1828 / 146 p. 7 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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lajewna kamen am 14. Mal um 12 Uhr Mittags durch Wi⸗ tebar; und am 15ten um 11 Uhr durch Schklow, woselbst

Ihre Majestaät Mittagstafel hielten und darauf die Hebraͤi⸗

e Schule in Augenschein zu nehmen geruhten. Um bütr Abends —, Majestät die Stadt Orscha mit Ihrer Gegenwart und geruheten, erchtese des feuchten Wetters, in der offenen Equipage unglam durch die Straßen zu fahren und die gedraͤngte Menge durch den Anblick den Antlitzes der Landesmuttter und durch huldreiche Erwlederung der Gruͤe zu begluͤcken. Auf der Post⸗Station wurde Ihre Majestät von dem Kreis⸗ Marschall Artzischewsti empfangen, der die Zimmer auf eine passende Weise hatte ausschmuͤcken lassen. „Die Wirthin, Esther Denena, eine Hebraͤerinn, war o gluͤcklich, der Mon⸗ archin Salz und Brot darbringen zu duͤrfen und einen Bril⸗ lantring von Hoͤchstderselben zu erhalten. Der Dienerschaft, die der Adel gestellt hatte, so wie der wachthabenden Inva⸗ liden⸗Compagnie wurden Geld⸗Belohnungen zu Theil. In der Stadt gingen Ihrer Majestaͤt die Grlechisch⸗Russische und die Roͤmisch⸗katholische Geistlichkeit von sechs verschiede⸗ nen Orden, entgegen. . .

Der Großfuͤrst Michail Pawlowitsch langte am 10. Mai um 5 ½ Uhr Rachmittags aus Mosyr in Owrutsch an, wo⸗ selbst Se. Kaiserl. Hoheit Mittagstafel hielt und erreichte am folgenden Tage um 6 Uhr Nachmittags Berditschew,

am 14. Mal um 11 Uhr Abends Dubossary, von wo Se.

Kaiserl. Hoheit, nach geschehenem Pferdewechsel, die Reise

nach Kischenew fortsetzte.

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Durch ein Reseript vom 23. April (5. Mai) haben Se.

Mazj. dem Metropolitan des Griechischt⸗ vereinigten Cultus in

Rußland Josaphat Bulgack den St.

Alexander⸗Newsky⸗ Orden zu ertheilen geruhet. 1 Unter demselben Datum haben Se. Maj. das nachste⸗

hende Rescript an den geheimen Rath und Senator Dolgo⸗

Aͤucki, Dirigenten des Justiz⸗Ministeriums gerichtet:

aach uͤberzeugt, diese Sammlungen durch einen besondern

In Folge der, seit 1826 in Betreff der Abfassung der

Gesetze angenommenen Ordnung hat die zweite Abtheilung Meiner Geheimen Canzlei in den beiden zuletzt verflossenen Jahren die vollständigen Sammlungen der buͤrgerlichen Ge⸗ stetze angefangen und beendigt. setzbuche zur Grundlage dienen; je genauer und vollständiger

sie sein wird, desto vollkommener wird das Gesetzbuch selbst

Diese Arbeit soll dem Ge⸗

sein koͤnnen. In Folge dessen habe Ich Mich von dem

Ausschuß pruͤfen zu lassen damit um so genauer erkannt werde, ob sie beide Eigenschaften in sich vereinigen. Dieser Ausschuß in welchem Sie den Vorsitz fuͤhren werden, wird

zusammengesetzt sein, aus zwei Senatoren den Gehelmen

Raͤthen Bolgarsky und Tselitscheff, ferner aus einem Procu⸗ rator, aus dem Director der Abtheilung im Ministerium des Innern, aus einem Rechtegelehrten und einem ersten Secretair, dessen Wahl Ihnen uͤüberlassen bleibt. Jedes Buch der Sammlung soll dem Ausschuße von dem mit der Abfassung desselben besonders beaustragten Beamten vorge⸗ legt werden; der Staats⸗Secretair Baluhiansky, Chef der 2. Section, wird im Ausschusse Sitz haben, um den Zusam⸗ menhang aler Buͤcher der Sammlung unter einander selbst

ntwickeln. 888 . g eDer Ausschuß wird uͤber jeden Abschnitt des Buches seinen Bericht besonders ablegen, und aus diesen theilweis gegebenen Meinungen wird, in Betreff des ganzen Bnchs eine allgemeine Begutachtung abgefaßt, und diese alsdann Mir vorgelegt werden.

