1828 / 65 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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EE““ 8 daß er Geld bekommen wuͤrde, gehalten, weil Uies von jeher gebraͤuchlich gewesen sei. In der Situng ecm wurde diese Untersuchung fortgesetzt. Ein gewisser W. Grant von Retford, behauptete, er habe niemals Wahlgeld bekommen; er habe im Interesse des Herzog von Neweastle gestimmt; fei ein Herr Mason gewesen; es waͤre wohl moͤglich daß er Geld von ihm bekommen habe; er wisse nicht ob 20 oder 40 Guineen. Mehr war aus diesen Zeugen nicht herauszu⸗ bekommen, und mehrere Mitglieder stimmten dafuͤr ihn eben⸗ Us nach Newgate wandern zu lassen. Herr Peel erklaͤrte aber dagegen, weil der Zeuge ein Ungebildeter Mann und offenbar eingeschüͤchtert worden sei. Man ließ die Sache dennoch auf sich beruhen, und das wurde fort⸗ gesetzt. Auf die an den naäͤchsten Zeugen Edward Brown, dem Stadtsecretair von Bedfort, gerichtete erste Frage, ob er jemals Wahlgeld empfangen habe, antwortete er: er be⸗ rufe sich auf den Vorsitzenden, ob er verpflichtet sel, auf diese Frage zu antworten. Der Zeuge wurde hierauf ent⸗ fernt, worauf der General⸗Anwald bemerkte, daß er allerdings nicht verbunden sei auf eine Frage welche dahin ziele, ihn eines Verbrechens verdaͤchtig zu machen, zu ant⸗ worten *). Sir Robert Wilson bestritt diesen Grund⸗ satz und sagte, daß wenn er anerkannt wuͤrde das Haus den Zeugen, der gestern nach Newgate geschickt worden sei, deshaͤlb demnächst um Verzeihung bitten musse. H. Little⸗ ton stimmte diesem bei; indem, wenn die Zeugen zu antworten sich weigern duͤrften, es besser sei die ganze Un⸗ tersuchung aufzugeben. Uebrigens wundere er sich, daß der err General⸗Anwald in Betreff der pvarlamentarischen Ge⸗ etze so unwissend sei, Chört, hoͤrt!) seine Unwissenheit sei indessen, im Vergleich mit der Verachtung, welche in Anse⸗ hung der Vorreche⸗ des Hauses in seinen Grundsaͤttzen liege, eine Kleinigkeit. Der General⸗Anwald glaubte sich ge⸗ gen diesen unbegruͤndeten, groben und unzeitigen Angriff vertheidigen zu duͤrfen; wiewohl er solche grobe Sprache nicht erwidern werde; er muͤsse aber gegen solche baͤuerische Grobheit protestiren (hoͤrt, hört!); er begreife nicht wie das was er gesagt habe, das ehrenwerthe Mitglied habe veran⸗ lassen können, solche zornige Worte gegen ihn auszuspeien Chört! und Gelaͤchter). Er müuüsse wiederholen, daß der Zeuge zur Beantwortung einer ihn verdaͤchtig machenden Frage, nicht verbunden sei; es waͤre denn, daß man ihm den Schutz des Hauses verspraͤche. Herr Wynn bemerkte, daß zwischen dem Unterhause und einem Gerichtshofe ein wesentlicher Un⸗ eerschled sei. Was ein Zeuge vor Gericht aussage, koͤnne später als Beweismittel gegen ihn gebraucht werden; wa rend Au z, waͤh⸗ 2 ssagen vor dem Hause nuür mit dessen Erlaubniß spaͤterhin als Beweismittel gebraucht werden koͤnnten. Nach Zwischenreden erhob sich der Sprecher, um die Be⸗ hauptung des Herrn Wynn zu bestaͤtigen. Kein Mitglied d 1* 27 er, ohne dessen ausdruͤckliche Erlaubniß über die Verhandlungen vor Gericht Auskunft geben (hoͤrt, höͤrt!)

8 und Niemand als ein Mitgli⸗ sene ren was hier 8. Ssu⸗ 8seh⸗ce v g⸗egehe

folglich kann Niemand als ein M - Mitkglied ; 2 n 6—— zeugen.**) Der letzte Zeuge wurde hier⸗ 8 . das 2 und nachdem er benachrichtigt gen zu befuͤrchten dese enaan segen re C abe, i jen gesagt worden sei, es wuͤrde alles K

ben und daß er auch wirkli empfangen habe. Mehrere den Wahlen Geld

4 Zeugen se 8 e⸗ eine Bittschtift des nach mbö

sprechen,

Newgate geschi hsene. veoi Kahn wieder frei zu cenen Aeer im nicht zum Nachth gewußt habe, daß seine Aussagen

heil gereichen koͤnnten nes 1 . 88 Form wurde dem Antrage ne fac glech inn 2₰ eidung auf den folgenden Tag weabes sein wied efangene vermuthlich frei gelassen

jen der I“

Verhandlungen, die Auswanderungen und

Niemand veralisch cc g. Daher auch vor Gericht d darf. Es muß vom Kla Beweismittel dargethan

befragt, ob er schuldi

Rechtfertigung Etwa 8) enbt namlich fübren ha

cht gilt naͤmlich der Grundsatz, daß gegen sich selbst Zeugniß abzulegen. er Inculpat nicht ausgefragt werden ö Fen en oder 2

er Angeklagte wird blo 88* Kehuldig sei, 599 e8 r zu se c.

des Unterhauses zugela Hublieum zu den Verhandlungen 1c Besenn. Hienasdezseh n . Neh. , ., Ler gan.

bezieht si

eAeußerung des Sprechers.

