1829 / 15 p. 6 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

S8 8 —* 8 22 i . . 8 “] E“ 8 be 82 8* 1 5 8 A. 4 nun zur Mittheilung desselben und zur Ergreifung weiterer als eine nationale Kunst ansähe und achtete. Wir koͤnnen darauf zu begruͤndenden Maaßregeln eine General⸗Versamm⸗ ja ohne sie nicht seyn; alle Wunder, die unser Gewerbfleiß

lung auf den 11. Februar anberaumt, und die desfallsige Eiinladung in der vom Statut vorgeschriebenen Weise erlas⸗ sen, wird auch uͤberdem alle ihr bekannten Actionaire durch ein besonderes Circulair mit den hauptsaͤchlichen, zum Vor⸗ bringenden Gegenstaͤnden baldmoͤglichst vorher bekannt machen.

Köln, 9. Jan. Der Rhein treibt seit heut Morgen mit Eis, weshalb die stehende Schiffbruͤcke heute abgefahren wurde; die Ueberfahrt hat jetzt vermittelst der Schalden statt.

Vermischte Nachrichten.

Die Revue britanique enthaͤlt folgende, hoͤchst in⸗ rteressante Notizen uͤber Schiffbau in Frankreich und Eng⸗

ü MNan ist gewoͤhnlich der Meinung, daß das Land, wel⸗ ches die auf dem bluͤhendsten Standpunkte befindliche Marine besitzt, nothwendiger Weise auch dasjenige seyn muͤßte, in welchem man nicht bloß sehr verbreitete, sondern auch die tiefdurchdachtesten Kenntnisse antreffe uͤber Alles, was zur Schiffs⸗Einrichtung gehoͤrt; wie indessen von keiner ange⸗ wandten Wissenschaft, so laͤßt sich auch von der Schiffs⸗ Architektur diese Meinung hier nicht durchfuͤhren. Vielmehr erhalten wir daruͤber von einem hochgebildeten Manne, des⸗ sen Zeugniß uͤber diese Materie durchaus nicht verdaͤchtig erscheinen kann, ganz andere Aufschluͤsse; es ist dies Herr Georg Harvey, Mitglied der Koͤniglichen Gesellschaften von London und Edinburg, der aus Plymouth, wo er sich im letzten Monat August befunden hat, das Folgende be⸗ richtet:“

„Oft schon ist bei uns gefragt worden, warum die zum Schiffbau gehoͤrenden Wissenschaften in allen Häfen Groß⸗ britaniens so vernachlaͤssigt werden? denn laͤugnen laͤßt es sich nicht, daß solche Kenntnisse hier nirgends mit dem Fleiße cultivirt werden, den sie eigentlich verdienen; warum ferner andere Nationen, deren Seemacht tief unter der unsri⸗ gen steht, doch in der Theorie einer Kunst, die sie viel we⸗ niger uͤben, bei weitem mehr vorgeruͤckt sind, als wir? Allein die Antwort auf diese Fragen ist eben so bald gefunden, als sie Jedem einleuchtend erscheinen wird; wer näaͤmlich im Schdoße des Gluͤcks und der Opulenz ruht, der schlaͤft darin ein; das Beduͤrfniß aber und die Noth erhalten wach und regen den Geist zu Forschungen an, die wiederum zu neuen Entdeckungen fuͤhren. Eben, weil man die Hoffnung auf⸗ geben mußte, so zahlreiche Flotten, wie die unsrigen, vereini⸗ gen zu koͤnnen, hat man sich zu denjenigen Mitteln gewen⸗ det, die der bloß numerischen Gewalt eine andere gegenuͤber stellen. Die Franzosen z. B. haben sich darauf gelegt, schnel⸗ ler und leichter segelnde Schiffe, als die unsrigen, zu bauen und oft genug ist es ihnen gegluͤckt. Die Amerikaner, welche mit den Materialien dazu uͤberfluͤssig versehen sind, haben in dem bedeutenden Umfang ihrer Uehrpeuge ein an⸗ deres Mittel gefunden, uns einen Vorrang abzugewinnen. Frankreich hat das Genie zu seinen Zwecken in Anspruch ge⸗ nommen. Preise, ehrenvolle Auszeichnungen, kurz Alles, was den Ehrgeiz anspornen kann, hat es dazu verwandt; seine ge⸗ lehrtesten Geometer sind nach solchen Aufforderungen natuͤr⸗ lich nicht zuruͤckgeblieben, und was auch immer gesagt werden mag zum Schaden der Sache wird es niemals gereichen, wenn Maͤnner wie d' Alembert und Bouguer uͤber die Theorie der Fluida nachdenken, und ihre Anwendung auf die Marine lehren. Wenn wir Gelehrsamkeit und gruͤnd⸗ liches Wissen selbst in den Schiffswerften antreffen, so koͤn⸗ nen jene nur dazu beitragen, die bestehende Methode zu ver⸗ vollkommnen; besonders wenn sie den Arbeiter gewoͤhnen, in den Wissenschaften noch etwas mehr als bloße Theorieen zu erblicken, und er sie, hauptsaͤchtich um ihrer Anwendung willen, achten lernt.“