Ich bin Ihr wohlgeneigter

St. P tersburg, 28. Maj 1

St. Peters 28. Mai. Ihre Kaiserl. Hohei die Frau Erbgroßherzoginn von Weimar 29b 5an⸗ Prinzessinn Tochter sind am 26. d. im besten Wohlsein im Pawlowsk eingetroffen, woselbst auch Se. K nigl.

Hoheit der Prinz von Oranfen noch bis zum 3. Juni zu

um dann ihre Ruͤck

verweilen gedenken, reise anzutreten.

Srn dn⸗ Hamburg, 3. Juni. Die Effecten, welche si⸗ seit her zen fest behaupteten, ohne viele Verzsesas beinahe unbeweglich. Der Ministerwechsel veranlaßte in London keine Schwankungen an der Baͤrse, wenn auch die öffentliche Meinung sich bis jetzt gegen jenen Wechsel an sich ausspricht. Von Holland sind etwas gedruͤcktere Course eingegangen, was auf die unsrigen nicht ohne allen Einfluß geblieben ist. Gestern traf hier eine Wiener Estaffette in fuͤnf Tagen ein, mit Coursen vom 28. Mal. Aetien wurden daselbst auf 1050 gesteigert, indem sich einige Capitalisten zum Ankauf von 1000 Actien vereinigt haben sollen, um einem Bausier den Einkaaf p. 31. Mai zu verhuͤten. Heute

wurde in Wechseln sehr wenig gemacht. London 1 Geld; Amsterdam wie deutsche Valuten zu aeen de Heri⸗ burg Briefe. Spanien, Portugal und Italien ein 1 m atz. 2, kenr Von Mecklenburgischer Wolle diesjähriger neuer Schur sind gestern die ersten Parthien angekommen und Mittelsorte zu 14 bis 16 Schill. Banco p. Pfund rasch verkauft. Locken 9 à 10 Schill. dgee.s ene uͤber 350 Pfund sb sein, und die Locken separat verpackt werden.

schwer sein, u b. en 2*¹ 38 de n

aüssel, 31. Mai. Die jaͤhrlichen Versammlun

der Pngehs haben im Haag am 2sten, 25sten 26sten d. M. Statt gefunden; an den beiden letztern Ta⸗ gen haben die Bruͤder das Vergnuͤgen gehabt, Se. Könsgl. Hoheit den Prinzen Friedrich der Niederlande in ihrer Mitte zu sehen. Die Versammlungen haben sich durch die voll⸗ kommenste bruͤderliche Eintracht ausgezeichnet.

Das Journal de la Belgique sagt: Eingegangene Er⸗ kundigungen setzen uns in den Stand die Versicherung zu geben, daß die in Betreff der Amts⸗Niederlegung des Mi⸗ nisters des Innern verbrelteten Geruͤchte ungegruͤndet sind.

Wie man jetzt erfaͤhrt, soll Herr Tacotot selbst bei Sr. Majestaͤt angetragen haben, die Normal⸗Schule fuͤr junge Officiere (deren Aufhebung vor einiger Zeit gemeldet wurde) aufzuloͤsen. Herr Tacotot faßte diesen Entschluß, um ge⸗ wissen durch die Vertheidiger der alten Unterrichts⸗Grund⸗ sätze angestifteten Umtrieben ein Ziel zu setzen, und um auf solche Weise zu gleicher Zeit seine Achtung fuͤr den erhabe⸗ nen Schutz, dessen er sich zu erfreuen hatte, zu bewäͤhren.

