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—₰ Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.
B 2 7 Bei der am 15ten d. Mts. geschehenen Ziehung de isten Klasse 59ster Koͤnigl. Klassen⸗Lotterie ne ich 8 gewinn von 5000 Rthlrn. auf Nr. 29,929; 2 Gewinne zu 1500 Rthlrn. sielen auf Nr. 13,022 und 59,793; 3 Gewinne zu 800 Rthlrn. auf Nr. 15,203. 47,410 und 78,960; 4 Ge⸗ winne zu 400 Rthlrn. auf Nr. 5060. 32,025. 34,293 und 86,930; 5 Gewinne zu 100 Rthlrn. auf Nr. 1431. 3445 8 307713 68,098 9 — Der Anfang der Ziehung 2ter Kla ieser ie i fS. fa2gens sse dieser Lotterie ist Berlin, den 16. Januar 1829. Keo‚nigl. Preuß. General⸗Lotterie⸗Direction.
— ngekommen: Der General⸗Major und Fluͤgel⸗Adju⸗ tant Sr. Maj. des Kaisers von Rußla eeelcr- Reewe; von Wema⸗ ßland, Fuͤrst Lobanow⸗
gereist: Se. Excellenz der Kaiserl. Russische G Lhense eS nach 88b Bücgische Cfeheset er Ober⸗Landesgerichts⸗Chef⸗Präͤsident, Freiherr von der Reck, nach Frankfurt a. d. —— 8 f z. ereiewih, gnm 85 “ oi v Am
Zeitungs⸗Nachrichten.
b 8 land. e⸗ Feolgendes ist der gestern von uns erwaͤhnte: 22
Tages⸗Befehl des Grafen von Woronzow an das Detaschement von Varna. Nach 4. (13.) October 1828. Aneresn. ücklicher Beendigung des mir von dem Kaiser erhalten, .e nh Gessdgeftzages, babe ich heute den Befehi Posten, zur Verwaleu⸗ ge Sr. Majestaͤt, an meinen jetzigen 8 g der Neu⸗Reussischen Gouvernements Truppen eroberten Festung
zu begeben. Varna verbleibt der Artillerie e
rtillerie⸗General⸗Maj Seed—. rend General⸗Li 1.eee Dese ee al⸗
Commandant, waͤh 8 tragt ist, die letzten Anord ieutenant Schenschin beauf⸗ Truppen als auch der Tuͤ ungen sowohl hinsichtlich unserer Pascha zu uns ee. dnn ischen zu treffen, die mit Jussuff⸗ Tage hier zubringen versn e sind, weswegen er noch einige einem Detaschement trenne, deadenegich mich dergestalt voön Ehre gehabt habe, zu befeh si das ich sechs Wochen lang die und Jedem das auszudrücheen⸗ finde ich nicht Worte, Allen Dienstes fuͤhle, und ihmen ei was ich in Ruͤcksicht ihres kennen zu geben, fuͤr ihre 8 ganze Dankbarkeit zu er⸗ schrockenheit, Ausdauer und süseaghafte Anstrengung, Uner⸗ jeder Einzelne waͤhrend dieses deschwerche Bereitwilligkeit, die sagen, waͤhrend dieses glorreichen Feilichen, und ich wage es zu hat. Anfangs waren wir unserer nur w mgesas den Ka gelegt ten wir eine säarke Festung, die enig, und dennoch belager⸗ chen Garnison vertheidigt wurde, sonder unsen Aagen Beffääiang an menusga und Lebensmit⸗ teln erhalten konnte, die wir abzuschneiden nicht im Stande waren. In dieser Lage schlugen wir bestaͤndi 1 d. fall des Feindes und alle seine Angriffe 5 g zeden Zus⸗ Unternehmung kostete ihm nicht nuͤr 222 vhen 8 2* schaft, sondern auch irgend eine Position, die wir sogleich be⸗ setzten und befestigten. is aber, mit Allerhoͤchster Erlaub⸗ niß Sr. Majestaͤt des Kaisers, die Ankunft der Garden uns in den Stand setzte, die Blokade der Festung zu vollenden,
w Ankes 8 e. 92 17. re. Berlin, Sonnabend den 17ten Januar
nicht nur von einer zahlrei⸗ auch alle Tage vor
