1828 / 25 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

tracht in sich schließt.

jedoch nichts von Bedeutung enthalten.

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der Kammer

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noch in den großen Verbesserungen unserer Gesetzgebung fort⸗ gelebt haben. Es ist noch viel zu thun uͤbrig und wiewohl der letzte Minister das Beste wuͤnschte, so moͤchten doch die von ihm vorgeschlagenen Aenderungen vermuthlich mit Miß⸗ trauen aufgenommen worden sein; denn die von Fox ge⸗ gruͤndete Schule ist im Publikum von der Beschuldigung einer ten Neuerungssucht nie freigesprochen worden. Im Ganzen kann man vom jetzt gebildeten Ministerium sa⸗ gen, daß es viele Elemente von Kraft und keine der Zwie⸗ Es besitzt das volle Vertrauen des Königs und wird in der Kirche, im hohen Adel, in der Gentry, und im englischen Volke feste Stuͤtzen finden. Ge⸗ wisse Eubs werden die einzigen sein, welche ihm ihr Ver⸗ trauen versagen; diese sind aber auch offenbar hoͤchstens im Stande eine Verwaltung zu erschuͤttern, nicht aber eine zu bilden oder der bestehenden Festigkeit zu geben.

Der Herzog von Wellington, welcher am 19. d. eine lange Conserenz mit dem Herzoge von Clarence, auch am und den vorigen Tagen mit Staatsmaännern aller

bieen Besprechungen gehabt hatte, ging vorgestern zu Sr. Maj. nach Windsor ab.

Dem Vernehmen nach (heißt es im heutigen Courier) sind diejenigen Glieder des vorigen Ministeriums, welche in en neuer Zusammensetzung nicht mit begriffen sind, diesen Morgen nach Windsor gegangen, um die Siegel ihrer Aem⸗ ter i die Häͤnde Sr. Maj. abzugeben. Man vermuthet, daß die neuen Glieder des Cabinets auch) dort sein werden. der s ist es, daß Marq. v. Landsdown und Hr. Herries Stadt verlassen haben, um nach Windsor zu gehen. an erwartet nicht, daß die Ernennungen diesen Abend amtlich in der Gazette erscheinen werden. Der Herzog von ngton wird heute der neuen Administration sein erstes hete⸗Diner in Apsley⸗house geben.

Graf Carlisle hat dem Marquis von Lansdown und

saäͤmmtlichen ausgeschiedenen Whig⸗Mitgliedern des Ministe⸗

riums ein großes Diner gegeben. Der Infant Don Miguel ist in Piyymouth ange⸗

kommen.

Wir haben Neuyorker Zeitungen bis zum 24. Dez., die 95 8

Consols 85;3.

Bruͤfsel, 22. Jan. Se. M. der Koͤnig hat durch Beschiuß vom 2. d. den Hrn. Ryke, evangelischen Prediger hieselbst und Secretair der Koͤniglichen Gesellschaft der Lan⸗ dessprache und Landeslitteratur, genannt Concordia, zum Prästdenten des Directorlums der evangelischen Angelegen⸗ heiten fuͤr die mittaͤglichen Provinzen ernannt.

9 Prinzessin Friedrich der Mdeande 2 „p. Pilaert fuͤr die Dedication seiner Oper er Verbannte“ einen Brillant⸗Ring behändigen lassen.

Nach den gestrigen Nachrichten war die Mosel bei Vor⸗

8 und Grave noch im Steigen, sie hatte am 19. einen Thell

der Umgedungen letzterer Stadt unt etzt ne indessen Ungluͤck anzurichten. Des ferhace 9 der Leck waren gleichfalls sehr im Steigen, jedoch gehen jetzt die Nachrichten von dem allgemeinen Fallen der Gewaͤsser ein. Der Lys hatte am 17. bei Courtray bis auf 16 Zoll densenigen höchsten Stand erreicht, welchen er im ver⸗ ls en Winter gehabt. Diese Hoͤhe war gestern um 4

Nachmittags nur noch 4 bis 6 Zoll uͤber den gewoͤhn⸗ lichen Wasserspiegel im Winter und dabei das Wasser stets im Fallen. Die Berichte von der Ober⸗Schelde sind

falls beruhigend, so daß man die Hoffnung hegen ann, die Provinzen in diesem Jahr von weitern Ueber⸗

mungen befreit zu sehen.

