uͤber einige Gesuche gegen Vermehrung der Bier⸗
stteuer wurde berichtet. 4
. Amsterdam, 21. Febr. Die Englischen Berichte vom 16ten d. brachten die Course von Staats⸗Papieren um †¼ pCt. hoͤher, welches einen guͤnstigen Einfluß auf den hiesigen Fonds⸗ Markt uͤbte. Die Preise haben sich seitdem ohne erhebliche
Veraͤnderung erhalten. Alte Spanische Obligationen bei Hope blieben gestern zu 30 pCt. gesucht, und Hollaͤndische Loose (Kansbillets) zu 20 2.2 Fl.; neue Obligationen der Ge⸗ sellschaft nationaler Industrie zu 289 Ffl.
Am gestrigen Getreide⸗Markt fanden sich sehr wenig Kaͤu⸗
fer, und fast alle Artikel blieben ohne Umsatz. Bloß eine kleine Parthie 119pfüündiger Brabantischer Roggen ist zu 196 Fl. vergeben worden Ruͤboͤl war ziemlich begehrt; pr. ord. galt 61 Fl. (bei offenem Wasser zu liefern); pr. Mai
60 à ½ à 61 Fl.; pr. Sept. 60 ½ à 61 Fl.; Oct. 60 ½ Fl.
2 Mit Kaffee bleibt es fortwaͤhrend stille; bei wieder freier Schifffahrt erwartet man jedoch neues Leben in diesem Ar⸗ tikel, auch wohl, daß die Preise in Folge der Verbesserung in London auch hier etwas anziehen werden. Roher Zucker
kann nur mit Muͤhe untergebracht werden, und gewoͤhnliche Sorten sind beinahe unverkaͤuflich; gewoͤhnlicher Surinam wird zu 30 à 32 Fl., mittel zu 34 à 36 Fl. und schoͤner zu 38 à 43 Fl. notirt; guter blonder Havana wird zu 50 Fl. ausgeboten. Von raffinirter Waare bleibt der Vorrath ge⸗ ringe, indem das Fertige immerwaͤhrend Abnehmer findet. In Thee faͤllt sehr wenig vor; gewoͤhnliche schwarze Sorten sind etwas mehr gefragt; gute alte Sorten haͤlt man auf 88 à 90 Cts. Die gute Meinung von Taback erhaͤlt sich und der Umsatz in zweiter Hand bleibt lebhaft. 250 Ca⸗ nasser Varinas sollten am 4. März oͤffentlich verkauft wer⸗ den; dieselben sind aber gestern aus freier Hand vergeben.
Schweden und Norwegen.
Stockholm, 13. Fehr. Se. Majestaͤt der Koͤnig ha⸗ ben den Stäͤnden mittels Rescripts heabanhdef daß Albr. hoͤchstdieselben das Ansuchen des Reichstages, um dessen Ver⸗ laͤngerung bis zum 17. Maͤrz, genehmigt haͤtten.
J. K. H. die Prinzessin Sophie Albertine haben wegen einer leichten Unpaͤzlichkeit seit einiger Zeit das Bette huͤten muͤssen, befinden sich jetzt aber wieder in der Besserung.
8 uf dem Ritterhause sind die Berathschlagungen uͤber die von der Regierung vorgeschlagene Instruction der Revi⸗ 4 loren der Reichsstaͤnde sehr lebhaft gewesen; das Resultat 3 ½ indessen bis jetzt noch nicht bekannt. Besonders
— Zerklaͤrte sich Freiherr Auckarswaͤrd dawider. Er
m. „ es sey sehr sonderbar, daß die Regierung die Reichs⸗
Staͤnde in einem solchen Zustande von Unmuͤndigkeit habe
darstellen wollen, indem diese nicht einmal selbst im Stand
gewesen seyn sollten, eine Instruction fuͤr ihre eigen ande visoren abfassen zu koͤnnen; diese Sache sey aber 8 nen Re⸗ daß die Dazwischenkunft der Regierung durchaus cbünfach, p e waͤre. . . nicht von⸗ rend des vorigen Jahres sind 9
den Sund passirt. Ie Zahl II““ durch wegischen Schiffe, welche zu Nyborg den e Nor⸗ ben, belaͤuft sich auf 151. emerkenswerth’ iü erlegt ha⸗ Schweden waͤhrend des vorigen Jahrs bebern ist es, daß toten Getreide ausgefuͤhrt hat. ende Quanti⸗
Deutschland. b Karlsruhe, 20. Febr.
