1828 / 302 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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Die Medico⸗Botanische Gesellschaft hat die erste Ver⸗ sammlung ihrer 9ten 82 gehalten, die sehr zahlreich war. Unter den Anwesenden befanden sich unter Andern der Nea⸗ politanische Gesandte Graf Ludolf, der Baierische Gesandte Baron de Cetto, der Schwedische Gesandte Graf Bjorn⸗ stjerna, der Schwedische Geschaͤftstraͤger Baron Ralamb, Graf Stanhope r von Smirnoff, Secretair der Russi⸗ schen Gesandtschaft, und der Graf de la Garde. Ehe der

räsident, Herr Hames M'Gregor, seinen Sitz einnahm,

leng Graf Stanhope ihm eine schoͤne goldene Medaille an einer reichen goldenen Kette um, welche letztere der verstor⸗ bene Herzog von York als fruͤherer Patron der Gesellschaft getragen hatte. Die Medaille trug das sehr aͤhnliche Bild⸗ niß des Herzogs. Der Secretair, Herr Josy, zaͤhlte eine große Menge kostbarer Geschenke her, welche der Gesellschaft von der Ostindischen Compagnie, vom Koͤnige von Baiern und mehreren Anderen geschenkt worden waren, und worun⸗ ter sich aͤußerst e Medicinalpflanzen befanden. Der Erzbischof von Canterbury, der Lordkanzler, der Herzog von Bedford und verschiedene andere Personen wurden durch Ae⸗ clamation zu Mitgliedern gewahlt, da die Versammlung zu zahlreich war, als daß man haͤtte ballotiren koͤnnen.

In der Grasschaft Hereford lebt ein alter Mann von 106 Jahren, der noch mit der Leichtigkeit eines Mannes von

40 ren sein Feld pfluͤgt und besaͤct, und der, wenn sich 82 8 sa ein ruͤstiger Reiter ist. Er

die Gelegenheit dazu bietet, noch stigen 1 . ißt Thomas rd und ist im Besitz einer robusten Ge⸗ undheit und einer ausgezeichneten persoͤnlichen Kraft.

Die Times bemerkt: Nach dem Inhalte eines von Hrn. Addington unterm 30. Mai 1824 an Hrn. Canning ichteten Briefes zu urtheilen, wuͤrde die Tarif⸗Politik in

erika nie Eingang gefunden haben, wenn in England nicht die Einsuhr des fremden Getreides beschraͤnkt wor⸗ den wͤre. 3

Im Börsen⸗Artikel der Times wird, bei Gelegenheit der Erwähnung mehrerer neuerlich vorgefallenen Falschungen, cäußert: „Die Ausdehnung, in welcher in neuerer Zeit diese

ttung von Verbrechen in der Stadt betrieben worden sind, übersteigt alle Begriffe; denn wegen des Abscheues, welcher gegen die dem Verbrechen angedrohte Strafe (des Galgens) empfunden wird, läßt man in vielen Faͤllen die Urheber wie die Theilnehmer davonkommen. Erst in der jetzigen Woche ließ ein Banquier in seinem Comtoir einen

chsel einlöͤsen, obgleich er vollkommen uͤberzeugt war, daß derselbe verfaͤlscht war. Andexre lassen sich von ihrem Mit⸗ leid für die Familie der Missethäͤter von Verfolgungen zu⸗ ruͤckhalten. ie Banqulers sind fast in Verzweiflung we⸗ gen der gefährlichen Lage, in welche diese wiederholten Be⸗ trͤgereien sie versetzen; aber das vorherrschende Gefuͤhl bei den ist nichtsdestoweniger einer Criminal⸗

