1828 / 169 p. 5 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

in Augenschein nehmen, (Lauter und allgemeiner Beifall) soll 1c dann 2 bören, wenn man mir sagt, ich solle ruhig sein? ich solle keine Bewegung empfinden? (Hoͤrt, hört!) Der Herzog von Wellington sagt sehr freundlich: „wenn wir ruhig waͤren, so könne vielleicht etwas gethan werden!“ (Haert!) Die Bedingung verweigere ich (Lauter Beifall). Nein! Auf diese winzige Bedingung hin werden wir nie nachgeben (Beifall). Es wuͤrde gemein und abge⸗ schmackt sein, wenn wir jetzt dem großen Capitän und sei⸗ nen Generalen und Pionseren unterliegen wollten. Der Erz⸗ Bischof von Tuam hielt eine Bs und lehrte Ihren lichkeiten Religion. (Gelächter). Seine Gnaden sagten, a wir unsere Erziehung nicht in der heiligen Schrift such⸗ ken, so wuͤrden wir alle nach dem Tode in die Hölle fahren, und auch hier Ungemach erdulden! Der Mann muß toll sein. (Hört) Was sollen die Kathollken jetzt thun? Sollen sie ihre Bemuͤhungen, frei zu werden, jetzt aufheben? Nie⸗ mals! Ich glaube, die Zeit ist gekommen, den „Orden der Befreier“ zu errichten. (Beifall). Sinke ich, so wird es nur nach vielen Anstrengungen geschehn! (Beifall).

Es scheint keinem Zweifel unterworfen, doß Dom Mi,⸗ guel viele Anhänger und eine bedeutende Meinung zu sei⸗ nen Gunsten in einigen Theilen Portugals hat, und daß, wenn seine Freunde Zeit haben, die alten insurreetionellen Kräfte, welche ihn fruͤher unterstuͤtzten, wieder zu versam⸗ meln, der Kampf sehr heftig werden wird.

Briefe aus Porto bis zum ten melden Folgendes: „Die Englischen Schiffe Britomart und Cordelia lagen im Flusse; das erstere wurde mit der nach England bestimmten Post nach Lissabon abgesandt, da die Communtcation zu Lande abgeschnitten war. Die Portugiesische Corvette Sibylla hatte

orto in Blokade⸗Zustand erklart. Eine der Englischen

riegs⸗Schaluppen ging sogleich ab, um den Portugiesischen Befehlshaber zu warnen, daß kein Englisches Kauffarthei⸗ Schiff unter dem Vorwande der Blokade beläͤstigt werde. Nach einer Conferenz zwischen den Capitains beider Natio⸗ nen wurde allen, die Englische Flagge tragenden Schiffen freier Ein⸗ und Ausgang gestattet. Ein uͤber die Hafenlinie emen Portugtesisches Schiff ward jedoch ange⸗ alten mit der Alternative, entweder nach Lissabon zu segeln oder nach Porto zurückzukehren. Das letztere ward ange⸗ nommen. Die Zahl der Constitutionellen vergroͤhert sich im⸗ mer mehr. Mehrere Scharmützel fanden Statt, aber nichts ernstliches ist vorgefallen. Ein Buͤrgerkrieg ist unvermeidlich. Dom Pedro's Anhänger sind bereit, Lissabon anzugreifen. Mu Deutschland. hat in i nchen, 21. Jun. Die Kammer der Abgeordneten . 2 hren Situngen von vorgestern, gestern und am heu⸗ 88 age in den Verathungen uͤber das Zollgesetz fortge⸗

fahren, wobei heut 1 je einze gesetze eingegangen Pan Details uͤber die einzelnen Zoll⸗

8 Portugal. 6s 2. erscheinende Notificador vom 30. Mal

Manifest der provlsorischen Junt 22. a. 5 4225 eeeenen, welche zur Aufrechthaltung der 8.2 WW. Sng lehr . whe Fas chrer enre edem Pe⸗ letzen, wenn sie verabsaͤumte öö Bewohnern Europa's und der eeen Wale. 8 e eigentlichen Gruͤnde bekannt zu machen, wesche sie bei diesem weisen lane geleitet haben, wenn sie ein Stillschweigen beobachtete die wichtigen Motive, die die ehrerwollen und muthigen Anstrengungen einer tapfern und loyalen Armee rechtserti⸗ gen, weiche, mit den Gesinnungen eines treuen Volkes über⸗ einstimmend, zu den Waffen gegriffen hat, um es in vem gerechten Unternechmen zur ungeschmälerten Erhaltung der Krchte eines angebornen Herrschers zu unrerstuͤtzen, und um die Marion vor rinem Flecken zu bewahren, welcher nie auf der Geschichte feines Landes hafren wird. Die Portugiesische Nation, bei welcher loyale Gesinnun, een und die Lebe zu ihrem Souverain eine instinetmapige end find, konnee ihre Thraänen trocknon, als sie, nach dem Tode Anes gnäödigen Königs, einen Gesetzgeher, den Herrn Dem den Thron E1“] sab. Seit eenem schmerzlichen Er nisse wurde die he Gewalt im Mamen des lehhtgedachten Füͤrsten ausgeuͤbt, und nicht allein von seinen Porrugtesischen Umterthanen, sondern auch von den

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nehmend, und cie

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fremden Maͤchten anerkannt, welche nicht süumten ihre Be- sandten bei der, von dem Herrn Johann VI. erannten RNee⸗, gentschaft zu beglaubigen; eine Ermnerung, wodurch dieser die Anerkennung der Rechte des besagten Herrn Dom Pe⸗ dro lV. auf die Krone von Portugal, welche in Gemäßheit seiner Koͤnigl. Befehle (carlos regios) vom 13. Mai und 5. November 1825 bereits erfolgt war, förmlich bestätigte. Der bereitetste und allgemeinste Gehorsam lieferte den . weis, daß diese Rechte auch uͤberall anerkannt waren.

