1828 / 48 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

rechtfertigen. Jede Uebereilung wuͤrde mit Recht Tadel verdienen, und nicht in Frankreich, nicht in dieser Kammer wird man sich wundern, wenn die Regierung Sr. Maj., r Anerkennung von Staaten, die noch vor nicht langer eit unter der Herrschaft Sr.) Katholischen Majestat st⸗

n, nicht den Augenblick gewaͤhlt hat, wo die wichrig

stungen Spaniens sich noch in der Gewalt der französt⸗ Truppen befanden. Der Koͤnig, der in Betreff dieser schwie⸗ rigen Frage das Interesse Frankreichs mit der Erhaltung seiner Wuͤrde und mit den Ruͤcksichten, die er einem ihm verwandten Monarchen schaldig ist, zu verbinden gewußt

hat, darf ohne Zweifel erwarten, daß man sich hinsichtlich

der Bestimmungen, die noch übrig blelben, um zu getegener.

Zeit unsere Verhältnisse mit den amerikanischen Staaten zu vervollstaͤndigen, ganz auf seine Weisheir verlasse Wenn uͤbrigens unser Handel in jenen Gegenden zuweilen auf Hindernisse gestoßen ist, die zu Beschwerden Anlaß gegeben haben, so greisen letztere doch so wenig in die Politik ein, daß Frankreich sich sogar in dem Falle sieht, sie jehzt Theil gegen ein Reich geltend zu machen, das alle Anzeiche der Festigkeit an sich traägt und in welchem der Koͤnig schon lange einen Gesandten hält.“ Diese Stelle bezieht lich auf die im Plata⸗Strome aufgehrachten und von den brasilianischen Behörden condemuirten franzoͤsischen Schiffe, die bis jetzt noch nicht wieder frei gegeben worden sind. Der Minister erklärte, daß der Koͤnig sich entschlossen habe, seine Seemacht in den brasältanischen 8,ren zu vergrößern, um diesem Zustande der Dinge ein Ende zu machen, und sprach die Hoffnung aus, daß die bloße Gegenwart dieser Streirkraͤfte hinlänglich sein werde, um das vorgesteckte Ziel zu erreichen. „Meine heutigen Eroͤffnungen“ so schloß der Fe n, „wer⸗ den ohne Zweisel hinreichen um das Gewicht der Versicherunt gen, wonach der König, von seinem Throne herab, einen zufriedenen Blick auf seine Verhältnisse zum Auslande wirft, richtig zu wuͤrdigen. Wir schmeicheln uns, daß diese Verz sicherungen nicht eitel sind, und daß die That unsere Hofft nungen bestaͤtigen wird. Was indessen guch geschehen möge, Frankreich wird den Rang, der seiuer Ehce, seiner Macht und seirer Wuͤrde geziemt, einzunchmen und zu hehaupten wissen. Sein Ruhm, den niemand vergißt, schuͤtzt seine Ruhe, sichert seine Unabhaͤngigkeit und traͤgt mechtig zu der Erhaltung des Wertsricdens bei. Bald von den Opfern be⸗ freit, die der dem spantschen Reiche geleistete Beistaud nothe wendig machte, der Schwierigkeiten überhoben, die unsere Zwistigkeiren mit Algier und der Verzug eines Uebereinkomt mens mit cinigen amerikanischen Staaten unserm Handet augenblickeich noch zufügen, wird die Regierung darauf beracht sein, die Eemente eines, der Entwickelung unserer Instnutionen und des National⸗Reichthums so guͤnstigen Friedens sorgfältig zu notzen. Das ausrichtige und hochhern Uge Buͤndniß der Monarchen ist dafuͤr die beste Vuͤrgschaft; auch ist es das edelste Beispiel 8 alle wohlagesinnte Männer, die der Köͤnig auffordert sich frei und aufrichtig um seinen Thron zu vereinigen, eine nochwendige Vereinigung, die wüͤnscht und wovon die Pairs⸗Kammer ihm daß erste Beispiel geben wird.“

Deputirten⸗Kammer. Sitzang vom 16. Fe⸗ bruar. Die Ablesung des Protocolls gab zu einer Necla⸗ mation von Seiten des Herrn Lemercier Anlaß; die Miß⸗ balligung des zweiten Buͤreaus uͤber die Unreglmäßlgkeiten die bel der Wahl des Barons von Anthés in Colmar statt ge⸗ sunden haben, war nämlich im Protocoll nicht erwaͤhnt worden. Herr Lemercier verlangte dies, und winde da⸗ bei ven Hrn. Pelet unterstuͤtzht. Nachdem der Minister des Innern die bezrichneten Unregelmäßigkeiten cingestan⸗ den, wurde das Protocoll nach dem Antrage des Prn. Le mercter graͤndert. Einer der Secretaire trug hierauf ecn Schrriden des Hru. ven Folmont, Deputirten des Depte. des Lot, ver, worin derselbe anzeigt, daß da seine Wahl aue

dem Gtunde angefochten worden sei, weil während der 1 Be g der

Wahl Operattovn zwei Gened'armen zur B SSahe nrmen in den Daal eingelassen worden wäriu, er be⸗ reit set, sich einer neuen Wahl zu unterwerfin, um jeden

. ats oh er seine Ernennung der Gewart verdanke, zu

8 und daher sein Amt als Deputirter nicherlege. -2 n 8 Büreaus überwiesen. Der Pra⸗ eim zweites Schreiben des Herm

