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Be
z u r Allgemeinen
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Preußischen Staats⸗ge⸗
voollendet hatte, und der, da er sich niedersetzte, ungemein
erschoͤpft schien. Nichts desto weniger replicirte er doch noch⸗ mals dem Lord Colchester, der mit einigen Worten seine fruͤ⸗ here Behauptung vertheidigen wollte. 8
In der (bereits erwaͤhnten) Sitzung des Unterhau⸗ ses vom 16. Febr. ließ sich, bei Gelegenheit der Bittschrif⸗
ten in der katholischen Sache, der Marquis v. Chandos, beie ich einer ihrer heftigsten Gegner, zuerst vernehmen. es eer der Bewohner der Grafschaft Buckingham, sagte
er oͤnne er die Ueberzeugung aussprechen, daß der groͤßte
a.bhel der Bevoͤlkerung dieser Grafschaft, deren zahlreiche
Birtschriften er so eben uͤberreiche, von der Gefahr, welche dem Lande durch eine Veraͤnderung der katholischen Gesetz⸗ gebung drohe, voͤllig durchdrungen sey, und daß sich dort auch die Gefuͤhle und Ansichten uͤber diesen Gegenstand, seitdem die on⸗Rede bekannt wurde, nicht im Mindesten geaͤndert haben. Hoͤchst unweise wuͤrde es daher vom Parlamente seyn, eine Veraͤnderung in der Constitution zu sanctioniren — einer Constitution, unter welcher England so viele Jahre lang gluͤcklich gewesen sey (hoͤrt); er hoffe, daß die große Masse des Volkes eine solche Veraͤnderung nicht dul⸗ den, daß sie vielmehr aufstehen und erklaͤren werde, daß die Mitglieder der Legislatur, in Gemaͤßheit der Eide, die sie geleistet, zu der vorgeschlagenen Veraͤnderung ihre Beistim⸗ mung nicht geben duͤrsten. (Hört, hoͤrt!) Er, fuͤr sich, werde sich jedem Versuche einer solchen Constitutions⸗Aenderung auf das hartnaͤckigste widersetzen; wiewohl er, wenn sie zuletzt doch geaͤndert werden sollte, der erste Mann seyn werde, der dem Gesetze gehorchte und Gehorsam empfehlen abr (Hoͤrt!) — Die verschiedenen Bittschriften, die der Redner darauf uͤber⸗ reichte, trugen nicht weniger als 7000 Unterschriften. Lord Nugent bemerkte, daß, wiewohl er die Achtbarkeit dieser Un⸗ terschriften durchaus nicht in Zweifel stellen wolle, so muͤsse er doch gegen den angefuͤhrten Umstand, daß der groͤßte Theil der Bevöͤlkerung von Buckingham wider alle Toncessionen gestnnt sey, protestiren. Er sey ebenfalls ein Parlaments⸗ Mitglied dieser Grafschaft, und wiewohl er seine, den Ka⸗ tholiken guͤnstige Gesinnungen niemals verborgen habe, sey 3 ₰— 21s 2, Waͤhlern, ohne irgend eine Be⸗ „ daß es ihm auch nur ein illi 2 kostet habe, in’'s Parlament geschickt ee (Szutcs E. b koͤnne daher, sowohl um seiner selbst, als um seine C. willen, die Angabe des Marquis nicht ohne diese B. — passiren lassen. (Hoͤrt!) Der Marquis v Ch emerkung derte hierauf, der edle Lord (N güge,n dos erwie⸗ vielleicht bei
Ne. — d. (Nugent) duͤr der naͤchsten Wahl den ihm nicht angenehmen Venvie erhalten “
mit ihm seyen.