„In Großbritanien verdiente es die Kunst des Schiff⸗ baues in jeder Ruͤcksicht und mit vollem Rechte, daß man sie

zu Stande gebracht, wuͤrden augenblicklich verschwinden, so⸗ bald wir unsere Superioritaͤt auf dem Meere verlieren. Un⸗ sere Marine ist es, worin unsere Macht besteht; durch unsere Schiffe sind wir gekannt, geachtet und gefuͤrchtet bis in den entferntesten Gegenden der bewohnten Erde; unsere Geschwaa. der sind die Arme, ohne welche wir uns nicht bewegen koͤnn-⸗ ten, und ohne sie wuͤrde unser aüfitsces untergehen. Warum also erkennen wir, bei den großen erpflichtungen, die wir gegen unsere Schiffe haben, nicht auch die Kunst, sie zu bauen, in ihrem vollen Maaße an? daß doch bies 8 Kunst von allen Strahlen der Wissenschaft, die ihre Arbeiten weiter fuͤhren und vervollkommnen kann, erleuchtet werden moͤchte! Aufmunterung moͤge jeder Unterricht und auch die geringste Kenntniß finden, von der sie Nutzen ziehen kann Der Dank aber des ganzen Volkes komme den hochgebildete Maͤnnern entgegen, die durch den Schatz ihres Wissens den

des Landes zu vermehren streben; denn nur auf diese ise kann auch unser Land seinen Euler, seinen Douf 229. F nen Chapman erhalten!“ 8es as . Im Morgenblad von Christiania kuͤndigt ein Fr 42 zimmer ein neues Erziehungs⸗Institue Seasn. 1 junge Maͤdchen nichts mehr von der Wirthschaft e. und solche doch im Ehe⸗ und Hausstande unentbehrlich = ages Herren im Kochen u. s. w. und zwar, um mit de eichtesten anzufangen, zuvoͤrderst im Beefsteakmachen unter..

richtet werden sollen.

Keonigliche Schauspiele. 8 Donnerstag, 15. Jan. Im Schauspiel b 72 Trauerspiel in 5. Abtheilungen, von Seerachtase: Correggio, Freitag, 16. Jan. Im Opernhause, Zum Erstenmal wiederholt: Die Stumme von Portici, große Oper male Abtheilungen, nach dem Franzoͤsischen: La Muette ver. des Scribe, zur beibehaltenen Musik von Auber Portiei, Deutsche Buͤhne bearbeitet vom er, fuͤr die

Balleks vom Koͤnigl. Balletrheiser eherrn v. Lichtenstein.

Preise der Plaͤtze: Ein Platz in den L 1 Ranges 1 Rthlr. 10 Sgr. Ein Plath 2 Koͤnigl. zweiten Ranges 20 Sgr. Ein Platz in den Paraueted 8 2 2. Logen des dritten Ranges 15 Sern. Ein gesperrter Sitz 1 Rthlr. Ein Platz i Umgsehener 10 Sgr⸗ hlr. Ein Platz im Parterre 20 Sgr.

Zu dieser Vorstellung si⸗ ch Bi terre 1,29 Sgr. 88G g sind nur noch Billets

Fiegs 8 zum Par Es werd ersucht bie, Amphitheater à 10 Sgr. zu behar eservirten Vill öt die, laut Meldungen zu dieser Oper Ferv en Be bis spaͤtestens Freitag, 16ten d I. Vormittags 10 Uhr, im Dillet⸗Vertaufs⸗Bureau abholen zu

lassen, indem im Nichtfalle diese Bi ü tig verkauft werden. . se Billets alsdann anderwei⸗

8.82

Koͤnigsstaäͤd 27 19

53— 8 Sbeater. Donnerstag, 15. Jan. Doctor

A& Gaise

wunderthaͤtige Magus des Nordens. Johannes Faust, der

Freitag, 16. Jan. Die Heirath

rie. Hierauf: Der kleine Matrose. Tag im Lager. 8

durch die Guͤter⸗Lotte⸗ Zum Beschluß: Emn

Auswärtige Börsen 1 Hamburg, 12. Jan. E.

Oesterr. 5pCent Metalliques 96 ⅞. Engl. Anl. 91 ½.

3 London, 5. Jan. onsols auf Zeit 87¼¾. Bank-Actien 210.

. Wien, 9. Jan.

Bank-Acuüen

1111. Russ.

161½. Bank-Actien 1115. 8 1238.