1828 / 59 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Jemand ausgexechnet, daß, wenn in Ermangelung der Buch⸗ druckerei dieses Blatt geschrieben werden müßte, taͤglich 48,900 Menschen erforderlich sein wuͤrden um die 8000 Exremplare, wesche die Times absetzt, zu schreiben, und man hat hierbet angenommen, daß sechs Menschen hinreichen wuͤrden um in einem Tage ein Blatt abzuschreiben, was wahrlich ein tüͤchtiges Pensum ist. Wozu hiernach 48,000 Menschen ohne die Buchdruckerkunst erforderlich waͤren, dazu reichen jetzt ungefähr 24 Menschen (meistens Setzer) hin. ine vor kurzem verstorbene alte Jungfer hat unter andern folgende letztwillige Verfuͤgungen errichtet. Ich hin⸗ terlasse meinem lieben, ergoͤtzlichen Jacko (üihrem Affen) eine jährliche Leibrente von 10 Pf. St. welche zu seinem Un⸗ techalt verwendert werden sollen; Item Shock und Tib (dem SSesennde nd der Katze) jedem 5 Pf. jährlich fuͤr iren Unterhalt auf Lebzeiten; sollte es sich ereignen, daß Shhock vor Tib oder Tib vor Shock stuͤrbe, so soll der Ue⸗ berlebende das Ganze erhalten. Nach erfolgtem Ableben der ohbenannten Legatarien sollen diese Legate meiner Nichte Mary G... und ihren Kindern zufallen. Niederlande. 1b In dem Journal de la Belgique . man aus Bruͤssel vom 2. in Betreff des mit Rom abgeschlossenen Concordats Nachstehendes: „Seit einigen Tagen druͤcken gewisse Jour⸗ nale Besorgniß und Mißtrauen in Betreff der Einfuͤhrung des Concordats, welche man naͤchstens erwartet, aus. Wir hoffen jedoch, daß die Vollziehung desselben keine unguͤnstt⸗ ern Resultate, als diejenigen waren, welche der Abschluß eervorbrachte, zur Folge haben wird. Dieser hat zu einer it, wo man ihn entfernter, als je, waͤhnte, durch sein Er⸗ einen Eintracht und gutes Vernehmen hergestellt und da⸗ durch zur lebhaftesten Freude, zum innigsten Dank aufgefor⸗ dert. Freilich besteht das Geheimnißvolle, was die fruͤhesten Unterhandlungen uͤber diesen Gegenstand begleitete, und so manche Vorherverkuͤndigungen in ihrer Bloͤße zeigte, noch jetzt. Ein Schreiben aus dem Haag vom 28sten v M. welches der Katholik aufgenommen hat, druͤckt sich uͤber diese Angelegenheit also aus: des zum heutigen Tage ist in Be⸗ zug auf den Inhalt der Depeschen, welche der zuletzt von Rom eintreffende Courier gebracht hat, nichts bekannt ge⸗ worden. Am letztvergangenen Sonntage bemerkte man jedoch das Angesicht Seiner Majestäͤt von ungewoͤhnlicher Freude erheitert, und dies erregt in uns die Hoffnung, daß die bal⸗ dige Vollziehung des Concordats durch kein welteres Hin⸗ derniß mehr gehemmt sein werde. Auch zu Flessingen und zu Middelburg in Zeland ist as ——— verspuͤrt worden; Personen, welche in ihren Betten lagen, nahmen ein Ruͤkteln wahr; Spiegel sah man sich 2‿ hoͤrte *9 klirren. en zu Antwerpen sind i . nur wenige Schiffe angerörnten, 82 * 2 —— 1 aus Isle de France, 5 aus Batavig, 2 aus Süd A g2 uns Nord⸗ Ameri . 729* „Amerika, 1 2 d’ Amerika, 1 aus St. Domingo, 2 . Mecalläͤndischen Meere, 1 aus Portugal, 8 us den gdem zösischen am Atlantischen Meere gelegenen aͤfe aaes Englischen und zwei aus Baltischen afen, 12 eus

