1829 / 8 p. 7 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

civilisirten Voͤlkern als das vor⸗ Von diesen Grundsaͤtzen beseelt,

daß jenes System von allen

zuͤglichste anerkannt werde. Vo G . reichten unsere Vaͤter allen Nationen des Erdbodens die Hand

und dieser Politik hat unser Vaterland

Was immer auch in unseren Ge⸗ statt gefunden haben moͤgen, die dem Interesse einer fremden Nation als unguͤnstig erachtet wur⸗ den, so ist es jederzeit bloß um der Selbsterhaltung willen geschehen und um aͤhnliche Maaßregeln zu erwiedern, die jene Nationen gegen uns getroffen hatten.“

„Unmittelbar nach Beendigung des Unabhaͤngigkeits⸗ Krieges hat der vereinigte Congreß uͤberall hin Beauftragte gesandt, die dazu autorisirt waren, mit denjenigen Europaͤi⸗ schen Nationen, die dazu geneigt waͤren, Tractate abzuschlie⸗ ßen. Vor dem Ausbruche der Franzoͤsischen Revolution ka⸗ men bereits solche Tractate mit den Niederlanden, Preußen und Schweden zu Stande. Waͤhrend jener Kriege sind die Tractate mit Großbritanien und Spanien abgeschlossen, die mit Rußland und Frankreich erneuert worden. Ueberall sind den liberalen Grundsaͤtzen des Verkehrs, welche von den Ver⸗ einigten Staaten vorgeschlagen wurden, einige Verwilli⸗ gungen gemacht worden; da man indessen auch bei al⸗ len Unterhandlungen mit den besondern innern Gesetzen jedes Staates mit ausschließlichen, oder ausschließenden mo⸗ nopolistischen Berechtigungen, durch welche anderen Bethei⸗ ligten ein Hemmniß entgegengestellt war, in Collision kam so waren die Fortschritte fuͤr die Freiheit des Handels im⸗ mer 8 ——ö 2n v

Colonialniederlassungen, privilegirt sellschaf Ruͤcksichten auf den Schiftbau, Aasteten weve 88 großen Handelsstaaten, und die Vereinigten Staaten, welche freie und gleiche Berechtigungen Allen anbot, waren gezwungen, vielerlei Ausnahmen in jedem Theile ihrer Trac⸗ tate zu gestatten, je nachdem nämlich bereits bestehende Ge⸗ setze oder fruͤhere 2 erpflichtungen sie nothwendig machten.“

„Blicken wir auf die Angelegenheiten der uns benach⸗ barten Amerikanischen Nationen, so sehen wir im Allgemei⸗ nen mehr eine Annaͤherung an einen ruhigen Zustand, als dessen bereits begruͤndetes Vorhandenseyn. Es haben unter ihnen haͤufiger innere Unruhen statt gefunden, als ihre ge⸗ meinsamen Freunde solches wuͤnschen konnten. Wir stehen .en allen in ununterbrochen gutem und freundschaft⸗ Mit den Vereinigten Staaten von und Graͤnz⸗Vertraͤge unterhandelt netener Hind⸗haf wegen verschiedener nach einander einge⸗ Der Baͤdaerenn h nicht zum Abschlusse gekommen sind.

Duͤrgerkrieg, welcher ungluͤcklicher Weise jetzt noch in der Republik Mittel⸗Amerik 9g d erika wattet, ist dem Gedeihen un⸗

der Freundschaft, 1 auch immer angehaͤngt. setzen fuͤr Anordnungen

e 3 5 atre eden serer Handels⸗Verbindungen mit jenem Lande unguͤnstig ge⸗

wages nne din, Shaltungen und revolutionairen Veraͤnde⸗ nur mit herzlich sepubliken Columhien und Peru haben wir reude machen hem Bedauern sehen koͤnnen, indem es uns en wuͤrde, zum Gluͤcke beider Republiken beizu⸗

tragen. 5 8 dings er Mit großem Vergnuͤgen haben wir jedoch den neuer⸗

folgten Fri⸗ al t Brastlien vernomsnecdensschlu zwischen Buenos⸗Ayres und

Freude, da enen, und nicht minder eereicht es uns zur ren Michätgrran für einige der Veeintraͤchtigungen, welche unse⸗ Ersatz erlangt hat; e terem Lande widerfahren waren, Schaden⸗ lungen gepflogen,“ der uͤbrigen werden noch Unterhand⸗ Zufriedenheit enben eiche, wie wir hoffen, zu gegenseitiger Vertrag zur und einen Handels⸗ und Schifffahrts⸗

werden, der, auf liberalen Grund⸗

satzen , 8 * 7 2 eines großen aufbluͤhenden

Handels, welcher berer seres Landes erlangt e Wichtigkeit fuͤr die Interessen un⸗