daß seine Waͤhler nicht mehr gleicher Gesinn
Sir G. Warrender trat jedoch der Mesemnung, dbchm seyen bei und meinte, daß viele große Guͤterbesitzer 28 r tugen edler Herzog Ler spielte auf den Herzog von amentlich ein den eigenen Vater des Marquis vor 8 on Buckingham,
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utgegengesetzte Gesinnung hegt 8 ve Persenen unterschrteben⸗ de menmedevaͤren zwar von muthen duͤrfe, 88 Zahl aller derjenigen se s, wie man ver⸗ habe auftreiben koͤnnen, so blieben doch 108, die man dazu fuͤr die neutrale, oder die entgegengesete amnehr als genug Verdäͤchtig erschienen uͤbri bens die Bittschrif deinung übrig. daß durchaus keine oͤffentliche Versammehneften schon dadurch, derselben, in der Grafschaft veranstaltet 92 zur Abfassung schaft Lime⸗ (Ieland zu Gunsten der Emancipation, Pbergab, kündigte dem Hausse an, daß er heute fruh bdie be⸗ stimmte Nachricht von der Auflssun 8 Lathotischen Affo. eiation erhalten habe. (Hort, hoͤrt von viel Seiten.) „Dieses Verfahren,“ sagte Herr 8 ee 8 S8 8 zur Ehre, indem es zeigt, daß die 2 em 5 8 die Weisheit der Legislatur, als auf din Vken schopfran eigenen Sache vertrauen; auch besitze ich Fherechtigkeit 9 noch mehrere andere Vereine in Irland ihren vnbeige⸗ aß gen ein Ende gemacht haben, und hoffe ich e übrigen dem Beispiele der Association 2A 8 auch die eussion uͤber Gegenstaͤnde, welche bisher eine se 8 82 Aufregung im Lande erzeugt haben, ganz abbrechen Verichs (Hoͤrt!) Hr. Trant war der Meinung, daß die — Vereine, auf die das ehrenw. gen
8 Mitglied anspiele 14 Braunschweig⸗Clubbs), recht thaͤten, wenn neecs e, aufloͤsten; denn sie haͤtten Alles zu fuͤrchten, nicht
s aber zu
den, worin nur eine einzige Hand das Zeichen der Mißbilli
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hoffen. — Hr. Sykes sagte, bei Ueberreichung einer Bitt⸗
schrift von Kingston zu Gunsten der Katholiken, daß eine
andere, bereits uͤbergebene Bittschrift dieses Ortes wider die Emancipation, zum Theil von Kindern unterzeichnet ger. wesen sey, und daß man sie nach einigen Orten zur Unter, schrift gesandt habe, wo gewisse Personen, die man sonst „Schreier“ nenne, dazu aufgefordert haͤtten. Auch Herr . Cave war der Meinung, daß die großen Städte der in der Thron⸗Rede angekuͤndigten Maaßregel geneigt seyen. Na⸗ mentlich habe vor Kurzem in Leicester, das man sonst fuͤr 8
sehr anti⸗katholisch verschrieen, eine Versammlung statt gefun-.
