1828 / 62 p. 6 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

ohne Schwierigkeit die Durchreise durch Akabah verstattet. Diese Durchreise, oder vielmehr das Uebersteigen der Bera⸗ deähen, dauerte ungefähr Eine Stunde. Der ECulminations⸗ punkt mochte 900 Hohe haben. Von da herab bemerkte fen, der ihm das alte Panormus zu

Hr. Pacho einen .

sein schien. Seine weitere Reise

Daphne, das von einem kriegerischen Stamme bewohnt ward.

8 Bel seiner Annaͤherung gab man sich g nseitig Friedens⸗

eichen. Hr. Pacho begab sich zu den Sheiks, welche seine

f Sregnstei geradezu Verwegenheit nannten, ihm aber doch 8

die Erlaubniß zur Durchreise nicht verweigerten. „Verfolge deinen Lauf,“ sprach der Aelteste von diesen Shelks zu ihm, und Gott schͤtze Dich, wenn naͤmlich,“ unterbrach er sich schnell, „Gott einen Christen schuͤtzen kann;“ und Herr Poacho begnuͤgte sich, seinen Weg fortzusetzen, ohne auf das

Compliment etwas zu erwidern. Die Grundflaͤche des Thals fand er von vielen kleinen, aber verfallenen, Canaͤlen durch⸗ 8 enacsn⸗ welche deshalb auch fuͤr die verwuͤstete Umgegend nicht mehr wohlthaäͤtig und befruchtend werden koͤnnen. Mehr nach Westen liegt Tubruk, welches der Flecken ggewesen zu sein scheint, und weiterhin Klekah, wo die Rui⸗ nen von vier aus Ziegelsteinen gebauten Thuͤrmen auf das neben diesem Orte sind Katakom⸗

lalte Tetrapyrgia deuten; ben, den Aegyptischen äͤhnlich; sie sind im Verge Bombas . „Eine wilde Ge⸗

aanngebracht, von weschem Synesius sagt: „E gend, welche durch Natur und Kunst befestigt ist, und welche einige den Hypogaen der Aegypter verglichen haben. Lange Zeit haben die weiten Hoͤhlen, welche das Gebirge umschließt, dem heiligen Johannes schuͤtzende Zuflucht gewährt.“ In

8 tfernung liegt der Hafen Batrachus, benannt

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weiterer 1 von der Menge Froͤsche, welche in den Suͤmpfen, die ihn uumgränzen, wohnen; endlich nicht weit von dieser Kuͤste eine 8 Insel, das alte Aeëdonia, und Platea, welches . dot und Scylax so genau beschrieben haben, daß Pacho dlurch Vergleichung der ehemaligen Lage mit der gegenwaͤr⸗ igen die Beschreibung in ihrer ga Genauigkeit zu bestaͤ⸗ igen Veranlassung fand. Das Thal Tammineh dewaͤssert imn reißender Fiuß, den man fuͤr den Paliurus des Ptole⸗ maͤus haͤlt, und dies Thal selbst ist das alte Apiris, wo Griechische Colonieen so lange hauseten. So weit geht

die Erzaͤhlung des Hru. Pacho. Die Laͤnder, welche er be⸗ 2 schreibt, h fuͤr uns den ganzen Reiz der Neuheit, 2 weder ein Reisender der gegenwaͤrtigen Zeit sie ganz gesehen, noch mit so sorgfoͤltiger Vorberehtung ihre Be⸗ schreibu unternommen hat. Die Erzaͤhlungsweise des Herrn ist in so hohem Grade einfach, daß man eben diese achheit fast eine beabsichtigte nennen moͤchte;

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aber vermoge der Gelehrsamkeit, die in dem Werke nleder⸗ gelegt ist, und der mannigfaltigen Bemerkungen, die es ent, haͤlt, wird es allen Classen von Lesern Genuͤge leisten. Eine gandere Zlerde desselben ½ 2— bald die Be⸗ schreibung eines schoͤnen Denkmals der Kunst aus alter Zeit, khäald eine seltene Pflanze, bald das Grab eines Arabers, bald die farbenreiche iderung der rauschenden Festlichkei⸗ ten jener nomadischen Wüstenbewohner. Gern vergißt der Reisende seine Besorgnisse, seine Beschwerden und Gefah⸗ ren, um uns über den alten oder neuen Zustand Marmari⸗ ecazs zu belehren. Und um den Leser ganz in die Kenntniß jener Gegenden zu versetzen, er ihm erst einen histori⸗ schen Abriß, der von den ält Zeiten an bis auf die Ero⸗ 2 berung Solimans des zweiten im sechszehnten Jahrhunderte die wechselnden Schicksale jener Gegenden erläutert. Auf spoolche Weise wird gewiß das classische Werk eines Mannes, der immer mit sieht, und was er gesehen heat, treu und mit und regem inneren Anthell darstellt, nicht bloß zur Erweiterung der Wissenschaft beitr. son⸗ dern auch den Namen und das Verdienst des Verfassers selbst verewigen.