Polen. . . S.nenc⸗ Blaͤrter enthalten folgendes Schreiben v g⸗ 1 88 Graͤnze, vom 23. Febr. Sei es in Ruͤcker⸗ en egehegsüchedr ge fruͤhern Geschichts epochen gegen den ge⸗ oder um ihr Feind der Christenheit erfochtenen Ruhm oder em verehrten Souveraͤn ihre Hingeb e

weisen, genug die Hingebung zu be⸗

b Bevoͤlker 9△ legt bet den gegenwaͤrtigen Rüstncgenen Koͤnlgreichs Polen

* Ruͤ n einen E

8. —2 .8 8 sa whenelghes Geee⸗e Mehrere kriegserfahrne Milit von

Rang und ermoöͤgen, die seit 1814 oder 88 vm

6 Dienste zuruͤckgezogen 8. 88% ahbarken, haben sich, wie man vernimmt,

8 Besoldung dem Fel ne Fold Feldzuge beizuwoh⸗ b. enerng dag 08 a aoe. Sosen ücresaase n vstet polnischen A ich eine große Anzahl von Officieren der Auslande leht rmee, die seit einer Reihe von Jahren im neuerdings zu Warschau eingefunden, in der Absicht, zu nehmen. esdlenste unter den vaterlaͤndischen Fahnen —* lUnaigennag Der selbe Eifer und derselbe Geist persönlicher Kifer ungen za abmacht sich bei den benöthigten Natural⸗ nigreichs in üeerystegung der an den Grenzen des Kö⸗ Truppen bemerklich gedvängten Quartieren kantonnirenden man erfäͤhrt, einige sesen Lieferungen haben sich, wie und dabei so niedrege 1 Güterbesitzer selbst unterzogen, niären Gewinn zu deneenegemacht, daß an keinen peku⸗ ernsthaften Krieg kommen, wor darf, so wird es, nach dem ·

4* ½

Kurz, sollte es zu einem woren man kaum mehr zwelfeln s jetzt unter unsern Augen vor⸗

1“

unmoͤglich sein, zwischen Polen und Rus⸗ sen irgend einen Unterschied hinsichtlich der Beweise ihrer Ergebenheit gegen den erhabenen Herrscher zu machen, un⸗ ter dessen vaͤterlichem Scepter sich beide Nationen neue An⸗ spruͤche auf Ruhm, gee und Gluͤck zu erwerben hoffen.

est errei ch.

Wien, 3. Mäarz. Der Beobachter ent⸗ aäͤlt im heutigen Blatte Folgendes: Die oͤffentlichen Blätter bücen einen von der Ottomannischen Pforte, an die Ayans (Districts⸗Vorsteher) verschiedener e bei ihrer Ab⸗ reise aus der Hauptstadt erlassenen Ferman dem Europaͤischen Publicum in der Gestalt einer foͤrmlichen Staatsschrift mit⸗ getheilt. Der Moniteur hat eine ongebliche zlebersetzung desselben sogar unter der auffallenden Rubrik: Manifest der Ottomannischen Pforte, abdrucken lassen, und, was noch mehr ist, mit Bemerkungen begleitet, die ihm den Character cines Kriegs⸗Manifestes beizulegen scheinen. über ei

Wir glauben zur Berichtigung des Urtheils uͤber eine Rhapsodie, welche, so wie sie in Europa circulirt, nicht ein⸗ mal den Namen eines Iee. —2 bi⸗ lomatlschen verdient, Folgendes bemerken z z - 8 Le 7v der Tuͤrkei selbst, weder noch (wie fälschlich vorgegeben wird) in den Moscheen ver lesen, sondern in einzelnen Abschriften und zwar mit bedeu⸗ tenden Varianten, den einzelnen Ayans zugestellt worden⸗ Aus diesem Umstande allein erklärt sich schon, daß, und warum von den ins Europäische Publicum ausgestreuten Versionen nicht zwei mit einander uͤbereinstimmen. 8

2. Die Pforte hat keine dieser Versionen als authentisch anerkannt; vielmehr hat der Reis⸗Effendi eine Menge ein⸗ zelner Stellen, die ihm gespraͤchsweise citirt wurden, 8 untergeschoben oder verfälscht erklaͤrt. Mithin sind alle In⸗ ductionen und Schluͤsse, die Europaͤische Commentarien⸗ Schreiber aus dergleichen Stellen abzuleiten versuchten, theils unzulässig, theils aͤußerst gewagt.

