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Blatte) Folgendes gemeldet: „Die Absicht der drei Griechenlands Graͤnze auf Mor schraͤnken, hat viele
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Maͤchte, e a rea und die Cykladen zu be⸗ 3 . Hoffnungen getaͤuscht, und besonders die Griechenfreunde unangenehm uͤberrascht, die noch vor weni⸗ gen Monaten die Ueberzeugung hegten, daß auch Athen mit
seinen ruhmvollen Erinnerungen das neue Griechenland ver⸗ herrlichen wurde. Wichtige politische Nuͤcksichten scheinen den Beschluß der Cabinette geleitet zu haben, obgleich behauptet wird, daß der Franzoͤsische Hof sich fuͤr die moͤglichste Aus⸗ dehnung der Griechischen Gränzen erklaͤrt, und nur auf die Vorstellungen Englands seine Zustimmung zu der engern Be⸗ groͤnzung des neuen Staates gegeben habe. Die verhaͤltuiß⸗ maäͤtige Verminderung der innern Kraft des neu zu errich⸗ tenden Staates bei einem groͤßern Umfange; seine leichtere Verwundbarkeit auf einer ausgedehnten schwer zu vertheidi⸗ genden Landgraͤnze, die Eifersucht der Pforte und ihre Ab⸗ neigung gegen die Vermittelung der fremden Maͤchte, waren die Gruͤnde, welche das Englische Ministerium geltend gemacht haben soll, um die Unmoͤglichkeit zu zeigen, von der Pforte die gewuͤnschte Zustimmung zur endlichen Pacifieation Grie⸗ chenlands nach dem Sinne des Tractats vom 6. Juni zu er⸗ halten. “ 8 Moreg und den Cycladen, erwartet England sie mit mehr Wahrscheinlichkeit. Auch soll der Tractat vom 6. Juli, in dessen Sinne das Franzoͤsische Cabinet allein zu handeln er⸗ klaͤrt hatte, dem Vorschlage Frankreichs entgegengestellt, und behauptet worden seyn, daß dessen Stipulationen nur von der Einstellung des Blutvergießens und der Beruhigung der insur⸗ girten Provinzen handelten, folglich der Schutz der Maͤchte sich nur auf diese letzteren ausdehnen, und ihnen Sicherheit gewaͤhren duͤrfe. Gegen diese Auslegung des Tractats ließe sich manche Erinnerung machen; doch giebt die von Herrn Stratford Canning selbst aufgestellte Behauptung, daß Griechen und Tuͤrken nicht mehr auf demselben Boden ru⸗ hig wohnen koͤnnten, den Griechen die Hoffnung, schneller und kraͤftiger sich entwickeln und in dem wahren Sinne des Worts als Nation auftreten zu koͤnnen. Denn wenn es unmoͤglich geworden ist, Griechen und Tuͤrken neben einan⸗ der wohnen zu sehen, so ist den noch zwischen den Tuͤrken wohnenden Griechen der Ort angewiesen, wohin sie sich zu begeben haben, um in Frieden bleiben und thaͤtig wirken zu koͤnnen. Die Vermehrung der christlichen Bevoͤlkerung in dem ihnen angewiesenen fruchtbaren, und fuͤr Handel und Schifffahrt aͤußerst vortheilhaft gelegenen Morea, muß zu ihrer Ausbildung maͤchtig beitragen, und ihnen in dem Euro⸗ päischen Staaten⸗Vereine einen ehrenvollen Platz anweisen. Die Maͤchte haben daher durch den Beschluß, die Graͤnzen des neuen Griechenlands nicht weiter anszudehnen, dem jun⸗ gen Staate gewissermaaßen einen Dienst geleistet; vorausge⸗ setzt, daß den auf dem Tuͤrkischen Gebiete zuruͤckgebliebenen Griechen das Recht gesichert wird, sich ungehindert mit ihren Familien uͤberzustedeln, und daß fuͤr die Sicherheit der Griechen vor neuen Bedruͤckungen der Tuͤrken uͤberhaupt Maaßregeln getroffen werden.“
Breslau, 3. Jan. Bei der seit mehreren Tagen ein⸗ getretenen Kaͤlte von 8 bis 12 Grad ist die Oder, nachdem sie zu einer Hoͤhe von 18 Fuß gestiegen war, mit Eis uͤber⸗ deckt. Dessen ungeachtet werden noch fortwaͤhrend Geschaͤfte mit Weizen abgeschlossen. Bei groͤßeren Geschäften haͤlt sich
auf dem Markte, wo nur kleinere Quantitaͤten ausgeboten werden, hoͤchstens bis zu 2 Rthlr. 14 Sgr. steigt. Malmedy, 29. Dec. Seit dem Eroͤbeben vom 3ten d. M. haben die hiesigen reichhaltigen Stahlquellen, welche in dem kuͤrzlich erschienenen schaͤtzbaren Werke des Herrn Dr. Monheim zu Achen ausfuͤhrlich beschrieben sind, an innerm Gehalte bedeutend zugenommen. Ganz vorzuͤglich ist dies bei der Geromonts⸗Luelle, die den Pouhon in Spaa an Staͤrke bei weitem uͤbertrifft, der Fall, und duͤrfte dieser Um⸗ stand gewiß dazu beitragen, die bisher noch nicht hinreichend bekannten Heilguellen Malmedy's und seiner Umgebungen mehr in Aufnahme zu bringen. .
