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zur Allgemeinen Preußischen Staats⸗Zeitung Nr. 28
e dieses Schreibens ist zu Kon⸗ an die Stelle der Wahrheit tritt. — Tenedos ist der G
K lt Nach dem weiteren Inha 5 8 ie8 4 Hatti⸗Scherif, der an die Pascha's stantinopel dee Ner. ansen un Coa⸗ heste verden sall Livadten aufzubrechen, und die Grie⸗
G 82.v „ vertreiben. Die Blokade der Dar⸗ danellen wird von den Russischen Schiffen jetzt ernstlich 8 8 dhabt; sie weisen alle Schiffe mit Lebensmitteln zuruͤck — estatten die freie Fahrt nur denen, die nicht kriegscon⸗ Waaren A Konstantinopel fuͤhren. Admiral Ri⸗
9 her die B 0 8
2 Vund Maäͤßigung zu Werke. Prauplatze sind keine Nachrichten eingegangen; der
von Thessalien,
ßer 82
Mangel au Lebensmitteln und die Beschwerlichkeiten — 1
ren haben eine weitere Dislokation der Truppen ins In⸗ fahe * an der Donau veranlaßt. Der Groß⸗Vezier hat Acdos verlassen und sein Haupt⸗Quartier in Schumla auf⸗ geschlagen. Hussein Pascha ist nach Silistria gegangen, und der bekannte Tschapan⸗Oglu hat sich mit seinen 12,000 Mann Cavallerie um Nicopoli gelagert. Nach Asten und Aegypten haben Tataren wiederholte Befehle des Großherrn uͤberbracht,
ontingente zu stellen. 1 8 Von der Moldauischen Graͤnze wird unterm 9. Jan. (ebenfalls in der Allgemeinen Zeitung) geschrie⸗ den: „Die neulich gemeldete Nachricht, daß die bei Foksan und Jassy in Cantonnirungen gelegenen Russischen Truppen in Folge des Vorruͤckens eines Tuͤrkischen Corps Befehl zum Aufbruche nach der Donau erhalten hätten, bestaͤtigt sich. Auch war in Jassy Anzeige eingegangen, daß sich die Tuͤr⸗ ten in den letzten drei Wochen dei Stlistria bedeutend ver⸗ stärkt haͤtten, und mit einem Uebergange drohten. Die Be⸗ satzung von Giurgewo soll auf 5000 Mana vermehrt wor⸗ den seyn. — Aus Widdin wird vom iten d. gemeldet, daß der statt des abberusenen Ahmed Pascha (welcher bei Kra⸗ jova die bekannte Niederlage durch General Geismar erlitt) neu ernannte Pascha mit 4000 Mann sülscher Truppen in Widdin angekommen war, und dadurch die ohnedies zahl⸗ reiche Garnison bedeutend verstärkt hatte. In Folge hievon g.Sn der von Jassy aufgebrochenen Russischen vee. e Richtung nach der kleinen Wallachei zu neh⸗
. Ze neuesten Briefe aus Krasova, wo man doch na⸗
r dei Widdin ist, zußern eadess Beserhasfe” sen mech nicht die mindesten us
Ancona vom 4. Blatte gemeldet: „Der Ffan. Zvird Korfu mit Depeschen des —82 2ö E von Paris Depeschen fuͤr den ee aeenene ben — 7— c ein Frcassasche. Sczorfe elassenen Effelten berets du 126 77 chiff ab olen und 8 fuͤhren Ls „und nach Neapel
in demselben sche Oberst Wright ist von
gasrford;, Canning nach
8 8 1Iu Ac.⸗
Boztcha Adassy, enedos Dardanellen⸗Kanals, 22
„Tenedo, am Eingange des nischen Küste, und kanm vier 89¾ S
Anv vom von der Troja⸗ Schlosse auf der Asiatischen Kumkald, dem ersten wurde vor dem Trosanischem eite der Meerenge, entfernt
hre heutige Benennung Kriege Leukophrvs genannt⸗ A dem Sehne des, auf — alten Schriftsteller von Asien s8 in Kolonç herrschenden ezenuͤberliegenden Kuͤste hier den ersten Pflanzort angelegt „ Kyknus, ab, 22₰ 592 8 ö— Zetten reich 12 nenn Kriegslist er azamennen, r, c. rs der vebangenen wolle er die Belagerung von ,— er sich stellte, als
bei Tenedos im Hinterhalte legte. ann —— —
engen Bucht, die sich auf der westlichen ¹ dan be temm str sengg veadhache Erehesen 8—
baben schiffe der, Achaͤ⸗ sollen, ist schwer zu ee Ar⸗ dieselbe
hatte es mit den damaligen Griechischen Bülle ins Bewandtniß wie mit den heutigen, 8.88 ofe
kade befehligt, geht jedoch dabei mit Von dem
1 1 zeithnach Konstantinopel gefuͤhrt wurden. zu den Kriegs⸗Kosten beizusteuern, und die ausgeschriebenen 9) gefuͤh
burtsort des Sterndeuters Kleostrates, und des E
