1829 / 40 p. 7 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

hat sich doch bis jetzt in der Hauptstadt noch kein Brodman⸗ el geaͤußert; nur der Preis der geringeren Gattung dessel⸗ den ist in den letzten Tagen etwas erhoͤht worden.“ „Seitdem die Strenge des Winters nachgelassen hat und gelindere Witterung eingetreten ist, begiebt sich der Sul⸗ tan oöͤfters auf die Jagd in die Gegend von San Stefano und Pontepiccolo, und scheint nunmehr an diesem seit meh⸗ reren Jahren nicht mehr genossenen Vergnuͤgen neuerdings viel Geschmack zu finden; auch hat er einige ihm bei diesem Anlasse von mehreren Großen des Reichs gegebene Feste an⸗ genommen.“

Das neueste Blatt der Griechischen Biene (vom 13. Dec.) enthaͤlt nachstehenden Bericht von dem Armee⸗Corps im östlichen Griechenland:

„Hauptquartier Livadia, den 27. Nov. 1828.“ „Die Befreiung von Livadia fuͤhrte sogleich die der rovinz Talanti herbei. Die Tuͤrken, über die raschen Fort⸗ schritte unseres Heeres erschrocken, haben alle militairischen Positionen der dortigen Gegend verlassen, und kaum hatte Hr. Liakopulo den Woiwoden von Talanti und die Besaz⸗ ung von Turkochori angegriffen „als sie sich eilends gegen Heopont zuruͤckzogen. Der Chef Liakopulo, von dem Wunsche beseelt, der Nation einen, der Amnestie, welche er unlängst erhalten (er hatte sich wahrscheinlich, wie die mei⸗ sten Haͤuptlinge in diesen Provinzen, der Psorte unterwor⸗ fen) angemessenen Dienst zu erweisen, und uͤbrigens von Seiten des Ober⸗Befehlshabers von den Maaßregein, die er bei seinem Unternehmen zu ergreifen hatte, unterrichtet, hat mit allen dem Eifer gehandelt, den man von ihm erwarten konnte. Den Einwohnern ist nicht das mindeste Leid zuge⸗ fügt worden. Der Ober⸗Befehlshaber hat sogleich die erfor⸗ derlichen Streitkraͤfte detaschirt, um jede moͤgliche Incurston aus Euboͤa zu verhindern.“ „Diese Ereignisse haben die Besatzung von Bodonitza genöthigt, das dortige Fort, che sie noch angegriffen worden waren, zu raͤumen, und sich über die Bruͤcke vofn Alamana zurückzuziehen. Die Positionen in der Umgegend von Tur⸗ kochort sind gleichfalls vom Feinde verlassen worden,“ „Die Einwohner der Provinz von Livadia, welche sich auf erhaltene Einladung aus allen Doͤrfe sammne 8 1 fern versammelt hat ten, haben ihre Central⸗Demogerontie ernannt. Die schleu⸗ vige Einfuͤhrung dieser Behoͤrde ist wesentlich nothwendig schieht nr in der Provinz 88een. Peuc⸗ 9 Die Tuͤrk Sen Hedee tadt nicht hartnäcki di ten) nicht aufgenommen Peest hat⸗ terei und Fußvolk, die ihnen zur Verstärkung geschickt b5 den waren, im Dorfe Steni Posto gefaßt de g t wor⸗ Verschanzungen daselbst ausgeworfen hatten, so 85 starke General en TChef fuͤr noͤthig, sie aus dieser Stellun 2 v- nahe bei Petra lag, zu vertreiben. Der C g, welche eneern⸗ Eumorfopulo, welcher das Defile vee mmandant setzt hielt, ließ ihnen bedeuten, da Fe ifen, und sie sich darauf gefaßt Pirken traten in der Nacht ihren und vereinigten sich mit der Besatzun wechselten hierauf die fruͤher in gefangenen Tuͤrken Eehen eben „Die vierte Chiliarchie,

moͤchten; allein die Ruͤckzug nach Theben an,

zung dieser Stadt. Wir i einer Affaire dei Arachova so viele Griechen aus.“

unter Command cbi. ltarchen Dyovuniott, welcher gegen Salona deeinae

mußte zuerst den Feind aus den unfiemna t nen ene d.ede . eene hen.

