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Amtliche Nachrichten.
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Kronik des Dages. 15 Se. Maj. der Koͤnig haben dem Geheimen Ober⸗Finanz⸗ rath Rosenstiel, Director der Porzellan⸗Manufactur, den rothen Adler⸗Orden zweiter Klasse mit dem Eichenlaube zu verleihen geruhet. Seine Majestaͤt der Koͤnig haben dem Hutmacher Jacob Pfeit das Prädicat als Hof⸗Hutmacher beizulegen geruhet.
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Der bisherige Abvokat Hardung ist zum Advokat⸗ Anwad bei dem Landgerichte zu Duͤsseldorf bestellt worden.
Durchgereist. Der Keͤnigl. Franzoͤsische Kabinets⸗ Kourier Gason, von Paris nach St. Petersburg.
Zeitungs⸗RNachrichten. 88
Ausland.
Frankreich.
Januar. Eine Königl. Verordnung vom 23 d. M. bestimmt, daß jeder Soldat, der einen seiner Ca⸗ maraden an Geld oder sonstigen ihm zugehoͤrigen Effeeten bestohlen hat, mit der schon durch ein fruͤheres Gesetz vom 12. Mai 1793 fuͤr dergleichen Vergehen in Kriegszeiten festgesetzten sechsjaͤhrigen Lisenstrafe, ohne Ruͤcksicht ob sols⸗
im Kriege oder Frieden geschehen, belegt werden soll.
Der Koͤnig hat den Steuermann Trémintin, der sich auf dem Schiffe befand, mit welchem der Faͤhnrich Bisson sich am 5. Novembder v. J. bei der Insel Stampalia in die Luft sprengte (vergl. St. Z. Nr. 26) und welcher, schwer verwundet auf das Ufer geworfen, wie durch ein Wunder mit dem Leben davon gekommen ist, zur Belohnung seines Muthes und seiner Ergebenheit zum Ritter der Ehren⸗Legion ernannt. Trémintin ist mit demselben Schiffe, das den Ge⸗ neral Guilleminot heruͤber gebracht, in Toulon angekommen.
Der Conrrier français will wissen, daß der Vischof von
ris und der Bischof von Beauvais die ihnen uͤbertragenen
. als Mitglieder der mit der Untersuchung des Zu⸗ standes der kieinen geistlichen Schulen beauftragten Com⸗ mission zuruͤckgewiesen haben.
Durch eine Verfuͤgung des Ministers des Innern vom 17. d. M. find die Privilegien der Pariser Theater bis zum Jahre 1845 verläͤngert worden. 2
Großbrirtrannien und Irland.
Das Parlament ist am 29. Januar durch eine Com⸗ misston mit folgender Thronrede eröffnet worden:
„Mysords und Herren! Auf Befehl Sr. Maj. haben wir Ihnen anzuzeigen, daß Se. Maj. fortwaͤhrend von allen
Berlin, Mittwoch, den 6ten Februar 1828.
Lande aufrecht zu halten, e Maͤchte Europa's den ernsten
angen und daß die großen Sr. Mazestaͤt theilen, in allen Stuͤcken, die zur Erhaltung des Friedens r lich sind, gutes Vernehmen zu befördern. Seine Majestaͤt hatten seit einiger Zeit mit großem Kummer den Stand der Dinge im Osten Europa's wahrgenommen. Nehrere Jahre lang ist ein Kampf zwischen der Ottomannischen Pforte und den Einwohnern der griechischen Provinzen und Inseln fortgefuͤhrt und von beiden Seiten, durch Excesse— die das Menscengefaͤhl empoͤren, begleitet workden. Im Fortgange desselben wurden die Rechte der neutraͤtmen— Staaten und die Gesetze, wesche den Verkehr unter civili⸗⸗ 11 strren Nationen ordnen, wiederholt verletzt und der friedliche 8. Handel der K. Unterthanen war haͤufigen Unterbrechungen und Beraubungen ausgesetzt, die oft noch mit erschwerenden 8.
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walttharten und Abscheulichkeiten verbunden waren. Iö11““ Maj. empfanden das innigste Verlangen, den Drangsalen zertrennlich sind von Feindseligkeiten, die die einzige Ans nahme von der allgemeinen Ruhe Europa’s bilden. Nachh dem Ihnen von den Griechen dringend angelegen worden, Ihre guten Dienste anzuwenden, um eine Aussoͤhnung zwi:-: schen denselben und der Ottomannischen Pforte zu bewirken, kamen Se. Maj. uͤber Maaßregeln zu solchem Zwecke zu voͤrderst mit dem Kaiser von Rußland, und in der Folge mit Sr. Kaiserl. Maj. und dem Koͤnige von Frankreich
uͤberein. Se. Maj. haben befohlen, daß Iynen Abdruͤcke— von einem, in St. Petersburg durch den Bevollmaͤchtigten Sr. Maj. und Sr. Kaiserl. Maj. des Kaisers von Ruße; land am 4. April 1826, und von dem zwischen Sr. Maj. und den Hoͤfen der Tuilerien und St. Petersburgs am r. Juli 1827 eingegangenen Tractate vorgelegt werden sollen. Im Laufe der Maaßregeln die zur Bewirkung des Zwecks des Tractates getroffen worden, fand eine, Seiner Majestät voͤllig unerwartete Colliston im Hafen von Na varin zwischen den Flotten der contrahirmnden Mäͤchte 1“ und jener der Ottomannischen Pforte statt. Der wiee
unerachtet, welche von der vereinigten Flotte an den Tag ge⸗ legt worden, beklagen Se. Maf. innigst, daß dieser Kampf sich mit der Seemacht eines alten Verbuͤndeten zugetragen; Sie hegen aber noch die zuversichtliche Hoffnung, daß diesem widerwaͤrtigen Ereignisse keine weiteren Feindseligkeiten folgen und dasselbe jene guͤtliche Ausgleichung der zwischen der Pforte und den Griechen bestehenden Irrungen nicht hindern werde, welcher zuzustimmen so augenscheinlich ihr gemein⸗ samer Vortheil erheischt. Bei Bewahrung der National⸗Treue und bei Festhaltung an den, von Sr. Maj. eingegangenen Ver⸗ bindlichkeiten, werden Se. Maj. nimmer die großen Zwecke aus den Augen verlieren, auf welche alle Ihre Bestrebungen gerichtet gewesen: die Beendigung des Kampfes zwischen den
auswärtigen Fuͤrsten und Staaten Versicherungen ihres Ver⸗ langens, die freundschaftlichen Verhaͤltnisse mit diesem 2 8. 8 8 „
feindlichen Theilen, die dauernde Anordnung der kuͤnftigen gegenseitigen Beziehungen derselben zu einander und ae — baltung der Ruhe Europas anf der Grundlage, worauf
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