Ein edler und in seiner hohen Weisheit entsprungener Entschluß ließ den Herrn Dom Pedro eine Acte kund machen, wovon man nur selten Beispiele in der Geschichte vorsindetrt. Er entsagte der absoluten Gewalt, welche sein erhabner Va., ter ihm uͤbertragen hatte, und da er einsah, daß unsere Lei-⸗ den von einer Verwaltung herruͤhrten, die nimmer gut ün⸗ kann, wenn die politische Organisation des Staats⸗Köoͤrpers X mangelhaft ist, so unternahm er es, das Uebel mit seiner Wurzel auszureißen, indem er der Nation Institutionen gab welche eben so sehr den Beduͤrfnissen des Volks entsprachen, als sie mit den Fortschritten, welche der menschliche Geist in der Bahn der Civilisation macht, im Einklange waren.

Diese große Wohlthat, dieses Vuͤndniß zwischen Koͤnig und Volk brachte unruhige Gemuͤther und Egoisten in Gaͤh⸗ rung, die, indem sie die heiligsten Gegenstände fuür ihre Sache anriefen, eigentlich nur die Absicht hatten, den Raub, dessen sie sich bemaͤchtigt hatten, zu erhalten, um fortwoͤh⸗ rend dem Volke das Blut aussaugen zu koͤnnen. Ein Ge⸗ setz das dem Verbrechen steuert, die Tugend und das Ver⸗ dienst belohnt, konnte ihnen nicht anders als verhaßt sein. Sie vergaß n bald ihre Pflichten, wagten es die Neochte des Urhebers dieses Gezetzes zu bestreiten, die Waffen dage⸗ gen zu ergreifen, und so setzten sie sich auf die treuloseste Weise mit ihren eigenen Hanelungen in Widerspruch und zeigten der Welt, daß nur Meineiolgkeit und ein falsch verstan⸗ dener Eigennutz in ihrem Herzen lebten.

Obgleich unsere brave und treue Armee siegte und eine so veraͤchtliche Faction auf fremden Boden verjagte, obgleich eine befreundete Nartion, unser treuer und alter Verbuͤnde⸗ ter, in gewissenhafter Erfuͤllung der Tractate, uns schleu⸗ nige Hülfe sandte, so gelang es doch den machtigen Feinden im Innern und außerhalb des Koͤnigreichs das zu vollbrin⸗ gen, was der Staͤrke und der Gewalt miplungen war; sie konnten die Ausfüͤhrung der constitionellen Charte verhin⸗ dern, und die von aufrichtiger Liebe für ihren Köͤnig, fuͤr die neuen Einrichtungen, für das Gluͤck des Vaterlandes er⸗ fuͤllten Manner verfolgen sie bemuͤhten sich den Hrn. Dom gegen dieselben Portugiesen einzunehmen, die seine

echte unterstuͤtzt hatten; sie wagten es ihr loyales Beneh⸗

men anzuschwärzen, indem sie ihnen Prosjecte unterlegten, welche zu entwerfen, keinem vernuͤnftigen Menschen in den Sinn kommen kann. Die treugebliebenen Portugiesen dul⸗ deten Alles mit Ergebung, denn die Empoͤrung ist nie ihr Wahlspruch gewesen; sie wissen ihr Leben zu opfern, wenn sie ruft, aber nie das Feuer der Zwietracht an⸗ zuschuͤren.

Bei dleser Lage der Sachen glaubte der Herr Dom Pedro IV, in seiner Entfernung von Portugal, daß die Ernen⸗ nung des Herrn Infanten Dom Miguel zu seinem Lieutenant uno Regenten Lieses Koͤmgsreichs das sicherste Mittel sein wuͤrde, um die Ruxe zu erhalten, die Parteien niederzudruͤcken und

die Cintracht uͤberall herzustellen; des Infanten Dom Mi⸗

guel, welcher burch seinen Schwur auf die constitutionelle Cyarte seinem Koͤnige den besten Beweis seiner Treue ge⸗ geben hatte, der durch die Feier seiner Verlobung mit der Prinzessin Donna Muria II den besten Beweis, daß er die Rachte semmes erhabeum Brugers auerkenne, geliefert hatte; des Infam n Dom Migu l, wescher öͤsfentlich und aus cige⸗ ner Bewegung die Aufuͤheung einer Handvoll Banditen gemißbiigr Halte, weiche, seinen Numen zum Wahlipruch Fahne oes Aufruhrs aufgesteckt hatten.

Wer haärte nicht gehafft, daß die Ruͤckkehr dieses Prin⸗ zen in oen Schoog ces Vaterlandes zund seiner Famttit eie noch bluteub n Wunden hellen wuͤrde! Jedermann vaͤbrtre FAenn Hossnung, doch mit wie verschiedenen Ge⸗ en;: 2.

Diejenigen, welche es sich zur Ehre vechnen, Ahrem

Könige zu geyorchen, den Gesetzen untergeben zu sein