1828 / 48 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

des Innern uͤberreicht, damit dieser der Kammer die noͤthigen Aufflarungen daruͤber gebe, und ein brittes des Procurators in Figeac theilte Hr. Mauguin der Kammer mit. Alle drei machten auf die Versammlung denselben Ein⸗ oruck; die linke Seite tadelte, die rechte lobte sie, obgleich in dem

ern jener Schreiben der Procurator so weit geht, daß er geradezu erklart, diesenigen Waͤhler, die sich vrrbuͤndet haäͤt⸗ ten, um gegen die Regierung zu stimmen, verhaften und vor die Gerichte ziehen zu wollen. Endlich wurde die Kam⸗ mer Über die Zulassung des Herrn Syrieys de Mayprinhac

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nen Guͤtern rin Ende zu machen; er habe naͤmlich waͤhrend des Winters alle undbeschäftiäte unverheirathete junge Leute unter Aufsicht in seinem Park arbeiten lassen; und jetzt sei dort kein einziger Wildschuͤtz mehr zu finden. Freilich sei dieses nicht uͤberall ausfüͤhrbar, und da die Leckermäaͤuler die Wilddieberei unterstützten, indem sie, wenn ihnen nicht von rinem Freunde ein Stuͤck Wild geschenkt wuͤrde, sich an Niemand als an einen Wilddieb wenden könnten, um es zu erhalten, so sei es sehr zu wuͤnschen, daß der Wildverkaͤufer

agt; eine erste Abstimmung blieb zweifelhaft, eine zweite eben so, nach einer dritten wurde dieser Deputirte inzwi⸗ schen mit einer unbedeutenden Stimmenmehrheit angenom⸗ men. Die liberalen Blaͤtker außern einstimmig ihren Un⸗ willen uͤber diesen Beschluß. 1

Paris, 19. Febr. Der Gazerte de France zufolge, hat in den letzten acht Sitzungen der Deputirten⸗Kammer die rechte Seite stets 80 bis 100 Stimmen fͤr das rechte Centrum 80 bis 99, das linke Centrum 66 bis 86 und g- Seite 61 bis 75, woraus die Gazette den Schluß zieht,

8 brechnung von 40 Royalisten, die bisher noch abwesend —— der fuͤnf Deputirten, welche das Buͤreau bil⸗ un

die eben so wenig, als die Mimister, welche zugleich ie sind, mitgestimmt haben, die royalistische Parthei unter 354 Mitgliedern der Kammer eine Majorität von 60 Stimmen habe. Die Gesammtzahl der Pairs belauft ch gegenwaͤrtig auf 334; wovon 308 bei der Berathung die Adresse zugegen waren.

Gn Großbritanten und Irland. n Parlaments⸗Verhandlungen. In der Sitzung des Oberhauses vom 16. trug der Marquts von Sales⸗ ury auf die zweite Lesung der Bill, betr. den Verkauf von Wild, an. Er bemerkte, daß sie um so wichtiger sei, als sie einen Theil der wegen Verbesserung der Jaadgesetze eingefuͤhrten Maaßregeln ausmache. Es sei bekannt, daß die Wilddieberei in einer furchtbaren Weise zugenommen, daß sie blutige Auftritte und Mordthaten veranlasse, duß es also dringend nothwendig sei, diesem Unwesen in einer wirksamen Art zu steuern. Lord Wharneliffe widersetzte sch der Bill, weil sie nach seiner Ueberzeugung dem Ver⸗ hen der Wilddteberei nicht steuern⸗ wuͤrde. Nach den gegenwämig bestehenden Gesehzen seien die großen Gutebe⸗ siitzer nicht berechtigt, ihr Wild zu verkaufen; sie muͤßter 2 284 verzehren oder es verschenken; diejenigen, sagte er⸗ che das Jagdrecht nicht besitzen, sind ohnehin auf die Jagdberechtigren eifersüchtig, weil vas Wild sich zum Theil , Feldern zum großen Nachtheil ihrer Erndten er⸗ nährt. Will man diesen noch obendrein das Verkaufsrecht, d. h. einen Vortheil mehr gewaͤhren, so wird der Mißmuth noch steigen, ohne daß der Wilddieberei und den erbrechen, wesche sie erzeugt, dadurch gesteuert werden wird; denn die Wilddiebe werden noch leichter Mittel fin den, das gestohlene Wäld zu verkaufen, und das Uebel wird noch werden. Daß Etwas geschehen muͤsse, ist un⸗ zweifelhaft, denn der gegenwaͤrtige

22 Zustand der Dinge ist furchtbar. Zum Beweis

erzaͤhlte der Redner, daß sich am 31. December v. J. vierzig Wilddiebe in der Naͤhe von Porrefrait versammelt hatten, um Jagd zu machen; als die Wildwarter sich ihnen näͤherten, hoͤrten sie eine Stimme den kauten Befehl geben, das Schroot aus den Gewehren zu ziehen und Kugein zu laden, worauf sich die Wildwärter zem, fuhr er fort, ist der Wildwärter erschossen aber selbst dieses Bildscht 1 am

auf derselben 2

Stelle, wo sie Tages zuvot —7 hatten, zur Betrribung 8 8.un den. Das llebel ist groß, sagte er, und es muß Etwat „die vorgeschlagene Maaßregel wuͤrde es aber nur ver⸗ z ich schlage daher dor, die Lesung auf sechs Monat auszu⸗ Lord Carnarvon erklaͤrte, er set mit der Vill zwar ein, er habe aber die Ueberzeugung, daß sie schon allein nel sie im O6 entstehe, im Unterhause durch⸗ de; well die Erfahrung lehre, daß seoe, in Straß⸗ bestrhende Bill, welche vom Oberhause nach Gemeinden gesandt wuͤrde, dort nicht angen 25— koͤnne dem großen Jagdgesetzen zugeschrieben wuͤrde, e Mittel 229 die Sache liege 85 Veratmung der niedern Classen,

