1828 / 49 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

fangs der Befugnisse des Ausschusses bemerkte Hr. Peel, daß nicht alle Landes⸗Anstalten (establishments) in den Kreis seiner Untersuchungen gezogen werden sollten, wiewohl die Regierung fuͤr jede Ausdehnung der großen Anstalten und fuͤr deren Folgen verantwortlich bleiben, und es sich zur Pflicht machen muͤsse, den Einfluß der großen Anstalten in gewisse Graͤnzen zuruͤckzuhalten. Uebrigens wuͤrde auch in dieser Beziehung, wie es im Jahre 1817 geschehen sei, alle dienliche Auskunft gegeben werden. Der Redner beruͤhrte im Laufe seines Vortrages auch die gegen die Anstellung von Lord Wellington als ersten Lord der Schatzkammer gemach⸗ ten und aus dessen fruͤherer Laufbahn gezogenen Einwendun⸗ gen; indem er an die haͤufigen Gelegenheiten erinnerte, wo der Herzog bewiesen habe, daß er nicht blos militaͤrische Ta⸗ lente, sondern ausgezeichnete Faͤhigkeiten in andern Faͤchern der Verwaltung besitze. Am Schluß erinnerte der Redner an die unerschoͤpflichen Huͤlfsquellen des Landes, welche hin⸗ reichend waͤren, um jeden, welcher Neigung fuͤhlen moͤchte, den Muth sinken zu lassen, wieder aufzurichten, und die zu den schoͤnsten Erwartungen berechtigten. Hr. Hume nahm hier⸗ auf das Wort, und sagte: nach seiner Ueberzeugung wuͤrde ein Ausschuß nicht hinreichen um alle Gegenstaͤnde, welche der Pruͤfung beduͤrften in so kurzer Zeit gehoͤrig zu untersu⸗ chen; man moͤchte lieber gleich zehn Ausschuͤsse ernennen, und jeden nur mit fuͤnf Mitgliedern besetzen, diese arbeiteten schneller und koͤnnten mit mehr Leichtigkeit in die Einzeln⸗ heiten eingehen, welche eine so große Verwaltung in sich fasse, und auf die ein einziger Ausschuß sich nicht einlassen Uebrigens habe er die Hoffnung nicht aufgegeben, durch zweckmaͤßige Einschraͤnkungen Ueberschuͤsse herbei⸗ gefuͤhrt werden moͤchten, die alsdann zur Abtragung der uld oder zur Ermaͤßigung der Stenern verwendet werden koͤnnten. (Wir muͤssen uns, da die englischen Blaͤtter, welche die Verhandlungen vom 15ten enthalten, noch nicht einge⸗ troffen sind, auf obige aus indirekten Quellen geschoͤpfte un⸗ vollstaͤndige Mittheilungen für jetzt beschraͤnken, und werden das Fehlende ehestens nachholen.) London, 16, Febr. Es sind noch immer Geruͤchte von bbevorstehenden neuen Ministerial⸗Veraͤnderungen in der Stadt in Umlauf. Von Hrn. Huskisson ist jedoch nicht mehr die Rede, seitdem er vorgestern das in Folge eines Parlaments⸗ Beschlusses in Downing⸗Street gekaufte und zur Residenz des Ministers der auswaͤrtigen Angelegenheiten bestimmte Haus bezogen hat; dagegen wollten einige hieraus schließen, daß Hr. Huskisson Minister der auswaͤrtigen Angelegenhei⸗ ten werden und Graf Dudley sich zuruͤckziehen wuͤrde. Glelch⸗ 8 sagte man Lord Goderich werde in die Stolle des Hru. 12

Huskisson, als Staatssekretair fuͤr die Colonien, treten.

Vorgestern hieß es auf der Boͤrse, ein Er⸗Gesandter

eines der transatlantischen Staaten sei wegen einer Schuld von tausend Pfd. Sterl. in einem unserer Seehaͤfen verhaf⸗ tet worden; er habe sich auf sein torialitaͤt berufen,

auswaͤrtigen Amts⸗ Niederlande.