ihrem 8 . 29 sogenannten Moͤnchs⸗Wiese e von Salona auf

(Arl„elnde Eoror) mit ei⸗ Türtischen Corps, welches vom Kio m herabkam, sich aber bald auf

Sare Frias dem Wege na eben zurůͤ Andererseits 8* * übrige Theil der Ahathehn in den Weingrten von; g-- o auf Mehmet Devol (Com⸗ mandanten auf Salona), welcher gegen 300 Mann, Reiter und Fußvolk bei sich - 1 S, lbanesische aͤuptling zeigte sich sehr tapfer, un sc bei seinen öͤfters wie⸗ derholten 2s Dan Genc, lachdem er viele

e rloren 7 4 vauer

wir verdanken den 22 dem linken Fluͤgel der Chiltarchie, welche von dem b.2- bostarchen Mamuri com⸗ mandirt wurde, det die Hekatontar den J. Kondo, welcher verwundet ward, Th. Bafa, Anton Demetriu und G. Sty, lidtott unter seinen Beschlen hatte. In dieser Affaire haben

tarch D. P. Frango, der früͤher de⸗ sich auch der Pentekon mehrere Officiere und vor 8

gradirt worden war, Pemurdor Allem die 8 Keonardidi und G. Penurio, so wie die 8 entekontarchen S.

*

te 3 Stun⸗

1

.

Unter,Officiere Mi hael Plary (invalid) und Joh. Bafa ans gezeichnet.“

„Am Abend brach der Chiliarch nach Topolia auf, von wo die Tuͤrken, welche sich daselbst verschanzt hatten, mit Verlust von 20 Mann an Todten und 5 Gefangenen ver⸗ trieben wurden. Waͤhrend die Truppe in Topolia eindrang, detaschirte der Pentakostarch Mamuri den Hekatontarchen

h. Bafa und den Pentekontarchen P. Katzand nach der Anhoͤhe bei dem Dorfe, wo 60 Albaneser verschanzt waren. Diese beiden Officiere, so wie N. Andrea, der fruͤher degra⸗ dirt war, erstuͤrmten die Schanze und toͤdteten zehn Feinde.

„Der Chiliarch, der sich, den erhaltenen Befehlen zu⸗ folge, der Posttionen von Kaki⸗Skala und Ambliani eilends bemaͤchtigen wollte, brach in derselben Nacht auf, als man die Hekatontarchen B. Pusgo und P. Kosta Tsamala in Verfolgung der Albaneser, die aus ihrer Stellung bei Kolo⸗ vata vertrieben worden waren, begriffen sah.“

„Die Feinde, in ihrer Verzweiflung, faßten an einem beinahe unzugaͤnglichen Orte Posto. Es wurde. beiderseits die ganze Nacht hindurch gefeuert, bis die Griechen am 21sten bei Tages⸗Anbruch jene Position mit Sturm nahmen, wobei 40 Albaneser getöͤdtet und 15 zu Gefangenen gemacht wur⸗

den; unter Letzteren befindet sich ihr Chef Orchanes Krofe⸗ size. Bei diesem Sturme haben wir den Pentakontarchen

A. Stylidioti, drei Unter⸗Officiere u verloren; auch wurden viele der Unsrigen verwundet.“

„Hierauf setzte sich der Chiliarch gegen Ambliani in Marsch, eine Position, welche von Natur sehr stark ist, und von 150 Albanesern besetzt, fast unuͤberwindlich schien. Trotz allen diesen Schwierigkeiten und der Strenge der Jah⸗ reszeit, welche den Operationen Hindernisse in den Weg legte, sahen sich die Albaneser dergestalt umzingelt, daß sie bald genoͤthigt wurden, Capitulations⸗Vorschlaͤge zu machen, mittelst deren ihnen am 23sten gestattet wurde, sich in das Fort von Salona zuruͤckzuziehen.“

