1828 / 154 p. 8 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Zufuhren kamen. ug al.

Port Das nachstehende Schreiben ist von dem in Porto nie⸗ dergesetzten Militair⸗Rathe an den Bischof dieser Stadt er⸗ lassen worden: . „Sehr erlauchter und sehr ehrwuͤrdiger Bischof! Der im Namen der rechtmäßigen Autorität Dom Pedro's IV. versammelte Militalr⸗Rath uͤbersendet Ewr. Excellenz die beifolgenden Exemplare der von ihm erlassenen Proclamation, damit Sie, von den Gesinnungen der Truppen unterrichtet, einige dieser Exemplare unter die Pfarrer Ihres Sprengels vertheilen koͤnnen, auf daß der Inhalt der Proclamation allgemein bekannt werde.“ 3 Ein aͤhnliches Schreiben ist an die verschiedenen Be⸗ hoͤrden von Porto, als die Tribunals⸗Praͤsidenten, Corregi⸗ doren u. s. w. ergangen. Die fremden Consuls in Porto haben dagegen nachste⸗ hendes Circular⸗Schrelben erhalten: 4 „Mein Herr! Die unterzeichneten Mitglieder des im Namen der rechtmaͤßigen Autoritaͤt Dom Pedro's IV. in die⸗ ser Stadt versammelten Militair⸗Rathes, haben die Ehre Ihnen die beifolgenden Exemplare der von ihnen erlassenen Proclamation zu uͤbersenden. Sie ersuchen Ewr. zc., einige dieser Exemplare gefaͤlligst dem Botschafter oder Repraͤsen⸗ tanten Seiner Majestaͤt an dem Hofe dieses Kö⸗ nigreichs zuzustellen, damit diese sich von den oͤffentlichen Gesinnungen unterrichten, wovon die Portugiesischen Trup⸗ pen beseelt sind, und welche durch unguͤnstige oder falsch ausgelegte Geruͤchte anders gedeutet werden koͤnnten, als sie in der That sind. Die Unterzeichneten hoffen, daß ihr treues Benehmen, welches sie der Heiligkeit des Eides schul⸗ dig sind, den sie der Rechtmäßigkeit und der constitutionnellen EFale dieser Monarchie geleistet haben, den Beifall Sr. Mas des engen Verbuͤndeten Seiner Allerge⸗ treusten Majestät Dom Pedro's IV., erhalten werde, indem sie sorgfäͤltig darauf bedacht gewesen sind, alle die Ruͤcksich⸗ ten, die sie dem Charakter Sr. K. H. des Infanten Dom Miguel in seiner Eigenschaft als Statthalter des Koͤnigs schuldig sind, gewissenhaft zu beobachten.

haben die Ehre zu sein u. s. W 3 4* 8— . ZEI

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8 8 2₰ Berlin. Bei der Bewerbung um die, von dem Vereine füͤr Gewerbfleiß im Jahre 1827 ausgesetzten Preise fuͤr den Seiden⸗ bau, haben die Seidenzuͤchter den Vorschriften haͤufig nicht Folge geleistet, welche der Verein zur Bedingung gemacht hat, um sich Ueberzeugung von der Richtigkeit der Angaben zu verschaffen, worauf die Press⸗Bewerber ihre Anspruͤche auf einen Preis gruͤnden.

Diese Prelse werden hiemit wiederholt zur öͤffentlichen Kenntniß gebracht, die Bewerber aber darauf aufmerksam gemacht, daß der Verein nur vollständig und vorschrifts⸗ mäßig bescheinigte Angaben beruͤcksichtigen kann. Preis⸗Aufgabe, die Seidenzucht betreffend, fuͤr

das Jahr 1828. Erste Preis⸗Aufgabe.

Die silberne Denkmünze, oder deren Werh, und außer⸗ dem Einhundert Thaler einem jeden der drei Seldenzüchter, welcher im Jahre 1828 die groöͤßte Quantitaäͤt guter, gesun⸗ der, einfacher Kokons uͤber 600 Pfd. gewonnen hat.

Zweite Preis⸗Aufgabe.

Die ea⸗. Denkmuͤnze, oder deren Werth, und außer⸗ dem Funfzig Thaler einem jeden der sechs Seidenzuͤchter, welcher im Jahre 1828 die größte Auantität guter, gesun⸗ der, einfacher Kokons über 200 Pfd. gewonnen hat.

