1828 / 148 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

2 Gebsetzes, insofern naͤmlich mehrere Aenderungen, die dazu an⸗ b gethan waͤren, eerach 2. Macht des Koͤnigs und die Verfassung zu befestigen, darin vorgenommen wuͤrden. Die Discusston sollte am folgenden Tage fortgesetzt werden. 8 St. Cloud, 30. Malt. Gestern Abend hatte der Baron von Glandèves, Gouverneur des Schlosses der Tuilerien, die Ehre dem Koͤnige aufzuwarten. Heute um 10 Uhr Morgens traf der Dauphin aus Compiegne wieder hier ein. Gegen Mittag arbeiketen Se. Maj. mit dem Kriegs⸗Minister. Paris, 1. Juni. Der Messager des Chambres giebt die, wie es scheint, amtliche Versicherung, daß wenn, in Folge der Berathungen des obersten Kriegs⸗Naths, Reductionen bei der Armes statt finden sollten, dieselben nur allmaͤhlig und ohne einen wesentlichen Einfluß auf das Avancement vorgenommen werden wuͤrden; von der Abschaffung zweier Grade in der Armee, (der Oberst⸗Lieutenants und Se⸗

conde⸗Lieutenants) sei uͤbrigens in dem gedachten Nathe nie die Rede gewesen, und das in dieser Beziehung von der 8 Quoridienne verbreitete Geruͤcht sei daher voͤllig grundlos.

Der Graf Julius von la Rochefoucauld, ein Enkel des

Z1u“ von n ist zum Adjutanten des Herzogs von

Orleans ernannt worden.

8 Die liberalen Blaͤtter sind ungehalten uͤber die Sprache, welche der Minister der geistlichen Angelegenheiten und der Großstegelbewahrer in der obigen Sitzung der Deputirten⸗ Kammer gefuͤhrt haben. Der Constitutionnel meint: daß selbst der Bischof von Hermopolls den Jesulten kein pomp⸗ hafteres Lob haͤtte halten, noch daß der Graf von Peyron⸗ X 84 Seeslana wfbris⸗ neue Preß⸗Gesetz mit groͤßerem

Fifer haͤtte vertheidigen koͤnnen. 3

Die Gazette de France scheint auch ihrerseits der (ge⸗ stern unter Portugal gegebenen) Nachricht Glauben beizu⸗ messen, daß die Truppen in Porto sich fuͤr Dom Noaxs er⸗ klärt, und daß die Regimenter in der Provinz Minho ge⸗ meinschaftliche Sache mit ihnen gemacht haben.

roßbritanien und Irland.

London, 31. Mai. Dem Vernehmen nach hat das letzte Paketboot die bestimmte Abberufung des Sir Fr. Lamb nach Lissabon mitgenommen, nachdem vorher mit der Fräͤnzoͤsischen Regierung uͤber diesen Schrirt communleirt und deren Ansicht der, der Englischen Regierung voͤllig gleich befunden worden. Zugleich soll, in Beziehung auf die, durch Dom Miguel geschehene Ernennung eines eigenen Gesandten nach England, ihm bestimmt angezeigt worden sein, daß ein solcher nicht wuͤrde angenommen werden. Es soll auch die vöͤllige Abbrechung alles diplomatischen Verkehrs mit der ge enwaͤrtigen Regierung in Portugal selbst fuͤr den Fall, wo Dom Miguel zu seiner Function als bloßer Regent zuruͤckkehren und die Verfassung aufrecht erhalten wuͤrde, fortgesetzt werden, weil er allen Anspruch auf Vertrauen

erwirkt habe. 6

Viscount v. ma unterm 30. Mai ein Cireular

8 die verschiedenen Brasilianischen Gesandtschaften in Eu⸗ schtet, wodurch sie erklaͤren: in Folge der neuerliche

ropa gerichtet, Folge der neuerlichen Aenderungen in Portugal das letzte Verzicht⸗Deeret des Kai⸗

sers und Königs Dom Pedrs vom 3. Närz, auf Portugal,

da die darin vorausgesetzten Präͤmissen sonach nicht erfuͤllt,

und dasselbe EEbb Cortes des Koͤnigreichs

bgr 82 zuppendirt zu erachten, geh seines Fvae.

