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uͤlfe dieser orthodoxen, eindlich gesinnten Leute,
allen anderen Glau⸗ bens⸗Partheien die Unterschriften u ihrer Petition zusammengebracht habe. Graf Grey spielte nicht undeutlich auf den Bischof von Bristol, so wie auf den von Bath und Wells an, indem er sagte, die sehr ehr⸗ wuͤrdigen Prälaten duͤrften schwerlich eine solche, in ihren Kirchsprengeln stattfindende Allianz gut heißen. Er fuͤgte hinzu, man moͤge darum, weil er die Umtriebe einiger Geist⸗ lichen aufdecke, doch ja nicht glauben, daß er den Charakter der Geistlichkeit uͤberhaupt herabwuͤrdigen wolle; er sey ein Anglicanischer Christ und den Lehren seiner Kirche auf⸗ richtig zugethan; er wuͤnsche auch die Achtung und Ver⸗ ecbhrung derselben immer mehr befestigt zu sehen, deshalb aaber muͤsse man gerade das unwuͤrdige Verfahren einiger 85 Diener, durch die jene Achtung leicht verscherzt werden e’nne, offenkundig machen und auf das Strengste ruͤgen. — Der Bischof von Bristol sagte hierauf, daß, da der edle Lord (Grep) auf ihn angespielt habe, so glaube er zu dessen Bemerkungen hinzufuͤgen zu muͤssen, daß er weder von Me⸗ thodisten, noch von Katholiken fuͤr die Englische Kirche eetwas fuͤrchte. Was jedoch die Kirche in Irland betreffe, so (e’nne er seine Besorgnisse nicht verbergen, wenn er die Dro⸗ 5.2 hungen der Irlaͤndischen Katholiken vernehme. Er sey nach Lvoondon gekommen, von dem Wunsche beseelt, die Maaßre⸗ geln der Regierung zu unterstuͤtzen; da er jedoch von dem ddlen Herzog (v. Wellington) vernommen, worin diese Maaß⸗ egeln bestehen, so halte er es, in seiner Stellung als Bi⸗ e schof, fuͤr seine Pflicht, sich denselben auf das Entschiedenste widersetzen. — Der Bischof von Bath und Wells, so ₰ wie Lord Eldon, nahmen sich hierauf der vom Grafen Grey aangegriffenen Bittsteller an. Letzterer sagte, seit den 50 Jah⸗ ZZI1u waͤhrend welcher er im Parlamente sey, habe er das Land noch niemals so aufgeregt gesehen, als jetzt. Er habe die sichere Ueberzeugung davon, das die große Mehrheit des ganzen Volkes der Maaßregel entgegen sey; wider die Eman⸗ eeipation habe er allein 600 Bittschristen uͤbergeben, die er gröͤßtentheils genau durchgesehen, wobei er gefunden habe, daß sich Namen darunter befaͤnden, die selbst den beiden Parlaments⸗Haͤusern Ehre machen wuͤrden. Es sey zwar zu bedauern, daß sich Mitglieder der Anglicanischen Kirche mit Wesley ischen Methodisten verbinden; wenn jedoch Prote⸗ stanten, als solche, um Aufrecht altung des protestantischen SGlaubens baͤten, so haͤtten die Methodisten ein gutes Recht, sich anzuschließen, denn wer wollte laͤugnen, daß diese auch P vrotestanten seyen? — Der Herzog von Wellington er⸗ 1 innerte beim Schlusse der Debatten daran, daß man, bei Ueberreichung von Bittschriften, wenn auch nicht ganz zu vermeiden sey, doch so wenig als moͤglich die Frage selbst be⸗ rüͤhren sollte. Graf v. Eldon aber erwiederte darauf, daß die andere Seite des Hauses immer mit dem Beispiele