Koͤnigliche Schauspiele. Sonntag, 11. Jan. Im Schauspielhause: Die Muͤn⸗ del, Schauspiel in 5 Abtheilungen, von A. W. Iffland. Montag, 12. Jan. Im Opernhause, Zum Erstenmale:
In Betracht der bereits factischen Unabhaͤngigkeit
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der Preis auf 2 Rthlr. 15 Sgr. pro Scheffel, waͤhrend er.
Die Stumme von Portici, große Oper in 5 Abtheilungen, nach dem Franzoͤsischen: La Muette de Portici, des Scribe, zur beibehaltenen Musik von Auber, fuͤr die Deutsche Buͤhne bearbeitet vom Freiherrn v. Lichtenstein. Ballets vom Koͤ⸗ nigl. Balletmeister Titus.
Preise der Plaͤtze: Ein Platz in den Logen des Koͤnigl. Ranges 1 Rthlr. 10 Sgr. Ein Platz in den Logen des zweiten Ranges 20 Sgr. Ein Platz in den Parquet⸗Logen 1 Rthlr. Ein Platz in den Logen des dritten Ranges 15 Sgr. Ein gesperrter Sitz 1 Rthlr. Ein Platz im Parterre 20 Sgr. Amphitheater 10 Sgr.
Der Billet⸗Verkauf zu dieser Oper⸗Vorstellung beginnt am Sonnabend, den 10 d. M., fruͤh 9 Uhr, und koͤnnen die, in Folge eingegangener Meldungen notirten Billets, von diesem Tage an, in Empfang genommen werden; die Mel⸗ dungen aber, welche aus Mangel an Raum bei der ersten Vorstellung nicht beruͤcksichtigt werden konnten, sind zur zwei⸗ ten vofrn .
Zu dieser ersten Vorstellung der Oper: Die S von Portici, sind im Billet⸗Verkaufs⸗Bürena * 8— lets zum Parterre à 20 Sgr., zum dritten Range, 2 2 und zum Amphitheater, à 10 Sgr. bange, à 15 Sgr.
5 Amphitheater, à Sgr., zu haben.
2½
De Vetter Kukuk. Hierauf: Der kleine neu engagirtes Mitglied: Hannchen.)
Koönigsstaͤdtsches Theater. Sonntag, 11. Jan. Verborgene Liebe. Hierauf: Ochsenmenuet. org ebe. Hierauf: Montag, 12. Jan.
₰
Matrose. (Dlle. Pistor,
e 1 121 Berliner Börse. 1 1.“ Den 10. Jan. 1829. LWEI1I1u.““
Amtl. Fonds- und Celd. Cours Zettel. (E
reuss. Coutr.)
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St.-Schuld-Sch. 4 91½ 975 5 F. 127 — — Pr. Eogl. Anl. 18 5 103 ⁄ 1027 omm. Pfandbr.] 4 103 103 ⅓ Pr. Engl. Anl. 22 5 102½ 102½ Sng. u. Naum. 4o. 4 104 ½ — B0,0b ncIIin.1i 2 —— 190 ½ enlenische 40. 4 105 ¾ — Kurm. 0b..1.C. 4 91 90 ⅜ MAck. 4. 40. 8 107 8 ,„— Neum. Int. Sch.do. 4 91 90 ¾ [Ostpr. do. 5 11002 1 Berlin. Stadt-Ob. 5 101 ½ — Rücka. C. d KmL — 561 1002 dino d 4 100 ½ 99 ½ 40. do d.Nak. 58 — Künisobs. do. 4 91 ½ 91. Zins-Sch. d. Kmk.-—] 57 ½ — Elbinger do. 5 101 — auno d. Nmk. — 37½ EE 33 ⅔ 33 ½ x%— —0 estpr. db. A. — 95 ¾ g dito dito B. 4 94 ½ — HoH. vollw. Dne. — Grosfshz. Pos. do0. 4 99 ½ = FeiedrIch-Jhon. 16 ¼ 182 Ostpr. Pfandbrf. 4 95 ½ — [Disconto . ... — * 12 ½ ½
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(Berlin, dan 10. Jan.) Preuss. Cour.
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ee Auswartige Börsen. —
London, 1. Jan. FE 2
An der Bank Feiertag.
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Zeit 87⁄. Meaic. 32
5 „Berichtigun Im gestrigen Blatte der Staats⸗Zeitung, Artikel Pa⸗ ris, 8. 2, Sp. 1, Z. 32 p. o., st. „Kapitals“ 1. „Kapi⸗ tels“; ferner im Artikel London, S. 3, Sp. 1, 3. 2 v. o.⸗
G l. „Kings⸗Ben ch“ u. Zeile 3 dersel⸗
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Hierbei die erste Nummer des Allgemeinen Anzeigers.
Gedruckt bei A. W. Hayn.
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Redacteur John, Mitredacteur Cottel