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zogin, einen Besuch zu machen. Ma 1 Ihren Koͤniglichen Hoheiten auf das feierlichste empfangen. Nach einem Spaziergange in den Umgebungen des Schlos⸗ ses ward ein elegantes Déjeuner eingenommen, worauf die Koͤnigin nebst ihrem Gefolge das Schloß wieder verließen.
hre Majestaͤt kehrte nach Laleham, der Marquis Palmella gebst den uͤbrigen erstgenannten Personen aber nach London
ruͤck. zura Die (wie bereits gemeldet) am verwichenen Freitage vom Grafen von Aberdeen und von Sir George Murray abgeschickten Depeschen an Sir Stratford Canning und Sir Fred. Lamb, enthalten, dem Vernehmen nach, die Antwort auf Depeschen, welche von den beiden Letztgenannten Tags zuvor hier eingetroffen waren. KZ 50 Der heutige Courter enthaͤlt die officiellen Berichte uͤber die Einnahmen des am 5ten dieses Monats zu Ende egangenen Vierteljahres. Nach Inhalt derselben ist die Einnahme von den Zoͤllen geringer gewesen, als man erwar⸗ tet hatte, naͤmlich anstatt 300,000 Pfd. nur 233,000 Pfd. Dagegen sind an Aceise uͤber 794,000 Pfd. mehr eingegan⸗ en, was den uͤberzeugendsten Beweis von der steigenden in⸗ neren Wohlfahrt des Landes liefert. .
Ueber den Stand des Englischen Staats⸗Einkommens
vom letzten Jahre spricht sich die Times folgendermaaßen aus: „Es gewaͤhrt uns eine außerordentliche Genugthuung, zu finden, daß fast in jedem Zweige Verbesserungen statt ge⸗ funden haben, und zwar so große, als man sie durchaus nicht erwarten durfte. Im Vergleiche zu dem des vorigen Jah⸗ res ist das diesjaͤhrige Einkommen um 1,660,647 Pfd. St gewachsen. Besonders hat das letzte Vierteljahr mehr als seine drei Vorgaͤnger dazu beigetragen; indem auf diese drei Monate allein mehr als zwei Fuͤnftel des diesjaͤhrigen Ueber⸗ schusses kommen. Gehen wir zu den einzelnen Titeln uͤber, so finden wir, daß hauptsächlich die Accise sich bedeutend ver⸗ mehrt hat; ihr Ueberschuß allein ist groͤßer, als der des gan⸗ zen Jäͤhrlichen Einkommens, um mehr als 70,000 Pfd. St., die zur Deckung der in den Zoͤllen stattsindenden Ausfäͤlle beitragen muͤssen, welche letztere sich auf 266,720 Pfund be⸗ laufen. Der außerordentliche Anwachs der Accise und die verhaͤltnißmaͤßig gleiche Abnahme in den Zoͤllen sind haupt⸗ saͤchlich aus einem und demselben Grunde herzuleiten — es werden naͤmlich mancherlei Abgaben, die sonst als Zoͤlle an⸗ Pesehen wurden, jetzt unter dem Titel Accise erhoben. Die — — ersteren braucht daher keine Unruhe zu erre⸗ —— Vermehrung in jedem andern Zweige des e mmens allgemein erfreulich seyn muß. So
ern die Stempel⸗Einnahme sich J 32 um 291,223 Pfd. St. und der Er — 22 — Pfd. St. vernehrt⸗ trag der Taxen um 81,029
Diese 2 s „Diese Verbesserung unserer finanziellen Lage darf in⸗
dessen, wie sehr sie auch sG f
bessen Re auch unseren Hoffnungen entspric eine
e fuͤr eine anderseitige, thbeigte Berchenbans
a9s — — wir den ungeheueren Betrag unse⸗
—— gung ziehen und dabei bedenken, daß ermehrten Ertrages aller bestehenden Abga⸗
ben, doch die Ausgabe S kung der Ausfäͤlle im ve Schatzkammer⸗Scheine, zur Dek⸗