Amsterdam, 31. Mai. In der abgelaufenen Woche behielten die Staats⸗Papiere an hiesiger Boͤrse einen festen Preis. Oesterreichische gingen selbst etwas hoͤher wegen der bessern Course von Wien. Das Abtreten einiger Mitglie⸗ der aus dem Englischen Ministerium und endlich das Ge⸗ ruͤcht von einer neuen, Oesterreichischer Seits abgeschlosse⸗ nen Anleihe, waren Ursache, daß die Fonds, und besonders Russische, gestern etwas flauer blieben.

An den jungsten Getreidemaͤrkten hatten wir ziemlich leb⸗ haften Umsatz in Weitzen und Roggen Fl. 128.129; 133 Pfund weißbunter Polnischer Weitzen galt gestern Fl. 220. 233. 245, 127 . 128; 129 Pfund bunter dito Fl. 220. 227, 128; 129 Pfund Pommerscher Fl. 208 209; 130 Pfund Rostocker Fl. 213 219; 121 Pfund neuer Preußischer Rog⸗ gen Fl. 150 156; 118 Pfund alter dito Fl. 155. Nuͤboͤl ging zu 888 der S 8 hinunter; auf 6 Wochen wurde gemacht zu Fl. 48 pro Sept. Il. 4. 2 8 82 de. Fen⸗ 8819 HernSe, Fl. 44 pro Oct., Fl

ie Ladung Thee pr. Schiff Washi 8 lichem Verkauf zu merküͤch ene Fhington 88 1Sg 2 muthete, vergriffen worden. RiE 8

Portugal. 8 2 5b Der vevnn⸗; Courier 1esr v. 8

resse des Portugiesischen Adels an den R ten Dom Miguel, ihn zu ersuchen, daß Aaef. Krone von Portugal annehmen und die Charte

8 vernichten moͤge.

Die unterzeichneten Glieder des Adels, fuͤr sich und als Repraͤsentanten ihres Standes, naͤhern sich Ew. Hoheit mit der groͤßten Ehrfurcht, und bitten Hoͤchstdieselben, den Wuͤn⸗ schen einer ganzen Nation nachzugeben, welche erwartet und verlangt, daß Ew. Hoheit den Thron Ihrer Erhabenen und Koͤniglichen Vorgaͤnger, der nach den Grund⸗Gesetzen dieser Monarchie Ew. Hoheit mit allem Recht gehoͤrt, in Besitz nehmen werden. Der Portugiesische Adel war, ist und wird immer die festeste Stuͤtze des Thrones sein. Zu allen Zeiten hat derselbe die entschiedensten Beweise seiner Ehre und sei⸗ ner Treue gegeben; und er kann es sich bei dieser Gelegen⸗ heit nicht versagen, einen thaͤtigen Antheil an den jetzigen Begebenheiten, welche die ganze Nation in Bewegung sez⸗ ben, zu nehmen. Die Unterzeichneten haben daher die Ehre

w. Hoheit auf die Nothwendigkeit aufmerksam zu machen, den allgemein ausgesprochenen Wuͤnschen nachzugeben, und schlagen Hoͤchstdenselben vor, als das sicherste Mittel dazu, und als dasjenige, was ich sowohl mit der Wuͤrde Ew. Ho⸗ heit, als auch mit den Grund⸗Gesetzen dieser Monarchie am besten vertraͤgt, unverzuͤglich die drei Staͤnde des Reichs zu⸗ sammen zu berufen, um mit denselben nach alten Formen und Gebraͤuchen, auf dem gesetzlichen Wege uͤber Gegenstaͤnde von hoͤchster Wichtigkeit zu berathschlagen; demgemaͤß die legitimen Rechte Ew. Hohelt auf die Krone von Portugal und auf die Herrschaft uͤber dasselbe feierlich anzuerkennen, und die sogenannte „constitutionnelle Charte der Portugie⸗ sischen Monarchie“ zu vernichten, weil sie von einem Mo⸗ narchen gegeben worden, ehe derselbe gehuldigt, noch von