vor⸗ angehe, und diese zuerst das Uebereinkommen verletzt habe. London, 20. Maͤrz. In der Sitzung des Unterhauses vom 18ten befanden sich unter den Zuhöͤrern viele Damen unnd unter andern die Herzogin von Richmond, die schon anderthalb Stunden vor Eroͤffnung der Sitzung bren Platz eaengenommen hatte. Von Damen werden uͤbrigens nur die Gattinnen der Pairs und der Mitglieder des Unterhauses „ und deren Töochter oder naͤchsten Anverwandte, und zwar auf specielle Erlaubniß, zugelassen. Einer neuen Verordnung in der Muͤnze zufolge, erhal⸗ ten diejenigen Personen, die Gold wollen praͤgen lassen, bei Ueberlieferung desselben 75 pCt. in Sovereigns und den Rest im Laufe von 3 Wochen. Bis jetzt wurden dergleichen Personen so viele Schwierigkeiten in der Muͤnze gemacht, daß sie sich nur nothgedrun dahin wendeten. Ein verantwortlicher der Schatzkammer, der
wandt und mit
g. gleich Agent einer Colonie war, hat sich entfernt und in 8 segen Agentschafts⸗Kasse tin Deficit von 6000 Pfd. hinter⸗ Gestern fand eine Zuk —
v ne Zukammenkunft von Personen statt die sich geneigt fühlen, den Plan zur Wiederherstellung der
Kathedrale von York du ei S — ausgezeichneten 289 I schoͤfe von Canterbury und York, der — „ die Grasen Fitzwilliam und Carlisle, 0 undas u. A. m. Die Kosten einer völligen Wieder“ e , —ö hen Gotteshauses hatte man 65,00 — 8 gen; in YPorkst waren bereits gegen 27,000 Pfd. durch — gekommen, und zur Verbreitung der E meh / rere Ausschuͤsse eruannt worden; man zweifelt nicht daran daß die noch fehlende Summe bald zusammen kommen werde⸗ der hier Sarn 1 einer Bitts
unterstuͤtzen. Unter aanden sich unter An⸗
Kron⸗Vorraͤthen zu ersuchen. Nachdem sehr bedeutende Summen, unter Andern 3000 Pfd. vom Grafen Fitzwilliam unterzeichnet worden waren, vertagte sich der Verein.
In der Grasschaft Fife, in Suͤd⸗Schottland, grub man vor Kurzem in Kennoway einen steinernen Sarg aus der Erde, in welchem sich nur ein Hirnschädel, Zäͤhne und die Knochen der Fußzehen vorfanden. Dergleichen Saͤrge, so wie sehr antike Waffen, findet man haͤufig in jener Gegend, wodurch das Vorgeben wahrscheinlich wird, als haͤtte nicht weit davon einmal eine sehr große Schlacht statt gefunden.
Unter den Gegenständen, die kuͤrzlich fuͤr Rechnung des entwichenen Rowland Stephenson öͤffentlich verkauft wurden, befand sich auch ein unter dem Namen Shakespear⸗ Sessel bekannter Armsessel, den einst die Buͤrgerschaft von Strat⸗ ford⸗ upon⸗Avon dem berüͤhmten Garrick als einen Beweis ihrer Hochachtung geschenkt hatte. Der Sessel ist mit vor⸗ trefflich gearbeitetem Schnitzwerk nach Hogarths Zeichnungen verziert, und hat in der Mitte der Ruͤcklehne ein ovales Medaillon Shakespeare's von Hogarth selbst geschnitzt, und zwar aus dem Holze eines von dem großen Dichter eigen⸗ händig gepflanzten Maulbeerbaumes. Dieser Sessel ward fuͤr 100 Guineen das Eigenthum eines hiesigen Kaufmanns. Herr Stephenson hatte ihn vor 9 Jahren aus dem Nachlaß von Garricks Wittwe fuͤr 145 Pfd. 8 Shill. gekauft.
