1828 / 85 p. 8 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Israels zusammenfällt, sie selbst aber a durch Stammverwandtschaft befreundetes Volk erscheinen, iinem sie, eben wie die Araber, Ismaeliten, Ammoniten ꝛc., vpon dem gemeinsamen Stammvater Arphachsad in Ur⸗Chas⸗ dim abgeleitet werden. Der fuͤnfte und letzte Abschnitt eaantwickelt die Geographie der Pharaonen⸗Zeit, die Einthei⸗ lung des Landes, die Synonymik der Koptischen, Hebraͤi⸗ scchen, Griechischen und heutigen Stadt⸗, Provinzen⸗ und Fluß⸗Namen, mit Hinzufuͤgung der interessantesten Nach⸗ cichten uͤber diejenigen Cendde, welche zu einer vorzuͤglichen

hiistorischen Bedeutung gelangt sind. 1 Durch stete Hinweisung auf die benutzten Schriftsteller

Punkt an der Quelle die gew e 2 rung zu schoͤpfen. Err Dem Vernehmen nach ist die naͤchste Fortsetzung des Werks, welche die Periode der Voͤlkerwanderung um⸗ 8 fassen soll, im raschen Vorschreiten begriffen, und werden wir darin also die Verknuͤpfung der Europäͤischen und Asia⸗ ½ ischen Geschichte, der alten und neuen Zeit, zu erwarten b haben, in besonderer Beziehung auf den Ursprung und die Verzwelgung der Germanischen und Slavischen Völker, die sich zum groͤßern Maaße in den Europaͤlschen Boden ggetheilt, und wiederum in den Länderbezirken, die wir geo⸗ ggraphisch Deutschland und Preußen zu nennen gewohnt sind, allmaͤhlig zu fester politischer Einheit verschmolzen haben. 95

nschte ausfuͤhrlichere Beleh⸗

Der erste Band des unlängst erwähnten Werkes „Plu⸗ ecarch der Niederlande, oder Leben der beruͤhmten Maͤnner —dieses Reichs“ enthält mit einer Abbildung Wilhelms I. die Lebensbeschreibungen von Wilhelm dem Ersten, Rupter, Rubens, Johann dem Zweiten, Grotius, Brauwer, de Wit, Vondel, Boerhave, Gretry, Swammerdam, Huygens, Eras⸗

mus und Carl dem Fuͤnften. Ueber Hugo Grotius außert dder Verfasser: Dieser Schriftsteller hatte Originalitaͤt des Geistes und druͤckte seine Gedanken stets mit Leichtigkeit und auf die gluͤcklichste Weise aus. So sagte er, als er einmal ein Ubersichtliches Bild von Holland entwerfen wollte: „Es ist einLand, wo die vier Jahreszeiten nur im Schattenriß erschei⸗ nen.“ Ein Hollaänder dem man diese Bemerkung mittheilte, erwiederte: das kann immerhin sein; doch ist eben dies Land das Vaterland des Hugo Grotius. In Ansehung Karls V. spricht sich der Verfasser dahin aus: Die Verhältnisse, in denen sich dieser Fuͤrst bei seiner Thronbestetgun befand, setzten ihn in die Alternative, entweder einen Theil seiner Staaten aaufzugeben, oder alle Huͤlfsquellen des Kriegs und der Poli⸗ eik in Anwendung zu bringen. Von der einen Seite setzte lihn die usurpirte Besitznahme Navarras den Angriffen Frank⸗ 8 eichs aus; von der andern befand er sich mit derselben acht wegen seiner Burgundischen Erbstaaten im Conflict. Bereiste er die Niederlande, so war die Ruhe Spamtens in Gefahr; und war er selbst in Spanien, so empoͤrten sich seine Flamändi⸗ schen Unterthanen. Als Besitzer von Neapel und Sizilien be⸗ durfte er der Zuneigung des Papstes, der fortwaͤhrend bei ihm auf Strenge gegen die Reformation drang, zu einer Zeit, wo der Kvrrieg mit den Tuͤrken ihm die Beihuͤlfe der protestantischen Fuͤr⸗ sten unentbehrlich machte. Um gegen Franz den Ersten das Uebergewicht zu erlangen, mußte er den Premier⸗Mini⸗ ster Heinrichs des Achten, Wolsey, zu gewinnen suchen, der, wäaͤhrend Karl die dreifache Krone seinem Lehrer Hadrian ugedacht hatte, diese fuͤr sich selbst zu erlangen strebte. Die⸗ ser Kampf der Wuͤnsche und Leidenschaften, welchen Karl nothwendiger Weise theils durch Gewandheit vermitteln, theils durch Gewalt unterdruͤcken mußte, machte sein politi⸗ sches Leben zu einem sortwährenden Auf⸗ und Niederwogen und zu einer ununterbrochenen Reihe von Unterhandlungen, Kriegen und Reisen. Endlich, nachdem es ihm gelungen war

28

V““ v

wird der Leser in den Stand fesegt⸗ uͤber jeden einzelnen 1.

