1828 / 29 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

nnunmehr auf dem Theater fr. gegeben werden wird, ist vor —einigen Tagen hieselbst mit Tode abgegangen. Großbrittannien und Irland. „London, 25. Januar. Die heute Abend erscheinende Gazette wird, wie der Courier meldet, die bereits bekannten Ernnenungen von Lord Wellington, von Hrn. Goulburn, von Lord Aberdeen und von Hrn. Herries enthalten. Außerdem

kett zum Richter⸗Anwald (Judge-Advocate) melden.

hielt ein Lever als Lord⸗Groß⸗Admiral; See⸗Offiziere wohnten demselben bei.

Gestern wurde auch ein Cabinetsrath im auswaͤrtigen Amte gehalten; beinahe saͤmmeliche Minister waren gegen⸗ waͤrtig. Die Berathung dauerte von 2 bis 6 Uhr.

Herr Huskisson hatte gestern eine Zusammenkunft mit dem Marquis von Anglesea, von dem es bekanntlich hoißt, daß er zum General⸗Foldzeugmelster ernannt werden soll.

Den 22. wurde das Parlament durch eine Commission, mit dem Lord⸗Canzler an der Spitze, bis zum 29. prorogirt.

Die Zahl der Zuschauet, welche sich eingefunden hatten, um dieser Ceremonie beizuwohnen, war außerordentlich groß; und es erregte große Verwunderung unter ihnen, daß in der Proclamation mehrere Pairs, welche Mitgliever des vorigen

Cabinets waren, bei ihrem amtlichen Titel bezeichnet wur⸗ den, welches dahin zu deuten scheint, daß S. M. ihr Ent⸗ lassungsgesuch bei Ausfertigung der Proclamation noch nicht angenommen hatten. Lord Goderich und Lotd Bexley waren die einzigen, mit denen dieses nicht geschehen war. Die Aungelegenheit wegen vollstaͤndiger Bildung des Ministeriums hat, wie es heißt guten Fortgang; und da keine Parlaments⸗ verhandtlungen vor acht oder zehn Tagen statt haben koͤnnen, weeil so viel Zeit ver. ist, um die Wiedererwaͤhlung

der neuen Mitglieder des Cabinets, welche zum Unterhause gehoͤren, zu bewirken, so ist Zeit genug, Alles, was noch un⸗ eerledigt sein sollte, bis zur Eroͤffnung des Parlaments abzu⸗ machen. 8 Die neuen Minister, welche den 22. bel Sr. Maj. Au⸗ dienz hatten, blieben bis um 8 Uhr in Windsor, indem sie, wie es heißt, einen Geheimen Raths⸗Secretatr erwarteten,

umum eine Raths⸗Versammlung, Behufs ihrer Ver⸗

leeidigung zu halten. Sie mußten aber, da dem Vernehmen

8 nach, von Seite des Ministeriums des Innern die Einla⸗ dSdeäung zur Geheimenraths⸗Sitzung unterblieben war, unverrich⸗ eeeter Dinge nach London zuruͤckkehren, wo sie um 10 Uhr aankamen, und wo das Diner, welches der Herzog von Wel⸗

lington an diesem Tage gab, bereits drei Stunden ihrer

et hatto. Briefe aus Piymouth vom 21. melden, daß der In⸗ fant Don durch widrige Winde noch immer verhin⸗ dert ist seine Reise anzutreten. Sonntag besuchte der Prinz nach der Messe die portugiesische Fregatte Perla, worauf er ssch einschifen wird, und die ebenfalls dort liegende Kriegs⸗ brigg Tajo. In den letzten Tagen erschallte die Luft vom naufhoͤrlichen Donner der Geschuͤte, welche, wenn der Prinz v“ 7 eigt, ihm zu Ehre abgefeuert werden. Das ude der hiesigen Universität ist seiner Voll⸗ andung nahe. Man hofft, daß die Vorlesungen im Monat HOktober werden beginnen koͤnnen; wenn man bedenkt, da . das Gebaͤnde 430 Fuß lang, und sehr solide gebaut ist, so muß man gestehen, daß nur die groͤßte Thaͤtigkeit vermochte, 1“ solches Werk in so kurzer Zeit zur Vollendung zu bringen. Das einzige Geruͤcht, was heute in der ity in Umlauf mswocr, ist, daß mehrere kleinere Köͤnigliche Fahrzeuge beordert 8 sind, nach dem een Meere abzugehen. 1“ u an d. DSeine Mazestaͤt der Kalser haben die Tapserkeit der Ge⸗ herale Lapteff I. und Bergmann I., wodurch sich der erstere bei den Belngerungen zu Sardar⸗Abad und Erivan, der nn eensel bei der Seageen des Aehen⸗ Platzes 8 von Djanghilh, wo er Truppen gegen 8 die -Peemes bacgänne, auszeichneten, durch ehrende Schreiben

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eine große Anzahl

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wird sie, wie man glaubt, die Ernennung von Sir J. Bri⸗

Gestern kam der Herzog von Clarence zur Stadt und

Verlobung ertassen hat.