Bruͤssel, 20. Febr. Bei Gelegenheit der Geburts⸗ Feier des Erbprinzen von Hranien, der in sein zwoͤtftes Jahr , g es Isße gehalten. en 1. Mai wird zu Antwerpen die F. m den ersten Preis fuͤr Gemaͤlde Statt EE“ stand der Preis⸗Bewerbung ist aus der Geschichte genom⸗ Fes⸗ ag1, 1290 Gulden, welche der Sieger h hindurch zur Fortsetzung seiner Studien in Ita⸗ Wir haben Nachrichten aus Batavi 2 - der Bramine Kiaya⸗Bodjo, der von Diepo⸗Negoro 88 Sen. mittler geschickt war, keine ernstliche Absicht zeigte, ein Ueber⸗ einkommen zu bewirken. Er erkl rte so 1 52 K leg müsse, wofern man in seine Forderungen 882 ein 9e 8 Fefete werden. Demnach waren diese orderungen der 58 2 daß sie unmoͤglich angenommen werden konnten, ohne * Ehre der Regierung zu beeintraͤchtigen. Daraus ist ““ daß der Generat⸗Com⸗ e , ogleich den Waffenstillstand aufgef⸗ 2 Entschluß gefaßt hat, von den betrchrch e Blrenersfüene die sich damals in den Staaten der Fürsten gegenwaͤrtig be⸗ fanden, Gebrauch zu machen, Feind 8aseaber Punk⸗ ten anzugreifen, und ihn durch Gewalt der Waffen zum Behorsam und zum Frieden er Wasfen.

am und rieden zu noͤthigen. - die Feindseligkeiten wieder ausgebrochen, E“

In wichtiges Resultat geliefert.

und man erwarte die Entscheidung des

8 m det nach Bansoemening gebracht werga n ——

und

viiaahh . lqlf.

Privilegium der Exterri⸗

den; sie gehen lieber dem haͤrtesten Geschicke entgegen, ehr

diese Expedition epo⸗Negoro durch einen Schuß den Berichten war⸗

selbst Alles zur Einsch

Deutschland. 8 Am 18. Febr. ist Ihro Durchlaucht, die Frau Erbprin⸗ zessin zu Schwarzburg⸗Sondershausen, geborene Prinzessin zu Schwarzburg⸗Ruddistade, von einem gesunden Prinzenmn8— üͤcklich entbunden worden. 8 fuͤnf und zwanzigsten oͤffentlichen Sitzung der Bairischen Kammer der Abgeordneten, wurde am Schlusse derselben noch der Vortrag des ersten Ausschusses uͤber den Gesetzentwurf abgehalten; welcher die Entscheidung der Com⸗ petenz⸗Conflikte betraf. Er bezog sich vorzuͤglich auf die Fälle, in welchen zwischen den Justiz⸗ und Admüinistrntze⸗ Behoͤrden ein Conflikt sich bildet; es mag nun oder die andere dieser Behoͤrden eine Sache als ihr zuge öris sich ziehen, oder als ihr nicht zugehoͤrig, von sich andern zuweisen. Wenn die betreffende Einverstaͤndnisse mit dem einschlaͤgigen Appe heißt es im Entwurfe, den zwischen einem ees 88s einem Verwaltungsamte bestehenden Streit selbst i8 ten nicht im Stande ist, so sind die ——* . Be⸗ koͤnigl. Staatsrathe zur Entscheidung vorzulegen. Genehun⸗ schluß desselben kann nur auf erfolgte koͤnigliche 1 ün 88 gung erlassen werden. Findet der Koͤnig den Beschluß 55. verhandelten Akten und bestehenden Gesetzen nicht gem 8 so ordnet derselbe wiederholte Berathung im Staatsrathe an, ernennt einen andern Referenten und verstaͤrkt den Staats⸗ rath durch Maͤnner aus dem Justiz⸗ und Verwaltungsfache fuͤr den Fall dieser wiederholten Berathung. Der erste schuß hat dem Gesetzentwurfe unter einigen Modtficationen beigestimmt. 8 Frankfurt, 22. Febr. In den Fruchtpreisen ist keine Veraͤnderung vorgefallen, es ist hier und in Mainz stille da⸗ 8 mit. Die Vereinigung der Mauth von Baiern und Wür⸗ temberg hat aus dem letztern Lande ziemlich bedeutende Auf⸗ traͤge auf Englische Manufactur⸗ und Colonial⸗Waaren fuͤr hier veranlaßt. Nach Einigen soll die Vereinigung den Lüsten d. M., nach Andern mit dem 1. Maͤrz statt finden. Sehr viele schwere Eilfuhren sind von hier abgegangen. Hesterreich. Wien, 22. Febr. Se. K. K. Majestaät haben die Wuͤrde Allerhoͤchst Ihres Ober⸗Hofmarschalls, dem K. K. Geheimen Rathe und Kaͤmmerer, Rudolph, Fuͤrsten von Colloredo⸗Mannsfeld, zu verleihen geruhet. Fuͤrst Collorede 1 hat in dieser neuen Eigenschaft den Diensteid vorgestern iumn die Haͤnde Sr. K. K. Majestaͤt abgelegt, und ist hierauf von dem Grafen von Czernin dem gesammten Personale des K. K. Oberhofmarschall⸗Stabes mit der herkoͤmmlichen Feierr⸗ lichkeit als Chef vorgestellt worden.

