1828 / 308 p. 7 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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ieß sich

Die Bank 1 8 recken zu wiederholen, und sie hat es erreicht, daß die Sache zur weitern Untersuchung dem obersten Finanz⸗Conseil uͤber⸗

geben worden ist. Dieses besteht aus unbescholtenen und auf⸗ geklärteren Maͤnnern, als der Rath von Castilien. Man darf daher hoffen, daß der Ausspruch desselben fuͤr die For⸗ derungen der Bank guͤnstig seyn und die Frage uͤberhaupt aus einem ineren Gesichtspunkte betrachtet werden wird, damit die Regierung sich von der Nothwendigkeit uͤber⸗ zeuge, dieselbe Gerechtigkeit allen Ankaͤufern von National⸗

omainen, also auch den fremden, mit Einschluß derer von 1808 oder 1813 und von 1820 bis 1823, wiederfahren zu lassen. Die Franzoͤsische jerung sollte diesen Augenblick benutzen, um eine energische lamation zu Gunsten ihrer Unterthanen zu machen, denen im Jahre 1814 die Besitzungen genommen wurden, die sie unter Joseph Bonaparte auf Treue und Glau⸗ ben gekauft hatten, und deren Werth uͤber 100 Millionen e beträgt. Die Minister erhalten sich in ihren Stellen trotz einer Intrigue, deren Ursprung und Ziel zur Kenntniß

1 ist. Er soll beschlossen haben, auf die —2n gekommen ist. Er 2 Nach

er Personen nicht mehr zu hoͤren. 2— aus Cataloniten ließ der Koͤnig den Kriegs⸗Minister nach dem Escurial kommen, welcher nach erhaltener Instruction sogleich hierher zuruͤckkehrte. Se. Mas. scheint mit dem Gange der Dinge in Portugal wenig zufrieden zu seyn. In San⸗Sebastian wollen die aus Frank⸗ reich dahin gekommenen Jesuiten ihre Anstalt und Unterrichts⸗ Cursus den 12. November eroͤffnen. .

Die AQuotidienne schreibt aus Madri vom 27. Oct.: „Die letzte Französische Colonne, aus dem Z4sten und 36sten Linien⸗Regimente bestehend, marschierte gestern Morgen durch unsere Stadt. Man wunderte sich daruͤber, weil die drei ersten Colonnen um die Stadt herum gegangen waren, ohne in dieselbe einzuruͤcken. General Guͤdin soll diese Ausnahme dadurch veranlaßt haben, daß er bei seiner Rückkehr aus dem Escurial dem Kriegs⸗Minister sein Ver⸗ lan außerte, die Brigade der royalistischen Freiwilligen von Madrid unter den Waffen zu sehen. Der Marquis

Zambrano aͤußerte zur Erwiederung denselben Wunsch in Be⸗

auf die Franzésischen Truppen. Dem zufolge hatten ge⸗ . 8. 2 Fran⸗ ösischen Regimenter und die Brigade der hiesigen Königl. Freiwilligen auf dem Prado Parade; die Franzoͤsischen Truppen marschierten unmittelbar darauf

nach Fuencarral weiter. Diese vierte Colonne hat in dem 8 Der Kriegs⸗Minister

Dorfe Pinto zwei Rastrage gemacht. wollte 2* Spanischen Varben vor dem Vicomte Gu⸗ din und dessen Generalstabe manoeuvriren lassen, hat aber

zufhöͤrlichen Regens wegen Gegenbefehl gegeben. Die

88. Llhe⸗ der Frarczöschen Truppen wird am 18. Nov. in Bayonne eintreffen; nach ihrer Reise⸗Route kommt sie den 17ten in Irun, dem letzten Spanischen Dorfe, an. Auf Bitten der verwittweten Gräfin von Benavente, Her⸗ in von Osuna, deren Sohn, der Fuͤrst von Anglona, nach talien eewandert ist, hat der Koͤnig dem hohen Kriegs⸗ athe zu untersuchen, ob der Fuͤrst, welcher Gene⸗

ral Lieutenant war, zur s

Reinigung zugelassen werden koͤnne. Der Staats⸗Rath Francisco Campuzano, Vater unseres Ge⸗