In Bruͤssel ist vor kurzer Zeit ein Werk uͤber Ackerbau ecrschienen, welches nach dem Urtheil der Gazette des Pays⸗ Das von vieler Gruͤndlichkeit und von eigends gemachten Erfahrungen zeugt. Herr Delviere, der Verfasser desselben, säagt unter andern: Deder, der die Absicht hat, einen Anban ddes Bodens zu versüchen, muß von einer gesunden Theorie

,— und gegen die rein systematischen Verfasser und

rheber riesenhafter Pläne und Hoffnungen, welche sich gewoͤhnlich erlauben, b 2 38 Vasa 2 n, weitlaͤuftige Lehren ohne vorher gemachte

giebt es zu geben, mißtrauisch sein. Unzählige Be⸗

welche, durch dergleichen unbegründete Vor⸗

füͤhrte ihn in das Thal

Ackerbau wenden, ohne je eine Frucht dieser Aufopferung zu ernten.

Der Versasser stellt den Ackerbau, wie er in Flandern betrieben wird, als besonders musterhaft und vollendet dar. In der neuen Ordnung der Dinge, spricht er, welche auf den Fall des Feudalsystems eintrat, war Flandern, welches sich unter seinen alten Grafen großer Freiheit und bedeu⸗ tender Communal⸗ Berechtigungen erfreute, auch diejenige ö sich fruͤher, als alle uͤbrigen, hob; und i⸗ zu diesem Augenblicke haben sowohl seine reiche Bevölkerung, als der ausgedehnte Handel, den es treibt, ihm seinen Vor⸗ zug gesichert. Der Ackerbau wird in dieser Provinz besser und in groͤßerer Mannigfaltigkeit, als in irgend einer Gegend, betrieben, und er ist es, dem Flandern seinen Flor verdankt.

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Konigliche Schauspiele. Mittwoch, 12. März. Im Schauspielhause; Der Kam⸗ merdiener, in 4 Abtheilungen, von Leitershofen. Hier⸗ auf: Das Landhaus an der Heerstraße, Posse in 1 Aufzug, von Kotzebue. (Neu einstudirt.) Donnerstag, 13. Maͤr 8 Schauspielhause. Auf Be⸗ gehren: Die Muͤndel, Shen piel in 5 Abtheil., von A. W.

. 1 8. .

Iffland. 28 9Der Uwbmnnher BSraee. 8 33 Den 11. Marz 1828. Amtl. Fonds. und Geld-Cours-Zettel. (Preuss. Caur.) AAodhb. Ammgsmns Hü.-Schuld-Sch. 4 8 87 [Pomm. Pfandbr.] 4 1102 ½¾ 102 Pr. Engl. Anl. 18 5 1 100 sjKkur- u. Neum. do.] 4 103 ½ 103 ¾ Pr. Eutl. Anl. 22 5 100 ½ 100 [Schlesische do. 4 [104 ½ 104 B0. Ob. inecl. Litt. H 2 98 pomm. Dom. do. 5 10 Kurm. Ob. m. l. C. 4 86 ½ 86 Mmt. 4o. do.] 5 [104⁄ 104% Neum. Int. Sch.do. 4 86. 86 [Ocpr. do. do. 5. [103 DBerlin. Stadi-Ob.] 5 1 sha C. d. Kmk. 46 Königsbg. do. 4 —-— [40. do-d. Nmk. 46 ½ / Elbinger do. 5 Zins Sch. d. Kmk 48 47 Danz. do. in Th. Z1 29 diio d. Nnk-—] 48 47 ¾ Weasppr. Pfdb. A] 4 93 ½ Grofahz. Pos. 4 % 4 97 rriedrichad'or. †— 13 ¾ Oupr. Pfandbrf.] 4 1 93¾ saaens ö—— mwechsel- unkk Geld- Cournz-. Preuss. Cour. (Berlin, den 11. Mirz.) m Amsterdam. 188805 8 „1 250 Fl. [Kurz 143 ½ dg, . ... v vH 142 ¾ 142 eee11..—“*“ 300 Ml. [Kurz 152% 2 390 Mk. [2 Mr. 151 London „. 2„ aen 3 Mr. 6. 8 Peris .....ö 300 Fr. 2 Mr. 81½ %,— Wien in 20 Nr. . .. . . .. 150 Pr [2 Me. 103¾ 103½ Augsburg . . . . . . . .. 5.u 150 . [2 M. si0½ Dman U, S.. . 100 Thl. 2 Me. 99 ½ LAüprig znn .. 100 Thl. Un0. 1038 Frankfurt a. M. WZz.. . 150 Fl. [2 Me. 103 Petersburg. SIEe— 100 Rbl [3 Wch. 29 ½ vvTee 100 HMl I3 Wa——

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Auswartige Börsen. Qemerr. Mevallz eez... P.g l.ObNIg- err. ] zg. Acuni 20 - 8 Gonen 352. Huas. 2ö... 884.— HNuns. Anleihe Hamb. Cer- lißc. 81 3. Preuas. Engl. Anleibe 1071.

0 8 Pe 2. 2— esterr. Metall Geld. Acts 221. ObHg. 116 1M. ¹** 2

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Partal-

B 1. 882. London, 1. Mürz.

Wien, 5. Marz. talliq. . Bank-Acdien 1025 ¼.

estrigen Blatte der Staats⸗Zeitung, zweite Seite,

ften getaͤuscht, einen Theil ihres Vermögens auf den

3. 25. v. o. statt „unscheinbar” 1. „nurt

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