1829 / 101 p. 5 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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f in Irland sich befindenden Theil derselben erstrecken. er an 8 - Theil der Kirche in einem seltsamen Zu⸗ sande Es ist zwar die Kirche der Minoritaͤt des Volkes, indessen glaube ich, Molords, es kann keinen musterhafteren, keinen froͤm meren, keinen gelehrteren Kreis von Maͤnnern geben, als denjeni

en, dem man die Leitung der geistlichen Angelegenheiten jenes

heils der Kirche in Irland vertraut hat; sie besitzen die Zu⸗ neigung derer, die sie delehren, und verdienen chen so viel Ver trauen, als ihre Bruͤder in England, und ich zweisle nicht, sie wuͤrden fuͤr die Vertheidigung ihrer Lehren ihren letzten Bluts tropfen hingeben. Ich habe, Mylords, nicht mehr von diesem Theil der Kirche in Irland gesagt, als wozu ihn sein Eifer und feine Froͤmmigkeit berechtigen, allein ich wuͤnschte, Ew. Herrlich⸗ keiten moͤchten wohl uͤberlegen, ob jene Kirche gegen Gewaltthaäͤ⸗ tigkeit nicht besser durch Eintracht der Regierung mit einem in sich selbst und mit den Gesinnungen des groͤßeren Theils im Volk uͤbereinstim⸗ menden Parlament, als durch eine in sich uncinige Verwaltung und durch ein getheiltes Parlament beschirmt werden wuͤrde „(Hort.) Ich bin gewiß, Mylords, ein Jeder, der den Zustand Irlands undartheilsch he⸗ trachtet, wird sich überzeugen, daß die Interessen der Kirche, die

teresfen des großen Theils des Volkes, wie die der Regierung,

ne endliche Fesistellung der Frage erheischen, und daß diese Fest⸗ stellung der Regierung Freunde insichern, und allen Theilen der Ver⸗ waltung Stärke verleihen wird (Schluß folgt.)

Nachdem der Herzog von Wellington Stunde gesprochen hatte, und mit vieler Aufmerksamkeit angehört worden war, solgten nun die verschiedenen Redner, nach der Reihe, wie wir sie gestern genannt haben. In seinem Vor⸗ trage sehr ausgedehnt, 2nn in der Opposttion einer der stärk⸗ sten, war der E⸗ von England, der Erzbischof von Canter 28 8.b7 8 sich, sagte er, der Emancipa⸗ tion immer widersetzt, und se⸗ 4 anch jetzt noch keinen Grund, ehne feüͤhere Metnung 2 153 nn sey es, wenn man behaupte, der * 3 welchen die katholische Priester⸗ schaft uͤbe, scj nicht mehr se groß, wie sonst; man brauche Ff an eine bersoche⸗ die in der jüngsten Zeit vorge⸗

. er um vom Gegentheile überzeugt zu 5 . 8 edle borde hätten behauptet, man wuͤrde 85 icherheiten dadurch erlangen, wenn man das,

man zugestehe, vollständig und auf eine befriedigende Was 8828 die bewilligten Rechte wüͤrden dann nie⸗ ö tegegen muüͤsse er jedoch einwen⸗

3 en Fällen unweise sey, auf die Dank⸗ barkeit der Menge, und inshesondere auf die der 2 schen Priester zu rechnen. Sähe er, auf 8la. elündi⸗ ühuliche, fruͤher bewilligte Eoncesstonen gemiß br else man so köͤnne er nur aͤngstlich in die Zukunft blicken 8 habe⸗ ben Katholiken fruͤher die Wahlsreiheit bewilltar, an hade sehe man, welchen Gehrauch sie davon macen und nun weniger als dankbar seven sie fuͤr die ih achen; nichts Wahlfreiheit gewesen. Man habe daen bewilligte Kosten eine Anstalt zur Erziehung f. offentliche lischer Priester gegruͤndet; aber auch diese katho⸗ keine andere Fruͤchte, als daß dieselben Maäͤ

- w die i Anstalt erzogen wurden, sich mit einer Association I.-g.

„welche, der Regierung und allen L. ihre e bnnn verlängerte. Niche vügeseden zum er, daß eine solche eräͤnderung, wie dse vor 1 82 Censtiturion gemacht werde; diese sey naefe h 39ene, in

entlich prote⸗

siantisch, koͤune es aber nicht länger bleihen, sobald de Ben

. esetz verwandelt sey. Deshalb 8* 89 88 Constitution eine vnele⸗ 8 aber das behaupte er, daß der Charakter des rfr⸗ mehr so protestantisch bleiben werde, wie er es blcher s nicht Hrt!), Der Redner ließ sich hierauf üͤher 84 19 2 Katholicismus in England aus. Der Kampf chichte den Königen und den Päaͤpsten, zwischen der IeIe eistlichen Macht, saste er, habe bereits miter Henec nn e erst Heiurich VIII. habe das wäͤhrend 92 ahrhunderte auf dem Lande gelastete Joch fuͤr immer abge⸗ chͤttelt; vergebens habe man unter der Regierung der Kö⸗ nigin Marie den Versuch gemacht, es füͤr immer wieder * saden; vergebens haben die beiden Bruͤder, Karl und Ja⸗ 805 II. diesen Versuch wiederholen wollen das Vosk, be⸗ geistert fuͤr seinen gelaͤuterten Glauben, erhob sich zur rtheidigung desselben, und die heiden Acten, die man

urch die vorliegende Vill wolle, seyen da⸗ mals entstanden. Ueberrascht er gewesen und be⸗ dauert habe er es, hier oͤren, daß man jene

