien
eis an jeden Arbeiter auszuzablen.
würde eine Ausgabe von 160 Millionen Mark bedeuten.
Kellner
Gastwirtsgewerbes Silvesterabend in ir
Kunst und Wiffenschaft.
mangels bit auf weiteres geschlossen.
us stand der Bergarbeiter in Ober dem B. T. B. aus Beuthen gemeldet, daß, nen Gruben, so auf der Hedwig Wunsch“«, ck. Brandenburg“ und zum großten At ellango. Grube der Augstand al er⸗= chtet werden kann, die Arbeit auf den enrks vdollständig rubl. Auch auf Preußen * und ‚Duben to. Gruben wird. noch Cleophas Grube? Lipine kam es zu argen
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Auf der eine Abordnung, die ver— a. auch die bekannte Forderung, 800 Die Gruben erklären, igen zu können. Ihre Bewilligung
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etzt wurden. * Minn gf 835 3 nur s-Bro zu Ausschreitungen. Nur schne am Sonnabend
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ur Lohnbewegung der versammelten Gastwirte, Saal⸗ und Gasthofbesitzer faßten zufolge nachstehenden Beschluß: . Die am
Lehrervereinshaus versammelten Angehörigen verpflichten sich einstimmig, falls am gend einem Betriebe gestreitt werden sollte, bevor in den Organisationen zu Ende geführt sind, ebe zu schließen und sich nicht zu irgend— issen den Arbeitnebmern gegenüber zu verstehen.“
Stellungnahme z gestern
che Kunstgewerbemuseum ist wegen Kohlen«
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aufgeführt wurde. des Verfassers der Einfälle gewohnt finden sind. Schlusse zischten.
spruchslose Zuschaue gar keinen Anlaß zu Vamen schreibt eg
bestimmen dabei ganz, deren Mutter Gerechtigkeit Junggesellen und paar wird, wieder unter die Haube.
wird
eine resolute erkoren hat, werden muß, üblichen mehr und weniger b des erwähnten 1 dungs sucht stehl.
mit
Eine unter Glaeßner, die dem Lustspiel bei Erfolge, der trotz d Minderheit auch den
Die heutigen i Ub
T.
de Padilla, Goe Kirchhoff, Bro in den Hauptrollen
Im Schaufp den Damen Conrad, den Herren Vallenti Biensfeldt un ist Albert Patry.
Am Donnerstag,
Vilhelm ⸗Geda Walter (Sopran) und Vorgetragen werden Strattner,
und Orgelwerke von
Im Dom vera nächsten Donnerstag
Die Kohlen zember 1918 folgen Auf Grund kes verbandes Groß Ber 1918 wird hiermit an J. Vom Mittwo
tarten bis auf we
werden: 1) Abschnitt 1
November, Dezember
gegeben noch entnommen werden. III. Verstöße gegen diefe Anordnung werden
kerordnung bestraft. die Schließung ihres Geschäfts zu gew
dorbezeichneten V haben außerdem
des Spartakuz
eigenen Partei unter dem Namen FR
Deut schlands (S selbständig und in f demokratischen Partei Programm tst, w
Perhände stellen.
Anwendung aller Mit
Theater in der Königgrätzer Straße.
nennt sich ein neues Lustspiel von Karl R das gestern im Theater in der Köni
Daraus erklärte es fich, daß einige
Junggeselle denjenigen feiner juůngeren will, der eine rechte Jugendeselei begeht. daß er. er einstmals gewissen los
en vertreten, die sich der as einstige Liebespaar, Fusammenffhrt, ter Ein drittes Paar, weichlichten und wenig Noꝛddeutsche, ist nicht minder Lustspielschablone . glänzende Darstellung, deren Hauptvertreter die
Herren Efert, Pröckl und der Mehrzahl der Zuschauer zu einem lebhaften
elhause beginnen um
Im Opern hau se wird Humperdinck Musikmãrchen „Königskinder' mit de he, Birkenström, von Scheele⸗Müsfer ne geest, S
musikdirertor Blech, Spielleiter Herr Bachma
d Eichho
anstaltet der Organist Vigloncellkompositionen
Bach.
Thanner⸗Offer (Sopran) und E Das Programm enthält Weihnachtsmusik. gegen Entnahme eines Programm
stelle Groß Berlin hat unter dem
nahme und Abgabe von Kohlen
2 Abschnitt 1=4 der Kokakarte II. Auf Gewerbekohlenkarten
Im Abgeordnelenhause fand
ie die „Deutf
Theater und Mnfsik.