„Die Lage und 8 sehr förderlich seyn wird.“ uͤbersteigen selbst die lebhafelussichten der Staats⸗Einkuͤnfte schuß in der Schatzkam daftesten Erwartungen. Der Ueber⸗ solge der betrug am 1. Januar d. J., mit

Ausschluß der in Folge der⸗ britanien abgeschlossenen nh am 13. Nov. 1826 mit Groß⸗

der, 5,861,970 Dolla ebereinkun enen Gel⸗ 28 cn 1. Jenaae bis 39 8. Kenes. Lr. vne-n eeenahme Wies zu machenden Etatg; hat, so weit dieselbe Behufs Doll. 27 Cents betragen, wefesigestellt worden, 18,633,980 Fen ncchr Vierteljahts, dhe⸗ mit den Einnahmen 8 1 schlagen werden, eine auf 5,461,283 Doll. 4 brag von 24,095,263 Doll. 67 8 jährlichen (Einnahme⸗Be⸗ es Jahres werden sich ve ts geben. Die Ausgaben

63 Cents belaufen, und faseen ehiich auf 25,637,511 Doll. er Schatzkammer am 1sten

des naͤchsten Januars die 8 Cents. Die Einnahmen des ane von 5,125,638 Doll. 14 sich auf fast 2 Millionen mehr Lcgenwaͤrtigen Jahres haben fange der letzten Congreß⸗Sizung aufen, als man am An⸗ „Der Betrag der anf die Einevartete.“ . nfuhren vom 1. Jan. bis