olgung abgeneigt.“ Verfacgana, damit beschäftigt, eine neue Bank zu etabliren, die allem Anschein nach von gessm Nutzen seyn wird. Ihr Zweck ist, die Geldumsätze mit Neu⸗Sud⸗Wallis, die jaͤhr⸗ sich wichtiger werden, zu erleichtern. Die Australische Bank in Sydney steht uͤber diesen Gegenstand mit einigen Lon⸗ doner Banquiers in Unterhandlung. Bisher hatten die Aus⸗ wanderer nach dieser Colonte ihrer Geldgeschaͤfte wegen mit vielen Schwierigkeiten zu kaͤmpfen; sie mußten entweder Sovercigns ausfuüͤhren, was nicht nur laästig, sondern auch oft sehr nachtheilig war, oder sich mit Waaren beladen, auf deren Absatz nicht immer zu rechnen ist. Kuͤnftig wird es eben so leicht seyn, einen Wechsel oder einen Creditbrief nach Sydney zu bekommen als nach Paris, und deren Be⸗ sitzer sich im tande sehen, unmittelbar nach seiner Ankunft in der Colonie sein Capital zu benuten.

Nach Briefen aus Dublin ist die Bank in Werford, die eine Nebenbank der Irlaͤndischen Provinzialbank⸗Com⸗ pagnie ist, stark uͤberlaufen worden, und zwar nicht aus Mißtrauen in ihre Zahlungsfaͤhigkeit, sondern weil der Chef derselben ein Mitglied des, in jenem Theile von Irland ge⸗ stifteten Braunschweig⸗Clubs geworden war.

Der Flotten⸗Oberaufseher in Ostindien hat auf einer der

ouk⸗Inseln, ungefähr 30 Meilen von Amherst, einen aufgefunden, der 2an be- sichern Hafen gegen FSes⸗Passatwind darbietet. pese derlande.

i e Braüssel, 2. Nov. Gestern, am Allerheiligen⸗Feste, lasen die Bischsse von Trier und von Namur in zwei hie⸗

sigen K effe.

Ie Fhanr⸗ . stattete vorgestern, in Begleitung des Monsignor Cappacini, dem Erzbischofe von Mecheln einen Besuch ab.

Se Der Catholtque erklärt die von mehreren Journalen

6 88 as EI“ .

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1.“ egebene Nachricht, daß 20 Schuͤler des philosophischen C 6 nach dem Seminar in Rom 28899, 6. 88 ungegruͤndet. Aee Sn 4

Se. Excellenz der General, Baron Fagel, Ni⸗ scher Gesandter beim Franzoͤsischen Hofe, 8 2* von 2₰ nach Pes. 5

or einigen Tagen kam ein Großbritanischer Cabi Courier, von London nach Wien gehend, gestern Abend reiste ein Courier desselben Cabinets von Wien nach London hier durch.

Wir haben Java⸗Zeitungen vom 26. und 28. Juni er⸗ halten. Am isten desselben Monats hat sich der General⸗ Lieutenant van Geen, nach einem Sjährigen Auffenthalte in diesen Besitzungen, auf der Fortitudo eingeschifft, um hierher zuruͤckzukehren. Seine Gesundheit ist durch die Feldzuge, die er in jenen Gegenden machte, sehr geschwaͤcht. Jene Zeitun⸗ gen enthalten Berichte vom 17. und 19. Juni, aus denen erhellt, daß die Rebellen den beweglichen Colonnen unserer Truppen nirgends haben widerstehen koͤnnen. In einem Ge⸗ fecht ist der Capitain Kruseman verwundet worden; einige Haͤuptlinge haben sich unterworfen.

Schweden und Norwegen.

Stockholm, 27. Oct. Se. Maj. der König haben dem Staatsrathe, Freiherrn Nordin, befohlen, den Functio⸗ nen eines Ober⸗Statthalters der hiesigen Residenz einstwei⸗ len vorzustehen.

Dieser Tage ist eine Summe von 600,000 Rthlrn. aus dem Staats⸗Comtoir an das Reichsschulden⸗Comtoir der Staͤnde uͤberliefert worden, welche Summe den Ueberschuß der Staats⸗Einkuͤnfte uͤber die Ausgaben fuͤr das Jahr 1826 ausmacht.