Die Wein⸗Verfaͤlschungen in den Magazinen der hiesi⸗ gen Docks sind seit einiger Zeit so ins Große getrieben wor⸗ den, daß sie den allgemeinen Unwillen der achtungswerthen Kaufleute erregt, und dieselben bestimmt haben, sich ernsthaft damit zu beschäftigen, diesem Unwesen durch zweckmaͤßige Maaßregeln auf das Baldigste zu steuern.
Madame Catalani hat in Dublin ein Concert unter ausgezeichneten Beifalls⸗Bezeigungen gegeben.
In einem Schreiben aus Singapore vom 8. November v. J. heißt es: „Unsere Nachrichten aus Siam gehen bis zum 1sten d. M. Zwei Cochin⸗Chinesische Gesandte waren in Bangkok angekommen; einer zu Lande, der andere zu Wasser. Sie hatten ein Schreiben ihres Koöͤnigs zu über⸗ reichen, in welchem derselbe sich fuͤr den König von Laoos verwendet, der gegen den Herrscher von Siam rebellirt hatte. Nachdem die Gesandten in zwei Audienzen vergebens Alles aufgeboten, um Letzteren dazu zu bewegen, dem Rebellen zu verzeihen und ihm sein Land zu lassen, baten sie um Erlaud⸗ niß zur Abreise. Der Herrscher von Siam war im iff, gegen den Koͤnig Lavos eine Flotte von 1000 5..Mr auszuruͤsten.“
London, 21. März. (Ueber Bruͤssel.) Die heutige Sun meldet Folgendes: „Heute Früͤh fand in Battersca⸗ sields zwischen dem Herzoge von Wellington und a⸗ fen von Winchelsea ein Zweikampf statt, der, wie . durch einen gestern Abend vom Grafen an den Henes 8e schriebenen Brief uͤber die wichtige Angelegenheit, jetzt das Parlament beschäftigt, veranlaßt worden seyn soll. Sir Ths. Hardinge war der Secundant des Herzogs, und Lord — der des Grafen. Letzterer, anstatt den Schuß des
ogs zu erwiedern, feuerte in die Luft. Um 6 Uhr Mor⸗ gens hatte man den Herzog der Cavallerie⸗Kaserne vorbei reiten, und um 8 Uhr in seine Behausung zurückkehren ge⸗ sehen. (Das Vruͤsseler Blatt, welches diese Nachricht mit⸗ theilt, bemerkt dabei, daß, da die Londoner Abend Zeitungen vom isten, in denen die Bestaͤtigung oder Widerlegun der⸗ selben zu finden Lc.. noch nicht in Brussel men waren, es rathsam sey, jene bevor man ihr unbedingten —— 2* des üan
Die gestrige Sitzung des ses war von keinem erheblichen Interesse. Im Unterhause trug Hr. Peel dar⸗ auf an, daß das Haus sich in einen 2a verwandeln solle, um üͤder die Irlaͤndische Wahlfreideits Bin zu derath. schlagen. Lord Duncannon te sich diesem Antrage und wollte der Bill ein Amendement hinzugefuͤgt en. Dagegen erhoben sich mehrere Redner und zutetzt auch Peel. Bei der Abstimmung zeigten sich 220 Stimmen fürk und nur 20 Stimmen ge 32 — Peets Antrag; mithin eine Masoritaͤt von 200 Stimmen dafuͤr. Das Haus ber schloß demnaͤchst, am kommenden Dienstage den Comité,Ber⸗ richt uͤber die Bill anzuhoren, und vertagte 2- alsdann.
Den letzten Rachrechten zufolge war Sir Humphren⸗ Davy zwar noch nicht tobt, wie man es, zu vorellig a097, kündigt hatte, jedoch ließ sein Krankheits Zustand wenig Hoff⸗ nung zu —,—
Aus Mexiko Nachrichten bis zum 31. Jan. Ev
aus Vera⸗Cruz bis zum 7. Febr. hier eingegangen. Zam Land war ₰ in chr aufgeregtem Zustande; am 29.