bers Andretas. — Die Insel war eine der 5.,ꝗ rungen der Perser nach der Niederlage der Jonier; sie wand sich nachher auf die Seite Athens gegen Lacedäͤmon; spaͤter ward sie den Roͤmern zinsbar, unter deren Herrschaft Ver⸗ res die an Schaͤtzen und Kunstwerken reichen Tempel der Insel pluͤnderte (dasselbe that er in Scio, Erpthräa, Hali⸗ karnas und Delos), und selbst die verehrte Bildsaͤule des Tennes, des Gruͤnders der Stadt, zum Schrecken und Be⸗ dauern der Einwohner, mitwegnahm. Lucullus errang hier einen vollstaͤndigen Sieg uͤber Mythridates. Unter den Griechischen Kaisern theilte Tenedos, dessen Wohlstand be⸗ reits voͤllig versunken war, das Schicksal der uͤbrigen Inseln des Archipels. Justinian, der die Wichtigkeit der Lage von Tenedos erkannt hatte, ließ hier, im sechsten Jahrhunderte,
zur Verpflegung der Hauptstadt, weitlaͤufige Korn⸗Speicher
anlegen, woselbst die aus Aegpypten kommenden Getreide⸗ Vorraͤthe niedergelegt und nachher in der guͤnstigen Jahres⸗ Im 14ten Jahr⸗ hundert bemuͤheten sich die Genueser und Venetianer, zu dem Besitz dieser, fuͤr den Levantischen Handel so guͤnstig gelege⸗ nen Insel zu gelangen. Ein seltener Glücksfall, von dem in Daru’s Geschichte von Venedig, livre XIX., ausführliche Erwahnung geschieht, entschied fuͤr die Letztern. Karl Zeno, ein hochherziger Juͤngling, aus dem vornehmen Venetiani⸗ schen Geschlechte, welches, wie Duͤfresne erzaͤhlt, den stolzen Titel „héritier d'un quart et demi de 'Empire Romain!! angenommen hatte, derselbe, welcher nachher durch seine per⸗ soͤnliche Tapferkeit und sein Feldherrn⸗Talent in den Annalen von Venedig beruͤhmt ward, befand sich zufaͤllig in Konstan⸗ tinopel, als Andronikus, der Palaͤologe, seinen Vater Johan⸗ nes vom Throne in den Kerker sandte; der entthronte Mo⸗ narch fand Mittel, seine Klagen und Bitten zum Ohr des sungen Venetianers zu bringen, dessen ritterlicher Muth der Gegenstand allgemeiner Bewunderung am Griechischen Hose war, Und versprach, sich seiner Leitung zu uͤberlassen, wenn sein kraftiger Arm ihm Freiheit und Thron wieder verschaffe. Zeno, dem jedes Mittel, seinen Durst nach Heldenthaten zu befriedigen, willkommen war, verhieß um so williger die ver⸗ langte Unterstuͤtzung, als er hoffen durfte, bei dieser Gelegen⸗ heit sich selbst mit neuen Lorbeeren zu schmuͤcken, und von der Dankbarkeit des huͤlfsbeduͤrftigen Kaisers wesentliche Be⸗ guͤnstigungen fuͤr sein Vaterland zu erhalten. Wenige Tage waren dem verwegenen Juͤnglinge hinreichend, um Alles zur
Ausfuͤhrung des gefahrvollen Unternehmens vorzubereiten;
einige Hundert, in das Geheimniß eingeweihete, wohl
wafswet Maͤnner, wurden zur Behauptung der wichtigsten Punkte in der Hanuptstadt vertheilt, er selbst begab 6 unter dem Schutze der Nacht, nur von zwet Vertranten e⸗ gleitet, in einem leichten Nachen an den Fuß des — wo Johannes gefangen saß, und der Verabredung gemäß, sich mit einer Strickleiter herablassen sollte, um so⸗ dann an die Opitze seiner zahlreichen Anhaͤn 2— tre⸗ ten. Allein im entscheidenden Momente der 2 8 ebung ward der Anschlag durch die Zaghaftigkeit
1 müßte auf die Er⸗ kraftlosen Greises vereitelt, und Zeno muß —
f offnungen verzichten. — 8 Jahannes den Ritter auf,
ven Versuch zu wagen, und versprach feterlich, sich
um Zeno, der seine Entruͤstung üͤber das fehlgeschlagene Wagestuͤck kraͤftig
W ausgesprochen hatte, vöͤllig zu versoͤhnen, und ihn zugleich fuͤr die bedeutenden Un⸗ kosten zu entschädigen, welche
das erste Unternehmen verur⸗ sacht hatte, sandte er ihm
ein offenes Schreiben an den Statthalter von Tenedos, den Befehl enthaltend, die
nsel an die Venetianer zu uͤberliefern. Durch ein Mißverstaͤnd⸗ niß gerieth Antwort in die
Zeno s. Haͤnde 229 — In ließ, un n — der sogleich die Wachen verdoppeln lier 24 nen mit schmaͤhlichem Tode zu bestrafen. D fah 2 richte
schlossene Juͤngling, von der drohenden Gefahr unter t, wußte sich gese
b h 3 ; waͤhrend einen Verfolgern zu entziehen; w ihn 48 seeneden Ierzuͤngen der Haupistadt aaf, suchte hatte er bereits die Venetianische Flotte, welche in 7 dem Meere von
2. „schnell ließ er Marmora kreuzte, eingeholt; schne die Segel spannen, eilte nach Tenedos, wo die Kunde von Johannes Entthronung und
einen zwei dabei maͤnnlicher zu benehmen;
Einkerkerung noch nicht bekannt