3. Weit entfernt, den Ferman als ein Manifest zu be⸗ trachten, haben die Tuͤrkischen Minister gegen eine solche Aus⸗ legung desselben seierlich protestirt. Nach der daruͤber ver⸗ Ihreehe fremden Gesandschaften abgegebenen Erklärung war der Zweck ihrer Regierung kein anderer, als auf den Fal eines unausweichlichen Vertheidigungs⸗Krieges, da zu ei-e nem Angriffs⸗Kriege die Pforte nie schreiten wuͤrde, die Einwohner der entfernten Provinzen mit der Moöͤglichkeit allgemeiner Vertheidigungs-Maaßregeln bekannt zu machen⸗ und der Reis⸗Effendi hat sogar uͤber die unbefugte Verbrei⸗ tung im Auslande einer lediglich auf die innere Verhältnisse zwischen der Reglerung und ihren Unterthanen berechneten, ihrer Natur nach geheimen, und durchaus nicht diplomati⸗ schen Instruction, nachdruͤckliche Beschwerde geführt.

g. ürkei. Ein Schreiben aus Konstantinopel vom 4ten Februac (in der Allgem. Zeitung) meldet: Seit mehreren Jahren E hatten die Vereinigten eee elechen Freistaaten versucht, mit der 2 Handelstractate abzuschließen, und sich ge-e⸗ genseitige Vorthelle zuzusichern. Die Englische Reglerung muß jedoch ihr Mißverguügen daruͤber geäͤußert haben, und die engen Freundschaftsverhaͤltnisse, die damals zwischen Eng. land und der Pforte statt fanden, veranlasten letztere, de Antraͤge zurückzuweisen. Jezt, wo eine Spannung zwischen der Pforte und Großbritanien eingetreten ist, 812be⸗ jene vermuthlich die fruͤher beobachteten Ruͤcksichten bei Seite seitzxz; zen zu koͤnnen, und hielt es ihrem Interesse angemessen, mit einer großen Seemacht ein Bündniß zu schließen. Dem 2 anwesenden Nordamerikanischen Agenten Richards sol- en in dieser Beziehung von dem Reis⸗Effendi 223 .

geht, zu schließen,

gemacht worden seyn, die jedoch eine Erweiterung seiner In-. structionen und Vollmachten verlangten, um uͤber deren In⸗ halt unterhandeln zu koͤnnen, welcher darauf hinaus geht, baß die Pforte den Amerikanischen Freistaaten die gr ßten Handelsbegünstigungen einrumen wolle, wenn. sie in dem möglichen Falle eines Krieges gegen die Europäͤlschen Muͤchte ihr thäͤtige Hulfe leisten, oder wenigstens sie mit Kriegsschif⸗

fen versehen wollten, wofuͤr die Pforte Subsidien zu ahies, b verspricht. Wenn 8

leich diese Autraͤge dem Fer. Richards im ersten Augenblicke nicht wohl annehmbar schienen, 88 er es doch fuͤr seine Pflicht gehalten, davon Gebrauch 4 machen, um für das ihm aufgetragene Geschäft, die Bewie kung 12- Se seine Nation, sich ci⸗ nen Weg zu bahnen. oll sein b. veeeelhen Consul Herr Bra er Regierung und dem

. Bradesch davon Kenntniß geben haben. Alle Armenischen Geistlich . ö111“

sche Reich zu verlassen; sie muͤssen bis 14 Febr. iörs 1G Ge sbüchen 2— meir.,

Wohnoͤrter geraͤumt m. Diese