Mäͤnchen, 21. Jan. In der heutigen 13ten Sitzung der A die

uͤber den Gesetzentwurf wegen der Landräthe, vom Sitze aus, fortgesetzt. Der Abg. Lechner stellte die Frage: Wann denn der Landtag auseinandergehen solle, wenn man alle Gesetz⸗ entwuͤrfe so lange und weitschichtig berathen wolle? Man muͤsse die Wahrheit in der Mitte suchen und einsehen, daß das Institut der Landraͤthe heilsam, aber nicht nothwendig sei. Da noch in geheimer Sitzung üͤber das Gesetz, das Staatsgut betr., abgestimmt werden sollte, so ordnete das Praͤsidium den Schluß fuͤr heute, und die Fortsetzung der Eroͤrterungen auf morgen an.

Muͤnchen, 22. Januar. Das Resultat der gestrigen geheimen Sitzung der Kammer der Abgeordneten wurde in der heutigen Versammlung dahin bekannt gemacht, daß der Gesetzentwurf, das Staatsgut betreffend, unbedingt anzuneh⸗ 8 men sei. Hierauf wurden die Verathungen uͤber die Land⸗ raͤthe fortgesetzt. Am Schlusse erklarte das Prasidium, daß die Fragen zur Abstimmung in der naͤchsten Sitzung, die auf Freitag den 25. dieses anberaumt werde, vorgelegt swerden sollen.

Tuͤrkei. Dem Vernehmen nach (meldet unverbuͤrgter Weise der Hamburger Correspondent vom 26. Jan.), ist nach der Abreise der Vorschafter von Constantinopel, am 21. Dec. v. J. von den Ministern der verbuͤndeten Mächte in London eine Supplementar⸗Convention zu der Uebereinkunft vom 6. Juli v. J. geschlossen und rattficirt worden. Laut derselben sollen jetzt, * nach dem Abbruche der Verhandlungen, die Dardanellen ge⸗ e sperrt und die Moldau und Wallachei militairisch durch Ruß⸗ ½ land besetzt werden. Sollten diese Executivmaaßregeln vEEPEP1uö66“] falls vergeblich sein, so wuͤrde eine foͤrmliche Kriegserklaͤrung der drei contrahirenden Maͤchte erfolgen. Nachrichten aus Constantinopel vom 31. v. M. melden, daß die Pforte dacsa5, während des Embargos von den europaischen Schiffen g- nommeme Getreide mit der neuen, um vieles gehaltioserren Muͤnze bezahlt. e

Eimn römisches Blatt (Notizie del Giorno) enthält Meldungen aus Corfu vom 31. Decbr., denen zufolge man 8 dort aus der Levante die Nachricht hatte, daß das Kastel

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von Scio durch Kapitulation an die Griechen uͤbergegangen— 8 sei; der Tag, an welchem dies Ereigniß statt gehabt, wiid

nicht angegeben. Von der unter dem Gencral Kara- tasso erfolgten Expedition nach Thessalien, hatte man erfah⸗

ren, daß derselbe sich der Stadt und Festung Trichieri he⸗ 35 maͤchtigt, und sich gegen Volo in Bewegung gesetzt hatte. Der General Thurch hat die Blokade von Missolnu— ghe zu Lande begonnen, auch war bereits ein aus 6 Fahr, zeugen bestehendes Geschwader nach Wassiladi und Mise solunghi abgegangen, welches unter die Befchle des genann⸗ FB ten Generals gestellt ist. Nach Angaben, die jedoch

erwas uͤbertrieben scheinen, sollen die Griechen 60,000 2 unter den Waffen haben; nämlich: 7000 Mann auf Scio, 1 theils dange Einwohner, theils dahin gesendete Truppen; 8000 M. auf Candia, theils dasige Einwohner, thetls die zu den beiden statt gehabten Expeditionen gehoͤrigen Mannschaften; 15,000 M. im Peloponnes, zu Vostizza und den verschiede⸗ nen Punkten, zur Beobachtung des zu Modon befindlichen Ibrahim Pascha; 10,500 m Westgriechenland, Thessarien und zu Dragomestre; 12,000 Mann in Ostgriechenland und Acarnanien; endlich 7500 Mann auf den Inseln Samos, Podra und Spezzia. Die Anzahl der in Thätigkeit befind⸗

lichen griechischen Kriegs⸗ Fahrzeuge wird auf 60. angegeen; mäimlich: 7 bei Scio; 5 bei Candia; 11 zu Volo und Tri⸗ 5 in den Gewaͤssern von Navarin; 7 zu Drago⸗

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chleri; a Gen zu mestre; 15 endlich bilden ein umherziehendes Geschwader, 2 um da hin zu gehen, wo man ihrer gerade bedarf, desgleichen 1

zum Transport der Truppen.

Rio de Janeiro, den 24. Nevbr. 1827. Das Bra sllische Ministerium ist gänzlich verandert worden. Es ber steht ge enwärtig aus folgenden,

größtentheils zu den Mit⸗

Eroͤrterungen

gliedern der beiden Kammern gehoͤrigen,