1829 / 72 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

vielen Kirchspielen in sechs Bittschriften von eben hh die Katholiten, uͤber, Sommersetshire, saͤmmtlich sehr ehrenwerthe Praͤlat reichte, sagte Lord Kinge. Hause prophezeit, daß er habe vor Kurzem 10 dieseammersetshire eine Bittschrift widerse gecgolen weede desgäche. üg in dise e⸗ 2 8 wahr gemacht; 2 phezeihung habe enzsrhum und Jesuiten * n 11. . von Prpechen, der, alle Jesuitis e7h n .. würdige Praͤlat fuͤhrerischen Künste zu erwaͤhnen, durch beceresenden sen, sich zu einem wahren Prophe⸗ welche er im

en bande geh welche man die antikatholischen Un⸗ ten zu machen, merschafft habe. Der sehr ehrwuͤrdige Praͤlat terschriften sich veraus anlockenden Zeichen des Mordes, das habe zon vpery⸗Eifer seiner Bittsteller gewaltig angespornt b2s, Mar nicht gesprochen. (Hoͤrt!) Das Wort „Mord⸗ 18 zwar⸗ mit so großen Buchstaben, daß selbst Diejenigen, 6 se ar nicht lesen konnten, daran buchstabiren gelernt, sey das rewoͤhnliche Zeichen dieser No⸗popery⸗ Bittschriften gewesen. Lber nicht allein dieses fuͤrchterlichen Wortes, sondern auch rjenigen habe man sich bedient, welche

der Namen aller derjenig c

1 jes im Jahre 1684*) habe hinrichten lassen,

der blutige Jefferies im Jah ““ und zwar als Argument gegen eine Maaßteg 8 8 er Regierung im Jahre 1829 deng 84 bessen, 88 22 . nrr⸗ eeI Zae’a⸗ den Bittstellern unter An⸗ 3 q erzaͤhlt 9898 wenn die Emancipation bewilligt wird, ste ihren Bibeln, ihren Gesaug⸗ und Gebetbüchern auf ewig Lebewohl sagen muͤßten Hoͤrt! und Gelaͤchter), und wuͤrden dagegen allen Graͤueln des Papstes, der Messe und Gott d2”en moch üͤberlassen seyn. (Hoͤrt!) Damit noch nicht

i habe man in ommersetshiere Anschlagezettel 8es Inhalts uͤberall verbreitet: „Kein Papstthum Lnlaͤnder; denkt an die Religion der Edinburger

Mörder! Auf diese Weise habe man die Unthaten Bur⸗ keis benutzen wollen, um antikatholische Bittschriften zu er⸗ halten. (Hoͤrt, hoͤrt) „Nun frage ich aber Ew. Herrlich⸗ keiten“, so schloß der Lord, „ob die Jesuiten jemals schaͤnd⸗ lichere Kuͤnste practizirt haben, um zu ihren Zwecken zu ge⸗ langen? (Hoͤrt) Freilich, bei solchen Kuͤnsten wird es an Bittschften, der Gegenstand mag seyn, welcher er wolle, niemals fehlen.“ Viscount Malbourne lehnte sich auch gegen die (gestern mitgetheilten) Behauptun⸗ gen des Bischofs von Bath und Wells auf; be⸗ sonders aber gegen die Angabe, daß die Katholiken alle po⸗ litische Macht jederzeit dazu gebrauchten, die protestantischen Einrichtungen des Landes umzustoßen. „Ist dies“, sagte der Redner, „wohl jemals geschohen, als man den Katholi⸗ ken Irlands im Jahre 1793 einige Freiheiten bewilligte, und haben sie diese jemals zu anderen, als zu constitutionnellen wecken gebraucht? Als der sehr ehrwuͤrdige P egierung Elisabeths sprach⸗ schien er vergesse daß damals Katholiken im Parlamente saßen, ste erst durch die Acte Karbs Ul. verbannt wu weifelt ist die Revolution von 1688 eine jede sehr theure Begebenheit, aber eben so unbezwei von den Ministern beabsichtigen Maaßregeln er Stein jenes glorreichen ae wdülese vchrung, jeder Engländer dem des Herzogs vor enen Köntar seines Sohnes, de on York, schuldig ist * Heregac nicht zuruͤckhalten, unseren katholischen ret⸗ buͤrgern die ihnen 88 lassen.“ Gegen 1 Richmond uͤberreichte, ton machte der Herzog. lische dieses Ortes uͤberge

