1828 / 160 p. 4 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

2* in Grunde gerichtet sind, widerfährt, als über die schmäͤh⸗ liche Behandlung, welche einige von ihren Landsleuten

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eerdulden mußten. Von zwanzig Schiffen, die Jersey 8s 8 füͤr den Sud⸗ Ameritantschen Handen 16n. kehrt 8 kaum die Haͤlfte zuruͤck, ohne von den Fahrzeugen der ge⸗ nannten Republiken aufs Schimpflichste gemißhandelt wor⸗ ren zu sein. Wir ruͤhmen uns, jene Staaten ins Leben ge⸗ rufen zu haben, und Diejenigen, welche nichts als Schoͤn⸗

heit und Tugend in demokratischen Einrichtungen sehen, werden deren schrecklichste Verbrechen nur als jugendliche

8. Uebereitung betrachtet wissen wollen. Allein wenn ich be⸗ denke, daß diese Regierungen solche Schaͤndlichkeiten nicht verhindern, sondern vielmehr beschützen, so laͤßt sich meine Behauptung rechtfertigen, daß der Geburts⸗Fehler jener, in

der Revolution erzeugten Republiken ihnen noch anklebt, und

daß die Schoͤpfung, mit welcher wir uns bruͤsten, weder heilbringend, noch Vertrauen einfloͤßend ist. Wir haben einen SGeist hervorgerufen, welchen wir nicht immer werden ban⸗ nen köoͤnnen. Vielleicht werden wir dies an jenem hoffentlich noch weit entfernten Tage erfahren, an welchem wir einst wieder gegen die Vereinigten Staaten Nord⸗Amerika's kaͤm⸗ pfen werden, zu deren Nutzen wir die Spanischen Colonien

2 von ihrem Mutter⸗Lande getrennt haben. Der edle Graf, welcher an der Spitze der auswaͤrtigen Verwaltung steht, wird das Wort nicht vergessen, welches beschimpfte und FKeeintraͤchtigte Staaten in Ausuͤbung zu bringen derechtigt sind, das Wort: „Verguͤtigung,“ in so weit diese fuͤr die unendlich geschmaͤlerten Befugnisse, Freiheiten und Rechte unserer Mitunterthanen moͤglich it. Der Graf von Aberdeen bemerkte, schon Lord Dudley habe den Ameri⸗ anischen Regierungen Vorstellungen uͤber diesen Gegenstand gemacht, die Brafilianische habe sich bereits erboten, alle verlangte Genugthuung zu gewaͤhren, und die Minister Sr.

Maj. wuͤrden Maaßregeln treffen, den Handel der Englaͤn⸗ ssqhuͤtzen. Der vermuthlich bald zu erwartende Friede zwischen Brasilien und Buenos⸗Ayres wuͤrde wenigstens kunftige SeeeLeraͤubereien verhuͤten. Auf die Frage des Grafen von Tanuderdale, ob es die Absicht der Reglerung sei, eine freie Muͤnze zur Praͤgung von Gold und Silber zu errichten, um die Vernichtung aller kleinen Noten zu bewirken, ant⸗

deer in den Suͤd⸗Amerikanischen Gewaͤssern wirksam zu be⸗

worrete der Herzog von Wellington verneinend. Graf Stanhope reichte eine, von 3500 Landbebauern und Manufacturisten der Grafschaft Bedford unterzeichnete Pe⸗ tirion ein, in welcher gebeten wurde, daß die Korn⸗Ahbgaben nach dem Anschlage von 1822 entweder nicht verändert, oder zu einer hoͤheren Scala gesteigert werden sollten. Lord Dundas fragte einen edien Lord (Lord Beresford), in wie fern die uͤber ihn verbreiteten Geruͤchte gegruͤndet selen. Er *thue diese Frage nicht aus Feindschaft gegen den edlen Lord, der gewiß keinen, den Absichten der Resgrüns zuwiderlau⸗ fenden Briefwechfel unterhalten habe. Lord Beresford Rhantworrete, er sei 21 Jahre in Portugal gewesen und habe allerdings mit dem verstorbenen Koͤnige und vielen von sei⸗ nen Ministern in Briefwechsel gestanden. Dieser habe sich jedoch nur auf Geschaͤfte und Privat⸗Angelegenheiten be⸗ ‚gen. Er sel öͤfter um seinen Rath gebeten worden, und habe ihn ertheilt, jedoch sei keine Gefahr daraus hervorge⸗

gangen, da man ihn nie befolgt habe. Er. stehe noch immer in Briefwechsel mit dem Secza von Cada⸗ vpal, der ihn mit seiner Freundschaft geehrt habe. Die