Dritte Preis⸗Ausgabe. Zwanzig Thaler einem jeden der zwanzig Seidenzuͤchter,

4 8 8. * 4 8 8 8 8 . eama 12 5 1 8 dagegen fester im Preise, ungeachtet dieser Tage bedeutende

zehn Pfd. Kokons gleich

gen zu den drei Preis⸗Auf⸗ gaben, den Seldenbau betreffend.

Wenn ein Seidenzüchter es vorzieht, den Nachweis uͤber seme Zucht nicht in Kokons, sondern in Seide zu fuͤh⸗ ren, so wird ein Pfd. gutgehaspelter Seide, wie die von den Seidenzuͤchtern Bolzant und Göͤtze im Jahre 1826 ge⸗ wonnenen, bei dem Vereine nedergelggeg Proben es sind, erechnet.

Bei gleichen Quantitaͤten haben diejenigen Bewerber den Vorzug, welche ihren Seiden⸗Ertrag in probemäßig gehas⸗ pelter Seide nachweisen. Bei voͤllig gleichen Umständen ent⸗ scheidet die Reihefolge des Eingangs der Nachweisungen und Proben bei dem Vereine.

Der Nachweis der in diesem Jahre erzeugten Quanti⸗ täten, so wie des Anfangs des Seidenbaus im Jahre 1828 fuͤr die dritte Preis⸗Aufgabe, wird durch Atteste der Orts⸗ Behoͤrden gefuͤhrt, welche von den Landraͤthen beglaubigt sein muͤssen.

Diese Atteste müͤssen mit Proben von wenigstens einem Pfunde Kokons begleitet sein und mit wenigstens einem Drittel der gewonnenen Kokons in gehaspelter Seide, wenn auf einen Vorzug wegen des Haspelns Anspruch gemacht wird. Sämmtliche Documente und Proben muͤssen späte⸗ stens vor dem 15. November d. J. eingehen. 9

Stettin, 11. Junis. Am Sonntag den 8ten d. M., besuchten Se. Koͤnigl. Hoheit der Kronprinz den Gottes⸗ dienst in der hiesigen Schloßkirche und nahmen hierauf die mereoürdigen Rulnen in Angenschein, welche bei Aufgra⸗ bung des Grundes zum Bau einer neuen Hauptwache ent⸗ deckt worden und woruͤber wir uns eine nähere Mitthellung vorbehalten. Diesen und den folgenden Abend, am 9ten d. M., soupirten Se. Koͤnigl. Hoheit bel der Frau Prin⸗ zessin Elisabeth Koͤnigl. Hoheit in deren Landhause, nach⸗ dem Hoͤchstdleselben am letztgenannten Tage mit der Muste⸗ rung der Truppen fortgefahren waren und darauf zur allge⸗ meinen Freude der zahlreich versammelten Zuschauer, das Thearer mit Hoͤchstihrer Gegenwart beehrt hatten.

Gestern beendigten Se. Köoͤnigl. Hoheit, und zwar, wie verlautet, zu Hoͤchstihrer Zufriedenheit mit den Leistungen sͤmmtlicher Truppen, die Inspektion derselben, geruhten dar⸗ auf das Mittagsmahl in dem Landhause unsers Ober⸗Präa⸗ sidenten einzunehmen und setzten hierauf Höͤchstihre Inspek⸗ ss ifchaclss nach Stargard fort.

8 Koͤnigliche Schauspiele.

Sonnabend, 14. Juni. Im Schauspielhause auf Be⸗ gehren: Der Kaufmann von Venedig, Schauspiel in 5 Ab⸗ thetlungen, von Shakespeare, uͤbersetzt von A. W. Schlegel.

Königsstaͤdtisches Theater.

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Sonnabend, 14. Juni. Corradino. Komische her in 2 Aeten; 8 von Rossini. (Herr Haizinger Corra-— dino, als vorletzte Gastrolle.) 2 1* ——2 A 8. BGrlihneeBe— 5

Den 13. Juni 1828. Amil. Fonds- und Geld-Cours-Zettel. (Preufs. Cour.)

welcher der Seidenbau zuerst im Jahre 1828 angefangen und in diesem Jahre die größte Quantitäͤt guter, gesunder, einfacher Kokons uͤber 50 Pfd. gewonnen hat.

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Gedruckt bei Hayn.

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