nehmen werden, den zu vermindern

zum 30. Sept. gelegten Abgaben von ungefaͤhr 22,997,000 und der des ungefaͤhren Zuwachs⸗Einkommens ist 5 Mill. Dollars, was zusammen fuͤr das Jahr eine Summe von beinahe 28 Mill. Dollars ausmacht. Dies ist eine Million mehr als die am letzten December fuͤr das Zuwachs⸗Einkom⸗ men des gegenwaͤrtigen Jahres gemachte Veranschlagung, wonach mit Einschluz der Ruͤckzoͤlle und der dabei gehoͤrenden Abzuͤge eine Jahres⸗Einnahme im Betrag von 22,300,000 Dollars erwartet wurde. Waͤre dies allein realisirt worden, so wuͤrden auch die Ausgaben des Jahres verhaͤltnißmaßig reducirt worden seyn. Denn von diesen 24 Mill., welche eingenommen worden sind, sind mehr als 9 Mill. auf die Tilgung der Staatsschuld, die jaͤhrlich mit 6 rt. verzinset wird, und daher die Last der in Zukunft jaͤhrlich zahlbaren In⸗ teressen um mehr als eine halbe Million vermindert, ver⸗ wendet worden. Die Zahlungen auf Rechnung der Zinsen uͤbersteigen 3 Mill. Doll.; woraus sich eine Summe von mehr als 12 Mill. ergiebt, welche auf die Tilgung der oͤffentlichen Schuld verwendet worden ist, deren⸗Ganzes, so viel am naͤchsten 1. Jan. noch uͤbrig seyn wird, sich bloß auf 58,362,155 Doll. 78 TCents belaufen wird. Daß das Einkommen des folgen⸗ den Jahres nicht sehr von dem des jetzt ablaufenden verschie⸗ den seyn wird, laͤßt sich aus Anzeichen schließen, die schwer⸗ lich taͤuschen duͤrften. In unserm Lande hat eine einförmige Erfahrung von 40 Jahren gezeigt, daß, wie auch der Abga⸗ ben⸗Tarif auf von außen eingefuͤhrte Artikel beschaffen gewe⸗ sen sey, der Betrag der Einfuhr immer einen Durchschnitts⸗ Werth, der sich dem der Ausfuhr fast ganz annäaͤherte, wenn er auch gelegentlich in der Balance abwich und bald mehr, bald weniger betrug, gegeben hat. Es ist in der That ein allgemeines Gesetz des gluͤcklichen Handels, daß der wahre Werth der Ausfuhr den der Einfuhr um ein gewisses kleines Quantum uͤbersteige, welches ein fortwaͤh⸗ render Zuwachs des Reichthums der Nationen ist. Die Aus⸗ dehnung des gluͤcklichen Handels der Nation muß nach dem Betrage ihrer Ausfuhr regulirt werden, und ein bedeutender Zuwachs in dem Werthe der letztern wird auch einen damit correspondirenden Zuwachs in der Einfuhr nach sich ziehen. Bei dem Wechsel der Jahreszeiten hat es sich zugetragen, daß die Erndten von ganz Europa im letzten Sommer und Herbst weit von ihrem gewoͤhnlichen Durchschnitt entfernt geblieben sind. Es ist eine Milderung des Verbots der Ein⸗ fuͤhrung von Korn und Mehl von Außen erfolgt; ein guͤn⸗ stiger Markt ist den Kornscheuern unseres Landes ceroͤffnet worden; und eine neue Aussicht auf Belohnung hat sich den Arbeiten des Landwirths gezeigt, welche ihm, seit mehreren Jah⸗ ren, verschlossen geblieben war. Diese Vergroͤßerung der Vortheile des Landbaus in den mittleren und westlichen Staaten der Union, ist zufaͤllig und voruͤbergehend. Sie kann vielleicht nur ein Jahr dauern. Es kann, wie man es oft schon erfahren hat, nur die erste mehrerer auf einander folgenden mangelhaften Erndten statt⸗ gefunden haben. Wir keͤnnen es als gewisß betrachten, daß der eben genannte Umstand dem Werthe unserer Ausfuhr einen großen Zuwachs verliehen hat und daß er einen damit in Verbindung stehenden Anwachs der Ausfuͤhr hervorbrin⸗ gen wird. Daher mag man mit Gewißheit erwarten, daß das Einkommen von 1829 dem von 1828 gleichkommen, und dasselbe wahrscheinlich noch uͤbersteigen wird, und daß es die Mittel geben wird, noch 10 Millionen von der öͤffentlichen Schuld zu tilgen. Dies neue Element von Gluͤckseligkeit fuͤr den Theil des landwirthschaftlichen Fleißes, welcher sich mit der Hervorbringung des ersten Arrikels der menschli⸗ chen Subsistenz beschaͤftigt, ist fuͤr die Gefuͤhle des Patriotismus hoͤchst erfreulich. Indem es von einer Ursache. herruͤhrt, welche die Menschlichkeit mit Betruͤbnit betrachten wird, naͤmlich von den Leiden des Mangels In Ienmn Laͤn⸗ dern, giebt es zugleich Anlaß zu der troͤstenden Erwaͤgung, daß dieser Mangel in keiner Weise uns zugeschrieben werden kann, daß er von demjenigen koͤmmt, welcher alles in Weis⸗ heit und Guͤte ordnet, und welcher auch nur das Uebel als ein Werkzeug zum Guten duldet; daß feen davon, 7 diesem Mangel beizutragen, unsere Wirksamkeit nur darau

seyn wird, dessen Strenge zu - inde wir von dem Ueberflusse unserer eigenen Scheunen die Vor raͤthe spenden, welche theilweise denen, die in Noth sind

zur Erholung dienen werden, unsere eignen Vorräthe ver⸗

Brodes erhoͤhen wer⸗ an dem Mangel Theil das Gluͤck unseres Vate landes ist. Die großen Interessen einer ackerbauenden, han deltreibenden und Manufacturen unterhaltenden Nation sin so mit einander verknuͤpft, daß kein Grund, Gluͤck des einen ausmacht, fuͤr die uͤbrigen ohne influß ble 1 ben kann. Alle diese Interessen stehen auf gleiche Art unter

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mindern, und den Preis unseres den, so daß wir einigermaßen

95189. zu mildern; und daß wir, indem

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