iu zu haben, aus welchem rden. Unbe⸗ em Englaͤnder felt bilden die st den Schluß⸗

anttkachslische Biätschrift von Brigh,

von Sussex, welcher die rokatho b, besonders die Einwendung, daß

2. g b 1 ben ehrer üc

chriften auf eine nicht⸗ avolle Weise zu⸗ worden seyen. - 2 WDittsteller koͤnnten gar nicht schreiben und haͤtten che andere Heeuz, als Zeichen ihres Namens, beigefügt; maugleich here Handschrift sey da⸗ gegen aus mehreren Namen 89 ns auszufinden. Keines⸗ weges wolle er das Petitions⸗Recht, aber wohl den Glauben

angreifen, daß in solchen Slsee; die Gesinnungen des Volkes ausgedruͤckt seyen. des Herzogs v. 8 .

ichmond, daß die von dem erlaꝛ Herzoge so eben angege⸗

Thatsachen falsch seyen, indem sich 3 B. kein einziges

Kreuz, statt eines Namens, in der 8g faͤnde, und daß fer⸗

ner die Art und Weise, wie einige edie Lords die Motive der⸗

jenigen Bittsteller, die nicht mit ihnen uͤbereinstimmen, an⸗

der Sache selbst, welche diese edeln Lords befoͤrdern 2

Ende der Regierung Karl“s II., als die ka⸗ 889es Herzogs v. York, nachmaligen Jakob's II.,