öß ler, ggrätzer Straße zum ersten Male Es gehört nicht eben zu den' besten Arbeiten „Fünf Frankfurter“, von dem man witzigere ist als in diesem seinem jüngsten Werk zu
‚. i nber zum ose und für an⸗ an und für sich dgebungen. Seinen cin alternder, wohlhabender Verwandten zu seinem Eiben Er vergißt in Gestalt einer Tochter hat, verließ. Die ausgleichende etwas verschrobene Schwefter des Verlassenen angenommen hatte gus dem zuletzt nun doch noch ein Ehe— Auch die Tochter kommt glücklich bestehend aus einem jungen, ver⸗ eistvollen Wiener Edelmann * der durch die ihn si zum Manne aus⸗
Im übrigen bietet das harml r auch unterhaltsame Stück irgendwelchen erregten Kun dapon her, daß
einen Leibeserben
durch die
sich aus seiner Passivität hervorgelockt der als die Vorgenannten nach der e gsstaltet, desgleichen eine Änzahl anderer, elustigen der Nebenfitzuren, darunter der Vater ingen Wieners, der wegen seiner Verschwen— unter der Kuratel seines Sohnes Ernst Welischs Spielleitung in allen Teilen Damen Toining und Brandt waren, verhalf
Gewalt
es bereits erwähnten Widerspruchs einer kleinen anwesenden Verfasser vor die Rampe lockte.
Aufführungen im Opern⸗
und Sch au⸗ Ihr und enden gegen 10 n
ü‚h 21 hr bezw. gegen morgen, Mittwoch, neueinstudiert n Damen Artt ; und den Herren ente, Bachmann, Krafa und Funck Meusikalischer Leiter ist der Gewneral— ; r nn. Anfang 7 Uhr. ielhguse wird morgen „Kater tampe“ mit St einsieck, Pategg, Heisler. Dora, AÄbich und n, Mannstädt, Leffler, Vespermann, Patty, lz in den Hauptrollen, aufgeführt. Spielleiter
lock, Hente, gegeben.
den 2. Januar, Abends 6 bis 7 Uhr, ver⸗ Fritz . mann in der Kaifer cht ni s hir ge unter Mitwirkung von Rose Armin Liebermann Violoncello) ein Ko nz ert. Arien und Lieder von Bach, W. Franck,
von Mattheson, Bresel, Schubert
Organist Walter Fischer am Orgelkonzert, hei dem Martha harlotte Keilich (Alt) mitwirken. Der Eintiitt ist frei
nstaltet der 8 Uhr) ein
Mannsgfaltiges.
23. De⸗ Belannsmachung erlassen: S 31. Absatz 3 der Verordnung des Koblen— lin über die Koh lenverteilung vom 12. März aeordnet: ch, dem 1.
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Jannar 1919, auf Sonderk die solgenden
10 der Sonderkarte,
ab dürfen zur Ent— arten und Koks,
iteres nur Abschnitte verwendet
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dürfen gegen die Abschnitte Oktober,
Kohlen nach dem IM Januar 19519 weder ab?
gemäß § 84 der Zuwiderhandelnde ö händler artigen.
gestern eine Reichs konferen stett, bei der die Gründung eine! am munistische Partei bartakughund) * beschlossen wurde, die nunmehr charfem Gegensah zur Unabhãngigen sozias⸗ ihre ang Wege zu gehen gedenkt. Ihr e Allgemeine Zeitung“ berichtet, vie
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Beweaung auf die Bahnen terroristischer Machlentfaltung dez Raitalismus zu treiben, nach dem Vorbisre des Heiz in Rußland. Der Konferenz wohnte as Gast Bolschewismus der russische Delegierte Rader bel. Den Gegenstand der Beratung bildete die Frage einer Setelligu Wah! der Nartonalversammlung. Nach längerer Verhan di lun obwohl Liebknecht für Beteiligung der Partei an der 9 getreten war, nur 23 Stimmen für und 65 8 abl e Beteiligung abgegeben. gen eine
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Ueber die Lage unserer Truppen in de
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Erste Be anzeiger
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don zuständiger Stelle folgendes mitgeteilt: politischen Verhälinisse in der Ükraine und Bezirken haben es mit sich gebracht, daß unsere Stellen in eine schwierige Lage geraten sind. sie von bolschewistischen Banden bedrängt, während selbst bis vor kurzem der. Bürgerkrieg tobte, f zen, der Vertehr stark beeinträchtigt war und“ der Abiran or tõ s s lie ; stockte. Auch gegenwäztig ist die neue Regierung noch nicht , Herrin der Lage, um die mit den deutschen militärischen ö. getroffenen Vereinbarungen über den geregelten Abtrangport f kommen durchführen zu können. Immerhin ist mit Eicher darauf zu rechnen, daß alle