Acken deshalb nicht mehr bei lten wolle, weil sie unmit⸗

telbar aus dem Complott des Titus Oates hervorge

1 ergegangen seyen. „Moͤge unmittelbar ihnen vorangegangen seyn, da wolle“ (sagte der Praͤlat) „die Acten haben einen gan

andern Charakter erhalten, als sie i 1 e in der Revolution au Neue festgestellt wurden. (Hoͤrt, hoͤrt! von der einen, 88

Nein, nein! von der andern Seite.) Sie sind dadurch eine

Buͤrgschaft fuͤr die Sicherheit des protestantischen Glaubens geworden. Damals, da jeder Theil der Constitution prote⸗ stantisch war, der Koͤnig allein ausgenommen, wurde ein Ge⸗ setz gegeben, daß kein Katholik Koͤnig seyn duͤrfe. Um ihn gegen weiblichen Einsluß zu sichern, (Hoͤrt! ruft der Her⸗ zog v. Richmond) wurde ein Gesetz gegeben, daß der Koͤnig keine Katholikin heirathen duͤrfe; es wurde ferner der Kroöͤ⸗ nungs⸗Eid geaͤndert und ihm seine jetzige Gestalt gegeben. Der Koͤnig schwoͤrt sonach, daß er das Volk dieses König⸗ reiches, und der dazu gehoͤrigen Gebiete, nach den vom Par⸗

lamente genehmigten Statuten, so wie nach den Gesetzen und B

Sitten des Landes regieren wolle, er schwoͤrt ferner, daß er Recht und Gerechtigkeit uͤben wolle, so wie, daß er was

bei dem Entwurfe des Kroͤnungs⸗Eides gewiß als ein sehr

wichtiger Punkt angesehen wurde mit Gottes Gnade die wahre Lehre des Evangeliums und die resormirte Religion, wie sie nach dem Gesetze hier be⸗ stehe, aufrecht erhalten wolle. Endlich schwöͤrt er auch,

protestantische 8

die Bischoͤfe und die Geistlichkeit zu schirmen, so wie ihnen 1 ³

und den unter ihnen stehenden Kirchen alle denselben irgend zustehenden Rechte und Privilegien zu bewahren. Alles nun ist der Koͤnig verpflichtet, zu thun, und wie thut er es? Etwa durch persoͤnliche Feeleobm 7 Nein, es sind seine Rathgeber und Minister, die damit beauftragt sind. Wie will er nun aber die protestantische Kirche beschirmen, wenn diese seine Rathgeber Katholiken sind?“ Der Red⸗ ner setzte nun den Fall, der Koͤnig sey von lauter katholi⸗ schen Ministerm umgeben, und suchte nun bei jedem Einzel⸗ nen darzuthun, wie sehr er in seinem Departement der pro⸗ testantischen Sache schaden koͤnne. Er schilderte darauf die Gefahren, welche mit der Bill fuͤr die Kirche von Irland verbunden seyen und gab zu bedenken, in welcher mißlichen Lage sich ein protestantischer Vice⸗Koͤnig dieses Landes befin⸗ den dürfte, wenn sowohl der Mintster des Innern, als der Unter⸗Staats⸗Secretair fuͤr Irland Katholiken seyen. Das lobte er an der Bill, daß die Regierung sich kein Dazwi⸗

schentreten bei der Ernennung katholischer Priester vorbe⸗

halten habe; denn dadurch wuͤrde man gewissermaaßen

die Röͤmische Kirche anerkannt, und sogar der Macht des

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Papstes eine Art von Beachtung gezeigt haben. Ach den Klauseln in Betreff der Jesuiten gab er feinen Bei⸗ 2 sall. Dieser einzelnen Umstände unerachtet, sagte er, muͤsse 8 er doch der ganzen Bill auf das Entschiedenste sich widersetzen, weshalb er vorlaͤufig (wie erwaͤhnt) das 8 Amendement mache, daß die zwelte Lesung der Bill in 6 Monaten erfolge. (Hört, hört!) Von der darauf sol genden Rede des Erzbischofs von Armagh (des protestanti⸗ scchen Primaten von Irland) haben wir weniger mirzuthett. len, da er im Ganzen mit seinem Vorgaͤnger ubereinstimmite, und nur noch mehr auf Irland Bezug nahm, als Jener. Als Beweis, wie wenig die Bill geeignet seyn dürfte, die⸗

es Land zu beruhigen, fuͤhrte er an, daß in derselten 2 stachchan Zeitung, welche die Thron⸗Rede und ihre Emp ch, 82 lung der kaͤtholischen Frage enthielt, hinterher eine Liste von Beschwerden gegeben wurde, permittelst deren die Unruhen im Lande auch ferner zu erhalten seyen. Auch habe der „große Aufwiegler” (Hr. O' Connell) selbst, bei Gelegenheit der gegenwärrigen Conressionen, sich geäußert: er wolle einst. weilen die vom Parlament in die sem Jahre angebotenen 7 Stuing pro Pfund annehmen, in der nachsten Sessiybnod). denke er sedoch mit erneuerter Kraft aufzutreten und dann sich auch den Rest von 12 Shilling auszubitten, (Gelochter) Im fernern Verlaufe seiner Rede sagte der Erzbise Wen die edlen Lords den Vorschla dn⸗ rbischof: Wenn Frylftische Macht in Itland 9 8 1,., 88 8* essere, weisere und mi Herzustellen, so wuͤrden settine

haben auffinden koͤnnen, mann gebe zu, ander bestehen, eine immer eine gröbere Macht hahen incsse⸗ als die andere; nun, die Bill fey Lan

Macht des Protestäntismus zu vernichten, und. folgtich asso der Kirche von Rom die Obergewalt mu

als die eben voritegende.

Jeder

mehr zum Zwecke fuͤhrende Maaßtegel

7 daß von zweien Religtonen, die nebens ein⸗

dazu geergnet, die 5