und Mahl⸗
Christiane Luise von Baden, deren Veble gran Markgraͤfin war am 16. August 1776 geboren. b beweinen, des verstorbenen Herrn Herzogs Friedrich Ae⸗ Sr. Usingen, ward sie am 10. Dec. 1791, durch Nust n 28⸗ mit dem Ihr in das bessere Leben vorange ie Verm —⸗ Markgrafen Friedrich, ein hochverehrtes e. . Fuͤrstenhauses. Am 28. Mai 1817 ditg ie 25 1 siebten Gemahls eine Verbindun 8 1 od Ihres ge⸗ Gluͤcks, als Vereinigung der edelsten Bestreb Muster sti 2 Mitwelt gepriesen, und deren Gedaͤchtniß esn von 89 Eine reiche Saat des Wohlthuns, die Heukäcr “ Duͤrftigen, die menschenfreundlichsten S Lofunang zah ofer derung der Armuth, fuͤr Erziehung und Bild gen fuͤr Lin⸗ die dankvollen “ in Liebe und Se ung, erhalten großmuͤthigen, seltenen Verwendung der Reshes on de guͤter zeugt am schoͤnsten die schen Gluͤcks⸗
. 1 8 ungetheilte. * is 6 die alle Herzen erfuͤllt, uud das vegilte, Berrübnis,
2228 der Ar⸗ men, die eine wahre Mutter verloren. — *
Tage dauerte die Krankheit; am 18. h ge fand Sich die 8
erhabene Leidende etwas besser, als Tag uͤber; aber gegen Mitternacht zeigte sch ea she⸗ gigkeit und beschleunigte Respiration; in den ersten Stun⸗
*
den des 19ten wurden die Symptom: anfangender Lungen⸗-⸗ Lähmung immer deutlicher, in deren Folge die edle Fuͤrstin, im Arm der Durchlauchtigsten, tiefgebeugten Schwester, um t auf 3 Uhr Morgens sanft entschlief. Die Vollendete er⸗ reichte cin Alter von 52 Jahren und 6 Monaten.
Bremen, 22. Febr. Unser Fluß ist, ungeachtet das Wasser seit einigen Tagen sehr schnell gewachsen ist, noch mit Eis bedeckt. Bei dem eingetketenen Thauwetter duͤrfen wir jedoch erwarten, die Weser bald vom Eife wieder befreit zu sehen. Einem Geruͤchte zufolge, soll sich unterhalb Nien⸗ burg ein Eisdamm gebildet, und eine Ueberschwemmung bei jener Stadt verursacht haben. .
Hamburg, 24. Febr. Die Elbe ist noch bis jenseits Twielensleth mit Eis bedeckt, von wo auch jetzt noch bela⸗ dene Schlitten und Wagen zu Altona und hier ankommen Allein in hiesiger Gegend, naͤmlich an der Seite, wo der Alsterstrom fließt, besenders beim Hamburgerberge hin, ist das Cis nicht sicher und mehrere Menschen sind daselbst ein⸗ gebrochen und einer ertrunken. Aber vom Grasbrook links nach Altona u. s. w. ist das Eis noch fest genug, um ohne Gefahr darauf zu fahren und zu gehen.