unsere Truppen ungefährdet die Heir . erreichen werden, sofern sie nur unter sich die Ordnung und he schlossenheit bewahren. Die Reichsregierung ist im Begnf 6 gemeinschaftlich mit dem Zentralrat und der Delegation der Oft n nochmals mit einem Aufruf zum festen Zusammenhalten an 3 Truppen im Osten zu wenden. Wenn nicht unerwartete Ilten fälle eintreten, kann man mit ziemsicher Sicherheit darauf rechnen ö etwa Anfang März die letz ten deutschen Tru ppen“ d lion die Gewalt; sie hat Land mit Krieg überzogen, Ukraine ver lassen haben werden. Sie Regierung ist bor ali ere Heimatserde wider unseren Willen mit ischechischen Trurpen bemüht, den Transport auf der allein zur Verfügung stebenden estr n zt. Das Land, das wir geackert, die Städte, die wir gebaut, rungẽstrecke Kowel — Brest⸗Ltows t= orostken durch verstarkten Bahn h achten unter, fremder Lenschast. Schwer erarbeitetes Gut, auf und vermehrte Gestellung von Transpor material zu fördern. 3 wir ein heiliges Recht haben, ist uns entrissen. Wo die deutsche folgedessen ist der Verkehr seit Weihnachten berelts um 4 3üge ache klingt, die deutsche Sitte gist, schaltet der Feind, fich auf täglich bermehrt worden, und weitere Vermehrung steht bevor; ac. ge berusend, die er nie errungen. Was Lockungen und Drohungen ist die Sicherheit auf dem Transport durch Heranziehung pon Fre M vermochten: die Einfügung in den tschecho⸗slovakischen Staat willigen für den Bahnschuz und durch Verständigung mit den Kas soll die Gewalt erzwingen. So hoffen die tschechischen Macht⸗ ukrainischen Stellen in letzter Zeit gewachsen. Nachrichten über den er die Frieden skonferenz bor eine vollendete Tatsache zu stellen Stand der Abbeförderung werden fortlaufend durch die Presse be. das Schicksal Deutsch⸗Böhmens zu besiegeln. In d.eser' schweren kanntgegeben werden. t entbietet die in, Wien versammelte Landesvertrerung dem Lande
. n Gruß. Die Verwaltung der deutschen Bezirke und Städte ist
Hamburg, 30. Dezember. (WB. T. B.)
entrissen. Was sie so ersolgreich . nch, 9. Er ; f ; s Volkes sicherzustellen, die Besoldung der Ängestellten zu Arbeits lose versammelten sich Nachmitta 8 au kung des Volkes s e, , ,, , feld, um . Bericht ö mi e ö, Soldatenrat bet. In, die Not der Arbeits osen und Qeimgekehrten . *. ö 0. B . n 890 7 . Noe ü ⸗ zor je ) ‚. gegebenen Siebenerausschuffes entgegenzunehmen. Es wurde belannt * ilt ö. H JJ Kgeben, daß, ein Arbeitslosenrat gebildet und zugelassen worden ist, fie des Landes ist ihr . k , Die Unterstützung wird um eine Mart täglich für Männer un Förden steben unter . , J ö. Fenn für Frauen erhöht. Es findet täglich eine doppelte 6 ssenausgabe fantwortung über das Geschick des Landes ö. Her Arten Jeit. n in den Kriegsküchen für Arbeits sose Und ihre Familienange . Fortdauer des Kriegszustandes in unsetem Lande, währen och alle hörigen statt. Auch im Arbeitzamt werden die Arbeitslosen . lker daran gehen, dem blutigen Ringen ein Ende zu ö Zutunft, vertreten sein. Als die Mehrzahl dasür fümnte, * Voltsgenessen rufen wir zu; Haltet aus, haltet us bis zur iimnen Kun dgebungszug. zu veranftalten setzn ann, nde der Befreiung! Werdet nicht, tleinmützg. seid nicht verzagt, Massen, die inzwischen welen lichen Zu lauf erhalten hatten, in 26 , , rn, , . wegung, zogtn über den. Jungfernstieg nach dem Falhaumarl, ,. NLegenossen, das itt, ntschlossen und n . . . . Redner die sehr erregten Gemüter zu beschwichtigen ver, stehen, uns Hurch . ö 60 e , . y. suchten, doch hatten sie wenig Erfolg und wurden niedergeschtlen. ire . . . miner wieder von Wort fährern j ße 2 . f i . . 3 . . . . . ö,, , Dort wurden erhebliche Lebensmittel geraubt und beträchtliche Jer. wüstungen an Geschirr und Wirt schaftsgerät verursacht. Gegen Abend
igkeit zum, tschecho⸗slovatischen Staat bereits entschieden sei. rgends ist eine solche Entscheidung gefallen. Wenn wir treu zu
schloß sich ein Teil der Kundgebenden iner Kapelle an, hinter der sie
durch verschiedene Straßen zogen. =
⸗ ö verw in den angtenzend Fynn öl en Truppen an m Aichtamtliches Norden] e Oesterreich.
