1829 / 7 p. 5 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

3 Tuͤrkei und Griechenland. Ein Schreiben aus Ancona, vom 23. Dec. (in Allgemeinen Zeitung) meldet: Sa di. S 1 Nach Briefen aus Otranto so en die drei Botschafter dem Grafen Capodistrias erklaͤrt haben, daß die Halbinsel Morea und die Cycladen von den drei Maͤchten in Schutz vonommen sepen, und daß letztere keinen Angriff auf dieses Bebiet von Seiten der Pforte dulden, sondern als gegen ichtet betrachten wuͤrden, wogegen sie aber von de sich gerich 5 1 n der Griechischen Regierung Vermeidung Alles dessen forderten, was der Pforte Gelegenheit zu Klagen und Repressalien, we⸗ en Verletzung des Tuͤrkischen Territoriums, Anlaß geben koͤnnte. Ob diese Erklaͤrung das kuͤnftige Griechenland auf Morea und die Cyecladen definitiv beschraͤnke, ist in dem be⸗ eichneten Schreiben nicht bestimmt, sondern sie scheint eine rt von Provisorium zu seyn, welches bei der foͤrmliche Anerkennung des neuen Staats die Erweiter . rmlichen en erlauben, ja selbst noͤthig mach ung seiner Graͤn⸗ zeicht die gehorigen G hig machen koͤnnte, wenn die Pforte vehist daher dcst nac, whenefe füͤr dessen Sicherheit giebt. 5 Heiecnachan was in Zukunft unter uͤber dessen kuͤnftige Regierungs Folnn wird, so wie auch seyn mag. Denn auch hier kann die nichts ausgesprochen von ihrer Rachgiebigkeit oder fernegen drre, einwerken, und Vermittelung der aa te wir⸗ ferneren Zuruͤckweisung jeder ie bei L Maͤch „wird der Einfluß abhaͤngen, den sie bei Bestimmung der inneren 2 89 haben wird. Die Griechis. en Verhaͤltnisse der Griechen

r. Griechische Regierung, welche ganz durch

die Rathschlaͤge der drei Botschafter geic⸗ - 6,n, otschafter geleitet wird, wird ihr Betragen nach der erhal . 8 vird,

4 rhaltenen Erklaͤrung einrichten, und trifft Anstalten, alle Feindseligkeiten uͤber die gedachte Gra linie hinaus zu verhind 88 n.de. e gnsefectas Bche Commissarien nach C Se Sr hess. hgshenoses ece zum Prleden auffb andia geschickt, um die dortigen Griechen in Morea 5 fordern, und den Mißvergnuͤgten ein Asyl fehle zugegane⸗ ragen. Auch dem General Church sollen Be⸗ einzustele 8— seyn, so weit es moͤglich, die Feindseligkeiten aus Griech Noch melden diese Briefe, daß in Nauplia eine ges iechen und Philhellenen bestehende Commifsion nieder⸗

etzt werden soll, mit dem Auftrage, uͤber die oͤffentliche

uͤhe und Sicherheit zu wachen, und die Armee zu organi⸗ h glaubte, daß der Oberst Fabvier, welchen man üeee zuruͤck erwartet, das Praͤsidium da⸗

Von der Servischen Graͤnze wird (ebenfalls in

der Allgemeinen Zeitung) unterm 24. Dec. folgendes geschrie⸗ en: „Außer dem lebhaften Courierwechsel, der immer noch mit Konstantinopel unterhalten wird, giebt es von hier nichts mitzutheilen, da eine factische Waffenruhe bei den Ar⸗ meen eingetreten, und man nur auf neue Kriegsruͤstungen bedacht ist. Eine Nachgiebigkeit von Seite der Pforte laͤßt sich schwerlich hoffen. Mit Besorgniß sieht man dem Fruͤh⸗ jahre entgegen, und verhehlt sich nicht, daß noch groͤßere An⸗ strengungen als bisher von der Pforte geinacht werden muͤs⸗ sen, da die Russen den naͤchsten Feldzug mit sehr verstaͤrkter Macht eroͤffnen duͤrften. Die Serbier fuͤhlen die Schwie⸗ rigkeit ihrer Lage, falls die Russische Armee eine Invasion in Serbien beabsichtigen sollte, durch die sie gezwungen wür⸗ den, sich fuͤr eine oder die andere Parthei zu erklaͤren. So sehr auch die Serbier in gewisser Hinsicht den Russen erge⸗ ben seyn moͤgen, und mit so vielem Enthusiasmus sie bei Eroͤffnung des Feldzuges dieselben empfangen haͤtten, so schei⸗ nen sie doch jetzt kaltbluͤtiger geworden zu seyn, und dem materiellen Interesse den Vorzug vor ihrer Neigung zu geben. Dennoch koͤnnte Rußland auf eine zahlreiche und maͤchtige Parthei unter ihnen rechnen, welche allein durch das Ansehen und die Erfahrung der gegenwaͤrtig in den Festungen befehli⸗ üern Pascha's in Unterwerfung gehalten wird. Diesen at das Land die Ruhe, die es jetzt noch genießt, zu ver⸗ danken. Anders ist es in Bosnien, wo die Einwohner und die Montenegriner nicht zur Ordnung zuruͤckkehren wol⸗ len, und den Pascha's, so wie ihren eigenen Hberhaͤup⸗ tern, den Gehorsam versagen. Ein Schreiben aus Nissa vom 21. November druͤckt sich hieruͤber folgendergestalt aus: „Soll denn der Geist der Zwietracht im ganzen Reiche verbreitet werden, um der Knecht der rohen Gewalt zu seyn? Oder muß Boöͤses in vollem Maaße geuͤbt werden, damit Gutes daraus entstehe? Sonst bleibt es unerklaͤrbar, warum in Bosnien der Friede nicht wiederkehrt.