Es bestaͤtigt sich, daß die auf Scharhoͤrn gestrandete Brigg die „Mariane Charlotte“, Cap. Taylor, von Sun⸗ derland ist. 2 4
Hamburg, 24. Febr. Die Course von London vom 17ten d. und von Amsterdam vom 20sten d., welche ziemlich guͤnstig waren, haben auf unsern Markt keinen Eindruck ge⸗ aͤußert. Die Fonds blieben offerirt und fanden nur zu nie⸗ drigen Coursen Nehmer. Actien wurden viel zu 1116 ver⸗ kauft und blieben 1115 angeboten. Das Steigen oder Fallen der Zpet. Engl. Consols wie auch der Stand der Zpet. Fran⸗ zoͤsischen Rente hat auf unsern Markt den Hanpt⸗Einfluß; die Meinungen richten sich zum Theil darnach. Oesterr. Metallig. pro ult. dieses 97 ⅛, pro Maͤrz 97 ⅛. Bank⸗Aetien 1115 pro Mai, Geld 1115. Oesterr. Partial Oblig. pro ult. Februar 125 ¼. Preuß. Anl. von 1818 99 ½. Daͤn. Zpct. Anleihe 6128 Mk. Bk., pro März 6t Geld. Russ. Engl. Anl. von 1822 92 ½. Metallig. Certif. 86 5. Von Wechseln hatte London Geld. Amsterdam mehr Briefe als Geld. Paris begehrt, Spanien und Portugal Geld. Wien zu haben, Breslau Geld, andere deutsche Valuten ohne Umsatz. Petersburg hatte Briefe. Engl. Russ. Coupons pro Maͤrz 14 Mk. 5 ½ Schill., Geld: 14 Mk. 6 Schill. zu haben. In London ge⸗ ben sie 4 ½ p Ct. Agio nach der letzten Notiz. Paris 2 Mon. 187 . Petersburg 9 5. London 13 Mk. 7 ½ Schill., kurz 13 Mk. 9 Schill. Amsterdam 2 Mon. 35. 42, kurz 35.27. Augsburg 6 Wochen 146 ¾. Frankfurt a. M. 146 ¾, Wien 146 ¾. Breslau 150 ½. 5
PorEuga1“
Pariser Blaͤtter melden aus Lissabon vom 4 Fe⸗ bruar: —
„Dom Miguel kam gestern zum zweiten Male von sei⸗ nen Schwestern, den Infantinnen, begleitet, nach der Stadt und begab sich nach der St. Lucien⸗Kirche, welche dem militairischen Orden der Johanniter von Jerusalem ge⸗ hoͤrt, dessen Beschuͤtzer Dom Miguel ist. Der General⸗ Intendant der Polizei, welcher eine Menge von Agenten unterhaͤlt, zeigte vor einigen Tagen der Regierung an, daß ein reicher Grundbesitzer in Villa⸗Franca, einer fuͤnf Stun⸗ den von hier entfernten Stadt, Namens Joseph Maria, einen Aufruhr vorzubereiten suche, und in seinem Hause naͤchtliche Zusammenkuͤnfte der Verschworenen veranstalte. Dem dortigen Criminal⸗Richter wurde daher in der Nacht des 29. Jan. der Befehl zugesandt, den Joseph Maria und seine Mitschuldigen zu verhaften; dies geschah, und man fand dabei in dem Hause desselben aufruͤhrerische Proklama⸗ tionen und andere auf die Verschwoͤrung bezuͤgliche Papiere. Zu gleicher Zeit wurde in Lissabon ein Kaufmann, Namens Philipp, verhaftet, der den Briefwechsel zwischen den Ver⸗ schwornen in Lissabon und Villa⸗Franca besorgte; auch bei ihm wurden wichtige Papiere gefunden. Diese Verschwoͤrung haͤngt mit der des General Moreira und des Obersten Chabi zusammen. Zwei naturalisirte Auslaͤnder und Officiere von hohem Range sind in die Sache verwickelt. Die Hofzeitung macht das Entlassungs⸗Decret des bisherigen Kriegs⸗Mi⸗ nisters, Grafen Rio⸗Pardo, bekannt. Der Herzog von Ca⸗ daval tritt interimistisch an seine Stelle. Auch der Minister der auswaͤrtigen Angelegenheiten, Vicomte von Santarem, und der Finanz⸗Minister Graf da Luzao D. Diego haben ihre Entlassung nachgesucht, werden aber, nach dem dringen⸗ den Wunsche der Koͤnigin Mutter, ihre Portefeuilles noch einige Zeit behalten. Der Graf von Barbacena, Chef des
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