1829 / 26 p. 5 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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meinen Preußischen Staats

Wenn man aber au les Alles .

14ede 8B88,6 wollte, daß die Spanier ihre Sklaven icht nur mit gleicher sondern mit noch groͤßerer Unmensch⸗ nch keit behandelt haͤtten, als andere Voͤlker, was wuͤrde es des seyn, was diese Ungluͤcklichen zu wuͤnschen oder zu be⸗ gehren haͤtten. Die persoͤnliche Freiheit etwa? Was kuͤm⸗ 2 2 ste diese muß es ihnen nicht gleichguͤltig seyn, ob der Souverain ihres Landes Fernando oder anders heißt? Wel⸗ chen moͤglichen Nutzen vermoͤchten sie wohl daraus zu ziehen, daß eine gesetzgebende Versammlung, ein Praͤsident oder ein Dietator das Land regierr. Enttaͤuschen wir uns doch dar⸗ uͤber, und gestehen, daß der einzige Wunsch der freien und Sklaven⸗Indianer und gemischten Casten bloß Friede, Ord⸗ nung und Ruhe seyn muß und wirklich ist. Da sie nun dies Alles unter Spanischer Herrschaft besessen, so ist es natuͤrlich, wenn Alles diese zuruͤckwuͤnscht und die schmerz⸗ erfuͤllten Augen dem Mutterlande zuwendet, indem man . uͤberspannten Freiheits⸗Threorieen, Deputirten Wahlen und das Gleichgewicht der oͤffentlichen Gewalt in seinen Fol b kennen gelernt hat. Der Vernuͤnftige und Gebildete 88 laͤngst anerkannt, daß nur die Verfassung die beste ist die ein Volk am gluͤcklichsten macht, gleichviel, ob es eine 92 6 oder bedingte Monarchie, eine vollkommene Demokratt⸗ 8* Aristokratie ist. Aber was heißt das Alles in B 8. die Neger, Mulatten und Indianer jenes Landes? s 8 der wissen noch wissen wollen, was Volks⸗Souverai irar. Zerli e ische Freihei 7 unveraͤußerliche Rechte, politische Freiheit, Theilung d . walt, temporaires oder perpetuelles Veto bedenten ere 8 verstehen diese Ungluͤcklichen von d 8 Was

Ungluüch er ganzen Ordnung der menschlichen Gesellschaft, wenn man es ihnen nicht uͤbers⸗

Unlaͤugbar ist daher die Wahrhei

ahrheit, daß weder die Ein⸗ gebornen noch die Neger und M 1 Herrt des Mutterlandes entzichen 422 ES2 Aerrschaft 28 denn sie ig.

Wir kommen nun zu den eigentliche 1 8 düese betrifft, so ist es erwiesen 3 daß h⸗ Seameene, 8 1968 mit Ausnahme einiger Unsinnigen, die Emancipation 1 Huüͤnschen noch wuͤnschen koͤnnen il . lichen Vernunft angemessen ist, d weil es der mensch⸗ schädlich und Verdetblich est. uc zn ht zu wunschen, was moͤglich, daß diejenigen, die in Spanlen ae 92 wie ist es zungen noch dort haben, und pielleicht Werdren, ihre Besiz⸗ wie die Freunde ihrer Jugend dort und Kinder so Trennung wuͤnschen koͤnnen, die er agelassen haben, eine Macht und Reichthum raubt. Giebt es Lutterlande Ruhm, laͤnder, der nach Jamaica oder Osti vielleicht einen Eng⸗ reichen Besitzungen von England g indien gegangen, diese laͤßt sich erwa annehmen, daßein Spannnt sehen moͤchte, oder staͤnden anders denken werde als „panier unter gleichen Um⸗ sein Vaterland weniger liebe, e. Engläͤnder, oder daß er welche in jenen entfernten Piabzlener; Die Spanier, uͤberrascht worden sind, lassen sich in von der Revolution in geistliche und weltliche in zwei Klassen theilen:

dorthingeschickt worden, und in K die von Spanien aus aufleute, die sich . zum Be⸗

trieb ihrer Geschaͤfte gerade d

ort 8 1 Ersteren venrtss, so läßt sich wohl fanden. Was die men, daß es ihr Wille gewesen 88 nicht dafuͤr anneh⸗ 2 unfehlbar verlieren muß Seheket 1 enen sie geehrt und rei ßten, eintraͤgliche zuruͤckkehren konnten. Oder glaubten ü in ihr Vaterland unter den neuen Regierungen ie etwa ihr Geschick

5325 zu verbe 2 2 2. Hoffnungen sehen sie jetzt vernichte ssern? Diese eitlen gen muͤssen jetzt wohl eingeseheheedas Die Kaufleute hinge⸗ ihrem Vortheil gereicht, wenn Amerika f daß es nicht zu dels⸗Monopol aufgehoben ist, welches d rei und das Hau⸗ unermeßliche Schaͤtze zufuͤhrte. Um diese emn Mutterlande so

3 8 ** d 2 2 2 sie nach Amerika, und es ist unmzalich zn ereinger, gicgen 1 2

nung der Dinge lieben, die ihren s⸗ Hohn spricht. In der That haben söbaften offzungen guͤnstige Gelegenheit ergriffen, um sich jenen jede dern zu entziehen, und die wenigen Zuruͤck enggen Lan⸗ warten mit Sehnsucht eine aͤhnliche Gelegensh veea in Sscharbett zu heit, um ihr 8 eenn nun Eingeborne und Schwa

farbige Leute die Emancipation nicht woͤnsche⸗ 8— d92n 8* erwa die Creolen, oja! sie sind gescheidt genug, eine Gleich⸗ gültigkeit gegen die vorige Regierung zu heucheln und scheinbar