Die deutsch-böhmische Landesvers n. das deutsch⸗böhmische Volk dem „Wolffschen Tele⸗ phenbüro“ zufolge nachstehenden Aufruf gerichtet: Durch seine freigewählten Vertreter hat Deutsch⸗Böhmen über staatliches Sckicklal entschieden. Am 29. Okiober 1918 sind in den deutschen Wahlbezirken Böhmens gewählten Abge— neten zu einer provisorischen Landesversammlung zusammen— keten und haben im Namen von ihnen
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ammlung hat
des vertretenen Ge— es Deutsch⸗Böhmen als eigenberechtigte Provinz utsch-⸗Oesterreich erklärt. Der Rechtstitel, auf dem die Be ndung beruht, ist der Wille des Volkes, und tein böheres Recht
ihn streitig machen. Gegen dieses Recht stellt die tichechische
das
Mehrere fausend dem Heiligengesst.
Rechte stehen, so wird die Friedengkonferenz, wenn sie nicht k auf sich nehmen will, auch uns Deuischen in shmen unser Recht gewähren müssen. Denn das ist es ja, was die chthaber des tschechischen Volkes wollen, daß wir freiwillig auf ser Recht verzichten und uns ihrem Willen unteiwerfen. n wäre das Schicksal Deutsch-⸗Böhmens auf der Friedens⸗ ferenz freilich nicht mehr zu entscheiden. Dann wäre der, fuicht⸗ e Weltkrieg vergebens gesührt, vergebens die zevolution re e ung der Völker Europas von überlebten Stgatsformen ins Verl tzt worden, wenn es sür zulässig befunden würde, daß ein Volt das andere herrsche, wenn die Völker, befreit von dynastischem perialismus, am Ende des Ringens der aticnalen Fremd ischast ausgeliefert würden. Nicht Fremdherrschast e. der hgang dieses Krieges sein, sondern die. Ordnung Emopas
Grund freier Willensbestimmung seiner Glieder, der ien Völker. Ein starkes, von nationgler Bevormundung befreites, einiges Wirtschaftsgebiet bildendes Euröpa ist das Ziel Ter ge⸗ schtlichen Entwicklung und der unversieghare Quell für die Rechts prüche Deutsch⸗Böhmens. In seinem Zeichen müssen wir bis zur gültigen Entscheidung dulden und kämpfen und werden wir ließlich siegen.
— Am 28. d. M. fand in Troppau die Voll ver⸗ mmlung der Abgeordneten der Provinz Sudeten⸗ nd statt, in der die Regierung einen ausführlichen Bericht er ihre Tätigkeit, über die Besetzung des Gebiets und äber en unter Verwahrung erfolgten Rücktritt von der tatsäch⸗ hen Ausübung der Verwaltung erstastete. Die Versammlung aßte sich auch eingehend mit der Frage der Veran staltung n Wahlen für die deutsch-österreichische Nationalversammlung d eelangte einhellig zu dem Beschluß, von dahingehenden dranstaltungen irgendwelcher Art, also auch von Notwahlen, ter den gegenwärtigen Verhältnissen abzusehen. Nach Er⸗ erung einiger wirtschaftlicher Angelegenheiten wurde, obiger elle zufolge, sodann nachstehende Entschließung ange— mmen:
Die deutsche , der . H
S ; 16, ; Bruch ebt feierlich gegen die ewaltsame Besetznng des Sude enlandes dure
Anfang g ur! Schmalstich. Spielleitung: Dr. Neinhard Buick far e. . Einspruch. Der Gewalt weichende ist die
ichste Wi erung von Ler tatsächlichen Ausübung der Verwaltung des Landes
achte Wiederholung von „Othello“ am H. Januar. „Kckgetreten, ohne damit auch nur inn geringsten ihren politischen
Nächste Erstaufführung: Am 5. Januar: „Ein halber Hel“ nkpunkt aufzugeben und auf das Recht der Se bstbesßmnnnn
Tragödie von Herbert Eulenberg. deutschen Volkes in seinen geschlossenen Siediungsgebieten
rerzichten. Die Versammlung erklärt entschieden und ngch⸗
scklichst, daß as deutsche Volk im Sudetenland den An—
ch auf nationale , en r, n n,
allen. Kräften verteidigen un jede Gewaltanw .
Familiennachrichten. r als Clark lte , hre Entschusses empfinden ö
ĩ zeri er Le ; Kenntnis,
Ver obt: Frl. Ursula von Westrell mit Hrn. Leutnant 6m 1 , nn , nn n,,
6 n. n Gel enen e , fn kiinalrat . Bosheit unverantwortlicher Elemente entstandenen Verdächti=
; . , . ug 9 n, 46 1 bo gen und Voiwürfe und spricht der Landesregierung ihr Vertrauen er (Berlin). — Fr. Luise von Lepell, ; ̃
ĩ j h . An die Bevölterung geht die dringende . ö (Charlottenbutg).! Erl. Nhe von ö barer, , . 1 gn ,, und Würde der augenblick⸗ 90 5 J ö. / /
ken Gewalt zu fügen und im Vertrauen auf die unhesiegbare Kraft deutschen Volkes entschlossen und mutig der Zukunft entgegen— arren.