. 8 consolidirt 2½ 5,367,403 5 en Fon c er⸗ — Pfd. betragen 5 Eb32 —e Nach Briefen au7 124,024 Pfd. zugenommen hat.“ gen sind, sind die Koͤni Poertsmouth, die bei Lloyds eingegan⸗ mit geheimen Befehle gl. Schiffe „Ranger“ und „Nimrod“ der Stadt uͤber die 888, dort abgesegelt. Nichts war in und alle Vermuthungent iche Bestimmung derselben bekannt, gruͤber sind vergebens erschoͤpft achstehendes ist der Anglesea an den Primas von Hriand 88 Een von „g — „Dr. Curtis:
Sehr (hr,0 Hart, den 23. Dec. 1828. Ihres Schreibens vom Zesten d., terae⸗ den Empfang von dem Herzog von Wellington empfan das 11ten d., nebst einer Abschrift d gene Schreiben vom
1 er . haben zugehen lassen, hierdurch zu ertheilten Anrwort
7 8 i tzte Vert Ich danke Ihnen fuͤr das in mich gesetz rauen. Ihr Schreibe Bzesinnung Herz von Wellington uͤber lige Lage der katholischen Frage waren mir kannt. Nun davon in Kenntniß gesetzt, werde ich mir er⸗ lauben, uͤber den Gang, den die Kas 1
Katholiken einzuse 3 1 1 zuschlagen haben, meine Meinung zu aͤußern. Vollkommen uͤberzeugt,
daß nur durch die definitive und aufrichtige Feststell ie⸗ ser großen Taselegzaeit ane Klassen ö— Se. Mazj. in diesem Koͤnigreiche Frieden, Eintracht und Wohl⸗
Ihre Majestaͤt ward von
fahrt gewaͤhrt werden kann, muß ich bekennen, wie unange⸗ nehm es mir ist, zu erfahren, daß keine Aussicht vorhanden 8 dies Ziel in der naͤchsten Parlaments⸗Sitzung erreicht zu sehen. „Es gereicht mir jedoch zu einuigem Trost, z emerke
daß Se. Gnaden der Maaßregel — e. kann man ihn nur dazu vermoͤgen, dieselbe zu befoͤrdern so ist Er gerade der Mann, der dieselbe mit der groͤßten Leich⸗ tigkeit zur Ausfuͤhrung bringen wird. Wenn diese meine Ansicht richtig ist, so ist es offenbar von hoͤchster Wichtigkeit, den Herzog von Wellington guͤnstig fuͤr die Sache zu stim⸗
men, ihm, so weit es irgend zu vermeiden ist, kein Hinder⸗
niß in den Weg zu legen, alle Persoͤnlichkeiten und anstoͤßi⸗ gen Insinuationen zu unterdruͤcken, und auf die Schwierig⸗ keiten seiner Lage die vollstaͤndigste Ruͤcksicht zu nehmen. Schwierig ist sie gewiß, denn er hat die sehr großen Vor⸗ urtheile und die sehr selbstsuͤchtigen Bewegungs⸗Gruͤnde vie⸗ ler Personen von dem hoͤchsten Einfluß gegen sich, und zu⸗ gleich die Besorgnisse vieler der weniger unterrichteten Pro⸗ testanten zu beschwichtigen. Ich weiche in soferne von des Herzogs Meinung ab, als er naͤmlich wuͤnscht, diese Angele⸗ genheit fuͤr einige Zeit der Vergessenheit zu uͤbergeben. Erst⸗ lich, weil das durchaus unmoͤglich ist; und dann, weil ich, wenn es moͤglich seyn sollte, fuͤrchte, man werde, von diesem Aufschub Vortheil ziehen, um ihm ihn als Wirkung einer durch die letzte heftige Reaction verursachten Bestuͤrzung dar⸗ zustellen, und laut behaupten: daß wenn die Regierung sich ploͤtzlich und entschieden gegen alle Zugestaͤndnisse erklaͤ⸗ ren wolle, die Katholiken sich nicht weiter regen wuͤrden. — Die wirkliche Folge koͤnnte aber keine andere seyn, als daß Irland aufs Neue mit allen Leiden der letztvergangenen Jahre zu kaͤmpfen haben wuͤrde. Was