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dasjenige zu verlie⸗ beu uberreicht, wodurch Se. Maj. der Koͤnig ihn zum wirk⸗

ch dies Alles uͤbergehen, ja wenn der M

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b acht der Verhaͤltnisse nachzugeben, aber wie 19 eine hinreichende Spanische Armee dort 3 9 he die Reihen der Insurgenten dastehen Und es kann auch nicht anders seyn sind doch di meisten Creolen Geistliche des niederen Ranges und offenbar den modern⸗philosophisch⸗liberalen Grundsaͤtzen abze⸗ neigt. Das Ergebniß endlich alles hier Gesagten ist Scs von allen den 5 Klassen, welche die Bevölkerung Neu⸗S 88 niens ausmachen, nur eine halbe die Trennung von nien wuͤnschen kann, und da nun diese Haͤlfte, sie sey so zahlreich, als sie wolle, nicht den 10ten Theil der Einwoh⸗ ner ausmacht, so ist es klar, daß die Mehrzahl der Spani⸗ schen Colonisten die Emancipation vom Mutterlande weder 8 will noch wollen kann.“ 8

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ie, wenn sich ploͤtz⸗ zeigte, man wuͤrde

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Vereinigte Staaten von Nord⸗Amerika.

New⸗York, 15. Dec. Fortdauernd entstehen in den Vereinigten Staaten neue Gesellschaften zur Befoͤrde⸗ rung des Gartenbaues. In der Stadt Geneva ver⸗ sammelte sich vor Kurzem eine große Zahl angesehener Bewohner von 10 benachbarten Provinzen, um eine ein⸗ heimische Gartenbau⸗Gesellschaft fuͤr den westlichen Theil des Staates New⸗York zu bilden. Die Vice⸗Praͤsiden⸗ ten und ein Ausschuß von Directoren aus jeder der 10 Provinzen sind bereits erwaͤhlt worden. Aus der Zusammen⸗ setzung dieses Ausschusses, der aus lauter Maͤnnern von be⸗ deutenden Kentnissen und Einfluß besteht, kann man die ge⸗ gruͤndetste Hoffnung schoͤpfen, die wohlthaͤtigen Zwecke dieser neuen Gesellschaft mit Erfolg gekroͤnt zu sehen. z

Die Pensacola⸗Zeitung vom 28. Oct. enthaͤlt die Botschaft des Praͤsidenten von Florida an die legislative Versammlung dieses Staates. Die Ankuͤndigungen darin, welche nicht von localem Interesse sind, beschraͤnken sich auf folgende zwei: erstens, daß eine Zaͤhlung der Einwohner von Florida im naͤchsten Jahre die Zulassung dieses Staates in die National⸗Union als unbezweifeltes Resultat ergeben wird, und zweitens, daß der Anbau des Zuckers in diesem Staate ungemein zunimmt und bereits so groß ist, daß man die Hoff⸗ nung gussprechen kann, es werde der Zucker binnen wenigen Jahren einer der vorzuͤglichsten Ausfuhr⸗Artikel von Florida werden. 7 E

I“ I—“ Glogau, 11. Jan. Unser wuͤrdiger Ober⸗Landes⸗Ge⸗ richts⸗Praͤsident, Meckel von Hemsbach, feierte heut sein funfzigjaͤhriges Amts⸗Juhilaͤäum. Am 11. Jan. 1779 wurde er zusammen mit des Herrn Ministers von Schuckmann Excell., als Kammer⸗Gerichts⸗Referendarius verpflichtet, seit 44 Jahren stand der Jubilar als Assessor, Rath, Direktor und Vice⸗Praͤsident bei dem hiesigen Ober⸗Landes⸗Gericht. Am Morgen begab sich das versammelte Collegium des Ober⸗Landes⸗Gerichts, die Justiz⸗Commissarien und die Mit⸗

glieder des hiesigen Land⸗ und Stadt⸗Gerichts, den Chef⸗ . Praͤsidenten von Goͤtze an ihrer Spitze, zum Jubelgreise Mit einer Rede wurde ihm das allerhoͤchste Cabinets⸗Schrei⸗

lichen Praͤsidenten zu ernennen und eine jaͤhrliche Zulage von 300 Rethlr. Gehalt zu bestimmen geruhten. Das allerhoͤchste Cabinets⸗Schreiben war von einem Gluͤckwunsche Sr. Excell. des Hrn. Justizministers begleitet. Zum Andenken des Ta⸗ ges wurde der Jubilar gebeten, einer Stiftung seinen Na⸗ men und eine wohlthaͤtige Bestimmung zu geben, wozu der Fond mit 1000 Rthlrn. von saͤmmtlichen Justiz⸗Beamten

des Departements aufgebracht war. Eine Deputation des Koͤnigl. Ober⸗Landes⸗Gerichts zu Ratibor sprach die ehrende Theilnahme des dortigen Collegiums aus. Ihr folgten ver⸗ schiedene andere Deputationen nebst den hiesigen hoͤchsten und hohen Militair⸗Behoͤrden. Um 2 Uhr wurde der zu einem Mittagsmahle auf dem Resourcen⸗Saale abgeholk, was das Collegium des Ober⸗Landes⸗Gerichts und die hiesigen Justiz⸗Commissarien veranstaltet hatten, und dem außer gluͤckwuͤnschenden Mitgliedern der Behoͤrden g2 8 waͤrtige Justizbeamten beiwohnten; auch Se. 8 8 3 General der Cavallerie v. Dobse tz hatte die aen dazu freundlichst angenommen. .