(W. T. B.) Die Blatter melden mn n von großer Heftigkeit ereigneie sic Zahlreiche Gebäude sind ein
Parig, 29. Dezember. Madrid: Ein Erdbebe in der Gegend von Vigd. gest ‚rzt.
(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage. n eee Theater.
Opernhaus. (Unter den Linden) Mittwoch: J. Dale, bezugsborstellung. Dienst. und reiplätze sind aufgehoben. Neu einstudiert: Königskinder. Mu ikmärchen in drei Aluffügen. ent don E. Rosmer. Musik von G. umperdinck. Musikalische Leitung:
Generalmusffdirektor Leo Blech. Spielleitung: Hermann Bachmann. Anfang 7 Uhr.
Schguspielhaus. (Am Gendarmenmarkt) Mittwach: l. Du bezugsvorstellung. Dienst. und Freiplãtze i aufgehoben. Kater FEampe. Polkéstück in vier Aten bn Emil hen. Epi leitung: Albert Patry. Anfang 74 Uhr. Donnerstag: Opernhaus. 2. Dauerhezugsborstellung Dienst und Freiplätze sind aufgehoben. Hoffmauns Erzählungen. Phantastische Sper in drei Akten, einem Prolog und einem Gyiloa kon J. Barbier. Mufik von 8. Offenbach. Musikalische Leitung: Dr. Fritz Stiedry. Spielleitung: Karl Holh. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. 2. Dauerbezugsborstellung. Dienst · und sreiplätze sind aufgehoben. Peer Ghyut von Henrik Ibhsen. In zehn Bildern.) * freier Uebertragung für die deutlche Bühne gestaltet von Dietrich Eckart. Musit von Edward Grieg. Musikalisch Leitung: Clemens
m
. Der ungarische Ministerrat hat den Grafen Alexander teticg, Müglied' der Karolyipartei, zum Kriegsminister Dr. Jrestes Szabo zum Minister für ruthenische An— legenhelten ernannt. .
Die Deutschen Westungarns hatten, wie „Wolf tlegraphenbüro . ,. Versammlung in Sopron fe Autonomie erklärt und am 28. Dezember durch eine ordnung deren Anerkennung von der ungarischen Gierung erbeten. Nachdem die Regierung nunmehr die berzügliche Durchführung der Autonomie beschlossen hat, rhandelten gestern Verkreter des Zentralausschusses der sutschen Westungarns mit dem Minister Jazi über diese
Verantwortlicher Schriftleiter: Direktor Dr. Tyrol, Charlottenbiin
Verantwortligh für den Anzeigenteil: Der Vorste ber der Geschaftsstell
Rechnungsrat Men aering in Berlin. ö
WVerlaa der Geschäftsstelle Menge rin c) in Berlin. ö
Druck der Norddeutschen Buchdruderei und Verlaaganstalt, . Berlin, Wilbelmstraße 33. ö
Sieben Beilagen seinschlleßlic Bö . senbellage und Waren elchenheilage Nr. 165!
ben sowie das gerzeichnis der öffentlichen Bluütter, welche. ne dem hig war, fer von den deutschen Amtsgerichten ie rr im Jahre 1819 erfolgenden Bekanntmachtlingen au
gewaltsamer, um die rexolutionâre
.
Dandels. und Geuvffenfchaftsregister bestiunmt finb. Enge,, Der Minister wirb diefer Tage Persönlich in, die
nomie mit möglichst unmittelbarer Einheziehung der Beteiligten geschehe.
In der heutigen Sitzung des ungaris chen National⸗ rats erstattete der Ackerbauminister Buza Bericht über die inner- und außerpolitischen Ereignisse und erklärte dem „Ungarischen Telegraphenbüro“ zufolge:
Die Verbindung Ungarns mit dem Auslande gestalte sich imm er besser. Die Regierung steye auf dem Standpunkte, den Nationali täten auf der Basis des Selbstbestimmungsrechig v ollkommene Autonomie zu ewa und durch Voltsabstimmung über ihr Schicksal lassen. Auch England werde einsehen, daß der Ungarns vem Gesichtspunkte einer auf den Weltfrieden begründeten Weltpolitit unbedingt n sei. Die bürgerlichen und die sozialistischen Parteien würden durcl die Ereignisse einander nähergebracht werden spowohl gegen die bolschewistische Gefahr wie gegen Ungerechtigkeiten der benachbarten Länder, denen entgegenzutreten die Ungarn die Kraft besitzen würden.
