1828 / 97 p. 5 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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xgnnartoeh, Tpâmata) errichtet. Art. 2. Die Capitalien dieser Bank bestehen aus den verschiedenen Summen, die ihre Theilnehmer (Actionaire) einlegen werden, um acht pCt. jäͤhrlicher Zinsen davon zu ziehen. Art. 3. Die Buͤr⸗ ger, die nicht anders an der Bank Theil haben koͤnnen, als daß sie ihre Produete anbieten, die im Auslande verkauft werden koͤnnen, werden diese Producte den Directoren der Bank uͤberliefern, und diese werden ihnen (den Aetionairs) Obligationen zu dem Betrage des Werths der Producte aus⸗ stellen. Art. 4. Die der Bank anvertrauten Summen wer⸗ den auf ein Jahr lang gegeben. Art. 5. Nach diesem Ter⸗ mine haben jene, die es wollen, das Recht, ihre Capitalien ganz oder zum Theil zuruͤckzunehmen. Nur muͤssen sie die⸗ ses ihr Verlangen den Bank,Directoren einen Monat vor⸗ her anzeigen. Art. 6. Nach Errichtung der Bank werden die Obligationen, welche die Bank⸗Directoren den⸗Actionairs aus⸗ stellen werden, ohne Abzug, angenommen beim Kaufe der Staats⸗ Einkuͤnfte, bei Uebernahme dem Verderhen ausgesetzter Na⸗ tional⸗Besitzungen, auch als Hypothek zu Folge des herauszuge⸗ benden Decrets uͤber das Hypothekenwesen, auf der Grund⸗ lage des Gesetzes Nr. 51, und endlich beim Kaufe von Na⸗ tional⸗Guͤtern, wenn die naͤchst zusammentretende National⸗ Versammlung die Veraͤußerung eines Theils derselben be⸗ schlleßen wird. Art. 7. Der Probulos der Finanz⸗Abtheilung des Panhellenions, mit zwei von dem Praͤsidenten ernannten Mitarbeitern), sind die der Bank. Art. 8. Eine besondere Anordnung bestimmt den Organismus der Bank und aller Zweige ihrer Direction. Aegina, den 14. Februar 1828. Der Präͤsident: J. A. Capodistrias. Der Staatssecretair J. Trikupi.

Nach Jtalienischen Blaͤttern hat man in Ancona durch Briefe aus Korfu vom 25. März die Nachricht erhal⸗ ten, daß die Griechische Regierung, in vollem Vertrauen auf die verbuüͤndeten Mächte, den neuerdings von Seiten der Pforte mit Vorschlägen an sie geschickten Abgeordneten gar keine Antwort ertheilt habe. Man betrachtete (in Korfu) diese Nachricht fuͤr gewiß, indem sie von dem Grafen Capo⸗ distrias selbst mitgetheilt worden sein soll. Graf Capo⸗ distrias hat nach seiner Ankunft in Napoli di Romania die dortigen Forts in Besitz genommen und den Oberst⸗Lieutenant v. Heidegger zum Commandanten derselben ernannt. Die Gar⸗ nison dieses Forts ist gewechselt und aus Hydrioten, Spez⸗ zioten und Ipsarioten gewählt worden, um diese Insel⸗Be⸗ wohner zufrieden zu stellen. General Griva und andere

melioten⸗Häuptlinge hatten sich mit den Truppen des zum Generallissimus der Griechischen Streitkraͤfte in Ostgriechen⸗ land ernannten Fuͤrsten Demetrius Ppsilanti vereinigt, um an der Expedition Theil zu nehmen, die von Poros gegen Athen abgehen soll. Der berüchtigte Varnachiotti ist zu den Griechen übergegangen und in angelangt.

or d, Amerika.

Briefe aus Quebec von Anfang Mär in Ober⸗Canada * heftiger Gei des zu zeigen anfaͤngt, als es bereits seit laͤn eit in Unter⸗Canada der Fall ist. Das hat mehrere von der Reglerung vorgelegte Bills verworfen; und dem Gouverneur werden dei jeder Gelegenheit alle moͤg⸗ liche Hindernisse und Schwierigkeiten in den Weg gelegt

Aus Neu⸗York wird unterm 11ten Febr ; daß das Haus der Repraͤsentanten der Vereinigten Staaten mit 100 Stimmen gegen 87 beschlossen hat, alles Uebrige fuͤr jett ruhen zu lassen, und sich ausschließlich mit der bereits so viel besprochenen Bill uͤber den einzuführenden Tarif zu be⸗ schaͤftigen. Diese Stimmenzahl deweist nicht viel; denmn⸗ es koͤnnen Feinde und Freunde der Zoll⸗E Ee

. oll⸗Erhoͤhung sowohl un⸗

ter denen sein, welche die Maaßregel sogleich zur Berathung

wollten, als unter denfenigen, welche die sofortige erathung nicht fuͤr p ochwendig hielten.