Folge dieser Freundschaft sei bis jetzt drei bis vier Briefe gewesen. Was das, an einem andern Vrte (im Un⸗ Keerhause) Vorgefallene betreffe, so wisse und lese er wenig vpon dem, was sich daselbst ereigne. Jedoch habe er gehoͤrt, was daselbst am Montag Abend vorgegangen sei. Man habe ihn beschuldigt, Dom Miguel sei von ihm in seinem verfassungswidrigen Verfahren durch die Versicherung bestärkt worden, die Englischen Minister billigten dasselbe. Er habe aaus seiner Correspondenz mit dem verstorbenen Koͤnige von Portugal kein Geheimniß gemacht. Lord Liverpool und nachhet Hr. Canning haͤtten darum gewußt. Mit dem 8 letzteren habe er einige Streitigkeiten wegen dieser Briefe gehabt. Jedoch set an der Natur dieses Briefwechsels nie gezweifelt worden. Dies sel das erste Mal, daß man dage⸗ gen etwas eingewendet habe. Er habe den Ministern die empfangenen Schreiben, wenn gleich nicht die Antworten auf dieselben, gezeigt. Er besitze jetzt saäͤmmtliche Briefe, von de⸗ nen sich nur einer auf die Gesinnungen der Minister Sr. Maj. beziehe, aber in einer der im andern Hause angefuͤhr⸗ en gäaͤnzlich entgegengesetzten Art. Der Herzog v. Wel⸗ lington bemerkte, sein edler Freund habe ihm alle aus Portugal erhaltene Briefe gezeigt, die sich, mit Ausnahme

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unwichtigen, saͤmmtlich uͤber bloße Privat⸗Angelegenheiten

verbreiteten.

Im Unterhause wurde Sir Henry Hardinge als neugewaͤhltes Mitglied fuür Durham vereidet. Sir Henry Parnell uͤberbrachte den ersten Bericht des Finanz⸗Ausschus⸗ ses, welcher zum Druck befoͤrdert wurde. Eine Bill des

errn Dawson wegen Regulation der Accise⸗Abgabe fuͤr

chiffe, welche Reisende nach England fuͤhren, und wegen Aufhebung der Abgaben auf Glas und Ersetzung derselben durch neue, wurde angenommen. Die Bill wegen der Ab⸗ gaben auf den Zucker ward zum ersten Mal verlesen und die zweite Lesung auf Montag festgesetzt. Sir J. Newport uͤberreichte eine Petition, in welcher um Aufhebung der Ab⸗ gaben auf den Tabak gebeten wurde, da der Kostenpreis eines Pfundes Tabak 6 Pence und die Abgabe auf dasselbe 3 Shilling betrage, folglich dieser Artikel zu vieler Schmug⸗ elei Anlaß geben muͤßte. Herr O' Brien machte den