Chasdonnet, worin derselte sch uͤber seine Aueschlichung von

der da bieseibe iag feiner Abwesenbeit zuld biere unterm 22. Oktoder v. J. ah die Peäfecken daß er sich haͤtte rechtfertigen koͤunen, ausgesptochen nes Vrcularschrelben wurde ven Hrn. Casemtr Päruer d

vorlaͤusig hatten in dem betreffenden

kam die Rcihe an Hrn. Syricys de Mayrinhac (Dept. des

träte. Nachdem noch Hr. Dupin der Aeltere gehen die 1as nahme des Hrn. Sprieps de Mayrinhac 2 hatte, Rednerbüͤhne. e daß

daß man seine Anspruͤche aufs arquis Doria und Hr. Hyde de Neuville hielten diesen Antrag fuͤr zuläͤssig. Hr. B. Con stant meinte dagegen, daß wenn dieses geschehe, es auch llig seb, daß die Kammer auf die mindestens uͤbereilte 1535 zurxuüͤcktomme. 2 98 Mauguln, Dupin der ältere und Girss esetzten sich gleichfalls dem Antrage des Herrn Thardonnet und letzterer machte namentlich auf die Unannehmlichkeiten aufmerksam, denen sich die Kammer aussetzen wuͤrde, wenn sie auf die einmal abgeurtheilte Dache wieder z i wollte. Als es zur Abstimmung kam, sprach sich die linke Seite, das ganze linke Centrum, das rechte Centrum und clrn Mitglieder der rechten Seire fuͤr die Tages⸗Ordnung . vechte Seite stimmte gar nicht mit. Die Ausnahme des Herrn Garnier Du a9 wurde bis nach erfolgter Prüsung eintger von neuerdings vorgelegten Beweitschriften aufs neue ausgeseht: Bureau 10 Mitglieder

fuͤr und 21 gegen dessen Aufnaume gestimmt. Jetzt

worden sei; er verlangte, neue untersuche. Der. M.

Lot). In einer Eingabe an die Kannner werden nicht

niger als 40 falsche Waͤhler bezeichmet, die 8 dee8nen. dieses Deputirten Theil genommen haben sollen, auch noch anderer Unregelmäßigkeiten gedacht, die dabei vor⸗ gefallen sind, namentlich, daß drohende Circularschreiben an die offentlichen Beamten erlassen worden scien. Der Bericht⸗ erstatter trug gleichwohl auf die Annahme des gedachten Deputirten an, da derselbe eine Mehrheit von 50 Stimmen fuͤr sich gehabt habr. Hicrgegen oppenirte sich der liberale Deputirte Hr. Bessibres, der bei dieser Gelegenheit zum ersten Male die Rednerbuͤhne betrat und in einem glänzen⸗ den Vo rage auf die vielen Mij dranche btmies in den letzten. Jahren, namenrlich im Departement des Lot, bei den Wahlen stattgefünden Hahrn. r. von Conny suchte zu beweisen, daß die Behoͤrden überall ihre Pflicht erfuͤllt haͤtten und gah seine Verwunderung zu erkennen, daß so diele Stimmen sich gegen die porige Verwaltung verneh⸗ men ließen, während Niemand zu deren Vertheidigung aus⸗

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betrat dieser selbst die die An⸗ wesenheit falscher Waͤhler bei seiner Ernennung durchaus nicht erwiesen sti, daß er übrigens selost dafüͤr stimme, die genauesten Erkundigungen dieserhalb ciazuziehen und die Schüldigen gehörig zu bestrasen. „Aher die Crceularschrei⸗ ben rief man ihm von der linken Seite zu, „Sie sagen uns nichts von den Cireularschreiben!“ Anfangs schwieg PHr. Syrieys, als er aber wiederholt zu deren Murheilung aufgefordert wurde, erklärte er, daß diese Schreiben den Be⸗ drt Figeac (wo er gewaͤhlt wurde) nicht; anginzen, und daß er. se, uicht habe. Pierguf bestteg Hr. Mechin die Redner⸗ dühne, sprach sehr hestig gegen das von dem Dapt. des Let gegebene Aergerniß und äußerte unter andern, wie er 85 Minister —8 Imnem der sei, daß hie Regierung einen gewissen Ein 5 au ab ges⸗ 4 aus⸗ 2* e2 1.8. hier dem EE haft und umer lautem Gelächees ben rechten 8. bitre meine Herren Collegen zu glauben, das ich Praris Ze⸗ nüg habe um zu wissen, was ich zu sazen und woruͤder ich zu schweigen hade. SDie werden a 8ba d sehen, ob der von 85 gemfinte Fe und verfass ht.“* dr. Mächiu verlas hitrauf cimige auf die Wahlen vezict⸗ che Ciraularschcelden, gegen dercu Absassung 2„ 2 nichts emwenden liet. Nachdem noch Hr⸗ de Hauranne fuͤr die 2 Zuruückweisung der Heu. Sp⸗ rieys gestimmt hatre, überall der Schluß der Debar, 8,9— 5— 8 Covstaut wubte sich doch wicten durch den Lärm neo 8 und Schreiben des Praͤsckten 8 5ö. 822 88 A in Figeac vor, worin cs ¹ t, daß wenn ein Beamter kei dem Wahlge den Aösichten der Reg nicht entsotechen wolle, 5 her fretwillig ahdanten rhue ct selches nicht, so ver diene er enclassen zu werden. „Das ist ertrsetzlich,“ rics n

zur linken Seite, en. in der Ordmlaa.“ erwiedekte die rechte. Ein in gleichem Len. von 9* peu

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