„Alle erforderlichen Positionen wurden nun sogleich be⸗ setzt und zu gleicher Zeit der Commandant B. Maurovunioti mit den beiden Pentakostarchien unter seinen Befehlen detaschirt, um alle Zugaͤnge von Lepanto her zu besetzen. Solcherge⸗ stalt ist die Citadelle von Salona nunmehr von allen Seiten

Auf die Kunde von der Einnahme von Am⸗ sich die Verstaͤrkungs⸗Truppen, die von Zituni abgeschickt worden waren, wieder nach ersterer

nd mehrere Gemeine

eingeschlossen. bliani haben nach Salona

Stadt zuruͤckgezogen.“ 1 8

Vom 29. November.

Seit heute wehr die Griechische Fahne auf der Cita⸗-⸗

delle von Salona. Mehmet Devol, von allen Seiten um⸗ ringt, schickte zwei Albaneser hieher, um sich zu uͤberzeugen ob der General en Chef sich persoͤnlich an der Spitze de Heeres befinde, und in diesem Falle Unterhandlungen anzu knuͤpfen. Die Albaneser hatten eine Conferenz mit dem Ge⸗ neral en Chef, und kehrten mit einem Capitulations⸗Ent⸗ wurf zuruͤck, zu dessen Vollziehung eine 2ästundige Frist an beraumt wurde.“ „Die Auswechslung der beiderseitigen Geiseln erfolgte zuerst, und heute haben uns die Tuͤrken die Citadelle uͤbergeben. Auch bei dieser Gelegenheit ist die Capitulation in volle 88 Umfange gehalten worden. Saͤmmtliche Albaneser, uͤber 800 Mann, die alle ihre Habe mit sich nahmen, wurden von drei Hekontarchien (Compagnieen) escortirt, welche den Trans⸗ port in die Mitte nahmen, um jede Unordnung zu verhuͤten. ² „Die Griechischen Gefangenen sind ihren Familien zu⸗ rüͤckgegeben, und saͤmmtliches Vieh, welches die Türken den

„Wir haben in der Citadelle 8 Munition und Lebensmittel gefunden.“ Ferner enthaͤlt die Griechische B

Kanonen und einige

Bauern weggenommen hatten, ist letztern zuruͤckgestellt —8 *

iene vom 13. Decw.

und West⸗Griechenland aus „Seit dem Siege bei Lobotina setzt das Armee⸗Corps unter den Befehlen von Tsavella und Strato seine Fortschritte fort. Der erste Chiliarch Tsavella ist in die penißi, und der dritte Chiliarch Strato in die Provinz Pa⸗ tradschik eingeruͤckt; Evangeli Condojauni ist ihm dahin ge., folgt. Der erste Chiliarch hat seine Vereinigung mit dem Corps des Generals Dentzel, welches Zur Armee von West. Griechenland gehoͤrt, bewerkstelliget. Diese vereinte Streit, macht belaͤuft sich heute auf 4000 Mann. Mehrere Schar⸗ müͤtzel haben statt gefunden. Die 1200 Feinde, welche die Haͤlfte des Dorfes Marathia beseht hielten, waͤhrend die 3 andere Haͤlfte vom General beseht war, haben, zur Flucht genoͤthiget, die von ihnen

in Brand gesteckt, und das Dorf

Sunta ganz verbrannt.

Propinz Kar,.,.

esetzte Hälfte des Dorfes

8i

2

folgende Nachrichten von dem vereinigten Corps von Ost⸗ dem Hauptauartier Livadia:

EIE

;;

1ö1

74

*

1 2

83b b

xeea]

*.

8.