Der Nationalrat nahm mit Befriedigung davon Kenntnis, daß die internationale Friedenskommission der Frauen ein Schreiben an die Friedenskommission ber ungarländischen Frauen gerichtet hat, worin erklärt wird, daß sie ihren ganzen Einfluß im Interesse eines gerechten Friedens aufbieten und gegen einen Frieden der Rache und Verhetzung kämpfen würden.
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Ich
Groszbritannien und Irland.
Der Präsident Wilson führte in der Guildhall bei der Ueberreichung der Adresse der City von London in einer Rede, wie „Wolffs Telegraphenbürs“ meldet, u. a. aut:
Bei den Besprechungen mit den Staatslenkern sei. der gemein— same Grundgedanke zum Ausdruck gekommen, Garantien für den Bestand des Friedens zu schaffen. Ueber die Einzelheiten sei nicht beraten worden, da sie keine Bedeutung hätten, wenn hinter ihnen nicht ein permanenter Rat
der Mächte stehe, um sie aufrechtzuerhalten. Zu Beginn des Krieges abe man den Gedanken an einen Völkerbund mit einem gewisstn Mit⸗ leid betrachtet, ihn zu akademischen Erörterungen gezählt und als eine Sache angesehen, die man wohl überdenken, aber niemals ver⸗ wüklichen könne. Jetzt seien die Stagtslenker zur Verwirtlichung dieser Idee entschlossen und die Welt sei noch niemals Zeuge einer
solchen Einmütigkeit in einer so großgrtigen Angelegenheit gewesen. Daher sei er mit den Vertietern Großbritanniens bereit, sich an die Arbeit zu machen und die Idee durchzuführen. Das Terrain sei gesäubert und die Fundamente seien gelegt. Es sei bereits ein Komplex von klaren und bestimmten Grundsätzen angenommen, deren Verwirklichung nicht mehr auf große Schwierigkeiten stoßen würde. Die Alliierten hätten die Bestreßungen der ganzen Welt für sich; die Völker der Welt wollten nicht Eroberungen, sie wollten den Frieden durch die Verständigung der Geister. Wilson schloß, daß er wegen dieser unvergleichlich hohen Ziele die Vereinigten Staaten verlassen habe und daß er in seinem Vorhaben die Zustimmung seiner Regierungskollegen gefunden habe. Seine erste Pflicht habe darin bestanden, seinen Platz in Amerika zu verlassen, um dem großen Unternehmen des Friedensschlusses seine Unterstützung zu verleihen.
— Lord Robert Cecil, der auf der Friedenskonferenz die mit dem Völkerbund zusammenhängenden Fragen be⸗ handeln wird, hat dem Vertreter des „Observer / eine Unter⸗ redung gewährt, in der er auf die Notwendigkeit der grundsätz⸗ lichen Durchführung der Völkerbundidee hinwies und sodann von den Schwierigkeiten, die die Einzelheiten des Planes mit sich bringen, sprach. Er sagte dem „Reuterschen Büro
zufolge u. a.: kJ
Es sei ein Irrtum, die Verhütung von Kriegen als die einzige Aufgabe des Völkerbundes zu betrachten. Die, DVauptsache sei die Anerkennung der Tatsache, daß es wirklich gemeinsame Hen schheits⸗ interessen gibt. Jedermann, der den Versuch unternehme, die Be⸗ dingungen des Friedensabkommens aufzustellen, werde immer wieder auf Fragen stoßen, die nur durch Zusammenarbeit gelöst. werden könnten. Man brauche nur an die tropischen und von einer unzivilisierten Hervölkerung bewohnten Länder zu denken. In einer durch internationale Zusammenarbeit regierten Welt werde man einsehen, daß solche Länder zum Wohle ihrer eigenen Bevölterung erwaltet werden und daß sie ihre Erzeugnisse der ganzen Welt zur Verfügung stellen müßten. „Ist man erst so weit“, fuhr Cecil fort, „so tommt es wenig darauf an, von welchem Lande sie verwaltet werden. Die inter⸗ nationalen Wasserwege werden in Zutunft, wie immer Euroya eingerichtet sein möge, von größerer Bedeutung sein als früher. Es kann mehr als 'ein Fall angeführt werden, wo die Tatsache, daß der Ausweg der einen Macht nach dem Meer im Besitz der anderen war, zu verhängnisvollen europäischen Wirren beimrug. Besteht erst ein Völkerhund, lo gibt es kei, en Grund mehr, warum nicht alle derartigen Fragen auf dieselbe Weise gelöst werden sollen. Was die schwierigste Frage, die der Abrüstung betrifft, so kann nichts geschehen, so lange nicht ein einziges Vorgehen, der, Völler der Welt gesichert ist, und. so lange man nicht einsieht, daß die Interessen der Menschheit größer sind als die einer einzelnen Nation. Wenn die Nationen dazu gebrächt werden können, ihren übertriebenen Individualismus aufzuge zen, und wenn die internationale Zusammenarbeit eine wirkliche Macht wird, dann besteht, Hoffnung, daß wir Lin Spstem einführen können, das eine starke Garantie gegen den Krieg liefert und selbst die Ursachen für internationale Streitigkeiten vermindern und relativ unfchädlich machen würde.“
Frankreich.