ß in den Ausdruck

rium; Herr Calomarde wuͤtde das Justiz⸗

und durch Verleihung des St. belohnt.

ten, desgleichen haben die General⸗Majors Tukholka und Truzson II. goldene Ehrendegen mit Diamanten bekommen.

Zahl der durch verschiedene Zufaͤlle ums Leben Gekommenen;

14,825, die der Ermordeten 1226, Selbstmoͤrder waren 1176,

in Summa 17,227. Deutschland.

Nachrichten aus Leipzig zufolge wuͤrde die verflossene 8 Neujahrsmesse, ohne die Anwesenheit mehrerer Armenier (de⸗

ren Anzahl auf 10 angegeben wird) hoͤchst unbedeutend ge⸗

wesen sein und kaum den Namen einer Messe verdient ha⸗ Bestellungen fuͤr

ben. Die durch jene Kaͤufleute gemachten

die naͤchste Ostermesse sollen sich auf 1 ½ Millionen Thaler

belaufen. Es befanden sich nur wenig wollene Tuͤcher .

auf dem Platze; das was von diesem Artikel eingebracht

worden, fand in den ersten Tagen Abnehmer zu guten Prei⸗ sen. In Schaafwolle war einiger Verkehr und in Leder wurden gute Geschaͤfte zu annehmlichen Preisen gemacht. 8 (Die obgedachten armenischen Kaufleute werden dem Verz⸗

nehmen nach auch die naͤchste Messe in Frankfurt a. d. O, besuchen und sollen bereits in Cottbus mehrere Einkaͤufe und Bestellungen gemacht haben.

Von dem Koͤnigl. Hannoͤverschen Landdragoner⸗Corps sind in dem Jahre 1527 in allem 4295 Individuen arretirt worden, und zwar 20 Moͤrder oder des Mordes Verdaͤch⸗ tige, 6 Straßenraͤuber, 4 inländische und 23 auslaͤndische Deserteurs, 37 Militairpflichtige, 1718 Vagabonden, 555 we⸗ gen Mangel eines Passes, 635 Diebe und 1290 wegen Po⸗ lizeivergehen. )

Portugal.

Oeffentliche Blaͤtter theilen das Gluͤckwünschungsschrei⸗ ben mit, welches die Pairs⸗Kammer unterm 29. November 1826 an den Infanten Dom Miquel bei Gelegenheit seiner Die Antwort des Infanten auf dieses Schreiben d. d. Wien den 25. Februar 1827, ist in der Sitzung der Pairs⸗Kammer vom 9. Januar d. J. ver⸗ lesen worden, und lautet, nach franzoͤsischen, jedoch nicht völ⸗ lig hierin uͤbereinstimmenden Blaͤttern, wie folgt: „Wuͤrdige Pairs des Reichs; ich habe das Schreiben gelesen, welches Sie Femeinschaftlich an mich gerichtet haben, um mir zu mei⸗

erlobung mit der Allergläubigsten Koͤnigin Donna Ma⸗ ria II., meiner erhabenen Nichte, Glͤck zu wuͤnschen. Dieses gluͤckliche Buͤndniß, das, wie Sie in Ihrem Briefe so ver⸗ staͤndig bemerken, die eehrwuͤrdigen Gesetze der Monarchie in keiner Art beeintraͤchtigt, wäͤhrend es die Koͤnigliche Autori⸗ taͤt in dem erlauchten Hause Braganza fortpflanzt, entsprich 2 een Gesinnungen meines erhabenen Bruders un errn, wie meinen eigenen Wuͤnschen, und wird, mit Huͤls des Allmaͤchtigen, den Frieden een und die San ha der Portugiesischen Nation befestigen. Die Gluͤckwuͤnsche wuͤrdige Pairs, die Sie mer bei einer so erfreulichen Ge⸗ legenheit darbringen, haben mein Herz mit der lebhaft Freude und aufrichtigsten Erkenntlichkeit erfuüllt, weil ich dar jener reinen Liebe und unverbrt Treue erkenne, die Ihre Vorfahren Ihnen vererbt haber und die Sie Ihrem angestammten Fuͤrstenhause so mu af . Ich zu wuͤrdige Paits des daß er Sie reichlich mit allen uͤberschuͤtte, di 2 wuͤnscht Ihr Freund Saxee der Infant Dom uel.

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riefe aus Barcelona sprechen mehr als je von einen Veraͤnderung des Ministeriums. Als neue Minister werder folgende Maͤnner bezeichnet; der Intendant Frigola fuͤr dr⸗ Finanzen; der Admtral Villavicencio fuͤr das enz

der Marquis von Campo⸗Sagrado fuͤr das Kriegs⸗Mi ium bde⸗

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Annen⸗Ordens erster Klasse Der General⸗Lieutenant Benkendorf II. und der Gene⸗

ral⸗Major Schabelsky, haben goldene Ehren⸗Säͤhel mit Dia⸗ manten besetzt und mit der Inschrift: fuͤr Tapferkelt, erhal:

Im Jahr 1827 betrug im Umfange des Reichs die