In 3Gleichförmlichkeit in dem Benehmen

derliche Gleschtern erzielen, ihnen mitel inen aller Kaiserl.

Gesangeschagehe en Blätt 8 sa 1.

Idee einzuflö ßen au ebe, suchen eifrig ihren Leser daß die Verwaltung der auswaͤrtigen vane;k vüer. Landes nicht veraͤndert

foll. Das e elben sagt: „die Ar

58 lan sera fremden Angelegenhreübes b.E

nnch n Canning zugeschrieben hat, war in * 3n

Fr. ingt

den Marquis von Lo 1 eene System, aber erst

recht befestigt seit des Herzogs letzter Sendung nach St

F obgleich die Zeemasehd⸗ das Geschaͤft, sie ins

ehen treten zu lassen, dee; bir⸗ Fhrauf ihn uͤbertragen

haben.“ So verdammen erwalt estigen Anhaͤnger des elo8 von Wellington das Fits ungs⸗System ihres eig⸗ nen Abgortes, indem sie das eingebildete Ungluͤck beschreiben, welches Hrn. Lannings Polltik uͤber unser Land gebracht haben soll. Man weiß, daß gr. Canning die Freundschaft und Ehrkarcht der wicheigsten Staaten Europa's in Bezie⸗ ung auf England efeng hat. Und diejenigen, welche eine Maaßregeln ihres Ruͤhms berauben wollten, wuͤnschen jetzt, sich jene Maaßregeln selbst zuzueignen. Wenn aber

unsere auswaͤrtige Verwaltung nicht geaͤndert werden soll,

welcher Theil des Systems des fruͤher inisteri denn umgestaltet werden? Sosl Fögeai hassename , 2

liken zu einer Cabinets⸗Maaßregel werden? Eb1u.“ nicht; denn einige Mitglieder des Cabiners Fee vne

Melville, Aberdeen und Ellenborough sind noch Freunde der Emaneipation; und dasselbe muß von Lord Castiereagh ge⸗ sagt werden. So wie es aber moͤglich ist unter den frem⸗ den Maͤchten Mißtrauen zu erwecken, ohne unser politisches System zu aͤndern, so ist es auch moͤglich, den Zorn der Ka⸗ tholiken zu erregen, ohne sich ihren Anspruͤchen zu widersetzen: und das scheint uns die vermuthliche Folge der letzten Ereignisse zu sein. Duͤrfen wir in unserer Handels⸗Verwaltung den Weg wieder zuruͤckgehen, auf welchem wir in den setzten⸗ Jahren SeTie genten sind? Wir glauben nicht im Gering⸗ sten, daß man dies versuchen wird; aber auch hier kann das Ministerium Unwillen und Zweifel erregen, da es weder Macht hat, Gutes zu thun, noch Fäͤhigkeit, schon entstan⸗ dene Uebel noch zu vergröͤßern. Die Untersuchungen un⸗ seres finanziellen Zustandes koͤnnen unterbrochen die Hoff⸗ nungen zu Ersparnissen getaͤuscht werden der milftairische Charakter der Verwaltung kann die, mit der Armee ver⸗ knuͤpften verderblichen Ausgaben dauernd machen die Colonieen werden vielleicht in den Zustand von Mißmuth zuruͤckkehren, in welchem Graf Bathurst sie verlassen hat das sind die Veraͤnderungen, welche zu bewirken das Mini⸗ sterium wohl fuͤr gut finden moͤchte. Niemand kann daran zweifeln, daß die ausgeschiedenen Minister einen gro⸗ ßen Theil der Nation repräsentiren. Daß diese Maͤnner nicht wegen Mangel an Faͤhigkeiten, hinsichtlich deren sie ihren Rwalen so sehr uͤberlegen sind, sondern wegen der Metnungen, welche ihnen allgemeine Achtung verschafft ha⸗ ben, abgesetzt worden sind, gestehen selbst ihre Feinde zu. Eine solche Maaßregel ist das Signal zur Wiederbelebung des alten Partheigrolles, welcher eine Zeitlang geruht hat, des Hochmuths auf der einen, des Zorns und der Befuͤrch⸗ tung auf der andern Seite. -