*) Gegen

en d Hesg. Parthe berhand er

die

raͤlat von der

wollen, schaͤdlich sey, erwiederte der Herzog v. Sussex: er besitze einen Brief, in welchem die Zahl und die Stellen der in der Bittschrift befindlichen Kreuze angegeben seyen. Wenn diese sich daher nicht mehr faͤnden, so seyen sie wahr⸗ scheinlich radirt, und durch die Hinschreibung des Namens verbessert worden. „Ich habe“, sagte Se. Koͤnigl. Hoheit mit Bezug auf die uͤbrigen Bemerkungen des vorigen Redners, „seit 25 Jahren alle Argumente sowohl fuͤr, als wider die Emancipation gelesen und einer genauen Pruͤfung un⸗ terworfen. Auf dem Kranken⸗Bette selbst, wo ich stuͤnd⸗ lich erwartete, daß mich die Hand des Todes von einer Welt des Wehs und des Elends erlöͤsen werde, habe ich uͤtzer den Gegenstand nachgedacht und das Resultat dieses Nachdenkens ist gewesen, daß die den Katholiken zu gewaͤhrenden Concessionen der Wohlfahrt der protestantischen Einrichtungen insbesondere, so wie der Ruhe und dem Ge⸗ deihen des Reiches im Allgemeinen, wesentlich nothwendig seyen. Dies gewissenhaft errungene Resultat ist also nicht der Impuls des Augenblickes, mit einem Haschen nach Po⸗ pularitaͤt verbunden. Um danach bloß zu streben, dazu bin ich schon zu alt geworden. Ich wiederhole daher, daß ich von ganzem Herzen einer Maaßregel meine Unterstuͤtzung gebe, von der ich uͤberzeugt bin, daß sie der protestantischen Kirche neue Kraft verleihen werde; diese Kirche aber wuͤrde gefaͤhrdet seyn, wenn die peinlichen Gesetze, gegen welche jene Maaßregel gerichtet ist, ferner noch in Kraft bleiben.“ 3 Von der Sitzung des Unterhauses am 27. Febr. ist nacha traͤglich noch zu berichten, daß Lord J. Russel dem 5*— der Schatzkammer die Frage vorlegte, ob am naͤchsten Don⸗ nerstage (5. Marz) oder wann sonst, die Maaßregel, welche die Minister in Bezug auf die Katholiken beabsichtigen, in das Haus gebracht werden solle? Es sey dies nothwendig zu wissen, weil mach dem Antrag eines edlen Lords (Marquis v. Chan⸗ dos) fuͤr jenen Tag ein Aufruf an das Haus angeordnet wor⸗ den sey. Der Kanzler der Schatzkammer erwiederte darauf, daß es die Absicht eines Mitglieds der Verwaltung sey, dem Hause am naͤchsten Donnerstage uͤber die Natur der Maaßregel, welche die Regierung in Bezug auf die Katho⸗ liken beabsichtigt, eine Erklaͤrung zu ertheilen. Aus dem (gestern erwaͤhnten) Bericht uͤber die Ausgaben des Marine⸗ Etats entlehnen wir noch Folgendes. Der Sold der Matrosen ist monatlich um 3 Shill. per Mann erhoͤht worden; diese Erhöhung ist jedoch in so fern nur scheinbar, als deren Be⸗ trag fruͤher unter anderem Namen verausgabt wurde; dem⸗ naͤchst aber ist dem Solde 1 Shill. per Mann fuͤr die Pro⸗ viantirung noch hinzu gekommen (Letzteres in Folge der hö⸗ heren Getreide⸗Preise); Beides zusammen bewirkt eine Ver⸗ mehrung der betreffenden Ausgabe um 78,000 Pfd. Sterl. ; doch haben auf anderer Seite so viele Ersparnisse statt ge⸗ funden, daß im Vergleiche zum vorigen Jahre eine Reduc⸗ tion auf das Ganze von 117,000 Pfd. eintritt. Das Laͤn⸗ en⸗Buͤreau ist, in Folge einer im vorigen Jahre passirten cte, eingegangen; drei von den Gelehrten, die dabei ange⸗ stellt waren (Dr. Young, Capitain Sabine und Hr. Far⸗ ren), beziehen jedoch noch ihre fruͤheren Gehalte, bei den im oͤffentlichen Dienst vorkommenden, schaftlichen Angelegenheiten einen Rath zu bilden. Marine⸗Zahl⸗ Amte sollen die acht Beamten 2000 und 1000 Pfund Gehalt auf 6 reducir Aehnliche Reductionen sollen im Privat⸗Amte stattfinden Der Sold der in den einheimischen Schiff⸗Werften beschaͤf⸗ tigten Handwerker und anderer Arbeiter hat im vorigen Jahre 490,000 Pfd. betragen, und ist fuͤr das laufende um 10,000 Pfd. verringert worden. Fuͤr Lootsen⸗Gehalte sin 60,000 Pfd. ausgesetzt. In den Ausgaben fuͤr das Koͤnigl Marine⸗Collegium zu Portsmouth haben ebenfalls Erspar nisse stattgefunden, was zum Theil davon herruͤhrt, daß die Studirenden jetzt mehr als fruͤher zu bezahlen haben. Zaht der daselbst studirenden jungen Leute belaͤuft sich jetz auf 80; von diesen sind 40 Söͤhne von Officieren und haber nach dem Range, den ihre Vaͤter in der Armee bekleiden, mehr oder weniger zu bezahlen, die uͤbrigen 40 sinb Soͤhne von Nicht⸗Militairs und haben, statt fruͤher 70 Pfd., jetzt 126 Pfd. jaͤhrlich zu begz ebceen Ausbildung der Marine⸗Hfficiere haben die en *₰ dmiralitaͤt es eingeleitet, daß ein Professor jenes Collegiums eigene Vorlesungen fuͤr sie haͤlt. Officiere, die 8ers Gebrauch machen wollen, koͤnnen sich fuͤr die Dauer dese orlesungen nach Portsmouth begeben; doch muͤssen si aselbst auf eigene Kosten leben und haben keinen Zuschuß vom Staate dafuͤr in Auspruch zu nehmen. Die Officiers⸗ Wittwen⸗Pensionen haben sich vermehrt, besonders seite dem vor einigen Jahren das Gesetz durchging, daß auch

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