1828 / 76 p. 5 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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Staats⸗Zeitung Nr. 76.

er schon fruͤher aus Rom, wo er selbst wohnhaft ist, meh⸗ 2,2 fe 8* g ne Buͤsten, so wie verschiedene Bruchstucke grlechischer Bildhauerkunst überbrachte. Und da er seine Wuͤnsche, alles von ihm Gesammelte an Bruͤsseler Kunstfreunde zu verkaufen, mit gutem Erfolge belohnt sah, so ward er durch diesen angeregt, mit noch bedeutendern Samm⸗ jungen wieder zu kommen. Deshalb brachte er denn auch bei seiner zweiten Ankunft nicht mehr bloße Bruchstuͤcke und Werke geringerer Art, sondern einen wirklichen Schatz aus alter Zeit, eine der schoͤnsten Productionen der alten Bildhauer⸗ kunst, eine Statue des Antinous von mehr als Lebensgroͤße, welche in der Villa Hadrian's, die zu Tibur stand, kürzlich gefunden worden war. Diese Statue erinnert an den be⸗ ruͤhmten Torso, nach der Meinung der Kenner in den Zeiten des entstanden ist. ber wer des da⸗ maligen artistischen Strehens Kundige kann daran zweifeln, daß auch zu den Zeiten Hadrlan's sowohl in Griechenland, als in Rom und dem übrigen Italien noch Kuͤnstler von großem Werthe vorhanden waren. Uebrigens ist die von Herrn Brengeri uͤberbrachte Statne mit Ausnahme ei⸗ nes Bruchs am rechten Schenkel, der aber kaum bemerkt wird, vollkommen wohl erhalten. Die anderen von Herrn Brengeri üͤberbrachten Kunstsachen sind: 1) Vier Szulen von gelbem Marmor, dessen Bruͤche jetzt nicht mehr aufzu⸗ finden sind. Vermoͤge dieses Marmors erhaäͤlt das 2 zu Rom, dessen Decoration aus Saͤulen von diesem Mar⸗ mar besteht, durch das von oben herabfallende Licht seinen unnachahmlichen und effectvollen Glanz. Der gelbe Mar⸗ mor wird noch jetzt in Itallen vorzuüglich geschaͤtzt und ge⸗ sucht. Die vier Saͤulen, von denen dles die Rede lst, sind übrigens mit ungemeiner Kunst und ,21 gearbeitet und polirt. Sie sind 10 Fuß und einige Zoll 1 und befanden sich vordem in der Galerie des Prinzen Glustianl zu Rom. 2) Vier Halb⸗ von Orientalischem Marmor. Sie sind aus Säulen, welche man in den Bäͤdern Diocletians gefunden geschnitten und 5 Fuß hoch. 3) Eine Blld⸗ säͤule der Diana, auf dem Appischen Wege nahe bei Rom gefunden. 9 Büsten Konstantin's, Besasen⸗, Caracalla's he vd st mehrere thells größere, theils kleinere Vasen,

ie sehr zahtreiche Zusammenkunft von Musikern wel

im vorigen Jahre zu Brüssel Statt 8 522 hung mehrerer musikalischer Vereine, die jebes Jahe a

b n und Leistungen bedeutender werden, Veranlassung

Unter diesen zeichnet sich die zu Vilvörde erst vor sehen

Zet gebildete phil sif ceire kurzer

4 I. phitharmonische Gesellschaft in vorzüͤglichem ——

Das Werk „uͤber die kuͤnftigen S s, wie wir in ei serer ê kurzer Zeit 1 219 fruͤheren Bläͤtter anzeig⸗ enchoͤlt folgende das Köͤnigreich der b lesenswerthe Stelle, die Gazette d. Ppe —27 - dem Manmscrire vocläͤufig den Lesern mittheilt: ,8⸗ 2 8 reich besteht aus zwei verschiedenen Tdeiles Verdienste gerechte Anspruͤche gruͤn⸗ Lande, das dem üben namlich, einem schon fruͤh civillsirten mittheilte und es in 8 die ersten Kunstferrigkeiten Ackerbaues unterricht issenschaft des Handels und des

lete, und 1 aus Holland, das d Ge ehrsamkeit, Waffenruhm und andel sich s dee⸗

u 2 zu, . Perben dar. Diesen eiden Voͤlkern kommt es nur politischen 2₰ zu vereinigen und durch Huͤlfe der zu verschmeldene en ihrer gierung in Eine Nation unwissenden un ens Verschiedenheit kann nur bei derniß einer Völkern als W— Einfunger rleuchteten Nation bleibt Religion an die Gewissen, dabie, Aufkloͤrung verweist die Urheber derselben versagt 8 gehort sie und selbst der Grenze. „Die Schwie gre ihr die Ueberschreitung dieser dieses Reichs in den Wketen, welche sich der Beherrschung Holitik unsers Beherrscher⸗ stellten, mußten die erhabene Ein Re in desto glänzenderm Lichte er⸗ ent, der gleich dem Roͤmlschen

Herrscher Mare Aurel still und mit L. - n jebe seine Völker leitet. 8 2 eh schon jetzt auf der ansehnlichen

Stelle, welche das Koͤnigreich der Niederlande in der Reihe der Staaten behauptet. Seine moralische Staͤrke ist nicht minder vermoͤgend, als die groͤßere materielle Macht ande;. rer Reiche, und im Mittelpunkte Europas steht es als wuͤre⸗ diges Muster fuͤr viele andere Staaten da.