ich empfehle, ist, daß man diese Angelegenheit nicht einen Augenblick aus dem Gesicht ver⸗ liere; daß man fortgesetzten Eifer zeige; daß man alle consti⸗ tutionnelle (im Gegensatz zu nur gesetzlichen) Mittel anwende, um sie zu befoͤrdern; daß man aber auch zu gleicher Zeit auf die nachsichtsvollste Schonung, auf den unterwuͤrfigsten Ge⸗ horsam dringe, und daß man sich aller persoͤnlichen An⸗ spielungen und beleidigenden Reden gegen diejenigen ent⸗ halte, die den katholischen Anspruͤchen nicht gewogen sind. Persoͤnlichkeiten bieten keinen Vortheil, sie bewirken nichts Gutes, beleidigen vielmehr und vermehren die vorgefaßte Abneigung. Moͤgen die Katholiken nur der Gerechtigkeit ihrer Sache und der immer zunehmenden Freisinnigkeit unter den Menschen vertrauen! Leider haben sie waͤhrend der letz⸗ ten 6 Monate durch ungemaͤßigte und durchaus nicht noth⸗ wendige Gewalts⸗Maaßregeln einige Freunde verloren und die Macht ihrer Feinde verstaͤrkt. Wenn ste jetzt mehr Maͤßigung zeigen und das Vertrauen fassen, daß die zesetzgebung ihren Uebeln abhelfen werde, so werden auch ihre jetzt minder gut stehen⸗ den Angelegenheiten bald wieder eine guͤnstige Wendung erhalten. Ungestuͤme Gewalt kann zu nichts fuͤhren — das moͤgen die Katholiken versichert seyn. Die Gesetzgebung ist es, welche jene große Frage entscheiden muß; und mein aͤngstlicher Wunsch geht dahin, daß eben diese Frage dem Parlamente unter den guͤnstigsten Umstaͤnden vorgelegt werde und daß die Gegner der katholischen Emancipation durch die Maͤßigung und un⸗ ermuͤdliche Ausdauer ihrer Vertheidiger entwaffnet werden moͤgen.“ . 1
„Mein sehnlicher Wunsch, die allgemeinen Interessen die⸗ ses Landes zu befoͤrdern, ist der Bewegungsgrund, der mich veranlaßt hat, meine Ansicht auszusprechen und meinen wohl⸗ gemeinten Rath anzubieten. Ich habe die Ehre u. s. w.
Anglesea.“
„Der Marquis von Anglesea“, heißt es im gestrigen Courler, „ist, wie wir bereits gemeldet haben, im Begriff⸗ von der Verwaltung Irlands abzutreten. Er ist abbekufen worden, und wird gegen Ende dieses Monats aus Irland zuruͤck erwartet. Ueber seinen Nachfolger ist noch nichts be⸗ kanut. Was das Schreiben des Marquis und seine Zuruͤck⸗ berufung betrifft, so wollen wir nicht den Ton und den Styl einiger unserer hiesigen oder der Dubliner Collegen nach⸗ ahmen, und die Aeußerungen derer wiederholen, welche die Zuruͤckberufung oder die Resignation Sr. Exc. als einen Sie des Protestantismus uͤber den Papismus, als einen Triumph der Braunschweig⸗Clubs uͤber die katholische Association an⸗ sehen; auch beabsichtigen wir nicht, zur Bestaͤrkung des 9 einem Morgenblatte enthaltenen Geruͤchtes beizutragen⸗ 888 ob Lord Anglesea zuruͤckberufen waͤre, weil; er versoͤhnlicher,⸗ in sei Syst in sei Si pulairer, dabei auch in seinem System und in seinen Sitten popularrer, und Will⸗ weniger ruͤcksichtsvoll gegen die Unverschaͤmtheit benge⸗ lies kuͤhr des Factions⸗Geistes gewesen, als cs⸗ ea che Geruͤchte sey. Wir sind uͤberzeugt, daß diejenigen⸗ die Ech. 8 2 verbreiten, ihnen selbst keinen Glauben beimessen. Wenn 5