1829 / 14 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

2 88. 1“ unsere Lage zu geben. Dieselbe ist hoͤchst beklagenswerth. Die von dem Gewalthaber bei uns eingefetzten Behoͤrden

befolgen genau dasselbe Unterdruͤckungs⸗System wie die des Mutterlandes. Die Bedruͤckungen und Gewaltthaͤtigkeiten derselben haben keine Graͤnzen; taͤglich fallen zahlreiche Verhaftungen vor und namentlich verfolgt man die be⸗ guͤterten Personen, deren Guͤter dann confiscirt werden uͤnd den Schatz der dermaligen Regierung bereichern. Die ungluͤcklichen Opfer edler Treue gegen die legitime Re⸗ gierung werden nach den Gefaͤngnissen Portugals abgefuͤhrt, um dort ihr Urtheil zu erwarten; jedes von hier absegelnde Schiff nimmt eine Menge dieser Proseribirten mit. Diese einst so bluͤhende Insel wird entvoͤlkert und durch das Stok⸗ ken alles Handels in das groͤßte Elend versetzt. Die confis⸗ cirten Guͤter der Anhaͤnger der Donna Maria werden oͤf⸗ fentlich versteigert, und obgleich die Zahlungen in Papier⸗ geld von sehr getingem Werthe angenommen werden, so fin⸗ den sich dennoch keine Kaͤufer, weil man die Regierung des jetzigen Gewalthabers allgemein als hoͤchst precair betrachtet.“

Die Alg Se. Die Allgemeine Zeitung enthaͤlt im neuesten Blatte folgende Correspondenz⸗Mittheilungen aus von ee Gräuze: 2 E Bucharest, 18. Dec. Vom jenseitigen D ist fortwaͤhrend hier nichts Sicheres Fe tcs EG rung 88 immer empfindlicher.“ 8* „Von der Servischen Graͤnze, 26. Dec Philippopoli sind Briefe bis zum sl6ten und aus Oan dae⸗ esdsche (nicht zu verwechseln mit Bazardschik bei Varna) 568 . M. in Belgrad eingegangen. Sie melden Die neulich aus Konstantinopel unterm ten Tataren 78 5 arh ich Fermane an den Fuͤrste Milosch, die der Pascha sogleich demselben Medsh⸗ 85

Nachrichten aus Griechenl 3 chrich and. 8 g. F. Biene vom 11. November enthaͤlt Aehinem zit 5 gegen den Courrier de Smyrne unter 8 ee es: „Wir erhalten von mehreren Seiten Arti⸗ 22 4 estimmung es ist, die Verlaͤumdungen des Courrier mine geuen die Hellenen, ihre Regierung und ihre ee. San erlegen. Wollten wir alle diese Zusendungen Widerleguda E oder uns selbst einer geordneten r. Unwahrheiten unterziehen und hierin

fortfah 1 fahren, so wuͤrde fuͤr keinen anderen Stoff Raum uͤbrig

eiben, und wir müͤß muͤßten bef⸗ . . len, wenn wir sie un efürchten, unsere Leser zu langwei⸗

hielten, d it diesem einen Gegenst 3 Gb⸗es denh es an und für sich ohnehin so wenig pertrühe⸗ der, wenn er nur ee Europa und in Griechenland, nicht das S aͤtter des Courri Idol, den Jlean cess S durchschaute mheücseh hat⸗ zn erheben, And dacezus’ Nh⸗rerschoͤnern und in die Wolken schildern und zu ergteengzles,in den schwaͤr esten Farben zu ihren natuͤrlichen gcsen, was der Griechischeis Natioh gioͤsen Freiheit, guͤnsti politischen Rechten 9 wie Peg reli⸗ nal die Mufelmn unaes 88 Wie schildert uns dieses Jour⸗ 18—e 22 Uüöcform 8 86 bit gniger Zeit gezwuͤngen w e nach zuen „die sie verwuͤnse 1 lich vorkommen? 8 ihren Aieligions, Erwnschen⸗ Nacher von seinem Oberhaupte ellt dieselben als ein Volt dar, das gegengefuͤhrt werde, uer moralischen Regeneration ent⸗ natuͤrlichen Anlagen riesenbet seiner Gelehrigkeit und sei tion mache. Wir läugnsenhafte Fortschritte 18 der Ewwiltsa⸗ wee bei den rohesten Volteicht⸗ daß es unter den Tuͤrken, eeben mag, aber wird m erschaften, moralische Menschen Jahrhunderts uͤberreden nan die Eucopaͤer d M 89 einem Volke, das unter v daß wahre rscalse bers b Herrschaf e each ertsceane maccaf wndesrinater Söecze, 1 te Natior e, und daß die aufhoͤren, Muselmaͤnner de sehn limaten. wenn sie nicht ie Civilisation, eine