indem ein Theil des Corps auf jene Seite des Liman ver⸗ legt wurde, da ward es uns moͤglich, auch unserer Seits an⸗ griffsweise zu verfahren, und die Redouten und Verschan⸗ zungen der Tuͤrken, die sich bis dahin mitten unter unseren Bivouaes befunden hatten, wurden eine nach der andern durch unsere Bajonette erobert. Mit der Allergnäaͤdigsten Einwilligung Sr. Majestaͤt des Kaisers und dem huͤlfreichen Beistande Sr. Kaiserl. Hoheit des Großfuͤrsten Michail Pawlowitsch geschah es, daß die Garden uns wahrhaft bruͤ⸗ derlich unterstützten; das Ismailowsche Leibgarde⸗Regiment beharrte zugleich mit den tapferen Jaͤgern des 13ten und 14ten Regiments vier Wochen lang in den Transcheen unter bestaͤndigem Feuer des Feindes. Beim Angriffe am 25sten erkletterten drei Compagnieen jenes Regiments mit den frei⸗ willigen Jaͤgern und Matrosen und mit zwei Compagnieen des 15ten Jäͤger⸗Regiments die Bastion, und vollfuͤhrten jene denkwuͤrdige und folgenreiche Heldenthat, der wir vier Tage spaͤter die Einnahme der Stadt zu verdanken hatten. Die Unerschrockenheit und der Ungestuͤm dieser Handvoll Tapfern erschreckten an jenem Tage den Feind so sehr, daß die Ein⸗ wohner, die Garnison und selbst die angesehensten Beamten in der feindlichen Stadt allen weiteren Widerstand aufga⸗ ben. — Am 29. Sept. (11. Oct.) besetzte das siegreiche Rus⸗ sische Heer alle Bastionen der Festung, ohne die geringste Bedingung von Seiten des Feindes. — Die Einnahme von Varna erfreute unsern Allergnaͤdigsten Monarchen, kroͤnte glorreich den schwierigen aber ehrenvollen Feldzug und ver⸗ breitete Schrecken uͤber das ganze Tuͤrkische Reich. Varna war noch nie erobert. Einst verlor hier Koͤnig Wladislaw von Polen, Leben und Heer, im Kampfe fuͤr den christlichen Glauben. Alle, zu verschiedenen Malen auf Varna gemach⸗ ten Angriffe, waren vergeblich, aber der Gott der Russen hatte es beschlossen, daß unser Kaiser Nicolas Pawlowitsch die stolze Veste demuͤthigen sollte. .
Unser Detaschement hat zu diesem unvergeßlichen Siege nicht wenig beigetragen; mir blieb nichts vorbehalten, als die Heldenthaten Aller und jedes Einzelnen zu bewundern, und mich gluͤcklich zu preisen, daß mein Geschick mich herge⸗ fuͤhrt hatte, um Zeuge, ja Theilnehmer bei diesem ruͤhmlichen Ereigniß zu seyn. Fuͤr eine heilige Pflicht halte ich es, hier folgende meiner geehrten Waffen⸗Gefaͤhrten namentlich zu erwaͤhnen: den Chef des Detaschements⸗Stabes General⸗Ad⸗ jutanten Schenschin, den Commandeur der 7ten Infanterie⸗ Division General⸗Lieutenant Uschakow, den Ingenieur⸗Gene⸗ ral⸗Major Trousson, den Anfuͤhrer der Feld⸗Artillerie Gene⸗ ral⸗Major Dieterichs und den Chef der Artillerie General⸗ Major Dietrichs, und den Chef der Artillerie von der Flotte Eapitain vom 1sten Nang Saleßkji. Nochmals bitte ich alle Herrn Generale, Stabs⸗ und Ober⸗Officiere, wie auch alle Uebrigen untern Ranges, die Versicherungen meiner in⸗ nigen Dankbarkeit und Achtung fuͤr ihre Waffenthaten zu em⸗ pfangen. Und wenn mich je der Wille meines Monarchen in den Kampf sendet, so moͤge Gott es lenken, daß ich wie⸗ der mit ihnen diene, oder, wo nicht mit ihnen selbst, so doch mit Maͤnnern, die ihnen gleichen.
Unterzeichnet: Graf Woronzow.
Polen.
Warschau, 12. Jan. In Gallizien befanden sich im Jahre 1827 im Ganzen 4ü Buchdruckereien, und zwar 2 in Lemberg und 2 in Bochnia. In den beiden ersteren sind 6 und in den beiden öö Sprache in dem erwaͤhnten Jahres⸗Abschnitte erschienen. 8
Um dan eänschen des zahlreichen Deutschen S hieselbst zu entsprechen, wird hier mit dem 1. Fein. . ein Zeitungsblatt in Deutscher Sprache, 2 dem 1 ite „Der Warschauer Bote“ erscheinen. Der Hauptzwee 8 ses Blattes ist, die vorzuͤglicheren Neuigkeiten des In⸗