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Was die

Montenegriner wollen, ist bekannt; sie wollen 8 beiten, leben, und sich und ihre Fünxae durch Ahn⸗ ren. Was aber mit den sonst ruhigen, stillen und frugalen Bosniern vorgeht, scheint nicht gleichguͤltig zu seyn, und mehr den Umsturz der bestehenden Ordnung als die Abstel⸗ lung von Mißbraͤuchen zum Zwecke zu haben. Sie wollen die Waffen noch nicht niederlegen, sondern mit den rohen auf ihre Freiheit stolzen Montenegrinern gemeinschaftliche Sache machen: ein Vorhaben, das bei den unaufhoͤrlichen Ausschwei⸗ fungen dieses raͤuberischen Volksstammes, der sich selbst ge⸗ gen seinen Vladika (geistliches und weltliches Hberhaupt) aufgelehnt, und ihm den Gehorsam aufgesagt hat, sehr ge⸗ faͤhrlich werden kann. Die offene Widerspenstigkeit der Mon⸗ tenegriner soll durch einen Hirtenbrief ihren Bischofs Sta⸗ novich herbeigefuͤhrt worden seyn, der sie zur Ruhe ermahnte, und mit dem geistlichen Banne bedrohte, falls sie fremdes Gebiet verletzen wuͤrden.“

Dasselbe Blatt meldet ferner aus Jassy vom 17. Dec.: „Dem Vernehmen nach haben mehrere Truppen⸗ Abtheilungen Befehl erhalten, zur Verstaͤrkung des in Bul⸗ garien commandirenden Generals Roth nach Babadag auf⸗

zubrechen. Man sch griffe auf die Russischen Winter⸗Quartiere fortsetzen.“

Nord⸗Amerikag. 8s New⸗York, 1. Dec. Am 25sten v. Mts. fand hier die Jahresfeier der Befreiung Nordamerika's statt. Ein hie⸗ siges Abendblatt bemerkte bei dieser Gelegenheit: „So fest⸗ lich und feierlich, wie es fruͤher geschah, wird in neueren Zei⸗ ten dieser Tag nicht mehr begangen. Damals waren alle Laden geschlossen, die Handwerker hatten ihre Arbeiten ein⸗ gestellt, und auf den Straßen hoͤrte und sah man nichts als Jubel und Frohsinn. Indessen ist der Charakter einer ge⸗ wissen Feierlichkeit doch nicht ganz verloren gegangen. Die Unternehmer oͤffentlicher Vergnuͤgungen lassen es sich eifrigst angelegen seyn, der großen Menge Belustigung zu gewaͤhren, es finden haͤufige öoͤffentliche und Privat⸗Mittagstafeln statt, und die Schulen sind geschlossen. Das diesmalige schoͤne Wetter soll dem des 25. Novembers 1783 geglichen haben. An einem eben so freundlichen Morgen war es, wo die Bri⸗ tischen Truppen aus dieser Stadt, die sie so lange im Besitz gehabt hatten, ausmarschirten und dagegen die Amerikaner, mit fliegenden Fahnen und Trommelschlag, unter lautem Freudengeschrei einzogen.“

„Wie man sagt,“ heißt es im National⸗Intelli⸗ geneer, „hat der Marine⸗Secretair dem Flotten⸗Capitain Catesby Jones den Ober⸗Befehl der Kriegs⸗Schaluppe „Peacock,“ die gegenwaͤrtig in New⸗York ausgeruͤstet wird, zugedacht, um, einem in der letzten Sitzung des Congresses gefaßten Beschlusse zufolge, eine Entdeckungs⸗Reise im Stil⸗ len Ocean und in den Polar⸗Meeren zu unternehmen.“

In der kaufmaͤnnischen Bibliothek⸗Gesellschaft hieselbst haͤlt diesen Winter hindurch ein Justiz⸗Beamter, Namens Betts, Vorlesungen uͤber die Handels⸗Gesetze.

Die 8te Nummer des Amerikanischen Quarterly Review enthaͤlt folgende Artikel: Heber’s Palaͤstina, Ma⸗ laria, Seefahrten der Normaͤnner, Niebuhr's Geschichte der Roͤmer, Afrikanische Colonisation, Thierischer Magnetis⸗ mus, Scain und Cochin⸗China, Neue Schiffs⸗Artillerie; Reisen in Rußland. 8

Die Albany⸗Zeitungen enthalten die Anzeige, daß in der naͤchsten gesetzgebenden Versammlung der Antrag ge⸗ macht werden solle, in Albany eine neue Bank mit einem Capital von 500,000 Dollars zu errichten, der man den Na⸗ men „Kanal⸗Bank“ geben will.

Am 19. Nov. fand in M'Kenzie’s Pond in Florida eine Versammlung der Haͤupter und Krieger der Seminole⸗Na⸗ tion statt, in welcher einstimmig beschlossen ward, daß eine Deputation abgesandt werden sollte, um das Land jenseits des Misfisippi zu untersuchen, wenn die Regierung der Ver⸗ einigten Staaten fuͤr die Mittel dazu sorgen wollte. Die Expedition soll im naͤchsten Fruͤhjahr vor sich gehen.

Die Zeitung von Neu⸗ESchota enthaͤlt die unterm 13. Oct. ergangene Botschaft der Oberhaͤnpter der Cheroke⸗ sen an die General⸗Versammlung. Als Gegenstand der vorzunehmenden Berathungen wird darin zuvoͤrderst die Or⸗ ug⸗

isation der neuen Regieru

Man schließt daraus, daß die Tuͤrken ihre An-⸗

so wie die Revision und