Ein Niederländisches Journal: „La Recompensen ent- hält uͤber die Aerolithen nachstehende Angaben: Es ist moͤg⸗ lich, daß die Groͤße des vor kurzer Zeit in China gefallenen Aerolithen, dem man einen Umfang von 600 Fuß giebt, bei Weitem uͤbertrieben ist; doch ist der Fall selbst beglaubigt und jenes Land ist häͤufig Zeuge solcher Natur⸗Erscheinungen

ewesen. Auch stimmen die angestellten Berechnungen Chine⸗ schen Gelehrten dafuͤr, daß es das Jahr 89 vor Chr. Geb. gewesen sei, wo zwei Aerolithen sielen, die bei ihrem Nieder⸗ sinken ein Getoͤse verbreiteten, das 40 Stunden im Umkreise zu vernehmen war. Man findet in mehreren Werken Ver⸗ zeichnisse von Aerolithen, welche zu verschiedenen Zeiten und in verschiedenen Landern gefallen sind. Die Schwere dieser S. verschiedenen Steine geh zwischen 1 und 500 Pfund und ihre Anzahl belaͤuft sich auf 11000 bis 3000,. Die hauptsaͤchlichsten Meinungen der Gelehrten uͤber die Ent⸗ 8 stehung der Aerolithen sind üͤbrigens folgende: Einige H glauben, daß diese Korper vulkanischen Ursprungs be

und daß sie von feuerspeienden Vergen in eine sehr Iuöu] beutende Hoͤhe wurden, che sie wieder auf die Erde herab fielen. Veranlassung mochte zu dieser Meinung

besonders dies geben, daß die Steine unmittelbar nach ihrem alle immer warm gesunden wurden. Andere hahben die An⸗ icht gehegt, daß diese Steine, eben so gut, wie Schnee und Hagel, sich in der Luft erzeugen konnten, da auch in dieser 82 die Grundstoffe, aus denen sie selbst bestehen, verbreitet sind. Noch andere meinten, daß die Aerolithen wohl Bruchstuücke B vEnn. Sternes sein koͤnnten, welche, im uner⸗ * meßlichen Luftraume umherfliegend, endlich von der vie. angezogen wurden und sich auf dieselbe niederstürzten. End⸗ N* 8

lich hat einer der beruͤhmtesten Physiker der neuern Zeit, der Tod den Wissenschaften noch nicht laͤngst entriffen hat, err La Place, die allerdings seltsame Behauptung aufge⸗ sellt, daß diese Steine aus Mondvulkanen zu uns gekommen sein koͤnnten. Nähme man, spricht er, an, daß sie in jhrem Fluge eine vierundeinhalbmal geschwindere Bewegung, als eine Kanonen⸗Kugel, hatten, so bedurften sie, um auf der 3 Erde nleder zu fallen, nicht baß⸗ als zwei Tage. So halte man, schließt jene Zeitschrift, bis jetzt nur ausgemacht, daß die Steine fallen; woher aber: dies bescheide man sich, noch bis jetzt nicht zu wissen.

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roclamation: Woo, der ilitair⸗ und Civil⸗ Oberaufseher der Districkte Hwim, Chaon und Hea in der Provinz Canton, hat, in der Absicht, gemeine und lastere,. hafte Gewohnheiten abzuwenden, alle Straßen besichtigen lassen. Es ist hierbei entheckt worden, daß am 15ten des ersten Mondes in jedem Jahre die Soldaten und das Volk 2 sich in große Unkosten setzen, um in der Pracht der Illumi⸗ nationen, welche sechs oder sieben Abende hintereinander statt⸗ finden, zu wetteifern; hierbel gestatten sowohl Soldaten als Volk ihren Weibern und Töchtern, sich als Zuschauer unter die Maͤnner zu mischen. So hat es allsährlich stattgefunden. Nun ist es zwar im ganzen Reiche (wörtlich unter allen 7 eine stehende .ecche, am 15ten des ersten Mondes Lichter anzuzuünden und Illuminationen zu veranstall ten, aber in keinem andern Grte, als im Distrikt von Chaon, gestatten die Maͤnner ihren Weibern und Töch, tern auszugehn und sie zu besehn. Frauen muͤssen zu Hause in tiefer Zuruͤckgezogenheit leben, ihre Wirthschaft besorgen, und nscht um gerinfügiger Ursachen willen öf⸗ fentlich selbst an Markttagen erscheinen. Wie koͤnnen Frauen, blos des Vergnuͤgens Alluminationen zu beschauen halber, be Nachtzeit ausgehn, und sich unter aufen von Maͤnnern 8 stellen? Was einer Frau am theuersten sein muß, ist ihr Ruf. Nicht blos durch geheime Zusammenkuͤnfte unter den Maulbeerbaͤumen, nicht bioß dadurch, daß sie dem heranag— kletternden Llebhaber ihr Fenster oͤffnet, oder auf dem Strom