Die Deputiertenkammer setzte am Sonnabend die Verhandlungen über den provisarischen Kredit für das erste Vierteljahr 1919 fort. Aus einem Bericht der „Agence Havas hierüber gibt „W. T. B.“ folgendes wieder:
Stern stellte fest, daß die Schulden Frankreichs 162 Milliarden betragen. Wenn man hierzu die übrigen. Kriegsgusgaben, wie Schadenersatz usw., hinzurechne, so ergebe sich ür Frankreich eine Gesamtausgabe von 29 Milliarden, was einen jährlichen Zins von 128 Malliarden ausmache. England, schätze seine Forderungen auf 290 Millarden, Belgien auf 20 Milliarden. Die Alliierten hätten also das Recht, von Deutschland 470 Milliarden zu fordern. Der deutsche Minister Helfferich babe 1913 das Jahres⸗ einkommen Deutschlands;. auf. 0 Milliarden geschätzt. Die Alliierten, müßten, zuf dieser Schätzung fußen, Siern stellte die Frage auf, ob, die Alliierten ind widuell ihren Teil an Ausgaben tragen follten oder ob man sich dabin verständigen olle, sie gleichmäßig zu verteilen. Stern hat die Schaffung eines interalliierten Finanzbundes im Auge, der die aufzubringenden Zinsen zu verieilen babe. Der Gesamibetrag der Zinsen beläuft sich nach Stern auf 283 Milliarden, die, entsprechend der Zahlungsfähigkeit der einzelnen Natsonen zu per— teilen sein würden. Stern ist der Ansicht, daß der Bund der
swähnten Gebiete reisen, damit die Durchfuhrung der Auto—
Nationen eine Grundlage für den Finanzbund abgeben köngle. Stern
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und Gerechtigkeit sow hand . Klerus. . keineswegs der Wiederaufnahme der Beziehunge zum Vatikar und er wolle diese Frage hi tellen. Ferner er Deutschland sei zwar besie aber nicht Mit der anarchistischen Bewegung, di iehr an hafte, als in die Tiefe gehe, ve seiner Macht zu retten. rische Oligarchie hat noch f preußischen Militarismus wiederherstellen t dafür gesorgt werden, daß der Militarismus endgültig ; ruflich verschwindet. (Beifall.) müssen uns alle,
gungen, Garantien und Wiedergutmachungen sichern,
Sieg der Alliierten nur nrügerisch wäre. (Lebhafter Beifa Deutschland von morgen kann nicht mehr das Deutsch land pe gestern sein. (Beifall.) Wir müssen gegen eine Wiederkehr der Angriffe gesichert sein. Oe st erreich hat sein Schicksal perdient, wenn man an die österreichisch-ungarischen Provokationen dentt. Wir sind erfreut darüber, daß Böhmen. Südslawien und ein Teil de
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2 österreichischen Polens befreit sind. Unser Sieg muß in seinen Folgen so ausgebaut werden, daß es den Besiegten unmöglich wird, den Frieden wieder zu gekährden. Der Sieg werleiht echte über die Besiegten. Auch die Türkei hat ihre Niederlage völlig verdient. Frantieich hat dort unbestreithare Rechte zu wahren, im Ubanon, in Syrien Palästina. Wir sind der An
die Abkommen zwischen England und uns forttbestehen . habe Ihnen gesagt, daß ich -mich bemüht hatte, durch ein inter⸗ alliiertes Abkommen die Fragen unserer Grenzen zu regeln. Diese Fragen und unsere hundertjährigen Rechte in Klein-A ien werden dem Friedenskongreß zur Diskussion vorgelegt werden. Es ist sicher, daß England sie wie wir, die wir sie angenommen haben, annebmen wird, wenn es nicht wortbrüchig werden will. Bezüglich Afrikas wird die Konferenz die Frage der deutschen Kolonien regeln. Sie wird uns inbezug auf Marokko vom Vertrage von Algeciras befreien. Was Rußland anbelangt, so ist dieses in⸗ solge der Tätigkeit der bolschewistischen Regierung aus dem Gliede getreten. Diese Regierung hat alle Kontrakte un alle Ehrenverpflichtungen gegenüber den Alliierten 9ufgebohen. Sie hat den schändlichen Vertrag, der Rußland an Deutschland und Oesterreich⸗Ungarn auslieferte, unterzeichnet. Wir unzgrerseits haben Deutschland und Oesterreich, Ungarn geziwungen, den Vertrag zu zer. reißen. (Einstimmiger Beifall.) Der Vertrag von Brest . Lite ws war unsere Feinde ein Sieg von unberechenharer Trag= weite. Wie hätten wir dabei gleichgültig bleiben können. Urnsere sämtlichen Interventionen