Meinung wird jedoch die Bill erst nach den Oster⸗Ferien durchkommen. Die gegenwaͤrtige Stockung im Handel wird zum Theil der Aufregung zugeschrieben, die im Publikum woegen der katholischen Angelegenheit herrscht, so daß es, un⸗ abhaͤngig von allen andern Ruͤcksichten, auch schon fuͤr den Handel besser ist, diese Sache so schnell als moͤglich beendigt u sehen. London, 28. März. (Ueber Bruͤssel.) Das Ober⸗ haus beschaͤftigte sich gestern ausschließlich mit den Bittschrif⸗ ten, die fortwaͤhrend uͤber die katholische Angelegenheit ein⸗ gereicht worden. 8 Im Unterhause schritt man wieder zu den Debatten uͤber die Concessions⸗Bill. Verschiedene Amendements wurden vorgeschlagen, aber verworjen. Nachdem Hr. Peel endlich vor⸗ geschlagen hatte, von der Bill mit den hinzugefügten Veraͤn⸗ derungen eine reine Abschrift nehmen zu lassen, ward dieser Antrag mit 233 gegen 106 Stimmen angenommen. Die dritte Verlesung ist auf den naͤchsten Montag festgesetzt; die Bill wird alsdann ins Oberhaus gesandt werden. — Ferner hoͤrte das Unterhaus, ohne zu debattiren, den Bericht uͤber die Wahlfreiheits Bill, die gleichfalls am Montage zum drit⸗ tenmal verlesen werden wird. . Der Sun zufolge wird Dom Pedro zwei Commissaire
nach England senden, um durch Vermittelung des Cabinets
von St. James seine Differenzen mit Dom Miguel auszu⸗ gleichen. Dom Miguel verspricht, in 4 oder 5 Jahren die junge Koͤnigin heirathen zu wollen, wenn man ihn im freien Besitz des Thrones laͤßt. G Der Herzog von Wellington gab gestern den Cabinets⸗ Ministern ein Mittagsmahl. Die Literary⸗Gazette enthält einige neuere und na⸗ here Umstände uͤber das Duell des Herzogs von Wellington und des Grafen von Winchelsea. Die Kugel des Ersteren war nicht durch den Rock des Grafen gegangen, wie eine eitung es gemeldet hatte. Der versiegelte Brief, den der leuge des Lord Winchelsea an Sir H. Hardinge uͤberreicht atte, und der, im Fall der Graf gedlieden waͤre, geoͤffnet werden sollte, enthielt eine Erklaͤrung, die ehrenvoll fuͤr deide Theile war. — Als der Koͤnig vom Herzoge alle Particula⸗ riraͤten erfahren, auch das, auf das Königs⸗Collegium bezuͤg⸗ liche Schreiben des Grafen von Winchelsea, das die Veran⸗ lassung zum Duell gewesen und Sr. Maj. fruher nicht be⸗ kannt geworden war, gelesen hatte, haben Se. Majestät dem Vernehmen nach dem Herzoge zu erkennen gegeben, daß Sie das in dieser als persoͤnliche Ehrensache zu betrachtenden An⸗ gelegenheit von ihm beobachtete Verfahren als unvermeidlich ansaͤhen. us Batavia hat man Nachrichten bis zum 26. Nov. Nach dem Wunsche der Colonial⸗Verwaltung hatte dort eine Versammlung von Kaufleuten statt gefunden, um daruͤber zu berathschlagen, ob, ohne Nachtheil fuͤr die öͤffentliche Ein⸗ nahme, Modisicationen in dem bestehenden Tarif gemacht werden könnten. Diese Zusammenkunft aber lieferte kein Resultat, weil ein Theil die Zölle erhöhr und der andere sie erniedrigt wissen wollte. Der letzteren Meinung hatten sich die Engländer angeschlossen. In dem Kriege mit den Ein⸗ gebornen hatte sich nichts Wichtiges ereignet; jed war durch die Gefangennehmung des Ober⸗Priesters eines Stam⸗ mes eine baldige Annäherung wahrscheinlich geworden, und man erwartete, daß große Zugestaͤndnisse gemacht werden wuͤrden, um die Freiheit eines so ausgezeichneten Indivi⸗ duums zu bewirken. b Die Fonds gingen gestern etwas niedriger, was man der Ankunft zweier Expressen aus Paris zuschreibt. London, 31. Marz. (Ueber Hamburg.) In der gestri⸗ sn Sitzung des Unterhauses, die erst heute Morgens um 1 Uhr endigte, ist die Concessions⸗Bill unter dem autesten DJudel und den Gluͤckwuͤnschungen der sich um Hrn. Peel draͤngenden Mitglieder durchgegangen, nachdem der Antrag des Marquis von Chandos auf deren Verwersung mit 320 Peen 142 Stimmen, und ein Amendement des Obersten lbthorpe, wonach kein katholisches Mitglied einer Corpora⸗ tion bei Verfüͤgungen uͤber Gelder zu miͤlden Zwecken sollte votiren düͤrfen, mit 233 gegen 17 Stimmen verworfen wor⸗ —ö—— — passirte sodann ohne t nun zum — ause uͤber. süümmung, und beide Bills 9 9n m Sonnabend hatte Graf von El seitdem er das dord hanier Neal —— Koͤnige in Windsor, die vier Stunden dauerte, und — welcher er Sr. Maj. 60 antikatholische Perittomen vorlegte. Wi g Am Mittwoch vorher hatte Lord Manssield eine Audienz zu leichem Zwecke gehabt. . Der Herzog von Newcastle wollte naͤchster Tage auch
8 8 —
wieder nach Windsor abgehen, um Sr. Maj. eine Vor⸗
stellung in Bezug auf den Kroͤnungs⸗Eid zu machen. In Hereford war eine Versammlung gehalten worden, um den
Koͤnig zu ersuchen, daß er der katholischen Bill seine Sanc⸗
tion verweigere; der Antrag ging aber nicht durch.