Laut Zeitu 8 . E is das Schicksel han 21.Penersade vom 17. Februar

ravo, noch nicht en chieden. Der⸗ raͤsidenten, Genera 42 Stimmen gegen 16 beschlossen ongreß hat aber mit

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sagen, daß sich des Widerstan⸗

Februar

2) Also nicht, wie es in der

Acgina (in Rr. 9) der StaatsrZasen v Nachricht aus den Scerctaire der Finanz Seciion.

ug) geheißen hatte, die bei⸗

neur des Staats Vera⸗Cruz wird noch immer im Fort von San Juan d'ulloa gefangen gehalten; die gegen ihn einzu⸗ leitende Untersuchung duͤrfte jedoch zu großen Verwickelungen Anlaß geben, weil es heißt, viele Mitglieder des Congresses dieses Staats seien bei dem Aufstande betheiligt und haͤtten den Aufruͤh⸗ rern Vorschub geleistet. Es gehen indessen zahlreiche Protestatio⸗ nen von Anhaͤnglichkeit an dem Foͤderal⸗System bei dem Ge⸗ neral⸗Congreß ein. Die kraͤftigen Maaßregeln der Regierung haben auch die Folge gehabt, daß die Unruhen uͤberall ge⸗ daͤmpft worden sind und daß die Hoffungen auf eine bessere Zukunft wieder wachsen. Der Commodore Porter hat seine Admirals⸗Flagge auf dem vor Kurzem aus der Suͤdsee an⸗ gekommenen Linienschiffe „Congreß“ (das ehemals Spanische Schiff „Asia““) aufgezogen und wird naͤchstens wieder in See gehen, um an den Kuͤsten zu kreuzen und dem Admiral La⸗ vorde entgegen zu wirken. 1 Brasilien. 7 Rio⸗Janeiro, 1. Februar. Es fehlt ganz an Brie⸗ fen aus dem Suͤden und folglich an Nachrichten uͤber den Krieg mit Buenos⸗Ayres. Die Regierung hat eine kleine Anleihe von 125,000 Pfd. Sterl. zu Stande gebracht. Es soll aber dennoch der groͤßte Geldmangel in den Staats⸗Kas⸗ sen herrschen. Der Cours auf England ist auf 31 gefallen und Gold wird mit 25 pCt. Agio gesucht. Es herrscht im Allgemeinen die vollkommenste Ruhe und man ist mit den neuen Ministern, welche kraͤftiger als die fruͤhern zu verfah⸗ ren scheinen, im Ganzen sehr zufrieden. Man hofft noch im⸗ mer, daß der Krieg mit Buenos⸗Ayres in diesem Jahre auf die eine oder die andere Weise endigen werde. o lumbie n. Die Bulle, wodurch der Papst den Fernando Calcedo y Flores zum Erzbischof ernennt, und die gewählten (von Bolivar ernannten) Bischoͤfe anerkennt, imgleichen die In⸗ signien dieser Geistlichen, sind den 18. Jan. in Bogota an⸗ gekommen. Die Bulle wegen Ernennung des Erzbischofs lautet im Eingange wie folgt: „Wir, Leo, Bischof, Diener der Diener Gottes, an Unsere geliebten Kinder von der Stadt Santa⸗Fe in Westindien, Unsern Gruß und apostolischen Segen. In Betracht, daß die Metropolitan⸗

Kirche von Santa⸗Fe die Segnungen eines geistlichen Hirten

gewissermgaßen entbehrt, und daß Unser geliebter Sohn, Fer⸗

nando Calcedo y Flores seinen Verdiensten gemäß, nach dem 8

Rathe Unserer Ehrwuͤrdigen Bruͤder, der Cardinäͤle der Röͤ⸗ mischen Kirche, fuͤr dazu sahig erachtet worden ist, so ernen⸗ nen Wir ihn zum Hirten und Erzbischof der Metropolitan⸗ Kirche von Santa⸗Fe, um sie in geistlichen und weltlichen Dingen zu regieren ꝛc.“ Se. Heiligkeit haben, wie man aus diesem Documente ersieht, noch die alten Spanischen Benennungen: Santa⸗Fe anstatt Bogota, wie die Haupt⸗ stadt seit der Unabhängigkeits⸗ Erklaͤrung kurzweg genannt wird, und Westindien anstatt Columbien gebraucht, und so⸗ mit die politische Unabhängigkeit dieses Landes keineswegs

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Stettin. Im Jahre 1822 ist in dem an der Tollense belegenen Dorfe Hohenbuͤssow bei Demmin eine mineralische Heilquelle entdeckt worden, welche in jeder Bezlehung die allgemeine Aufmerksamkeit verdient.

Nach der mit eben so viel wissenschaftlicher, als prakti⸗ scher Gruͤndlichkeit im October 1826 von dem als ausgezeich⸗ neten Chemiker bekannten Apotheker Grischow zu Staven⸗ hagen angestellten chemischen Analyse muß jene Quelle als eine schwefelwasserstoffhaltige, salinische Eisenquelle aner⸗ kannt werden, die sich durch ihren Gehalt an kohlenstoff⸗ saurem Kali von allen uͤbrigen, bisjetzt bekannt gewordenen

Mineral⸗Quellen wesentlich unterscheidet. Der Geheime Me⸗

bizinalrath, Professor Dr. Hermbstädt, setzt das Mineral⸗ wasser zu Hohenbuͤssow, zufolge seiner obengedachten und n Bestandtheile zwischen die Eisenquellen und 122⁷ b. daß in den letztge⸗ nannten sern, das kohlenstoffsaure Kali und felwasserstoff 8 der Schwe⸗ Seit 1823, in welchem Jahre der Besitzer, Herr von Gentzkow auf Broock bei Demmin, ein 10 4 Cabi⸗ netten bestehendes Badehaus, zu Hohenbüssow erbaut hat,

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