8 84 4

1

gen, den aufstrebenden Geist seiner Spanier zu bändigen, seine Flamänder zu zähmen, Deutschland vor den Tür⸗ ken zu sichern, Tunis zu unterwerfen und sich der Refor⸗ mation zu widersetzen, ohne bei allen diesen Unternehmungen nach! einem sichern Plane gehandelt zu haben, uͤberließ er, erschöpft von so vielen Anstrengungen des Geistes und des Koͤrpers, seinem Sohne den Besitz seines ungeheuren Reichs, und vertauschte die Unruhe des Palastes mit der Stille des Klosters. Ein so vielfach bewegtes Dasein und eine so aus⸗ gedehnte Macht konnte nicht ohne den entscheidendsten Ein⸗ fluß auf das sechszehnte Jahrhundert bleiben. 85

X

üirh; 23 9

Konigliches Theater. Freitag, 4. April. Kein Schauspiel.

Koönigsstädtisches Theater. 11¹“] Freitag, 4. April. Kein Schaufpiel.

; 2 * ——

9„

& Berliner BIr 6H...

iane Den 3. April 1828. Amtl. Fonds- und Geld-Cours-Zettel. (Preufs. Cour.)

2f. BriefGet- [Zbrrneen.

§t.-Schuld-Sch.] 4 88911) 88 ½ [Pomm. Pfandbr.] 4 102¾ 1027 Pr. Engl. Anl. 18 5 101 ½ 10 1 ½ sKur- u. Neum. do. 4 [103 8 103 ¾ Pr. Engl. Anl. 22] 5 100 ½ 100 [Schlesische do. 4 [104 ¼¾ Bo. Ob. incl Litt. II 2 98 Pomm. Dom. do.] 5 105 ½. Kurm. Ob. m. 1. C. 4 86 DMäArk. do. do. 5 [105 Neum. Int. Sch.do. 4 86. [Ouapr. do. do. 5 3 Berlin. Stadt-Ob.] 5 1. Raückar. C. d. Kmb. 46 Königsbg. do. 4 (6 do. do. d. Nmk. 40¼ Elbinger do. 5 98 [Zins-Sch. d. Kmk. 47 ½ 47¼ De d0. 10 IR.z 291 ado 4. 421 b7 Weatpr. Pfdb. A. 4 93½

dic duo B. 4 90 ½ HohHl. vollw. Duch - 19 ¾ Grosshz. Pos. do. 4 96 11 Priedrichsd'or. 13 ¾ 1³¾ Oupr. Pfandbrf. 4 931 IDisconto . .

mechsel- und Gd-Coure Preuss. Coaee t. (Berlin, den 3. April.) - Geld aster SH.. 250 Fl. Kurz 143 8b 2 Me. 8 8 areeEgns 300 Mk. [Kurz 152 dito 8 .11n6. 300 Mk. [2 Mt. 8 151½ vE...ä“ 1 LSul. 3 Mre. 6.2 eihF.. 300 Fr. [2 Me. 81½81¼ Wien in 20 ANr.. . . 150 Fl. [2 Me. 103½ Ebööö. 150 FI. [2 2. 103†%y— Dreslan .. ... 100 Tbl. [2 . 99 Leiprig .... . 190,hi. C‧0. 103½ 1031. Frankfurt a. M. WZ. . 18, 2 he. 1 Petersburg. BAN . . .. 100 Rbl [3 Wch. 29272 by— Riga. BINNIJ.. . .. . 100 Rbl [3 Wch.

Auswärtige Börsen.

Hamburg, 1. April.

London, 2 Monst 13 Mark 7 ½8 Sb. Die Courze der Esfecten waren heute, in Folge der aus London gebommenen höhern Non rungen, besser wie vorige Post. Oeszterr. Metallig. 88 ¾. Paru⸗ 1 Ig. 116 ½. Bank-Actien 1015. RKaas. Metall. 81. Preufe Enel

. *

Igz6. B 1.,40n. Au., M heute in die Höhe und 88

Console gingen Huas. Anl. 4 Fre 86. Dreufe. Aul. von 1818. 98.

9 ½¾ - 60⅛.

Franz den Ersten aus Navarra und Mailand zu verdrän⸗

Gedruckt bei HDahn—

ö