Am Sonnabend Abend ging ein Koͤnigsbote aus dem auswärtigen Amte mit Depeschen nach Neapel ab, und ge⸗ stern Abend kam der Koͤnigsbote Crotch mit Depeschen des Herrn Stratford Canning aus Neapel vom 18. März im auswartigen Amte an.
Der Courier sagt: „Es erhellt aus den Franzoͤsischen Zeitungen vom Sonntage, daß die Pforte die Ankunft der Franzoͤsischen und Englischen Repraͤsentanten in Konstanti⸗ nopel erwartet. Wir meldeten dieser Tage, daß sie im Be⸗ griff seyen, dahin zu gehen. Hr. Stratford⸗Canning erhaͤlt Hrn. Rob. Gordon, Bruder des Grafen v. Aberdeen, zum Nachfolger. Auf Hrn. Cannings eigenes dringendes Ver⸗ langen ist ein Nachfolger fuͤr ihn ernannt worden, allein Niemand hat je die Pflichten einer zarten und wichtigen Sendung zufriedenstellender fuͤr die Regierung erfuͤllt.“
Niederlande.
Bruͤssel, 1. April. Mehrere Professoren haben von der Regierung wieder Erlaubniß erhalten, in ihren Anstalten die alten Sprachen zu lehren.
In Dinant hat am 29sten v. M. die erste Revuͤe uͤber die dortige Communal⸗Garde stattgefunden. Abends war Conzert und Ball auf dem Stadthause.
Der Catholique will mit Bestimmtheit wissen, daß Herr O (Connell kurz vor oder nach Ostern nach Bruͤssel und Gent kommen werde.
Der Courrier des Pays⸗Bas hebt als etwas Be⸗ merkenswerthes hervor, daß jetzt, wo die ersten Wahl⸗Opera⸗ tionen statt finden sollen, die Gouverneure mehrerer Provin⸗ zen hierher gereist sehen. Die Gouverneure von Ost⸗ und West⸗Flandern, Hennegau und Antwerpen sind nach einan⸗ der in hiesiger Residenz gewesen.
Die aus Batavia gekommenen Journale vom 6. Nov. v. J. enthalten einen Bericht der Commission, welche in un⸗ seren Ostindischen Besitzungen fuüͤr die im Mutterlande durch die Ueberschwemmung im Februar 1825 Verarmten Beitraͤge gesammelt hat. Aus diesem Berichte ergiebt sich, daß diese Collecte im Niederlaͤndischen Ostindien mit Einschluß der Faktorei in Kanton die bedeutende Summe von 123,76] Fl. eingetragen hat; Batavia hat dazu 63,145 und Soerabaha 12,392 Fl. beigesteuert.
Die Universität Utrecht feierte am 26sten v. M. den Jahrestag ihrer Stiftung. Die Studirenden veranstalteten einen großen Aufzug mit Allegorieen, Karrikaturen und Mas⸗, ken. So fuhr unter Andern der Fuͤrst der Finsterniß in großem Costuͤm in einem Cabriolet mit seinem Freunde, dem Ober⸗Lichtausputzer.
Schweden und Norwegen.
Stockholm, 27. Maärz. Die verstorbene Prinzessin Sophia Albertina hat in ihrem Testamente den Willen zu erkennen gegehen, daß ihr Leichnam nicht einbalsamirt wer den möge. Naäͤchsten Dienstag erfolgt die Beisetzung, be welcher ebenfalls, ihrem Wunsche gemaͤß, sich nur ihr eige⸗ ner Hofstaat einsinden wird. Der Justiz⸗Minister, Graf — ,N und der Oberst⸗
ammerjunker, Graf Gyllenborg, sind 6 - zu Testaments⸗Vollstreckern — * voa der Pennts
origen Sonntag wurden die ich er 8829gs 85 er Feierlichtent Se. K. H. der Kronprinz 4
Deutschland. München, 31. März.
11 Uhr hielt die Akademie res St
Am 23sten d. Vormittags um 2 ne e ung. ec — 8 derselben, Hr. Geheime⸗Rath dea en.dagh I. chfel der he Schicksale der Anstalt, an den ech heilnahme, welche sie erfahren, an die oft un⸗ — Urcheile üͤber ihren Zweck und ihre Wirksamkeit⸗ die 8 ste „ und bemerkte, daß erst in unseren Ta⸗ 8 8889 5 des — Kurfürsten leph, und ihrer weiteren Ausbildung unke — — —2ö Koͤnig 2— 8 —— ic vollem ange rch gezeigt r seyn un der Umfang ihrer Sammlungen und Mittel allein es Se. Maj. dem Koͤntge Ludwig moͤglich gemacht habe, die Unt⸗ versitaͤt von Landshut nach Munchen, mit der Aussicht auf