Es sind befremdende Geruͤchte hinsichtlich der Schlacht bei Navarin im Umlauf. Sie betreffen nicht nur die Ernen⸗ nung eines Nachfolgers fuͤr den Admiral Codrington, welcher (wie bereits erwaͤhnt worden) verlangt hat, vor ein Kriegs⸗ Gericht gestellt zu werden, sondern auch das Betragen des Befehlshabers eittes unserer Schiffe, der von seinen eigenen Ofsieferen angeklagt worden ist, fuͤr seine eigene Sicherheit zu sehr besorgt gewesen zu sein. .

F. der letzten Versammlung der Schott'shen Kirche machte der derü ene Dr. Chalmers den Antrag, dem Koͤ⸗ nige zu danken, daß er die Bill genehmigt habe, nach wel⸗ cher es nicht mehr noͤthig sei, das heilige Sacrament zu nehmen, um zu einem Civil⸗Amte zu gelangen. (Die Auf⸗ hebung der Test⸗ und Corporations⸗Acte.) Allein da Dr. Cooch, Anfuͤhrer der gemäͤßigten Parthei der Kirche, ent⸗ gegnete, es sei nicht Sitte, daß sich die Versammlung in die politischen Handlungen des Regenten mische, wurde der Antrag verworfen.

Vor Kurzem ist eine Flugschrift erschienen, in welcher gezeigt wird, daß der Umlauf der Noten von einem Pfund nicht, wie man oͤfter behauptet hat, durch die Landbauken, sondern durch die Regierung verursacht worden ist. Die Theilnehmer an diesen Banken, welche selbst die Herausgabe jenes Werks veranlaßt zu haben scheinen, erklaͤren darin, daß die, uͤber diesen Gegenstand zu gebenden Gesetze sie nichts an⸗ gingen, und daß das Volk und die Minister allein uͤber diese Frage zu entscheiden häͤtten.

Am Mittwoch feierten die unabhoͤngigen Waͤhler von Aylesbury die Wahlfreiheit der Stadt unter dem Vorsitze des Lord Nugent. Es waren mehr als 200 Personen zu⸗ egen.

„Daß die Oppositionsblaͤtter an der eingetretenen Mi⸗ nisterial⸗Veraͤnderung kein Wohlgefallen finden, daß sie viel⸗ mehr mit allen Waffen des Spotts und der Satyre gegen die neuen Minister zu Felde ziehen und es an gehaͤssigen Bemerkungen aller Art nicht wuͤrden fehlen lassen, war voraus zu sehen, und es kann daher auch nicht befremden, wenn! namentlich die Morning⸗Chronicle mit Hinsicht 1 auf die gestrigen Parlaments⸗Verhandlungen sich in folgen⸗ der Weise vernehmen läßt: Im Unterhause wurde zuerst die Motion zur Ankuͤndigung einer neuen Wahl fuͤr die Grafschaft Perth gemacht, da die Stelle des General⸗Lfeu⸗ tenants Sir George Murray varant geworden sei. Wer zum Teufel sagt Hr. Cobbett in seinem heutigen Regi⸗ ster wer zum Teufel ist Sir George Murray? Und wer ist Sir Hemy Hardinge? Sie müssen doch irgend Jeman⸗ den bekannt sein; aber ich habe nie etwas von ihnen ge⸗ hoͤrt”“ Nie etwas von Sir George Murray gehört!