Türkei. Ein Privat⸗Schreiben aus Konstantinopel vom 26. Jan. (in der Allgemeinen Zeitungh) enthaͤlt Folgendes: Sie werden die Proklamation erhalten haben, die hier von Hand zu Hand geht, und die Herzen aller Christen mit Angst erfuͤllt. Sie werden auch von den Verfolgungen unterrichtet sein, denen die gesammten mit der roöͤmischen Kirche unirten Ar⸗ menier Preis gegeben sind, und die Hauptstadt an die Schreckenstage der Aufloͤsung des Janitscharen⸗Corps erin⸗ nern. Die Proklamation ist in volle Kraft gesetzt, der Geift der Muselmaͤnner dadurch aufgeregt worden, und das all⸗ gemeine Anfgebot nimmt seinen Anfang. Die Verfolgun⸗ gen dauern fort, mehr als 8000 unirte Armenier haben seit den letzten 14 Tagen die Stadt verlassen, und sind nach Asten verwiesen. Die angesehensten Personen dieser Con⸗ fesston wetteifern um den Ruhm fuͤr ihren Glauben zu lei⸗

sie von der Bedingung der Begnadigung, die ihnen der Pa⸗ triarch im Namen des Sultans gesetzt hat, (des Uebertrittr zu dem Eutychtanischen Glaubensbekenntnisse) Gebrauch ma⸗ chen. So werden die fleißigsten und sittlichsten Unterthanen durch die Anschlaͤge dieses Patriarchen ihrem Gewerbe ent⸗ rissen, und die Hauptstadt duͤrfte deren Verlust empfindlich fuͤhlen. Viele dieser Ungluͤcklichen sollen sich nach Odessa gefluͤchtet, und daselbst eine gute Aufnahme gefunden haben. In der Administration dauert der Wechsel des Personals fort; der Kiaya⸗Bei, Minister des Innern, wurde vor eini⸗ gen Tagen seiner Stelle entsetzt, dagegen ist Tahir Pasch . den man in Ungnade, ja enthauptet wissen wollte, in ger Aktivitaͤt, und nach Mitylene abgegangen 80 dafelbt das Commando uͤber die tuͤrkische Eskadre an müameselbst die nach Scio bestimmt ist. De adre zu uͤbernehmen, durch einig 89 8 *† 5b’,g erstü 1 ge end Mann Landtruppen e „Wie man aus Smyrna vom 16. Jan. erfaͤhrt, *dortige Pascha nach Tschesme abgegangen, um das * iffung der Tru alten.

] .“

1

X