ntrag, daß ein neues Wahl⸗Ausschreiben fuür die Grafschaft Clare erlassen werde, da Hr. V. Fitzgerald die Praͤsidentschaft der Handelskammer uͤbernommen habe. Auf Hrn. Daw⸗ sons Antrag wurde die Bill wegen der Wege und Mittel zum dritten Male verlesen und ging durch. Sir F. Bur⸗ dett reichte eine Bittschrift von den Katholiken einer Irischen Pfarre ein, in welcher um Aufhebung der gesetzlichen Maͤngel der Katholiken gebeten ward. Wir wissen, sagte er, daß die Bittsteller, nach der Entscheidung des andern Hauses, zu spaͤt kommen. Die Frage steht jedoch jetzt auf einem ganz andern Punkte, als fruͤher. Es ist unmoͤglich, daß Millio⸗ nen von Menschen von Rechten ausgeschlossen werden koͤn⸗ nen, deren Wiedererlangung sie schon von Zeit zu Zeit so nahe gewesen sind, ohne eine große Erbitterung uͤber die Zu⸗ ruͤckhaltung eines Geschenks, wie wir es zu nennen belieben, aber eines Geschenks, welches sie im Namen der Gerechtig⸗ keit und Verfassung zu verlangen berechtigt sind, zu empfin⸗ den. Ich hoffe aber, daß die Katholiken wegen der guͤnsti⸗ 8 Maaßregeln, welche unter verschiedenen Formen zur inderung ihrer Leiden in das Parlament eingefuͤhrt worden sind, aller aͤußeren Offenbarung ihrer Unzufriedenheit ent⸗ halten werden. Ich hoffe, daß diese Seite des Parlaments seine Anrufungen der Weisheit und des Verstandes des Oberhauses so sehr verstaäͤrken und mit so triftigen Gruͤnden unterstützen wird, daß der Minister des Tages, wer er auch sei, nicht mehr an der Noͤthwendigkeit einer schleunigen An⸗ nahme der verlangten Maaßregeln zu zweifeln und dieselbe zu verzoͤgern im Stande sein wird. (Lauter Beifall.) Etwas giebt mir fuͤr jetzt Trost in dieser Angelegenheit: wir haben einen Minister, welcher dieselbe von allen fruͤherhin daran klebenden Vorurtheilen entbloͤßt und von allem odium tlreo- logicum befreit hat, so daß wir uns, wenn kuͤnftig einmal diese Sache zur Sprache koͤmmt, nicht mehr auf alte Ver⸗ abredungen, auf den Vertrag von Limerick und die Union, sondern einzig und allein auf die Gruͤnde der Gerechtigkeit, Vernunft und Rüͤtzlichkeit zu stuͤtzen brauchen. Haben wir

dann endlich den Katholiken Gerechtigkelt widerfahren las⸗

sen, und sind sie dennoch nicht zufrieden, so wuͤrde die⸗ ser Umstand alle uͤbrigen Klassen der Britischen Gesell⸗ schaft vereinigen, so daß diese nur einen Mann und einen Arm blddeten (Hoͤrt, höͤrt, hört!). Da wir jetzt, wie man sagt, an der Spitze der Verwaltung einen Mann haben, der eines gesunden Urtheils fähig, durch seine Ent⸗ schiedenheit ausgezeichnet und mit einem kräͤftigen Charakter begabt ist, und der, wenn er einmal seinen Weg klar vor Augen hat, sich nicht leicht von demselben abbringen lasse (Härt, hoͤrt!) so bin ich versichert, daß die Zeit nicht mehr sehr weit entfernt ist, wo sich meine Hoffnungen ihrer Erfuͤllung nahen. Diese Frage beruͤhrt uns an einer Stelle, wo wir vorzuͤglich empfänglich sein muͤssen, naͤmlich an un⸗ serer Tasche; denn durch die Entfernung der bestaͤndigen Zwistigkeiten, welche das gegenwaͤrtige System hervorruft, wuͤrde das Land Millionen ersparen (Hört, hoͤrt!). Nie, hoffe ich, wird mein Loos so unglüͤcklich sein, daß ich diese Angelegenheit noch einmal in Vorschlag bringen muß, son⸗ dern ich vertraue darauf, daß sich die Regierung zwischen dieser Zeit und der naͤchsten Sitzung, derselben annehmen wird (Hort, hoͤrt!). Hr. Peel versicherte, er werde, ohne uͤbrigens von den Meinungen seiner Amtsgenossen sprechen zu wollen, bei den Ansichten verharren, welche er fruͤher dem Hause auseinandergesetzt habe. Hr. Wm, Baring sagte, wenn die Absicht der Regierung sei, die öͤffentliche Ordnung aufrecht zu erhalten, und diesenigen, welche Eigenthum be⸗ säßen, vor denen, die keins haͤtten, zu beschüͤtzen, so sei die Lage derselben aͤußerst schwierig, da es kein Land in der

tu 9 2 We R 6 . des einen schon erwaͤhnten und in potirischer Hinsicht sehhxl 1: ni -2hches beg. 81198 vr. vns Beila ge * . 2 1 . 2 8 8 8 . 8 * 1 1114141414414“*“*“ 11u1 * 8 5 8 2*