Lissaboner Hofe, ist gestorben.“

bedee e Maewes dn Debars meldet aus Cadix vom 21. Oet. * „Das Benehmen des Nachfolgers des Gou⸗ verneurs erwirbt ihm die Achtung aller hiesigen Einwohner. Die Spanischen Truppen, welche jetzt die hie⸗ sige Besatzung beobachten die genaueste Ordnung und Disckplin. Der hiesige Gesundheits⸗Zustand ist trotz der gefährlichen Nachbarschaft Gidraltar's gut; nur zwanzig Menschen sind in den letzten vier Tagen gestorben. Da die Nachrichten üͤber den Sanitäͤts⸗Zustand in der Provinz Mur⸗ cia nicht mehr beunruhigend sind, so hat die hiesige Sani⸗ täͤts⸗Junta die Maaßregel aufgehoben, wonach kein von Torre Vieja Schiff in unsere Bai einlaufen

ee von den Kuͤsten der Provinz Murcia, von durfte, und all kommenden Schisse

g nach Alicante hinab, 1 —% wurden. Die AQuarantaine für die aus Portugal anlangenden Schiffe ist von 15 Tagen auf 8 Tage vermindert worden.“

anna angekommene Schiff hat die

e. nndben Tagen bereits im Auszuge er⸗ Uebersicht der Land, und Seemacht auf Cuba

mit 1 8 .. besteht aus drei Divisionen: wiston des Centrums zaͤhlt 9,200 Mann * 3200 Reiter und 1050 Kanoniere. nmu“ Dwision 5,020 M. Fußvolk, 440 Rei⸗ E“

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dadurch nicht abschrecken ihr

Dit suͤdliche Divisson 2,540 M. ter und 200 Kanoniere.

Zusammen: 22,550 Mann, worunter 10,000 M.

e 41,54 n * 10,U M.

der Rest ist stehende

Die Seemacht besteht aus 2 Linien⸗Schiffe Kanonen; 2 Fregatten von 50, 1 von 44 * L r. nonen; 1 Corvette zu 40, 1 zu 22 und 1 zu 20 Kanomen, 1 Brigg zu 22, 1 zu 20, 1 zu 18 und 1 zu 14 Kanonen; endlich aus 3 kleinen bewaffneten Fahrzeugen zu 5 Kanonen.

Zusammen 16 Schiffe mit 503 Kanonen.

. ZE1qu““

Berlin, 14. Nov. Nach dem Inhalte der im heute ausgegebe⸗ 1 nen Stuͤcke der Gesetz⸗Sammlung befindlichen Verordnung, die einstweilige Fortdauer des Capitalien⸗Indults fuͤr die Credit⸗ Systeme von Ost⸗ und Westpreußen betreffend, haben Se. Maj der König, wiewohl auch innerhalb der verflossenen drei Jahre der Credit der Landschaften in beiden Provinzen sich wesentlich verbessert, und der Cours der Pfandbriefe ihrem Nennwerthe sich bedeutend angenaͤhert hat, dennoch in Er⸗ waͤgung dessen, daß nach den uͤbereinstimmenden Berichten der Verwaltungs⸗Behoͤrden beide Credit⸗Institute sich noch nicht in dem Zustande befinden, der die Wiederherstellung der unbedingten Auftuͤndbarkeit ihrer Pfandbriefe ohne Besorg⸗ niß einer Gefahr fuͤr sie selbst und fuͤr die Inhaber der Pfandbriefe gestattet, eine Verlaͤngerung jenes Termins da⸗ hin zu bestimmen geruhet:

daß der Capital⸗Indult fuͤr die gedachten Credit⸗Systeme noch bis zum Weihnachts⸗Termin 1831 fortdauere und die Landschaft in beiden Provinzen, bei puͤnktlicher Zahlung der laufenden Zinsen, nicht verpflichtet seyn solle, die Auf⸗ kuͤndigung eines Pfandbriefes anzunehmen. Dagegen bleibt die Abkuͤrzung dieser dreijahrigen Frist, wenn die Umstaͤnde solche zulaͤssig machen, vorbehalten. Nach Inhalt einer Bekanntmachung des Koͤnigl. Ober⸗Präsidiums der Provinz Brandenburg (im heutigen Amtsblatte) haben des Köͤnigs Majestät mittelst Allerhoöͤch⸗ ster Cabinets⸗Ordre vom 11ten v. M. den Wiederzusammen⸗ tritt des Provinzial⸗Landtages der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder⸗Lausitz auf den 11. Januar k. J. festzusetzen, und den Koͤnigl. General⸗Lieutenant Herrn von der Marwitz auf Friedersdorff zum Landtags⸗Marschall, und den Landrichter, Herrn Freiherrn von Houwald auf Strau⸗ pitz, zu dessen Stellvertreter, den Herrn Ober⸗Präsidenten von Bassewitz aber zu Allerhöoͤchst Ihrem Commissarius fuüͤr diesen Landtag Allergnädigst zu ernennen geruhet.

Nach den (durch’s Amtsblatt bekannt gemachten) Rechnungs⸗Ergebnissen der städtischen Feuer⸗Societät der Kur⸗ und Neumark für's Jahr 1827, haben die in demsel⸗ ben liquidirten Feuerschaͤden sich auf 355,033 Rthlr. 10 Sgr.

5 Pf: belaufen, wovon 159,411 Rthlr. 21 Sgr. 4 Pf. auf

die Neumark und 195,621 Rthlr. 19 Sgr. 1 Pf. auf die 4 Kurmark kommen; die ausgeschriebenen Beitraͤge betrugen in Summa 351,095 Rthlr. G Sgr.; näͤmlich 137,153 Rthlr. 14 Sgr. 11 Pf. füͤr die Reumact und 213,911 Rthlr. 21 Sgr. 82 1 Pf. für die Kurmark. An Bestand waren, nach dem Er-.. gebniß vom 20. Nov. v. J. üͤber die Rechnungen pr. 1825 und 1826: 27,619 Rthlr. 17 Sgr. 6 Pf. vorhanden; hiegu kamen an extraordinairen Einnahmen aus dem Resultat vder 8 Staͤdte Feuer⸗Societaͤts⸗Rechnungen des Frankfurter Regie— rungs⸗Bezirks pr. 1824 und 1825: 1922 Rthlr. 2928“ 4 Pf. Der Bestand am 15. October 1827 betrug danach

25,604 Rthlr. 3 Sgr. 5 Pf. 3 2 vree 9. Nov. Heute fruͤh zwischen 3 4 Uhr ist auf der Wassermuͤhle, welche unweit des hiesigen Packhofes belegen war und dem Muͤller⸗Meister RNoͤhl ge⸗ .“ oͤrte, Feuer ausgebrochen, und dieselbe bis auf die im Was- 3 ser gestandene Theile niedergebrannt. Den Verhandlungen . 4 brunst eine Folge der Unanfmerksam⸗

Zußvolk, 300 Rei⸗

Inland.

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zufolge ist diese Feuers 3 keit eines Muͤller⸗Gesellen. Vermischte Nachrichten. 15

Ueber die Stadt Odessus, das heutige Varna. (Aus dem Journal von Odessa.) 1

Odessus war ein am Pontus⸗Euxinus gelegener See⸗ Hafen in Nieder⸗Moͤsien, und 99 10 Stunden Wegs vo der alten und beruͤhmten Stadt Marcianopolis, der Haupt⸗ stadt Nieder⸗Mösiens, welche diesen Namen zu Ehren der Marciana, Schwester des Kaisers Trajan, trug. Nieder,

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