Tochter des Lichts, kann zu seyn?

das durch seine Religion mie bei einem 8

tet ist. Die Weisen runut, ohesten eehe s ee Welt, denen die Heiligkeit der G2 ilantropen der civilisirten Interesse eingefloͤßt hat, und waflschischen Sache ein so edles

die Wissenschaften, die J lche zuerst fu 8

b ndustri st fuͤhlten, wie sehr

wuͤrden, wenn man die Nacstne und der Handel gewinnen olkes, da

ersten Grundsteine

eisti i seyn wiedergaͤbe, geistiger Bildun

diese Weisen 2₰

g legte, einem neuen.

manitaͤt sind in den Augen und diese Freunde der Hu⸗ als Fanatiker.“ gen des Courrier de Smyrne nichts

h 8 I z8t f. Das genannte Blatt vom 22. Nov. enthaͤlt folgen⸗

des officielle Buͤlletin der Armee von Ost⸗Griechenland: Im Haupt⸗Auartier von Steveniko, am 11. Nov⸗ „Am 5ten d. M. setzte sich der General⸗en⸗Chef, nach⸗ dem er wegen der Huͤlfs⸗Truppen in Megara, so wie wegen der Besatzung von Eleusis die noͤthigen Auordnungen getrof⸗ fen hatte, mit seinem Corps in Marsch. Er marschjerte durch den Engpaß von Candyla und brachte die Nacht in dem Dorfe Cundura zu. Hier ertheilte er die angemessenen Be⸗ fehle, um den Marsch des Heeres zu sichern und zu ordnen. Das Commando der Avant⸗Garde uͤbergab er dem Chiliar⸗ chen Eumorphopulo, welcher zwei Chiliarchieen unter seinen Befehlen hatte, die Nachhuth befehligte der Hekatontarch H. Varphi mit zwei Ersatz⸗Compagnieen. Der General war ge⸗ noͤthigt, den ganzen folgenden Tag in jenem Dorfe zu ver⸗ weilen, damit die spaͤter ausgeruͤckten Truppen unsere Caval⸗ lerie einholen konnten.“ „Am Ften, nachdem die Infanterie durch das Gebirge, und der General en⸗Chef an der Spitze der Reiterei durch die Ebene von Theben und Plataͤä den großen Engpaß von Cazas umgangen hatten, langten wir in Caparili, einem ver⸗ oͤdeten Dorfe dieser Provinz, an. Das Heer hat auf die⸗ sem Marsche viel gelitten, da die Jahreszeit streng und die Wege schlecht waren, und wir die Nacht aus Mangel an allem Obdach unter freiem Himmel bleiben mußten. Der General hatte diesen Weg vorgeschrieben, damit unsere Be⸗ wegung dem Feinde verborgen bliebe, und dieser keine Zeit gewoͤnne, sich zu ruͤsten. Den S8ten marschierten wir durch Dobrena auf Kostia, ein festes am suͤdlichen Fuße des Heli⸗ kon gelegenes Dorf, nachdem wir in Dobrena und dem Nach⸗ bar⸗Dorfe Cacopi Besatzungen zuruͤckgelassen hatten. Die Vorhuth traf an diesem Tage bei Kostia mit etwa 200 Alba⸗ nesischen Tuͤrken zusammen, welche eine Menge Livadischer Bauern zwangen, die Oliven einzusammeln. feuerten sogleich auf cinander, und nach einem drittehalbstuͤn⸗ digen Gefecht schloß sich der Feind in das Kloster Dombo ein, welches sogleich von unserer Avantgarde umringt wurde. Zugleich erhielt der Pentakostarch Triantaphylos Tzura