Dem Vernehmen nach sind bereits im vorigen Monate von Seiten der Regierung Befehle an den Admiral Nor⸗ denskoͤld abgefertigt worden, welchen zufolge derselbe unver⸗ zuͤglich mit seinem Geschwader aus dem Mittellaͤndischen 2* Meere zuruͤckkehren soll. Jene Befehle sollen die Vorschrift enthalten, daß, falls das Geschwader wegen der späten Jag⸗

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res Zeit nicht mehr zu Carlscrona einlaufen koͤnnte, dasselbe in dem Hafen von Gothenburg vor Anker gehen sollte. 8 Daͤnemark. *

Kopenhagen, 1. Nov. Se. Majestaͤt der Koͤnig haben an bem heutigen, fuͤr das ganze Reich so festlichen und begluͤckenden Tage, eine große Ordens⸗Verleihung vorgenommen. Unter andern haben Allerhoͤchstdieselben Se. Koͤnigl. Hoheit den Prinzen Christian Friedrich von Daͤnemark zum Groß⸗Com⸗ mandeur des Dannebrog⸗Ordens, und den Prinzen Friedrich Emil August von Schleswig⸗Holstein⸗Augustenburg, so wie den Geheimen Staats⸗ und Justiz⸗Minister von Stemann zu Rittern des Elephanten⸗Ordens ernannt. Ferner haben Se. Majestät verliehen: das Dannebrogsmanns⸗Ehrenzeichen folgenden Großkreuzen: den Koͤnigl. Gesandten an den Ho⸗ fen zu Stockholm, Paris und Bruͤssel, Geheimen Conferenz⸗ Rath von Krabbe, General⸗Adjutanten von Juel zu Juels berg, und Baron von Selby, und dem General⸗Lieukenant von Kirchhoff; das Großkreuz des Dannebrog⸗Ordens: dem Probsten des adlichen Convents in Preetz, Geheimen Con ferenz⸗Rath von Ahlefeld zu Flarupgaard, dem Probsten des St. Johannis⸗Klosters in Schleswig, Geheimen Conferenz⸗ Rathe von Ahlefeldt zu Groß⸗Königsförde und Lindau, Con⸗ ferenz⸗Rath Rothe, Grafen v. Moltke zu Bregentved, Contre⸗ Ahmiral van Dockum, den General⸗Majoren von Gruner, von Friboe und von Voigt, und dem Kanzler Spies im Schleswigschen Ober⸗Gerichte; das Dannebrogsmanns⸗Ehren⸗ zeichen den Commandeurs: den Koͤnigl. Gesandten am Hol stein⸗Oldenburgischen Hofe und beim Deutschen Bundestage Kammerherrn von Avalen und Baron von Pechlin, un dem Prinzen Ludwig zu Sayn⸗Wirtgenstein⸗Berleburg; das Commandeur⸗Kreuz: 36 Personen. .

Auch haben Se. Maj. den Ober⸗Hofmarschall v. Hauch zum Ober⸗Kammerherrn, den Grafen von Rantzau⸗Breiten⸗ burg zum Ober⸗Schenk, den Conferenz⸗Rath von Essen zum Geheimen⸗Conferenzrath und mehrere Kammerherren ernannt.

Der Geburtstag Ihrer Maj. der Koͤnigin und J. K. H. der Kronprinzessin wurde am 28. v. M. festlich began.. gen. Auf Befehl Sr. Maj. wurden die Kinder der ver.. schiedenen Armen, und Militair⸗ Schulen, zusammen gegen 1600, mit einer Mittags⸗Mahlzeit bewirthet. 1*

Die Anzahl der hier angekommenen Fremden ist sehr groß. Es befinden sich darunter: der Herzog von Augusten burg, der Friedrich von Holstein⸗Sonderburg⸗Augustena) burg, der Herzog von Gluͤcksburg. 8

Kopenhagen ist gewiß seit undenklicher Zeit nicht in so freudiger und allgemeiner Bewegung gewesen, als heute. Das heiterste eencüit das heutige Fest. Die Stra-.

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