setzen. verstan darum,

sich gehabt,

esetzlich werden moͤchte, um den Handel mit Wild rechtmaͤ⸗ 2 —— Nach seiner (Lords Carnarvon) Ueberzeu⸗ gung sei uͤbrigens die Erhaltung der Jagdgesetze auch fuͤr die niedern Classen von Wichtigkeit; denn, wenn einmal die⸗ ses Vergnuͤgen den reichen Gutsbesitzern genommen waͤre, welche sich bloß deshalb einen großen Theil des Jahres auf ihren Guͤtern aufhalten, so wuͤrden dieselben gar wenig dort leben und das ganze Jahr hindurch die Staͤdte nicht sen; waͤhrend doch auf dem platten Lande durch den Au der Reichen auf ihren Guͤtern viele und mancherlei, se dw materielle als geistige Vortheile erwuͤchsen. Nach einigen Bemerkungen von verschiedenen Pairs, anderte Lord Whar⸗ neliffe seinen Vorschlag dahin ab, daß die Bill erst am 20. Maärz zum zweitenmal gelesen werden sollte. Dieses wurde genehmigt, worauf das Haus, auf den weitern Vor⸗ schlag von Lord W. beschloß, einen Ausschuß zur Pruͤfung

der Jagdgesetze zu ernennen. London, 15. Febr. Se. Maj. haben vorgestern in Windsor Cour und darauf geheimen Rath gehalten. Der Capitain E. Fellowes, von der Fregatte Dartmouth, welcher einen so ruͤhmlichen Antheil an dem Siege von Navarin genommen hat, wurde Sr. j. von dem Lord⸗Großadmi⸗ ral vorgestellt, und erhieit die Ritterwuͤrde. Se. Maj. er⸗ theilten nachher dem Herzoge von Clarence, dem Lord⸗Can ler, dem Herzoge von Wellington, dem Grafen Bathar, Lord Goderich und rn. Wynn 85 war erfreu⸗ lich, wahrzunchmen, wie wenig e aͤftigungen den Koͤnig ermüdeten; das Befinden Sr. M. ist das erwuͤnsch⸗ teste. Man erwartet den Koͤnig morgen oder naͤchsten Montag in London. Se. Maj. beabsichtigen, der, am letz⸗ teren Tage Statt sindenden, Vermaͤhlung des Prinzen von Hohenlohe⸗Langenburg mit der 11. Feodore beizuwoh⸗ ufn, in einem geheimen Rathe den Bericht des Rerorder die in den letzten Old⸗Bailey⸗ Sitzungen gefällten To⸗ desurtheile entgegen zu nehmen und die beiden großen Thea⸗ ter, so wie die franzöͤsischen Vorstellungen im teum, mit Ihrem Besuche zu beehren. 2* Times protestirt gegen die Ernennung von Lord Hill zum Befehlshaber der Truppen, weil dieser General lange Jahre unter dem Herzoge von Wellington gedtent hat, von Alters ber gewohnt ist, auf dessen Wort zu gehorchen, und, wie jenes Blatt sagt, eher noch vielleicht an einen Auf ruhr auf dem Schlachtfelde als daran denken wuͤrde, sich auch nur einen Augenblick zu besinnen, ob er dem leisesten Wink seines ehemaligen Chefs Folge leisten solle oder nicht, dieser möge ihm nun durch einen Abjutanten oder durch einen Bo⸗ ten der Schatzkammer zukommen. Der Courier, welcher nunmehr die vom 13. datiete offtzielle Ernennung enthält, bemerkt in dieser Bezichung, daß maͤn dieselbe Einw gegen jeden andern General machen könnte, da alle unter dem Herzoge gedient haͤtten, alle ihn als den ersten K. unserer Zeit betrachteten, und er folglich, in Ansehung seines Ruhms und seiner großen Talente, üͤber Alle xinen gewissen Einfluß beibehierte; in dieser Bezichung haͤtte also Ht. Can⸗ ning in seinem vielbesprochenen Briecfe vom 5. Mai Recht gehabt zu sagen, daß der Her⸗ 1 die Armee nie ganz entschlagen kann; da aber die fragliche Stelle nur durch einen General besetzt werden koͤnne, so muͤsse man sich Gluͤck wuͤnschen, daß die Wahl auf Lord Hll gefallen sei, dessen Charakrer, Eiser, Rechtschaffenheit und Umsicht das Beste hoffen licßen. Die Ursache der Rückkehr von Lord Cochrane ist, den Times nach, die, daß die Griechen in ihrem Kampfe mit den Tuͤrken seiner Un nicht mehr bedürsen. Er bat die Meinung geaͤußert, daß die Folgen der Schlacht bei Naparino so entscheidend sind, daß alles udrige durch Unter⸗ handlungen stattfinden koͤnne. Die Aegyptier verlassen ciligst Morea; 15,000 haben sich bereits den Ueberblelbsein Flotte nach Alexandrien eingeschifft; und nur 8000 gen Mangel an Transportmit en:

er habe ein Mittel gefunden, um der Wilddieberei auf sti

zog, sich seines Einflusses auf 1

1u“.

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