Be⸗ fehl, das Hospitium Papluki und den gesammten Engpaß zu besetzen, damit die Belagerten, unter denen sich Anfuͤhrer von Auszeichnung, und namentlich der angesehene Abbas⸗Aga, befanden, keine Huͤlfe von Livadia aus erhalten konnten. Unter diesen Umstaͤnden hielt es der commandirende General nicht fuͤr angemessen, die Truppen den ganzen Tag des 9ten ruhen zu lassen, obgleich sie von dem beschwerlichen Marsch sehr ermuͤdet waren. Mit Anbruch des Tages ließ er viel⸗ mehr saͤmmtliche Truppen⸗Corps aufbrechen, theils um Ste⸗ veniko zu nehmen, theils um jede Verstaͤrkung des Feindes von Livadia aus zu verhindern. Wir ruͤckten durch die De⸗ fileen des Helikon und bei Kukura, und umzingelten zugleich Steveniko, ein festes, drittehalb Stunden von Livadia ent⸗ ferntes Dorf, welches von 50 Albanesischen Tuͤrken und eben so viel Christen, unter Anfuͤhrung des Jean Zelijanneo, ver⸗ theidigt wurde. Diese kleine Besatzung war durch ihre feste Stellung stark. Kaum hatte der Angriff auf das Dorf begon⸗ nen, als wir durch die Ebene ein zahlreiches Detaschement feindlicher Cavallerie und Infanterie heranruͤcken sahen. Der General schickte ihnen die vierte Chiliarchie, unter G. Dio⸗ vunioti, und unsere Cavallerie entgegen. Ein blutiger Kampf entspann sich, in welchem die feindliche Verstaͤrkung mit Ver⸗ lust zuruͤckgeschlagen, und zu einem schimpflichen Ruͤckzuge ge⸗ noͤthigt wurde. Der Anfuͤhrer Zelijanneo wurde dadurch in Schrecken gesetzt, und ergab sich nebst den, unter seinen Be⸗ fehlen stehenden Christen, waͤhrend die Albaneser sich von den steilen Felsen herab mit groͤßter Tapferkeit vertheidigten. Die Unsrigen ließen sich aber durch diesen Widerstand nicht ent⸗ muthigen, griffen alle Verschanzungen der Feinde an und er⸗ oberten sie in einer Stunde. Saͤmmtliche Truppen, nament⸗ lich die Garde, die zweite Pentakostarchie von Vasso Mauro⸗ vunioti, welche von Jéan Climaca angefuͤhrt wurde, so wie die unabhaͤngigen Hekatontarchieen unter Haggi, Varfi und Jéan Phocas gaben bei diesem Angriffe die schoͤnsten Be⸗ weise der Tapferkeit und Subordination; nicht minder zeich⸗ nete sich die vierte Chiliarchie und die von Pappasuglu an⸗ gefuͤhrte Reiterei bei dem Gefechte in der Ebene aus. Der Ober⸗General ertheilte allen Officieren wegen ihres Beneh⸗ mens volles Lob und belohnte die Tapferkeit der Soldaten durch reichliche Geschenke. Bei diesem Treffen wurden auf unserer Seite elf Mann, Unter⸗Officiere und Gemeine, ver⸗ wundet, aber nur einige gefaͤhrlich; ein Officier von der Garde, Namens Carajanni, wurde getoͤdtet. Der General lobte besonders diejenigen, welche den Tuͤrken nach dem Sturme ardon gegeben, und auf diese Weise 25 Gefangene gemacht

1 rengen Befehl, diese Ge angenen

Beide Theile