den Vertrag von Limerick betreffend, behalten wir uns die

der Agent desselben

weitern Mittheilungen vor.) 2 London, 6. März. Seit einigen Tagen sind verschie⸗ dene Geruͤchte in Beziehung auf die Angelegenheiten im Orient in Umlauf gewesen, deren eins unglaubwuͤrdiger ist, wie das andere. So hieß es z. B., daß Lord Strangford oder Herr Stratford⸗Canning im Begriff wären, sich nach Konstantinopel zu begeben. Da indessen die drei Botschaf⸗ ter jene Haupt fadt wegen des Benehmens der Pforte ver⸗ lassen haben, so ist es, wie der Courier bemerkt, augenschein⸗ lich, daß sie nicht eher dahin zuruͤckkehren koͤnnen, als bis die rsachen, welche ihre Abreise veranlaßt haben, gehoben sein werden. Auch ist es kaum noͤthig, zu bemerken, daß kei⸗ ner der Verbuͤndeten seinen Gesandten einzeln dahin schicken cair Iefamm ie antin 1 Gemahl, dein Marqulis von Loulé, elangt. b vürgesgern hat der Recorder von dondoen Sr. Peajehsh in Ihrem Geheimenrath den Bericht über die ben Je. 1 nisse von Newgare befindlichen zum Tode verurt 2** b brecher (nahe an 60) vorgelegt. Se. Majestäͤt ha hese⸗ sämmtlich, mit Ausnahme von 5, die Todesstrafe er 8 davon sind zwei wegen eers und drei wegen D aahl mit Einbruch verurtheilt. 2 88 68 Am Sonntag hatten der Preußische Gesandte Baron von Buͤlow und der Brastlische Gesandte, Viscount Ita⸗ bayana Zusammenkuüͤnfte mit dem Grafen Dudley im aus⸗ wärtigen Amt. Der Finanz⸗Ausschuß setzt seine Arbeiten fort; man bosf⸗ daß er große Ersparnisse, hauptsaͤchlich durch Aufhe⸗ ung unnützer Departements, bewirken wird. Es heißt na⸗ mentlich, daß

Donna Anna von Portugal ist mit ihrem am Donnerstag hier

das Marine⸗Provlant⸗Amt abgeschafft werden wird, was auch sehr zweckmaͤßig scheint, denn wenn dvWeoe;. Armee ohne ein solches Amt fertig wird, so kann es die Marine gewiß auch 2

Nachdem sich das Publicum von der ersten Bestuüͤrzung wegen des furchtbaren Ungluücks, welches dieser Tage hier statt 5 erhohlt hatte, faͤngt man an, genauer nach den Ürsachen zu fragen, die dasselbe herbeigeführt haben. Der Architect des eingestürzten Braunschweig⸗Theaters, Herr Stedman⸗Whitwell hat sich 8899 erboten, alle moöͤgliche Aus⸗ kunft zu geben, um das Publicum und die Behörden in den Stand zu setzen, zu pruͤfen: ob er hierbei schuldig oder unschul⸗ 28 dig sel? Er hatte sich sogar bereit erklaͤrt, bei der Todtenschau der Opfer dieses Unfalls gegenwaͤrtig zu sein, und sich von dem Co⸗ roner verhoͤren zu lassen. Seine Freunde und der Coroner selbst, en ihn indessen davon ab, weil das Volk gegen die

hellnehmer an dem Bau, namentlich gegen den Architecten, zu aufgebracht sei, als daß seine eigene Sicherheit nicht daa“ bei gefährdet werden könnte. Er hat aber eine Art von Rechtfertigungs⸗Schreiben in den Courier einruͤcken lassen, worin er behauptet: daß die Mauern von gehoͤriger Staͤrke, und zu ihrem Zwecke vollkommen gewesen sind; daß das Dach nicht von gegossenem, sondern von geschmie⸗ detem Eisen und leichter als sedes hölzerne gewesen sei; daß aber die Eigenthuͤmer des Theaters wider seine ausdruͤcklichen Willen und wider die Bestimmung des Con⸗ tracts, Maschinerie, und Decorations⸗„Stuͤcke, welche nahe an 80 Tonnen L 180,000 Pfd.) schwer gewesen woͤren, an das Dach gehaͤngt haͤtten, und daß hiergegen ausdrüͤcklich, wiewohl erfolglos, protestirt worden sei; endlich, daß A. Stunden vor dem Unfalle die Eigen⸗ thuͤmer benachrichtigt worden seien, daß das Dach sich senke, daß aber ihm (dem Architecten) davon keine Kennt⸗ niß gegeben worden sei, und er es erst spaäter erfahren habe. Es haben sich mittlerweile mehrere Vereine zur Unterstuͤtzung der Verungluͤckten und ihrer Familien gebildet. Bei der in der City⸗Tavern deshalb gestern stattgehabten Versammlung wurden zahlreiche Beiträge gezei ; an der Spitze der Subseriptions⸗Liste stand der Herzog von Devon⸗ shire mit 100, der Lord⸗Mayvor und dessen Gemahlin mit 21, Hr. Rothschild mit 25, Mad. Rothschild mit 25 Pfd. Sterl. u. s. w.

In Manchester hat sich vor einigen Tagen, als ein neu erbaules Schiff vom Stapel gelassen wurde, ein furchtbares Freizai zugetragen. Das Fahrzeug glitt leicht und gut vom Gerüst ins Wasser; die Bewegung war aber so stark, daß es den Fluß (Irwell) mit der großten Schnelligkeit in der Queere durchschnitt, am entgegengesetzten Ufer auf den Grund stieß und sogleich umschlug. Es war in diesem A ich

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mit nahe an 200 Menschen uͤberfuͤllt, 2 8 der Feierlichkeit dort 8,52888. saͤmmt⸗ ch in die Fluthen gestuürzt wurden. Ein Schrei des Ent⸗

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