gung gab, als ein Vorschlag zu Gunsten der katholischen Ehee. sionen gemacht wurde; und sey er uͤberzeugt, daß alle große Fabrik⸗Staͤdte, eben so wie Leicester, der Maaßregel, zumm Besten der Katholiken, nicht abgeneigt seyen. (Lauter Ruf von: Hoͤrt, hoͤrt!) Hr. Wood stand auf, um diese Angabe auch in Bezug auf die Fabrik⸗Stadt, die er repraͤsentire, (Preston) zu bestaͤtigen. Hiervon nahm er Beranlafng, daran zu erinnern, daß, als er neulich eine Bittschrift der Dissidenten in Liverpool, zu Gunsten der Emancipation, uͤbergeben, ein tapferer General (Gascoyne) ihn habe beleha ren wollen, daß er (Hr. Wood) bald von seinen eigenen Constituenten (in Preston) eine Bittschrift von entgegenge’-⸗— setzter Gesinnung werde zu uͤberreichen haben. Diese Erklaͤrung des tapfern Generals habe jedoch bei den Waͤhlern in Preston große Verwunderung erregt; nichts, das auch nur an eine solt che Bittschrift erinnern koͤnnte, werde dort beabsichtigt; der Berichterstatter des tapfern Generals muͤsse diesen daher, entweder aus Unwissenheit irre geleitet, oder absichtlich hin⸗ tergangen haben. (Hoͤrt!) Es gebe jedoch gewisse Prophezei⸗ hungen, die ihre eigene Erfuͤllung in sich tragen, und von solcher Art sollte vielleicht auch die Ankuͤndigung des tapfern Generals seyn. Sie war gleichsam ein Koͤder, um eine Bittschrift damit zu fischen. (Hoͤrt und Gelaͤchter.) Wenn es das Haus, ihm erlanbe, so wolle er einen Brief eines sei⸗ ner Constituenten vorlesen, der das bestaͤtigen werde, was er eben gesagt habe. Hr. Wood las hierauf den Brief vor, der damit anfing, daß der Schreiber sich uͤber die in den Zeitungen gelesene Bemerkung des Gen. Gascoyne hoͤchlichst gewundert habe. Der Sprecher rief hier jedoch den Vorle-⸗ senden zur Ordnung, indem er sagte, das ehrenwerthe Mitglied sollte wohl wissen, daß nichts so ordnungswidrig sey, als das Vorlesen eines Briefes, der sich auf die in den Zeitun⸗ gen abgedruckten Debatten dieses Hauses beziehe. (Hoͤrt, hoͤrt! von vielen Seiten) Herr Wood setzte darauf, ohne den Brief weiter zu lesen, auseinander, daß man uͤberall in und um Preston nicht allein keine Bittschrift wider die in der Thron⸗Rede verkuͤndete Maaßregeln intendire, sondern ihr 84 vielmehr entschieden guͤnstig gesinnt sey. — Herr R. Pal-⸗ mer, der mehrere Bittschriften wider die Katholiken üͤbergab, sagte, daß er selbst bisher zwar auch immer der Meinung gewesen sey, man duͤrfe keine Katholiken zu — Stellen, die Vertrauen erheischen und Macht verleihen, vor Allem aber zu keinem Sitze, sowohl in diesem, als im andern Parlamentshause, zulassen, und daß er sich deshalb auch allen Concesstonen widersetzt habe; keinesweges
aber habe er jemals gesagt, daß nicht ein Mal die Zeit kommen duͤrfte, in der es rathsam erscheint, die Frage nicht 1 bloß in Erwaͤgung zu ziehen, sondern auch zu erlebigen. (Hoͤrt, hoͤrt!) Jetzt komme diese Frage in einer ganz an-⸗ dern Gestalt vor das Haus, als fruͤher; sie werde dem Par⸗ 22 lamente durch Sr. Majestaͤt, in der Thron⸗Rede empfohlen. Da er nun gewohnt sey, auf die Minister, denen jetzt die Verwaltung des Landes uͤbertragen ist, mit Vertrauen zu blicken, so wolle er auch in seiner fruͤhern Meinung nicht Z1 eigensinnig beharren, um gegen die beabsichtigte Maaßregel, 8 noch ehe er ihre eigentliche Gestalt kenne, feindlich ausgüt sen.. S Er bereite sich daher auf eine partheilose Untersuchung derselben vor und denke sich fuͤr das zu entscheiden, was ihm am Ersprieß⸗ lichsten fuͤr die Interessen des Landes erscheinen werde. (Hoͤrt!)
Hr. Adhurst sagte, er koͤnne zwar vorlaͤufig noch nicht wissen, was fuͤr Mittheilungen, in Bezug auf die beabsich⸗
tigte Maaßregel, der sehr ehrenwerthe Herr (Peel) dem Hause noch zu machen habe, doch vorlaͤufig sehe er keinen Grund, seine fruͤhere Gesinnung wider die Emancipation 8 jetzt aufzugeben. Er sey inzwischen der bereits von einemm andern Mitgliede ausgesprochenen Meinung, daß, wenn
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