in Rußland waren gegen Deutschland gerichtet, um seine Truppen dort zurückzuhalten und das Eingringen der Deutschen in Rußland zu verhindern. Darum sind wir nach Archangelsk, an die Munmanküste und nach Sibirien gegangen. Das alles ist ein Eingriff in die innere Politik Rußlands. Die Alliierten haben aber keinen Druck auf irgendwelche Teile der russischen Bevölkerung ausgeübt, um sie zu zwingen, eine bestimmte Regierung zu wählen. Wir sind nach Archangelst und nach Sibirien, wo wir die transsibirische Bahn besetzt haben, ge⸗ gangen, um uns, in dem Augenblick, wo (s nötig sein würde, unsere Mitbürger zu schützen, die Möglichkeit zur Intervention zu wahren. der äußersten
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(Lebhafter Beifall außer auf Winken) Wir haben Truppen in Odessa und in Batum gelandet. Die rumänischen Armeen haben sich neu gebildet. Die Tätigkeit der Allüerten bezweckt, die gesunden Teile Rußlands vor der bolsche⸗ wistischen Aktion zu bewahren. Clemenceau hat unseren milttärischen Führern genauen Befehl gegeben, damit dort die nötigen Schritte zur Unterdrückung des Bolschewismus durch Tie russischen. Truppen geschehen. Unsere materielle Hilfe beabsichtigt nur, ihnen die Organisation zu ermöglichen, damit die wirtschaftliche Ein⸗ kreisung des Bolschewismus verwirklicht werden fann. Es ist nicht ein einzelner Abtömmling aus Rußland, der mich vor der bolschewistischen Regierung warnt, sondern es sind Leute, die zu den am meisten sozialistisch Gesinnten gehören. Alle fordern von mir, diesen Pestherd zu isolieren. Ein Friede, der in Rußland diesen Zustand des Bürgerkrieges mit dieser abicheulichen und scheuß ; lichen Regierung bestehen lassen würde, wäre kein gerechter Friede. Wir wären beständig von neuen Kriegen bedroht. Pichon verlas die Erzählungen von Zeugen der Schieckenstage der russischen Regierung in Moskau und bemerkte: Fürst Lwow, den alle Welt kennt und achtet, hat mir erzählt, wie die kaiserliche Familie in der Nacht vor ihrer Hinmordung gepeinigt wurde. Jedes ihrer Müuglieder wurde, in einem Zimmer auf einen Stuhl gesetzt und mit Bajonetten geschlagen. Am anderen Morgen war es wie ein Blutmeer in diesem Zimmer. Pichon fuhr mit der Verlesung der Aussagen der russischen Zeugen fort, ver⸗ sicherte, daß die Regierung es sich angelegen fein lossen werde, die Interessen der Alliierten zu vereinigen, und erklärte weiter: Die Vereinigung, die durch den Sieg zustande kam, muß den Kampf überleben und für den Frieden ihre Früchte tragen. In diesem Sinne weiden die französischen Ventreter ihre Interessen bei der Konferenz verteidigen. Sie werden sich rüsten mit dem nötigen Geiste der Rersöhnung und der Entschiedenheit, der für die Verteidigung der Rechte, die wir durch den Heldenmut unserer Soldaten erwarben, nötig ist. Man hat uns vorgeworfen, daß wir unsere Delegierten nicht wie die anderen Alliierten ernannt haben. Aber keine Ernennung von Bevollmächtigten wurde uns offiziell übermittelt. Die Bezeichnung der französischen Delegierten geht die Regierung an, es ift eine Sache des Vertrauens des Parlaments in die Regierung. (Beifall auf allen Seiten, aus⸗ genommen der äuzersten Linken.) ;
Nach der Rede Pichons bemerkte der Sozialist Laffon t. daß die geg benen Auskünfte ungenügend seien, um die Lage Rußlands richtig beurteilen und eine kiare Haltung einnehmen zu können.
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Ruszland.
Der Preßbeirat beim deutschen Gesandten in Riga teilt, wie „W. T. B.“ berichtet, mit:
Nachdem der Ausstand der estnischen Eisenbahnangestellten einen rechtzeitigen Abtransport der letzten deutschen Truppen gon Dorpat unmöglich gemacht hatte, sahen diese sich infoße der Besetzung Walks durch die Bolschewisten ge⸗ nötigt, von Dorpat zu Fuß quer durch Rordlivland nach Riga zu marschieren, um dort die Eisenbahnverbindung nach der Heimat zu erreichen. Die etwa 3009 Männ brachen am 8. Dezember in
guter Ordnung von Dorpat auf. Drohende Konflitie mit den Ver